Elisabeth Plessen

 3.6 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Mitteilung an den Adel, Die Unerwünschte und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Elisabeth Plessen

Elisabeth Plessen, 1944 in Neustadt in Holstein geboren, studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in Paris und Berlin und promovierte bei Walter Höllerer zur »zeitgenössischen Epik im Grenzgebiet von fiction und nonfiction«. Sie debütierte 1976 mit dem Roman »Mitteilung an den Adel« und veröffentlichte seitdem fünf weitere Romane, drei Erzählbände, einen Gedichtband sowie die Memoiren ihres langjährigen Lebens- und Arbeitsgefährten Peter Zadek. Bekannt wurde sie auch als Übersetzerin von Theaterstücken von William Shakespeare, Henrik Ibsen und Sarah Kane. Für ihr Werk wurde sie u.a. mit dem Deutschen Kritikerpreis und dem Droste-Preis der Stadt Meersburg ausgezeichnet. Sie lebt abwechselnd in der Toskana und in Berlin. Im Berlin Verlag sind bisher der Roman »Ida«, eine Neuauflage von »Kohlhaas« und der Gedichtband »An den fernen Geliebten« erschienen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Elisabeth Plessen

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Buchformat:
Cover des Buches Mitteilung an den Adel (ISBN:9783518457528)

Mitteilung an den Adel

 (5)
Erschienen am 30.01.2006
Cover des Buches Die Unerwünschte (ISBN:9783827013958)

Die Unerwünschte

 (3)
Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches Das Kavalierhaus (ISBN:9783462400908)

Das Kavalierhaus

 (2)
Erschienen am 20.07.2017
Cover des Buches Ida (ISBN:9783827009418)

Ida

 (1)
Erschienen am 07.08.2010
Cover des Buches Kohlhaas (ISBN:9783827010155)

Kohlhaas

 (0)
Erschienen am 06.08.2011
Cover des Buches Ida (ISBN:9783827071934)

Ida

 (0)
Erschienen am 06.12.2010
Cover des Buches Der Knick (ISBN:9783312002337)

Der Knick

 (0)
Erschienen am 01.08.1997

Neue Rezensionen zu Elisabeth Plessen

Neu

Rezension zu "Die Unerwünschte" von Elisabeth Plessen

Anspruchsvolle Familiengeschichte- mit einem eigenen Erzählstil
Buchraettinvor 9 Tagen

Das erste was mir beim Aufblättern des Buches ins Auge fiel, war der Stammbaum, der im Innenband des Buches zu finden ist. Ich fand dieses Detail sehr gelungen um im Laufe der Geschichte den Figuren und ihrem Lebenslauf folgen zu können.

Das war wieder so ein Buch, das die volle Aufmerksamkeit seiner Leser möchte. Die wörtliche Rede ist hier nicht gekennzeichnet und verschwimmt mit dem Text. Nach kurzen Einlesen und auch aufmerksamen Lesens konnte ich damit aber gut umgehen. Der Stil an sich war auch besonders. 

Schwer zu lesen, dennoch auch fesselnd in seiner Geschichte um diese Familie. Die Traditionen, die Kindererziehung, die Regeln, die Standesmerkmale dieser Gutshausfamilie, das erliest sich der Leser hier. Mir blieben die Figuren dabei immer auf Distanz. 

Oft wird der Text im Präsens erzählt. Als Leser ist man so hautnah dabei, als geschehe es in diesem Moment für den Leser fassbar, wie eine Art unsichtbarer Beobachter. Dann wechselt es wieder in die Vergangenheitsform.  
 Mir hat der Stil nicht so ganz zugesagt. Es ist anspruchsvoll, ein eigenen Stil, der einen zwingt, aufmerksam zu lesen. Dennoch weckt die Autorin bei mir die Neugier, wie das Leben der Familie weitergeht.


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Rezension zu "Die Unerwünschte" von Elisabeth Plessen

Die Unerwünschte
Kleine8310vor 7 Monaten

Lesegrund:

Bei diesem Buch hat mich der interessante Klappentext direkt gereizt. Ich habe mich auf eine bewegende und tiefgründige Geschichte gefreut.

Handlung:

In dieser Geschichte begegnen sich Charlotte und Alma in einem toskanischen Badeort. Die beiden Frauen haben komplett verschiedene Perspektiven auf die Welt und gemeinsam betrachten die betagte Chronistin und ihre Großnichte über siebzig Jahre Familienvergangenheit. Mit dem Kriegsende 1945 hatte sich das Leben für die norddeutschen Gutsbesitzer komplett verändert. Da Söhne und Stammhalter verloren waren, mussten die Frauen mehr Verantwortung übernehmen. Es wird eine Emanzipationsgeschichte, die den Widerstreit zwischen Tradition und Aufbruch, sowie Konvention und Befreiung deutlich werden lässt …

Schreibstil:

Der Schreibstil von Elisabeth Plessen ist detailreich und bildhaft. Mir haben ihre Beschreibungen sehr gut gefallen und die Geschichte lässt sich flüssig lesen.

Charaktere:

Die Charaktere hat die Autorin liebevoll und detailliert ausgearbeitet. Ich fand es sehr gelungen, wie ihre Enwicklungen geschildert wurden und auch wie sich die Charaktere mit all ihren Facetten in ihren jeweiligen Lebenssituationen zurechtfinden. Die Haupt – und auch die Nebencharaktere sind vielschichtig und machen die Geschichte besonders.

Spannung:

Den Spannungsbogen hat Elisabeth Plessen gut gehalten. Ich habe die Geschichte immer gerne weiterverfolgt und war, vorallem durch die persönlichen Entwicklungsthemen, von der Handlung eingenommen.

Emotionen:

Die Emotionen hat Frau Plessen gut rübergebracht. Sie sind unaufdringlich geschildert, was ich sehr mochte und berühren dennoch. Die Themen ansich bieten schon viel Potenzial zum Nachdenken und Mitfühlen und zudem wirken sie auch noch nach der Lektüre nach.

“Die Unerwünschte” hat mir tolle Lesestunden beschert. Die Geschichte ist bewegend und die Charaktere hinterlassen auch nach dem Lesen noch einen deutlichen Eindruck.

Meine Bewertung: 4 von 5

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Rezension zu "Die Unerwünschte" von Elisabeth Plessen

Mehr als ein Adelsepos -Zeitgeschichte bewegend und abwechslungsreich erzählt
katikatharinenhofvor einem Jahr

Auf den ersten Blick verbindet Alma und Charlotte nicht viel, außer die gemeinsamen Familienbande. Das dies nicht unbedingt die schlechtesten Voraussetzungen sind merken beide, als sie sich in der Toskana treffen und gemeinsam einen Blick zurück werfen - jede auf ihre Art und Weise. Während Charlotte ihre Lebensgeschichte erzählt, stellt Alma Fragen und diese Fragen führen dazu, dass Charlotte noch einmal zurückreist in die Jahre, die nicht nur sie sondern eine ganze Generation verändert haben...

Bisher war mir Elisabeth Plessen als Autorin unbekannt und ich habe mich voller Neugier auf diesen Roman gestürzt und  bin nicht enttäuscht worden. 
Dieses Buch hat einfach nur einen Wow-Effekt, den die Autorin mit einer stilvollen und abwechslungsreichen Sprache präsentiert. Der Blick zurück durch Charlottes Augen wird mit vielen lebhaften Bildern geschildert, die das ganze Ausmaß der Veränderungen und Zerstörungen nach dem Krieg erst richtig deutlich machen. Die Großgrundbesitzer haben nämlich nichts mehr, worauf sie sich stützen oder gar etwas einbilden können und so heißt es für die zurückgeblieben Frauen - egal ob Ehefrau, Tochter oder Enkelin - Ärmel hochkrempeln und anpacken. Adelsstand hin oder her  - die neue Generation pfeift auf Standesdünkel und lehnt sich auf, weil sie merkt, dass sich Träume nur dann verwirklichen lassen, wenn man sie auch anpackt und in die Tat umsetzt. Erfolg hat einen Namen : TUN. 
Und genau da ist es, was Charlotte hier spannend und vielfältig erzählt, wenn sie von Stefanie berichtet, die einen anderen Glauben annimmt, damit sie mit ihrem Mann Frieder das Gut bewirtschaften kann. Sie hat es nicht leicht, denn ihre Schwägerin Ingrid neidet ihr den Erfolg und ist so ihre härteste Konkurrentin. Stutenbissigkeit inbegriffen.
Die vielen neugierigen Fragen von Alma bringen Charlotte immer wieder dazu, in sich zu gehen, die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen und so ein Bild zu formen, das viele starke Charaktere hervorbringt, die mich durch die Bank weg begeistern. 
Die Autorin gibt ihren Figuren Herz und Seele, verleiht ihnen Kraft und Energie und lässt daraus eine Geschichte entstehen, die nicht nur ein Adelsepos ist, sondern auch ein abwechslungsreicher und bewegender Blick zurück, als Emanzipation noch ein Fremdwort war und eine Generation aus Schutt und Asche wieder auferstanden ist. Eine Hommage an all die Frauen, die in den letzten 70 Jahren das Frauenbild in der Gesellschaft neu geformt und geprägt haben.




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