Elizabeth Chadwick Der Falke von Montabard

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Inhaltsangabe zu „Der Falke von Montabard“ von Elizabeth Chadwick

Ein opulenter Mittelalterroman voller Gefühl und Dramatik! England im 12. Jahrhundert: Der verwegene Krieger Sabin FitzSimon hat seinen guten Ruf gründlich verspielt. Da bietet ihm Ritter Edmond Strongfist an, ihn ins Heilige Land zu begleiten, um dort dem König von Jerusalem beizustehen. Mit auf die Reise geht Strongfists schöne und kluge Tochter Annaïs. Und als diese verheiratet wird, spüren Annaïs und Sabin plötzlich, dass sie mehr als nur Zuneigung füreinander empfinden ...

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    Der Falke von Montabard
    Rissa

    Rissa

    17. December 2015 um 12:49

    Achtung: Rezension enthält kleinere Spoiler zu Die normannische Braut! Inhalt Normandie, 1120: Sabin FitzSimon ist ein mutiger Ritter, doch sein Ruf in Bezug auf Frauen ist sehr schlecht, gilt er doch als großer Schürzenjäger, auf den verbotene Früchte den größten Reiz ausüben. Nachdem seine letzte Eroberung, eine Mätresse König Heinrichs, durch seine Schuld bei dem Untergang der Blanche Nef ums Leben gekommen ist, will er sich von Grund auf ändern, und so nutzt er die Gelegenheit, mit dem Ritter Edmond Strongfist ins Heilige Land zu reisen und sich ein neues Leben aufzubauen. Doch da ist auch noch Annaïs, Strongfists Tochter… Meine Meinung Bei der Falke von Monatabard handelt es sich um die Fortsetzung zu Die normannische Braut, Vorwissen ist jedoch nicht nötig, denn bis auf in wenige Szenen zu Beginn, die man auch ohne dieses verstehen kann, spielt die Vorgeschichte keine Rolle. Während allerdings im ersten Band über historisch belegte Ereignisse berichtet wird, handelt es sich hier um die Erlebnisse einer Hauptperson, deren Existenz zwar belegt, über die aber nichts bekannt ist. Auch wenn der Klappentext und meine Inhaltsangabe einen Liebesroman vermuten lassen, so ist der Roman doch weit davon entfernt. Vielmehr ist die Liebesgeschichte eingebettet in die Geschichte des Königreichs Jerusalem, das eine ereignisreiche Zeit durchlebt. Es geht um die Schwierigkeiten, mit denen sich europäische Siedler auseinandersetzen müssen, den Widerstand der Sarazenen, Belagerung und Krieg, Verrat, aber auch Freundschaft und Vertrauen. Über etwa fünf Jahre begleitet der Leser die Hauptpersonen und erlebt ihre Entwicklung mit. Sabin FitzSimon ist ein junger Mann, der sich den schlechten Ruf überwiegend deshalb zugelegt hat, um seine Stiefmutter und ihren neuen Mann, die er beide nicht besonders gut leiden kann, vor den Kopf zu stoßen. Die Gelegenheit, fern der Aufsicht seiner Stiefeltern ein neues Leben zu beginnen, ergreift er mit Freuden, ist er doch dort ein unbeschriebenes Blatt. Er ist fleißig, mutig, und obwohl es an Angeboten nicht mangelt, lässt er sich nicht mit vergebenen Frauen ein. Annaïs ist die folgsame Tochter, die dennoch ihren eigenen Kopf hat. Sie ist eine Frau ihrer Zeit, die ihren Vater liebt und seine Entscheidungen akzeptiert, aber nicht alles widerspruchslos hinnimmt. Schon bald entwickelt sich mehr als Freundschaft zwischen den beiden, doch akzeptieren sie, dass eine Ehe zwischen ihnen unmöglich ist, denn Annaïs ist eine Erbin, Sabin nur ein mittelloser Bastard. Beide zeigen mehr als eine Seite, sie sind weit davon entfernt, perfekt zu sein. Auch die meisten anderen Charaktere zeigen Persönlichkeit, auf reine Schwarz-Weiß-Malerei wird verzichtet. So ist beispielsweise Strongfist, wie der Name schon sagt, ein starker Krieger, der sich durch besonderen Mut im Kampf hervortut, sich aber von seiner Frau um den Finger wickeln lässt. Die wiederum ist nur auf den eigenen Vorteil bedacht, zeigt dann aber an entscheidender Stelle doch ganz andere Seiten. Und auch die Sarazenen sind vielschichtig, wie Menschen es nur sein können. Der Schreibstil ist angenehm, nicht zu nüchtern, aber auch nicht übertrieben emotional. Blutige Beschreibungen kommen ebenso vor wie ein wenig Romantik, doch beides wird nicht in allen Einzelheiten beschrieben. Ab etwa der Hälfte des Romans gibt es immer mal wieder kleinere Längen, doch wird es selten langweilig, schon bald folgt die nächste spannende Szene. Auf Zusatzmaterial wird hier leider verzichtet, einzig ein kurzes Nachwort mit einer kleinen Bibliographie ist enthalten, dabei wäre gerade bei einem Roman, der im Heiligen Land spielt, eine Karte recht hilfreich. Doch auch so kann man diesem Roman recht gut folgen. Fazit  Ein netter Roman über die Blütezeit des Königreichs Jerusalem. Auch wenn es mit den neueren Romanen der Autorin nicht mithalten kann, ist Der Falke von Montabard ein lesenswertes Buch, in dem die Spannung nicht zu kurz kommt. Empfehlenswert für Leser der Autorin und für diejenigen, die auch mal über die Zeit zwischen den ersten Kreuzzügen lesen wollen.

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  • Eine Pilgerreise ins Ungewisse

    Der Falke von Montabard
    Bellexr

    Bellexr

    24. March 2014 um 17:45

    England im 12. Jahrhundert: Nachdem der junge Sabin FitzSimon nicht nur bei seinen Stiefeltern, sondern auch beim König von England in Ungnade fällt, entschließt er sich mit Ritter Edmond Strongfist und dessen Tochter Annais ins Heilige Land zu reisen. Anfangs folgt Sabin noch Strongfist auf dessen neues Landgut, doch kurze Zeit später reist er zusammen mit Annais und ihrem frisch angetrautem Ehemann Gerbert von Montabard zu dessen Ländereien. Bald schon wird Sabin in die schweren Konflikte zwischen Emir Balak und dem König von Jerusalem hineingezogen.   Bereits in „Die normannische Braut“ hatte man Sabin FitzSimon kurz kennengelernt, im vorliegenden Roman erzählt Elisabeth Chadwick nun dessen aufregendes, wie gefahrvolles Leben im Heiligen Land. Sabin ist ein rebellischer, verwegener Ritter, vor dessen Charme und Verführungskünsten kaum eine Frau sicher ist. Als er sich jedoch mit der Mätresse des Königs von England einlässt, hat er sein gefährliches Spiel überreizt. Lora stirbt durch seine Schuld und als Sabin dann auch noch in eine Schlägerei gerät, bei der ein Mann zu Tode kommt, ist das Maß voll.   Auf Anraten seiner Stiefmutter Mathilde schließt sich Sabin dem Ritter Strongfist an und begibt sich auf Pilgerreise ins Heilige Land. Doch auch hier eilt ihm erst einmal sein unrühmlicher Ruf als Schürzenjäger voraus, allerdings bleibt Sabin bald nichts anderes übrig als in den umkämpften Gebieten des Heiligen Landes Verantwortung zu übernehmen. Was ihm bald den Ruf eines verlässlichen, mutigen Kämpfers einbringt, nur seine große Liebe bleibt Sabin verwehrt. Doch dann erhält er ein überraschendes Angebot.   Gekonnt vermischt Elisabeth Chadwick ihre fiktive Geschichte mit historischen Fakten, wie beispielsweise die Gefangenschaft von König Balduin II. durch Emir Balak in der Festung Harput. Außerdem lässt die Autorin die kulturellen Unterschiede zwischen der muslimischen und christlichen Welt nicht außen vor und erzählt genauso anschaulich und unterhaltsam auch den Kulturschock, welcher den meisten Engländern widerfährt, als sie die aufgeschlosseneren Gepflogenheiten in Jerusalem kennenlernen.   Ihr Protagonist Sabin macht im Verlauf der opulenten, farbenprächtigen Geschichte eine glaubwürdige Entwicklung durch, wird vom ungehobelten Schürzenjäger zum verantwortungsbewussten Mann, der zu seinem Wort steht. Bedingt durch die turbulente, gewalttätige Zeit, in welcher der Roman spielt, entwickelt sich auch die Geschichte durchweg sehr fesselnd und packend. Und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, die dem schon bald ungewohnt enthaltsam lebenden Sabin jedoch lange Zeit verwehrt bleibt.   Fazit: Bildhafter wie spannend erzählter Historischer Roman über eine Pilgerreise ins Heilige Land, die sich anders entwickelt als anfangs gedacht.  

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  • Rezension zu "Der Falke von Montabard" von Elizabeth Chadwick

    Der Falke von Montabard
    DunklesSchwesterlein

    DunklesSchwesterlein

    17. May 2008 um 01:43

    Erster und einziger Kritikpunkt: Wer den Klappentext von "Der Falke von Montabard" liest, erwartet einen komplett anderen Roman, denn der Klappentext ist bis auf die Namen der Personen, beinahe komplett falsch. Der rebellische Ritter Sabin FitzSimon wird, nachdem er bei seinen Stiefelter und vor allem Heinrich dem VIII in Ungnade fiel, von diesen in der Begleitung von Edmond Strongfist und dessen Tochter ins Heilige Land geschickt um dort König Balduin zu dienen und seine Ehre wieder herzustellen. Strongfist nimmt ihm das Versprechen ab, sich nicht seiner unschuldigen Tochter zu nähern und Sabin hält sich daran. Auch wenn beide sich von Anfang an zueinander hingezogen fühlen ist sie eine ehrenhafte Tochter und er möchte seine Ehre wieder herstellen. Als Edmond wieder in Jerusalem heiratet begleitet Sabin ihn als Ritter auf sein neues Gut auf dem Lande. Bald schon findet sich auch ein geeigneter Heiratskandidat für Anais. Zur selben Zeit bemerkt diese, dass die Stiefmutter Sabin nachstellt und da sie ihrem Vater die Schande und den Schmerz ersparen möchte, bittet sie darum, dass Sabin in die Ritterschaft ihres neuen Ehemanns eingegliedert wird. Sabin stimmt erleichtert zu. Anais führt eine glückliche Ehe voller Liebe und Sabin wird in Montabard glücklich. Er übernimmt Verantwortung und steigt immer höher in den Rängen auf, bis er zum Vertrauten und Freund von Anais Mann wird. Doch als dieser tödlich verwundet wird, bittet er seinen besten Freund darum Anais zu beschützen und nach seinem Tode zu ehelichen und Anais um ihre Zustimmung. Werden die beiden glücklich - Sabin der sich nie binden wollte und Anais die ihren Mann liebte? Und welche Opfer werden die Kreuzzüge von diesen beiden noch fordern? Es handelt sich um einen wunderschönen historischen Roman, doch nicht die Liebesgeschichte steht im Fordergrund, sondern die Ereignisse und die charakterliche Entwicklung der Protagonisten bzw. das Erwachsen werden von Sabin und Anais in eine harten Zeit. Wie Sabin vom Rebellen ohne Ziel zum verantwortungsvollen Verwalter der Güter von Montarbard wird, der seine Freunde beschützt und Anais von der zarten Klosterschülerin zu einer selbstbewussten Ehefrau und Mutter, die einen riesigen Haushalt verwaltet und befehligt. Doch gerade das macht den Roman zu etwas besonderem, was ihn aus einer langen Reihe historischer Liebesromane herausstechen lässt, denn natürlich fehlt die Romantik nicht vollkommen und die Autorin nimmt sich auch Zeit zu schildert, wie sich die Gefühle der ihrer Charaktere, die gerade dadurch so sympathisch werden und vor allem so lebendig, dass sie auch Schwächen haben. Sabin ist mir sehr viel lieber als der ewig perfekte Ritter, welcher so gerne in diesem Genre an die Frau gebracht wird. Besonders loben möchte ich noch die farbenprächtige und lebendige Schilderung der Schauplätze. Man taucht förmlich ein in den Roman und erlebt die Düfte und auch den Gestank des Basars, fühlt die Hitze Jerusalems auf der Haut und schmeckt das kühle Sorbet. Für Fans historischer Romane ist "Der Falke von Montarbard" uneingeschränkt empfehlenswert.

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