Elisabeth Zehetner

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Cover des Buches Im Namen des Klimas (ISBN: 9783711003393)

Im Namen des Klimas

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Erschienen am 21.03.2024
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Erschienen am 22.05.2025

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Cover des Buches Im Namen des Klimas (ISBN: 9783711003393)
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Rezension zu "Im Namen des Klimas" von Elisabeth Zehetner

Bellis-Perennis
Endlich ein intelligentes Buch zur Klimadebatte, das auch Auswege aus der überhitzten Konfrontation aufzeigt

Endlich ein intelligentes Buch zur Klimadebatte, das sachlich mit diesem komplexen Thema umgeht! Für mein persönliches Empfinden gibt es nämlich viel zu wenig politische Sachbücher, die von Frauen verfasst sind. Bücher, die sich sachlich mit jenen Themen, die jeden von uns betreffen, auseinandersetzen, abseits von populistischen und polemischen Geschrei und Geschwurbel. 

Dieses neue Buch von Elisabeth Zehetner ist mutig, sinnvoll und notwendig zugleich. Mutig, weil es dem Trend des demonstrativen „Dagegenseins“ widerspricht, notwendig, weil es eine Menge Informationen bereithält und sinnvoll, weil es ein Thema behandelt, bei dem es um viel geht und wir alle betroffen sind. Elisabeth  Zehetner setzt sich in ihrem Buch mit der Instrumentalisierung von Medien und Institutionen durch den Klima-Aktivismus bewusst differenziert auseinander. Die aktuelle Ausgangslage und Zukunftsszenarien werden sachlich dargestellt. Zahlreiche Abbildungen ergänzen den Text. 

Elisabeth  Zehetner ist Geschäftsführerin von „oecolution austria“ und zeigt, in welche Sackgassen einseitiger Klimaaktivismus führen kann und blendet auch die Argumente der Leugner des Klimawandels nicht aus. 

In insgesamt neun Thesen zeigt sie in ihrer konstruktiven Streitschrift, wie der Fokus wieder auf die sachliche Ebene zurückgeführt werden kann. Unbestritten ist, dass weltweit Maßnahmen gesetzt werden müssen.  

  • Zu vernünftigem Klimaschutz gibt es keine Alternative - zu Panik sehr wohl
  • Die Endzeitstimmung in der Klimadebatte schadet der Sache
  • Die extremen Positionen der Klimaaktivisten sind eine Gefahr für die Demokratie
  • Die Ideologisierung von Klimaschutz fördert Technologiefeindlichkeit
  • Die Instrumentalisierung von Gerichten und Medien durch die Klimaaktivisten ist ein Problem
  • Klimaschutz braucht die Mitte der Gesellschaft und alle Generationen
  • Wirtschaftliches Wachstum ist die Grundlage für den Klimaschutz - nicht Schrumpfung
  • Technologien sind unser mächtigster Hebel für eine bessere Klimazukunft
  • Der Klimaschutz ist EIN wichtiges Ziel für Österreichs Zukunft 

Elisabeth  Zehetner nennt sich selbst „Öko-Optimistin“ - eine Wortschöpfung, die mit gut gefällt - und erklärt, was sie darunter versteht. Sie lädt ein, dem Thema Klimaschutz mit Offenheit, Zuversicht und Vertrauen statt mit aggressiver Ignoranz und lähmender Panikmache entgegenzutreten. Beim Thema Klimaschutz gibt es kein schwarz oder weiß, kein Allheilmittel. Es ist notwendig, alle erlernten Kulturtechniken einzusetzen, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. 

Elisabeth  Zehetner liegt es ganz besonders am Herzen, dass sich die Politik von radikalisierten Klimaaktivisten nicht erpressen lässt, wie es in der Stadt Hannover bereits passiert ist. Einige dieser radikalen Klimaaktivisten haben autoritäres Gedankengut, das die Demokratie aushebeln könnte. Mit einem autoritären Staat ist für den Klimaschutz nicht gewonnen. Es würde nur eine kleine elitäre Gruppe oder gar ein Einzelner über Wohl oder Weh entscheiden.  

Die Gestaltung der Zukunft ist ein äußerst komplexes Thema, das sich sich nicht ausschließlich auf den Klimaschutz fokussieren kann. 

„Während Klimaaktivisten sich nur auf das eine Ziel ‚Klimaschutz‘ konzentrieren, müssen wir für eine gute und sichere Zukunft Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit gemeinsam verwirklichen. Das erfordert ein Mindset in Politik und Gesellschaft, das auf Vernunft und Machbarkeit setzt“ (S. 144)

 Um unseren Kindern eine lebenswerte Zukunft bieten zu können, bedarf es wirtschaftlicher Vernunft, intelligente neue Technologien sowie ein gemeinschaftliches Zusammenarbeiten aller Gesellschaftsschichten und aller Generationen. Extremismus, egal ob links oder rechts oder religiös motiviert hat hier keinen Platz.  

„Wir stehen Umweltproblemen nicht machtlos gegenüber. Wir können sie lösen - mit vernünftigen Maßnahmen.“ 

Dem ist wohl wenig hinzuzufügen. 

Fazit: 

Gerne gebe ich diesem intelligenten Buch, das sich einerseits kritisch mit dem Aktionismus, der sich in Sachen Klimaschutz breit gemacht  auseinandersetzt und andererseits dafür plädiert, mit mehr Vernunft der Zukunft entgegenzugehen, 5 Sterne und eine Leseempfehlung. 

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