Elisabeth Zöller Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens

(42)

Lovelybooks Bewertung

  • 48 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 6 Rezensionen
(24)
(13)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens“ von Elisabeth Zöller

Lehrer Heimann hat Anton immer mehr auf dem Kieker. Er gibt Strafarbeiten, wenn Anton zuckt. Er schlägt, wenn Anton schweigt. Er lacht ihn aus, wenn Anton stottert. Er spottet, wenn Anton rechnet. Einer wie Anton hat in der Schule nichts zu suchen. Einer wie Anton hat eigentlich überhaupt kein Recht zu leben. Denn Anton ist behindert, und es ist das Jahr 1941.

Ein sehr gutes Buch, welches einem den traurigen Einblick in eine Zeit verschafft, in der man für seine Schwächen mit dem Leben gezahlt hat.

— alinars
alinars

Einfach lesenswert!

— Watseka
Watseka

Stöbern in Kinderbücher

Henry Smart. Im Auftrag des Götterchefs

Henry Smart als Agent zwischen Nornen, Götter und Helden, witzig, actiongeladen, pfiffig und spannend bis zur letzten Seite

isabellepf

Miraculous - Die geheime Superheldin

Ein tolles Abenteuer für alle Fans der Serie und die, die es noch werden wollen.

NickyMohini

Die Zauberschneiderei (1). Leni und der Wunderfaden

Ein Wunderschönes Buch für Nähbegeisterte!

Diana182

Nickel und Horn

Eine nette Geschichte, deren Charaktere jedoch ausbaufähig sind

pantaubooks

Penny Pepper auf Klassenfahrt

Witziger, erfrischender und spannender Comic-Roman mit Grusel-Faktor

Melli910

Der Rinder-Dieb

Spannung und Abenteuer mit Thabo und seinen Freunden

Angelika123

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Andersartigkeit kann gefährlich sein

    Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens
    dominona

    dominona

    27. October 2014 um 21:42

    Ein sehr einfühlsames Buch mit realem Hintergrund. Alle Menschen sind gleich wert - eine sehr wichtige Erkenntnis, aber je nach politischen Umständen schwer durchzusetzen und so muss Anton eine Menge durchmachen, weil er von einer Straßenbahn angefahren wurde und eine Kopfwunde davontrug, seitdem gilt er als behindert. Das Buch hat mich berührt, weil dem Jungen wirklich übel mitgespielt wird, er aber dennoch stark auf seine Umgebung reagiert und genau weiß, wann er was sagen oder fragen darf. Nebenbei werden markante Punkte aus der Geschichte des Dritten Reichs behandelt, aber das ist wirklich nur Beiwerk. Inwieweit das Buch für Jugendliche geeignet ist, muss jeder selbst wissen. Ich würde sagen, frühestens 12.

    Mehr
  • Rezension zu "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" von Elisabeth Zöller

    Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens
    Cherrychapstick

    Cherrychapstick

    12. November 2012 um 15:49

    ========== Inhalt: Anton ist ein gescheiter Junge, er rechnet so schnell wie kein anderer in seiner Klasse und ist überaus künstlerisch begabt. Nur mit dem Reden und dem Schreiben will es nicht so recht klappen. Anton ist nämlich Linkshänder, aber in der Schule darf nur mit der rechten Hand geschrieben werden. Zudem stottert Anton seit seinem Unfall. Das stempelt ihn zum Behinderten - einer niedrigen Spezies, die es nicht wer ist, überhaupt zu leben. Anton wird gemieden, gehänselt und verprügelt. Seit sein einziger Freund David nicht mehr in die Schule darf, stachelt der Lehrer seine Klassenkamaraden sogar gegen Anton auf. Anton muss viel weinen, aber ein deutscher Junge weint nicht. ========= Meinung: Antons Geschichte hat mich tief berührt und nicht mehr losgelassen. Einerseits weil es eine ware Geschichte ist, andererseits auch weil es die Ausmerzung behinderter deutscher Kinder während des 2. Weltkrieges thematisiert, worüber ich bisher so gut wie gar nichts wusste. Die Umstände wie mit sogenannten 'unwerten' Menschen wie Anton umgegangen wurde, haben mich zutiefst schockiert. Die Geschichte wird aus Antons Sicht erzählt, so dass man sich in ihn hinenversetzen kann. Mit seiner rührend kindlichen Art schildert er die Geschehnisse und verschiedenen Ansichten um den 2. Weltkrieg, wodurch sie für jeden verständlich werden, jedoch nicht an tragweite verlieren. ========= Fazit: Ich empfehle dieses Buch jedem weiter. Ein Thema, das, wie ich finde, ziemlich unter den Teppich gekehrt wird. Sehr lesenswert!

    Mehr
  • Leserunde zu "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus

    Zwei lange Unterhosen der Marke Hering
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    »Ich hab doch meine Freiheit, und Freiheit ist so viel wert. Das Wort ist klein, aber der Inhalt ist riesig.« Emma ließ sich mit 22 Jahren auf der Suche nach ihrer blinden Mutter freiwillig ins Konzentrationslager Theresienstadt und später nach Auschwitz deportieren und wäre ihrer Mutter auch auf dem Weg in die Gaskammer nicht von der Seite gewichen, hätten nicht die Nazis selbst sie aufgehalten. Der argentinische Autor Ariel Magnus will diese Frau, seine Oma, näher kennenlernen und beginnt, ihr Fragen zu ihrer Vergangenheit zu stellen. Entstanden ist ein überaus humorvolles und unkonventionelles Porträt einer Holocaust-Überlebenden, die seit 50 Jahren in Brasilien lebt und die in ihrer Authentizität mit allen Klischees bricht, die ohne Bitterkeit oder Selbstmitleid zeigt, wie vielschichtig das Leben ist, auch in den dunkelsten Zeiten. Ariel Magnus und seine temperamentvolle Großmutter reisen dabei zwischen Deutschland, Brasilien und Argentinien hin und her, sie streiten, provozieren, überraschen, und so entfaltet sich vor dem Leser ein Kaleidoskop von unpathetischer Menschlichkeit, familiärer Wärme und pragmatischen Lebensentscheidungen. (Leseprobe zum Download) Mir wurde der Roman "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus bereits vor einigen Monaten vom Verlag Kiepenheuer & Witsch zum Probelesen gegeben und ich war von der ersten Seite an begeistert. Selten habe ich so einen unterhaltsamen und leichten Bericht über die damalige Zeit gelesen, der trotzdem unheimlich berührend ist. Es gibt so wahnsinnig viel Lektüre und Filme über das Thema, weswegen wir oft leider schon abgestumpft sind und uns kaum mehr ein Bericht von damals die tatsächlichen Eindrücke zu vermitteln mag. Aber Ariel Magnus berichtet so normal vom Zusammensein und den Berichten seiner intelligenten und lustigen Großmutter, dass man sogleich Seite an Seite reiht und kaum mehr aufzuhören vermag diese Frau zu bewundern und ihren Lebensweg weiterzuverfolgen. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch mit meiner Begeisterung über diesen kleinen Literaturschatz anstecken kann! Weitere Informationen zu Buch und Autor gibt es auf der Verlagswebsite.  Zusammen mit Kiepenheuer & Witsch suchen wir 25 Testleser für "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering". Hast Du Lust mit uns das Buch zu lesen, darüber zu diskutieren und im Anschluss eine Rezension dazu zu schreiben? Hinterlasst einfach bis zum 12. September 2012 einen Kommentar, warum Euch gerade dieser Roman interessieren würde. Ich freue mich auf Eure Beiträge und die darauffolgende Diskussion! Selbstverständlich ist auch jeder, der das Buch in der kommenden Woche nicht gewinnt, herzlich einzuladen mit dabei zu sein und uns beim Lesen und dem Austausch zu begleiten! Ariel Magnus, geboren 1975 in Buenos Aires. Studium in Deutschland, schrieb für verschiedene Medien in Lateinamerika, die taz in Berlin und Spiegel Online und lebt heute als Autor und literarischer Übersetzer in Buenos Aires. Er hat bislang neun Bücher veröffentlicht. 2007 wurde er für seinen Roman »Ein Chinese auf dem Fahrrad« mit dem internationalen Literaturpreis Premio La otra Orilla ausgezeichnet. Das Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und wurde ein internationaler Bestseller. "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" ist sein zweiter Roman, der auf Deutsch erscheint.

    Mehr
    • 388
  • Rezension zu "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" von Elisabeth Zöller

    Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens
    Buchbahnhof

    Buchbahnhof

    25. March 2012 um 07:57

    Das Buch erzählt die Geschichte von Anton. Anton ist ein sehr liebenswerter Junge, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Anton ist unglaublich gut in Mathematik, aber leider hilft ihm das in der Zeit, in der er aufgewachsen ist nicht viel – die Zeit des Nationalsozialismus. Anton ist durch einen Unfall behindert. Er stottert, kann seinen rechten Arm nicht richtig bewegen und spricht von sich selbst in der dritten Person. Trotz seiner Einschränkungen ist Anton ein sehr aufgewecktes Kind mit vielen Fragen und Gedanken. Das Buch ist ein Jugendbuch und in einer sehr flüssigen Sprache geschrieben, so dass es sich gut lesen lässt. Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht und habe im Kopf neben Anton auf dem Schulhof gestanden und die Gemeinheiten der anderen Kinder ertragen. Das fand ich auch eigentlich das Schlimmste. Sicherlich hat der mit einer normalen Allgemeinbildung versehene Mensch von heute eine Vorstellung davon, wie schlimm die im Dritten Reich verübten Gräueltaten waren. Aber so hautnah aus der Sicht eines Kindes zu lesen, wie sehr auch die ganz kleinen Kinder schon von der Ideologie geprägt waren und wie grausam sich erwachsene Menschen gegenüber Kindern verhalten haben hat mich doch wieder sehr mitgenommen. Etwas schade fand ich, dass man so wenig darüber erfährt, wie die anderen Kinder der Familie damit umgegangen sind einen behinderten Bruder zu haben. Ich denke mal, dass auch sie wahrscheinlich Anfeindungen deswegen ausgesetzt waren. Darüber hätte ich, vor allem in Anbetracht, dass die Schwester Marie noch lebt und direkt hätte erzählen können, doch gerne mehr erfahren. Beim Lesen dieses Buches macht man sich wieder deutlich, dass es niemals wieder so weit kommen darf und wir alle dafür einstehen müssen. Sehr berührt hat mich folgender Dialog von Seite 27: “Marie seufzt. Kleine Brüder konnten einem fast die Seele aus dem Leib fragen. Und Anton erst recht. Da erklärte Mama: “Wer fragt, lebt.” “Und wenn er mal nicht mehr fragt?”, fragte Marie. “Dann ist er tot”, sagte Mama. Nach einer Weile sagte Anton: “Jetzt weiß Anton, warum Gott nicht alle Fragen beantwortet.” “Und warum?”, fragten Marie und Mama. “Weil er will, dass die Menschen leben.” Mein Fazit: Lesenswert! Aufrüttelnd!

    Mehr
  • Rezension zu "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" von Elisabeth Zöller

    Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens
    Saari

    Saari

    20. November 2011 um 17:16

    Für dieses Buch erhielt Elisabeth Zöller den „Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher“. Völlig zu Recht. In Anton oder Die Zeit unwerten Lebens verarbeitet sie die Geschichte ihres Onkels Anton, der in den Dreißiger Jahren im Deutschen Reich geboren wurde und nach einem Unfall leicht behindert ist. Anfänglichen Hänseleien und Spötteleien durch Mitschüler und Nachbarskinder folgen bald Gewalttätigkeiten und Grausamkeiten, auch durch Lehrer. Es wird immer gefährlicher für Anton, vor allem nachdem seine Mutter hört, dass es Familien gibt, deren behinderte Kinder in ein Heim kamen – unter dem Deckmantel einer guten und kindsgerechten gesundheitlichen Versorgung –, dort jedoch angeblich an Infektionen o.Ä. starben. Der Druck auf die Familie wächst und eines Tages muss Anton versteckt werden, um ihn vor dem sicheren Tod zu bewahren… Das Buch ist beklemmend, selbst für eine 25jährige wie mich. Ich hatte bei der Lektüre arg zu kämpfen, fast jede Zeile tut unglaublich weh. Lichtblicke am Horizont sind vor allem die „guten Menschen“ in der Geschichte: Nachbarn und Bekannte, die dem Regime und dessen Propaganda nicht blind folgen, ein großes Herz haben und helfen, wo sie können, obwohl sie sich dadurch selbst in Gefahr begeben. Man weiß, dass es sie gab, man weiß aber auch, dass es nur wenige waren. „Die laute Begeisterung über diese Großtaten übertönte das Entsetzen, das einige wenige empfanden. Die breite Masse hatte wohl in ihrer Treue zum Führer jedes Gefühl für menschlichen Anstand verloren.“, bringt die Autorin es auf den Punkt. Elisabeth Zöller ist ein einfühlsames Kinder- bzw. Jugendbuch gelungen. Fast die ganze Geschichte wird aus Antons Blickwinkel geschildert – seine Gutmütigkeit, Naivität und Harmlosigkeit ließen mich als Leser unendlich mitfühlen. Natürlich versteht er auf Grund seines Alters und seiner Behinderung nicht, was da alles vor sich geht. Er hört nur ständig die Schlagwörter „minderwertig“, erbkrank“ und „Schwachsinn“. Zöller baut viele Zitate ein, aus den Propaganda-Nachrichten und aus dem Lehrunterricht, welche noch einmal die schreckliche Realität der damaligen Zeit verdeutlichen. Als Schullektüre ist dieses Buch gut geeignet, zumal die Euthanasie, wie der Mord an Behinderten von den Nazis beschönigend genannt wurde, eher eine kleinere Rolle in Erfahrungsberichten spielt, stammen doch die meisten (Auto-) Biogroaphien von überlebenden Jüdinnen und Juden oder Regimekritikern.

    Mehr
  • Rezension zu "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" von Elisabeth Zöller

    Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens
    StLouis1997

    StLouis1997

    25. March 2011 um 13:38

    Ein ergreifendes Buch über einen durch ein Unfall geschädigtes Kind, das im 3. Reich aufwachsen muss. Sehr gut und flüssig geschrieben, ich hatte es an einem Tag durch und mußte am Ende ganz tief durchatmen und meine Tochter mal fest in die Arme nehmen, denn als die Mutter ihr Kind retten will, gibt sie es an Bekannte, wo es wie der letzte Dreck behandelt wird. Zum Glück holt sie Anton schnell da raus und findet eine andere Lösung.

    Mehr
  • Frage zu "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak

    Die Bücherdiebin
    Yvonni

    Yvonni

    Markus Zusak schreibt ein wunderbares Jugendbuch über das nationalsozialistische Deutschland und ihre Helden. So kann man meiner Meinung nach den Kindern von heute dieses schwierige Thema nahebringen. kennt ihr noch weitere Romane dieser Art für Kinder und Jugendliche?

    • 11
  • Rezension zu "Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" von Elisabeth Zöller

    Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens
    Nymphe

    Nymphe

    13. July 2009 um 13:25

    In diesem Buch rückt dem Leser der Wahnsinn der NS-Zeit nahe. So nahe, dass man sich nur noch freuen kan heute zu leben und nicht damals.