Elisabeth Tova Bailey Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

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Inhaltsangabe zu „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elisabeth Tova Bailey

Durch eine Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Bailey ans Bett gefesselt. Als sie von einer Freundin eine Topfpflanze geschenkt bekommt, unter deren Blättern eine Schnecke sitzt, beginnt sie diese zu beobachten. Nachts wird ihr neues Haustier aktiv, fährt seine Fühler aus, geht auf die Jagd und vollführt seltsame Rituale. Fasziniert beschäftigt sich Bailey mit Biologie und Kulturgeschichte der Schnecke und erfährt Verblüffendes über ein unterschätztes Lebewesen.
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  • Über Schnecken und Achtsamkeit

    Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

    ForeverAngel

    16. February 2016 um 11:35

    Aufgrund einer tückischen Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Bailey plötzlich dazu gezwungen, ihr Leben im Bett zu verbringen. Eines Tages bringt ihr eine Freundin eine kleine Topfpflanze vorbei, unter deren Blättern sich eine Schnecke versteckt. Bailey nimmt die Herausfroderung an, sich um dieses faszinierende Lebewesen zu kümmern. Sie füttert die Schnecke mit den Blüten der Pflanze, beobachtet sie beim Essen und ist schon bald völlig fasziniert von diesem kleinen Lebewesen. Die Schnecke, selbst ihrer natürlichen Umgebung beraubt, so wie auch die Journalistin, hilft Bailey durch die Monate und Jahre der Isolation, durch ihre Krankheit, und hilft ihr vor allem das Gefühl der Nutzlosigkeit zu überwinden.  Normalerweise lese ich keine Biographien. Doch schon bei H wie Habicht habe ich eine Ausnahme gemacht, und nun auch bei Das Geräusch einer Schnecke beim Essen. Für diese erneute Ausnahme gibt es mehrere Gründe. Nicht nur, dass ich mich in diese wunderschöne Leinenausgabe verliebt habe, mit ihren vielen kleinen pinken Schnecken. Es ist vor allem die Tatsache, dass Elisabeth Bailey einen wunderschönen Schreibstil hat. Er ist nicht nüchtern und sachlich, wie man es bei einer Biographie erwartet und er ist auch nicht gewollt cool und jugendlich. Er ist zart wie die Pflanze, in der die Schnecke lebt, er ist schön, nachdenklich. Und der wichtigsten Grund ist der Inhalt selbst. Natülich geht es um die Krankheit der Autorin und das daraus resultierende Ans-Bett-gefesselt-sein, um ihre Isolation, ihre Ruhelosigkeit, ihre Ängste. Es geht aber auch um Schnecken und es ist unglaublich, wie viel man in diesem kleinen Büchlein über die Gastropoden erfährt.  Das Geräusch einer Schnecke beim Essen fasziniert mich aus genau den gleichen Gründen wie H wie Habicht: der wunderschöne Schreibstil und all die Gedanken zu den Tieren, denen diese Bücher gewidmet sind. Die Kunst, die eigene Biographie zwischen den Zeilen zu verstecken, die Nachdenklichkeit, die aus den Zeilen spricht. Es ist eine Geschichte, die mich auf seine ganz eigene Art verzaubert hat, die mich berührt hat und die mich Schnecken mittlerweile mit anderen Augen sehen lässt. Es ist eine Geschichte, die den Blick wieder auf die kleinen Dinge des Lebens richtet, die Mut zur Entschleunigung macht, zum Innehalten, zur Achtsamkeit. Vielleicht sollten wir alle öfters mal innehalten, an das Leben einer Schnecke denken, durchatmen und es etwas langsamer angehen lassen. Etwas bewusster.    (c) Books and Biscuit

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