Elisabeth Steinkellner Rabensommer

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Inhaltsangabe zu „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner

Ein furioses literarisches Debüt! 'Rabensommer' erzählt vom Abschied von der Kindheit und dem letzten, flirrenden Sommer, den Juli, Ronja, Niels und August miteinander verbringen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuen. Ein wundervoller poetischer Roman einer ganz außergewöhnlichen Erzählerin. Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht - wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Die Ich-Erzählerin Juli entschließt sich zu studieren, doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag: Niels, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, macht mit ihr Schluss. August lüftet sein Geheimnis. Und Ronja geht nach London. Juli ist auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleine Schnipsel vorkommt, neu sortieren

Erste Liebe, Freundschaft auf Distanz - Schön geschrieben, aber es fehlt der Tiefgang.

— furchtlos
furchtlos

Eine schöne Geschichte vom Erwachsen-Werden!

— Kathleen1974
Kathleen1974

Misslungener Versuch, ein "poetisches" Buch über das Erwachsen werden zu schreiben. Verliert sich in schlechter Aufmachung! 1/5 Sternen

— Cubey
Cubey

Ein wunderbares Buch übers Erwachsenwerden, sich selbst finden, Freundschaft und natürlich den eigenen Weg zu gehen. Toll!

— Levenya
Levenya

Eine Geschichte wie aus dem Leben gegriffen, die über das Lesen hinaus bewegt. Nur die Hauptprotagonistin lässt zu Wünschen übrig.

— LunasLeseecke
LunasLeseecke

Eine wunderschöne und bedeutungsvolle Geschichte über Freundschaft und das Erwachsenwerden, die nachwirkt.

— kathrineverdeen
kathrineverdeen

Spannende Erzählform trifft auf bewegende Themen, die jeden Menschen im Leben beschäftigen. L-E-S-E-N!

— Skyline-Of-Books
Skyline-Of-Books

Zwischen Alltag und Poesie trifft sich dieses Buch und bringt dem Leser Julis Hilflosigkeit im Leben nahe, aber manchmal nicht überzeugend.

— ZeilenSprung
ZeilenSprung

Absolut wunderschönes Sommerbuch!!! ♡ es!! 😍

— SofiaMa
SofiaMa

"Rabensommer" ist ein Buch, welches einem Mal eine etwas Schreibart bietet. Diese kann einem gefallen oder eben auch nicht.

— PetrovaFire
PetrovaFire

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Das Buch hatte mich schnell gepackt und konnte mich bis zum Ende fesseln...

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  • Rezension zu "Rabensommer" von Elisabeth Steinkellner

    Rabensommer
    Kathleen1974

    Kathleen1974

    28. April 2017 um 11:36

    Titel: „Rabensommer“Autorin: Elisabeth SteinkellnerVerlag: Beltz & Gelberg Verlag 201Seitenzahl: 201 SeitenKlappentext:„Juli, Ronja, Niels, August: Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht – wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag. Juli erzählt von diesem letzten, flirrenden Sommer, den die vier miteinander verbringen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuen.Auf einmal ist sie auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleiner Schnipsel vorkommt, neu sortieren. Damit sie wieder tanzen kann. Tanzen, leben, lieben.“Zum Cover:Die Gestaltung des Covers und die Farbzusammenstellung gefällt mir sehr. Das Cover passt hervorragend zum Buchinhalt.Schreibstil:Der Schreibstil wirkte auf mich leicht poetisch, jugendlich frisch und bildhaft. Ich konnte mich gut in die Geschichte hineinfallen lassen und der Text ließ sich schön flüssig lesen. Die gewählte Ich-Erzählform hat es mir dabei sehr gut ermöglicht, mich in die Protagonistin hineinzudenken. Lieblingszitate:„Wie übersteht man die ersten Stunden nach dem Schlussmachen? Wie die erste Nacht? Und den Rest des Lebens?“ (Seite 81)„Und Schreien ist nicht gut, denn wenn ich jetzt zu schreien beginne, höre ich nie wieder auf damit. Und mit einem Mal weiß ich: Wir sind keine Raben. Wir sind einfach nur Motten, die wahllos in jedes Licht fliegen, das auf uns scheint.“ (Seite 94)Meine Meinung zum Buch:Das Cover sowie der Klappentext hatten mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Da ich gern ab und zu ein Jugendbuch lese, weil ich mich gern mal in meine eigene Jugendzeit zurückversetze, war dieses Buch eine gute Möglichkeit dazu.Das Buch ist handlungsbedingt in zwei Teile gesplittet. Der erste Teil hat mir unheimlich gut gefallen. Man lernt Juli und ihre 3 Freunde sehr intensiv kennen und merkt schnell und sehr gut, wie verbunden sie miteinander sind.Stark zum Ausdruck kommt darin, welche unterschiedlichen Pläne die vier für ihre Zukunft haben, und dass es nicht einfach werden wird, jeder für sich seinen eigenen Weg zu gehen. Besonders bei Juli spürte ich, dass ihr diese besondere Verbundenheit zu ihren Freunden fehlen wird! Alle 4 Charaktere wurden authentisch und interessant dargestellt/beschrieben. In diesem ersten Teil werden so einige Probleme des Erwachsenwerdens sichtbar gemacht, die völlig real und ehrlich auf mich wirkten. Ich konnte alles sehr gut nachvollziehen, habe das ein und andere Mal schmunzeln müssen, und ich habe Julis Gedanken verstehen können, ihre Freude, ihre Wut, ihre Ängste und all die Gefühle, die man als Jugendlicher durchlebt.Im zweiten Teil, der sich etwas anders gestaltet, d.h. kürzere/knappe Erzählungen/Gedankenzusammenfassungen enthielt, wirkte der Verlauf der Geschichte oft etwas schnelllebig auf mich. Es wäre mir - nach meinem Geschmack - lieber gewesen, man hätte die Art und Weise der Erzählung aus dem ersten Teil beibehalten. Dennoch kommen auch in diesem Buch-Teil weiterhin gut die Gefühle der Protagonistin zum Ausdruck.Für mich wäre interessant gewesen, wenn man Julis Eltern hätte mit in diese Geschichte eingebunden. Deren Sichtweise bzw. deren Umgang mit ihrer Tochter in dieser Lebensphase hätten mich, vielleicht auch jugendliche Leser, sehr interessiert!Zusammenfassend möchte ich sagen, dass mir das Buch prima gefallen hat und ich mir als Erwachsene sehr gut vorstellen kann, dass diese Story Jugendlichen vor allem Verständnis entgegenbringt. Es handelt von intensiven Freundschaften, von Liebe und Zukunftsplänen. Die Autorin hat all dies sehr gut rübergebracht und meiner Meinung nach ein wirklich empfehlenswertes Jugendbuch geschrieben.Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Sterne.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
    czytelniczka73

    czytelniczka73

    07. September 2016 um 15:00
  • Auf diese Art und Weise will ich nicht erwachsen werden

    Rabensommer
    Cubey

    Cubey

    16. April 2016 um 16:51

    Warnung: kleinere Spoiler enthalten. Wer trotzdem weiter liest, hat selber Schuld.  Rabensommer hat auf  verschiedene Art und Weisen für mich gesündigt.Erstmal hat es etwas Versprochenes nicht gehalten. Der Klappentext sagt für mich aus, das mich ein Buch erwartet, welches die Geschichte von vier Freunden und ihrem letzten gemeinsamen Sommer erzählt. Dass es etwas poetisches an sich hat und außergewöhnlich erzählt wurde.Was ich bekommen war die Geschichte von einer YOLO-Bande. Die erste Szene im Buch bringt einen direkt Juli, die "Ich-Erzählerin" näher, die, obwohl sie in einer Beziehung ist, mit ihrer besten Freundin rummacht, einige Seiten später aber nicht versteht, wieso ihr Freund (ihr FESTER Freund) das nicht so pralle findet wie sie. Es muss alles nach ihrer Nase verlaufen und sie versteht nicht welche Fehler sie gemacht hat. Und selbst wenn sie doch verstanden hat, welche fehler sie hat, so ist das bei diesem absolut schrecklichen Schreibstil nicht durchgesickert. Die Autorin hat scheinbar krampfhaft versucht das Buch mit einem mehr als nur lächerlich jugendlichen Schreibstil  poetisch und tiefsinnig zu machen. Den während sie Sätzen wie"Das, was mit mir los ist, hat keinen Namen." (Seite 100 - Wow... wie poetisch) oder "Der Himmel strickt an einer grauen Decke." (Seite 110 - Klingt nicht schlecht)schreibt, die in meinen Augen wunderschön und tatsächlich tiefsinnig klingen, macht sie diese aber mit solchen abgehackten Passagen wie "Als wir ankommen, sind schon eine Menge Leute da. Haben Fackeln in die Erde gesteckt, sieht richtig gut aus." (Seite 31 - Ist es so schwer, den Satz mit einem "Sie" besser klingen zu lassen?)"Er kommt nicht. Sagt mir das einfach so nebenbei, hat es nicht mal für notwendig befunden mich anzurufen. Sich vielleicht zu entschuldigen oder mir eine Erklärung zu liefern. Kommt einfach nicht. [...] Wische die Tränen mit Klopapier weg, aber es kommen immer neu nach. Ich wische, heule, wische, heule. Nimmt kein Ende." (Seite 69 - Das schon offensichtliche fehlen von einigen Wörter verursacht bei mir Kopfschmerzen)"Scheiße, denke ich, bin ja völlig rot um die Augen." (Auch Seite 69)vollkommen zunichte.Und als wäre das noch nicht genug, mutiert der zweite Teil des Buches zu einer Ansammlung an meistens Einzeilern, irgendwelchen lächerlichen Einkaufszetteln oder Listen über ihren Exfreund. Reine Papierverschwendung, meiner Meinung nach und ein absolutes No-Go, das es das Buch, die Geschichte und allgemein die Protagonistin in keinster Art und Weise voranbringt. Wenn sie nicht grade dabei ist durch das Leben zu stolpern und ihrem Freund nach zu trauern, fällt ihr generell alles vor die Füße, sie vernachlässigt Pflichten und kommt trotzdem ungeschoren davon.Das hat für mich nichts mit Erwachsen werden oder Poesie dazu. Das erzwungene jugendliche an diesem Buch hat es komplett zerstört. Die naive und scheinbar weltfremde Juli raubte mir schon zu genüge die Lust an dem Buch.Fazit:Besser sein lassen, als enttäuscht werden. Mit Poesie und Erwachsen werden hat das gar nichts am zu tun!

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  • Poetisch

    Rabensommer
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    06. November 2015 um 11:44

    Dieser neue Jugendroman der österreichischen Kinder- und Jugendbuchautorin Elisabeth Steinkellner handelt von einer Lebensphase in der Adoleszenz und von ihren Erfahrungen, die viele Erwachsene kennen. Ich jedenfalls war über die ganze Zeit immer wieder mit meinen Erinnerungen in jenen Monaten, als nach dem Abitur und den sich anschließenden ausgelassenen Feiern über Jahre gewachsene Freundschaften und Lieben zerbrachen, einfach deshalb, weil jeder durch Studien- und Ortswahl einen anderen Weg einschlug. So ähnlich ergeht es der ich-erzählenden Juli. Ihre drei Freunde Ronja, Niels und August – sie könnten verschiedener nicht sein – sind seit vielen Jahren dicke Freunde, die schon viel miteinander erlebt und etliches miteinander geteilt haben. So wie die Raben, mit denen Juli ihre Truppe gerne vergleicht. Nun, in ihrem letzten „Rabensommer“ wie sich herausstellt, nach dem Abitur, muss jeder für sich selbst entscheiden, wie es in seinem Leben weitergeht, was die nächste Etappe sein soll. Doch schon bevor jeder von den vieren den nächsten Schritt tut, beginnt sich während des Sommers aus der Sicht von Juli schon alles Schlag auf Schlag zu verändern. Und es fällt ihr schwer, sich damit zurechtzufinden. Plötzlich ohne die Freunde und das tragende Netz der Freundschaft, sieht sie sich gezwungen, ihr eigenes Leben neu zu ordnen und ihm einen neuen Sinn und eine neue Richtung zu geben. „Damit sie wieder tanzen kann. Tanzen, leben, lieben“ (Klappentext) Elisabeth Steinkellner ist eine gute Erzählerin. Mit einer sehr poetischen Sprache, die den Leser schnell gefangen nimmt, erzählt sie von einer Phase des Erwachsenwerdens, die junge Menschen nicht ohne  Schmerzen und Wunden durchlaufen. Doch das Buch und das Schicksal nicht nur von Juli, sondern auch der anderen drei Freunde machen Mut. Mut, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und darauf zu vertrauen, dass es ein Ziel haben wird. Dass alte Freundschaften im Herzen überleben, und dort doch noch so unendlich viel Platz ist für neue, das ganze Leben lang.

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  • Alltägliche Geschichte wunderschön erzählt

    Rabensommer
    Toirse

    Toirse

    10. October 2015 um 19:03

    Erster Eindruck: Das Cover ist einfach toll. Die Farbe des Hintergrunds erinnert mich total an Sommer und die Idee mit den Raben finde ich super. Fun Fact: Obwohl ich wusste, dass Rabensommer „nur“ 200 Seiten hat war ich doch irgendwie überrascht wie dünn das Buch ist. Inhalt: Juli, August, Ronja und Niels sind die besten Freunde. Aber nun, nach der Matura trennen sich ihre Wege. Niels muss das Schuljahr wiederholen, Ronja geht als Au-pair nach England, Juli will studieren und August…tja…das weiß keiner. Für Juli ändert sich in diesem letzten Sommer plötzlich alles und nicht zum Besseren, denn plötzlich ist sie allein in der großen Stadt und muss Ordnung ins Chaos bringen… Meine Meinung: Genial. Genial. Genial. Wie genial? Als ich fertig war mit lesen wollte ich am liebsten gleich wieder von vorne anfangen. So genial. Äh ja, ich versuche mich dann mal an einer etwas objektiveren Meinung. Punkt 1: Die Sprache. Elisabeth Steinkellner findet immer den richtigen Metapher und Vergleich. Das Buch liest sich stellenweise fast schon wie ein Gedicht und einem Deutschlehrer würde die Interpretation der sprachlichen Mittel wahrscheinlich wirklich erfüllte Sommerferien bescheren. Mir hat dabei besonders gefallen, dass man nie das Gefühl hat das diese Sprache untypisch wäre für die Ich-Erzählerin Juli. Gleichzeitig hat gerade der Anfang das Gefühl von Sommer und unendlichen Möglichkeiten wunderbar eingefangen. Punkt 2: Der Plot. Die Idee an sich ist ja nichts neues, aber Elisabeth Steinkellner schafft es die feine Balance zu halten zwischen einer glaubwürdigen Geschichte und einer Geschichte, die trotzdem nicht zu normal ist. Das ich Juli zwischenzeitlich gerne gegen die nächste Wand geklatscht hätte hat auch mehr mit der Person Juli zu tun als mit dem Buch. Juli ist eben so und gerade im direkten Vergleich mit Esra fiel mir immer wieder auf wie naiv sie ist und wie wenig in der Lage gute Entscheidungen zu treffen. Apropos Esra, sie hat mir wirklich gut gefallen. Von ihrem Freund Elias und ihrem Bruder Karim hätte ich dagegen gerne etwas mehr sehen wollen. Fazit:  Den Hans-im-Glück Preis hat Rabensommer definitiv verdient. Selten haben ich ein Buch gelesen, dass es schafft eine doch sehr alltägliche Geschichte so wunderschön zu erzählen.

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  • ... Ein Sommer, der alles verändert ...

    Rabensommer
    Levenya

    Levenya

    09. September 2015 um 15:34

    Rabensommer Elisabeth Steinkellner, geboren 1981 in Niederösterreich, Ausbildung zur Sozialpädagogin und Studium der Kultur- und Sozialanthropologie in Wien. Sie lebt und arbeitet als Autorin von Kurzprosa, Lyrik und Kinderbüchern (mit Bildern von Michael Roher) in Baden bei Wien. "Rabensommer" ist ihr erster Roman für Jugendliche und ihre erste Veröffentlichung bei Beltz & Gelberg. Quelle Erster Satz: „Ronjas Lippen schmecken nach Rauch, und ich spüre, dass sie an einer Stelle rissig sind, da kratzen sie leicht an meinen.“ Klappentext: Ein furioses literarisches Debüt! »Rabensommer« erzählt vom Abschied von der Kindheit und dem letzten, flirrenden Sommer, den Juli, Ronja, Niels und August miteinander verbringen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuen. Ein wundervoller poetischer Roman einer ganz außergewöhnlichen Erzählerin. Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht - wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Die Ich-Erzählerin Juli entschließt sich zu studieren, doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag: Niels, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, macht mit ihr Schluss. August lüftet sein Geheimnis. Und Ronja geht nach London. Juli ist auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleine Schnipsel vorkommt, neu sortieren. Cover: Das Cover ist meiner Meinung nach ein richtiger Blickfang und hat mich total angesprochen. Ein hellblauer Sommerhimmel ist zu sehen. An einer schwarzen Leine sitzen vier schwarze Raben, wobei einer etwas abseits von den anderen Sitzt. Der Titel ist groß und quer in einem auffälligen Gelb über die Mitte geschrieben. Es passt toll zum Inhalt und Titel des Buches. Ein tolles Cover, das sehr schön gestaltet worden ist. Leseprobe Meinung: An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Beltz&Gelberg für das Rezensionsexemplar. Die Geschichte wird uns aus Sicht von Juli erzählt, die zusammen mit ihren besten Freunden Ronja, August und Niels einen letzten gemeinsamen Sommer verbringen. Seit Jahren schon sind die vier unterschiedlichen Jugendlichen unzertrennliche Freunde. So unzertrennlich wie Raben eben. Doch dieser Sommer wird alles für sie verändern. Sie haben die Schule abgeschlossen und werden nach dem Sommer unterschiedliche Wege einschlagen. Dabei liegt bereits Veränderung in der Luft. Niels zieht sich immer weiter von der Gruppe zurück, während August immer wieder tagelang verschwindet, ohne sich zu melden. Und Ronja plant einen Au Pair Aufenthalt in London, der schon bald losgehen soll. Juli hingegen zieht es zum Studieren in die Stadt, nur für ein Fach hat sie sich noch nicht entschieden. Die ungewisse Zukunft und die Veränderung hängen wie eine Gewitterwolke über dem letzten Sommer, den sie mit Partys, Wasser, Küssen und Streiten beenden. Mit Juli, die uns die Geschichte erzählt, konnte ich nicht so wirklich etwas anfangen. Ich weiß auch nicht woran es war, aber ich bin nicht warm mit ihr geworden. Sie macht sich eine Menge Sorgen um die Zukunft, ihre Freunde und ob sie ihren Freund Niels wirklich liebt. Sie macht eine sehr schwere Phase durch, in der sie das erste Mal auf sich alleine gestellt ist und ohne ihre Freunde zu Recht kommen muss. Sie hängt in der Schwebe und weiß noch nicht wirklich, was in Zukunft mit sich anfangen will. Es ist ein schwieriger Weg zum Erwachsenwerden, den Juli hier beschreitet und man kann nur sagen, dass sie sich zum Ende hin sehr entwickelt. Sie akzeptiert ihr neues Leben und beginnt, sich eine eigene Zukunft aufzubauen. Ihre besten Freunde, August, Ronja und Niels kommen für meinen Geschmack etwas zu kurz und hätten gerne noch ein wenig mehr eingebaut werden dürfen. Jeder für sich ist ganz individuell gestaltet worden und nimmt in der Gruppe der Freunde einen eigenen Platz ein. Die Dynamik der Gruppe ist wirklich authentisch und auch der weitere Verlauf der Gruppe wird sehr realistisch erzählt. Man geht eigene Wege, verändert sich und verliert sich aus den Augen. So ist das Leben. " ´In der Fünften hab ich mal ein Referat über Raben gehalten.´ August lacht. ´Ja, echt´, fahre ich fort, ´das sind wirklich soziale Tiere. Leben in Paaren, so richtig monogam und so. Und die Jüngeren, die noch keinen festen Partner haben, bilden kleinere Grüppchen. Freundschaftsgrüppchen, sozusagen. Die halten echt zusammen.´ " Die Liebesgeschichte zwischen Juli und Niels hat mich ehrlich gesagt etwas genervt. Erst weiß sie nicht, ob sie ihn liebt, dann verlässt er sie, und sie will ihn um alles in der Welt wieder zurück. Andererseits war es schon ziemlich authentisch beschrieben, dass Juli sich so sehr an ihn klammert, da er doch zu ihrem alten Leben gehört, von dem sie sich nur schwer lösen kann. Trotzdem, für meinen Geschmack war Juli etwas zu dramatisch. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sehr flüssig, ehrlich und gefühlvoll ist. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich zum Ende hin ein wenig Schwierigkeiten mit den sehr kurzen und knappen Textpassagen hatte. Da habe ich nicht gut rein gefunden. Aber alles in allem erzählt uns die Autorin eine wirklich sehr authentische Geschichte über das Erwachsenwerden, das wir alle schon einmal erlebt haben (oder aber noch vor uns haben). Es ist eine Geschichte über Freundschaft, die erste große Liebe und Liebeskummer, über Zukunftsängste und Veränderungen, eine Geschichte, die von Abschied erzählt und von neuen Bekanntschaften. Diese Geschichte erzählt, wie schwer es sein kann, sich selbst zu finden und zu entscheiden, wie es in Zukunft weitergehen soll. Trotz allem muss man nach vorne sehen und das Leben selbst in die Hand nehmen und ich denke, dass auch Juli es in Zukunft meistern wird. „Rabensommer“ war ein bewegendes Buch über Freundschaft, Liebe und einen letzten gemeinsamen Sommer. Es erzählt die Geschichte vom Erwachsenwerden und den Schwierigkeiten, zu sich selbst zu finden. Sehr bewegend, authentisch und absolut ehrlich. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der zusammen mit Juli einen letzten unbeschwerten Sommer erleben will, gemeinsam in die Zukunft schauen mag und dabei über Veränderungen nachdenken möchte. Lg Levenya http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/ Vielen DANK für das Rezensionsexemplar! Hier kaufen! Fakten: Taschenbuch: 202 Seiten Verlag: Beltz & Gelberg Auflage: Originalausgabe (17. August 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3407812000 ISBN-13: 978-3407812001 Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre Preis: 12,95€

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  • Macht nachdenklich und weckt Erinnerungen

    Rabensommer
    Natalie77

    Natalie77

    07. September 2015 um 07:51

    Inhalt: Vier Freunde am Ende ihrer Schulzeit. Eine besondere Freundschaft. in der jeder weiß das nun eine andere Zeit beginnt. Eine Zeit wo sich die Wege trennen und sie ahnen das die Freundschaft ins wanken gerät. Meine Meinung: Rabensommer ist zwar dünn und recht Unscheinbar, doch ist es kein Buch was man mal eben zwischendurch lesen kann. Rabensommer ist eine Geschichte von vier Freunden. Zwei Mädels zwei Jungs auf der Schwelle zum Selbstständig werden. Erzählt wird die Geschichte in zwei Teilen. Der Zweite Teil beinhaltet viele recht kurze Kapitel, manchmal auch nur einzelne Sätze. Der erste Teil ist da schon etwas ausführlicher und erzählt vom Alltag der vier, wenn sie zusammen sind. Immer aus der Sicht von Juli. Sie begleiten wir von Anfang bis Ende. Juli erzählt von ihren Gefühlen und das was um sie rum geschieht. Die Autorin hat es geschafft die Gefühle nur durch ihren Schreibstil zu transportieren und der Geschichte so eine besondere Tiefe zu geben. Sie berichtet von der Freundschaft, von Liebe und neuen Bekanntschaften. Von Enttäuschungen und aufkeimender Zukunft. Ihre Freunde sind August, Niels und Ronja und jeder für sich ist ganz speziell. Niels ist Julis Freund, Ronja ihre Freundin. August der Kumpel und doch vermischt sich hier und da immer mal was, das man schon aufpassen muss wie es nun wirklich war. Neben den Vieren gibt es noch andere Personen die dazu kommen und für Juli wichtig werden. Alle geben sie Juli Halt und man merkt was passiert, wenn sich daran etwas ändert. Das Ende ist irgendwie offen und das ist genau richtig so. Wer kennt schon die eigene Zukunft? Rabensommer ist ein Buch das mich stellenweise schon nachdenklich gemacht hat auch wenn ich weit weg von diesem Aufbruch-Alter bin. Es stimmt nachdenklich, fördert aber auch viele schöne Erinnerungen zu Tage.

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  • Rabensommer - Ein Roman über das Erwachsen werden

    Rabensommer
    LunasLeseecke

    LunasLeseecke

    24. August 2015 um 12:21

    Cover Das Cover ist ebenso schlicht wie ansprechend. Die vier Raben passen nicht nur fantastisch zum Titel, sondern haben auch in ihrer Ausrichtung eine ganz eigene Bedeutung. Sie blicken in unterschiedliche Richtungen, und genau dorthin führt die Zukunft unsere vier Protagonisten. Über das Buch Juli, Ronja, August und Niels sind wie Raben. Seit Jahren schon sind die vier unterschiedlichen Jugendlichen unzertrennliche Freunde. So unzertrennlich wie Raben eben. Doch dieser Sommer wird alles für sie verändern. Sie sind alle 18, bis auf Niels fertig mit dem Abitur und blicken der Zukunft entgegen. Doch bevor sie alle in ihre eigenen Zukunft aufbrechen, verbringen sie einen letzten gemeinsamen Sommer, zwischen Küssen, Parties und Sonnenschein erinnern sie sich an ihre gemeinsame Vergangenheit und erwarten gespannt ihre Zukunft. Die vier gehen unterschiedliche Wege, und letztendlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, und lernen, das erwachsen werden nicht immer leicht ist… „Ganz schön krass, diese Zeit gerade“, sagt er, und ich bin dankbar dafür,. Dafür, dass wir beide verwirrt sind und nicht verstehen, wie das Leben funktionieren soll , und nicht wissen, was da noch alles auf uns zukommen wird. Die Geschichte der vier Freunde Juli, Ronja, August und Niels wird zunächst in Roman-Form aus der Ich-Perspektive von Juli erzählt. Mit klaren Worten schildert sie uns den letzten Sommer der vier Freunde, den der Duft gemeinsamer Erinnerung und auch Hauch von Melancholie umschwebt. Gemeinsam feiern sie ihr Abitur, bis auf Niels, der das Jahr widerholen muss und Julis 18. Geburtstag. Sie gehen schwimmen um der Hitze zu entkommen, feiern gemeinsam und genießen die letzten gemeinsamen Tage. Dabei liegt bereits Veränderung in der Luft. Niels zieht sich immer weiter von der Gruppe zurück, während August immer wieder tagelang verschwindet, ohne sich zu melden. Und Ronja plant einen Au Pair Aufenthalt in London, der schon bald losgehen soll. Juli hingegen zieht es zum Studieren in die Stadt, nur für ein Fach hat sie sich noch nicht entschieden. Bis auf Juli hat man über die vier Freunde eigentlich nur relativ wenig erfahren. August bleibt bis zum Schluss ein Mysterium, Niels war mir von Anfang an irgendwie unsympathisch, und obwohl ich Ronja sehr mochte, hat man auch über sie nicht allzu viel erfahren. Erstaunlicherweise ist es der Autorin dennoch gelungen, einen guten Eindruck der verschiedenen Charaktere wiederzugeben. Juli und vor allem ihre Gefühle stehen dafür umso mehr im Mittelpunkt. Wir folgen ihr in die Stadt, auf die Suche nach dem richtigen Studienfach, der ersten eigenen Wohnung, und durch Krisenzeiten. Dabei kann man Julis Gefühle zum Teil sehr gut nachvollziehen. Die Erwartungen an das Leben als „Erwachsene“, die Verzweiflung bei der Wohnungssuche, und die Freude, als es endlich klappt, und auch die Orientierungslosigkeit, die einen aufgrund der vielen Möglichkeiten manchmal befällt. Ihre Gefühle waren authentisch und zum Teil so eng an meinen eigenen Erfahrungen, dass sie mich sehr in ihren Bann geschlagen hat. Doch nachdem für Juli zunächst alles gut läuft, wirft sie ein Schlag aus der Bahn, und ab hier ändert sich auch die Struktur des Buches. Aus dem Fließtext wird eine Ansammlung von Schnipseln aus Julis neuem Leben. Erinnerungen, Gedanken, Songtexte, SMS von Ronja, Postkarten oder einfach Einkaufslisten. Obwohl man meinen könnte, diese Form unterbräche den Lesefluss, ging es mir nicht so. Es war etwas Neues, aufregendes, wie eine Collage aus Episoden des Lebens. Die Form hat mir sehr gefallen und war Julis Art ihr Leben Stück für Stück neu zu Ordnen und wieder zusammen zu setzten. Überhaupt gefällt mir der Schreibstil von Elisabeth Steinkellner ausgesprochen gut und schafft es, klar und dennoch poetisch zu sein. Man konnte beim Lesen einen regelrechten Rhythmus in den Worten spüren und alles andere vergessen. . Das einzige was mich tatsächlich etwas gestört hat, war Juli. Obwohl ich sie sympathisch fand und einen großen Teil ihrer Gefühle nachvollziehen konnte, so fand ich sie insgesamt doch sehr passiv. Sie hatte keine Ahnung, für welches Studienfach sie sich entscheiden sollte, und ließ sich gleich zu Beginn des Studiums durch ein Ereignis direkt so aus der Bahn werfen, dass sie nicht einmal ihre Vorlesungen besucht hat. Hier hat mich das fehlende Eingreifen ihrer Eltern überrascht, die ihr den Spaß schließlich finanziert haben. Zum Glück hatte sie Freunde, die ihr beigestanden haben, und sie aus ihrem Loch der Untätigkeit gezogen haben. Was wäre wohl gewesen, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre? Ja, 18 Jahre ist jung, aber ist es zu jung, um sein Leben in die eigene Hand zu nehmen und sein Leben mehr oder weniger selbst zu strukturieren? Obwohl sich an Julis Situation dank ihrer Freunde einiges ändert, ist es ihr doch zugefallen, ohne dass sie wirklich aktiv daran beteiligt gewesen wäre, und eine wirklich Entwicklung blieb somit aus, was ich sehr Schade fand. Insgesamt ist Rabensommer vor allem ein Buch, das zum Nachdenken anregt und auch nach dem Lesen der letzten Seite noch nachklingt und mich vor allem aufgrund seiner schönen Sprache und der allgemeinen Themen, die jeder kennt, und die hier auf besondere Art und Weise umgesetzt wurden, überzeugt hat. Fazit “Rabensommer“ ist ein poetischer Roman über das Erwachsen werden, und alles, was dazu gehört. Über die Erwartungen an die Zukunft, Freundschaft, Abschied, Herzschmerz und den Glauben an sich selbst. Da jeder wohl schon einmal in der Situation der Protagonisten war, oder noch dorthin kommen wird, fällt die Identifikation mit den Charakteren besonders leicht. Eine absolut empfehlenswerte Lektüre für Jung und Alt.

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  • Rezension zu "Rabensommer" von Elisabeth Steinkellner

    Rabensommer
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    19. August 2015 um 10:41

    Der Sommer, mit all seinen Farben und Gerüchen und den langen Abenden im Garten, verleiht meinem Leben eine gewisse Leichtigkeit, die ich den Rest des Jahres über sehr vermisse. Um diese Leichtigkeit des Sommers besonders auszukosten, greife ich meist zu einer passenden Lektüre. Nur muss diese erst einmal gefunden werden. Beim Stöbern durch die Verlagsprogramme ist mir ein Titel aufgefallen, der das Potenzial dazu hat, meinen Sommer perfekt zu machen: „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner. Allein der Titel dieser Geschichte hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und warf eine Frage im Zusammenhang mit diesem Buch auf: Warum wählte Steinkeller einen so ambivalenten Namen für ihr Werk? Oder scheint es nur auf den ersten Blick etwas doppeldeutig, weil man Raben oft mit negativen Eigenschaften assoziiert? Wie passen also Raben und der Sommer zusammen? Raben besitzen hohe kognitive Fähigkeiten, gelten aber auch als Vorbote eines Verlusts. Nicht zuletzt seit Edgar Allan Poes berühmtem Gedicht gelten Raben als Unglücksboten und werden mit Dunkelheit und Dämonie in Verbindung gebracht: "Und der Rabe weichet nimmer – sitzt noch immer, sitzt noch immer auf der blassen Pallasbüste ob der Thüre hoch und hehr; sitzt mit geisterhaftem Munkeln, seine Feueraugen funkeln gar dämonisch aus dem dunkeln, düstern Schatten um ihn her; und mein Geist wird aus dem Schatten, den er breitet um mich her, sich erheben – nimmermehr!" (Edgar Allan Poe) Raben sind sehr gesellige Tiere und zeigen ein starkes soziales Verhalten. Und gerade wegen dieser verschiedenen Eigenschaften - so scheint es - hat Steinkeller diesen Titel gewählt, denn ihre Geschichte handelt von Verlust und tiefen Freundschaften, die in einem flirrenden und alles verändernden Sommer auf eine harte Probe gestellt werden. Fast jeder Mensch stand schon einmal vor einem bedeutenden Umbruch in seinem Leben und hat womöglich große Angst vor den Herausforderungen, die auf ihn zukommen. Man fragt sich, welche Veränderung und welche Menschen dieses neue Leben prägen werden. Am schwierigsten ist dabei wohl, dass man sich selbst verändert und andere lieb gewonnene Personen in ihrer Entwicklung noch nicht so weit sind, oder einfach andere Wege gehen möchten. Auch Juli steht vor einem Wendepunkt in ihrem Leben. Die Schule ist beendet und sie möchte gerne Studieren. Jedoch muss sie sich erst einmal für ein bestimmtes Fachgebiet entscheiden. Elisabeth Steinkellner erzählt mit aufwendigen und verschachtelten Sätzen, in einer sehr ausdrucksstarken, atmosphärischen und poetischen Weise, die Geschichte von Juli und ihren besten Freunden und zeigt dem Leser dabei einige Brennpunkte des Lebens auf. Steinkellner muss eine große Beobachtungsgabe haben, denn sie beschreibt ihre literarischen Figuren auf äußerst eindringliche Weise bei ihrer Suche nach neuen Impulsen, sodass sie für den Leser immer authentisch und präsent sind. Die Autorin rundet ihre Geschichte ab, indem sie oftmals das Thema ihres Titels aufgreift und es stimmig in ihre Handlung einbaut. Es finden sich viele Vergleiche und Redewendungen mit den rabenschwarzen Vögeln. „Die Nacht sitzt bei mir auf der Couch und starrt Löcher in die Luft. Ich koche uns schwarzen Kaffee und dann sitzen wir und schweigen. Die Nacht hat nichts gegen Leute, die schweigen. Und ich habe nichts gegen die Nacht.“ (Seite 104) Die Autorin hat ihre Geschichte in zwei imposante und stimmungsvolle Teile strukturiert. Der erste beginnt in einem heißen Sommer zum Zeitpunkt des großen Umbruchs in Julis Leben. Hier lernen die Leser die literarische Hauptfigur und ihre besten Freunde kennen. In diesen ersten wunderbaren Passagen verbringt Juli viel Zeit mit ihren Freunden, um ihren letzten gemeinsamen Sommer auszukosten. Denn keiner von ihnen weiß, wie es danach weitergehen soll. Anfangs empfindet man alle Personen als eine Einheit, die nichts und niemand trennen kann. Doch im Laufe des Geschehens kristallisieren sich einige Probleme heraus, die diese Freundschaft auf eine harte Probe stellen. Ängste vor den kommenden Veränderungen und Verlusten erwachen und halten Juli fest umklammert. Der zweite Teil wirkt sehr konträr zum abgehandelten Geschehen. Dieser beschreibt die Ereignisse um Juli nach dem großen Umbruch. Hier variiert Steinkellner in ihrem Stil, ändert oft die Schriftart und lässt ihren Worten Raum, um ihre Bedeutung zu verstärken. Viele großartige Sätze laden zum Verweilen ein und einige von ihnen möchte man immer und immer wieder lesen. Es ist ein sehr emotionaler Teil und Juli lässt die Leser an ihrer Gefühlswelt teilhaben. Steinkellner wählte für ihre bedeutungsvolle Geschichte über Freundschaft und das Erwachsenwerden ein sehr passendes, offenes Ende. Nach einigen Schwierigkeiten darf man zusammen mit Juli hoffnungsvoll in eine Zukunft blicken, in der alles möglich ist. „Und dann sieht man hin, sieht einander an, drei Sekunden vielleicht, aber in diesen drei Sekunden liegt ein ganzes Leben, ein anderes Leben, das man auch führen könnte.“ (Seite 55) Lernt man an einem Wendepunkt seines Lebens sich selbst und seine Freundschaften erst richtig kennen? Verändert man sich gar oder bewegen sich die anderen einfach nur ein Stück weiter und man selbst bleibt stehen? All diese Fragen beschäftigten mich während des Lesens dieser Lektüre. Und auch nachdem ich mit den letzten Zeilen dieses Buch zugeklappt hatte. Die Geschichte und ihre literarischen Figuren wirken nach und beschäftigen mich weiter. Und genau das macht ein gutes Buch für mich aus. Aber nicht nur das Buch „Rabensommer“ wird mich weiter beschäftigen. Auch der Rabe als Stilmittel wird - wie in dem gleichnamigen Gedicht von Edgar Allan Poe - nicht mehr weichen, weil er für mich jetzt nicht mehr mit so vielen gruseligen Eigenschaften behaftet ist. www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • Herausragende Erzählform + herausragender Schreibstil = hervorstechender Roman

    Rabensommer
    Skyline-Of-Books

    Skyline-Of-Books

    16. August 2015 um 12:25

    Klappentext „Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht - wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Die Ich-Erzählerin Juli entschließt sich zu studieren, doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag: Niels, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, macht mit ihr Schluss. August lüftet sein Geheimnis. Und Ronja geht nach London. Juli ist auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleine Schnipsel vorkommt, neu sortieren.“   Gestaltung Blau, schwarz, gelb – dies sind die Hauptfarben, die auf dem Cover vertreten sind. Ich mag es sehr gerne, da es schlicht gehalten ist und perfekt zur Geschichte passt. Die vier Raben auf einer Leine am linken Bildrand greifen sehr schön wichtige Elemente aus der Handlung auf: sie spiegeln die vier Freunde wieder und stellen optisch den Bezug zum Titel sowie zur Handlung, in welcher die Bedeutung der Raben aufgegriffen wird, her. Auch ihre Positionierung auf der Leine sowie die Blickrichtungen der Tiere lassen viele Interpretationen zu. Ein in seiner Schlichtheit sehr tiefgreifendes Cover, passend zur beeindruckenden Handlung! Einfach nur toll!   Meine Meinung Ich habe „Rabensommer“ innerhalb eines einzigen Tages komplett verschlungen. Doch auch noch Tage nach dem Beenden dieser Lektüre, lässt mich der Roman nicht los. Ich habe so viele Gedanken und Interpretationen, mögliche Deutungen und Gefühle im Kopf, dass es mir schwer fällt, sie zu ordnen und nicht alle in diese Rezension zu verfrachten. „Rabensommer“ ist ein so unglaublich vielschichtiger und komplexer Roman voller Aspekte, die man betrachten, untersuchen und entdecken kann (sowohl in Bezug auf den Titel als auch auf die Gestaltung und die Handlung an sich)!   In einer Szene im Roman beschreibt Protagonistin Juli, wie alle Geräusche um sie herum verstummen. Genauso erging es mir beim Lesen dieses Romans. Die Geräusche meiner Außenwelt haben sich ausgeblendet. Ich wurde in die Geschichte gesogen und war so ergriffen von den Erlebnissen der Protagonisten, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.   Juli ist die Ich-Erzählerin. Sie hat ihr Abitur frisch in der Tasche und erlebt mit ihren drei besten Freunden Niels, August und Ronja den letzten gemeinsamen Sommer, bevor sie in unterschiedliche Richtungen ihrer Zukunft aufbrechen. Die Handlung ist dabei in zwei Teile gegliedert, von welchen sich der erste vorrangig mit dem Sommer, Partys und Julis Liebe zu Niels beschäftigt. Nach einem bedeutsamen Ereignis für Juli folgt der zweite Teil, welcher das neue Leben und die Veränderungen nach dem Sommer aufgreift. Die beiden Teile stehen einander gegenüber, da auf der einen Seite Julis altes Leben, ihre Jugend steht und auf der anderen Seite ihr neuer Lebensweg, ihr Erwachsenwerden. Es herrscht eine Stimmung voller gemischter Gefühle, Melancholie und letztendlich auch Hoffnung, welche mich als Leser sofort mitgerissen hat und für mich sehr greifbar war.   Auch stilistisch grenzt die Autorin Elisabeth Steinkellner die zwei Teile anhand der Erzählform voneinander ab. Während der erste Teil noch in Form eines Fließtextes gehalten ist, stellt der Zweite eine bunte, poetische Sammlung von Träumen, Liedtexten, SMS-Nachrichten, Postkarten und Einkaufslisten dar. Nach dem Wendepunkt am Ende des ersten Teils erhalten wir Leser durch die Gestaltung des Textes nur noch kurze Einblicke in Julis Leben. Rasch aufgeschriebene Gedanken, an Toilettenwänden gefundene Sprüche, Begegnungen im Waschsalon. So erlebt der Leser ihre Situation, wodurch er einen umfassenden Einblick in ihr Gefühlschaos und ihre Antriebslosigkeit bekommt. Durch den Wechsel in der Erzählform habe ich Julis Leben gebannt verfolgt und voller Spannung darauf gewartet, was sie als nächstes tun würde, wann sie sich aufrafft und ihr Leben, ihre Zukunft wieder beginnen lässt. Die allmählichen Veränderungen habe ich dabei ebenso wie Juli zunächst kaum bemerkt. Erst am Romanende habe ich begriffen, dass Veränderung sich einerseits urplötzlich, andererseits aber auch schleichend vollziehen kann.   Diese stilistische Abgrenzung der beiden Teile hat mir sehr gut gefallen. Doch trotz all meiner Begeisterung hierfür, muss ich auch sagen, dass mir die erste Hälfte noch ein klein wenig besser gefallen hat. Dadurch, dass im zweiten Teil immer nur ein Satz oder kurzer Abschnitt auf einer Seite steht, war mein Lesefluss eher abgehakt und wurde durch das Umblättern der Seiten unterbrochen. So war ich zwar fasziniert von der Erzählform, aber dennoch hatte ich keine Ruhe beim Lesen.   Ich mochte es sehr, dass es so viele Möglichkeiten in diesem Roman gibt, die unterschiedlichsten Bedeutungen zu entdecken. Mir erschien „Rabensommer“ wie ein Tagebuch von Juli. Im zweiten Teil gleicht ihr Leben jedoch eher einer Sammlung verschiedener Post-its bzw. Schnipsel. Diese Umschreibung passt perfekt zur zweiten Romanhälfte. „Rabensommer“ ist somit teils Tagebuch, teils Schnipselsammlung, was mir sehr gut gefallen hat, da es den Roman zu etwas besonderem macht.     Auch der Schreibstil der Autorin ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben. Ich wurde von den Worten nahezu gefesselt. Auf der einen Ebene ist die Sprache sehr komplex, aber dennoch überrascht und überzeugt sie durch sprachliche Klarheit in Form von kurzen Sätzen, die die Innenwelt der Protagonistin unglaublich gut wiedergeben. Die Sprache ist angepasst an die Jugendlichen, voller Vergleiche sowie Bilder. Sie zeichnet sich durch teilweise fehlende Pronomen, Artikel oder Verben aus, die aber perfekt zur Erzählart der Protagonistin passen und den Roman daher nur noch mehr so wirken lassen, als würde Juli alles erzählen oder niederschreiben.   Die Figurenwelt ist sehr vielfältig gestaltet. Der Roman konzentriert sich auf Protagonistin Juli, aber auch andere Figuren, wie ihre Freunde, bekommen ihren Raum. Gefallen hat mir, dass die Charaktere so unterschiedlich waren. Ich konnte mir im ersten Teil ein gutes Bild von Julis Freunden machen, da sie aktiv an ihrem Leben beteiligt waren. Ronja und August habe ich sofort in mein Herz geschlossen, da die beiden durch ihre Besonderheiten hervorgestochen sind. Niels ist hingegen etwas blass geblieben und hat auch durch seinen Charakter nicht viele Pluspunkte bei mir sammeln können. Am meisten konnte ich mich jedoch mit Juli identifizieren. Sie ist authentisch und ich hatte direkt einen Draht zu ihr.   „Rabensommer“ beschäftigt sich mit einer Zeit des Umbruchs und mit sehr vielen bedeutsamen Themen (wie denen der Liebe oder der Sexualität), die jeden Menschen im Leben beschäftigen. Da die Zeit nach dem Abitur bei mir selber auch noch nicht so lange zurück liegt, hat mich diese Thematik des Romans sofort gepackt und Erinnerungen geweckt. Auf der einen Seite ist da dieses riesige Freiheitsgefühl, aber auf der anderen Seite ist da auch diese bedrückende Beklemmung und die große Unsicherheit, da man um die Wichtigkeit dieser Zeit weiß. Diese bedeutungsschwere Stimmung greift der Roman perfekt auf, da er die Schwierigkeit des Erwachsenwerdens unglaublich realistisch und greifbar widerspiegelt. Durch diese atmosphärische Dichtheit hat mich der Roman tief berührt.   Fazit „Rabensommer“ ist ein unglaublich komplexer, vielschichtiger Roman, der viele Interpretationsmöglichkeiten bietet und seinen Lesern viel Stoff zum Nachdenken bereitstellt. Die Themen des Romans haben mich zutiefst bewegt, da sie nah an meiner Lebenswelt sind. Die Figuren befinden sich an einem Scheidepunkt zwischen Vergangenheit und Zukunftsplänen und sind sehr authentisch. Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist, dass mir die erste Romanhälfte ein klein wenig besser gefallen hat als die Zweite, da ich bei dieser in einem eher stockendem Lesefluss war. Aber dennoch: „Rabensommer“ ist ein herausragender, überwältigender Roman voller Möglichkeiten, der euch beschäftigen und nicht mehr loslassen wird. Überzeugt euch selbst davon! Sehr gute 4 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • [Rezension] Rabensommer von Elisabeth Steinkellner

    Rabensommer
    ZeilenSprung

    ZeilenSprung

    13. August 2015 um 12:48

    Doppelrezension von Lia & Sarah PRODUKTDETAILS: Titel: Rabensommer Reihe: - Autor: Elisabeth Steinkellner Genre: Coming-of-Age im Jugendbuchbereich Herausgeber: Beltz & Gelberg Erscheinungstermin: August 2015 Sprache: Deutsch ISBN: 978-3-407-82100-1 Format: Klappbroschur Seitenzahl: Seiten PRODUKTINFORMATIONEN: Kurzbeschreibung: Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht - wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Die Ich-Erzählerin Juli entschließt sich zu studieren, doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag: Niels, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, macht mit ihr Schluss. August lüftet sein Geheimnis. Und Ronja geht nach London. Juli ist auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleine Schnipsel vorkommt, neu sortieren. Der Verlag über das Buch Ein furioses literarisches Debüt! »Rabensommer« erzählt vom Abschied von der Kindheit und dem letzten, flirrenden Sommer, den Juli, Ronja, Niels und August miteinander verbringen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuen. Ein wundervoller poetischer Roman einer ganz außergewöhnlichen Erzählerin. DIE BEWERTUNG Meinung: Eine nette Geschichte, die in ihrem Endprodukt nicht ganz so überzeugend daher kommt, wie vom Verlag und der Jury versprochen. Das ist schade, denn Elisabeth Steinkellner versteht es eigentlich mit Worten zu spielen und Texte mit sprachlichen Tiefen und Besonderheiten zu erschaffen. Das Cover/Die Gestaltung: Schlicht und anziehend zugleich bannt das Cover den Leser auf den ersten Blick. Der Bucheinband in Himmelsblau wird von dem gelben Leuchtschriftzug dominiert, gibt damit auch gleich den Buchinhalt an. Rabensommer, eine Geschichte über den Sommer. Die typografische Gestaltung der Raben an der linken Buchseite ist gut gelungen, sie zieht weiter auf den Buchrücken und ummantelt nochmalig das Thema der Geschichte.  2,0/2,0 Punkten Die Sprache/Der Satzbau: Mit den ungewöhnlichen Wortschöpfungen und Wortverbindungen bringt Steinkellner viel poetische Kraft in ihre Geschichte hinein. Es ist eine sehr melodische, rhythmische Sprache, die den Leser nachdrücklich in Julis Innenleben hineinzieht. Ihre Sprache wechselt gleichsam zwischen Alltagssprache und Poesie, bringt das Wesentliche verschlüsselt daher. Und doch kann wohl jeder Leser verstehen, was gemeint ist. Mit den sprachlichen Bildern bildet Steinkellner somit auch eine unsichtbare Brücke zu den Lesern, insbesondere zu Jüngeren, deren Gefühlsleben wohl ähnlich offen und wund liegt wie Julis. 2,0/2,0 Punkten Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung: Die Figuren aus Rabensommer sind so etwas wie universelle Protagonisten. Damit gelingt Steinkellner etwas sehr Erstaunliches: Jung und Alt fühlen sich den Protagonisten verbunden. Hier liegt aber auch die größte Schwäche der Figuren. Indem die Autorin die Figuren all die jugendlichen Klischees bedienen lässt (Viererkuss, allumfassende Liebe, erste Liebe und Freundschaft, Scham bei der Nacktheit, Feigheit im Schwimmbad, Naivität beim Mietvertrag, die erste Wohnung, das Jung-Sein) verschwimmen die Charaktere zu einer einheitlichen Masse. Einzig die Hippie-Tochter Ronja scheint so etwas wie einen eigenen Charakter zu haben, etwas Eigenes, das sie auch bestimmt durchsetzt. Im Gegensatz zu der Hauptfigur Juli. Ihre Gefühle spiegeln im Grunde so viele verschiedene Menschencharaktere wider, dass bei mir die Frage auftaucht, wer sie eigentlich ist. Juli ist von den vier Freunden die schwächste Figur – vielleicht ist es auch deshalb genau die Geschichte von Juli. Eine Geschichte vom Finden der eigenen Person. Auch die Figuren von August und Niels sind keine besonders präsenten Charaktere. Niels, Julis fester Freund, verschwimmt gleich zu Beginn, ist eigentlich nur Beiwerk, bekommt keinen eigenen Raum. August, den die Autorin so bewusst eigen skizziert, bleibt aber nur eine Skizze. Er ist es, der Juli beisteht, als sie sich selbst (nicht Niels!) von ihrem Freund entfernt. Es wird gespielt mit der Sexualität, dabei bleibt doch gänzlich offen, wieso August ist wie er ist. Das ist schade, denn gerade die Beziehung zwischen ihm und Juli wäre interessant gewesen. Auch die anderen Figuren, die Juli kennenlernt, bleiben unwirklich, hinter der Kraft der Gefühlswelt von Juli verborgen. Auch Karim, in den sie sich verliebt, ist nur eine Nebenfigur. Dabei lernt Juli nicht, wie sie mit dem Verlust von Niels Liebe und ihrem Schulleben umgehen soll. Es ist die Zeit, welche die Wunden heilt. Aber Julis Entwicklung bleibt auf der Strecke. Sie ist eine äußerst passive Figur, der alles passiert, die aber selbst nicht aktiv wird und etwas ändert. Am Ende des Buches ist sie keine andere als zu Beginn. Einzig die vergangene Zeit, die neuen Eindrücke sind hinzugekommen. 1,0/2,0 Punkten Der Plot/Der Geschichtsverlauf: Die Autorin befasst sich intensiv mit der Gefühlswelt einer Jugendlichen, die am Beginn eines neuen Lebensabschnitts steht. Der Erste Teil des Buches behandelt das Ende der Schulzeit, der Beginn eines neuen Abschnitts. Die erste eigene Wohnung (ohne Perspektive, was man studiert…), das Auseinanderdriften der Freunde. Das Ende der Liebe der Hauptprotagonistin Juli. Der Beginn des Buches zeigt eigentlich schon, dass das Buch sich um Gefühle dreht. Es passiert hier nicht viel. Zudem ist es ein ziemliches Klischee, eine typische jugendliche Posse, die hier zitiert wird. Das Küssen unter Freunden, das Vermischen der Gefühle von Freundschaft und Liebe, ist heute doch kein Tabubruch mehr. Auch die weiteren Erlebnisse unterfüttert lediglich die Gefühlswelt von Juli. Der Zweite Teil befasst sich mit der neuen Lebenssituation der Hauptfigur. Wie die Zeit vergeht, ihre Wunde heilt, sie etwas Neues kennenlernt. Und weiterlebt. Genau diese Zweiteilung des Buches empfinde ich als sehr störend. Stilistisch gesehen verändert die Autorin plötzlich die Erzählweise. Es ist kein erzählender Text mehr, stattdessen sind es kurze Einträge – wie bei Tagebüchern. All die Gefühle, die bereits im Ersten Teil besprochen wurden, werden noch einmal aufgenommen, wieder bewertet und nochmals niedergeschrieben. Nur ändert sich am Ton nicht viel. Es sind Post-Its, Einkaufszettel, kleine Notizen, die das aufnehmen, was der Leser schon weiß. Die Geschichte stagniert, bleibt stehen. Es gibt keine Veränderung. Es dreht sich alles um Juli und ihre Gefühle. Ja, die gibt es. Starke, heftige, widersprüchliche Gefühle. Verbunden mit Weisheiten und Songtexten nehmen sie der Geschichte den Atem, die Basis. Ihr Leben. Äußerst schade, denn dieser Text könnte noch tiefer gehen, berühren und etwas Wahres erzählen. So bleibt er aber hinter den Gefühlen von stilisierter Jugendlichkeit zurück. 1,0/2,0 Punkten Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit: Inhaltlich gesehen hätte der Zweite Teil auch fortbleiben können. Es ist nur noch eine Wiederholung, die aufzeigt, dass das Leben nicht einfach ist. Es ist unberechenbar, zuweilen gemein, da es unsere Zukunftsvorstellungen durcheinanderbringt, ja wie bei Juli sogar zerstört. Das tiefe Loch, in das man dann fällt, ist gut beschrieben, nachvollziehbar für alle, deren erste Liebe schon endete. Aber weniger gut nachvollziehbar ist das obsessive Umkreisen der eigenen Gefühle und Vorstellungen. Zumal die sprachliche Stilistik stark an Songtexte erinnert. Da inhaltlich nicht viel passiert, hätte der Leser von Julis Veränderung in den Bann geschlagen werden müssen. Aber das passiert nicht. Sie bleibt das unsichere Mädchen, das sie ist. Sie geht nicht aktiv gegen den Liebeskummer, gegen ihre Rat- und Rastlosigkeit vor. Dadurch verliert das Buch stark an Nachvollziehbarkeit. Es scheint, als gehe es nur um die Gefühlswelt, nicht um das, was daraus resultiert. Nämlich unsere Handlungen, Entscheidungen und Lebensentwürfe. 0,5/2,0 Punkten Fazit: Mit 6,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die lange Passagen über Gefühlswelten mögen. Die es lieben, mit den Figuren mitzuleiden oder solche, die selbst gerade eine Trennung hinter sich gebracht haben. In dem Buch geht es nicht um Liebe, auch nicht ums Erwachsen-Werden. Es ist eine Feststellung von Gefühlen, die man mit typisch jugendlich in Verbindung bringt. Diese Gefühlsstürme nach einer Trennung kennt aber jeder. Diese in der wortgewaltigen Verpackung von Steinkellners Prosa sind es, die das Buch lesenswert machen. Ein Buch mit einer wundervollen Sprache, dessen Inhalt nebensächlich ist. An dieser Stelle bedanke ich mich an bei dem Verlag Beltz & Gelberg für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. ~ Lia PRODUKTDETAILS: Titel: Rabensommer Reihe: - Autor: Elisabeth Steinkellner Genre: Coming-of-Age im Jugendbuchbereich Herausgeber: Beltz & Gelberg Erscheinungstermin: August 2015 Sprache: Deutsch ISBN: 978-3-407-82100-1 Format: Klappbroschur Seitenzahl: Seiten PRODUKTINFORMATIONEN: Kurzbeschreibung: Seit Jahren sind sie beste Freunde, fast alles haben sie zusammen gemacht - wie Raben. Jetzt, nach dem Abitur, muss jeder für sich entscheiden, wie es weitergeht. Die Ich-Erzählerin Juli entschließt sich zu studieren, doch noch bevor es losgeht, verändert sich alles, Schlag auf Schlag: Niels, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist, macht mit ihr Schluss. August lüftet sein Geheimnis. Und Ronja geht nach London. Juli ist auf sich allein gestellt und muss ihr Leben, das ihr wie ein Haufen lauter kleine Schnipsel vorkommt, neu sortieren. Der Verlag über das Buch Ein furioses literarisches Debüt! »Rabensommer« erzählt vom Abschied von der Kindheit und dem letzten, flirrenden Sommer, den Juli, Ronja, Niels und August miteinander verbringen, bevor sie sich in alle Winde zerstreuen. Ein wundervoller poetischer Roman einer ganz außergewöhnlichen Erzählerin. DIE BEWERTUNG Meinung: Zwischen Alltag und Poesie trifft sich dieses Buch und bringt dem Leser Julis Hilflosigkeit im Leben nahe. Das Cover/Die Gestaltung: Himmelblau ist er. Raben am linken Rand und in gelber Schrift, verschnörkelt, steht der Titel dieses Buches. Es wirkt schlicht und zieht dennoch an. Es ist anders, es lässt tief blicken. Bei den drei Raben oben und dem einen, alleinstehendem Raben unter dem Titel. So wird der Leser schnell auf dieses Buch zugehen, da es sich deutlich von den anderen Coming-of-Age Büchern unterscheidet und nicht überlädt. 2,0/2,0 Punkten Die Sprache/Der Satzbau: Elisabeth Steinkellner beeindruckt mit der Poesie, welche man zwischen den Seiten der jugendlichen Sprache findet. So verbergen sich fantastische Bilder in den Buchstaben, die sich zu einem lebendigen Bild im Kopf des Lesers zusammenfügt. So bildet die Autorin realistisch das (Un)Wissen der Hauptprotagonistin ab und lässt den Leser an Julis Erfahrungen teilhaben. Ein besonderer stilistischer Bruch, ein Bruch, der sich auch mit der Handlung vollzieht, lassen die Kapitel kürzer und kleiner erscheinen. Die Worte setzten sich in (Einkaufs)Listen, in Songtexten, in Nachrichten und Gesprächen zusammen. Lassen den Leser zum einen fragend und irritiert wie auch zustimmend zurück. Stellen ihn vor die Frage, lassen ihn nachdenken und sich zurückversetzt in die eigene Jugend, die eigene Unwissenheit, fühlen. 2,0/2,0 Punkten Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung: Juli, die Hauptprotagonistin, ist bisweilen eine Figur mit schwierigen charakteristischen Zügen. Ihre Planlosigkeit, die sich in ihren Listen nicht wiederfindet, lässt einen gelegentlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Ihr stehen alle Türen offen und dennoch, dennoch geht sie an ihr weiteres Leben heran, als würde sich nichts verändern, als wäre sie nicht bereit Erwachsen werden zu wollen. Ihre Freunde, die wie Raben beschrieben wurden, wie ein Schwarm, der immer um sie herum schwirrte, bleiben auf ihre Weise im Hintergrund. Und erzählen dennoch von dem Leben, von ihren Entwicklungen und der Kluft, die sich zwischen ihnen als Freunde auftut. So gewinnt man als Leser einen Einblick, stellt Fragen, bekommt Antworten und lässt das eine oder andere Mal auch gedankliche Spiele zu, wo man der Figur die eigene Meinung geigen will. Durch diese Kombination, zwischen schwierigen Charakterzügen und Allgemeinplätzen, bedient sich die Autorin an gewissen Klischees; besonders bei ihrer Hauptfigur. Überspitzte Planlosigkeit, die Art sich fallen zu lassen nach einem Verlust und die Naivität zeigen einen Teil der Persönlichkeit und lassen dennoch den anderen, den tieferen Kern von Juli bisweilen außen vor. 1,5/2,0 Punkten Der Plot/Der Geschichtsverlauf: Vor dem Bruch, besitzt das Buch einen erzählenden Stil. Beschreibt die Ankunft in einem neuen Lebensabschnitt. Zeigt viele neue Wege und Verantwortungen auf. Lässt den Leser teilhaben an allen Entwicklungen, auch wenn diese vor allem durch Julis Sicht und durch ihre Gleichgültigkeit gezeichnet sind. So wird der Leser mit den neuen oder altbekannten Situationen konfrontiert, die entweder hinter oder noch vor einem liegen. Auf alle Fälle bleibt nichts dem Kopfkino des Lesers verborgen. Wie auch in der Sprache und im Figurenleben, wendet der Plot sich nach dem Bruch. So werden die Kapitel zwar kürzer, aber zeigen auch mehr Dinge auf. Lassen einen gewollt an Julis Innenleben teilhaben. So wirr wie einige Zeitsprünge sind, so wirr und verdrehter wird auch Julis Weg, ihre Sicht; und der Verlauf der Story nimmt wenig an Fahrt auf. Er hält inne, lässt einen aufhorchen, nachdenken und auch manchmal weglaufen. Juli muss kämpfen, um sich zu finden und der Leser ist nicht nur dabei, sondern mittendrin. 2,0/2,0 Punkten Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit: Mit den Figuren, die alle ihre Probleme haben und anders mit diesem neuen Lebensabschnitt umgehen, wird vor allem durch die Zerrissenheit von Julis Gefühlen ein Bild geschaffen, welches manchmal ziemlich weit hergeholt zu sein scheint. Und dennoch, obwohl Juli mit ihrer eigenen Stimme den Leser die Haare raufen lässt, beginnt man zu verstehen, zu fühlen, nachzuempfinden, wodurch sich das Ganze zusammenfindet. Der Buch ist anders. Nicht nur durch die Sprache, sondern auch durch den Bruch. Durch Verluste, durch Angst und Neubeginne. Neues ist immer erschreckend. Jeder geht anders damit um. Und Elisabeth Steinkellner hat sich entschieden dieses Buch bewusst anders einzuteilen. Während im ersten Teil alles linear erzählt wird, bricht der Aufbau im zweiten Teil auseinander. Zeigt Dinge in kleinen Worten. Manchmal wie Werbeslogans, die einem im Kopf bleiben, ein Bild erschaffen und sich einnisten. So werden Einkaufslisten zu Symbolen des (Auf)Lebens. Sie zeigen Depressionen, zeigen Entwicklungen und Neubeginne. Und genau diese Listen sind es, die einen auch zeigen, dass es weiter gehen kann, wenn der erste Zettel nach dem Bruch nur vier Dinge beschreibt und auf dem zweiten schon zehn stehen. Darunter auch Kondome, die Juli neuen Mut geben. Der letzte Einkaufzettel mit ganzen 19 Dingen beschreibt ebenso eine Veränderung, die Flugtickets, welche schon so lange in der Schwebe liegen, aber auch das Ernährungsbewusstsein, weil sie sich nicht mehr gehen so zu lassen. 2,0/2,0 Punkten Fazit: Mit 9,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich entweder gerne wieder zurück in die Zeit ihrer Selbstfindung begeben wollen oder sich gerade in dieser befinden. Auf alle Fälle schafft es Elisabeth Steinkellner mit ihrer Sprache den Leser zu begeistern. Mit dem Bruch zu irritieren und dennoch mit Poesie zum Träumen anzuregen. Deutlich werden all die Dinge beschrieben, die ein Heranwachsender kennt, wobei einige Sachen mit ihrer Überspitzung in Klischees abrutschen. Dennoch wird das Lesen dieser Lektüre zu einem Erlebnis, welches einem zum Nachdenken und Mitdenken anregt. Einem entweder zurückversetzt oder über die momentane Situation nachdenken lässt. Egal was es ist, ja, die Jury hat Recht, der Leser taumelt zusammen mit der Hauptprotagonistin durch die literarische Sprache und das Leben. An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Verlag Beltz & Gelberg für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. ~ Sarah

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  • Wunderbar! ♥

    Rabensommer
    SofiaMa

    SofiaMa

    11. August 2015 um 19:19

    Ich finde das Cover soo schön! :D Der blaue Hintergrund zusammen mit der gelben Schrift hat so etwas Sommerliches; sieht so ein bisschen aus, wie ein Sommerhimmel, was ja ganz gut passt, da das Buch im Sommer nach Julis Schulabschluss spielt. Der Titel passt ebenfalls super. Das wird jedoch im Buch erwähnt und ich möchte da nichts vorweg nehmen! :D Das Buch ist in zwei Teile geteilt und die Kapitel sind alle kurz. Ich habe dieses Buch mit 19 weiteren Buchbloggern im Rahmen der "Beltz und Gelberg sucht den Buchblogger des Jahres 2015"-Aktion (hier könnt ihr meinen Post dazu noch einmal durchlesen) vom Verlag bekommen, worüber ich mich echt wahnsinnig gefreut habe. Wie ich auch in dem Post dazu geschrieben habe, stehe ich in zwei Jahren ja genau an dem Punkt, an dem Juli jetzt ist, weshalb mich das Thema des Buches natürlich besonders interessiert. Genau wie Juli weiß ich nicht, wie es nach meinem Abi weitergehen soll - gut, ich hab ja jetzt noch etwas Zeit zum Überlegen, aber halt auch nicht mehr allzu lange -, deshalb war ich gespannt darauf, wie die Protagonistin von Rabensommer  dieses "Problemchen" denn zu lösen gedenkt. Und eins sage ich euch schon einmal vorweg: ICH LIEBE DIESES BUCH!!! Rabensommer  ist, wie gesagt, in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil erzählt Juli von den letzten Tagen, die sie mit ihrer Freundin gemeinsam verbringt, wie sie alle gemeinsam den Sommer genießen - vom Baden am See bis zu Partys -, und wie es ist, die erste eigene Wohnung zu mieten. Oft kann man als Leser auch lachen, und nicht selten ist Ronja der Grund dafür. Die durch und durch sympathische und authentische Protagonistin zeigt dem Leser, wie es ist, erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Dass das allerdings nicht immer nur Positives bedeutet, erkennt man im weiteren Verlauf des Buches. Am Ende des ersten Teils erlebt die Protagonistin etwas, das sie völlig aus der Bahn wirft. Die vielen, oftmals sehr kurzen Textabschnitte - bestehend aus einfachen Einkaufslisten, Songs, Nachrichten von Freunden oder einfach nur einzelne Sätze - verdeutlichen Julis Stimmung und zeigen, wie verloren sie sich zu dem Zeitpunkt fühlt. Aufgrund der kurzen Textstellen "fliegt" man nur so über die Seiten hinweg, wodurch es sich natürlich auch so anfühlt, als würde die Zeit im Buch nur so dahinfliegen. Das passt ebenfalls zu Julis Stimmung: Sie ist so erschüttert, dass sie gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht - sie lebt einfach nur so "daher" und bekommt oftmals gar nicht so richtig mit, was um sie herum geschieht. Auch das bekommt der Leser zu spüren. So scheinen einige Stellen zum Beispiel Träume zu sein, was man allerdings auch erst etwas später merkt. Außerdem wird bspw. durch die Textnachrichten oder Briefe bzw. Postkarten von ihren Freunden und ihrer Mutter nur angedeutet, was in der Zeit geschehen ist. Als Leser muss man sich seinen Teil dazu denken und überlegen, was wohl passiert sein könnte. Hier lässt die Autorin viel Raum für Interpretationen, jedoch so, dass man als Leser trotzdem hinterher kommt. Man erkennt zum Beispiel, dass es Juli immer besser geht, da auch die Textpassagen (und Einkaufslisten) länger werden. Ich habe ja bereits anklingen lassen, dass mir das Buch ganz gut gefallen hat, aber besonders  toll fand ich Steinkellners sehr poetischen Schreibstil - woran man, nebenbei bemerkt, erkennt, dass die Autorin bereits u. A. lyrische Texte veröffentlicht hat -, und vor allem die Art, wie sie den zweiten Teil des Buches geschrieben hat, ist sehr außergewöhnlich und neu. Man fliegt als Leser, wie gesagt, erfrischt über die Seiten hinweg (der Schreibstil ist soo leicht, dass ich das Buch sogar im Auto lesen konnte, was ich normalerweise nie machen kann, weil mir sonst schlecht wird). Ich kann den Stil gar nicht oft genug loben - vom kompletten Buch mal ganz abgesehen. Zwar weiß ich jetzt immer noch nicht, was ich nach dem Abi machen möchte, aber das habe ich ja auch gar nicht erwartet (ist auch ziemlich unmöglich, dass ein einziges Buch das hinbekommt).   Rabensommer  nimmt dem Leser ein wenig die Angst vor dem Erwachsenwerden, da dieser er erlebt, dass zwar so einiges kaputt gehen kann, was eben noch toll war, man allerdings immer wieder einen Grund findet, weiterzugehen. Obwohl man besonders im zweiten Teil viel in das Geschehen hineininterpretieren muss, liest sich Rabensommer  unglaublich leicht und ist eine wunderschöne Sommerlektüre, die nicht nur im Sommer Pflicht ist, sondern immer (übrigens ist die Gefahr groß, dass ihr euren SuB nie wieder kleiner bekommt, wenn ihr dieses Buch gelesen habt, da ihr es, sofort nachdem ihr es beendet habt, gleich noch einmal lesen wollt!). Und nicht nur der Schreibstil ist dabei ungewöhnlich. ;) Das Buch ist für die, die auf die Zeit nach dem Abschluss bereits zurückblicken können ebenso interessant, wie für die, die das alles noch vor sich haben - ein absolutes MUST-READ!!!  ♥ 5/5 Sterne - wenn ich könnte, würde ich noch mehr geben.

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  • ein schnelllebiges Buch mit komplexen Charakteren

    Rabensommer
    Buechereulenparadies

    Buechereulenparadies

    11. August 2015 um 13:06

    Rabensommer von Elisabeth Steinkellner Ich bin ein großer Fan von Buchaktionen. Deshalb habe ich auch sehr gerne an der Aktion vom Beltz und Gelberg Verlag und Blogg dein Buch teilgenommen. Zusammen suchen sie den „Buchblogger des Jahres 2015“. Dazu verlosten sie noch 20 Bücher vom Buch „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner und da ich anscheinend von der Glücksgöttin geküsst worden bin, bekam ich eines der Exemplare zugeschickt. Ich möchte mich beim Beltz und Gelberg Verlag und bei Blogg dein Buch für diese großartige Chance bedanken.  Juli, Ronja, August und Niels sind schon seit einigen Jahren eine Clique. Sie haben schon viele aufregende Abenteuer erlebt. Vor allem der letzte Sommer, als sie durch Europa getourt sind, wird für sie immer in Erinnerung bleiben. In diesem Sommer sind auch Juli und Niels ein Paar geworden und vor allem Juli erinnert sich gerne an ihren ersten Kuss mit Niels zurück. Aber das alles war im letzten Sommer und der Neue liegt ungewiss vor ihnen. Was aber allen bewusst wird, dass es ihr letzter Sommer gemeinsam sein wird. Nach dem Abitur trennen sich ihre Wege, denn Ronja geht nach London, Juli weiß nicht, was sie studieren will, aber sie bleibt in der Stadt und August wird seine Heimat ebenfalls verlassen. Niels hingegen muss noch ein Jahr in der Schule verbringen, da seine Noten für das Abitur zu schlecht sind und er somit ein Jahr wiederholen muss. Aber alle vier sind sich sicher, dass dieser Sommer unvergesslich werden soll. Aber irgendwie will keine wirkliche Stimmung aufkommen. Der nahende Abschied verdirbt aber nicht nur die Stimmung. Vor allem Juli macht sich Gedanken über ihr Leben und vor allem über ihre Beziehung zu Niels. Ist er wirklich der Richtige? Liebt sie ihn überhaupt noch? Oder ist er, wie ihr Leben einfach Normalität und Gewohnheit geworden? Und dann hält der Sommer Überraschungen bereit, die das Leben nicht besser hätte schreiben können... Mit „Rabensommer“ hat Elisabeth Steinkellner einen sehr niveauvollen Roman über Freundschaften und irgendwie auch über das Erwachsenwerden geschrieben. Wir kennen alle das Gefühl nach dem Abitur etwas alleine dazustehen. Bis zu deinem Abschluss hast du Freunde, die du in-und auswendig kennst und plötzlich ändert sich aber alles. Man zieht in fremde Städte oder verlässt sogar den Kontinent und irgendwie muss man sich neu orientieren. Die große Liebe fühlt sich auch nicht mehr so groß an und hat dann doch ein Verfallsdatum bekommen. Und was will man überhaupt studieren? Wo will man hinziehen und wie soll man das ganze denn finanzieren? Plötzlich sitzt man im Sommer vor Anträgen, Verträgen und Studienverzeichnissen, obwohl man ein Jahr zuvor noch durch London, Paris oder andere wunderschöne Städte gereist ist. Das diese Zeit nicht die Einfachste im Leben ist, wird einem sehr schnell bewusst. Und von dieser Zeit im Leben berichtet Elisabeth Steinkellner sehr eindrucksvoll. Allerdings kann ich leider nicht sagen, dass mich das Buch bis zum Ende hin fesseln konnte. Die Geschichte ist brillant, die Umsetzung eher nicht. Das Buch ist in zwei Teile gesplittet. Der erste Teil war sehr gut verständlich und ich hatte mich sehr auf das restliche Buch gefreut. Denn man lernt die Charaktere und die Situation, in der sie sich befinden, sehr gut kennen. Das Buch hat ein rasantes Tempo, welches im zweiten Teil noch einmal beschleunigt wurde. Mir war es zu schnell und im zweiten Teil war mir die Sprache einfach zu abgehackt. Dadurch sind viele wichtige Aussagen, die das Buch hätte treffen können, einfach verloren gegangen. Auch das Ende war wenig befriedigend. Es war so wahllos und für viele Probleme wurden keine Lösungen gefunden. Ich kam mir etwas verloren gelassen vor, da die Geschichte, die so gut begonnen hatte, einfach lieblos und abgehackt beendet wurde. Natürlich könnte man literarisch begründen, dass das Leben nicht immer eine Lösung bereithält, aber man hätte das gekonnter in Szene setzen sollen. Allerdings versüßten mir die Charaktere die Geschichte. Juli ist von der Art eher planlos. Sie versucht noch ihren Platz im Leben zu finden und sie auf dieser Reise zu begleiten, war schon aufregend. Vor allem weil es mich an meine Jugend erinnerte. Sie versucht sich über einige Dinge klar zu werden, vor allem was ihre Beziehung zu Niels angeht. Niels ist eher einfach gestrickt. Obwohl er nicht zu oft im Buch erscheint bzw. nicht so viel zum sprechen kommt, mochte ich ihn nicht in der Rolle von Julis Freund. Irgendwie kam bei mir immer das Gefühl auf, dass sie was besseres verdient hat. An Julis Seite ist immer Ronja, ihre beste Freundin. Die zwei sind ein Herz & eine Seele. Aber wie das Leben eben so spielt, müssen beide sich aufgrund ihrer verschiedenen Lebenswege trennen. Natürlich war für beide die Trennung nicht leicht, aber ich finde es sehr gut, dass Elisabeth Steinkellner ihre Protagonistinnen vor diese Herausforderung gestellt hat, da es einfach der Realität entspricht. August war von allen etwas schwieriger zu durchschauen. Es machte mir sehr viel Spaß immer ein bisschen mehr über ihn herauszufinden. Er war wie ein Rätsel, dass man knacken musste. Alle Charaktere waren sehr komplex und man hat immer wieder etwas neues über sie erfahren. Das Cover des Buches brilliert in sehr starken Farben und ein paar kleinen Raben, die den Namen des Buches aufgreifen. „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner beschreibt anschaulich die Geschichte von vier Freunden, die nach dem Sommer ihren eigenen Weg gehen. Sie konnte die Gefühle des Verlustes, der Trauer, der Freude und der Liebe perfekt transportieren. Allerdings war mir das Buch zu schnelllebig. Daher möchte ich dieses Buch jedem empfehlen, der Spaß daran hat, Lösungen für Probleme selbst zu finden und wert auf sehr komplexe und gut durchdachte Charaktere hat.

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  • Ein heißer Sommer und tiefe Gefühle.

    Rabensommer
    Liss

    Liss

    09. August 2015 um 17:57

    Ein heißer Sommer und tiefe Gefühle. In nur 200 Seiten bringt uns Elisabeth Steinkellner die Möglichkeiten aber auch die Probleme nach dem Abitur auf eine berührende Art näher.Juli hat ganz frisch ihr Abitur in der Hand und weiß noch nicht so ganz, was sie mit ihrem Leben jetzt anfangen soll. Genauso wenig weiß sie, was aus ihrer Freundschaft zu Ronja, Niels und August wird. Diese vage Kurzbeschreibung des Buches ist genauso ungewiss wie der Weg und der Ausgang des Buches. Ich erinnere mich gut an diese Zeit. Alles war möglich, aber es konnte auch alles zerbrechen. Man hat Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Erwachsen werden und trotzdem darf man nicht aufhören nach vorne zu blicken.Juli und ihre Freunde leben nebenbei, man genießt und man denkt nicht viel. Es wird ein langer, heißer Sommer. Doch plötzlich macht ihr Freund, mit dem sie 1 Jahr zusammen war, mit ihr Schluss und für Juli bricht eine Welt zusammen. Ab diesem Punkt gibt es einen Schnitt im Buch, den man sehr deutlich wahrnimmt. Alles davor ist wie weggeblasen. Juli kann nicht mehr denken, nicht mehr schlafen, nichts mehr tun. Nichts ist mehr wichtig. Sie läuft vollkommen auf Autopilot. Und das war wirklich hart zu lesen. Ich wollte sie an die Hand nehmen, mit ihr Filme vor dem Fernseher schauen und dabei Eis essen.Schritt für Schritt durchlebte ich mehrere Gefühlswelten: Trauer, Verzweiflung, Liebe, Freundschaft, alles durch Postkarten, Notizen oder Einkaufszettel, die ihren Alltag prägen. Viel zu erzählen gibt es nicht. Außer über Niels, über den sie sehr viel nachdenkt. Wie sie sich langsam, aber sicher fasst und wieder zu leben beginnt, habe ich vor allem an den Einkaufszetteln gemerkt, die von anfänglichen ÜBERlebensmitteln hin zu ausführlichen Listen wachsen.Aber nicht nur Niels, sondern auch ihre anderen Freunde sind ihr irgendwie fremder geworden. Es wird Distanz eingehalten und man erfährt einfach nicht mehr so viel über sie, weil Emmy ziemlich vorsichtig ist und auf Abstand geht. Doch genauso wie man mit ihr leidet, freut mich sich über kleine alltägliche Dinge, die neue Personen in ihr Leben bringen und sie wachrütteln. Mir ging das Herz auf, als Juli sich endlich entschlossen hat, das Leben neu in Angriff zu nehmen. Es ist der Mut und die Kraft, die dazu gehören, wenn alles plötzlich auf dich hinab fällt und du nicht vorbereitet bist. Du kannst das Leben nicht planen, aber du kannst versuchen, es nach deinen Wünschen zu gestalten. Einziger Kritikpunkt: Die Länge. Es wurde ab der Hälfte des Buches jede Notiz oder Bemerkung auf 1 Seite geschrieben, wodurch das Buch optisch gestreckt wurde. Zählt man alles zusammen, wären es bestimmt nur 160 Seiten.FazitMit "Rabensommer" schuf Elisabeth Steinkellner ein Buch, das auf vielen Ebenen berührt und zum Nachdenken anregt. Ein Buch, geschrieben aus einer Mischung aus Erzählung und Poesie, mit den richtigen Gefühlen zur richtigen Zeit. Ich habe mich in die Sommerzeit nach dem Abitur zurückgesetzt gefühlt. 5/5 Punkte.

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  • Zu gewollt tiefsinnig

    Rabensommer
    PetrovaFire

    PetrovaFire

    05. August 2015 um 17:30

    Erster Satz "Ronjas Lippen schmecken nach Rauch, und ich spüre,  dass sie an eine Stelle rissig sind, da kratzen sie an meinen."  Gestaltung Erhältlich ist das Buch bisher als ebook und als Klappenbroschur. Ich beziehe mich hier auf Letzteres. Zumindest in der Printversion ist das Cover intensiver als das welches online zu finden ist. So ist das Blau ein leichtes, aber kräftiger türkis, die Schrift hingegen ein Sonnengelb. Im Inneren ist das Buch in einzelne Kapitel aufgeteilt, welches weder nummeriert sind noch eine Überschrift tragen. Lediglich die ersten Worte sind in der Schrift des Covers gedruckt. Neben der Aufteilung in Kapitel gibt es noch die Einteilung in zwei Teile. Der erste ist in normaler Erzählform geschrieben bis zu einem einschneidenen Erlebnis in Julis Leben, woraufhin Teil Zwei beginnt, welcher in einem eher poetischen Mix aus Träumen, Songtexten und Textschnippseln geschrieben ist. Insgesamt gefällt mir die Gestaltung des Buches gut, aber sie haut mich auch nicht vom Hocker. Meine Meinung Gleich vorweg, mir hat das Buch nicht so sonderlich gefallen. Der Schreibstil an sich war nicht schlecht,  aber für meinen Geschmack zu gewollt tiefsinnig, was für mich auch die Protagonistin, welche die Geschichte erzählte, verdarb. Für mich hatte sie ihren Kopf in den Wolken und ich kann solche Leute nur schwer ertragen. Ihre Freunde hingegen fand ich in Ordnung, am ehsten noch ihren Ex-Freund, den ich verstehen kann, wieso er sie verlassen hat, denn wie gesagt, der Blick in ihren Kopf war mir zu anstrengend auf Dauer.  Jedoch hatte ich Hoffnung auf Besserung. Der erste Teil des Buch war nicht schlecht, der zweite hingegen... ich weiß nicht. Ich halte eben einfach nicht viel von diesem versuchten Tiefsinn. Andere mögen es als Kunst oder besonders bezeichnen, aber mich nervte diese verborgene Geschichte hinter den Textschnippseln und Träumen. Letzteres ist für mich ein äußerst schlechtes Erzählmittel, da es selten die Geschichte wirklich voranbringt, so auch hier. Bei dem Setting gehe ich von Österreich aus, da die Protagonisten das Matura  und nicht Abitur machen, was mal eine nette Abwechslung ist  Auch die Grundidee finde ich toll, war ich doch selbst erst letztes Jahr an diesem ersten Scheideweg im Leben. Doch Juli und ich wären zwei Personen, die nie im Leben miteinander klar kämen, Ronja oder August hingegen, doch ich denke schon, dass könnte klappen. "Rabensommer" ist ein Buch, welches einem Mal eine etwas Schreibart bietet. Diese kann einem gefallen oder eben auch nicht. Für mich war das Buch leider nicht wirklich was, obwohl die Geschichte dahinter schon Potenzial gehabt hätte. Ursprünglich erschienen bei Books on PetrovaFire

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