Elisabeth Schönherr Bilder lügen nicht

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Inhaltsangabe zu „Bilder lügen nicht“ von Elisabeth Schönherr

Von gefälschten Originalen und echten Fälschungen

In einer einsamen Villa am Stadtrand von Wien lebt eine alte Dame in einer versunkenen Welt voller Erinnerungen und kostbarer Antiquitäten. In ihrer Bibliothek hängt ein Gemälde von Gustav Klimt. Wer das Bild sieht, will es besitzen. So verwundert es manchen Gast, dass das Gemälde noch immer an seinem Platz hängt, zumal bereits Einbrecher das Haus heimsuchten.

Und obwohl in der Gegend um die Villa Diebe ihr Unwesen treiben, vermutet Chefinspektor Ivo Schalk die Einbrecher im Kreise der Familie und Freunde der alten Dame. Seine Ermittlungen scheinen erste eine Wendung zu nehmen, als ein Maler und seine Frau die Mansarde der Villa beziehen.

In der Kunstgeschichte tauchen immer wieder Fälscher auf, deren Plagiate selbst nach ihrer Entlarvung hohe Preise erzielen. Auf dem Höhepunkt der Geschichte zitiert Edith, die weibliche Hauptfigur des Romans, eine paradoxe Weisheit aus der Welt der Kunst: Hängt eine Fälschung lang genug unter Originalen, so wird sie echt.

Elisabeth Schönherrs Roman spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen auf der Ebene menschlicher Begegnungen: den Konflikt der Generationen, die scheinbare Willkür des Kunstmarkts und die prekären Arbeitsbedingungen vieler Kunstschaffender.

Lebendige Figuren, authentische Schauplätze in Wien, im oberösterreichischen Salzkammergut, in Polen und in Norditalien sowie gut recherchierte Details aus der Welt der Kunst machen diesen Roman zu einer spannenden und anregenden Lektüre, erfüllt vom Glanz des Wien der Jahrhundertwende.

Über die Autorin Elisabeth Schönherr wurde 1971 in Österreich geboren. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Slawistik und verbrachte längere Zeit in Russland und Polen. Seit 1998 lebt sie in Wien, eine Stadt, die sie literarisch immer wieder inspiriert. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet die Autorin als Online-Texterin, Web- und Social-Media-Designerin und bloggt unter elisabeth-schoenherr.info.

Genaue Recherche und sprachliche Präzision zeichnen die Romane der Autorin aus. In ihrem 2014 erschienen Roman "Tod im Teehaus" setzt sich Elisabeth Schönherr kritisch mit dem Zen-Buddhismus und der japanischen Kultur des Tees auseinander.

Ein Psychogramm von Gier, Erbschleichern, Intrigen und unerfüllten Träumen

— Bellis-Perennis

Ein Buch über Kunst, Intrigen, erfüllte und unerfüllte Lebensräume - um Reichtum und Gier im schönen Wien.

— Angelika123

Ein Krimi, der tiefe Einblicke in die Wiener Gesellschaft gibt!

— mabuerele

Das Cover spiegelt die Eigenwillligkeit des Romans wider.

— Waschbaerin

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    07. January 2017 um 17:53
  • Gierige Verhältnisse

    Bilder lügen nicht

    Bellis-Perennis

    03. January 2017 um 14:14

    Durch das farbenprächtige Cover angelockt, habe ich das Buch gekauft und einen spannenden Krimi rund um Kunstfälscherei erwartet. Ja, es gibt Philip, den Maler, der Kunstwerke fälscht, Lily, die Galeristin, die Auftraggeber und Abnehmer für diese Produkte an der Hand hat, und Edith, die Frau des Malers, die eigentlich Theaterstücke schreiben möchte. Die drei sind durch ein undurchsichtiges Netz von Falschheit verbunden.Hauptperson in diesem Krimi ist jedoch die alte Frau Wesely mit ihren Villen in Hernals und am Attersee. Beides ausgestattet mit einer Menge Antiquitäten und im Wiener Domizil hängt sogar ein Gemälde von Gustav Klimt. Die alte Dame ist jenseits der neunzig Jahre und ist lange verwitwet. Der einzige Sohn Franz gilt als vermisst. Einzige Verwandtschaft ist Neffe Donald Paulus Moll. Der schielt gierig nach dem Gemälde und den Immobilien.Doch nicht nur der Neffe hat etwas Verschlagenes und Unehrliches an sich. Auch das Gärtnerehepaar benimmt sich seltsam, treiben sie doch anscheinend einen schwunghaften Handel mit Altwaren. Nicht auszuschließen, dass die mit den Einbrüchen in der Umgebung zu tun haben. Deswegen tritt auch immer wieder ein Kriminalbeamter auf, ohne echt zu ermitteln. Er vermutet nämlich den oder die Einbrecher unter den Bekannten und Verwandten der Villenbesitzer. Als Edith eine Stelle als Haushälterin sucht, kann sie mit Philip bei Fr. Wesely einziehen. Vorerst ist Edith erleichtert, Arbeit und Wohnung gefunden zu haben. Niemand weiß, dass das Unheil nun seinen Lauf nehmen wird.Es kommt wie es kommen muss, die alte Frau stirbt nach einem Treppensturz. Nach der Testamentsverlesung, in der der Neffe leer ausgeht, zeigt er sein wahres Gesicht. Die Situation eskaliert. Meine Meinung:Für einen Krimi ist mir zu wenig Ermittlertätigkeit. Der Kriminalbeamte kommt und geht, Polizeiarbeit ist für mich nicht vorhanden. Einmal ist kurz vom Fund einer Frauenleiche die Rede. Da dachte ich schon, endlich hat es die widerliche Galeristin erwischt, nix da. Die ist putzmunter und benutzt sowohl Moll als auch Philip für ihre krummen Touren Sehr gut sind allerdings die Personen und ihre Gier nach dem Besitz der anderen dargestellt. Allerdings bleiben die Figuren seltsam distanziert. Ich konnte zu keiner Person eine echte Beziehung aufbauen. Edith versucht wenigstens ihr Leben in den Griff zu bekommen. Philip lässt sich treiben und verlässt sich auf seine Frau und seine Galeristin.Moll, der sich ständig benachteiligt fühlt, ist das Böse schlechthin.Fazit:Ein Psychogramm von Abhängigkeiten und Gier, aber weniger ein Krimi, daher gibt’s nur drei Sterne.

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    • 3
  • Extravaganz

    Bilder lügen nicht

    Waschbaerin

    20. September 2016 um 21:45

    Das Cover hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Dieses Bild mit der extravaganten Damen, dahinter der Herr, nahm sofort meine Aufmerksamkeit ein. Die leuchtenden Farben sind ein Hingucker, nach dem man spontan greift. Passender konnte das Bild nicht gewählt werden, denn es stimmt den Leser sofort darauf ein, was ihn in diesem Buch erwartet. Es geht um Kunst, Intrigen, Gier und nicht alltägliche Personen. Allen voran Edith, bei der die Fäden dieses Romans zusammenlaufen. Eher durch Zufall landet sie als Hausmädchen in einer renovierungsbedürftigen Villa bei einer älteren Dame, die das neue Mädchen sofort ins Herz schließt. Ja, sie geht sogar so weit und bietet Edith und ihrem Mann, einem Maler, an, die Wohnung in der oberen Etage zu beziehen, damit Edith immer in ihrer Nähe ist. In dieses abgelegene Haus in der Nähe Wiens wurde schon mehrmals eingebrochen. Da über dem Klavier ein echter Klimt hängt müssten bessere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, will der Neffe seine Tante überreden. Vor allem müsse das Bild entsprechend versichert werden. Er empfiehlt ihr, eine von ihm vorgeschlagene Expertin zu kontaktieren. Dass er damit ganz eigene Pläne verbindet, versteht sich von selbst. Doch seine Tante lehnt entschieden ab. Die verwitwete alten Dame weiß, dazu fehlt ihr das Geld. Zudem ist sie eigensinnig. Es ist schon ein großer Zufall, dass Edith diesen Neffen in dem Café, in dem sie zuvor arbeitete, als einen unangenehmen Zeitgenossen kennengelernt hat. Als wären das noch nicht verdächtige und eigenartige Leute genug, gibt es auch noch den Gärtner mit seiner Frau, die von Zeit zu Zeit Gegenstände aus dem Haus tragen und diese verkaufen. Wie sollte es anders sein, eines Nachts kommt die alte Dame durch einen Sturz im Treppenhaus zu Tode und als ihr Testament Tage später eröffnet wird, kommt der Stein erst richtig ins Rollen. Ab da nimmt der Roman richtig Spannung auf. Soviel zum Inhalt. Der Zeitrahmen, der Schreibstil (sehr gut zu lesen!) als auch die Handlungsstränge sind gut durchdacht und aufeinander abgestimmt. Der Roman passt genau nach Wien, wie man es sich vorstellt. Für all das würde ich 5 Sterne geben, wenn - ja wenn da nicht die Personen wären, die mir als Leser seltsam fremd bleiben. Es ist, als wäre da eine trennende Wand zwischen Edith, ihrem malenden Ehemann, als auch den übrigen Personen und mir als Leser. Keinen dieser, ansonsten gut beschriebenen Charaktere, kann ich als Persönlichkeit erfassen. Meine Gefühle ihnen gegenüber sind von einer eigenartigen Distanziertheit. Letztendlich empfinde ich weder Sympathie noch Abneigung ihnen gegenüber. Vielleicht liegt es daran, dass in jedem eine ganz eigene Art von Verschlagenheit zu Tage tritt, Mir fehlt etwas der Funke, der überspringt. Das ist auch der Grund, weshalb ich 1 1/2 Punkte abziehe, also auf 3,5 Sternchen gehe. Doch da es das nicht gibt, entscheide ich mich für 4. Bis auf diesen kleinen "Makel" hat der Roman vieles zu bieten, was das Herz eines Lesers höher schlagen lässt.

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  • Kunst, Betrug und Gier im schönen Wien

    Bilder lügen nicht

    Angelika123

    17. September 2016 um 21:28

    Eine alte Dame lebt mit ihren ganzen kostbaren Antiquitäten und Erinnerungen in einer schönen Villa am Stadtrand von Wien. Ein Gemälde des Künstlers Gustav Klimt ziert ihre Bibliothek. Es ist verwunderlich, dass dieses von allen Besuchern begehrte Bild immer noch an seinem angestammten Platz hängt, obwohl es schon mehrere Einbrüche und Diebstähle in der Villa gab. Die Polizei vermutet die Einbrecher im Verwandten- oder Bekanntenkreis der Hausherrin. Die Ermittlungen nehmen eine überraschende Wende, als neue Mieter in die Mansarde der Villa einziehen. Nachdem Edith ihre Arbeit bei der Bank verliert, arbeitet sie als Kellnerin in einem Cafe. Der Chef ist wenig respektvoll im Umgang mit Edith und so ist sie froh als sie über eine Anzeige eine Stelle bei Frau Wesely bekommt – die alte Dame benötigt Hilfe in ihrer Villa. Sie möchte mit einem selbstgeschriebenen Theaterstück groß herauskommen und sich damit bei einem Wettbewerb beteiligen. Phillip, ihr Mann, ist ein mäßig begabter Maler, der alte Gemälde restauriert und dann von Edith, die ihm diese bringt, als Originale verkauft werden. Frau Wesely`s Sohn ist verunglückt, aber seine Leiche wurde nie gefunden. Als einziger Verwandter bleibt ihr Neffe Donald P. Moll, der die ganzen Schätze der Villa an sich reißen will und dies auch tut. Einzig der Klimt gelangt nicht in seine Hände. Dieser soll nach dem Tod der alten Dame an ein Museum gehen. Moll will sich damit nicht zufrieden geben und ersinnt einen bösen Plan. Die Personen und Situationen sind sehr detailreich und „blumig" beschrieben und dargestellt. Mir gefällt die beschreibende Art der Autorin sehr und ich kann mich unheimlich gut in die Geschichte und die jeweiligen Personen hineinversetzen. Auch die Wiener Ausdrücke, die immer wieder eingestreut werden, finde ich sehr charmant. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme den einzelnen Personen ihre Bestimmung zuzuordnen und ich empfand es als etwas sprunghaft. Dieses Gefühl hat sich beim Weiterlesen aber bald gelegt und ich konnte mich, wie schon gesagt, gut zurechtfinden und in die Personen und Situationen hineindenken und mitfühlen. Man erfährt viel Wissenswertes über Wien und die Menschen, die da leben, über Kunstwerke im Original und deren Fälschungen. Das Cover ist wunderschön - das Gemälde gefällt mir sehr gut und das Cover und der Inhalt des Buches gehen eine perfekte Verbindung ein - sehr schön gewählt. Alles in allem habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und mich hat die schöne Sprache, sowie die tolle und ins Detail gehende Beschreibung der Protagonisten, der Umgebung und die gut eingebaute Wissensvermittlung sehr angesprochen.

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  • Was Habgier vermag

    Bilder lügen nicht

    mabuerele

    16. September 2016 um 20:39

    „...Die Gier, die ihn in all den Jahren angetrieben hatte, war in jenem Augenblick erloschen, als er den Klimt in seinen Händen gehalten hatte...“ Edith arbeitet als Kellnerin in Wien. Seit ihrem Rausschmiss aus der Bank ist das Geld knapp. Die junge Frau stammt aus den Masuren und hat in Wien studiert. Sie träumt von einer Karriere beim Theater, allerdings nicht als Schauspielerin. Mit einem selbst geschriebenen Stück möchte sie sich an einem Wettbewerb beteiligen. Philip, ihr Mann, ist ein wenig erfolgreicher Maler. Für den Verkauf seiner Bilder ist Lilly zuständig. Dann bewirbt sich Edith auf eine Annonce im Wiener Merkur. Frau Wesely, eine alte Dame, sucht eine Hilfe im Haus. Edith erhält die Stelle. Die Autorin hat einen interessanten Roman geschrieben, der in Wien um die Jahrhundertwende spielt. Das Buch lässt sich flott lesen. Das liegt auch an den kurzen Kapitel, die in sich weiter strukturiert sind. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Während Edith bereit ist, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, kommt mir Philip eher wie ein Getriebener vor. Seine Vernissage wurde von Edith organisiert, seinen schmalen Verdienst verdankt er Lilly, die ihm alte Gemälde zum Restaurieren bringt und sie als Originale verkauft. Die Eheleute leben mehr nebeneinander wie miteinander. Frau Wesely ist eine vermögende Dame. Doch all der Besitz bedeutet ihr seit dem Tode des einzigen Sohnes nicht mehr viel. Der Junge ist verunglückt. Seine Leiche wurde nie gefunden. Ihr einziger Verwandter ist ihr Neffe Donald Paulus Moll. Er trägt alles aus dem Haus, was nicht niet- und nagelfest ist. Nur in einem Punkt bleibt Frau Wesely hart. Das in ihrer Bibliothek hängende Gemälde wird zu ihren Lebzeiten das Haus nicht verlassen. Danach geht es als Geschenk an ein Museum. Da kommt Paulus Moll auf eine perfide Idee. Das Buch verfügt über einen gehobenen Schriftstil. Vielfältige und gut gewählte Metapher finden sich bei der Beschreibung von Örtlichkeiten. Gekonnt werden die Charakterzüge der Protagonisten herausgearbeitet. Das bedeutet, dass sie vor allem durch ihr Handeln zeigen, wes Geistes Kind sie sind. Dabei hatte ich an manchen Stellen bei Edith das Gefühl, dass sie sich mehr vom Leben versprochen hatte. Sie balanciert gern am Rande der Legalität. Philip dagegen weiß, dass sein Tun nicht rechtens ist. Das interessiert ihn aber kaum. Beide müssen nicht nur im Spannungsfeld zwischen Moll und seiner Tante zurecht kommen, sondern sie haben Molls krimineller Energie nur wenig entgegenzusetzen. Obiges Zitat ist ein Beispiel dafür, wie es der Autorin gelingt, die psychischen Tiefen der handelnden Personen auszuloten. In gut ausgearbeiteten Gesprächen zwischen Edith und Frau Wesely erhalte ich einen Einblick in die Vergangenheit beider Familien und die Geschichte des Hauses. Auch die Schicksale Wiener Juden klingen an. Ab und an hat Chefinspektor Ivo Schalk einen kurzen Auftritt. Er hat mehrere Diebstähle aufzuklären und dabei Edith und Philip sowie Moll im Visier. Das Cover mit dem Gemälde weckt Interesse. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht nur ein Krimi, sondern auch ein Gesellschaftsroman in eng gesteckten Rahmen. Es zeigt einen Ausschnitt der Wirklichkeit mit all seinen Schattenseiten.

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    • 2
  • Leserunde zu "Bilder lügen nicht" von Elisabeth Schönherr

    Bilder lügen nicht

    ElisabethSchoenherr

    Liebe Leute!Ich lade Euch herzlich ein zu einer Leserunde meines Fälscher-Romans "Bilder lügen nicht", einem Kunst-Roman-Krimi aus Wien. „Ein Fälscher-Roman mit doppelten Boden. Wer Wien mag, wird dieses Buch lieben …“ Der Roman wurde von einer Jury der Verlagsgruppe Random House zum Top-Titel TWENTYSIX im Bereich Belletristik April 2016 gewählt.Weitere Infos zum Buch auf bilder-luegen-nicht.com und auf amazon.de, weiters findet Ihr einen Film zum Roman auf Youtube

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    • 53
  • Informativer Krimi über Gemälde-Fälscher

    Bilder lügen nicht

    Gosulino

    12. September 2016 um 10:32

    Klappentext: Von gefälschten Originalen und echten Fälschungen In einer einsamen Villa am Stadtrand von Wien lebt eine alte Dame in einer versunkenen Welt voller Erinnerungen und kostbarer Antiquitäten. In ihrer Bibliothek hängt ein wunderbares Gemälde von Gustav Klimt. Wer das Bild sieht, will es besitzen. So verwundert es manchen Gast, dass das Gemälde noch immer an seinem Platz hängt, zumal bereits Einbrecher das Haus heimsuchten. Und obwohl in der Gegend um die Villa Diebe ihr Unwesen treiben, vermutet Chefinspektor Ivo Schalk die Einbrecher im Kreise der Familie und Freunde der alten Dame. Seine Ermittlungen scheinen erst eine Wendung zu nehmen, als neue Bewohner die Mansarde der Villa beziehen … In der Kunstgeschichte tauchen immer wieder Fälscher auf, deren Plagiate selbst nach ihrer Entlarvung hohe Preise erzielen. Auf dem Höhepunkt der Geschichte zitiert Edith, die weibliche Hauptfigur des Romans, eine scheinbar paradoxe Weisheit aus der Welt der Kunst: Hängt eine Fälschung lang genug unter Originalen, so wird sie echt. Ich habe mich etwas schwer getan, mit der Sternenvergabe. Zum Einen ist der Roman sehr informativ, man erfährt sehr viel über die verschiedenen Gesellschaftsschichten in Wien und wie die Menschen jeweils leben, was sie antreibt, warum sie diese oder jene Entscheidung treffen. Auch über Gemälde und deren Fälschungen wird man gut informiert. Auch die Sprache und der literarische Stil war sehr ansprechend. Zum Anderen ist da der Kriminalfall, der aber irgendwie nicht wirklich einer ist und die Spannung baut sich erst zum Ende auf, wobei er mich als Krimi nicht wirklich gefesselt hat. Der Kommissar tritt nicht oft in Erscheinung, mit den Protagonisten bin ich leider auch nicht so recht warm geworden, es fehlte so ein wenig das Gefühl. Da der Roman durchaus sehr interessant und auch informativ war, der Schreibstil sehr ausdrucksvoll, ich mir aber mehr fesselnde Elemente gewünscht hätte und mehr Beziehung zu den Figuren, gebe ich 3,5 Sterne.

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  • Nicht so ganz meins

    Bilder lügen nicht

    MissWatson76

    02. September 2016 um 20:24

    Ich habe das Buch über eine Leserunden gewonnen und mich doch sehr darüber gefreut. Das Cover des Buches fand ich wundervoll und einfach schön wie eine Gemälde. Und es passt natürlich hervorragend zum Titel. Mit dem Buch selbst hatte ich dann aber so meine Probleme. Die Schreibweise ist sehr detailliert aber eher ein wenig praktisch als gefühlvoll. Zu den Figuren bekam ich leider keine wirklich Beziehung. Ich konnte zwar sehen was sie gerade tun und ihnen auch folgen, aber ich konnte es nicht wirklich nachempfinden. Es war für mich alles ein wenig zu oberflächlich. Mir fehlte dabei halt die Tiefe. Die Handlung ist ein wenig sprunghaft und man ist immer mal wieder am überlegen, wo man genau jetzt gerade ist. Die Darstellung von Österreich und des Wienerischen ist dagegen schon gut gelungen aber für mich war doch einiges neu, aber ich habe einiges über die Ausdrücke gelernt. Ist halt nicht alles wie in Deutschland. Sonst kann man hier einen soliden guten Krimi erwarten und vielleicht klappt das mit der Empathie auch beim zweiten Mal besser oder man bekommt noch bessere Eindrücke. Und ein bisschen von Wien träumen kann man doch allemal. 

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    • 4
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