Elisabeth Rank Bist du noch wach?

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Inhaltsangabe zu „Bist du noch wach?“ von Elisabeth Rank

Mit wem soll man darüber reden, dass es niemanden mehr gibt, mit dem man über alles reden kann? Rea und Konrad sind Mitbewohner - und die allerbesten Freunde. Doch je näher Reas 30. Geburtstag rückt, desto deutlicher spürt sie ihre Unzufriedenheit: Sie hat das Gefühl, alle Clubs gesehen, alle Erfahrungen gemacht und alle wilden, schönen Sonnenuntergänge erlebt zu haben. Permanent muss sie sich hinterfragen: Kommt jetzt der nächste Schritt? Was hat ihr die Stadt noch zu bieten? Konrad scheint seinen Weg bereits geplant zu haben: ohne Rea. Und er hat plötzlich eine Freundin; die erste in all den Jahren. Rea erträgt die neuen Schritte in der Wohnung nicht, die neuen Geräusche. Also flüchtet sie in die Sorglosigkeit eines Urlaubs - nur, um dort die Verfahrenheit ihrer Lage noch deutlicher zu spüren. Freunde: sie sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen. Ihnen vertrauen wir oft mehr an als jedem anderen. Aber wie stabil sind unsere Wahlverwandtschaften? Elisabeth Rank schreibt nicht über den großen Streit, sondern über eine langsame Entwöhnung, ein Sich-Auseinanderleben mit dem eigenen Lebensplan.

Tolles Buch das am Anfang etwas mit belanglosen Beschreibungen zu kämpfen hat, aber zum Ende hin absolut klasse wird.

— mari87
mari87

Poetisch, melancholisch und berührend. Eine großartig geschriebene Geschichte über die Veränderungen im Leben einer jungen Frau.

— ColourfulMind
ColourfulMind

Einfach nur turbulent, gefühlvoll und vollgepackt mit Eindrücken. Ein Buch, dass ich nicht mehr missen möchte - einfach fantastisch!

— reading-books
reading-books

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  • Buchverlosung zu "Der Besuch" von Hila Blum

    Der Besuch
    Berlin_Verlag

    Berlin_Verlag

    Nachdem die Plätze für die Leserunde leider alle bereits vergeben sind, wollen wir euch weitere 10 Exemplare unseres derzeitigen Lieblingsbuchs schenken: Hila Blums DER BESUCH.  Und das müsst ihr tun: Schreibt uns eine Geschichte!  Thema:  Ein traumhafter Abend, der dich teuer zu stehen kam. Egal ob erfunden oder wahr, ungeschminkt oder über die Maßen geschönt: Wir freuen uns auf eure Erzählungen, der Form sind keine Grenzen gesetzt!  Unsere fünf Favoriten veröffentlichen wir in unserem Magazin. Die Urheber erhalten ein schickes Buchpaket, natürlich ist DER BESUCH inklusive. Wir verlinken auch gern auf euren Blog, auf eure Autorenseite oder euer Facebookprofil, da richten wir uns nach euren Wünschen.  Weitere fünf Exemplare werden unter allen Teilnehmern verlost.  Und alle Gewinner sind natürlich herzlich eingeladen, an unserer Leserunde zu Hila Blums Debütroman teilzunehmen. Und so stellen wir uns das vor :-)   Nati und Nili am letzten Abend ihrer Paris-Reise: Nach einem Opernbesuch leisten sie sich ein Diner im »La Soupière d’Or, dem angesagtesten Lokal der Stadt, einem Königreich aus Licht und Marmor« – es ist kurz vor Mitternacht ... » Paris entschleunigt sich vor der Nacht. Sie sind nicht traurig, nicht erschrocken; mehr noch, es kommt ihnen vor, als wäre es übertrieben, wenn sie noch einen Tag länger in der Stadt blieben. So war es genau richtig. Sie diskutieren erneut ohne Angst: Warum hat Nili gestichelt – sie gibt zu, dass sie es getan hat. Warum hat Nati übertriebene Empfindlichkeit demonstriert – auch er gibt das zu. Vielleicht hat Miep tatsächlich mal so etwas zu ihm gesagt, etwas, was all die Jahre in ihm geschlummert hat, obwohl er sich nicht an einen bestimmten Vorfall erinnern kann. Sie analysieren die Tatsache, dass sie analysieren, und sie segnen sich selbst für die Fähigkeit, zu streiten und sich wieder zu versöhnen, und sie bekennen, dass sie beide nicht einfach sind. Um kurz vor zwölf schaut Nati auf die Uhr und sagt: »He, fünf Minuten vor Mitternacht.« »Wirklich?«  »Gehen wir?«  »Ja gern.«  Beide denken an den langen Weg zum Hotel, sieben Stationen mit der Metro, ein langer Weg, eine lange Zeit unter der Erde – obwohl Nili die Widerspiegelung ihrer Gesichter auf einer Außen- welt aus Glas und Beton liebt: ohne Pickel, ohne Poren, etwas, was der Vollkommenheit von Schatten am nächsten kommt. Wie schön wäre es, wenn sie jetzt schon in ihrem Hotelzimmer wären, nackt im Bett, eine Wange ins Kissen geschmiegt, ein Auge platt gedrückt, so würden sie sich anschauen, einander streicheln, vielleicht mitei- nander schlafen, vielleicht über ihre Kindheit reden, deren Wunder, deren Sünden, eine Papiergirlande von Geschichten. Vielleicht wer- den sie keine Liebe machen, vielleicht werden sie Nase an Nase ein- schlafen und um vier Uhr morgens wird einer von ihnen aufwachen und das Licht ausmachen. Nati winkt dem Kellner – eine kleine Zeichnung seiner Finger in der Luft – und der Kellner kommt den ganzen Weg zu ihnen, nur um zu sagen: »Ja, mein Herr? Die Rechnung, mein Herr? Selbstverständlich.« Und jetzt warten sie. Nati zündet sich eine letzte Zigarette an und leert sein Weinglas bis auf den letzten Tropfen. Sie sind satt, weich vom Alkohol, warm, müde. Nili gähnt wieder. Sie sieht ein bisschen krank aus, sie braucht frische Luft. »Monsieur«, der Kellner verneigt sich wieder vor ihnen und stellt ein kleines, vergoldetes Tablett vor sie hin. Nati beeilt sich, die Ziga- rette abzulegen, und greift in seine Tasche. Er richtet sich auf und wühlt auch in den hinterenTaschen. »Was?«, fragt Nili gähnend. »Mein Portemonnaie«, sagt er. »Ich finde es nicht.« « (Hila Blum: Der Besuch, S. 94 f.) Und jetzt seid ihr dran. Und wir sind gespannt...

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  • Bist du noch wach?

    Bist du noch wach?
    Themistokeles

    Themistokeles

    11. July 2013 um 14:03

    In meinen Augen ein irgendwie recht seltsames Buch, was vor allen Dingen wohl auch daran lag, dass es einfach von den Charakteren, ihren Persönlichkeiten und ihrem Verhalten lebt und ich die Charaktere, allen voran Rea, einfach nicht verstanden habe, in ihrer Art und ihrem Handeln. Zum einen was es allein schon so, dass mir Rea von ihrem Benehmen her wie so um die 16-18 höchstens vorgekommen ist, dass sie aber ja schon 30 sollte, wollte bei mir im Kopf einfach nicht passen und das hat es mir schon sehr schwer gemacht, Rea auch nur im Ansatz emotional näher zu kommen. Außerdem konnte ich viele ihrer Handlungen auch so schon nicht nachvollziehen und auch die Beschreibung von ihrem Job und Studium waren irgendwie komisch, da mir gar nicht wirklich klar war, was sie da eigentlich wie, wann und überhaupt macht. Es hat mich auch gestört, dass dieser Charakter Rea so Ich-bezogen und ständig am Jammern war, aber nichts dazu getan hat, um etwas an den Zuständen zu ändern und für sie scheinbar immer nur alle anderen die Schuld zu tragen schienen, wenn etwas nicht lief, wie Rea es wollte und zudem in der Bringschuld für sie standen, es so zu ändern, dass es auch ihr wieder passte. Einfach eine extrem komische Protagonistin, umgeben von einigen eher seltsamen anderen Persönlichkeiten und auch Situationen, die für mich ehrlich einfach nur merkwürdig waren und keinen richtigen Sinn ergeben, deren Zusammenhang mir teilweise vollkommen schleierhaft war. Es passte auch einfach nicht so ganz zu dem, wie ich den Inhalt durch den Klappentext verstanden hätte, nämlich diesem irgendwie notwendigen Loslassen in der eigenen Entwicklung. Stattdessen hatte das ganze Buch einfach etwas von der Erzählung einer eher psychisch labilen Person, die mit ihrem Leben und Veränderungen in jedwedem Sinn, ehrlich starke Probleme hat. Mir als Leser hat es nur keiner der Charaktere geschafft irgendwie emotional nahe zu kommen, vor allem einfach Rea nicht, es wurden einfach keinerlei Emotionen wachgerufen, außer Unverständnis für die gesamte Erzählung und Verwunderung, wie man das erzählen kann bzw. wie die Charaktere bloß so handeln können. Es mag bestimmt jemanden geben, der dieses Buch irgendwie versteht, dem Rea nahe kommen mag, aber ich konnte ehrlich einfach gar nichts mit der Person Rea und ihrer Geschichte anfangen.

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  • Bist du noch wach?

    Bist du noch wach?
    Rezistern

    Rezistern

    01. June 2013 um 20:23

    Inhalt

  • Freunde als Familie?

    Bist du noch wach?
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    21. May 2013 um 10:14

      Es ist nicht das große Scheppern, der Knall, der laute Streit, der in den Raum tritt für Rea. Gar nicht. Ganz im Gegenteil. Es gibt auch keine wirkliche Handhabe für einen solchen Knall.   „Manchmal drehen sich die Dinge um, weißt Du? Manchmal hören sie einfach auf. Es gibt dann kein Erdbeben und keinen großen Knall..... alles wird einfach immer leiser“.   Anders als da, wo die ehemals „großen Gefühle auseinandergehen“. Einen richtigen „Pack an“ gibt es ja auch nicht, wenn es“ nur“ um Freundschaft geht. Zwischen einem jungen Mann und einer jungen Frau, Rea und Konrad, Mitbewohner einer dreier WG, aus der sich Pelle, der dritte Mitbewohner, rein praktisch eigentlich schon seit langem verabschiedet hat.   Aber Konrad, dass ist doch was anderes, das ist Reas „echte“ Familie, Stütze ihres Lebens. Klar kennt sie Männer, klar hatte sie bis gerade noch eine Art Beziehung. Die sie aber innerlich nicht wirklich erreicht und die sie dann beendet. Sang- und klanglos.   Es ist eine Konstruktion des modernen Lebens einerseits, die Elisabeth Rank als Blaupause ihres Romans setzt und es ist ein existenzielles, ganz altes Thema, das im Hintergrund mitschwingt. Das der auch sichtbaren Verbindlichkeit von Beziehungen. Da, wo das Leben so vor sich hin läuft in der großen Stadt, Berlin. Da, wo die Lebensentwürfe, das klassische Vorgehen mit Ehe, eigenes Nest bauen, nicht unbedingt stringent ihren Gang gehen. Da, wo Freunde das sind, was früher diese Familien waren. Das „selbst gewählte“ Rudel.   Und ganz besonders mit Rea und Konrad. Der sich kümmert. Der ihr zur Seite stand, als es ihrem Vater vor einiger Zeit dreckig ging. Mit dem sie doch ein unsichtbares Band verknüpfte, eine „Seelenverwandtschaft“, die aber nun nicht zu einer Zweisamkeit, einer Romanze, einer Liebe führte.   Und gerade jetzt, wo Rea Albert den Laufpass gegeben hat, wo ihr Vater wieder auf Leben und Tod liegt, wo Rea wieder einmal deutlich spürt, dass ihr inneres Band zur Mutter nicht wirklich tragfähig ist, da erreicht sie  Konrad nicht mehr. Eine Frau taucht auf in seinem Leben und für Rea bleibt außer der hoch neurotischen Katze, nicht viel, um sich zu trösten.   Und Reden? Schwierig, wo Rea doch immer der Hals eng wird, wenn es um Gefühle geht.   Langsam, aber stetig, verfolgt der Leser nun dieses Auseinandergehen und Auseinanderbrechen in den kleinen Dingen des Lebens. Die Sprachlosigkeit, die sich darin auch und vor allem begründet, dass eben kein echtes, „offizielles“ Band zwischen Konrad und Rea besteht. Nichts, was man einklagen könnte, nichts, das man wirklich vorwerfen kann. Und, das ist das eigentlich Tragische, auch nichts, was die beiden wirklich auf einer Ebene sprechen lassen könnte. Jeder sieht die Dinge aus seiner Sicht, keiner erreicht den anderen mehr wirklich. Konrad ist schon innerlich entfernt, das spürt der Leser von Beginn an. Selbst bei gemeinsamen Essen, früher Festtage der WG, nur mehr mit seinem Handy beschäftigt.   Dass die ein- oder andere Begebenheit (der Urlaub in Nizza) nicht unbedingt hätte sein müssen, dass hier und da leichte Verwirrungen und Längen auftauchen und auch Pelle eher eine kaum zu definierende Rolle spielt, das sind kleine Längen im Buch. Dennoch gelingt es Rank, dieses unverbindliche und doch so wichtige moderner Freundschaften und Lebensweisen herauszuarbeiten, die Verlorenheit aneinander präzise in Worte zu fassen und aufzuzeigen, dass bei aller Modernität der Lebensweisen letztlich doch die „zweisame Liebe“ das ist und sein wird, das als Sehnsucht treibt. So brüchig diese auch ist, die anderen Lebensweisen und Lebenskonstruktionen sind noch brüchiger. „Brüchigkeit und Verletzbarkeit“, das sind die großen Themen, die Rank im Kleinen des Lebens wunderbar emotional und umgangssprachlich im Stil vor Augen führt.   Ein Buch über den Abschied aus gewohnten, aber nicht gesicherten Bahnen, über die Einsamkeit in der großen Stadt und die Traurigkeit über all das, was verloren geht an Verbindlichkeit auf diesem Weg. Lesenswert.

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  • Leserunde zu "Bist du noch wach?" von Elisabeth Rank

    Bist du noch wach?
    Berlin_Verlag

    Berlin_Verlag

    »Ich bin nicht beruhigt. Ich bin gar nicht ruhig. Ich bin nicht mehr ruhig, weil plötzlich alles anders ist.« Elisabeth Rank, Bist du noch wach?Am 12. März erscheint Elisabeth Ranks zweiter Roman. Zusammen mit der Autorin wollen wir euch zu einer gemeinsamen Leserunde einladen: Freunde: das ist die Familie, die wir uns selbst aussuchen. Ihnen vertrauen wir oft mehr an als jedem anderen. Aber wie stabil sind unsere Wahlverwandtschaften? Elisabeth Rank hat einen poetischen und feinnervigen Roman über Einsamkeit, Liebe und Freundschaft, aber vor allem auch über Abschied geschrieben. Von eigenen Lebensplänen und Idealen — und manchmal auch von den Menschen, die dazugehörten. Eine Leseprobe findet ihr auf unserer Website: Autorin Elisabeth Rank wird ebenfalls bei der Leserunde mit dabei sein und eure Fragen beantworten. Sie wurde 1984 in Berlin geboren. Hier hat sie Publizistik, Kommunikationswissenschaft und Europäische Ethnologie studiert. Seit zehn Jahren schreibt sie als freie Autorin für verschiedene Magazine und Publikationen. Ihr erster Roman Und im Zweifel für dich selbst erschien 2010. http://www.lisarank.de  www.facebook.com/elisabethrank  

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  • “Bist du noch wach?” ist Emotion.

    Bist du noch wach?
    Apfelkind

    Apfelkind

    19. April 2013 um 07:06

    “Bist du noch wach?” ist lachen, weinen, träumen, nachdenken. “Bist du noch wach?” ist gefühlt ein langer Satz, den man in einem Atemzug liest. Und das ist positiv gemeint. Man beginnt das Buch zu lesen und es fließt nur so da hin. Man möchte nicht, dass es aufhört. Man möchte nicht in die Realität zurück. Man möchte das Buch an sein Herz pressen und die Gefühle und Gedanken darin nie mehr los lassen. Aber “Manchmal drehe sich die Dinge um, weißt du? Manchmal hören sie einfach auf.” (Rank, Elisabeth: Bist du noch wach?, Berlin Verlag, 2013, Seite 250)

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  • Wenn alles auseinanderbricht und man keinen Plan hat, wie es weitergehen soll

    Bist du noch wach?
    lisa_valerier

    lisa_valerier

    14. April 2013 um 07:35

    Lisa Rank schreibt keine actionreichen Geschichten (wobei es IN Rea sehr turbulent zugeht), auch keine Fantasyromane (wobei Rea heftige Albträume hat) oder Komödien (wobei es sehr wohl witzige Momente gibt), aber sie schreibt wunderschön detaillierte Bestandsaufnahmen junger Seelen und deren Außenwelt, der neuen Hipster Generation im Berlin der Gegenwart. In diesem Buch geht es um eine junge Frau Ende 20, die gerade eine schwere Krise durchmacht.Sie lebt zusammen mit dem lebenslustigen Pelle und "ihrem" Konrad in einer WG Nahe dem Kotti, in Berlin-Kreuzberg. Nicht nur, dass es ihrem lieben Papa immer schlechter geht und sie schreckliche Angst hat ihn für immer zu verlieren, nein auch ihr engster Freund Konrad wendet sich gerade in dieser schweren Zeit immer mehr von ihr ab, da er nach all den Jahren auch mal eine Freundin hat. Bisher hatte immer nur Rea scheinbar willkürlich gewählte wechselnde Partnerschaften nur um nicht alleine sein zu müssen. Auch ihre letzte Liebschaft mit Albert geht nun endgültig in die Brüche.Zusätzlich scheint ihre Mutter emotional sehr unterkühlt zu sein,aber sie wirkt dabei dennoch irgendwie arm und zerbrechlich. All das macht Rea schreckliche viel Angst sie ist oft traurig, verstummt immer mehr und wird zusehends depressiver und unglücklicher bis sie selbst erkennen muß,dass es so nicht weitergehen kann.Ganz wichtig für sie ist auch noch Sina eine ganz liebe Freundin und nunmehr die einzige emotionale Stütze in dieser schweren Zeit. Als ihre Arbeitskollegen gemeinsam nach Nizza fahren und sie einladen mitzukommen stimmt sie zu. Dort angekommen kann sie nach einiger Zeit ihr emotionales und seelisches Durcheinander ordnen und all die Schwere, die ihr das Leben in Berlin schon seit langem unerträglich gemacht hat fällt nun an der schönen Französische Riviera von ihr ab. Nach dem Urlaub trifft sie schweren Herzens die für sie einzig richtige Entscheidung, auch wenn es für beide Konrad und Rea kein leichter Schritt ist. Das Buch beginnt damit, dass der Leser völlig unvermittelt gemeinsam mit Rea in Südfrankreich erwacht. Sie scheint etwas ramponiert und desorientiert zu sein man weiß nicht recht, was passiert ist.Die Beschreibung der Atmosphäre im sommerlichen Südfrankreich, die dann auf Seite 189 fortgesetzt wird hat mir ganz besonders gefallen.Die folgenden Kapiteln nach den ersten 5 Seiten sind Rückblenden zu all dem was in der Zeit vor der Frankreichreise passiert ist aber auch wehmütige Erinnerungen an glücklichere,weiter zurückliegenden Zeiten. Eine meiner Lieblingsszenen aus besseren, aufregenderen Tagen ist der nächtliche Ausflug Reas zusammen mit Konrad, Pelle und ein paar Partygästen zum Flughafensee. Wunderbare Erinnerung sprachlich wirklich schön festgehalten. Man erfährt so einiges von Reas Arbeitsumfeld, ihrer Mutter,ihrem Vater, ihren Freunden,von unbeschwerten Sommertagen und coolen Parties.Je mehr man über Reas und Konrads Vergangenheit erfährt um so eher versteht man auch ihn, der endlich selbst etwas erleben möchte und nicht nur mehr für Rea da sein will.Wer Lisas Blog mit den vielen schönen Bildern kennt (auch auf instagram), den Musiklinks, den Literaturtipps und Texten, weiß genau, was ihn erwartet und wer ihre twitter und fbook Meldungen liest (und ihre wunderbare Idee zu "how to look like your shirt print" kennt) und gehört hat, wie sie aus ihrem eigenen Buch vorliest weiß, daß sie auch sehr witzig sein kann und eine, was man leider nicht von vielen Schriftstellern behaupten kann, begnadete Vorleserin ist. Darum hoffe ich auf ein, nein besser zwei Hörbücher von IHR gelesen und zwar ihr erster und ihr zweiter Roman.Ich finde, daß die Texte durch ihre Vorleskünste nochmals zusätzlich an Qualität gewinnen und zwar sehr.Wenn man all das kennt und einem all das auch gefällt, dann wird das Buch ebenfalls sehr gefallen.Wer melancholisch-traurige Texte mag und keine Abneigungen gegen belastende Themen wie Krankheit,Tod,Kompliziertes Verhältnis zur Mutter, Auswirkungen seelischer und emotionaler Probleme aufs soziale Leben und den Alltag, eine kritische Betrachtung von Freundschaften, hat der wird dankbar sein für diesen Roman. Mir hat das Buch sehr sehr sehr gefallen. Ich stoße mich nicht an den langen Sätzen ich liebe ihr poetisch-verspielte Sprache sie erzeugt so wunderbare Bilder in meinem Kopf und ich kann durch die genauen Beschreibungen alles sehr gut nachempfinden.Auch die Fülle an Informationen stört mich keineswegs.Ich habe dadurch eher das Bedürfnis das Buch öfters zu Lesen.Natürlich stimmt der Text auch traurig und nachdenklich, aber wie schon das Cover verrät, die Sonne kommt doch immer wieder durch wie dicht die Wolken am Himmel auch sein mögen. An dieser Stelle ein ganz großes Lob zur die Wahl des Covers! Ich freue mich schon sehr auf Lisas nächstes Buch!

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  • Leider nichts für mich

    Bist du noch wach?
    Guaggi

    Guaggi

    09. April 2013 um 13:18

    Diese Rezension fällt mir wirklich schwer, weil ich irgendwie das Gefühl habe dem Buch nicht gerecht zu werden. Der Schreibstil der Autorin ist durchaus anders als alles was ich je zuvor gelesen habe. Extrem lange Sätze und eine sehr blumige Beschreibung des Geschehens machten es mir sehr schwer Zugang zu dem Buch und seiner Hauptprotagonisten zu finden. Ich konnte mich mit diesem Schreibstil einfach nicht anfreunden und mit Rea der Hauptprotagonistin nicht identifizieren und habe dadurch das Buch zwar gelesen, aber leider nicht gefühlt. Die doch recht traurige Geschichte schaffte es nur Streckenweise meine Aufmerksamkeit zu erregen und das auch nur recht kurz. Das Buch ließ sich zwar flott weg lesen, aber der Spaß an der Lektüre blieb leider aus, dabei fand ich die Geschichte anfangs sehr interessant. Am Ende war es für mich doch eher viel Worte für nichts, eine aufwendige Verpackung für einen mir nichts sagenden Inhalt. Schade, aber es war einfach nicht mein Buch.

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  • Erwartungen wurden nicht erfüllt

    Bist du noch wach?
    Dreamworx

    Dreamworx

    09. April 2013 um 09:35

    Hauptprotagonistin Rea reflektiert ihr Leben und hinterfragt alles, was es bisher ausgemacht hat. Sie ist auf der Suche, aber nach was? Rea lebt in einer WG mit Konrad und Pelle. Doch mit Konrad läuft es nicht mehr so gut wie früher. Sie haben sich immer sehr gut verstanden, aber jetzt hat Konrad eine Freundin und nun ist in seiner Welt für sie nicht mehr so viel Platz. Das verletzt und verwirrt sie. In all dem Gefühlschaos wird Reas Vater auch noch schwer krank und Rea gerät in einen Strudel bei den Fragen nach dem Sinn des Lebens, was sie eigentlich erwartet und was sie will. Der Schreibstil der Autorin Elisabeth Rank ist anders. Die Sätze sind sehr lang und atemlos, eine einzige Aneinanderreihung, an deren Ende ich den Beginn schon wieder vergessen habe. Leider wirkt das mehr gewollt als gekonnt, eher vollkommen konfus und nichtssagend. Schon nach einigen Seiten schweift man mit den Gedanken ab, weil man sich bei all den unwichtigen Details nicht mehr auf das Wesentliche konzentrieren kann. Die Protagonistin Rea war für mich leider sehr nichtssagend, ohne Gefühl und mir fast schon unsympathisch. Dadurch wurde das Lesen des Buches für mich persönlich zu einer echten Herausforderung. Von dem Buch „Bist Du noch wach“ der Autorin Elisabeth Rank hatte ich mir viel versprochen. Allein die Kurzfassung des Klappentextes überzeugte mich, dass dies ein Buch sei, was mir bestimmt gefallen würde. Leider konnte es mich in keinerlei Weise begeistern. Wirklich sehr schade!

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  • Jedem Abschied folgt ein Anfang...

    Bist du noch wach?
    Arizona

    Arizona

    09. April 2013 um 09:31

    „Bist du noch wach?“ ist der zweite Roman der in Berlin lebenden Autorin Elisabeth Rank. Die Protagonistin des Romans ist Rea, die Ende 20 ist, in einer Werbeagentur arbeitet und in Berlin in einer 3er WG mit ihren Freunden Pelle und Konrad  - und nicht zu vergessen: einer Katze - lebt. Pelle ist jedoch viel unterwegs, aber Konrad und Rea verbringen viel Zeit miteinander und verstehen sich sehr gut. Rea hat wechselnde Freunde, am Anfang des Buches trennt sie sich gerade von Albert. Jetzt kommt bei Konrad, der zuvor Single war, erstmals eine Freundin ins Spiel. Gleichzeitig gibt es gesundheitliche Probleme bei Reas Vater. Jetzt gerät ihre Welt ins Wanken. Dadurch dass Konrad nicht mehr so für sie da ist wie zuvor gerät sie in eine Krise. Es geht also um Freundschaft, Liebe und um Abschied. Der Roman hat auf mich durch seine außergewöhnliche Sprache eine regelrechte Sogwirkung entwickelt und mich ganz tief in die Gefühlswelt von Rea hineingezogen. Die Autorin schreibt eine recht atemlose Sprache mit langen Sätzen, die ein recht schnelles Erzähltempo erzeugen. Aber es sind keine verzwickten Schachtelsätze, sondern es gibt einen guten Erzählfluss und man taucht richtig ein.  Außerdem ist das Buch auch richtig spannend, denn die ganzes Gefühlsverstrickungen wollen ja auch aufgelöst werden, und vor allem der Anfang ist super spannend. Das Buch ist zwar melancholisch, aber auch das gehört zum Leben dazu, und es macht trotzdem auch Mut, dass immer ein Neuanfang möglich ist.  Also, volle Punktzahl für ein grosses, ungewöhnliches Lesevergnügen mit einer poetischen Sprache und ganz viel Anregung zum Nachdenken!

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  • Leider nicht "mein Ding"

    Bist du noch wach?
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    06. April 2013 um 11:47

    "Manchmal hören Dinge einfach auf. Auch wenn das nicht das ist, was wir wollen." Wie passend, dachte ich, als ich diesen Satz las. Auch mein Leben hat sich rund um meinen 30igsten Geburtstag verändert und auch ich musste erst kürzlich die Erfahrung machen, das es eben Dinge gibt, die manchmal einfach aufhören.  Da mich dann auch noch der Klappentext und die Leseprobe ansprachen, war ich mir sicher, das mich hier ein ganz tolles Buch erwartet, das eben einfach passt.  Tja, leider weit gefehlt, zumindest was mich betrifft, da konnte auch das tolle Cover mit der glänzenden Regenbogenschrift nix mehr retten.  Die Grundidee der Geschichte finde ich eigentlich recht gut, aber die Umsetzung spricht mich leider nicht im Geringsten an.  Aufgrund des "außergewöhnlichen" Schreibstils und der nicht vorhandenen Verbindung zu den Charakteren habe ich das Buch nach 104 Seiten ( und einigen Neuversuchen ) endgültig abgebrochen. Ich bekomme nur ganz schlecht bis gar nicht, einen Bezug zu den einzelnen Protagonisten und obwohl es sich hier ja vordergründig um Rea als Hauptperson dreht, würde ich fast behaupten, das ich einen besseren Draht zu deren Mitbewohner Konrad habe, obwohl der ja mehr oder weniger nur einen Nebencharakter darstellt. Rea geht an mir irgendwie total vorbei. Sie wirkt kein Stück erwachsen und treibt scheinbar planlos umher...kann ich leider nix mit anfangen. Mag sein, das manch ein Leser die Sprache als "literarisch" oder "poetisch" ansieht, mich jedoch spricht sie nicht im Mindesten an. Ich finde den Schreibstil weder erfrischend noch flüssig, sondern vielmehr konfus und komplett verzettelt.  Ellenlange Sätze, in denen sich die Autorin, in für mich sinnlosen Details verliert und von einem Thema zum nächsten springt, sorgen dafür, das ich am Ende des Satzes bereits beinahe vergessen habe, um was genau es am Satzanfang eigentlich ging.  Es gibt außerdem Passagen die mir komplett überflüssig erscheinen. Zum Beispiel die Sache mit Wien, "ACHTUNG SPOILER !" :  Rea fliegt beruflich mit ihrem Chef nach Wien, um sich dort mit Kunden zu treffen, dieses Treffen hab ich als Leser leider nie erlebt, denn der Besuch gestaltet sich für mich so ab: Flughafen - dann der Flug, Rea erinnert sich an ihre Angst sich mit zu vielen Menschen auf engem Raum zu befinden, einige überflüssige Beobachtungen, dann ist sie auch schon in Wien, dort gehts in ein Cafe, wir stellen fest das die Tulpen in der Vase pink sind oder wars lila, hab ich schon wieder vergessen, es geht weiter zum Abendessen, ihr Chef lächelt sie verhalten an, legt endlich mal sein Telefon zur Seite, aber da gehen die beiden dann auch schon auf ihre jeweiligen Hotelzimmer, wünschen sich eine gute Nacht, Rea putzt sich die Zähne, isst dann eine Packung Chips aus der MiniBar und putzt sich erneut die Zähne - Rückflug.  Ich glaube diese Szenerie nahm ein ganzes Kapitel in Anspruch, das man meiner Meinung nach getrost hätte streichen können, denn es ergibt für mich als Leser einfach keinen Sinn, sorry. Ich möchte dieses Buch auf keinen Fall irgendwie schlecht reden, denn es findet ja durchaus großen positiven Anklang und das freut mich ehrlich, denn wie schon gesagt: Die Grundidee ist toll. Mich hat das Buch einfach nicht ansprechen und schon gleich gar nicht überzeugen können. Nein, es war für mich eine elende Quälerei. Was mir am meisten leid tut ist die Tatsache, das ich jetzt jemandem der vielleicht hätte mehr mit der Geschichte anfangen können, das Buch weggenommen habe, da ich mich in einer Leserunde auf ein Exemplar beworben hatte. Hätte ich vorher schon ahnen können das ich das Buch nicht mag, dann hätte ich mich gar nicht beworben :(  Trotz all meiner negativen Punkte wünsche ich der Autorin natürlich viel Erfolg, das Buch hat bisher sehr viele positive Stimmen bekommen und das wird hoffentlich auch so bleiben ( !!! ),  und vergebe für die sehr gute Grundidee und die Covergestaltung die mich sehr ansprach 2 Sternchen ! 

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  • Rezension zu "Bist du noch wach?" von Elisabeth Rank

    Bist du noch wach?
    Shunya

    Shunya

    04. April 2013 um 21:30

    Rea lebt in einer WG mit Pelle und Konrad. Wäre ja nicht weiter schlimm, wenn nicht zwischen ihr und Konrad seit einer Weile alles aus dem Ruder laufen würde. Zwischen ihnen ist eine unüberwindbare Wand, die keiner von ihnen bezwingen kann. Rea's Leben gerät vollends aus den Fugen, als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, sie einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt und Konrad plötzlich eine Freundin hat. Wo ist da noch ihr Platz im Leben? Wenn ich könnte, würde ich dem Buch sogar noch mehr Sterne geben. Das Buch hat mich wirklich von der ersten Seite an fasziniert und berührt. Der Schreibstil geht einem beim Lesen regelrecht unter die Haut und man wird immer tiefer in Rea's Seelenleben hineingerissen, als einem manchmal lieb ist. Das Buch ist sehr tiefgründig und geht einem an die Nieren. Ohne Pausen einzulegen, hätte ich das Buch gar nicht lesen können.Das Cover mag ich sehr gern, vor allem die Farbkombination gefällt mir und auch der Titel macht einen neugierig auf den Inhalt. Die Charaktere mochte ich auch sehr gerne. Über Pelle hätte ich gerne mehr erfahren, der würde bestimmt ein ganzes Buch für sich in Anspruch nehmen. Rea mochte ich auch, sie ist ein sympathischer Charakter, aber manchmal hätte ich sie auch gerne an den Armen gepackt und geschüttelt, ihr gesagt, dass sie endlich mal etwas tun muss. Das war auch so eine Sache im Buch, was mich manchmal gestört hat. Die Charaktere haben einfach nichts getan, sondern alles auf sich zukommen lassen. Hätten Rea und Konrad sich etwas mehr Mühe gegeben, wäre vieles vielleicht anders verlaufen. Auch, dass in Rea's Familie alles totgeschwiegen wurde, war zwar seltsam, aber nicht ungewöhnlich. Verpasste Chancen würde das Buch ganz gut beschreiben. Das Ende hat mir gut gefallen, vor allem weil ich mir nie ganz sicher war, ob Rea einen Neubeginn schaffen würde und wie es dann mit ihr weitergeht. Wer sich das Buch zu Gemüte führen möchte, sollte sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Es ist kein Buch, dass man mal so eben zwischendurch lesen kann und sollte. Wer auf melancholische Geschichten steht, sollte auf jeden Fall zugreifen, ich würde das Buch aber auch jedem anderen empfehlen.

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  • Rezension zu Bist du noch wach? - Ein Roman über Freundschaft, Loslassen und Erwachsenwerden

    Bist du noch wach?
    bookgirl

    bookgirl

    04. April 2013 um 16:01

    Ich laufe ihm hinterher und dann tippe ich ihm von hinten auf die Schulter und dann nehme ich ihn in den Arm, weil man das tun muss, wenn man geht, weil ich nicht einfach gehen kann ohne etwas, das zumindest aussieht wie Verabschiedung, und dann heule ich doch, weil er immer noch riecht wie Konrad und weil er immer noch Konrad ist und weil ich noch Rea bin, wir aber nicht mehr wir sind Inhalt Rea lebt in einer WG mit ihren Freunden Konrad und Pelle. Sie arbeitet in einer Agentur und hat sich gerade von ihrem Partner getrennt. Als Konrad ihr seine Freundin vorstellt, muss sich sich eingestehen, dass er für sie mehr als nur ihr Mitbewohner ist. Doch was bedeutet dieses Zugeständnis für ihre Freundschaft und was ist Freundschaft überhaupt? Meine Meinung Elisabeth Rank schreibt mit ihrem Buch über das Thema Freundschaft und Abschied nehmen von Menschen, die uns einmal sehr nah waren, nun aber nicht mehr in unser Lebensmuster passen oder uns wohlmöglich alleine durch ihre Anwesenheit nicht gut tun. Ihre Schreibweise ist durch Melancholie durchtränkt. Einer Melancholie, die Rea immerzu als tragische Gestalt wirken lässt. Ihre Tage sind grau, ihre Stimmung auch. Es ist schon gewöhnungsbedürftig, wie die Autorin ihre Geschichte geschrieben hat. Mir hat es gut gefallen, weil ich ab und zu ganz gerne diese Form von Büchern lese, aber ich wusste schon von den ersten Sätzen an, dass es nicht jedermanns Geschmack trifft. Dennoch konnte ich mich dem Buch nicht entziehen und wurde wie in einem Sog in die Geschichte hineingezogen. Das Ende hat mir gut gefallen, weil es typisch für Rea war. Die Grundstimmung war nach wie vor melancholisch, aber es lies auch die Hoffnung zu, dass die Zukunft nun besser wird. Fazit Bist du noch wach? ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich im Leben noch zurechtfinden muss, aber auf einem guten Weg ist. Das Buch würde ich weiterempfehlen, aber nur denen, die melancholische Geschichten mögen.

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  • Wundervolle Selbstfindungs-Reise

    Bist du noch wach?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Über das Buch: Rea und Konrad sind Mitbewohner - und die allerbesten Freunde. Doch je näher Reas 30. Geburtstag rückt, desto deutlicher spürt sie ihre Unzufriedenheit: Sie hat das Gefühl, alle Clubs gesehen, alle Erfahrungen gemacht und alle wilden, schönen Sonnenuntergänge erlebt zu haben. Permanent muss sie sich hinterfragen: Kommt jetzt der nächste Schritt? In welche Richtung? Was hat ihr die Stadt noch zu bieten? Konrad scheint seinen Weg bereits geplant zu haben: er führt weg von Rea. Und er hat plötzlich eine Freundin; die erste in all den Jahren. Rea erträgt die neuen Schritte in der Wohnung nicht, die neuen Geräusche. Also flüchtet sie in die Sorglosigkeit eines Sommerurlaubs - natürlich nur um dort die Verfahrenheit ihrer Lage umso klarer zu spüren. Könnte es sein, dass wir selbst für Freundschaft zu frei und egozentriert geworden sind? (lt. Klapptext) *********************************************************************** Meine Meinung: Bist Du noch wach ist ein durch und durch „anderes“ Buch. Der Schreibstil ist erfrischend ungewöhnlich, das fiel mir als erstes auf. So viele lange Sätze, noch mehr Kommas und dennoch keine verschachtelten Konstrukte, denen man als Leser nur schlecht folgen kann. Ganz im Gegenteil schafft es die Autorin in diesen - nur auf dem ersten Blick - chaotischen Sätzen erstaunlich viele Informationen glasklar zu übermitteln. Sie lässt den Leser 1:1 teilhaben an Rea's Gedanken- und Gefühlswelt. Phasenweise (gerade zu Beginn) wirkt der Schreibstil sehr gehetzt und vermittelt dem Leser genau dadurch Rea's konfuses Gefühlswesen und ihre inneren Nöte. Mehr als einmal hatte ich beim Lesen das Bedürfnis, die Hauptdarstellerin fest zu halten und ihr mitzuteilen tief Luft zu holen und einfach mal „nur zu sein“. Im weiteren Verlauf der Story, je näher sich Rea selber wird, je mehr sie sich findet und sortiert bekommt, desto ruhiger werden auch die Sätze. Sie wirken nicht mehr ganz so verschachtelt, eher aufgeräumt und geordnet. Das Buch beschäftigt sich mit der tiefgreifenden Thematik von Freundschaft, Liebe und dem Finden und Folgen des eigenen Lebenspfades. Schildert den ganz persönlichen Kampf zwischen Kopf und Intuition. Niemals jedoch steht ein erhobener Zeigefinger, zu jeder Zeit kann man sich absolut in Rea's Sinnkriese selbst erkennen. Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen und begeistert. Sowohl was das eigentliche Grundthema anbelangt, als auch der – in meinen Augen – geniale Schreibstil. Auch bin ich sehr froh darüber, dass das Buch kein "plattes Ende" verpasst bekommen hat, welches die zuvor übermittelten Eindrücke mit einem Schlag zunichte gemacht hätte. Doch als Happy-End-Story kam das Buch ja auch - Gottlob - nie daher.

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  • Rezension zu "Bist du noch wach?" von Elisabeth Rank

    Bist du noch wach?
    Solifera

    Solifera

    29. March 2013 um 16:06

    "So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Das mit dem Alter und dem Lauf der Dinge. Ende zwanzig zu sein und auf einem Bett zu sitzen, als sei es ein Boot, und der Rest wirft sich herum wie ein Meer." [Zitat S. 192]   Dieses Buch ist definitiv anders als alles, was ich bisher über Liebe, Freundschaft und all das gelesen habe. Rea geht mit großen Schritten auf die 30 zu, hat sich gerade von ihren Freund getrennt, ihr Vater liegt sterbenskrank im Krankenhaus und auf einmal ist es da: Dieses miese kleine Gefühl, dass sie ihre besten Jahre hinter sich gelassen hat, alles gesehen hat. Und dann ist da Konrad, ihr bester Freund und WG-Mitbewohner. Offenbar gibt es da diese stille Anziehungskraft zwischen beiden. Doch Konrad hat Isabel. Und Rea kann nur noch flüchten, mit ihren Kolleginnen in einen Mädelsurlaub. Und in eine flüchtige Bekanntschaft mit einem Studenten, der jünger ist als sie. Wie wird am Ende alles ausgehen, mit Rea, ihrem Leben, Konrad und überhaupt?   Das einmaligste an diesem Buch ist der fantastische Schreibstil. So voller Gefühl, emotional aufgeladene Seiten, so viel, was unaussprechlich schön ist und einem nahe geht, das Herz erwärmt und einen mitzittern, mitbibbern lässt: Unbeschreiblich! Unfassbar! Einzigartig!   Liebe Elisabeth Rank, du hast mit "Bist du noch wach?" den Nagel auf den Kopf getroffen und mich tief in meinem Innersten berührt. So schön, ich könnte heulen!

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