Elisabeth Rank Und im Zweifel für dich selbst

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Inhaltsangabe zu „Und im Zweifel für dich selbst“ von Elisabeth Rank

Wenn man zwanzig ist und nie auf die Idee kommen würde, jeden Tag so zu leben, als wäre es der letzte – wie geht man dann mit dem Tod des Geliebten um? Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, bricht die Existenz von Lene und Tonia in Stücke. Berlin, Prüfungen, Partys - nichts in ihrem Leben ist bislang besonders schwerwiegend gewesen. 'Nutze den Tag' war nur ein hübscher Spruch in Schönschrift. Als sie plötzlich mit einem schrecklichen Verlust klarkommen müssen, setzen sie sich ins Auto und fahren los, erst mal nur weg, kreuz und quer durchs sommerlich heiße Mecklenburg, Hauptsache nicht zurück, denn zu Hause wird alles anders sein. Doch am Meer geht es nicht mehr weiter, und Tonia, die Erzählerin, begreift: So sehr man glaubt, die Welt bleibt stehen, es geht immer weiter. Für die anderen, die noch da sind. Für die neue Liebe. Und im Zweifel für sich selbst. Elisabeth Ranks literarisches Debüt ist ein Generationenporträt und der Roman eines Lebensgefühls: die Geschichte der ersten echten Krise im Erwachsenenleben, erzählt als Roadstory.

Wunderschön geschrieben. Melancholisch. Leider kein Spannungsbogen.

— furchtlos
furchtlos

Ein Buch über das Abschiednehmen und Freundschaft, sehr angenehme Sprache, liest sich schnell und hallt noch lange nach.

— hannipalanni
hannipalanni

Dieses Buch begleitet mich jetzt schon seit Jahren. Es gibt diese Momente im Leben, da lese ich es nochmal!

— dear-xx
dear-xx

Eine traurige Geschichte, beschrieben mit facettenreich & vielen schönen Worten . "Im Zweifel für MICH selbst" - ein Lebensmotto.

— Regenblumen
Regenblumen

Und im Zweifel für MICH selbst! Ein guter Weg Dinge neu zu sehen und über gewisse Sachen nachzudenken. Sehr empfehlenswert. Große Lesefreude

— fs_abs
fs_abs

Ganz ganz tolles Buch. War leider auch schon nach zwei Tagen damit fertig..

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ich habe dieses Buch verschlungen. Die Geschichte in der man sich selbst wieder findet, berührt total.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Sehr gerne. Ich denke, es hat der ganzen Testleserunde sehr viel Spaß gemacht und die Meinungen sind ja zum größten Teil wirklich sehr positiv - inklusive meiner Meinung & Rezension. Ich hoffe auf baldigen literarischen "Nachwuchs" der Autorin!

— DieBuchkolumnistin
DieBuchkolumnistin

Wundervolle Sprache, man kann jeden ihrer Sätze genießen. Danke LB für dieses Schmankerl!

— Karin1970
Karin1970

Stimmt, das Buch ist wirklich schnell zu lesen. Ich bin jetzt auch fertig damit geworden, und ich finde es wunderschön!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

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  • It's hard to say how I feel today

    Und im Zweifel für dich selbst
    oberhuukeksi

    oberhuukeksi

    22. May 2014 um 17:32

    Mir fällt es sehr schwer, zu diesem Buch etwas zu sagen und es somit zu bewerten. Auffällig ist für mich u. a. der Schreibstil und Sprachgebrauch der Figuren. Er ist… anders. Ja, ich weiß, das ist keine Beschreibung, doch mir fällt gerade keine andere, und passende, Formulierung ein. Diese Formulierungen sind es, die zum einen herausstechen und damit auch etwas Besonderes sind. Es klingt auch ein wenig… poetisch? Der Kern dieser 200 Seiten ist für mich, so hart und abgedroschen es auch klingt, dass die Zeit alle Wunden heilt und egal, was einem geschieht, man nach vorne sehen, weiterlaufen, muss. Man kann nicht stehen bleiben und das Leben dreht sich immer weiter. Die Bindung zwischen den beiden jungen Frauen, die besten Freundinnen, ist groß- und einzigartig. Tonia versucht Lene bei dem Verlust beizustehen, doch es ist logisch, dass es ihr auf der anderen Seite auch zu heftig und zu viel wird. Das Ende, das bleibt offen. Man kann sich selbst seine Gedanken dazu machen.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    viruletta

    viruletta

    13. September 2012 um 19:31

    Wenn das Unaussprechliche plötzlich nicht mehr nur den Anderen passiert, hat man das Gefühl, die Welt würde urplötzlich stehenbleiben. Und stellt dann fest, dass das Schlimmste ist, wenn sie es trotz allem doch nicht tut. "Und im Zweifel für dich selbst" erzählt von der ersten bis zur letzten Seite eine Geschichte von Abschied und Neubeginn, vom aus- und zueinanderhalten. Das Geschriebene ist zwischendrin immer wieder so ergreifend und bedrückend zugleich, dass man das Ganze seitenweise gemeinsam mit den Protagonistinnen am liebsten so schnell wie möglich hinter sich bringen möchte. Man bekommt das Gefühl, selbst mitten drin zu sitzen, in diesem Auto auf einer Reise ins (N)Irgendwo. Und wenn das Buch dann ausgelesen ist, fühlt es sich trotzdem wie ein zu früher Abschied an, und man möchte die starken Persönlichkeiten dieses Romanes doch gerne noch ein Stückchen weiter begleiten. Die Empfindungen beim Lesen dieses Buches sind paradox, und gerade deswegen so realitätsnah. Ein großes Lob geht außerdem an den Erzählstil der Autorin; ihre Liebe zum Detail, mit der sie das Leben inklusive aller üppigen Landschaften, verklebten Haarsträhnen und unbeständigen Wetterlagen beschreibt, kommt in nahezu jeder Zeile zum Ausdruck und sorgt für eine besondere Nähe zu dem Erzählten und einer großen Sympathie für die Charaktere. Ich hoffe sehr, dass weitere Bücher folgen werden.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    29. January 2011 um 08:43

    Ich muss leider sagen, dass ich nicht in das Buch reinkam, so sehr mich das Thema an sich angesprochen hat. Ich habe es vorzeitig abgebrochen und bin total enttäuscht. Die negativen Stimmungen, die bei so einem Thema selbstverständlich nicht ausbleiben, habe ich als sehr belastend empfunden. Die Trauerarbeit wurde von den Protagonisten meines Erachtens nicht angegangen, sondern vielmehr ausgelebt - auf Kosten der Umwelt. Ich habe selbst mir nahe stehende Menschen verloren und habe mich nicht wiedergefunden ;O(

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    jujamon

    jujamon

    16. December 2010 um 19:35

    Als ich das Buch auf einem Tisch voller Bücher fand, die mich ansprachen, griff ich genau dieses von Lisa Rank raus. Warum? Weil die Geschichte genau das widerspiegelt, was so real schien und einen kleinen Wunsch mit sich brachte.. Einfach weg. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Viel Gerede um nichts und irgendwie kein Kapitel, keine Passage in der Ich sagen konnte: ACHSOO! JA GENAU. KENN ICH!' Denn genau sowas habe ich bei diesem Buch erwartet.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    Anin

    Anin

    24. July 2010 um 15:19

    Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, scheint die Welt still zu stehen. Betäubt von der Trauer und dem Schock schnappt sich Lene ihre beste Freundin Tonia und fährt mit ihr los, ins Ungewisse, weit weg von den Geschehnissen und der alles umringenden Schwere. Doch schon bald erkennen die Freundinnen, dass gerade diese sich nicht einfach so ablegen lässt und die Flucht nach vorne wird zu einer Flucht zu sich selbst. Eine Geschichte über bedingungslose Freundschaft, blindes Vertrauen, eine Liebeserklärung an die grosse Liebe und eine Geschichte über den Abschied. Das alles ist „Und im Zweifel für dich selbst“. Ein Buch, das leise daherkommt, mit wenig Handlung aber unglaublich schönen und liebevollen Sätzen und einer berührende Beschreibung einer Freundschaft, die alle Grenzen sprengt und die Hoffnung und Halt verspricht. Ich bin absolut begeistert und sehr beeindruckt von diesem Meisterwerk!

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    Lyanna

    Lyanna

    26. June 2010 um 17:48

    Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, geht für Lene die Welt unter. Sie ruft ihre Freundin Tonia an, die auch gleichzeitig die Ich-Erzählerin ist; beide steigen ins Auto und fahren ziellos ins Blaue. Lene weiß nicht, wie sie weitermachen soll und auch Tonia ist ratlos...leider war ich es nach dem Lesen dieses Buches auch ein wenig. Die Handlung des Buches lässt sich leider in zwei Sätzen zusammenfassen, einen wirklichen, roten Faden gibt es nicht, dafür legt Elisabeth Rank viel Wert darauf, die Gefühle ihrer Protagonistinnen zu beschreiben, die mich manchmal jedoch einfach nur genervt haben. Wenn Tonia irgendetwas zu Lene sagt und diese daraufhin mal wieder einen Totalzusammenbruch kriegt, der sich vor allem darin äußert, dass sie unfair gegenüber ihrer Freundin wird, kann es irgendwann selbst der verständigste Leser nicht mehr nachvollziehen. Gut, gelangweilt habe ich mich beim Lesen nicht, denn dieses dünne Büchlein ist eigentlich prädistiniert dazu, für kurze Zeit ganz nett zu unterhalten. Ganz nett, aber mehr leider nicht, denn "Und im Zweifel für dich selbst" bietet nur sehr wenig Handlung, zwei einigermaßen unsympathische Protagonisten und einen manchmal etwas zu blumigen Schreibstil. Für eine kurze Zugfahrt ganz nett, aber ansonsten greife ich lieber zu anderen Büchern. Ich denke, die tolle Titelillustration hat mich am meisten überzeugt.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    Belladonna

    Belladonna

    14. June 2010 um 13:46

    Elisabeth Rank erzählt in ihrem Roman "Und im Zweifel für dich selbst" die Geschichte von Lena und Tonia. Als Lenes Freund Tim bei einem Unfall ums Leben kommt zerbricht die Welt der 20-jährigen in Stücke. Aber nicht nur Lene kämpf mit ihren tiefen Gefühlen die der plötzliche Tod ihres Freundes in ihr hervorrufen, sondern auch Tonia ihre beste Freundin fällt in ein tiefes Loch voller Verzweiflung. Lene will zunächst nur eins: ganz weit weg von allem... Zusammen mit Tonia macht sie sich auf eine Reise mit unbekanntem Ziel, sozusagen ein Roadtrip ins niergendwo. Vor dem Verlust gab es im Leben der beiden jungen Frauen keine großartigen Probleme, ganz im Gegenteil die Zeit war angefüllt mit Partys, Prüfungen und Gedanken über den nächsten Urlaub. All diese Gedanken und Erinnerungen an die vergangene Zeit (in der Tim noch lebte) begleiten Lena und Tonia auf ihrer Fahrt...als sie dann am Meer ankommen scheint nichts mehr voranzugehen, die Gedanken kreisen in einer Enlosschleife und Tonia wird bewusst das egal wie groß der Schmerz und der Verlust ist sich die Welt weiterdreht und alles irgendwie weitergehen muss. Elisabeth Rank beschäftigt sich in ihrem Debütroman "Und im Zweifel für dich selbst" mit einem schweren und traurigen Thema. Lene und Tonia sind zwei unbekümmerte junge Frauen, die mitten im Prozess des erwachsenwerdens stecken und der Unbekümmertheit durch den Tod von Lenes Freund zerbrochen wird. Schneller als ihnen lieb ist müssen die beiden sich der Realität stellen und begreifen, dass das Leben weitergeht und sie an sich selbst halten müssten um über den Schmerz hinweg zu kommen. Die Erzählerin dieser bewegenden Roadstory ist Tonia, welche sich große Sorgen um ihre beste Freundin Lene macht. Hautnah erlebt man mit welche Ängste und Sorgen sie aussteht aber auch Tonia kämpft mit ihrer Trauer und stürtz immer tiefer in verzweifelte Gedanken. Mit viel Gefühl und einer überwältigenden Authentizität zieht Elisabeth Rank mich in ihre Roadstory. Zuerst habe ich ein paar Kapitel benötigt um in die Geschichte einzusteigen aber nachdem mir Tonia immer vertrauter wurde schmolzen die Seiten geradzu dahin. Schon nach den ersten tragischen Erinnerungen und Vorkommnisen auf der Reise der beiden jungen Frauen bekam ich eine Gänsehaut, die dann einfach nicht mehr von mir ablassen wollte. Hinzu kommt der schöne Erzähl- und Schreibstil der jungen Autorin. Mein Fazit: Ein wirklich faszinierendes und gelungenes Debüt! Begeben sie sich auf eine Reise des Erwachsenwerdens und der Trauer.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    KatrinVonSaiten

    KatrinVonSaiten

    13. June 2010 um 14:33

    Nach dem unerwarteten Tod von Lenes Freund Tim, schnappt sie sich ihre beste Freundin Tonia und will erstmal nur eins: weg. Weg von den Erinnerungen, weg von der vertrauten Umgebung. Doch dass man vor der Vergangenheit nicht einfach flüchten kann wird ihnen nur allzu schnell klar. Aber wie wieder zurück ins Leben finden? Der als „Generationenporträt“ angekündigte Erstlings-Roman von Elisabeth Rank, wird diesem Stempel leider in keiner Hinsicht gerecht. Wo man eine reflektierte und lebensechte Reise zweier Mädchen erwartet, wird man mit unlogischen Szenen und leeren Dialogen abgespeist. Kapitel vier beginnt mit den Worten „Man rechnet ja nicht damit.“ (S.34), die dieses Kapitel inhaltlich für mich perfekt zusammen fassen. In manchen, lichten Passagen hatte der Leser den Eindruck, alles passe wie auf den Punkt und jede Formulierung träfe exakt die Situation. Da dies im vierten Kapitel zum ersten Mal passiert, hatte ich damit wirklich nicht mehr gerechnet. Leider kann dieser Stil auch nicht gehalten werden und man muss ab dieser Stelle hoffen, dass eben jene lichten Momente die restliche, ziemlich schwache Atmosphäre aufwiegen. Hinzu kommt außerdem, dass manche Dinge einfach nicht nachvollziehbar waren. So wird ein Regentropfen in aller Ausführlichkeit beschrieben, aber kein Regen folgt. Nach einer Nacht in der es geregnet hat (und das nicht zu knapp), werden Rasensprenger beschrieben, und das sind nur einige der Widersprüche innerhalb des Romans. Streckenweise scheint es auch Programm zu sein, nichtige Kleinigkeiten bis ins Ermüdende zu erläutern, wichtige Details aber ohne Erläuterung stehen zu lassen. Insgesamt ein Roman der leider nichts weiter als eine nette Idee sprachlich und stilistisch unausgereift verwirrt, was besonders enttäuscht, weil die Ansätze ja passagenweise eindeutig vorhanden sind. Im Zweifel gegen dieses Buch.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    11. June 2010 um 22:45

    Am Rand der Landstraße hielten wir an, um zu rauchen. Nebeneinander lehnten wir am Auto, es musste schön ausgesehen haben für die, die in den Autos saßen und an uns vorbeifuhren. Zwei Beine in einem Rock und zwei Beine in einer engen Hose, wehende Haare und Zigaretten zwischen den Fingern. Wie Cowboys standen wir, und vielleicht dachten sie, wir fänden das gut, wir würden das genießen." Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, endet auch für Lene das bisherige Leben. Nichts in ihrem bisherigen Leben war so schwerwiegend, wie der plötzliche Tod des Geliebten. Lene flieht aus Berlin, wo alles an Tim erinnert und Tonia ihre Freundin fährt mit ihr. Sie irren kreuz und quer durch Mecklenburg. Doch am Meer geht es nicht mehr weiter, dort erhalten sie auch die Nachricht, dass Tim in 3 Tagen beerdigt wird. Der moderne Schreibstil von Elisabeth Rank (der sich im Übrigen auch auf ihrem Blog wiederfindet) war am Anfang für mich gewöhnungsbedürftig, ich brauchte ein paar Seiten um reinzukommen. Lenes Freundin Tonia beschreibt aus der Ich-Perspektive den plötzlichen Eingriff in ihr behütetes und glückliches Leben und es kam mir beim Lesen so vor, als beschreibe sie dies in einer Art Zeitlupe, als würden diese beiden jungen Frauen sich nur halb so schnell, abgeschnitten von unserer Welt bewegen und dies trifft für deren Gefühlsleben sicherlich zu.. Ein wunderbares Debüt einer jungen deutschen Autorin, von der wir sicherlich noch viel hören und lesen werden und deren Roman ich oft verschenken werde, denn trotz des so grausamen Ereignisses, welches hier die Hauptpersonenen erschüttert, trotz dessen bleibt nach dem Lesen hauptsächlich ein großes Gefühl zurück: Hoffnung..

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    Moosbeere

    Moosbeere

    10. June 2010 um 12:33

    Als Lenes Freund Tim bei einem Autounfall stirbt, bricht die Existenz von Lene und Tonia in Stücke... Die Autorin erzählt in bildhafter Sprache vom Gefühl des Verlustes, des "Nicht-Mehr-Wissens-wohin" und von den beiden Mädchen, die weitermachen müssen mit ihrem Leben. So anrührend das Thema auch ist, dieses Buch hat mich nicht so ganz überzeugt. Es passiert nicht viel in dem Buch und auch am Ende hat man zwar vage das Gefühl eines Neuanfangs, die Beklemmung weicht aber nicht. Von mir gibt es 3 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung. Diese Art des Schreibens mit den kurzen, gewollten Beschreibungen von Nebensächlichkeiten ist einfach nicht so meins...

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    leseratte...

    leseratte...

    08. June 2010 um 00:07

    In „Und im Zweifel für dich selbst“ von Elisabeth Rank wird die Geschichte von Tonia und Lene erzählt, die nach dem Unfalltod von Lenes Freund Tim aus Berlin entfliehen um das Geschehene irgendwie zu verarbeiten. Tim ist tot. Für Lene bricht eine Welt zusammen. Zusammen mit Tonia, ihrer besten Freundin, fährt sie einfach los. Nur weg aus Berlin. Lene ist von Trauer überwältigt. Ganz langsam begreifen die Freundinnen, dass das Leben trotzdem weitergeht und die Welt sich weiterdreht, auch wenn es zunächst unmöglich erscheint. „Und im Zweifel für dich selbst“ ist aus der Sicht Tonias geschrieben, was ich sehr interessant finde, denn es war Lenes Freund Tim der gestorben ist und somit steht Lene auch im Mittelpunkt der Geschichte. Doch sie ist verständlicher Weise blind vor Trauer, während Tonia ihre Umgebung, also auch Lene mit einer verblüffenden Genauigkeit beobachtet. Jeder der ungefähr in ihrem Alter ist, so um die 20, wird sich das ein oder andere Mal in ihr, ihren Gedanken oder Erinnerungen wieder erkennen. Daher kann man sich mit Tonia sehr gut identifizieren. Eine bezeichnende gemeinsame Erinnerung waren für mich beispielsweise die bunten Zuckerperlenketten. :) Die Geschichte der beiden Mädchen dreht sich größten Teils um die Trauer und den Versuch der Verarbeitung, was auf Dauer emotional anstrengend werden kann, gerade wenn man eine ähnliche Situation erlebt hat. Doch die Rückblenden in Lenes und Tonias Vergangenheit bieten einerseits Abwechslung zur Trauer und anderseits lernt man besonders Tonia besser kennen. Rank schreibt sehr ausdrucksstark. Sie bringt dem Leser die überwältigenden Gefühle der Trauer und Verzweiflung, die man kaum in Worte fassen kann, in einer sehr bewegenden Sprache näher. Auf der Rückseite steht u. a. „[…] ein Generationenpoträt […]“, dem kann ich zustimmen, denn ich finde einiges von mir in „Und im Zweifel für dich selbst“ wieder.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    28. May 2010 um 22:27

    Gerade bin ich von einem Roadmovie, was glücklich ausgegangen ist, zurück, schon falle ich ins nächste Roadmovie hinein. Gut oder schlecht? Ein Medaillon hat meist zwei Seiten und nach der Sonne folgt nun der Regen. So geht es Lene, sie ist verliebt, fliegt förmlich mit ihrem Tim durchs Leben und genießt die gemeinsame Zeit, die Liebe. Doch dann kommt alles anders, denn Tim verunglückt tödlich. „Ich habe Angst. Ich habe plötzlich vor so vielem Angst, dass ich glaube, ich werde verrückt, wenn das nicht bald weggeht.“ Als Leser kenne ich niemanden, selbst auf den ersten Seiten erfahre ich nicht wirklich, mit wem ich es zu tun habe. Das Buch liest sich wie von hinten nach vorn, der Tod zuerst und dann wird das Leben vor dem Tod und parallel dazu das jetzige Leben aufgeblättert. Nach und nach lerne ich Lene und Tonja kennen und drei Männer, die den beiden Frauen sehr nahe stehen. Es zieht, es schmerzt, es fließen Tränen, dennoch ist die Stärke da, mit Lene und Tonja die Trauerzeit zu durchleben. Eine Flucht zu begehen, in der gerannt wird, geschwiegen wird, der Körper nicht mehr beim Geist ist und dennoch eine Flucht, auf der alles wieder vereint werden soll. Ein Roadmovie, in dem Angst, Verzweiflung, Selbstfindung, Wahrnehmung, Trauer, Schmerz, Verlust und eine große Bandbreite der vielschichtigsten Gefühle mitspielen. Man sitzt dabei mal auf dem Fahrersitz, dann auf dem Beifahrersitz, hinten auf der Rückbank, im Kofferraum oder man rennt ein Stück hinter den beiden her, sieht sie von weitem kommen oder schaut zu, wohin sie fahren. Ein langer und breiter Weg, viele Fragen auf dem Weg in ein plötzlich anderes Leben, mit verändertem Umfeld und auch ganz anders getaktetem Herz. Leichte Wörter mit schwerem Hintergrund und viel Poesie machen die Protagonisten und deren Blickwinkel lebendig und lassen nicht mehr los. „Ich glaube nicht, dass es irgendwann aufhört. Das mit uns war irgendwie immer.“ „Denn wenn du gehst, dann ist das immer noch so, dann geht das nicht weg, was ich immer zu dir sage und was du zu mir sagst, denn auch wenn du schon am S-Bahnhof bist oder….“

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    bücherelfe

    bücherelfe

    13. May 2010 um 20:20

    Wie kann Lene aushalten, dass ihr geliebter Tim Knall auf Fall stirbt? Wie kann sie weiterlaufen, wo doch der Teppich unter den Füssen wegrutscht? Wie kann sie je wieder in ihrem Bett schlafen, wo doch im Kissen noch einen Hauch von Tim's Geruch hängt? Lene kann es nicht und flüchtet darum zusammen mit ihrer Freundin Tonia aus der Stadt, weg von dem Grauen. Und Tonia bleibt bei ihr, hält aus, was kaum auszuhalten ist. Wenig Handlung aber dafür ein Feuerwerk von Emotionen, von Sätzen, bei denen einen fast das Herz stehen bleibt. Dramatisch, rührend, herzzerreissend. Vor die Wahl gestellt, einer der drei Protagonisten zu sein, würde ich mich wohl für Tim entscheiden, denn SEIN Schmerz ist vorbei. Fazit: In einem Rutsch lesen!

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    zimmer

    zimmer

    05. May 2010 um 11:38

    “Und im Zweifel für dich selbst” erzählt die Geschichte von Tonia und Lene, die sich auf der Flucht vor einem unerwarteten Einschnitt in ihr Leben befinden: Lenes Freund Tim ist tot. Was bedeutet dieses plötzliche Aus, und wie um alles in der Welt soll man damit umgehen? Wir erleben eine Reise auf der Suche nach Antworten… Eigentlich eine schicke Grundidee. Zwei Freundinnen auf einem Road Trip ins Ungewisse, auf der Suche nach sich selbst, weil etwas im behüteten Früherwachsenenleben total schief gegangen ist. So satt und ausgangsreich diese Idee auch ist, so sehr krankt auch die Umsetzung der selbigen. Ein Schriftsteller hat einmal gesagt, dass so schön man auch schreibt und so gewitzt der Stil und die Sprache sind, ohne eine stützende bzw. unterstützende Handlung nutzt einem das ganze nichts. Und genau dieses Problem ist neben einigen anderen das, was mir hier am stärksten aufgefallen ist: Es tut sich rein gar nichts. Anstatt durch Episoden einer aufschlussreichen Erkenntnis entgegenzusteuern hangeln sich die Protagonisten von einem bedeutungsschwangeren Nullachtfünfzehn-Symbol zum Nächsten, und damit auch ja nichts bei den vielbemühten dementen Kapitänen und in der Mitte zerbrochenen Tellern verloren geht, wird diese Situation auch noch bis aufs äußerste reflektiert. Offensichtlichkeit noch offensichtlicher gemacht. Bilder aus dem Schriftsteller-Baukasten. Leider kann auch die andere Seite nicht punkten: So gewitzt Stil und Sprache auch phasenweise sein mögen, so unentschlossen und unrund sind sie. Zu Beginn versucht man bemüht bildhaft, bemüht metaphorisch, bemüht stilsicher und bemüht anders zu sein, nur um dann im vierten Kapitel alles wieder umzuwerfen und einen Text zu lesen, der den Eindruck erweckt als ob ihn jemand anderes geschrieben hätte. Diese Unschlüssigkeit im eigenen Schreibstil zieht sich bis zum Ende des Buches, als ob die Autorin nicht wirklich weiß, wie sie jetzt eigentlich ihre Geschichte (ach … richtig, welche?) transportieren will. Die großzügig eingestreuten Metaphern funktionieren die meiste Zeit nicht. Wird mal ein Stilmittel benutzt, wird man umgehend von deren hohen Frequenz erschlagen. Auch kann ich der Detailverliebtheit nicht viel abgewinnen. Prinzipiell hab ich ja nichts dagegen, einige Autoren zeigen ja auch wie man durch Abschweifungen sich in Einzelheiten verlieren kann, nur um dann einen geschickten Bogen zum Eigentlichen zu schlagen. Hier allerdings driftet man ab, merkt an einem Punkt dass es so nicht weitergeht, man nicht großartig was beigetragen hat und kommt dann wieder zum Eigentlichen zurück. Nur dass man dann anscheinend vergessen hat, was zuvor passiert ist. Deswegen spürt man den Regen auf der Haut, auch wenn man in einer überdachten Bushaltestelle sitzt, oder am Campingplatz wird nasser Rasen gemäht oder sogar gesprengt. Bei dem ganzen Hang zu den detaillierten Schilderungen gehen die offensichtlichen Zusammenhänge verloren. Als ob man weggeht und dann merkt, das bei der Rückkehr alles irgendwie nicht mehr zusammenpasst. Zugegeben, das kann ja durchaus als Stilmittel gedacht sein und passt angesichts der “Botschaft” und der Grundstellung recht gut zum Thema. Doch könnte man diese Dinge in ein wenig Subtilität verpacken und nicht so offensichtlich unlogisch darstellen. Noch dazu, weil auch ganz ohne Abschweifungen viele Schilderungen einfach keinen Sinn ergeben. Von wegen nicht funktionierende Metaphern, nicht funktionierende Alltäglichkeiten! Und die wecken einfach nur den Eindruck, als ob alles schön stimmungsvoll klingen soll, ohne das man sich aber nun wirklich Gedanken macht was man jetzt eigentlich damit gesagt hat. Ein Planschen auf der Oberfläche, aber hey, mit Bombenwetter! Bei all dieser Oberflächlichkeit fällt es dann natürlich auch schwer, irgendeine Bindung zu den emotionalen Leidensträgern aufzubauen. In erster Linie Lene, natürlich dann aber auch der verstorbene Tim. Gerade zum Schluss als man Tim eigentlich in der emotional wohl stärksten Situation gegenübertritt fällt einem auf, dass man eigentlich gar keinen Bezug zu ihm hat. Ja, dieses Ereignis ist zwar traurig allein aufgrund der Szenerie, aber trotzdem wird keinerlei Gefühl transportiert, in welche Richtung auch immer. Man kann nicht einmal Mitleid haben. Dennoch muss ich sagen, dass auch wenn diese Schilderungen so negativ sind es durchaus Momente im Buch gibt, die einzigartig sind und die es wirklich in sich haben. Als Beispiel sei das schon vorhin erwähnte, vierte Kapitel genannt. Einen gefühlvolleren und schöneren Text habe ich in den letzten Jahren nicht gelesen. Hier ist alles rund und alles mitreißend, und man kann tatsächlich zu den Personen eine Bindung aufbauen und sich an der Wortgewandtheit erfreuen. Generell sind beinah alle Rückblenden ein Höhepunkt und ich frage mich, warum man nicht beim Haupthandlungsstrang ebenso dezent und fein vorgegangen ist. Vielleicht wollte man ja einfach nur zu viel… Schade, dass diese interessante Thematik für meinen Geschmack nur unzureichend umgesetzt wurde. Dass Elisabeth Rank es kann zeigt sie ja bei den gewissen Stellen im Buch, die so einnehmend mir wohl noch nie untergekommen sind. Aber in der Komposition werde ich einfach das Gefühl nicht los, als ob man in allen Belangen einfach viel zu besonders sein wollte, ohne zu merken dass man das ja eigentlich schon ist.

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  • Rezension zu "Und im Zweifel für dich selbst" von Elisabeth Rank

    Und im Zweifel für dich selbst
    Lifeline

    Lifeline

    05. May 2010 um 11:36

    Tonia und Lene sind beste Freundinnen, doch als Lenes Freund Tim bei einem Verkehrsunfall stirbt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Auf Bitte Lenes beginnen Tonia und sie eine Reise mit dem Auto. Die Reise beginnt sehr schweigend und Tonia fühlt sich hilflos. Wie kann man einer Freundin helfen, der so etwas schreckliches zugestoßen ist? Das Thema Tod interessiert mich wirklich sehr und ich fand die Geschichte am Anfang wirklich gut, doch ich bin mit dem Schreibstil irgendwie nicht zu Recht gekommen. Man braucht ein wenig um in die Geschichte reinzukommen, da viele Gedankensprünge sind und die einzelnen Personen nicht kennt, man wird so ins „kalte“ Wasser reingeschmissen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt dann kann man wirklich mitfühlen und ich bin mir auch manchmal hilflos vorkommen, doch wirklich fesseln konnte mich das Buch nicht. Es ist alles aus der Sicht Tonias geschrieben und irgendwie fehlte mir der Kontakt zu Lene. Ich bin dann nur mehr langsam wieder voran gekommen, habe mich wirklich überwunden dieses Buch fertig zu lesen. Natürlich ist es schön geschrieben und vielleicht bin ich eine von die wenigen die so denkt, doch im großen und ganzen bin ich nicht so begeistert von diesen Buch. Habe mir irgendwie etwas anders vorgestellt und der Schreibstil ist nicht so mein Ding.

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