North and South

von Elizabeth Cleghorn Gaskell 
4,4 Sterne bei67 Bewertungen
North and South
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​ Tolle Charakterentwicklungen und wichtige sozialpolitische Themen verpackt in eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe und Tod

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Sehr gut gezeichnete Charaktere, leider zog es sich ein wenig und die Liebesgeschichte konnte mich auch nicht komplett einnehmen.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780486479521
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Dover Pubns
Erscheinungsdatum:21.06.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.02.2012 bei Audio Book Contractors erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor einem Jahr
    Kurzmeinung: ​ Tolle Charakterentwicklungen und wichtige sozialpolitische Themen verpackt in eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe und Tod
    "Stolz und Vorurteil" für Sozialist*innen"


    Inhalt

    Als ihr Vater, ein Pastor, die Arbeit für die Kirche nicht mehr mit seinem Glauben vereinbaren kann, seinen Beruf aufgibt und vom ländlichen Süden Englands in die Industriestadt Milton im Norden zieht, ist die junge Margaret Hale schockiert.
    Es fällt ihr schwer, sich an die raue, schmutzige neue Heimat zu gewöhnen und die Schicksale der Fabrikarbeiter, die in schlechten Verhältnissen leben und für besseres Gehalt streiken, nehmen sie sehr mit.
    Gleichzeitig kommt sie über ihren Vater, der in Milton nun als Privatlehrer arbeitet, mit John Thornton, einem Miltoner Fabrikbesitzer, in Kontakt, mit dem sie aufgrund seiner kühlen, rationalen Art des Öfteren aneinandergerät.


    Meinung

    Jemand auf "Goodreads" bezeichnete "North & South" scherzhaft als "Stolz und Vorurteil für Sozialisten" und ganz so abwegig ist die Beschreibung tatsächlich nicht.
    Genau wie Jane Austens bekanntester Roman weist auch dieses Werk eine sympathische Heldin auf, die nicht auf den Mund gefallen ist, zum Teil jedoch von ihren eigenen starren Denkmustern eingeschränkt ist, weshalb sie unter anderem gegen Mr. Thornton von Anfang an Vorurteile hegt. Das macht Margaret zu einer sehr authentischen Protagonistin, denn sie hat ein gutes Herz und ist klug und mitunter überaus mutig , zum Teil aber auch noch recht kindlich und naiv.

    Ähnlich wie bei Elizabeth und Mr. Darcy fallen die ersten Begegnungen zwischen den beiden aufgrund ihrer grundverschiedenen Persönlichkeiten nicht besonders angenehm aus und die Beziehung der beiden bleibt lange angespannt und voll von Missverständnissen, die dem Leser durch den häufigen Perspektivenwechsel schmerzhaft deutlich werden. Gleichzeitig entwickeln sich Thornton und Margaret auch gerade wegen ihrer Bekanntschaft weiter und lernen viel über sich selbst und ihre Art, die Welt zu sehen, was äußerst spannend zu beobachten ist.

    Die anderen Figuren bekommen deutlich weniger Aufmerksamkeit, sind aber trotzdem recht ausführlich charakterisiert und sehr verschieden. Im Gegensatz zu Jane Austen überlässt Elizabeth Gaskell es ihren Leser*innen, über den Charakter ihrer Figuren selbst zu urteilen, und viele von ihnen kann man weder als grundsätzlich  sympathisch noch als grundsätzlich unsympathisch abstempeln, da sie sehr facettenreich sind.

    Als "Stolz und Vorurteil für Sozialisten" wurde "North & South" wohl aufgrund des sozialpolitischen Aspekts des Romans bezeichnet, der eine große Rolle spielt.
    Margaret versteht nicht viel von Wirtschaft, hat aber eine sehr genaue Vorstellung davon, wie ein Mensch leben können sollte und empört sich daher sofort über die Lebensumstände der Miltoner Unterschicht. Sie freundet sich mit Bessy Higgins an, einer jungen Frau, die unter anderem aufgrund ihrer Arbeit in einer der Baumwollfabriken schwer krank ist und deren Vater Nicholas einer der führenden Köpfe der Gewerkschaft ist.
    Die andere Seite der Medaille bekommt man als Leser*in durch John Thornton gezeigt, der sich selbst aus ärmlichen Verhältnissen hochgearbeitet hat und nun seine Fabrik mit strenger Hand und (Weit-)Blick auf die Wirtschaft führt. Er versucht unter anderem Margaret zu erklären, wieso er es sich nicht leisten kann, die Löhne der Arbeiter*innen zu erhöhten, und solche und ähnliche Diskussionen entbrennen des Öfteren zwischen Figuren des Buches, unter anderem auch zwischen Nicholas Higgins und Margarets Vater.
    Auch wenn speziell die Verarbeitung von Baumwolle in Europa kein Thema mehr ist, sind die grundsätzlichen Spannungen zwischen Wirtschaft und der Situation der einzelnen Menschen noch immer aktuell und die Diskussionen im Buch daher noch immer sehr spannend.

    Worauf man gefasst sein sollte, wenn man zu "North & South" greift, ist, dass sich die Geschichte grundsätzlich eher langsam entwickelt. Teilweise wird eine Weile nur der Alltag der Menschen, ihre Beziehung untereinander oder ein einziges Gespräch beschrieben. Fans von Jane Austen kennen dieses mitunter behäbige Tempo bereits.

    Das Ende hingehen wirkt dann auf einmal sehr abrupt mit Ereignissen, von denen eines das nächste jagt. Die Autorin erklärt dies im Vorwort damit, dass ihr Buch als Episodenroman in Zeitschriften (?) erschien und ihr Verlag irgendwann auf ein Ende drängte, sodass sie es schneller herbeiführen musste, als ihr lieb war.

    Fazit

    Die Geschichte in "North & South" entwickelt sich eher langsam, beeindruckt dafür aber durch eine gelungene Mischung aus sozialkritischen Themen und tollen, tiefgründigen Charakterentwicklungen. Der Gefahr, in Kitsch abzudriften, entgeht die Autorin dabei geschickt. Wer sich an den ruhigen Stil des Buches gewöhnen kann, wird in diesem Roman sicher eine tolle Lektüre finden. Ich vergebe 4 Sterne.

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor einem Jahr
    Pride, prejudice and industrialisation

    Margaret Hale has to move from a small village in Southern England to the industrial town Milton in in the North when her father, a clergyman, dissents and breaks with the Church.
    At first, Milton and its people are very strange to her. But when she becomes friends with Bessy Higgins, a poor working class girl, and meets mill owner John Thornton, her sense for justice and social indifferences is awakened. She argues with Thornton at every chance and both are torn between attraction and dislike towards the other.

    „North and South“ tells the story of Margaret's coming of age, of love, industrialisation and the working class. The story of Thornton and Margaret reminds me of Pride and Prejudice in some aspects and I really liked this part of the book. What Austen didn't write about however, and Gaskell does, is the social injustice, the life of the working class, strikes, unions, the role of women as well as money and economy. „North and South“ was written in the heyday of industrialisation which makes it a vivid portrait of society at that time. I really liked learning about the first unions and life during that time.

    Elizabeth Gaskell excels at exploring characters and bringing them to life. Each character is fleshed out, shows different attitudes and mindsets. The character development of Margaret is subtle at first but in the end you realise its full extent. But, in accordance with the Victorian era, Margaret is a faultless heroine and her biggest shame comes from telling a lie. Thinking of the time period, it doesn't bother me much and I'm rather fond of Margaret's sense of justice and independence.

    On the other hand, the author couldn't write about trade and economy well enough to keep me interested. I also felt that the story dragged in some parts and it was really a challenge for me to read and understand the worker's dialect. That's why I'm rating „North and South“ four stars, with a strong tendency towards five, however.

    Kommentare: 4
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Nordengland im 19ten Jahrhundert

    Inhalt:

    England im 19ten Jahrhundert. Der Pfarrer Richard Hale überwirft sich mit der Kirche, für seine Tochter Margaret bricht eine Welt zusammen. Von einem Tag auf den anderen ist es mit dem idyllischen Leben im Süden Englands vorbei, die Familie zieht nach Milton, in den Norden der Insel. Margaret, die bisher vom Landleben verwöhnt war ist von der Industriestadt und den gravierenden Gegensätzen zwischen Arm und Reich schockiert. Sie entschließt sich etwas dagegen zu unternehmen. Erstes Ziel ist John Thornton, er ist Fabrikbesitzer und Margaret versucht ihn zu überzeugen bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten seiner Fabrik zu schaffen. Der will davon allerdings nichts wissen, bewundert Margaret aber für ihr unermüdliches Engagement und Temperament. Schließlich zwingt jedoch das Schicksal selbst Margaret aufzu geben. Enttäuscht kehrt sie in ihre alte Heimat zurück. Sie kann die Menschen im Norden aber nicht vergessen, die ihr mittlerweile viel zu sehr ans Herz gewachsen sind. Also macht sie sich erneut auf den Weg nach Milton zu ihren Freunden und John Thornton dem Fabrikbesitzer....


    Wer die Bücher von Jane Austen mag wird dieses Buch lieben, eine schöne, turbulente Liebesgeschichte vor der Kulisse der Industrialisierung des Englands im 19ten Jahrhundert. Lesenswert!

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    Träumerins avatar
    Träumerinvor 6 Jahren
    Rezension zu "North and South" von Elizabeth Gaskell

    Margaret Hale wächst bei ihrer Tante und Cousine in London auf. Als ihre geliebte Fast-Schwester aber heiratet, geht Margaret zurück zu ihren Eltern, einem Landpfarrer und dessen Frau. Sie lieben ihr beschauliches Leben und gehören zum Landadel, auch wenn sie nicht als reich bezeichnet werden können.
    Als Mr. Hale wegen einer Glaubenskrise die Anglikanischen Kirche verlässt, gibt er damit all seinen Besitz und sein Einkommen auf und zieht auf Anraten seines alten Studienkollegen nach Milton, einer boomenden Industriestadt und wird Privatlehrer.
    Margaret fühlt sich unwohl in Milton und der Miltoner Gesellschaft, da sie die Stadt als laut und schmutzig und die Menschen, als nicht geborene Gentlemen, als nicht ebenbürtig empfindet. So endet auch das erste Treffen mit Mr. Thornton, dem neuen Privatschülers ihres Vaters und Fabrikbesitzers, eher kühl. Doch er ist fasziniert von ihr, weiß aber auch von ihrer Abneigung gegen ihn.
    Im Laufe der Zeit freundet Margaret sich mit Nicholas Higgins, dem örtlichen Gewerkschaftsführer und dessen Tochter Bessy an. Durch beide lernt sich die Arbeiterschicht besser kennen und entwickelt einen starken Gerechtigkeitssinn.
    Als Nicholas zusammen mit anderen Baumwollarbeitern einen Streik organisierst, sieht Margaret aufs Neue ihre und Mr. Thorntons Meinung weit auseinander driften. Zum Höhepunkt kommt es aber, als Mr. Thornton Streikbrecher aus Irland holt: ein Aufstand, in den auch Margaret gerät. Sie will aber sowohl die irischen Arbeiter, wie die Miltoner retten und begibt sich selbst in Gefahr. Mr. Thornton aber sieht sich in seiner hohen Meinung von ihr bestätigt und macht ihr einen Heiratsantrag.
    Danach ist nichts mehr wie es scheint und Margaret muss so manches Mal ihre Meinung revidieren.

    Wer Elizabeth Bennett und Mr. Darcy sagt, muss auch Margaret Hale und John Thornton sagen.
    Nicht umsonst wird Elizabeth Gaskell als Jane Austen der Unterschicht gehandelt. Zielsicher und treffend, bringt sie sowohl Margarets als auch Mr. Thorntons Gefühle zum Ausdruck und sie schafft es, dass ihr Roman nicht nur eine Charakterstudie dieser Zeit wird, sondern auch so spannend wie ein Thriller.
    Die 560 Seiten habe ich verschlungen und bin genauso begeistert von der BBC Verfilmung aus 2004.
    Ich liebe es!

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    Dannys avatar
    Dannyvor 8 Jahren
    Rezension zu "North and South" von Elizabeth Gaskell

    Margaret Hale ist die Tochter eines Pfarrers aus Helston, einer kleinen Stadt im englischen Süden. Als ihr Vater in eine Glaubenskrise stürzt, kehrt er mit seiner Familie Helston den Rücken, um nun den Norden zu ziehen, in die Industriestadt Milton. Dort arbeitet er als Dozent. Doch Margaret vermisst ihre Heimat. Auch die Menschen sind in Milton ganz anders als in ihrer Heimat. bSie lernt John Thorntin, einen Fabrikanten kennen, der sein Geld mit Baumwolle verdient. Thornton ist von Margaret schnell fasziiert, doch die Pfarrerstochter behandelt ihn stets kühl und distanziert. Sie freundet sich mit dem Arbeiter Nicholas Higgins und seiner kranken Tochter Bess an. Doch es sind aufbrausende Zeiten in Milton und so kann es Margaret nicht verhindern, dass sie zwischen die Fronten eines Streites zwischen den Unternehmer und Arbeitern in Milton gerät. Thornton, der immer faszinierter von der jungen Frau ist, macht ihr einen Heiratsantrag, den Margaret jedoch ablehnt. Damit ist sein Vertrauen natürlich tief erschüttert. Erst einige persönliche Tragödien lassen Margaret reifen und machen sie erwachsener. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt sie in den Süden zurück. Jedoch muss sie bald erkennen, dass ihr die Leute aus dem Norden mehr ans Herz gewachsen sind, als sie angenommen hat.
    ***
    ein wunderbarer Roman, der das Leben in den nordenglischen Industriestädten gut skizziert. Margarets Wachsen durch die zahlreichen Schicksalsschläge, aber auch die neuen Bekanntschaften, die sie macht, machen die Story ausgesprochen interessant. Ein wirklich wunderbarer Roman.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "North and South" von Elizabeth Gaskell

    England im 19ten Jahrhundert. Der Pfarrer Richard Hale überwirft sich mit der Kirche, für seine Tochter Margaret bricht eine Welt zusammen. Von einem Tag auf den anderen ist es mit dem idyllischen Leben im Süden Englands vorbei, die Familie zieht nach Milton, in den Norden der Insel. Margaret, die bisher vom Landleben verwöhnt war ist von der Industriestadt und den gravierenden Gegensätzen zwischen Arm und Reich schockiert. Sie entschließt sich etwas dagegen zu unternehmen. Erstes Ziel ist John Thornton, er ist Fabrikbesitzer und Margaret versucht ihn zu überzeugen bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten seiner Fabrik zu schaffen. Der will davon allerdings nichts wissen, bewundert Margaret aber für ihr unermüdliches Engagement und Temperament. Schließlich zwingt jedoch das Schicksal selbst Margaret aufzu geben. Enttäuscht kehrt sie in ihre alte Heimat zurück. Sie kann die Menschen im Norden aber nicht vergessen, die ihr mittlerweile viel zu sehr ans Herz gewachsen sind. Also macht sie sich erneut auf den Weg nach Milton zu ihren Freunden und John Thornton dem Fabrikbesitzer....
    Wer die Bücher von Jane Austen mag wird dieses Buch lieben, eine schöne, turbulente Liebesgeschichte vor der Kulisse der Industrialisierung des Englands im 19ten Jahrhundert.

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    Lamia2s avatar
    Lamia2vor 10 Jahren
    Rezension zu "North and South" von Elizabeth Gaskell

    Nord und Süd, Arm und Reich, Modern und Reaktionär - das Buch lebt von den Gegensätzen. Oberflächlich betrachtet eine Liebesgeschichte, die Fans von Jane Austen gefallen könnte.
    Die Autorin war auch mit Charlotte Bronte befreundet und hat nach deren Tod eine vielbeachtete Biografie über sie verfasst.

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    DriftinHearts avatar
    DriftinHeartvor 11 Jahren
    Rezension zu "North and South" von Elizabeth Gaskell

    sehr schön. anspruchsvoll und mit komplexem geschichtlichem hintergrund, aber äußerst empehlenswert. auch wunderschöne liebesgeschichte.

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    MsMacchiatos avatar
    MsMacchiatovor 11 Jahren
    Rezension zu "North and South" von Elizabeth Gaskell

    Super, nur zu empfehlen...

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    libreevets avatar
    libreevetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr gut gezeichnete Charaktere, leider zog es sich ein wenig und die Liebesgeschichte konnte mich auch nicht komplett einnehmen.
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