Elisabeth Klar Wie im Wald

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Inhaltsangabe zu „Wie im Wald“ von Elisabeth Klar

Karin lebt mit ihrem Freund Alexander in dem Haus am Waldrand. Auch ihre Pflegeschwester Lisa hat da früher gelebt, ebenso wie die Eltern August und Inge, die Geschwister Margarethe und Peter. Damals waren Karin und Lisa glücklich, sie sind gewachsen wie wilde Brombeersträucher, sind Hand in Hand zum Grund des Sees getaucht und haben sich in engen Wurzelhöhlen versteckt. Dann ist etwas geschehen, August ist tot und das Pflegekind wurde verstoßen. Jahre später holt Karin Lisa zurück und die beiden verstricken sich in ein ebenso verstörendes wie betörendes Spiel, sie geraten in einen Sog von Abhängigkeit, Anziehung und Abstoßung, der uns bis zur letzten Seite in seinen Bann schlägt.

Tief, verwirrend, erschreckend...Kein Buch das man "nebenbei" lesen kann...

— Applebee

Keine leichte Unterhaltung für die man sich Zeit nehmen muss. Absolut lesenswert!

— gaby2707

Harte Kost...

— nicigirl85

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  • Anspruchsvolle und faszinierende Lektüre, auf die man sich einlassen muss

    Wie im Wald

    Spatzi79

    19. January 2015 um 13:09

    Karin Ludevik ist eine junge Frau, die gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Alexander in ihrem Elternhaus wohnt. Dieses liegt recht einsam im Wald. Karins Eltern sind tot, ihre älteren Geschwister weggezogen, nur ihre alten Großeltern leben noch in der Nähe. Es besteht nicht sonderlich viel Zusammenhalt in der Familie Ludevik, jeder führt sein eigenes Leben. Dies ändert sich, als Karin eines Tages Lisa zu sich holt. Es dauert ein wenig, bis sich dem Leser erschließt, wer genau Lisa ist, sie hat als Pflegekind bei der Familie gelebt, ist im gleichen Alter wie Karin und war für sie wie eine Schwester. Damals ist etwas Schreckliches geschehen und die Familie gibt Lisa mindestens eine Mitschuld an den Ereignissen damals. Dementsprechend groß ist das Unverständnis, warum Karin sie jetzt wieder bei sich einziehen lässt und die Großeltern und Geschwister machen ihr Vorwürfe und sind besorgt, dass sich Karin übernimmt. Denn anscheinend ist Lisa nicht in der Lage, selbst für sich zu sorgen, sie braucht Betreuung und so rutschen die beiden Frauen immer mehr in die Rollen von Pflegerin und Patientin. Doch ist Lisa wirklich zurückgeblieben oder spielt sie dies vielmehr nur? Was ist damals wirklich geschehen, das ist die zentrale Frage, die sich durch das ganze Buch zieht. Schnell kommt beim Leser ein schrecklicher Verdacht auf, aber man weiß bis kurz vor dem Ende nicht, ob dieser sich bewahrheitet. Der Schreibstil machte es mir auf den ersten Seiten nicht leicht, in die Geschichte einzusteigen. In kurzen Absätzen abwechselnd aus der Perspektive von Karin und Lisa erzählt, aber ohne sichtbare Kennzeichnung, wer gerade denkt oder spricht, muss man genau lesen, um sich in das Geflecht ihrer Beziehung hineindenken zu können. Dennoch bleibt ihre Verbindung schwer nachzuvollziehen. Nach und nach bekommt man immer mehr Einblick in die Vergangenheit, in die Kindheit der beiden, als die Familie anscheinend noch normal war. Doch schnell zeigt sich, dass die heile Welt nur eine Fassade war und es hinter dieser tiefe Abgründe gegeben hat, die das Leben beider Frauen bis heute beeinflussen. Können sie diese Vergangenheit aufarbeiten und zu einem gesunden und normalen Miteinander finden? Es ist kein einfaches Buch, aber nachdem ich mich in den Schreibstil eingelesen hatte, entwickelte die Geschichte auf mich eine regelrechte Sogwirkung. Ich wollte hinter die Geheimnisse der Familie kommen, ich wollte Karin und Lisa verstehen und nachvollziehen können, was sie zu ihrem jeweiligen Verhalten treibt. Nicht immer hatte ich das Gefühl, das mir das gelingt, zu schockierend ist das Verhalten der Personen streckenweise. Dennoch habe ich immer mit gespannter Faszination weitergelesen. Am Ende wird einiges aufgeklärt, aber es bleibt auch einiges der Interpretation des Lesers überlassen. Ich persönlich fand diese Art Ende dennoch sehr passend für das Buch, es hätte mich verwundert, wenn es nach den vielen Windungen plötzlich ein geradliniges, alles erklärendes Ende gegeben hätte. Eine anspruchsvolle und faszinierende Lektüre, auf die man sich aber einlassen muss.

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  • Keine leichte Kost

    Wie im Wald

    gaby2707

    Inge und August Ludevik leben mit ihren Kindern Peter, Margarete "Gretel" und Karin in einem Haus am Waldrand. Lisa Neuwirth wird als Pflegekind aufgenommen... Elsabeth Klar erzählt die Familiengeschichte, bei der es hauptsächlich um Karin und Lisa geht, aus zwei zeitlichen Perspektiven. Zum einen lese ich die Beziehung der beiden Mädchen als sie Kinder waren. Dann kommt die Jetztzeit, in der Karin und Lisa als junge Frauen wieder zusammen leben. Die beiden Zeitperspektiven wechseln dauernd. Es ist absolut keine leichte Kost oder schnell zu lesende Unterhaltung, die mir serviert wird. Tiefgründig, erschreckend und spannend wird schnell, klar, dass es ein Familiengeheimnis gibt, das ergründet werden will. Der stockende Schreibstil und die dauernd wechselnden Zeiten machen es mir anfangs nicht leicht, in die Geschichte hinein zu finden. Immer wieder höre ich auch auf mit Lesen um das Gelesene zu begreifen, dass mich doch etwas runter zieht. Erschrecjt und fasziniert zugleich begleite ich die beiden Mädchen bzw. jungen Frauen auf ihrem Weg, der oft "im Wald" endet. Es kommt nicht oft vor, dass ich eine Geschichte lese, in der mir die Protagonisten alle unsympathisch sind - hier ist genau das der Fall. Ich will verstehen, warum sie tun, was sie tun Oft weiß ich nicht, ist es nun Traum oder Wirklichkeit, was hier gerade geschieht. Ein absolut lesenswertes Buch, für das man Zeit braucht und auf das man sich einlassen muss. Ich finde es absolut lesenswert!

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    • 3
  • Eine Lektüre mit faszinierender Tiefe

    Wie im Wald

    Piranhapudel

    18. January 2015 um 16:28

    Familie Ludevik, Mutter, Vater, drei Kinder und ein Pflegekind. Karin, die jüngste Tochter, und ihre Schwester Lisa, das Pflegekind, verbindet eine ganz besondere Freundschaft, bis der Tod des Vaters wie eine dunkle Wolke über der Familie schwebt. Viele Jahre später, nachdem auch die Mutter gestorben ist, kehrt Karin zurück in ihr Elternhaus, um dort mit ihrem Freund zu leben. Und nicht nur das: Sie fragt auch Lisa, die nach dem Tod des Vaters von der Familie ausgestoßen wurde und mittlerweile in einer betreuten Wohngemeinschaft lebt, ob sie ebenfalls wieder dorthin zurückkehren möchte. Sie sagt ja und mit ihrem Einzug erleben wir als Leser eine besondere, aber unheimliche Art der Beziehung, und ein Geheimnis, das sich nach und nach entwirrt. An dieser Stelle muss ich als erstes von Elisabeth Klars ganz besonderem Schreibstil schwärmen. Sie hat ihre ganz eigene Art zur erzählen, Geschehnisse zu verbinden, zu beobachten, und vor allem: einen Sog zu erzeugen, der dazu führt, dass man weiter lesen möchte, obwohl (oder weil?) es emotional gerade sehr aufwühlend ist. Die Art, wie sie Sätze baut und miteinander verbindet, war für mich eine ganz neue. Sie passt wunderbar zur Thematik, weil diese dadurch eindringlich zur Geltung kommt und durch eine bildreiche Sprache viel Raum zum Nachdenken lässt. Und genau diese Thematik ist es auch, die diese Geschichte ausmacht: Wir blicken hier in die Abgründe einer ziemlich kaputten Familie. Alles scheint sich um den unerwarteten Tod des Vaters zu drehen, doch schnell zeigt sich, dass diese Familie hinten und vorne nicht richtig gepasst und funktioniert hat. Das hat natürlich auf alle Familienmitglieder einen Einfluss, mit dem sie, nun erwachsen, immer noch fertig werden müssen. Ganz deutlich zeigt sich dies im Umgang zwischen Karin und Lisa, die nun in erwachsenen Zeiten so ganz anders umgehen als früher. Lisa muss von Karin gepflegt werden und es nicht sofort ganz klar, was mit ihr überhaupt los ist und warum sie betreut wohnen musste. Nach und nach kommen allerdings immer weitere Kleinigkeiten ans Licht und werfen immer dunklere Schatten. Dieses Buch ist kein einfaches Buch. Es ist emotional aufwühlend und deshalb auch nicht ganz einfach zu lesen. Aber es lohnt sich! Durch den besonderen und einfühlsamen Schreibstil erlebt man hier zwar nicht die sympathischsten Charaktere, aber doch Charaktertiefen, die tiefer kaum sein könnten. Empfehlenswert deshalb eben nicht als Lektüre für Zwischendurch, sondern als eine Lektüre, auf die man sich sich richtig einlassen muss, die dann aber eine faszinierende Tiefe bietet.

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  • Eine Familie ohne Liebe...

    Wie im Wald

    nicigirl85

    11. January 2015 um 11:34

    "Wie im Wald" ist keine leichte Kost, die man mal schnell zwischendurch lesen kann und es ist auch kein Buch, um sich den Tag zu versüßen, denn es lässt uns in menschliche Abgründe blicken. Man liest es viel mehr mit Bedacht, streut kleine Pausen ein, um die Handlung verdauen zu können. Beim Lesen wird schnell klar, dass mit der Familie etwas nicht stimmt. Sie haben ein Geheimnis, was zu den Zerwürfnissen innerhalb der Familie geführt hat. Man ahnt sehr schnell, was es sein könnte, aber erst ganz zum Schluss wird aufgelöst und man ist dennoch geschockt. Elisabeth Klar hat hier Charaktere geschaffen, die man gern verstehen wollen würde, aber wie soll man dies, bei dem was sie tun und erst recht, wenn man sie nicht mag? Ich fand die Geschichte wirklich sehr spannend, aber man muss in der Stimmung für das Buch sein, denn es zieht einen extrem nach unten, bedrückt einen und macht traurig. Fazit: Anspruchsvoller Roman, der einen in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Schwere Kost und daher nur bedingt empfehlenswert.

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