Eliza Bauer Der Morgen, den ich fürchte

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Inhaltsangabe zu „Der Morgen, den ich fürchte“ von Eliza Bauer

Nach dem Verkauf des Hauses nimmt David auf einem letzten Rundgang Abschied. Sein halbes Leben hat er hier verbracht. Jeder Raum, jeder Winkel, jede Ecke des Gartens birgt Erinnerungen – an schöne und schwere Zeiten, an Freude und Leid, doch vor allem Erinnerungen an Adam, der vor über dreißig Jahren Davids Leben auf den Kopf gestellt hat. Als sie sich Mitte der 80er Jahre auf der Einweihungsfeier begegnen, ahnt David noch nicht, dass aus der zögerlichen Freundschaft zu dem Mann, der das Haus entworfen und gebaut hat, mehr werden könnte – falls David den Mut findet, sein altes Leben hinter sich zu lassen und seinem Herzen zu folgen. Der Morgen, den ich fürchte erzählt von Veränderungen, Träumen und dem Mut, den es erfordert, sich gegen gesellschaftliche Konventionen und die Wünsche der eigenen Familie zu stellen, um persönliches Glück zu finden. Warnhinweis: Enthält einen verstockten Anwalt, einen lässigen Architekten, pastellfarbene Sakkos, bunte Cocktails, einen Hund mit Buddelmanie und Sex zwischen Männern. Nicht enthalten sind Explosionen, Actionszenen und Drama, dafür jede Menge Melancholie, heiße Sommernächte und eine Überdosis Gefühl. Die Gay Romance Novelle hat ca. 29.000 Wörter (150 TB-Seiten).
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    Der Morgen, den ich fürchte
    Kristinas_Buecherwelt

    Kristinas_Buecherwelt

    09. July 2017 um 23:05

    Es fällt mir noch schwer, die richtigen Worte zu finden, denn die Geschichte von David und Adam hat mich total berührt. Was auch maßgeblich an der sehr geschickten Umsetzung der Erzählung liegt.Zunächst folgt der Leser David durch das Haus und bald schon auch durch seine Gedanken, zu dem Punkt, an dem er Adam kennen und später auch lieben gelernt hat. Das Ganze ist behutsam und vorsichtig aufgebaut worden und genauso entwickeln sich auch Davids Gefühle. Ich lese selten Bücher, die mich mit so wenig "Drumherum" derart fesseln können. Dabei bilden die menschlichen Gefühle, Ängste und Entwicklungen natürlich sehr viel Raum, um Spannung entstehen zu lassen. Und das war hier für mich definitiv der Fall. Der Druck, der auf David lastet, seine Befürchtungen und dann die stückweise Befreiung, haben mich ganz tief in die Geschichte versinken lassen.Dazu ist auch die gesamte Handlung sehr gut durchdacht worden. Die Unterschiede von Vergangenheit und Gegenwart werden sachte aufgezeigt und trotzdem verlieren die Protagonisten nicht ihr Gesicht. Es gibt eine kleinere Unstimmigkeit im Gesprächsverlauf (zum Ende hin), über die man aber locker hinweglesen kann. Die Sprache gefiel mir im Ganzen ebenfalls gut, sie passt zu David und ließ mich durch das Geschichtchen durchrutschen.Ein Bonuspünktchen gibt es dafür, dass der Buchtitel zum Ende auf eine sehr spezielle Weise aufgefasst wird. Das rundet die Handlung wunderbar ab.Fazit: Eine sehr emotionale und menschlich packende Geschichte, die sensibel und empathisch umgesetzt worden ist. Die Stimmung schwankt zwischen Hoffnung, Melancholie und dem Gefühl, dass die Liebe zwischen David und Adam etwas ganz Besonderes ist. Sie hat mich jedenfalls zu Tränen gerührt.

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