Elisabeth Tova Bailey

 4 Sterne bei 106 Bewertungen

Alle Bücher von Elisabeth Tova Bailey

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

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Erschienen am 07.12.2015
Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

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Erschienen am 14.06.2016
Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

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Erschienen am 14.06.2016
The Sound of a Wild Snail Eating

The Sound of a Wild Snail Eating

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Erschienen am 30.09.2010
The Sound of a Wild Snail Eating

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Erschienen am 12.12.2011

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Leyla1997s avatar

Rezension zu "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" von Elisabeth Tova Bailey

Wenn ich anfangs kein großer Fan von Schnecken war, so bin ich es jetzt!
Leyla1997vor einem Jahr

Worum dieser Roman handelt: Unsere Hauptperson Elisabeth war eine abenteuerlustige und energiegeladene junge Frau, bis sie eines Tage nach einer Reise krankheitsbedingt an das Bett gefesselt ist. Ihr einziger Trost ist eine Schnecke, welche eine Pflanze bewohnt, die ihre Freundin Elisabeth aus dem Wald mitbringt. 

Kleines aber feines Extra: Zum Beginn jedes der 22 Kapitel gibt es ein zum Thema passendes Zitat von berühmten Persönlichkeiten. Diese bilden eine schöne und lockere Einführung in das Kapitel und sind faszinierend zu lesen. Erstaunlich fand ich, wie früh und wie vielfältig sich die Menschheit über dieses kleine unscheinbare Wesen Gedanken gemacht haben.

Warum dieses Buch ungewöhnlich ist:
Zugegeben, man darf keine “Bewegung“ im Buch erwarten, da sich die Geschichte an die Protagonistin anpasst und dadurch fast zum Stillstand kommt. Elisabeth liegt im Bett, demnach kann man nicht erwarten, dass sie groß etwas erlebt, auch wenn sie gerne würde. Dennoch langweilt man sich als Leser nicht, denn die Gedanken von Elisabeth, meist angetrieben durch unsere Schnecke, sind hochinteressant. Außerdem finde ich es sehr spannend zu lesen, wie sich dieses kleine Wesen verhält. In der Anfangsphase hat sie den Blumentopf (ihr anfängliches Zuhause) nie verlassen und wenn, ist sie immer am Morgen zurückgekrochen.

Warum diese Lektüre so besonders für mich ist:
Schnecken fand ich bis zu diesem Roman nicht so toll, habe mich aber auch noch nie wirklich mit ihnen beschäftigt. Nachdem ich aber viele Fachinformationen über die “Gastropoda“ gelesen habe, die gibt es manchmal zwischen den Kapiteln, fand ich sie eigentlich gar nicht mehr so schlimm. Diese nervigen Tiere, auf die man nicht treten will, wurden schnell zu interessanten, mich immer wieder überraschenden kleinen Wundertieren. Laut dem siebten Kapitel haben Schnecken durchschnittlich 33 Zähne auf 80 Reihen, das macht dann eine stolze Anzahl von 2640 Zähnen für so ein kleines Wesen! Ich würde Lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht erstaunt und begeistert bin.

Mein abschließendes Fazit: Dieses Schätzchen von nicht einmal 150 Seiten kann ich wirklich jedem nur ans Herz legen. Wenn ich anfangs kein großer Fan von Schnecken war, so bin ich es jetzt!

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killmonotonys avatar

Rezension zu "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" von Elisabeth Tova Bailey

Rezension: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen
killmonotonyvor 2 Jahren

Aww, was für ein schönes Büchlein! Elisabeth Bailey von einer Krankheit, die sie sich auf einer Reise eingefangen hat, und die sie mehrere Jahre lang komplett schwächt und ans Bett fesselt. Dieses Buch handelt von mehreren Monaten, wo sie sich langsam, ganz langsam, auf dem Weg der Besserung befindet. Eine Freundin bringt ihr eines Tages überraschend eine Schnecke in einem Veilchentopf mit und von da an werden Elisabeth und die Schnecke Zimmergenossinnen. Durch ihre Krankheit aus dem Leben gerissen und zwangsweise entschleunigt, konnte Elisabeth eigentlich gar nichts Besseres (ihre Genesung mal ausgeschlossen) passieren, als diese kleine Schnecke zu bekommen. Denn diese, selbst Königin der Langsamkeit, lehrt Elisabeth einiges über die Zeit und das Leben:

Sie dahingleiten zu sehen, war eine willkommene Ablenkung und zugleich eine Art Meditation; meine oft hektischen Gedanken beruhigten sich allmählich und passten sich dem ruhigen, sanften Rhythmus der Schnecke an. Mit ihrer ruhigen, fließenden Bewegung war die Schnecke eine wahre Tai-Chi-Meisterin.

Durch das Buch ziehen sich haufenweise Zitate oder kurze Abschnitte aus Schnecken-Fachliteratur, in die sich Bailey nach ihrer Genesung eingelesen hat, und die sie stückweise immer wieder einfließen lässt. Teilweise fand ich es etwas viel, wenn sich ein Kapitel nur aus vielen Zitaten und nur wenig Eigentext zusammengesetzt hat, aber ich finde, ich habe auch einiges gelernt über diese wunderbaren, kleinen Kriechtiere.  Zugegeben, es passiert nicht viel in diesem Buch, das sollte man auch bei dem Titel schon wissen, aber es ist einfach wunderbar, zusammen mit Bailey die wunderbare Kreatur Schnecke kennenzulernen. Ganz nebenbei gewinnt man auch Erkenntnisse über das Leben selbst, die Verschwendung der geringen Zeit, die man hat, und, ganz weit oben: über die Entschleunigung. Beim Lesen selbst habe ich gemerkt, dass ich entspannter war als sonst bei einem Buch, vielleicht weil die Beschreibungen der kleinen Schnecke und ihrem Häuschen wahnsinnig beruhigt haben. Immer mal wieder habe ich das Büchlein hervorgeholt, um „mal schnell“ ein oder zwei Kapitel zu lesen, und „ganz gemütlich“ sind es dann ein paar mehr geworden. 

Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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Nina83s avatar

Rezension zu "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" von Elisabeth Tova Bailey

Schneckentempo
Nina83vor 2 Jahren

Die Geschichte, die dahinter steckt, ist natürlich tragisch; meins war das Buch allerdings nicht. Die Autorin erkrankt sehr schwer und ist über einen langen Zeitraum ans Bett gefesselt. Sie bekommt einen Blumentopf geschenkt, in welchem sich eine Schnecke versteckt. Diese beobachtet sie von nun an. Man erfährt sehr viel über Schnecken in diesem Buch. Es regt natürlich zum nachdenken an, positive Zeichen in schweren Zeiten zu erkennen und alles vielleicht ein bisschen langsamer angehen zu lassen. 

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