Elisabeth Schönherr

 3.7 Sterne bei 6 Bewertungen
Elisabeth Schönherr

Lebenslauf von Elisabeth Schönherr

Elisabeth Schönherr wurde 1971 in Österreich geboren. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Slawistik und verbrachte längere Aufenthalte in Russland und Polen. Seit 1998 lebt sie in Wien, eine Stadt, die sie literarisch immer wieder inspiriert. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet die Autorin als Online-Textern, Web- und Social-Media-Designerin und bloggt unter elisabeth-schoenherr.info. Genaue Recherche und sprachliche Präzision zeichnen die Romane der Autorin aus. In ihrem 2014 erschienen Roman „Tod im Teehaus“ setzt sich Elisabeth Schönherr kritisch mit dem Zen-Buddhismus und der japanischen Kultur des Tees auseinander. In „Bilder lügen nicht: Ein Fälscher-Roman“ ergründet sie das paradoxe Phänomen der Kunstfälschung, das sie als Spiegel einer Gesellschaft versteht. Nähere Informationen über die Autorin und ihre literarische Arbeit finden Sie unter www.elisabeth-schoenherr.info Website zum Roman "Bilder lügen nicht": bilder-luegen-nicht.com

Alle Bücher von Elisabeth Schönherr

Bilder lügen nicht

Bilder lügen nicht

 (6)
Erschienen am 17.10.2016
Tod im Teehaus

Tod im Teehaus

 (0)
Erschienen am 01.10.2014

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Elisabeth Schönherr

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Bilder lügen nicht" von Elisabeth Schönherr

Gierige Verhältnisse
Bellis-Perennisvor 2 Jahren


Durch das farbenprächtige Cover angelockt, habe ich das Buch gekauft und einen spannenden Krimi rund um Kunstfälscherei erwartet.
Ja, es gibt Philip, den Maler, der Kunstwerke fälscht, Lily, die Galeristin, die Auftraggeber und Abnehmer für diese Produkte an der Hand hat, und Edith, die Frau des Malers, die eigentlich Theaterstücke schreiben möchte. Die drei sind durch ein undurchsichtiges Netz von Falschheit verbunden.

Hauptperson in diesem Krimi ist jedoch die alte Frau Wesely mit ihren Villen in Hernals und am Attersee. Beides ausgestattet mit einer Menge Antiquitäten und im Wiener Domizil hängt sogar ein Gemälde von Gustav Klimt. Die alte Dame ist jenseits der neunzig Jahre und ist lange verwitwet. Der einzige Sohn Franz gilt als vermisst. Einzige Verwandtschaft ist Neffe Donald Paulus Moll. Der schielt gierig nach dem Gemälde und den Immobilien.
Doch nicht nur der Neffe hat etwas Verschlagenes und Unehrliches an sich. Auch das Gärtnerehepaar benimmt sich seltsam, treiben sie doch anscheinend einen schwunghaften Handel mit Altwaren. Nicht auszuschließen, dass die mit den Einbrüchen in der Umgebung zu tun haben. Deswegen tritt auch immer wieder ein Kriminalbeamter auf, ohne echt zu ermitteln. Er vermutet nämlich den oder die Einbrecher unter den Bekannten und Verwandten der Villenbesitzer.

Als Edith eine Stelle als Haushälterin sucht, kann sie mit Philip bei Fr. Wesely einziehen. Vorerst ist Edith erleichtert, Arbeit und Wohnung gefunden zu haben. Niemand weiß, dass das Unheil nun seinen Lauf nehmen wird.

Es kommt wie es kommen muss, die alte Frau stirbt nach einem Treppensturz.
Nach der Testamentsverlesung, in der der Neffe leer ausgeht, zeigt er sein wahres Gesicht. Die Situation eskaliert.

Meine Meinung:

Für einen Krimi ist mir zu wenig Ermittlertätigkeit. Der Kriminalbeamte kommt und geht, Polizeiarbeit ist für mich nicht vorhanden. Einmal ist kurz vom Fund einer Frauenleiche die Rede. Da dachte ich schon, endlich hat es die widerliche Galeristin erwischt, nix da. Die ist putzmunter und benutzt sowohl Moll als auch Philip für ihre krummen Touren

Sehr gut sind allerdings die Personen und ihre Gier nach dem Besitz der anderen dargestellt.
Allerdings bleiben die Figuren seltsam distanziert. Ich konnte zu keiner Person eine echte Beziehung aufbauen. Edith versucht wenigstens ihr Leben in den Griff zu bekommen. Philip lässt sich treiben und verlässt sich auf seine Frau und seine Galeristin.
Moll, der sich ständig benachteiligt fühlt, ist das Böse schlechthin.

Fazit:

Ein Psychogramm von Abhängigkeiten und Gier, aber weniger ein Krimi, daher gibt’s nur drei Sterne.

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W

Rezension zu "Bilder lügen nicht" von Elisabeth Schönherr

Extravaganz
Waschbaerinvor 2 Jahren

Das Cover hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Dieses Bild mit der extravaganten Damen, dahinter der Herr, nahm sofort meine Aufmerksamkeit ein. Die leuchtenden Farben sind ein Hingucker, nach dem man spontan greift. Passender konnte das Bild nicht gewählt werden, denn es stimmt den Leser sofort darauf ein, was ihn in diesem Buch erwartet.

Es geht um Kunst, Intrigen, Gier und nicht alltägliche Personen.

Allen voran Edith, bei der die Fäden dieses Romans zusammenlaufen. Eher durch Zufall landet sie als Hausmädchen in einer renovierungsbedürftigen Villa bei einer älteren Dame, die das neue Mädchen sofort ins Herz schließt. Ja, sie geht sogar so weit und bietet Edith und ihrem Mann, einem Maler, an, die Wohnung in der oberen Etage zu beziehen, damit Edith immer in ihrer Nähe ist.

In dieses abgelegene Haus in der Nähe Wiens wurde schon mehrmals eingebrochen. Da über dem Klavier ein echter Klimt hängt müssten bessere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, will der Neffe seine Tante überreden. Vor allem müsse das Bild entsprechend versichert werden. Er empfiehlt ihr, eine von ihm vorgeschlagene Expertin zu kontaktieren. Dass er damit ganz eigene Pläne verbindet, versteht sich von selbst.  Doch seine Tante lehnt entschieden ab. Die verwitwete alten Dame weiß, dazu fehlt ihr das Geld. Zudem ist sie eigensinnig.

Es ist schon ein großer Zufall, dass Edith diesen Neffen in dem Café, in dem sie zuvor arbeitete, als einen unangenehmen Zeitgenossen kennengelernt hat.

Als wären das noch nicht verdächtige und  eigenartige Leute genug, gibt es auch noch den Gärtner mit seiner Frau, die von Zeit zu Zeit Gegenstände aus dem Haus tragen und diese verkaufen.

Wie sollte es anders sein, eines Nachts kommt die alte Dame durch einen Sturz im Treppenhaus zu Tode und als ihr Testament Tage später eröffnet wird, kommt der Stein erst richtig ins Rollen. Ab da nimmt der Roman richtig Spannung auf.

Soviel zum Inhalt.

Der Zeitrahmen, der Schreibstil (sehr gut zu lesen!) als auch die Handlungsstränge sind gut durchdacht und aufeinander abgestimmt. Der Roman passt genau nach Wien, wie man es sich vorstellt. Für all das würde ich 5 Sterne geben, wenn - ja wenn da nicht die Personen wären, die mir als Leser seltsam fremd bleiben. Es ist, als wäre da eine trennende Wand zwischen Edith, ihrem malenden Ehemann, als auch den übrigen Personen und mir als Leser. Keinen dieser, ansonsten  gut beschriebenen Charaktere, kann ich als Persönlichkeit erfassen. Meine Gefühle ihnen gegenüber sind von einer eigenartigen Distanziertheit. Letztendlich empfinde ich weder Sympathie noch Abneigung ihnen gegenüber. Vielleicht liegt es daran, dass in jedem eine ganz eigene Art von Verschlagenheit zu Tage tritt, Mir fehlt etwas der Funke, der überspringt. Das ist auch der Grund, weshalb ich 1 1/2 Punkte abziehe, also auf 3,5 Sternchen gehe. Doch da es das nicht gibt, entscheide ich mich für 4. 

Bis auf diesen kleinen "Makel" hat der Roman vieles zu bieten, was das Herz eines Lesers höher schlagen lässt.


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Angelika123s avatar

Rezension zu "Bilder lügen nicht" von Elisabeth Schönherr

Kunst, Betrug und Gier im schönen Wien
Angelika123vor 2 Jahren

Eine alte Dame lebt mit ihren ganzen kostbaren Antiquitäten und Erinnerungen in einer schönen Villa am Stadtrand von Wien. Ein Gemälde des Künstlers Gustav Klimt ziert ihre Bibliothek. Es ist verwunderlich, dass dieses von allen Besuchern begehrte Bild immer noch an seinem angestammten Platz hängt, obwohl es schon mehrere Einbrüche und Diebstähle in der Villa gab.
Die Polizei vermutet die Einbrecher im Verwandten- oder Bekanntenkreis der Hausherrin.
Die Ermittlungen nehmen eine überraschende Wende, als neue Mieter in die Mansarde der Villa einziehen.

Nachdem Edith ihre Arbeit bei der Bank verliert, arbeitet sie als Kellnerin in einem Cafe. Der Chef ist wenig respektvoll im Umgang mit Edith und so ist sie froh als sie über eine Anzeige eine Stelle bei Frau Wesely bekommt – die alte Dame benötigt Hilfe in ihrer Villa. Sie möchte mit einem selbstgeschriebenen Theaterstück groß herauskommen und sich damit bei einem Wettbewerb beteiligen.
Phillip, ihr Mann, ist ein mäßig begabter Maler, der alte Gemälde restauriert und dann von Edith, die ihm diese bringt, als Originale verkauft werden.
Frau Wesely`s Sohn ist verunglückt, aber seine Leiche wurde nie gefunden. Als einziger Verwandter bleibt ihr Neffe Donald P. Moll, der die ganzen Schätze der Villa an sich reißen will und dies auch tut.
Einzig der Klimt gelangt nicht in seine Hände. Dieser soll nach dem Tod der alten Dame an ein Museum gehen.
Moll will sich damit nicht zufrieden geben und ersinnt einen bösen Plan.

Die Personen und Situationen sind sehr detailreich und „blumig" beschrieben und dargestellt.
Mir gefällt die beschreibende Art der Autorin sehr und ich kann mich unheimlich gut in die Geschichte und die jeweiligen Personen hineinversetzen.
Auch die Wiener Ausdrücke, die immer wieder eingestreut werden, finde ich sehr charmant.

Anfangs hatte ich ein wenig Probleme den einzelnen Personen ihre Bestimmung zuzuordnen und ich empfand es als etwas sprunghaft. Dieses Gefühl hat sich beim Weiterlesen aber bald gelegt und ich konnte mich, wie schon gesagt, gut zurechtfinden und in die Personen und Situationen hineindenken und mitfühlen.

Man erfährt viel Wissenswertes über Wien und die Menschen, die da leben, über Kunstwerke im Original und deren Fälschungen.

Das Cover ist wunderschön - das Gemälde gefällt mir sehr gut und das Cover und der Inhalt des Buches gehen eine perfekte Verbindung ein - sehr schön gewählt.

Alles in allem habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und mich hat die schöne Sprache, sowie die tolle und ins Detail gehende Beschreibung der Protagonisten, der Umgebung und die gut eingebaute Wissensvermittlung sehr angesprochen.

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Gespräche aus der Community

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ElisabethSchoenherrs avatar
Liebe Leute!
Ich lade Euch herzlich ein zu einer Leserunde meines Fälscher-Romans "Bilder lügen nicht", einem Kunst-Roman-Krimi aus Wien. „Ein Fälscher-Roman mit doppelten Boden. Wer Wien mag, wird dieses Buch lieben …“
Der Roman
wurde von einer Jury der Verlagsgruppe Random House zum Top-Titel TWENTYSIX im Bereich Belletristik April 2016 gewählt.
Weitere Infos zum Buch auf bilder-luegen-nicht.com und auf amazon.de, weiters findet Ihr einen Film zum Roman auf Youtube
ElisabethSchoenherrs avatar
Letzter Beitrag von  ElisabethSchoenherrvor 2 Jahren
Ich bedanke mich für Ihre Rezension!
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Elisabeth Schönherr wurde am 07. Januar 1971 in Österreich (Österreich) geboren.

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