Elisabeth Steinkellner

 4,2 Sterne bei 57 Bewertungen
Autorin von Rabensommer, Papierklavier und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Elisabeth Steinkellner

Elisabeth Steinkellner wurde 1981 geboren und wuchs im südlichen Niederösterreich auf. Nach einer Ausbildung zur Sozialpädagogin und dem Studium der Kultur- und Sozialanthropologie in Wien, widmete sie sich ihrer Leidenschaft dem Schreiben. Sie verfasst Kurzprosa, Lyrik und Kinderbücher und veröffentlichte mit „Rabensommer“ ihren ersten Jugendroman. Für ihre Arbeiten wurde ihr unter anderem der Hans-im-Glück-Preis und dem Mira-Lobe-Stipendium ausgezeichnet. Die Autorin lebt mir ihrem Freund und ihren Kindern in Niederösterreich.

Neue Bücher

Cover des Buches Esther und Salomon (ISBN: 9783702239176)

Esther und Salomon

Neu erschienen am 01.03.2021 als Hardcover bei Tyrolia.

Alle Bücher von Elisabeth Steinkellner

Cover des Buches Rabensommer (ISBN: 9783407812001)

Rabensommer

 (25)
Erschienen am 17.08.2015
Cover des Buches Papierklavier (ISBN: 9783407755797)

Papierklavier

 (6)
Erschienen am 19.08.2020
Cover des Buches Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen (ISBN: 9783407754363)

Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen

 (5)
Erschienen am 15.08.2018
Cover des Buches Ein Rucksack voller Sand (ISBN: 9783702658427)

Ein Rucksack voller Sand

 (4)
Erschienen am 21.05.2012
Cover des Buches Die neue Omi (ISBN: 9783702658267)

Die neue Omi

 (4)
Erschienen am 01.02.2011
Cover des Buches Vom Flaniern und Weltspaziern (ISBN: 9783702237417)

Vom Flaniern und Weltspaziern

 (4)
Erschienen am 01.01.2019
Cover des Buches Rabensommer (ISBN: 9783407749161)

Rabensommer

 (3)
Erschienen am 10.07.2017
Cover des Buches Die Kürbiskatze kocht Kirschkompott (ISBN: 9783702235611)

Die Kürbiskatze kocht Kirschkompott

 (2)
Erschienen am 01.09.2016

Neue Rezensionen zu Elisabeth Steinkellner

Cover des Buches Papierklavier (ISBN: 9783407755797)schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Papierklavier" von Elisabeth Steinkellner

Mischung aus Roman und Comic - sehr lebendige Darstellung eines Teenageralltags, ein Buch über eigene Wertschätzung Toleranz, das Mut macht
schnaeppchenjaegerinvor 5 Monaten

Maia ist eine 16-jährige Schülerin, die nebenbei im "Saftladen", einer Saftbar für Smoothies, arbeitet. Ihre Mutter ist alleinerziehend und für Maias Empfinden aufgrund ihres eigenen Jobs viel zu selten für sie und ihre beiden Halbschwestern da. Als die Nachbarin stirbt, die für die drei Mädchen als Ersatz-Oma fungierte und Maias jüngerer Schwester Ruth Klavierunterricht erteilte, ist die Trauer groß. Ruth klimpert fortan auf einem Papierklavier und Maia übernimmt eine Extraschicht, damit sich die kleine Familie Klavierstunden leisten kann. 

Das Buch ist eine Mischung aus Roman und Comic, denn es ist auf jeder Seite voller Illustrationen, die Maia in ihr Tagebuch kritzelt. 

Die Geschichte ist nur kurz, schildert aber sehr realistisch den Lebensalltag einer Teenagerin, die sich neben finanziellen Sorgen mit Problem wie ihrem Übergewicht oder Suche nach Anerkennung und Glück herumschlagen muss. 

Text und Bilder passen dabei perfekt zusammen und illustrieren Maias Gefühlswelt. Sie ist zunächst unsicher und nachdenklich und fragt sich, was Glück eigentlich bedeutet.

"Entweder du hoffst auf das ganz große Glück, das plötzlich und schwallartig in Badewannenmengen auf dich herabfällt (ohne zu wissen, ob es jemals kommt), oder du sammelst tagtäglich die kleinen Dosen Alltagsglück, die oft nicht mehr als einen Fingerhut füllen, aber alle zusammen mit der Zeit zu einem kleinen See anwachsen, in den du kopfüber springen kannst."

Es ist ein Buch für Mädchen in Maias Alter, das Mut macht und dass es nicht schlimm ist, anders zu sein. Es handelt von (eigener) Wertschätzung und Toleranz und dass Äußerlichkeiten keine Rolle spielen sollten. Es ist ein kurzes Buch, das mit wenigen Worten viel sagt. 

Kommentare: 1
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Cover des Buches Papierklavier (ISBN: 9783407755797)Damariss avatar

Rezension zu "Papierklavier" von Elisabeth Steinkellner

Eigen und divers ... und damit sehr authentisch
Damarisvor 6 Monaten

Um "Papierklavier" zu beurteilen oder zu bewerten, muss ich meine grauen Zellen ganz schön anstrengen. Hier fallen mir die Worte gewiss nicht zu, und meine Eindrücke zu diesem Roman niederzuschreiben ist alles andere als einfach. Inhaltlich und optisch definiert sich das Buch eigen, nicht alltäglich. Ich mag das. Die, lt. Druckbild, handschriftlichen Notizen eines Mädchens gehen Hand in Hand mit gezeichneten Bildern und Illustrationen. Autorin Elisabeth Steinkellner hat eine sehr besondere und gefühlsbetonte Geschichte geschrieben. Illustratorin Anna Gusella hat sie wunderbar in Szene gesetzt.

So richtig glücklich ist die 16-jährige Maia zur Zeit nicht. Der Job in der Saftbar eines Einkaufszentrums macht keinen großen Spaß, jedoch fühlt sich Maia dazu verpflichtet. Die Mutter arbeitet viel, ist immer müde und ausgelaugt, und das Geld reicht trotzdem nicht. Somit kümmert sich Maia um ihre jüngeren Schwestern, schlüpft manchmal sogar in die Mutterrolle. Und dann stirbt auch noch Nachbarin Sieglinde, die die Mädchen unter ihre Fittiche nahm, die etwas kochte, wenn der eigene Kühlschrank mal wieder leer war, die Klavierstunden gab und immer ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte hatte. Aber Maia ist kein Mädchen, dass sich schnell unterkriegen lässt. Sie ist mutig, und sie hat zwei wunderbare Freund*innen,  an ihrer Seite. Ihr Leben ist nämlich doch nicht so verkehrt, und das erkennt Maja bald.


"Papierklavier" ist ein Tagebuchroman. Maia schreibt hier ihre Gedanken und Gefühle nieder, unterstreicht diese mit vielen Kritzeleien und Illustrationen oder hervorgehobenen Wörtern. Eine Seitenangabe gibt es nicht, darum wirkt das Ganze auch so authentisch. Es ist weniger eine Geschichte, als vielmehr einzelne Momentaufnahmen. Mit der Zeit ergibt sich ein Bild von Maias Leben und der Situation, in der sie gerade steckt. Und daraus wird dann eben doch eine vollständige Geschichte. Mich hielt sie als Leserin die ganze Zeit bei der Stange. Ich war fasziniert von der Aktualität und der Offenheit des Erzählstils. Die Geschichte ist sehr direkt und manchmal offensiv oder forsch. Dann aber wieder gefühlvoll-herzlich und voller natürlicher Diversität. Der emanzipierte Blickwinkel gefällt mir sehr.

Einen Schluss oder ein Fazit darf man bei "Papierklavier" nicht erwarten. Denn Majas Leben geht weiter. Aber es ist gut, so wie es ist. Und darum schließt man das Buch mit einem positiven und bedeutungsvollen Gefühl. 


Fazit

"Papierklavier" gehört für mich zu den Büchern, bei denen es schwer fällt, die passenden Worte zu finden, die mir am Ende, nach nochmaligem Revue-passieren-lassen, das Gefühl geben, etwas Bedeutungsvolles gelesen zu haben. Die Handlung ist authentisch, die natürlich Diversität, die die Geschichte innehat, richtungsweisend. Dazu kommt die ganz eigene und nicht alltägliche Gestaltung, Sehr schön! Wer gerne Tagebuchromane liest, die über den Tellerrand hinausschauen, sollte sich "Papierklavier" mal anschauen. 4 von 5 Sterne vergebe ich dafür.

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Cover des Buches Papierklavier (ISBN: 9783407755797)bookish_yvonnes avatar

Rezension zu "Papierklavier" von Elisabeth Steinkellner

Außergewöhnlich
bookish_yvonnevor 8 Monaten

Elisabeth Steinkellner hat es geschafft ein wunderschönes Jugendbuch zu schreiben und Anna Gusella bringt das Erzählte durch ihre Illustrationen wunderbar zur Geltung.

“Papierklavier” ist Maias Tagebuch, das sie mit ihren vielen Zeichnungen verziert. Sie ist gerade mal 16 Jahre alt, muss sich aber bereits um ihre zwei jüngeren Schwestern kümmern und in einem Saftladen arbeiten. Wir begleiten Maia durch ihren Alltag und lernen ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen kennen. Mit ihren zwei besten Freund*innen trotzt sie allem und kämpft gegen Schönheits- und Gendernormen. 

Ich finde es klasse, wie in diesem Buch wichtige Themen wie Transgender, Schönheitsideale und auch gegenderte Sprache angesprochen werden. Selbstverständlich kann man solche riesige Themen nicht in einem Buch behandeln, aber die Tatsache, dass sie angesprochen werden und das Bewusstsein darauf lenkt, ist für mich sehr lobenswert. 

Obwohl Maias Leben alles andere als perfekt ist, ist der Ton des Buchs unentwegt optimistisch und stimmt dadurch auch mich positiv. Sie schreibt so offen und witzig und gleichzeitig auch so einfühlsam, sodass sie Mut macht. “Papierklavier” ist wirklich ein ganz besonderes Buch, das so ganz anders ist, weshalb ich es auch gar keinem Genre wirklich einordnen kann, auch wenn es eigentlich ein “Jugendbuch” ist. Denn es ist so viel mehr als das.

“Manche denken 

nur in zwei Kategorien: 

Daumen rauf oder

Daumen runter,

hot or not,

Mann oder Frau,

richtig oder falsch, 

schwarz oder weiß.

Ich aber mag die Dazwischens, 

die vielen Nuancen,

D e t a i l s

und Widersprüchlichkeiten,

die dem Leben erst

seine Würze verleihen.”

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