Elizabeth Chadwick Das Lied der Königin

(19)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 6 Follower
  • 1 Leser
  • 5 Rezensionen
(5)
(10)
(3)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Lied der Königin“ von Elizabeth Chadwick

Zerrissen zwischen Pflicht und Liebe: Alienor von Aquitanien:

Frankreich im 12. Jahrhundert. Alienor ist jung, wunderschön, und sie ist die Erbin des reichen Herzogtums Aquitanien. Als ihr geliebter Vater unerwartet stirbt, ist ihre Kindheit plötzlich vorbei. Sie wird mit Louis, dem noch sehr jungen Prinzen von Frankreich, verheiratet, doch dann verändert ein weiterer Tod ihrer beider Leben für immer. Sie werden zu König und Königin gekrönt, viel früher, als sie jemals damit gerechnet hätten. Alienor muss sich daran gewöhnen, nun die Herrscherin des großen, lebhaften französischen Hofes zu sein – doch sie ist erst 13 Jahre alt …

histofans werden dieses buch von der 13j. alienor von aquitanien lieben, für einsteiger in dieses genre wahrscheinl. manchm. zu "geschichtl"

— LeseSprotte

interessantes und fesselndes Buch mit historischen Mintergrund

— Minje

Buch abgebrochen. Es konnte mich leider überhaupt nicht fesseln. Wirklich Schade :/

— Mausimau

Fazit: Opulent, farbenfroh und mitreißend präsentiert Elizabeth Chadwick die frühen Jahre der legendäre Herzogin von Aquitanien.

— Bellexr

Wieder ein SUPER Buch :-) ....

— LadyLila

Stöbern in Historische Romane

Troubadour

Toller historischer Roman mit Humor

Vampir989

Nur kein Herzog

Recht unterhaltsam....

Bjjordison

Möge die Stunde kommen

Der bis jetzt schlechteste Band der Reihe, schade. Null Spannung, viele Wiederholungen.

Marlon300

Das Fundament der Ewigkeit

Ein Stück Mittelaltergeschichte als Roman - packend, spannend und brutal. Das Buch lebt mitunter von den harten Schicksalsschlägen.

stzemp

Die Rivalin der Königin

"Die Rivalin der Königin" ist ein spannender und fesselnder historischer Roman voller Verrat und Intrigen am englischen Königshof.

MarensBuecherwelt

Das Gold des Lombarden

wahnsinnig interessanter historischer Roman

Vampir989

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eleonore, Herzogin von Aquitanien, Königin von Frankreich und (danach) England

    Das Lied der Königin

    Minje

    14. June 2016 um 15:15

    "Das Lied der Königin" von Elizabeth Chadwick erschien 2014 bei blanvalet. Es ist der erste Teil der dreiteiligen Eleonore von Aquitanien Trilogie (Das Lied der Königin/ The summer queen, Das Herz der Königin/ The winter crown, The autumn throne).InhaltDie Geschichte spielt hauptsächlich in Frankreich, von Januar 1137 bis Dezember 1154.  Alienor (Eleonore) von Aquitanien wird mit Louis (Ludwig der 7.), dem Prinzen von Frankreich verheiratet. Wird diese erzwungene Ehe halten?MeinungAnfangs war ich etwas erschreckt. Das Buch ist in 53 Kapitel aufgeteilt, jedoch nicht in Teile. Hierdurch erhielt ich den Eindruck, das ich das nie schaffen würde...Doch ich war auch interessiert, also fing ich an.Es ist interessant zu beobachten, wie Louis mit der Ehe zurechtkommt, von wem er sich beeinflussen lässt. Auch Alienors Entwicklung zu beobachten ist spannend. Als Papst Eugen der dritte erwähnt wurde, wurde ich hellhörig. Dieser war Schüler von Bernhard von Clairvaux. Bisher hatte ich über diesen Namen hinweggelesen, doch nun wurde ich hellhörig. Was hatte es auf sich mit Bernhard von Clairvaux? Was sollte ich über ihn denken? Wie ihn einordnen?Ich las bei grin.com nach (Bernhard von Clairvaux und der 2. Kreuzzug). Auch interessant war der Artikel "do we know what we think we know? Making assumptions about Eleonor of Aquitaine" von RaGena C. De Aragon. Ein Artikel, den die Autorin selber im Nachwort erwähnt. Doch noch immer war ich unruhig und wurde bei grin.com erneut fündig "Eleonore von Aquitanien im Spiegel der Forschung" (Konstantin Noack).Die beiden letzten Artikel machen es deutlich, wie schwer es ist,einen guten historischen Roman zu schreiben. Woher weiß man, was wahr ist und was nicht, wenn schon die Chronisten unterschiedlicher Ansicht sind?Ist Eleonore nun die Böse, die Frankreich "verraten" hat, weil sie die Trennung wollte vom französischen König? Oder war es ihr gutes Recht, da er mehr Mönch war als König?Außerdem las ich noch ein Buch über Bernhard von Clairvaux. Dieser hatte einen gewissen Einfluss auf Louis. Bisher hatte es mir beim Lesen historischer Romane ausgereicht, das eine oder andere bei wikipedia zu recherchieren. Doch dieser Roman war so interessant geschrieben, so das ich neugierig wurde, so dass ich immer mehr wissen wollte.FazitEine tolle Leistung der Autorin, ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht in Band 2 und 3.

    Mehr
  • Das erste Leben der „Löwin“

    Das Lied der Königin

    Ginevra

    16. May 2016 um 14:33

    Alienor, die Tochter des Herzogs von Aquitanien, ist gerade 13 Jahre jung, als ihr todkranker Vater auf einer Pilgerreise ums Leben kommt. Er hatte verfügt, dass sie nach seinem Tode verheiratet werden soll – mit Louis, dem wenig älteren Kronprinzen von Frankreich. Für Alienor beginnt ein abenteuerlicher Lebensabschnitt voller Höhen und Tiefen, besonders nach dem Tod des Königs und der Krönung von Louis VII. Zunächst erscheint Alienor der junge Kronprinz/ spätere König Louis recht attraktiv, gebildet und zärtlich zu sein, doch nach und nach findet Alienor sich in einem wahren Alptraum wieder. Nach einem „Friedenseinsatz“ in Nordfrankreich kommen unzählige Zivilisten, die Schutz in einer Kirche suchen, zu Tode – für den sensiblen Louis eine Schuld, an der er beinahe zerbricht. Sein religiöser Fanatismus und sein Hang zu einem jungen Kastraten am Hofe werden immer ersichtlicher, und die selbstbewusste Alienor gerät mit ihm zunehmend in Konflikte. Um zu verhindern, dass Alienor sich mehr und mehr mit ihren aquitanischen Landsleuten verbrüdert, zwingt Louis sie, auf einen Kreuzzug nach Jerusalem mitzureisen. Immer an ihrer Seite ist der Freund ihres Vaters, Raoul de Vermandois, zu dem Alienor tiefe Zuneigung empfindet…Elizabeth Chadwick, geb. 1957, schreibt seit ihrem 16. Lebensjahr, vorwiegend historische Romane. Nach der Historical Novel Society in Großbritannien ist sie die „gegenwärtig beste Autorin mittelalterlicher Romane“.Da mich das Leben dieser berühmten und starken Persönlichkeit sehr interessierte, war ich gespannt auf diesen Roman, der die erste Hälfte von Alienors Leben beschreibt. Den Schreibstil habe ich als angenehm sachlich, dabei trotzdem lebendig und detailreich empfunden. In der Mitte zog sich die Handlung allerdings etwas, so dass ich einen Stern abziehe: ich hatte den Eindruck, dass die Autorin einfach ALLE historischen Details in ihrem Roman unterbringen möchte; da hätte man für meinen Geschmack ein wenig straffen können. Es war fast schon eine Romanbiographie. Wer sich also intensiv mit Alienors Leben auseinandersetzen möchte, ist mit diesem Roman bestens versorgt!Fazit: ein bestens recherchierter Roman, der die damalige Zeit authentisch wiedergibt. 4 von 5 Sternen!

    Mehr
  • Alienor von Aquitanien

    Das Lied der Königin

    Rissa

    28. January 2016 um 14:54

    Inhalt Aquitanien, 1137: Als Alienor, die Tochter des Herzogs von Aquitanien, im Alter von dreizehn Jahren zur Waisen wird, trägt sie eine große Last auf ihren Schultern, denn sie ist die Erbin ihres Vaters. Doch ihr Erbe ist bedroht, schließlich ist es ein Leichtes, einem Mädchen durch Zwangsheirat die Macht zu entreißen. Und so begibt sie sich unter die Vormundschaft des französischen Königs, anstatt ihren kindlichen Schwärmereien nachzugeben, und wird bald mit dem Prinzen Louis verheiratet, der eigentlich für ein Leben im Kloster vorgesehen war. Doch dann stirbt der König, und das junge Paar muss die Last der Verantwortung für zwei große Reiche tragen… Meine Meinung Dieser Roman bildet den Auftakt einer Trilogie um Alienor von Aquitanien. Diese wird hier als bodenständige, früh erwachsen gewordene Person dargestellt, die weiß, was sie will und was ihre Pflicht ist, auch wenn sie ein ganz anderes Leben vorgezogen hätte. Sie ist dazu erzogen worden, ihr Land zu regieren, wobei ihre Klugheit ihr eine große Hilfe ist. Sie wird sehr sympathisch dargestellt, gelegentlich nimmt sie sich aber Dinge heraus, die ich so nicht von ihr erwartet hätte. Louis dagegen, obwohl zunächst als netter, frommer junger Mann vorgestellt, hat mir von Kapitel zu Kapitel weniger gefallen, was wohl so beabsichtigt war. Seine Entwicklung ist verständlich, wenn man seine Erziehung im Kloster sowie seine Erlebnisse berücksichtigt, jedoch kam sie stellenweise recht unerwartet. Da es sich hier um einen biografischen Roman handelt, ist hier nicht der eine große Spannungsbogen zu erwarten. Der Schwerpunkt liegt tatsächlich auf dem Leben Alienors von Aquitanien, die ein hohes Alter erreicht und ihren Kopf oftmals durchgesetzt hat. Obwohl sie eine der schillerndsten gestalten des Hochmittelalters ist, ist über sie nicht allzu viel bekannt, und was überliefert ist, ist nicht selten widersprüchlich und häufig abwertend. Elizabeth Chadwick interpretiert diese Informationen auf ihre Weise und gibt hier ein glaubwürdiges und stimmiges Bild über die junge Alienor ab. Dabei wird der Roman nie langweilig, denn Alienors Leben war selbst in jungen Jahren schon nicht ganz alltäglich. Lücken werden glaubhaft gefüllt, Zeiten, in denen wenig passiert, übersprungen, ohne dass man dabei aus dem Fluss der Geschichte gerissen wird. Im Gegensatz zu anderen Romanen der Autorin, die übersetzt wurden, werden hier die Namen der Herrschenden nicht ins Deutsche übertragen, sondern anscheinend so beibehalten, wie die Autorin sie selbst verwendet hat. Leider gibt es kein Personenregister, doch ist die Anzahl der Personen überschaubar, Namen sind so gewählt, dass es kaum zu Verwechslungen kommen kann, und bei überlieferten Mehrfachbelegungen werden verschiedene Schreibweisen angewandt, so dass man auch gut ohne eine solche Hilfe zurecht kommt. Dafür sind mehrere Stammbäume, zwei Karten sowie ein ausführliches Nachwort der Autorin enthalten. Der Schreibstil ist angenehm, schnörkellos, dabei aber auch nicht zu schlicht. Allzu moderne oder auch extrem altertümliche Begriffe sind mir nicht aufgefallen. Fazit Ein sehr schöner Roman, den ich gerne gelesen habe und der mich in einigen Punkten überraschen konnte, obwohl ich schon mehrere Bücher kenne, in denen Alienor von Aquitanien zumindest am Rande vorkommt. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung und empfehle diesen Roman all denjenigen, die sich für diese interessante Persönlichkeit interessieren und mehr über sie erfahren wollen.

    Mehr
  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Mehr
    • 755
  • Das Lied der Königin

    Das Lied der Königin

    -sabine-

    03. September 2014 um 18:47

    Dies ist der erste Teil einer Trilogie, in der in Form einer Romanbiographie das Leben von Eleanor von Aquitanien erzählt wird. In diesem Buch wird über die Jahre 1137 bis 1154 berichtet, von ihrer Ehe mit Louis VII. bis hin zur Annullierung, dem zweiten Kreuzzug nach Jerusalem und ihrer Ankunft in England als Gattin von Henry II.. Ihr weiteres Leben wird in den Büchern „The Winter Crown“ und „The Autumn Throne“ folgen. Ich bin begeistert von diesem Buch. Schon der Anfang ist interessant und spannend und die Autorin schafft es, durch eine geschickte Auswahl wichtiger Lebensstationen von Alienor (wie sie im Buch genannt wird), die Spannung zu halten und im Verlauf der Geschichte sogar noch zu steigern. Dabei sind die Charaktere sehr gut gezeichnet und man kann ihre Entwicklung wunderbar verfolgen. Das gilt zum einen für Alienor, die schon mit 13 Jahren mit Louis vermählt wird, dann aber trotz widriger Umstände (oder gerade deswegen?) zu einer beeindruckenden und starken Persönlichkeit heranwächst. Ich habe vor ihr großen Respekt und habe sie in diesem ersten Band gerne begleitet, mit ihr gelebt und gelitten. Auch Louis‘ Entwicklung, wenn auch eher eine negative, ist sehr gut dargestellt, man kann verfolgen, warum aus ihm der „Pilgerkönig“ geworden ist und wie Erlebtes einen Menschen beeinflussen kann. Ob er wirklich ein so schwacher und von anderen abhängiger Mensch gewesen ist, kann ich nicht sagen, seine Geschichte liest sich aber schlüssig und rund. Sehr glaubhaft fand ich auch die langsame und schleichende Entzweiung zwischen Louis und Alienor, bis schließlich die Ehe annulliert wird. Den Schreibstil fand ich passend für einen historischen Roman und dennoch leicht und flüssig zu lesen. Beschreibungen von Menschen und Landschaften tauchen zwar auf, sind aber nicht übertrieben, so dass es keine langatmigen oder gar langweiligen Passagen gab. Ganz im Gegenteil – ich fand das Buch spannend und fesselnd und wollte unbedingt wissen, wie es mit Alienor weitergeht. Kaum zu glauben, dass es in diesem Roman nicht um eine fiktive Person geht, sondern um eine historische Persönlichkeit – Elizabeth Chadwick hat mit diesem Roman eine wirklich spannende Romanbiographie geschaffen. Man muss sich in der Geschichte Englands und Frankreichs nicht gut auskennen, um bei diesem Buch den Faden nicht zu verlieren. Die Autorin versteht es, die politischen Zusammenhänge auch in einfachen Worten zu vermitteln, Abstammungsbäume der verschiedenen Königsfamilien im Anhang des Buches und Landkarten in den Innenseiten des Buchdeckels helfen zudem bei der Orientierung. Das Buch ist in zum Teil sehr kurzen Kapiteln geschrieben, in denen nennenswerte Ereignisse und Wendepunkte erzählt sind. Jedem Kapitel steht das Jahr und der Ort, in dem es spielt, voran, so dass man sie auch zeitlich immer einordnen kann. Leider sind gerade im ersten Drittel des Buches einige Übergänge recht abrupt geraten, so dass ich hier manchmal ein abgehacktes Gefühl hatte, das verliert sich zum Glück aber im Laufe des weiteren Buches und tritt in den letzten beiden Dritteln gar nicht mehr auf. Mein Fazit Eine spannende und interessante Romanbiographie über Eleanor von Aquitanien, die sich leicht und flüssig lesen lässt und mich wirklich begeistern konnte. Die Folgebände sind leider noch nicht erschienen, zum Glück aber hat die Autorin bereits viele andere Bücher veröffentlicht, denen ich mich bis dahin widmen werde. Einen halben Stern Abzug vergebe ich lediglich für die zum Teil sehr kurzen Kapitel mit eher abruptem Übergang, die gerade am Anfang aufgetreten sind und meinen Lesefluss gestört haben – zum Glück hat sich dieses Problem in den letzten beiden Dritteln völlig verloren. Von meiner Seite gebe ich gerne 4,5/5 Sternen.

    Mehr
  • "Sie war eine Frau ihrer Zeit, aber was für eine Frau!"

    Das Lied der Königin

    Bellexr

    20. August 2014 um 19:02

    Aquitanien im 12. Jahrhundert: Die 13-jährige Alienor wächst mit dem Wissen auf, nach dem Tod ihres Vaters Erbin des reichen Herzogtums Aquitanien zu werden. Doch ihr geliebter Vater stirbt viel früher als erwartet und gerade zur Frau gereift, regiert nun Alienor über das Herzogtum. Der letzte Wunsch ihres Vaters war es, seine älteste Tochter mit dem Prinzen von Frankreich zu verheiraten. Die Ehe ist schnell arrangiert und kurze Zeit später heiraten Alienor und Louis. Doch ein weiterer Tod verändert ihr junges Leben einschneidend und Louis und Alienor werden zu König und Königin gekrönt. Alienor muss sich nun daran gewöhnen, Herrscherin des großen französischen Hofes zu sein. ….   Ihre Zukunft hatte sich die entschlossene, hochgebildete Alienor etwas anders vorgestellt. Doch der frühe Tod ihres Vaters durchkreuzten ihre Pläne und bevor die 13-jährige es richtig verarbeitet hatte, war sie bereits mit dem fast gleichaltrigen Louis verheiratet. Ihrem geliebten Aquitanien musste sie für lange Zeit Lebewohl sagen und reiste mit Louis an den französischen Hof. Würdevoll und hartnäckig widersetzte sie sich den Attacken der Königinmutter, nutzte ihren Einfluss auf Louis und unterstützte den in einem Kloster aufgewachsenen und gottesfürchtigen jungen König in Regierungsgeschäften. Doch dies war dessen Mentor Abt Suger schnell ein Dorn im Auge und auch Bernhard von Clairvaux und der Templer Thierry de Galeran übten bald immer mehr Einfluss auf Louis aus, was das Königspaar immer mehr entzweite. Als Alienor und Louis das Kreuz nahmen, hoffte Alienor bereits auf die Annullierung ihrer Ehe mit dem ungeliebten König.   Was ist nicht alles über sie geschrieben worden, der Herzogin von Aquitanien, die wahrscheinlich von 1124 bis 1204 lebte und Königin von Frankreich wie auch Königin von England war. Ebenso legendär ist ihr Sohn Richard I., der als Richard Löwenherz in die Geschichte einging. Elizabeth Chadwick erzählt das Leben von Alienor von Aquitanien in „Das Lied der Königin“ beginnend im Jahre 1137 bis zu ihrer Ankunft in England im Jahre 1154. Ihr weiteres Leben folgt in den Büchern „The Winter Crown“ und The Autumn Throne“.   Elizabeth Chadwick schildert Alienor als eine Frau ihrer Zeit, die als Herrscherin und somit zum selbstständigen Denken erzogen wurde, ohne dabei jedoch die Möglichkeit hatte, ein eigenständiges Leben zu führen. Ihre Intelligenz, ihre Entschlossenheit und auch ihr Mut halfen ihr, stellenweise ihren Willen durchzusetzen. Doch selbst als Königin waren Alienor Grenzen gesetzt, sie hatte sich ihrem jähzornigen, gottesfürchtigen französischen Ehemann zu fügen und kämpfte dabei wie eine Löwin um ihr Herzogtum.   Den ersten Band um das Leben von Alienor von Aquitanien schildert Elizabeth Chadwick mitreißend, farbenprächtig und fesselnd. Geschickt und hervorragend recherchiert verbindet die Autorin zudem historische Ereignisse und Persönlichkeiten mit fiktiven Geschehnissen und hat somit wieder einen lebendig erzählten Roman geschaffen, der bis zur letzten Seite überzeugen kann.   Fazit: Opulent, farbenfroh und mitreißend präsentiert Elizabeth Chadwick die frühen Jahre der legendäre Herzogin von Aquitanien.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks