Elizabeth Chadwick Die normannische Braut

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 31 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(4)
(12)
(5)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die normannische Braut“ von Elizabeth Chadwick

Als Wilhelm der Eroberer nach seinem Sieg bei Hastings in die Normandie zurückkehrt, begleiten ihn englische Edelmänner, denen er nicht traut. Einer davon, Waltheof of Huntingdon, sinnt jedoch nicht auf Rebellion - er hat sich unsterblich in Wilhelms zauberhafte Nichte verliebt. Weil Wilhelm den beiden eine Heirat nicht gestattet, beteiligt sich Waltheof doch an einem Aufstand. Nun billigt Wilhelm die Ehe - um Waltheofs Treue zu erzwingen. Die Brautleute sind überglücklich, doch das intrigante Leben am normannischen Hof stellt ihre Liebe auf eine harte Probe ...
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zweigeteilter Roman

    Die normannische Braut
    Rissa

    Rissa

    17. December 2015 um 12:47

    Inhalt Normandie, 1067: Nach dem Sieg bei Hastings kehrt Wilhelm, nun König von England, in seine Heimat zurück. In seinem Gefolge finden sich auch einige englische Edelleute, die als Geiseln am normannischen Hof leben sollen. Judith ist schon bald von Waltheof Siwardsson, dem Earl von Northampton, fasziniert, der nicht nur gut aussieht – für einen Angelsachsen zumindest -, sondern auch noch gebildet und zudem sehr stark ist, sich aber auch leicht von seinem Emotionen leiten lässt. Nach einem Unfall, der zur Folge hat, dass Simon, der Sohn des Seneschalls, mit einem komplizierten Beinbruch das Bett hüten muss, kommen sich Waltheof und Judith näher. Doch als Nichte des Königs ist der Angelsachse keine gute Partie… Meine Meinung Der deutsche Titel ist meiner Meinung nach sehr unglücklich gewählt, lässt er doch einen eher romantischen Roman um historische Hauptpersonen vermuten. Selbst nach den ersten paar Kapiteln hatte ich noch diesen Eindruck. Doch recht bald sollte er sich relativieren, denn auch wenn es sich hier um einen der frühen Werke Chadwicks handelt, so handelt es sich doch, wie von der Autorin gewohnt, um einen biografisch orientierten Roman, wenn auch ein wenig anders als gewohnt aufgebaut. Auffällig ist hier nämlich, dass es sich eigentlich um zwei Romane in einem handelt, etwa nach der Hälfte gibt es einen Schnitt, es werden einige Jahre übersprungen, danach wird die Geschichte mit neuen Hauptpersonen fortgesetzt. Dieser Sprung ist gut begründet, ich möchte jedoch nicht weiter darauf eingehen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen. Wer sich mit Waltheofs Geschichte auskennt, kann sich jedoch den Grund dafür vorstellen. Ich jedoch war ziemlich überrascht, hier diesen Schnitt vorzufinden, obwohl ich schon zuvor mit dem Namen Waltheof of Huntingdon vertraut war, schließlich handelt es sich um eine wichtige Person im Zusammenhang der Eroberung Englands. Die Zusammenhänge werden hier leicht verständlich dargelegt und begründet, so dass kein Vorwissen über diese Zeit notwendig ist. Und auch wenn manche Entscheidungen und Einstellungen heute schwer nachvollziehbar sind, so sind sie doch nie unlogisch. Die Charaktere haben mir in ihrer Darstellung überwiegend gefallen. Zu Beginn werden vor allem ihre Vorzüge herausgestellt, sie scheinen nahezu perfekt zu sein, zudem werden sie auch als gutaussehend beschrieben, doch ihre negativen Eigenschaften zeigen sich erst mit der Zeit. So ist Judith recht störrisch und hat auch egoistische Züge, auch Eifersucht ist ihr nicht fremd. Waltheof dagegen lässt sich leicht von Anderen beeinflussen, was sich schon bald als sehr großes Problem herausstellt. Und Simon de Senlis, der nach dem Unfall sein Bein nicht ohne Schmerzen belasten kann, ist zwischen der Freundschaft zu Waltheof und der Treue zu seinem Herzog hin und her gerissen. Auch andere Charaktere sind vielschichtig, selbst Judiths boshafte Mutter Adelaide zeigt gelegentlich andere Seiten, obwohl sie zunächst als Musterbeispiel für einen missgünstigen Charakter hätte gelten können. Leider bleibt durch die Zweiteilung der Geschichte und dadurch die Kürze der beiden Romanhälften wenig Raum für die langsame Entwicklung, so dass ich die Änderungen als recht abrupt wahrgenommen habe, manche Charaktere zeigen sich nach dem Schnitt völlig anders, als ich sie zuvor wahrgenommen habe. Insgesamt gefällt mir aber die Darstellung der Geschichte und der Charaktere, kann ich mir doch gut vorstellen, dass es tatsächlich so oder ähnlich gewesen sein könnte. Der Schreibstil ist zweckmäßig, nicht ganz so gut, wie ich es von anderen Büchern der Autorin kenne, was an der Übersetzung liegen könnte oder daran, dass es sich um einen der früheren biografisch orientierten Romane Chadwicks handelt. Neben dem Nachwort gibt es leider kein Zusatzmaterial, allerdings wären diese hier auch nicht zwingend notwendig. Fazit Durch die Zweiteilung finde ich dieses Buch nicht ganz so gelungen wie andere Romane der Autorin, ich habe es dennoch sehr gerne gelesen. Für diejenigen, die sich für englische Geschichte um König Wilhelm I. interessieren einen Blick wert.

    Mehr
  • Das Erbe der Mütter

    Die normannische Braut
    Bellexr

    Bellexr

    16. October 2013 um 16:09

    Nach der Schlacht von Hastings im Jahr 1066 kehrt Wilhelm der Eroberer in die Normandie zurück. Ihn begleiten englische Edelmänner als Geisel, damit will Wilhelm den Frieden in England sicherstellen. Unter den Geiseln befindet sich auch der junge Waltheof von Huntingdon. Kaum in der Normandie angekommen, verliebt sich Waltheof in die Nichte von Wilhelm. Doch eine Heirat der Beiden billigt der König nicht, entlässt dagegen aber Waltheof aus der Geiselhaft. Zurück auf seinen Landgütern in England sinnt Waltheof auf Rache, die sich in Form einer Rebellion auch bald erfüllen könnte. Doch die Rebellion wird blutig niedergeschlagen und reumütig kehrt Waltheof an den Königshof in der Normandie zurück. Um sich fortan seiner Treue sicher zu sein, willigt Wilhelm nun in die Ehe ein. Doch die Ehe von Judith und Waltheof steht unter keinem guten Stern.   Im vorliegenden Roman verknüpft Charlotte Chadwick geschickt historische Persönlichkeiten und Geschehnisse mit einer fiktiven Geschichte und so verfolgt man gebannt das abenteuerliche Leben von Waltheof, dem Earl of Northumbria und letzten angelsächsischen Earl. Aber es ist nicht nur die Geschichte von Waltheof, welche die Autorin erzählt. Im zweiten Teil des Buches geht der Roman mit dem nicht minder aufregenden Leben von Waltheofs ältester Tochter Mathilde weiter, die in zweiter Ehe mit David I. von Schottland verheiratet war.   Aber eigentlich ist es ein Buch über starke Frauen des Mittelalters, welches Charlotte Chadwick hier ihren Lesern präsentiert. Waltheofs Ehefrau Judith hatte während ihrer Kindheit nicht gerade viel Liebe und Geborgenheit erfahren dürfen und so ist sie zu einer beherrschten jungen Frau herangewachsen, die sich ihres Standes äußerst bewusst ist, sehr pflichtbewusst handelt und unter dem ungestümen Charakter ihres Mannes leidet. Zwar liebt sie Waltheof anfangs aufrichtig, doch mit seinen Wikingerwurzeln kann und will sie sich nicht anfreunden und Waltheof weigert sich, seine englische wie auch dänische Herkunft zu verbergen. In den Augen von Judith lacht er zu laut, trinkt zu viel, ist unzuverlässig, zu wankelmütig und vor allem viel zu vertrauensselig. Politische Ränkespiele sind Waltheof absolut fremd, lieber trägt er sein Herz auf der Zunge und sagt was er denkt. Zur damaligen Zeit ein gefährliches Unterfangen.   Wie gesagt, es ist nicht nur ein Roman über Waltheof. Bald schon lernt man Mathilde kennen, die älteste der drei Töchter von Waltheof und Judith. Von ihrem Vater innig geliebt, wird sie und ihre Schwester Jude zumeist von Judith mit Missachtung gestraft, wünschte sich Judith doch unbedingt einen Sohn und sieht die Geburt ihrer Töchter als Strafe an. Auch ohne die mütterliche Fürsorge wächst Mathilde zu einer selbstbewussten, liebevollen jungen Frau heran. Doch ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Kindheit sorgt dafür, dass sie nicht restlos glücklich sein kann, auch wenn sie einen Mann findet, der sie bald auf Händen trägt.   Da weder Waltheof noch Mathilde das Leben am Hofe vorziehen, erhält man nicht ganz so viel Einblick in die politischen Ränkespiele wie bei anderen Romanen der Autorin, aber dennoch ausreichend, um sich ein gutes Bild der damaligen Situation zu machen. Zudem versteht es die Autorin wieder gut, neben den ausgefeilten Charakteren mit ihrer bildhaften, fesselnden Schreibweise einen sofort das mittelalterliche England wie auch die Normandie vor Augen zu führen.   Fazit: Ein farbenfroher, wendungsreicher Roman über Wilhelm dem Eroberer und dem letzten angelsächsischen Earl Waltheof of Huntingdon.  

    Mehr
  • Rezension zu "Die normannische Braut" von Elizabeth Chadwick

    Die normannische Braut
    vormi

    vormi

    12. October 2011 um 06:52

    Ein historischer Roman mit vielen historischen Persönlichkeiten. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich in den Roman einzulesen. Aber als ich mich an den Stil gewöhnt hatte, konnte ich das Buch nur noch schweren Herzens zur Seite legen. Obwohl die Charaktere teilweise oberflächlich und farblos bleiben, hat mir das Buch dann gut gefallen, auch wenn die Handlung manchmal etwas eckig und abgehackt wirkt. An manchen Stellen wird zu viel beschrieben, anstatt die Ereignisse laufen zu lassen.

    Mehr