Elisabeth Zöller Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel

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Inhaltsangabe zu „Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel“ von Elisabeth Zöller

Die Schuld der Väter Die fünfzehnjährige Paula liebt ihren Vater über alles. Sie teilt seine Ansichten, verehrt Hitler und ist begeistert beim BDM. Doch nach und nach entdeckt sie, dass ihr Vater maßgeblich an der Deportation von Juden beteiligt ist. Und ihr Weltbild gerät ins Wanken. - Hautnah erlebt der Leser Paulas anfängliche Begeisterung und die schmerzliche Loslösung vom nationalsozialistischen Gedankengut. Nach dem großen Erfolg von ›Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens‹ greift Elisabeth Zöller erneut ein wichtiges Thema des Nationalsozialismus auf: Wie konnte jemand ein liebevoller Familienvater sein und gleichzeitig mit einem Befehl unendlich viele Menschen in den Tod schicken? Und wie sollen seine Kinder damit umgehen?

Sehr ergreifende Geschichte.

— buchhase
buchhase

tolles Buch doch meines erachten nach eher ein Jugendbuch. Trotzdem wunderschön und ergreifend

— LeselieseKlara
LeselieseKlara

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  • Leserkommentare zu Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel von Elisabeth Zöller

    Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel
    bÜcher-tante

    bÜcher-tante

    via eBook 'Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel'

    Dieses Buch von Elisabeth Zöller hat mich wirklich zutiefst berührt. Eigentlich lese ich keine Jugendbücher. doch hier habe ich eine Ausnahme gemacht, weil ich mehr wissen wollte über die 15-jährige Paula und darüber, Wie ihr Weltbild zur Zeit des Nationalsozialismus ins Wanken gerät.

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  • Dem Führer treu ergeben?

    Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel
    Tintenklecks98

    Tintenklecks98

    05. September 2015 um 09:49

    Normalerweise bin ich kein Fan historischer Literatur oder jener, die diese thematisiert. Doch seit wir letztes Jahr den 2. Weltkrieg in der Schule behandelt haben, greife ich nun doch ab und an zu ebendieser. Ich fand das Buch einfach in sich stimmig. Der Schreibstil hat zur Zeit und zur Grundathmosphäre gepasst und auch Paula als Protagonistin fügte sich nahtlos ein. Das Buch zeigt, wie man nach außen das brave deutsche BDM Mädchen sein kann, während es innerlich doch rattert und man sich fragt ob alles, was der Führer anordnet, auch wirklich richtig und wichtig ist. Besonders berührend fand ich das Nachwort, welches ans Licht bringt, wie das Buch überhaupt entstand... Auch das Glossar mit etlichen Begriffen aus der NS-Zeit war an manchen Stellen durchaus hilfreich. Für mich war es ein Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus der zeigt, dass bei Weitem nicht jeder Deutsche seinen Verstand abgab, jedoch zu viel Angst und Schrecken herrschte, um diese innere Rebellion wirksam in die Öffentlichkeit zu bringen...

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  • Rezension zu "Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel" von Elisabeth Zöller

    Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel
    volker_maunz

    volker_maunz

    05. November 2012 um 14:21

    Ein nachdenklich stimmendes und sehr spannendes Buch, konsequent und einfühlsam aus der Perspektive eines Mädchens geschrieben. Paula verehrt Adolf Hitler, liebt ihren Vater, ihre Familie und der Dienst im BDM sind ihr Ein und Alles. Und dann bröckelt ihre heile Welt, um schließlich völlig aus den Fugen zu geraten. Vielleicht geht es der Schriftstellerin Elisabeth Zöller auch um die Frage: Kann man in einem "falschen" Leben ein "richtiges" führen und wie passt das alles zusammen. Muss man sich nicht doch irgendwann entscheiden? Wofür? Und vor allem wogegen. Was ist man bereit aufzugeben? Die Geschichte spielt in Münster. Sie beruht auf Tatsachen und ist sehr empfehlenswert

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  • Rezension zu "Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel" von Elisabeth Zöller

    Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    27. May 2012 um 19:54

    Gleich vorweg muss ich sagen, ich habe am Ende dieses Buches bitterlich geweint. Das Nachwort hat dies veranlasst, dazu am Ende des Berichts mehr. Erst muss ich euch Paula Laurenz vorstellen, ein fünfzehnjähriges Mädel, was einen Mann anbetet. Jeder von uns hat ein Lieblingsbuch, was er sofort, wie aus der Pistole geschossen, nennen kann. So kann dies auch Paula. Ihr Lieblingsbuch und ihr größter Stolz ist “Mein Kampf” von Adolf Hitler. Paula folgt dem Führer treu und zuverlässig, als Dank hat sie als einziges Mädchen aus dem BDM (Bund deutscher Mädel) eine signierte Ausgabe bekommen. Sie schwebt wie auf Wolken, denn sie wurde gerade zur Schaftführerin ernannt und wenn sie weitermacht wie bisher, wird sie wohl bald Scharführerin werden. Sie ist glücklich in ihrer Führungsrolle und erledigt ihre Aufgaben mehr als gewissenhaft. In Deutschland brechen neue Zeiten an und sie kann ihren Teil dazu beitragen und ist begeistert vom Führer, von Adolf Hitler. Paula lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Haus, nicht wie ihre Freundin Mathilda, eine Halbjüdin deren Vater Arzt ist, in einer großen Villa. Sie haben aber einen eigenen Luftschutzkeller in den sie, im Jahr 1941, fast jede Nacht gehen müssen, denn es gibt kaum noch eine Nacht ohne Fliegeralarm. Paulas Mutter ist Hausfrau, ihr Bruder Hans ist stolz der HJ (Hitler Jugend) anzugehören und ihr Vater sitzt seit einiger Zeit in der Abteilung für Juden- und Räumungsangelegenheiten. Sein Aufstieg nach dem Eintritt in die Partei war rasant und bald kann über einen Umzug nachgedacht werden. Treue und Pflichterfüllung sind sein Motto und er liebt seine Familie, solange sie genau wie er den Führer und das Vaterland verehren. Paula geht es gut, nur Mathilda scheint sich immer mehr von ihr zu entfernen. Ihre beste Freundin besucht jetzt nicht mehr die gleiche Schule wie sie, sie bekommt Privatunterricht. Die Treffen werden seltener, zudem auch Paulas Vater gegen die Freundschaft der zwei Mädchen ist. Heimlich treffen sich die beiden auf dem Reiterhof bei den Pferden, dort sind sie relativ unbeobachtet. Doch auch dort tauchen seit kurzer Zeit die schwarzen Autos auf, jene Autos die nichts Gutes bedeuten, die vor allem Mathilda Angst machen. Die Mädchen sind kreativ und beginnen sich Briefe zu schreiben, die sie im Geheimbriefkasten, einem Hohlraum in einem mächtigen Baum, verstecken. Auch ihre Namen ändern die beiden. Paula unterzeichnet die Briefe mit Fundevogel und Mathilda mit Lenchen und sie haben ein Freundschaftsversprechen, welches in jedem Brief zu finden ist. Der Zusammenhalt ist trotz der Umstände stark. „Verlässt du mich nicht, verlass ich dich auch nicht.“ Der Kontakt beginnt abzureißen und genau an diesem Punkt beginnt auch ihr Leben und ihre Lebensphilosophie Risse zu bekommen. Sie fängt an zu verstehen, zu begreifen. Ihr Vater scheint nicht nur bei der Schutzpolizei tätig zu sein, sondern auch aktiv bei der Deportation der Juden zu helfen. Dem Führer wollte Paula dienen, doch nicht mit dem Ergebnis dabei ihre beste Freundin zu verlieren. Ihr Vater beginnt ihr mit seinem Handeln Angst zu machen, sie erkennt was in Münster gerade vor sich geht und beginnt zu erwachen. Dieses Erwachen, das Andersdenken, das Denken gegen Hitler handelt ihr mehr als Ärger mit ihrem Vater ein. Paula entspricht nicht mehr seinen Erwartungen, Vaters Befehle werden nicht mehr ausgeführt und unter diesen Umständen kann er Paula nicht mehr lieben, nicht mehr akzeptieren. Sie ist nicht mehr die naive Paula und er war noch nie der liebevolle Vater, den er in Anwesenheit seiner Familie zu sein vorgab. Auch an Hans geht die Veränderung Paulas nicht vorbei und auch er handelt eigenmächtig, beginnt verbotene Lektüre wie „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner zu lesen. Und damit nicht genug… „Vergiss nicht, was wichtig und richtig ist.“ Ein berührender Roman aus der Feder der Autorin Elisabeth Zöller. Der Roman wird aus Paulas Sicht erzählt und versetzt den Leser in die damalige Stimmung des Nationalsozialismus. Auch auf die Familienverhältnisse der damaligen Zeit geht die Autorin ein. Paulas Mutter hat nichts zu sagen, sie ist die brave Haus- und Ehefrau, sie sorgt für die Kinder, der Vater kümmert sich um das Einkommen und ist ein Nazi durch und durch. Die Kinder müssen gehorchen und haben ihren Vater als Vorbild, suchen Anerkennung in dem sie aus eigener Initiative beispielsweise eine Bücherverbrennung organisieren. Vaters Befehl oder ein deutsches Mädel – zwei Titel die sein müssen. Sich auf einen zu einigen ist mehr als schwer. Paula – ein deutsches Mädel aus voller Überzeugung, welche sich aber immer weiter verliert und mit diesem Verlieren werden Vaters Befehle stärker und stärker. Deshalb ist der Titel Vaters Befehl und ein deutsches Mädchen von vornherein ausgeschlossen. Ein emotionales und ergreifendes Werk – ein scheinbar fiktiver Roman… Man darf weinen, ja, dass darf man, auch bitterlich. Mir hat es fast das Herz zerrissen bei den letzten zwei Seiten. Der Ausgang des Buches war bereits emotional, doch das Nachwort setzte alle Tränen frei, die ich an diesem Tag zur Verfügung hatte. Damit habe ich mit keiner Silbe gerechnet, diese Zeilen konnte man nicht vorhersehen und auch am Anfang des Romans war nicht ersichtlich, dass man so extrem von hinten durch die Brust getroffen wird. Jedes Wort zum Inhalt des Nachworts würde den Roman zerstören, den Überraschungsmoment muss man selbst erleben, eigentlich hätte ich es überhaupt erst gar nicht erwähnen sollen. Doch wie kann ich sonst erklären, wie bitterlich ich geweint habe. Es klingt als ob ich wie ein kleines Kind geschluchzt hätte und ich glaube es klingt nicht nur so, ich glaube genau das habe ich getan. Gegen das Vergessen – wir schreiben weiter über Bücher, die man kennen MUSS.

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  • Rezension zu "Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel" von Elisabeth Zöller

    Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel
    Nini61

    Nini61

    01. March 2012 um 11:25

    Paula ist 15 Jahre alt und ein begeistertes BDM-Mädel im Jahre 1941. Sie liebt den Führer und glaubt alles, was die Propaganda verspricht. Auch ihr Vater ist Parteimitglied und Polizist. Eines Tages entdeckt Paula jedoch, dass ihr Vater für die Säuberung der Stadt von den Juden verantwortlich ist. Paulas beste Freundin ist Halbjüdin und ist plötzlich samt Familie verschwunden. Nur durch heimliche Briefe, die sie in einem hohlen Baum hinterlegen, halten sie Kontakt. Paulas Weltbild wird auf den Kopf gestellt und so nach únd nach bröckelt der blinde Glaube an die Nazis. - Ich habe dieses Buch - obwohl ein Jugendbuch - gekauft und gleich gelesen. Aus dieser Sicht liest man sonst eher wenig. Ich war fasziniert, wie fanatisch die Leute glauben können. Die Geschichte von Paula sollte in deutschen Schulen auf jeden Fall gelesen und besprochen werden. Sehr empfehlenswert

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