Elizabeth Day

 4.3 Sterne bei 40 Bewertungen
Autorin von Die Party, Scherbenherz und weiteren Büchern.
Elizabeth Day

Lebenslauf von Elizabeth Day

Elizabeth Day wurde im Süden Englands geboren und wuchs in Nordirland auf. Ihren ersten Job hatte sie bei The Derry Journal. Seitdem hat sie für Zeitschriften wie The Evening Standard, The Sunday Telegraph, The Mail on Sunday und the Observer geschrieben. Sie gewann 2004 den British Press Award für "Young Journalist of the Year", ist Mitbegründer von Pin Drop, ein Studio für Live-Aufführungen von Kurzgeschichten, und gibt regelmäßig Beiträge bei Sky News und BBC Radio 4. Ihr Debüt "Scherbenherz" gewann den Betty Trask Award.

Alle Bücher von Elizabeth Day

Die Party

Die Party

 (36)
Erschienen am 19.09.2017
Scherbenherz

Scherbenherz

 (2)
Erschienen am 14.10.2011
Die Party

Die Party

 (1)
Erschienen am 08.10.2018
Paradise City

Paradise City

 (0)
Erschienen am 21.05.2015
Tom's Big Day and Other Stories

Tom's Big Day and Other Stories

 (0)
Erschienen am 01.01.2004
Scissors, Paper, Stone

Scissors, Paper, Stone

 (0)
Erschienen am 07.01.2011
The Party

The Party

 (1)
Erschienen am 13.07.2017

Neue Rezensionen zu Elizabeth Day

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Rezension zu "Die Party" von Elizabeth Day

Eine Kopie des Kopierers
FrauSchafskivor 6 Tagen

Martin, der Hauptcharakter dieses Romans (als Thriller würde ich das Buch nicht unbedingt bezeichnen), ist per se erst einmal nicht uninteressant. Vom Wesen her eher ein unauffälliger, strebsamer Typ, definiert er sich selbst allein durch die Beziehung zu seinem besten Freund Ben. Ben, der Überflieger, der Frauenheld, der reiche, verzogene Schönling. Doch für Martin ist Ben alles und er ist über die Jahre zu so etwas wie Bens „kleiner Schatten“ geworden.

 

Kommt euch das bekannt vor? Mir schon. Ich musste sehr früh und unweigerlich an den „talentierten Mr. Ripley“ denken. Denn auch wenn der Verlauf der Geschichte ein anderer ist, so ähnelt die Grundkonstellation schon arg dem Roman von Patricia Highsmith. Nun gut, das muss ja nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Ganz im Gegenteil konnte mich die Handlung durch den interessanten Erzählungsaufbau zu Beginn durchaus begeistern. Drei Erzählperspektiven kommen hier zusammen. Die eine folgt Martin in der Gegenwart, der gerade von der Polizei verhört wird und rückblickend von den Ereignissen „der Party“ berichtet, die zweite zeigt ebenfalls Martin, der in wesentlich größerem zeitlichen Abstand von der Entstehung seiner Beziehung zu Ben spricht und zuletzt sind da noch die Aufzeichnungen von Lucy, die als außenstehende Betrachterin von Martin, Ben und den Ereignissen bei der Party erzählt.

 

Etwa die Hälfte des Buches funktionierte das gut, Martin wird als Charakter gut ausgearbeitet und ist auf seine Art irgendwie gruselig. Doch dann bricht die Spanung ein, je näher wir der Party und den Ereignissen dieser Nacht kommen, umso zäher wird es. Der Autorin ist zum Ende hin einfach die Luft ausgegangen und es scheint, als hätte sie die Handlung künstlich in die Länge gezogen. Die eigentliche Auflösung ist letztlich völlig unspektakulär und genauso unscheinbar wie Martin ohne seinen besten Freund Ben: ein Schatten ohne Körper.

 

Fazit: Ein vom Aufbau her erst einmal spannender Charakter wird hier in einer zum Ende hin nichtssagenden Handlung verheizt. Da die erste Hälfte des Romans fesseln kann, vergebe ich insgesamt dennoch drei Sterne.

 

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Rezension zu "Die Party" von Elizabeth Day

Eine tiefgründige Geschichte
MissRichardParkervor einem Jahr

Eine Geschichte über eine Freundschaft zweier Männer, die viele dunkle Geheimnisse offenbart...

Dieses Buch ist grossartig geschrieben! Es ist so fesselnd und nimmt einem komplett ein. Da die Geschichte von 2 Personen beschrieben wird, offenbart sich so Stück für Stück das Gesamtbild der Freunschaft von Martin und Ben. Ständig werden Geschehnisse angedeutet und man will unbedingt wissen was dann kommt. Die Autorin hat es geschafft diese Geschichte perfekt zusammenzstellen mit allem was man sich an einer spannenden Story nur wünschen kann. Genial und sehr gelungen!

Eine ganz klare Leseempfehlung. Ich hoffe davon gibt es bald noch mehr.

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Rezension zu "Die Party" von Elizabeth Day

Verhängnisvolle Freundschaft
Amilynvor einem Jahr

Martin Gilmour ist auf die dekadente Party zum 40. Geburtstag seines besten Freundes Ben eingeladen. Zeit, die besondere Verbindung  zwischen den beiden Revue passieren zu lassen, die von Bens Seite her nicht so besonders zu sein scheint und für Martin längst zur Obsession geworden ist.


Zunächst mal eine Warnung vor dem inneren Klappentext des gebunden Buches: der verrät direkt mal den kompletten Inhalt bis hin zum Ende (was ich dankenswerterweise erst kurz vor dem Schreiben der Rezension entdeckt habe). 


Doch so richtig tragisch wäre es auch nicht gewesen. In dieser Geschichte geht es gar nicht darum, was man vorher darüber weiß oder was man nicht weiß. Es geht darum, sie zu lesen. Diesen außergewöhnlich guten Schreibstil zu genießen. Die Charakterzeichnung von Martin zu genießen, von seiner Frau, von Ben, von dessen Frau und überhaupt von allen, die Martin Gilmours Weg kreuzen. Denn der geht nicht gerade zimperlich mit ihnen um und beschreibt alles und jeden bis zuletzt in der für sie unvorteilhaftesten Art und Weise.


Niemand scheint es ihm recht machen zu können, weder seine Mutter noch seine Lehrer oder auch nur einer seiner Mitschüler, die er schon im Grundschulalter für rückständig und unter seiner Würde hält. Das macht nicht nur ihn selbst sehr unsympathisch, sondern auch alle anderen. Dass alles auch eine andere Seite hat, erfährt man erst später, als seine Frau Lucy ebenfalls einige Passagen der Geschichte erzählt. Doch Elizabeth Day bleibt mit ihrem Protagonisten Martin konsequent auf Kurs. Die eine hat Haar, "das ihr wie Beton das Gesicht umrahmt", der andere schwafelt "irgendeinen niveaulosen Blödsinn" (beides S. 326), wieder jemand anders ist "wie eine Zweitbesetzung, die unbedingt auf die Bühne will" (S. 373).


Nicht einmal Ben kommt wirklich gut weg, und doch ist er es, um den sich sein ganzes Leben dreht. Dabei weiß die Autorin die Geschichte zwar aus Martins verklärter Sichtweise zu erzählen, dem Leser aber trotzdem zu vermitteln (teilweise auch aus Lucys Sicht), dass Ben keinerlei Interesse an dieser "besten Freundschaft" hat. Schließlich redet sich Martin derart in Widersprüche, dass er selbst irgendwann an seine eigenen Manipulationen glaubt, die er sich ausgedacht hat, um Ben für sich zu gewinnen.


Was Elizabeth Day ebenfalls großartig schafft, sind lesbare Endlossätze. Die streut sie immer dann ein, wenn es für Martin gerade besonders an die Substanz geht. Teilweise wirkt das etwas konstruiert, ist aber einfach phantastisch geschrieben und erwärmte mein Endlossatz-Fan-Herz aufs Allerherrlichste.


Fazit: Die Party ist so großartig erzählt, dass man sich wünscht, man hätte die Geschichte selbst geschrieben. Elizabeth Day streut die Geschichte um Martin und Ben wie Brotkrumen so geschickt, dass sich alles am Schluss meisterhaft zusammenfügt. Gleichzeitig ist das Buch die Charakterstudie eines Mannes, der sich längst selbst verloren hat. Von mir gibt es natürlich 5*****.







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Gespräche aus der Community

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Bist du eingeladen?


Die Party zum 40. Geburtstag des einflussreichen Ben ist das Event des Jahres. Hier treffen sich die Reichen und Schönen der britischen High Society und lassen sich in einem Rausch aus Champagner, Drogen und Glamour feiern. Bens Freund Martin fühlt sich hier so fehl am Platz wie nirgends sonst. Doch das Geheimnis, das ihn an den Gastgeber bindet, lässt ihm keine Wahl. 

"Die Party" von Elizabeth Day ist eine beklemmende und zugleich fesselnde Geschichte über Besessenheit, Vetternwirtschaft und Scheinheiligkeit, die mitten im Herzen des britischen Establishments spielt. Ihr habt Lust, dem Geheimnis dieser gefährlichen Freundschaft zwischen Martin und Ben auf den Grund zu gehen? Dann macht mit bei der Leserunde und gewinnt eines von 25 Exemplaren von "Die Party"!

Mehr zum Inhalt
Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht. Es gibt nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. »Mein bester Freund Ben«, sagt Martin. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Durch seinen Freund lernt er eine andere Welt kennen: die Welt der Oberschicht, der Privilegierten. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles. Nach Jahren des Selbstbetrugs hat auch Lucy das begriffen. Ihr Ehemann Martin mag sie und braucht sie, aber Liebe? Liebe empfindet er nur für den Freund. Längst hat Martin, in scheinbarer Selbstlosigkeit, dafür gesorgt, dass dieser sich nie von ihm lösen kann. »Bens kleiner Schatten«, nennt ihn Bens Ehefrau Serena. Doch grenzenlose Hingabe kann lästig werden – so wie eine gemeinsame dunkle Vergangenheit.

»Geistreich, dunkel und fesselnd« – Sebastian Faulks 

Mehr zur Autorin
Elisabeth Day, geboren 1978, hat Geschichte studiert und arbeitet als Zeitungs- und Fernsehjournalistin. Für ihre Arbeit ist sie mehrfach ausgezeichnet worden. "Die Party" ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Elizabeth Day lebt in London.

Gemeinsam mit dem DuMont Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Die Party"Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 13.09. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: 

Wart ihr schon einmal auf einer Party, bei der ihr euch furchtbar fehl am Platz gefühlt habt? Warum wart ihr dort? Erzählt uns etwas von dieser Party!



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Viel Glück!
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Elizabeth Day wurde am 10. November 1978 in Großbritannien geboren.

Elizabeth Day im Netz:

Community-Statistik

in 72 Bibliotheken

auf 14 Wunschlisten

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von 2 Lesern gefolgt

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