Elisabeth Karamat Honigmann

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Inhaltsangabe zu „Honigmann“ von Elisabeth Karamat

Elisabeth ist Mitte vierzig, hat einen guten Job und drei erwachsene Kinder. Aber soll es das schon gewesen sein, das gute Leben? Nach einem Urlaub auf der idyllischen Karibik-Insel St. Kitt’s beschließt sie auszuwandern. Ein Grund dafür: der rätselhafte Kwando, ein Rastafari und spiritueller Heiler, der sie geradezu magisch anzieht. Elisabeth lässt sich auf ein neues Leben in einer fremden Kultur ein.

Mit Mitte 40, gutem Job und erwachsenen Kinder nochmal einen Neuanfang wagen? Warum nicht! Aber .... es ist nicht alles Gold was glänzt.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Fazit: „Honigmann“ ist die faszinierende und bewundernswerte Lebensgeschichte einer Frau, die aus ihrem bisherigen Leben ausbricht und auf der Suche nach einem Sinn in ihrem Leben ein Neues in der Karibik beginnt und dort die wahre Liebe findet. Chapeau!

— Bellexr
Bellexr

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  • Meine Meinung zu: Honigmann von Elisabeth Karamat

    Honigmann
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    11. September 2014 um 09:42

    Als begeisterte Karibik-Urlauberin wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Durch eine Leserunde hatte ich das unverschämte Glück, auch noch ein Exemplar gewinnen zu dürfen. Die Autorin berichtet darüber, dass Sie mit Mitte 40, gutem Job und erwachsenen Kindern und eigentlich einem guten Leben in Belgien, einen Neuanfang in der Karibik, genauer St. Kitts, wagt. Anfänglich noch alles toll, stellt sich langsam heraus, wie mühevoll das Leben dort ist.  Sie arbeitet dort an einem sozialen, landwirtschaftlichen Projekt mit, und denkt immer öfter an die Vorzüge mit denen man in Europa lebt. Über diese tiefgründigen Gedanken kann ihr der Medizinmann kennen und lieben. Aber diese Liebe ist nicht von langer Dauer, da Alkohol, Drogen und Übergriffe die Gefühle wanken lassen. Ein Tatsachenbericht, der so manche Träume ins rechte Licht rückt. Leider fand ich das Buch stellenweise sehr langatmig und Emotionsfrei. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Stattdessen wurde das Augenmerk mehr auf die Liebesgeschichte gelegt, was ich sehr schade fand. Der tatsächliche Erfahrungsbericht über Land und Leute ist dabei viel zu kurz gekommen. Deshalb vergebe ich diesem Buch nur 3 Sterne.

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  • Honigmann

    Honigmann
    Themistokeles

    Themistokeles

    21. August 2013 um 14:03

    Es handelt sich hier, auch wenn ich es ehrlich beim Lesen nicht wirklich glauben konnte, wirklich um eine reale Begebenheit. Warum ich nicht glauben konnte, dass es wirklich real war, lag wohl daran, dass ich nicht verstehen kann, wie die Erzählerin sich so behandeln lassen konnte, wie sie es hier in ihrer Geschichte erzählt. Allein schon die Idee, dass sie in diese Gegend, auf diese Karibik-Insel zieht, klingt ein wenig verrückt, auch wenn ich das noch in einem gewissen Maß verstehen konnte, denn wann man sich in einen Ort verliebt hat und auch noch das Gefühl bekommt, dass man dort Gutes tun könnte, dann entscheidet man vielleicht so. Was mir jedoch vollkommen schleierhaft bleibt, ist warum sie dann dort eine Beziehung mit dem Rastafari Kwando anfängt. Das lag wohl unter anderem daran, dass ihre Erzählweise extrem biographisch wirkt. Man kommt Elisabeth Karamat einfach nicht nah beim Lesen, versteht dadurch ihre Emotionen auch einfach nicht und mir viel es sehr schwer nachzuvollziehen, wie sie dann dazu kam, dass sie mit ihm eine Beziehung begonnen hat. Besonders auch die Fortführung dieser Beziehung wirkte auf mich sehr seltsam, was wohl auch viel daran lag, dass mit den beiden vollkommen unterschiedliche Kulturen aufeinander prallten und ich auch meine Schwierigkeiten hatte, die Handlungen Kwandos nachzuvollziehen, denn sie waren für mich häufig weder logisch, noch wirklich von Gefühlen geprägt, die verständlich waren, sondern oftmals auch so, dass ich mit diesem Menschen in meinem Leben nichts mehr zu tun hätte haben wollen. Zudem fand ich es, auch wenn das Buch schon vom Titel klar erkennen lässt, dass er über Kwando, den Honigmann, und Karamats Beziehung zu ihm berichten würde, schade, dass man so wenig von ihrem Leben auf St. Kittys unabhängig von Kwando erfährt. Wie es mit den Projekten voran ging, wegen derer sie dorthin gezogen ist, welche Projekte sie noch angeht etc. werden zwar angerissen, aber danach oft kaum noch erwähnt, was ein wenig schade ist, da man so von dem Leben dort nur sehr oberflächlich etwas erfährt und vor allen Dingen auch hauptsächlich über das ganz spezielle Leben bestimmter Personen, wie Kwando und dem Pfarrer der Insel. Für mich ein Buch, das leider zu weit weg von Emotionen ist und eher wie ein biographischer, historischer Bericht wirkt, bei dem man zwar über Emotionen liest, die einen aber nicht erreichen, da er einfach so geschrieben ist, dass alles extrem weit weg wirkt. Ein Buch, das einem aber auf jeden Fall zeigt, wie unterschiedlich die Kulturen der Erde sind und was für eine Arbeit es auch manchmal kosten kann, irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen., selbst wenn scheinbar Liebe im Spiel ist oder vielleicht auch gerade dann.

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  • Leserunde zu "Honigmann" von Elisabeth Karamat

    Honigmann
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe Leserinnen und Leser, Heute möchte ich Euch zu einer Leserunde aus dem autobiographischen Roman „Honigmann“ von Elisabeth Karamat einladen. Trotz ihres guten EU-Jobs in Brüssel steckt Elisabeth (Lisuscha) in einer Lebenskrise. Nach einem kurzen Urlaub auf der karibischen Insel St. Kitts, beschließt sie dort zurückzukehren, um in einem Landwirtschaftsprojekt der Kirche mit Jugendlichen zu arbeiten. Ihre Begegnung mit Kwando, einem Bienenmann, Farmer und spirituellen Heiler entwickelt sich schnell von anfänglicher Faszination zu gegenseitiger Liebe. In einem direkten und mitreißenden Stil beschreibt Elisabeth Karamat Beziehungsängste, Missverständnisse und kulturelle Unterschiede, die Kwando und sie letztendlich überwinden. "Honigmann" berührt, inspiriert, ermutigt. Ein Buch, welches uns in einen Spiegel schauen und dabei Fehler entdecken und Wünsche erkennen lässt. Ein Werk, das einer fulminanten Liebeserklärung an die heilende Liebe, den unbändigen Glauben und das bittersüße Leben selbst gleicht. Eine Geschichte, die beweist, dass es sich lohnt, mutig zu sein. Ihr habt ab sofort eine Woche lang Zeit, also bis einschließlich des 1. März, Euch als Testleser für diesen eindrucksvollen Tatsachenroman zu bewerben! Zusammen mit Bastei Lübbe vergeben wir 10 Leseexemplare unter allen Bewerbern. Im Gewinnfall ist eine Teilnahme an dieser Leserunde sowieso eine abschließende Rezension selbstverständlich!

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    • 150
  • Ein Neuanfang mit dem Honigmann

    Honigmann
    Muffin02

    Muffin02

    09. May 2013 um 17:43

    Inhalt: Elisabeth fängt mit Mitte vierzig ein neues Leben an. Sie lässt ihren gutbezahlten Job und ihre drei erwachsenen Kinder hinter sich und zieht kurzerhand auf die Karibikinsel St. Kitts. Dort leitet sie ein sozial-landwirtschaftliches Projekt das den Jugendlichen helfen soll. Kurz darauf lernt sie den Rasta Kwando und mit ihm ihre große Liebe kennen.   Meine Meinung: Ich habe mir von diese Roman ein Buch erhofft, welches mich verzaubert. Ich wollte durch farbenfrohe Beschreibungen den Zauber der Karibik selber verspüren. Leider ist es der Autorin jedoch nicht gelungen, diese Erinnerungen in mir wach zu rufen. Ihr Erzählstil ist in dieser Hinsicht eher nüchtern, ich konnte beim lesen ihre Liebe zu der Insel nur erahnen. Den Schritt, ihr Leben hinter sich zu lassen und "einfach so" ganz woanders ein neues anzufangen hat mich stark beeindruckt. Ich fand das sehr mutig und habe gerne darüber gelesen. Was für mich wiederum nicht so gut rüberkam war die Liebesbeziehung zu Kwando. Diese bildet wohl den Schwerpunkt des Buches. Lisuscha, wie sich Elisabeth später auf der Insel nennt, habe ich dafür bewundert, sich auf die Beziehung einzulassen. Denn während des lesen wurde deutlich, dass es doch gravierende Unterschiede in ihrer Mentalität gibt, dass sie eben doch aus zwei unterschiedlichen Welten kommen. Demzufolge war ihre Beziehung eine richtige Achterbahnfahrt. Kaum lief es zwischen den beiden mal richtig gut, passierte wieder irgendetwas das zu einem Tiefpunkt führte. Und i laufe der Geschichte kam es mir vor, als würden die Höhepunkte immer höher und die Tiefpunkte immer tiefer. Deshalb fand ich vor alle das Ende etwas "überraschend", denn wie auf dem Cover angekündigt findet sie am Ende doch ihre große Liebe: Das Buch endet also mit einem Happy End, mit dem ich aufgrund der vorangegangenen Geschehnisse so nicht gerechnet hätte.   Fazit: Das Buch ist auf keinen Fall schlecht! Ich mag diese Sorte von Büchern einfach, und auch dieses Buch hat mir trotz meiner Kritik gefallen. Ich lese gerne über fremde Kulturen andere Länder und ich halte das Buch für jeden geeignet, der dies ebenfalls gerne tut. Leider hat mich das Buch aber trotzdem nicht so richtig erreichen können.

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  • Wird die Karibikinsel St. Kitts ihre neue Heimat?

    Honigmann
    Donauland

    Donauland

    11. April 2013 um 16:11

    Elisabeth ist mit ihrem derzeitigen Leben nicht zufrieden, sie möchte sich verändern. Ihre Arbeitskollegin und Freundin Helen lädt sie in die Karibik ein, dort erlebt sie eine andere Welt. Während ihres Aufenthalts verliebt sie sich wahrlich in die Insel St. Kitts aber auch in den sogenannten Honigmann, Rastafari, einen spirituellen Heiler, den sie kurz kennengelernt hat. Wieder zurück in Europa, das für sie mit einem „grauen“ Schleier bedeckt ist, beschließt sie ihre Arbeit an der Botschaft abzugeben und sich eine Auszeit zu nehmen. Nach der Übersiedelung nach St. Kitts baut sie ein soziales Landwirtschaftsprojekt mit gefährdeten Jugendlichen auf. Doch schafft Elisabeth es sich in ihrem neuen Leben mit dem Honigmann einzulassen? Die Autorin Elisabeth Karamat beschreibt ihr Leben, sie erzählt aus der Ich-Perspektive, wie in einem Tagebuch, das zum diesem Buch perfekt passt. Der Autorin gelingt es sehr emotional aber auch sehr persönlich ihre Geschichte zu erzählen. Sie beschreibt auch gut, wie enttäuscht ihre bereits erwachsenen Kinder sind, als sie von ihrem Neuanfang in der Karibik berichtet, doch sie waren ja zuvor schon in Europa verstreut. Ihr neues Leben beginnt gleich mit Problemen, sie taucht in eine neue Kultur ein. Sie merkt, dass sie für ihr Leben auf der Insel kämpfen muss. Die Charaktere lernt man im Laufe ihrer Erzählung immer näher kennen, von einigen wird man überrascht. Während des Lesens hatte ich die Karibik mit den endlosen traumhaften Stränden vor Augen, hörte das Rauschen des Meeres sowie roch den Duft des Meeres, ein paradiesischer Genuss. Der geheimnisvolle Honigmann und ihre Liebe zueinander mit ihren faszinierenden Höhen aber auch schwer überwindbaren Tiefen waren sehr fesselnd beschrieben. Ihre Reise in die Karibik entpuppt sich als Reise in ein glückliches und erfülltes Leben. Den Mut zu haben, das Leben komplett zu ändern, hat sich für Elisabeth gelohnt!

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  • Honigmann

    Honigmann
    irismaria

    irismaria

    27. March 2013 um 14:16

    In „Honigmann“ erzählt Elisabeth Karamat (Lisuscha) ihre Geschichte von der Auswanderung auf die Karibikinsel St. Kitts und wie sie im Honigmann ihre große Liebe gefunden hat. Es beginnt mit Lisuscha, die als Angestellte Botschaft in Brüssel lebt. Sie ist Mitte vierzig, geschieden, ihre drei Kinder sind fast erwachsen und sie selbst ist mit ihrem Leben unzufrieden. Eine Freundin und Kollegin lädt sie zu einem Urlaub nach St. Kitts ein und Lisuscha ist begeistert von der Schönheit der Insel und dem Lebensgefühl dort. Sie beschließt, ein neues Leben auf St. Kitts aufzubauen und findet eine Stelle in einem Landwirtschaftssozialprojekt mit gefährdeten Jugendliche und verliebt sich in den Honigmann, einen Rasta und spirituellen Heiler. Doch so einfach wie erhofft sind das Leben und die neue Liebe nicht und die beiden müssen mit- und gegeneinander kämpfen. Der Schreibstil ist nüchtern gehalten, was für mich in einem Kontrast zu der sehr emotionalen Liebesgeschichte steht. Die Liebesgeschichte bildet eindeutig den Schwerpunkt. Ich hätte mir mehr Informationen über das Projekt und das Leben auf der Insel gewünscht. Mein Fazit: eine interessante Auswanderungsgeschichte  

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  • Neues (Liebes-)Glück in der Karibik?

    Honigmann
    britta70

    britta70

    24. March 2013 um 14:47

    Elisabeth (Lisuscha) ist in den 40ern und unzufrieden mit ihrem Leben: eine gescheiterte Ehe, 3 erwachsenene Kinder, die sie selten sieht, und ein Job in der Botschaft, der sie nicht mehr erfüllt. Soll es das gewesen sein?  Zögerlich folgt sie Helens Vorschlag, sie in St. Kitt's (Karibik) zu besuchen. Von dem Urlaub dort ist sie dermaßen begeistert, dass sie sofort beginnt, eine mehrjährige berufliche Auszeit zu planen. Sie fühlt sich angelockt durch die Exotik der Karibik, besonders auch durch den sogenannten Honigmann, Rastafari und Heiler, mit dem sie kurz Bekanntschaft gemacht hat. Ungeachtet des Widerstands ihrer Kinder beginnt sie mit den Planungen für Ihr Auskommen dort: Mit der Unterstützung von Pater Fowler plant sie ein eigenes Entwicklungsprojekt zugunsten "schwieriger" Jugendlicher. Als sie grünes Licht hat, geht es los. Mutig macht sie sich auf den Weg in eine neue (bessere?) Zukunft. In St. Pitts angekommen wird Lisuscha erst mal etwas desillusioniert. Nicht alles läuft so, wie sie sich dies vorgestellt hatte: Pater Fowler wird sie nicht wie gewünscht unterstützen und im Alltag wird sie sich zunehmend des "Unheimlichen" und "Rätselhaften" der fremden Kultur bewusst. Einen sicheren Anker glaubt sie beim Honigmann (Kwando) zu finden, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, gerade aufgrund des Geheimnisvollen, das ihn umgibt. Zwischen ihnen entflammt eine große Leidenschaft, schnell schon gibt es Heiratspläne. Doch schmerzhaft muss Lisuscha erkennen, dass nicht nur kulturelle Unterschiede die Liebe belasten, sondern auch Kwandos Gewaltbereitschaft. Ihre Liebe wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt, wird sie am Ende siegen? Die Stärke des Buches liegt sicher in den Beschreibungen der fremden Landschaft und kultureller Riten, der Leser hat all dies bildhaft vor sich. Schwächen zeigen sich hingegen im Bericht über das Leben in der Fremde und dessen Implikationen insgesamt. Die Darstellungen sind sehr sprunghaft und konzentrieren sich sehr auf die Liebesgeschichte von Lususcha und Kwando. Alles andere rückt hingegen in den Hintergrund; es mangelt an Tiefgang. Wer zum Beispiel mehr Informationen über Ihre Arbeit im Projekt oder die Auseinandersetzung mit ihren Kindern erwartet, wird enttäuscht. Selbst die Problematiken kultureller Unterschiede und des Eingewöhnens in eine fremde Kultur bleiben solange unterbelichtet, bis sie sich zum Stoplerstein für Lisuschas Liebesglück erweisen. Als Leser tut man sich schwer, Lisuschas Handlungsweise einzuordnen: Mut oder Naivität? Das muss jeder für sich entscheiden. Insgesamt betrachtet, kannn ich Lisuschas Erfahrungsbericht allen empfehlen, die Interesse an fremden Kulturen haben oder vielleicht sogar einen ähnlichen Lebensplan haben und einen Neubeginn in einer anderen Kultur in Erwägung ziehen.  Ich habe das Buch gerne gelesen, begeistern konnte es mich allerdings wegen der angesprochenen Kritikpunkte nicht. 

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  • Schöne Geschichte vor karibischem Hintergrund

    Honigmann
    unclethom

    unclethom

    24. March 2013 um 12:41

    Das Buch:Elisabeth ist Mitte vierzig, hat einen guten Job und drei Erwachsene Kinder. Aber soll es das schon gewesen sein, das gute Leben? Nach einem Urlaub auf der idyllischen Karibik-Insel St. Kitts beschließt sie auszuwandern. Ein Grund dafür: der rätselhafte Kwando, ein Rastafari und spiritueller Heiler, der sie geradezu magisch anzieht. Elisabeth lässt sich auf ein neues Leben in einer fremden Kultur ein.Die Autorin:Elisabeth Karamat wurde in New York geboren und besuchte das französische Lycée in Dakar, Senegal und Washington, bevor sie in Wien ihren Magister in Kunstgeschichte machte. Auf der Diplomatischen Akademie in Wien spezialisierte sie sich anschließend auf Völkerrecht und internationale Verhandlungen und schloss 2005 ihr Doktorat in Rechtswissenschaften ab. Ihre Arbeit führte sie unter anderem als Botschaftsrätin nach Brüssel, als Wahlbeobachterin nach Bosnien und als Projektkoordinatorin nach St.Kitts, wo sie seit 2009 lebt.Meine Rezension:Das Buch hat meine Erwartungen völlig erfüllt. Ganz in der Tradition von "Die weisse Massai" zB. wusste man vorher in etwa was einen erwartet.Durch die flüssige Schreibweise ließ sich das Buch gut und schnell lesen. Ich hatte das Gefühl als säße ich irgendwo auf St. Kitts auf der Veranda eines Hauses und würde den Menschen auf ihren Feldern zusehen, in der Hand ein Glas eiskalten Ingwersaft. Im Hintergrund der Feldarbeiter das Meer.Ich hatte die ganze Zeit genau dieses Bild vor mir, und habe wirklich die Zeit die ich mit dem Buch verbringen durfte genossen.Die Person der Lisuscha, auf der einen Seite bewundernswert ihr Mut, die Gesicherten Verhältnisse zu verlassen und in ein gänzlich neues Leben einzutauchen.Auf der anderen Seite ihre fasst kindliche Naivität, dass sich die Beziehung zum Honigmann verbessern würde und er der Gewalt abschwört.So schön die Story an sich war, so seltsam und verwunderlich fand ich das Ende. Der Honigmann kehrt zurück und sie versöhnen sich, all dies klingt mir zu sehr nach einem Happy End a la Hollywood. Dennoch fínde ich dass es eine schöne Geschichte ist, für Freunde des Genres sicher ein Highlight, allerdings nur für diesen Lesekreis denke ich.Einen Kritikpunkt hätte ich noch, die kleine Schrift. Zwar ist der Zeilenabstand recht groß, aber die Schrift leider zu klein so dass ich trotz Lesebrille immer mal wieder Probleme beim Lesen bekam.Von mir für diesen Roman trotz der Kritik 5 von 5 Sternen

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  • Honigmann

    Honigmann
    Gelinde

    Gelinde

    24. March 2013 um 10:18

    Honigmann von Elisabeth Karamat. In dem Buch geht es um eine Frau (Lisuscha) Mitte vierzig, sie hat einen guten Job in der Botschaft in Brüssel, ist geschieden und ihre Kinder sind (fast) erwachsen und selbstständig. Durch eine Arbeitskollegin lernt sie in einem Urlaub die Insel St. Kitts in der Karibik  kennen. Daraufhin will sie Europa (vorübergehend) den Rücken kehren und dort ein sozial, landwirtschaftliches Projekt, für gefährdete Jugendliche aufbauen. Als sie dann dort ist lerne sie einen Rasta, den Honigmann kennen. Dieser ist ein Heiler, ein ganz besonders spiritueller Mann mit einer eigenen Vergangenheit. Beide verlieben sich. Doch der unterschiedliche Hintergrund ihrer beiden Kulturen macht ihre Beziehung nicht einfach. Wie auf einer Achterbahn erleben sie ungeahnte Höhen aber auch unwahrscheinliche Tiefen, die sie sogar bis vor Gericht bringen.   Die Geschichte selber ist ganz gut. Eine Frau, Mitte vierzig, will nochmals von vorne beginnen und das in der Karibik in einem vermeintlichen Paradies und trifft dort die Liebe ihres Lebens. Ich habe sehr viel Emotion und Information über das Leben dort erwartet.   Allerdings  hat der Erzählstil meine Erwartungen zunichte gemacht. Auf das auf und ab der Liebesgeschichte war wurde das Hauptaugenmerk gelegt und die Erzählweise war eher wie der Bericht in einer Tageszeitung, für mich kamen keinerlei Emotionen rüber. Auch haben wir so gut wie gar nichts über das Projekt erfahren oder über das Leben, das Land und die Leute.   Meine Erwartungen hat das Buch leider nicht erfüllt.

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  • Rezension zu "Honigmann" von Elisabeth Karamat

    Honigmann
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    16. March 2013 um 07:18

    "Der Honigmann" erzählt uns ein modernes Märchen. Eine europäische Frau, nicht mehr ganz jung, unzufrieden mit ihrem Leben, bricht alle Zelte ab. Sie fasst Fuß auf einer Karibikinsel , und findet auch noch eine neue Liebe in einem geheimnisvollen Obea-Mann. Soweit das Märchen. In der Realität hat sie viele Hindernisse zu überwinden bis zum Happyend: Mentalitätsunterschiede, kultureller Hintergrund, Aberglaube, Tradition... Eine wirklich tolle Geschichte. Leider konnte ich mich so gar nicht mit dem Erzählstil anfreunden. Die Passagen, die die Liebesgeschichte direkt betreffen, sind mit Herzblut geschrieben. Alles darum herum hat einen merkwürdig neutralen Ton, springt, hier hin, da hin, klingt, als hätte Frau Karamat nicht wirklich Lust gehabt, uns das zu erzählen, und das ist schade. So schnuppern wir hinein in eine exotische Welt, die kaum jemand kennt. Wir hätten aber sehr gerne mehr erfahren. Eigentlich: tolle Geschichte - kein tolles Buch.

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  • Rezension zu "Honigmann" von Elisabeth Karamat

    Honigmann
    Kiwi-Lena

    Kiwi-Lena

    13. February 2013 um 20:42

    Spüre, dass du lebst! Seit Jahren verweilt Elisabeth Karamat, die Mutter dreier flügge werdender Kinder, in Brüssel, wo sie an der österreichischen Botschaft arbeitet. Doch die Trennung von ihrem Ehemann, das straffe Arbeitspensum und eine innere Unzufriedenheit, lassen Elisabeth zweifeln. Sie zweifelt daran, ihren Sinn des Lebens wirklich bereits gefunden zu haben. Dank einer Arbeitskollegin verschlägt es sie für zwei Wochen wohl verdienten Urlaub auf die Karibikinsel St. Kitt's, wo sie in eine Welt eintaucht, die ihr neues Leben einhaucht. Kurz vor ihrer Abreise trifft sich ihr in die Ferne schweifender Blick mit dem eines Mannes, den Einheimische nur den Honigmann nennen. Ein kurzer Moment, der Elisabeths ganzes Leben peu à peu auf den Kopf stellen soll. Der "Honigmann" ist ein Erfahrungsbericht, der Stärke und Lebenshunger, Bedacht und Faszination ausstrahlt. Komplette Kontraste treffen in der Lebensgeschichte der Elisabeth Karamat aufeinander. Gegensätze, die zum einen der äußeren Gegebenheiten geschuldet sind und zum anderen auf den herben inneren Konflikten der Autorin beruhen. Ehrlich und ungeschminkt erzählt Elisabeth Karamat von ihrer einmaligen Reise in die Karibik, die sich als Reise zu sich selbst und als Reise in ein Leben, das glücklicher und ausgefüllter denn je ist, entpuppte. Die durchlebte Metamorphose von einer kränkelnden Frau, die sich für andere aufopferte, zur selbstbewussten und zielstrebigen, risikobereiten Persönlichkeit, die die Liebe neu entdeckt, beschreibt Elisabeth Karamat schonungslos und fesselnd. Die Liebe zu ihrer neuen Heimat und die einzigartige Leidenschaft, die sie mit Kwando, dem Honigmann, verbindet, schwingt zwischen den Zeilen mit - mal wie eine sanfte Brise, mal wie ein Hurrikan. Sehr berührend fand ich die Erzählweise der Autorin. Sie zog mich augenblicklich in einen Bann, was vermutlich an der entwaffneten Authentizität der Geschichte kombiniert mit einer harmonischen, ungestelzten und eingängigen Wortwahl und -melodie lag. Honigmann berührt, inspiriert, ermutigt! Ein Werk, das einer fulminanten Liebeserklärung an die heilende Liebe, den unbändigen Glauben und das bittersüße Leben selbst gleicht. Eine Geschichte, die beweist, dass es sich lohnt, mutig zu sein.

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  • Rezension zu "Honigmann" von Elisabeth Karamat

    Honigmann
    Juju

    Juju

    13. February 2013 um 17:28

    Lisuscha ist unglücklich. Sie ist geschieden, hat 3 Kinder und arbeitet in Vollzeit für einen Chef, mit dem sie sich nicht versteht. Als sie zum Urlaub zu einer Freundin nach St. Kitts fährt, erlebt sie eine völlig andere Welt. Eine Welt in der die Sonne scheint und die Menschen ausgelassen und fröhlich sind. Alles scheint so anders als im trüben Europa und so beschließt Lisuscha auszuwandern. Was am Anfang aber wie ein Paradies wirkte, entpuppte sich als ein Land mit anderen Schwierigkeiten. Lisuscha hat es schwer dort ein Leben zu beginnen und auch die Beziehung zu einem Rasta ist nur am Anfang unbeschwert und doch will Lisuscha für ein neues und glückliches Leben kämpfen. Fazit: Der Schreibstil ist nüchtern gehalten. Der Leser schlüpft in die Rolle der Protagonistin und erlebt mit ihr zusammen alle Änderungen und die alltäglichen Dinge. Alles wird so beschrieben als stehe man selbst davor und dadurch wird die Situation, wie Lisuscha ein neues Leben aufbaut, sehr gut und absolut glaubwürdig vermittelt. Die Charaktere lernt man hier selbst kennen. Sie werden nicht vorgestellt, sondern man erfährt durch die Handlungen Stück für Stück die Lebensgewohnheiten und Ansichten der Person. Dadurch wirken die Charaktere unvorhersehbar und sehr authentisch. Die Handlungen sind oft überraschend aber nachvollziehbar. Die Geschichte ist eine sehr schöne Erfahrungsgeschichte. Es handelt sich dabei um die Autorin selbst, die alles genau so erlebt hat. Dadurch bekommt das Buch eine besondere persönliche Note, denn man liest es direkt mit einer anderen Einstellung. Das lässt wenig Fantasie zu, aber gibt dafür eine Sicherheit beim Lesen: Hier werden keine schlecht ausgedachten Momente auftreten. Lisuscha wagt viel für ein besseres Leben und sie merkt sie muss dafür kämpfen, denn es ist nun mal nicht so einfach wie im Urlaub. Wohin man auch geht, die Probleme kommen mit, auch wenn sie anderer Natur sein können. Dennoch kann man an dieser Stelle so viel sagen: Es nimmt ein gutes Ende! Insgesamt hat mich das Buch sehr positiv überrascht! Ich habe eine äußerst interessante Geschichte gelesen, die einem beweist, dass das Ausbrechen aus dem Bekannten zwar schwierig sein kann, aber sich trotz dessen auch lohnen kann. Die Geschichte handelt von Mut, Freundschaft und Liebe und ist dabei nicht naiv, sondern äußerst glaubwürdig. Was ich besonders mochte: Dank des besonderen Schreibstils konnte ich die Geschichte miterleben und habe dabei eine andere Welt kennengelernt!

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  • Rezension zu "Honigmann" von Elisabeth Karamat

    Honigmann
    Bellexr

    Bellexr

    30. January 2013 um 18:34

    Lisuscha und Kwando . Elisabeth Karamat ist Mitte Vierzig und mit ihrem bisherigen Leben nicht mehr zufrieden. Als Diplomatin arbeitet sie in Brüssel, ihre jüngste Tochter wohnt noch bei ihr und wird in einem Jahr die Schule abschließen. Elisabeth fühlt sich leer, ausgebrannt, alles ist trist und düster. Da lädt ihre Freundin Helen sie auf ihre Insel St. Kitts in der Karibik ein. Elisabeth ist von der Insel begeistert, lernt dort Pfarrer Hugh Fowler kennen und auch als sie wieder zurück im tristen Brüssel ist, bleibt sie mit dem Pfarrer in Kontakt. Immer mehr reift in ihr der Gedanke, alle Brücken hinter sich abzubrechen und nach St. Kitts zu ziehen. Als ihre Tochter die Schule beendet und ihr Studium in Wien beginnt, übersiedelt Elisabeth nach St. Kitts. Dort engagiert sie sich in einem Landwirtschaftsprojekt für gefährdete Jugendliche und Elisabeth lernt auch Kwando kennen. Einen spirituellen Heiler und Rasta, der bald ihr Lebensgefährte wird. . Sonne, Strand, Meer und immer schönes Wetter. Ein idyllisches Leben im Paradies. Diese Gedanken hat man, wenn man an die Karibik denkt, doch so ist es bei weitem nicht. Die Jugendlichen haben kaum eine Perspektive, die jahrelange Monokultur durch Zuckerrohr zerstört immer mehr den Boden, die Menschen sind arm, aber zumeist auch glücklich. Elisabeth, im Buch von jedem Lisuscha genannt, reist in dieses scheinbare Paradies. Hier versucht sie mithilfe der Kirche und anderen engagierten Menschen, ein Landschaftsprojekt für gefährdete Jugendliche auf die Beine zu stellen. Doch alles ist hier nicht so einfach, das Projekt ist für 3 Jahre angesetzt, die Gelder können jederzeit gekürzt werden und die Affenplage auf der Insel bedroht immer wieder die Ernte. Doch Elisabeth lässt sich hiervon nicht zurückschrecken. Sie ist eine starke, unabhängige Frau, die sich aktiv für die Jugendlichen und das Projekt einsetzt. . Und da ist noch Kwando, der Honigmann. Kwando ist hochintelligent, verdient seinen Lebensunterhalt mit der Entfernung von Bienennestern und durch das Heilen von Menschen. Ein sehr spiritueller, neugieriger, für neues aufgeschlossener Mann, der Elisabeth bei ihrem Projekt unterstützt. Die Beiden verlieben sich ineinander und man merkt sofort, sobald Elisabeth von Kwando erzählt, dass es sich hier um eine beiderseitige sehr tiefe Liebe handelt. Man braucht sich nur das Foto auf dem Buchcover anzuschauen, um diese Liebe und Vertrautheit der Beiden zu sehen. Aber auch hier ist nicht alles Gold was glänzt. Doch Lisuscha und Kwando arbeiten an sich und kämpfen für ihre Liebe. . Elisabeth Karamat erzählt in einem wunderbar flüssigen, bildhaften, manchmal sachlichen, dann wieder sehr emotionalen Art und Weise die Geschichte ihres Lebens. Offen erzählt die Autorin, welche Gründe sie bewogen haben, nach St. Kitts zu ziehen, wie sich ihr Leben dort gestaltet, wie der Umgang mit den Inselbewohner ist, wie sie erste Freunde findet, über das einfache, oft auch nicht immer leichte Leben in St. Kitts und auch bei ihrer Liebe zu Kwando nimmt Elisabeth Karamat kein Blatt vor den Mund. . Fazit: „Honigmann“ ist die faszinierende und bewundernswerte Lebensgeschichte einer Frau, die aus ihrem bisherigen Leben ausbricht und auf der Suche nach einem Sinn in ihrem Leben ein Neues in der Karibik beginnt und dort die wahre Liebe findet. Chapeau!

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