Elizabeth Day Die Party

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Inhaltsangabe zu „Die Party“ von Elizabeth Day

Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht. Es gibt nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. »Mein bester Freund Ben«, sagt Martin. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Durch seinen Freund lernt er eine andere Welt kennen: die Welt der Oberschicht, der Privilegierten. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles. Nach Jahren des Selbstbetrugs hat auch Lucy das begriffen. Ihr Ehemann Martin mag sie und braucht sie, aber Liebe? Liebe empfindet er nur für den Freund. Längst hat Martin, in scheinbarer Selbstlosigkeit, dafür gesorgt, dass dieser sich nie von ihm lösen kann. »Bens kleiner Schatten«, nennt ihn Bens Ehefrau Serena. Doch grenzenlose Hingabe kann lästig werden – so wie eine gemeinsame dunkle Vergangenheit.

Ganz kurzweilige Unterhaltung - unbedingt lesenwert!

— Callso

Ein spannender Thriller und zugleich eine kritische Gesellschaftsstudie.

— Literaturchaos

Sehr empfehlenswert!

— tardy

Bis auf das Ende ein wirklich gut geschriebene Geschichte.

— eulenmatz

Gerne mehr davon... Ein tolles Buch über eine Freundschaft aus falscher Motivation

— Luelue83

Mit Spannung erwartete Party

— mannomania

Sehr interessanter und spannender Einblick in Martins Leben, der einen nachdenklich stimmt

— Lesezeichen16

Eine augenöffnende Fete - beste Freunde - es brodelt und brodelt zwischen den Seiten und am Ende bricht der Vulkan ohne Verluste aus.

— Binea_Literatwo

Diese Geschichte ist etwas völlig anderes und überzeugt durch vielschichtige Charaktere, die mal nicht etwas höchstdramatisches erleben

— Miia

Spannend und kurzweilig - ein echter Pageturner und eine Abrechnung mit den Reichen und Schönen.

— miro76

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Ein wenig crazy, aber aufregend;)

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  • Der LovelyBooks Advent - Buchverlosung bis zum 24.12.2017 zu euren Wunschbüchern

    LovelyBooks Spezial

    Marina_Nordbreze

    Süßer die Bücher nie klingen! Die Plätzchen stehen neben dem liebsten Heißgetränk, im Kerzenschein erstrahlt die Leseecke – Und während wir unsere Wohnung winterlich einrichten, sollte das Bücherregal nicht leer ausgehen. Das ruft nach neuen Büchern, oder?Deswegen freuen wir uns, euch beim LovelyBooks Advent buchige Geschenke machen zu können!Vom 01.12. bis zum 24.12. öffnen wir jeden Tag unser Bücherregal für euch und ihr habt die Chance euch selbst zu beschenken.Am 24.12. entscheidet ihr, welches Buch wir verlosen! Und damit ihr genügend Zeit für die Entscheidung habt, könnt ihr euch bereits jetzt dafür bewerben!Ihr habt ein Buch, welches schon viel zu lange auf eurer Wunschliste steht? Dann verratet uns, welches Buch ihr euch wünscht und mit etwas Glück schenken wir euch genau dieses Buch!Ihr braucht Inspiration? Dann guckt doch bei unserem Geschenkefinder vorbei!Bewerbt euch bis einschließlich 24.12.2017 direkt über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verratet uns euer Wunschbuch! Fünf glückliche Gewinner dürfen sich dann schon bald über Buchpost freuen! Habt ihr eure Wunschbuch über den Geschenkefinder gefunden? Dann freuen wir uns über einen Hinweis dazu in eurem Bewerbungsbeitrag!Mitmachen lohnt sich! Wer an mindestens 10 Verlosungen im LovelyBooks Advent teilnimmt, hat die Chance auf ein riesiges Buchpaket mit allen 24 Büchern aus dem LovelyBooks Advent! Auf der Suche nach Geschenken? Dann guckt direkt bei unserem Geschenkefinder vorbei, um das richtige Geschenk für eure Liebsten zu finden! Bitte beachte vor deine Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen!

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    • 24. December 2017 um 23:59
  • Der Überraschungshit des Jahres: "Die Party" ist ein feines Lesevergnügen

    Die Party

    Callso

    20. November 2017 um 16:33

    Dieses  Buch hat mich geflasht! Und dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht. Ein feiner Thriller, ein brisantes und spannendes Thema, ganz tolle Charaktere und beste, kurzweilige Unterhaltung. Ein herausragendes Buch und ein echter Überrschungshit.Elisabeth Day schreibt ebenso unterhaltsam, wie klug, sie dosiert mit spannenden Cliffhangern und Ankündigen sowie fantastischen Openern in den Kapiteln. So wird das Buch zum Pageturner, man versinkt immer mehr im düsteren Dasein der Hauptdarsteller.Freundschaft, Eheprobleme, Besessenheit, die Gier nach Anerkennung, der normale Wahnsinn von Reichtum, Lügen, Intrigen, Psychologie und jede Menge Geheimnisse. Die Story in "Die Party" dreht sich um so viele Details, so dass niemals Langeweile aufkommt. Vielmehr steigert sich der Spannungsverlauf mit jeder neuen Seite.Martin stammt aus einfachen Londoner Verhältnissen. Als er in der Highschool den jungen Ben kennenlernt, wird aus Freundschaft aus der Sicht von Martin viel mehr. Begierde und Liebe sind es, die er heimlich empfindet. Dennoch heiratet er später Lucy, die vom Leben gestrandet und gezeichnet ist und mit Martin ein scheinbar gute Symbiose bildet.Doch auf Bens 40. Geburtstag eskaliert die Situation und aus dem Pulverfass entwickelt sich eine Explosion.Ich kann dieses Buch nur wärmsten empfehlen, weil alle Zutaten stimmen. Die verschiedenen Sichtweise geben dem Roman ein feine Note. I love The Party!

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  • Leserunde zu "Die Party" von Elizabeth Day

    Die Party

    diewortklauberin

    Bist du eingeladen? Die Party zum 40. Geburtstag des einflussreichen Ben ist das Event des Jahres. Hier treffen sich die Reichen und Schönen der britischen High Society und lassen sich in einem Rausch aus Champagner, Drogen und Glamour feiern. Bens Freund Martin fühlt sich hier so fehl am Platz wie nirgends sonst. Doch das Geheimnis, das ihn an den Gastgeber bindet, lässt ihm keine Wahl. "Die Party" von Elizabeth Day ist eine beklemmende und zugleich fesselnde Geschichte über Besessenheit, Vetternwirtschaft und Scheinheiligkeit, die mitten im Herzen des britischen Establishments spielt. Ihr habt Lust, dem Geheimnis dieser gefährlichen Freundschaft zwischen Martin und Ben auf den Grund zu gehen? Dann macht mit bei der Leserunde und gewinnt eines von 25 Exemplaren von "Die Party"!Mehr zum InhaltMartin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht. Es gibt nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. »Mein bester Freund Ben«, sagt Martin. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Durch seinen Freund lernt er eine andere Welt kennen: die Welt der Oberschicht, der Privilegierten. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles. Nach Jahren des Selbstbetrugs hat auch Lucy das begriffen. Ihr Ehemann Martin mag sie und braucht sie, aber Liebe? Liebe empfindet er nur für den Freund. Längst hat Martin, in scheinbarer Selbstlosigkeit, dafür gesorgt, dass dieser sich nie von ihm lösen kann. »Bens kleiner Schatten«, nennt ihn Bens Ehefrau Serena. Doch grenzenlose Hingabe kann lästig werden – so wie eine gemeinsame dunkle Vergangenheit.»Geistreich, dunkel und fesselnd« – Sebastian Faulks Mehr zur AutorinElisabeth Day, geboren 1978, hat Geschichte studiert und arbeitet als Zeitungs- und Fernsehjournalistin. Für ihre Arbeit ist sie mehrfach ausgezeichnet worden. "Die Party" ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Elizabeth Day lebt in London.Gemeinsam mit dem DuMont Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Die Party". Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 13.09. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:  Wart ihr schon einmal auf einer Party, bei der ihr euch furchtbar fehl am Platz gefühlt habt? Warum wart ihr dort? Erzählt uns etwas von dieser Party! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.Viel Glück!

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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  • Wie gut verstellen sich die Leute um dich herum, ohne dass du es bemerkst?

    Die Party

    Literaturchaos

    29. October 2017 um 15:32

    "Wie gut kennst du deinen besten Freund?" - So lautet der Untertitel dieses Thrillers und lässt schon ein wenig erahnen, wohin die Geschichte uns führen wird. Denn seien wir doch mal ehrlich: Im wahren Leben kann man den Leuten nicht in den Kopf schauen, warum sollten es die Charaktere in unseren Büchern da einfacher haben? Man verstellt sich, manipuliert und ist nur auf den eigenen Vorteil bedacht - DAS allerdings ist in Romanen natürlich immer eine Spur aufgebauschter und spektakulärer beschrieben, als es in der Realität vielleicht oder ganz sicher der Fall wäre, was allerdings dann auch wieder mit dem angeborenen Voyeurismus der Menschen unserer Zeit zu tun hat. Wir sind nunmal schadenfroh und hämisch, das ist unsere Natur. Deshalb lieben wir es, etwas über das Unglück anderer, möglichst fiktiver Leute zu lesen und sind nachher froh, dass wir nicht in solch einem Schlamassel sitzen sondern gemütlich auf der Couch. Lange Rede, kurzer Sinn: Dieses Buch steuert auf ein böses Ende zu. Könnte man meinen...   Aber fangen wir doch einfach von vorne an: Die Autorin Elizabeth Day hat hier zwei Charaktere erschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Martin ist der kleine Mitläufer, eher durchschnittlich in seiner Gestalt, seinem Aussehen und seinen Aktivitäten. Ben hingegen ist der wahnsinnig gutaussehende, sportliche, überall beliebte und die Mädels natürlich reihenweise vernaschende Sonnenschein. Die beiden lernen sich in jungen Jahren auf der Schule kennen, was für Ben nichts weiter als eine flüchtige Begegnung ist und in Martin von der ersten Minute an einen Plan entstehen lässt. Einen Plan für seine und Bens Zukunft.   Ben hilft Martin aus einer Situation heraus, in der er von anderen Mitschülern bedroht wird - für Ben ist das nichts, worüber er anschließend weiter nachdenkt, für Martin ist er jedoch fortan der Held und er will, er MUSS es schaffen, sein Freund zu werden.   Was zunächst mit dem Auskundschaften von Bens Vorlieben in Sachen Filme und Musik beginnt, nimmt schon bald merkwürdige Züge an, denn Martin verstellt sich komplett, nur um Ben zu gefallen, gibt vor, die selbe Musik zu mögen (die er in Wahrheit nicht ausstehen kann) und rein zufällig die selben Hobbies zu haben (von denen er keine Ahnung hat). Er hängt nicht nur mit einer hündischen Ergebenheit an Ben, er ist regelrecht besessen von ihm. Nur Ben scheint das gar nicht aufzufallen, was ich sehr merkwürdig fand.   Und dann kommt diese eine Nacht. Diese Nacht, die Martin perfekt in die Karten spielt, in der er sich scheinbar opfert, in Wirklichkeit jedoch voller Berechnung handelt und fortan fast ein Mitglied von Bens Familie ist und vor allem von deren immensen Reichtum profitiert.   Die Jahre gehen ins Land, die Jungs heiraten und man könnte meinen, das nun alles seinen Weg geht. Ganz entspannt. Irrtum! Ben ist immer noch der wichtigste Mensch in Martins Leben und selbst ihm ist mittlerweile aufgefallen, dass diese Freundschaft keine normale ist. Deshalb will er Martin loswerden. Auf jener Party....   Der Leser bekommt häppchenweise serviert, was in jener ominösen Nacht damals geschah und wird ebenso nach und nach mit dem ganzen Ausmaß von Martins krankhafter Besessenheit konfrontiert. Die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen und den Leser bei den Seiten zu halten, denn Ihr erinnert Euch? - Unsere Sensationsgier will unbedingt wissen, wie die Party endet....   Doch das Ende ist noch längst nicht das Ende. Das Ende zeigt uns, dass dieser Roman nicht nur ein spannender Thriller sondern auch noch eine Gesellschaftsstudie ist. Eine Gesellschaftsstudie, deren Ende mich mehr als wütend macht. Weil sie der Wahrheit, der heutigen Realität entspricht.

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  • Von Opfern und Obsessionen

    Die Party

    Thoronris

    26. October 2017 um 13:50

    Dieser Roman schildert auf kunstvolle Weise, wie ganz menschliche Regungen zu unmenschlichen Taten führen können. Die Geschichte von Martin und Ben, zwei jungen Männern, die eigentlich nichts verbindet, wird in Rückblenden beleuchtet, doch die Perspektiven, die wir auf deren Leben erhalten, sind unzureichend, um ein vollständiges Bild zu zeichnen. Dessen ist sich die Autorin sehr bewusst, so dass genau in dieser Unvollständigkeit, in dem, was ungesagt bleibt, ihre Stärke liegt. Unorthodoxe Erzählstruktur Von Anfang an befindet wir uns in einem polizeilichen Gespräch, welches offensichtlich nach der titelgebenden Party liegt. Dem Leser ist klar, dass etwas Ernstes geschehen ist, doch wir werden sehr lange im Unklaren darüber gelassen, wer, was, wie und warum es geschehen ist. Martin wird von zwei Polizisten verhört, aus seiner Perspektive erleben wir das Gespräch, ebenso wie wir all seine Erinnerungen streng aus seiner eigenen Perspektive erleben. Gleichzeitig wird auf einer anderen Ebene Lucy, Martins Ehefrau, eingeführt, die Tagebuch schreibt und sich in irgendeiner Form der Therapie befindet. Wann diese Therapie stattfindet, ist unklar, nur, dass es ebenfalls nach der Party ist, wissen wir. Ohne chronologische Reihenfolge erzählt Martin mal von seinem Leben in der Schule, im College oder von seiner Arbeit. Szenen, die früh erwähnt werden, stehen erst viel später in einem Kontext, der ihnen mehr Sinn verschafft. Das ist unheimlich faszinierend zu lesen, doch man muss auch aufmerksam bleiben, um die richtigen Enden der Geschichte miteinander zu verknüpfen. Auch Lucys Tagebucheinträge sind nicht chronologisch, sondern eher als eine Reihe von Anekdoten verfasst, manchmal eher Gedanken über Martin, manchmal eher eigene Erlebnisse aus ihrer Zeit vor ihm. Stück für Stück bastelt die Autorin so zwei komplexe, unglückliche Charaktere, die vom Fluch von Bens Existenz belastet werden. Martin ist in vieler Hinsicht ein typischer Jugendlicher: Er kennt die Welt nicht, fühlt sich irgendwie ausgeschlossen und spürt, dass er anders ist, ohne dass er versteht, warum das so ist. Während der Pubertät durchlaufen die meisten Menschen solche Phasen der Unsicherheit, doch der Umgang ist unterschiedlich. Der Weg, den Martin einschlägt, ist ebenso ungewöhnlich wie gefährlich. Er schleicht sich in Bens Leben, bis dieser ihm nicht mehr entkommen kann. Ben, als Sohn aus reichem Haus dazu erzogen, niemanden vor den Kopf zu stoßen, um bloß kein schlechtes Image zu bekommen, erkennt zu spät, wie extrem Martin in seiner Freundschaft ist. Und als er es schließlich erkennt und ihn aus seinem Leben drängen will, ergreift Martin eine Gelegenheit beim Schopf, um sich für immer an Ben und dessen Familie zu ketten. Ein Geheimnis, das den Plot zusammenhält Diese schon im Klappentext erwähnte dunkle gemeinsame Vergangenheit ist der Dreh- und Wendepunkt des gesamten Beziehungsgeflechts. Lucy, die nichts Genaues weiß, aber ahnt, ist trotz ihrer Intelligenz nicht in der Lage, Martin vollständig zu durchschauen. Martin wiederum erkennt das Zusammenspiel von Wissen, Macht und Erpressung, ist aber so stark von seinen Gefühlen geleitet, dass er sein eigenes Verhalten nur als selbstlos wahrnehmen kann, obwohl er weiß, dass es das nicht ist. Was uns zu einem nächsten Punkt in Martins Charakter bringt: Er sieht sich als Opfer. Schon von den ersten Seiten des Buches an fließt aus den Zeilen das Gefühl eines Menschen heraus, der sich stets nur als Opfer betrachten kann. Seine fast immer beherrschten Aggressionen richten sich nach außen, gegen alles und jeden, der ihm seinen rechtmäßigen Platz in der Gesellschaft verwehren könnte. Das hat ihn für mich von Anfang an unsympathisch gemacht, ohne dass dieser Umstand jedoch mein Lesevergnügen wirklich getrübt hätte. Im Gegenteil: In der Art, wie auch Lucy sich als Opfer betrachtet, und man vermuten kann, dass Ben sich selbst auch als Opfer sieht, wird deutlich, dass jeder Mensch im Leben damit zu kämpfen hat, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen und dazu neigt, äußeren Umständen die Schuld zu geben. Dieses Unrechtsbewusstsein kann dazu führen, dass sich Aggressionen über Jahre oder Jahrzehnte aufstauen, ohne je ein konkretes Ziel zu haben. Wenn sich dann ein Ziel auftut, egal, ob wirkliche Ursache der Wut oder nur spontaner Anlass, haben solche Menschen ein hohen Gewaltpotential. Wie der Ausgang der Party beweist. Insgesamt ist dieses Buch eine wundervolle Charakterstudie, die einfühlsam die Verletzlichkeit junger Menschen zeigt. Leider fehlte mir am Ende aber irgendeine Form der Aufklärung oder ein Erkenntnisgewinn. Ich bin ein wenig ratlos zurückgeblieben, ohne dass ich in Worte fassen könnte, was genau ich mir gewünscht hätte. In jedem Fall aber blieb ich mit einem Gefühl der Leere zurück, das mich unzufrieden macht. Vielleicht war dieser Mangel an Aufklärung auch die Absicht der Autorin, weil sie eben gerade keine leichte Antwort geben wollte.    Fazit: Der Roman "Die Party" von Elizabeth Day ist eine spannende Charakterstudie, in deren Mittelpunkt drei Menschen stehen, die alle auf ihre Weise mit äußeren und inneren Umständen zu kämpfen haben. Die Verletzungen, die insbesondere Martin und seine Ehefrau Lucy während ihrer jungen Jahre erfahren haben, manifestieren sich in problematischen Charakterzügen und einem Mangel an Selbstbewusstsein. Die Art, wie die Geschehnisse der Vergangenheit, der Party selbst und der Gegenwart miteinander verwoben werden, machen das Buch zu einem Lese-Highlight. Lediglich am Ende wäre eine etwas klarere Botschaft - oder überhaupt irgendeine Botschaft - wünschenswert gewesen. Dennoch ist es für jeden, der auch mal die dunklen Seiten unserer Psyche anschauen will, nur zu empfehlen!

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  • Die Party - Wie gut kennst du deinen besten Freund?

    Die Party

    Lilly321

    25. October 2017 um 15:20

    Der Grund für den Titel wird schnell klar: Das Hauptereignis passiert auf einer Party von Ben. Ben ist sehr bekannt und sein Freund Martin aus der Schule ist auch immer dabei. Dieser ist nicht so wohlhabend und hat auch sonst keine Freunde. Im Buch geht es immer wieder um die Gegensätze der beiden Freunde.Es gibt verschiedene Sichtweisen, die sich immer wieder abwechseln - Party, Vergangenheit von Martin und Ben, Tagebuch von Lucy (Martins Frau). Das macht das ganze interessanter und man möchte das Buch am besten nicht aus der Hand legen.Erst ist nicht klar, was auf der Party genau passiert ist, doch das wird Stück für Stück aufgedeckt. Als es raus war, war ich positiv überrascht. Auch in der Vergangenheit ist etwas sehr wichtiges passiert, was die Gegenwart der beiden Freunde immer wieder prägt. Bereits am Anfang wird dieses Ereignis angedeutet, aber wirklich klar ist es erst am Ende.Insgesamt bleibt das Buch dauerhaft spannend. Die Charaktere waren mir alle nicht sympatisch, aber das ist das Besondere dieses Buches. Martin steht im Vordergrund als Charakter.Das Ende war wirklich unerwartet. Leider nicht so, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte, aber deshalb war es realitätsnaher.Insgesamt kann ich das Buch wirklich nur empfehlen und der Grund, weshalb ich nicht so genau auf den Inhalt usw eingehe, ist ganz einfach, dass ich nichts vorweg nehmen möchte.

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  • Sehr gute Literatur

    Die Party

    eulenmatz

    20. October 2017 um 14:51

    INHALT: Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht. Es gibt nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. »Mein bester Freund Ben«, sagt Martin. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Durch seinen Freund lernt er eine andere Welt kennen: die Welt der Oberschicht, der Privilegierten. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles. Nach Jahren des Selbstbetrugs hat auch Lucy das begriffen. Ihr Ehemann Martin mag sie und braucht sie, aber Liebe? Liebe empfindet er nur für den Freund. Längst hat Martin, in scheinbarer Selbstlosigkeit, dafür gesorgt, dass dieser sich nie von ihm lösen kann. »Bens kleiner Schatten«, nennt ihn Bens Ehefrau Serena. Doch grenzenlose Hingabe kann lästig werden – so wie eine gemeinsame dunkle Vergangenheit. MEINUNG: Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, weil ich unbedingt wissen wollte, was sicher hinter der Freundschaft zwischen Martin und Ben verbirgt und was genau passiert ist, weswegen die Party am Ende so eskaliert. Denn das dem so ist, wird relativ schnell klar, weil das Buch gleich mit der Befragung von Martin auf einer Polizeistation einsteigt. Dabei ist aber noch nicht klar, was genau passiert ist und ob Martin verdächtigt wird. Das Buch enthält vier Erzählperspektiven: Die Befragung von Martin, das Tagebuch von Lucy, die Party und ein Rückblick von Martin in die Vergangenheit, wie er und Ben sich kennenlernten. Der Autorin gelingt es grandios diese ganzen Fäden am Ende zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzuführen. Der Spannungsbogen wird konstant gehalten, auch wenn man relativ schnell ahnt, was damals in der Vergangenheit vorgefallen ist. Das ist aber in Ordnung ist, da es ja kein Krimi/ Thriller ist. Es geht vielmehr um die Freundschaft zwischen Martin und Ben. Auch hier verrät der Klappentext eigentlich schon relativ viel. Das Ungleichgewicht zwischen den beiden wird schnell spürbar. Beide kommen aus völlig unterschiedlichen Welten. Martin sieht mehr zu Ben auf, kopiert sogar sein Aussehen. Eine gewisse Zuneigung zu Ben ist nicht abstreitbar. Dennoch hatte ich nicht den Eindruck, dass es um vorrangige Gefühle sexueller Natur ging, sondern Martin wollte einfach gesehen werden, für jemand wichtig sein. Mit seinem „Freundschaftsdienst“ versucht er das zu erreichen und schafft es doch nicht. Mir tat Martin oft leid, denn seine Zuneigung zu Ben ist obsessiv. Im Gegensatz zu Martin, konnte ich Ben überhaupt nicht leiden. Ben ist der klassische junge, attraktive Mann aus der Oberschicht, der eine aufstrebende Karriere als Politiker vor sich hat. Natürlich wird hier auch eine Reihe von Klischees bedient, dennoch blieb er für mich eine authentische Person. Ich frage mich, ob Martin ihm überhaupt etwas bedeutet hat. Viel zu macht er sich über ihn lustig und behandelt ihn am Ende wie einen Fußabtreter. Martin wacht leider erst sehr spät auf. Dem Leser ist viel früher klar, dass es sich hier nicht wirklich um eine Freundschaft auf Augenhöhe handelt. Richtig toll fand ich Lucy, Martins Ehefrau. Auch Lucy hat ihr Päckchen zu tragen und man fragt sich unweigerlich, wie sie einen Mann wie Martin heiraten konnte. Dennoch erschienen sie mir als gutes Team, auch wenn man hier weniger von einem sich liebenden Ehepaar sprechen kann. Als es aber hart auf hart kommt, halten sie zusammen. Lucy wirkt anfangs unscheinbar, aber sie ist eine klug, scharfsinnige Frau, die ihre Meinung auch kundtut. Ihre bissige Antworten lockern das doch recht beklemmende Buch häufig auf. Das Buch zeigt auf, dass man soziale Schichten nicht einfach aufbrechen kann. Privilegierte, wie Ben finden immer eine Sonderbehandlung, selbst wenn sie Strafdaten begehen. Das ist bitter, aber wohl leider auch realistisch. Damit ließ mich das Buch ein wenig mutlos zurück und widerstrebt meinem Gerechtigkeitsempfinden. FAZIT: Ein durch und durch sehr gut geschriebenes und erzähltes Stück Literatur, welches mich wirklich begeistern konnte. Lediglich der Schluss war für mich mein Gerechtigkeitsempfinden nicht ausreichend, wenn auch realistisch. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Die Party

    Die Party

    tardy

    20. October 2017 um 09:18

    Martin und Ben sind beste Freunde seit ihrer Schulzeit. Dabei sind sie so verschieden: Martin kommt aus ärmlichen Verhältnissen, hat seinen Vater nie kennegelernt, die Mutter zieht ihn völlig emotionslos, ohne Liebe auf. Ben dagegen kommt aus reichem Hause und hat eine große Karriere vor sich. Zu Bens 40. Geburtstag ist eine große Party geplant. Natürlich sind Martin und seine Frau Lucy auch eingeladen. Die Entwicklungen lassen sich nicht mehr aufhalten.Von Elizabeth Days Roman "Die Party" hatte ich mir so einiges erwartet. Was ich dann bekam, hat diese Erwartung um ein vielfaches übertroffen. Einen interessanten und tiefen Einblick in das Leben der Reichen und Schönen. Der so tief war. dass man bis in den hintersten Winkel der Seele blicken konnte. Die Autorin hat ein wahres Meisterwerk geschaffen, ein subtiles, erschütterndes Buch, das mich sicher nicht so schnell wieder loslässt. Der wunderbar angenehme Schreibstil sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Der ständige Perspektivenwechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen erhöht die Spannung fast bis ins Unerträgliche und ich konnte kaum mehr aufhören zu lesen. Keiner der Protagonisten war mir sonderlich sympathisch, alle wurden aber sehr authentisch und detailliert dargestellt, so dass man ihre Handlungen gut nachvollziehen und verstehen konnte. Durch das ganze Buch zieht sich, latent vorhanden, ein unangenehmes, kaltes Gefühl, wie eine Bedrohung, die bis zur letzten Seite anhält. Die Unterschiede der verschiedenen Gesellschaftsschichten, die verzweifelte Suche Martins nach Freundschaft, sein Unvermögen eine emotionale Beziehung einzugehen, das Charisma Bens, der leicht Sympathien erweckt, aber dennoch über "Leichen" geht, wenn es seiner Karriere dienlich ist, all das wurde in einer derart brillianten Weise herausgearbeitet, dass man nur den Hut vor der Autorin ziehen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Buch der Schriftstellerin und gebe eine klare Leseempfehlung!

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  • Eine Geschichte mit Tiefgang

    Die Party

    Lebensglueck

    15. October 2017 um 18:49

    Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Er stößt alle Menschen von sich außer Ben. Für Martin zählt nur Ben. Sein ganzes Leben dreht sich um ihn. Die besagte Party wird für Martin nur ganz anders verlaufen als er sich gedacht hat. Eine Geschichte mit Tiefgang.Mir hat die Geschichte gut gefallen. Sie regt zum nachdenken an.Man liest die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und hat Zeitsprünge mit verarbeitet. Was mir sehr gut gefallen hat, dass die Geschichte in verschiedenen Abschnitten aufgeteilt ist.Martin ist ein interessanter Charakter. Auf der einen Seite mag man ihn gar nicht  und auf der anderen Seite tut er einem leid. Seine Veränderung ist interessant geschildert.Ben hat zwei Gesichter. Es ist interessant wie sich die Medalie bei ihm wendet und wie er handelt.Die Geschichte konnte mich immer wieder überraschen und man war immer am rätseln wie es weitergeht. Ich vergebe 4/5 Sterne.

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  • Freundschaft oder Abhängigkeit?

    Die Party

    BiancaWoe

    12. October 2017 um 22:15

    Martin würde alles für ihn tun. Ben, seinen besten Freund seit Kindheitstagen. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft. Zumindest ist Martin dieser Meinung. Aber sieht Ben das genauso? Würde auch er alles für seinen Freund tun? Das Buch "Die Party" von Elisabeth Day habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen. Vielen Dank hierfür! Mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich ganz zu Anfang ein klein wenig Probleme. Martin, aus dessen Sicht der Großteil der Geschichte erzählt wird, hat eine eigene Art sich auszudrücken, teils etwas gehoben, und verwendet besonders am Anfang einige Fremdwörter, die einen nicht ganz so leichten Lesefluß verursachen. Allerdings fand ich dann doch sehr gut in die Ich-Erzählung hinein. Neben Martin, der zum einen aus dem Verhörraum der Polizei und zum anderen in der Vergangenheit berichtet, gibt es zwischendurch Kapitel mit Tagebucheinträgen von Lucy, Martin's Frau. Diese sind angenehm locker und schildern noch einmal aus einer anderen Sicht, was sehr interessant ist. Was die Charaktere betrifft, so ist "Die Party" wohl das erste Buch, in dem mir keiner der Protagonisten wirklich symphatisch ist. Gleich zu Beginn ist klar, dass jede einzelne Person eine Art an sich hat, die einen eine gewisse Abneigung empfinden lässt. Und dennoch liest sich das Buch sehr gut, nimmt den Leser in seinen Bann. Gerade das hat mir unheimlich gut gefallen, da ich nicht gedacht hätte, dass ich ein Buch spannend finden kann, in dem mir die Charaktere unsymphatisch sind. Das Thema der Geschichte ist aktuell, wird es sicher auch immer bleiben und regt einen selbst zum nachdenken an. Wie weit würde man selbst für seine Freunde gehen? Geht es bei Martin und Ben überhaupt noch um Freundschaft? Oder ist es doch eher eine Abhängigkeit, ein Ausnutzen, ein Machtspiel?Das Buch kann ich zweifellos weiterempfehlen. 

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  • Gerne mehr davon... Ein tolles Buch über eine Freundschaft aus falscher Motivation

    Die Party

    Luelue83

    10. October 2017 um 12:46

    „Die Party“ ist ein Thriller von Elizabeth Day ins Deutsche übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann erschienen beim DUMONT Buchverlag; Auflage: 1 (19. September 2017) Die Geschichte startet um Verhörraum der Polizei. Befragt wird Martin zur Party anlässlich den 40igsten Geburtstag von Ben, seinem besten Freund schon aus Schulzeiten. Ben ist ein Einzelgänger und wird allgemein als nicht „normal“ von seinen Mitmenschen empfunden. Sogar seine Mutter kann sich nur schwer bzw. gar nicht in ihn einfühlen. Als sich für Martin die Gelegenheit ergibt auf ein Internat zu wechseln ergreift er die Chance in der Hoffnung dies würde sein trostloses Leben verändern. Er möchte sich mit Gleichgesinnten umgeben. Leider kommt es anders und er gerät auch im Internat schnell auf die Außenseiter Position. Ben wiederrum ist beliebt und reich, kommt aus guten Hause und hat eine einmalige Anziehungskraft inne, besonders auf Martin. Als sich Ihre Wege kreuzen beginnt eine Freundschaft die lange Jahre anhalten wird. Die Säulen dieser Freundschaft sind: Lügen, Unterwürfigkeit, Kalkül und Eifersucht. Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde lesen und möchte mich sehr dafür bedanken. Der Schreibstil ist flüssig und hat mir sehr gut gefallen. Er hat für mich den Charakter von Martin ein mitbestimmt. Nach außen hin reserviert und gefasst und zwischen den Zeilen die Anspannung. Mit den Kapiteln wechseln auch die Orte als Rückblende für den Leser. Es ist trotzdem sehr leicht der Handlung zu folgen und es kam keine Verwirrung auf. Die Geschichte ist sehr spannend, vor allem weil man bis zum Schluss nicht erfährt was auf der Party passiert ist. Aufgrund Martins wachsender Obsession für Ben, sieht man die Katastrophe kommen und man wünscht sich, Martin würde endlich erkennen welches Spiel mit Ihm gespielt wird. Am Ende allerdings war ich mir nicht mehr sicher, wer hier wirklich ausgenutzt wurde. Eine absolut zu empfehlende Lektüre

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  • Gib acht, wen Du zu Deiner Party einlädst...

    Die Party

    Queenelyza

    08. October 2017 um 18:24

    Ben ist Martins bester Freund, für ihn würde er so gut wie alles tun. Niemand sonst bedeutet ihm so viel - nicht mal die eigene Ehefrau. Diese ist sich allerdings sicher, dass Ben nicht ebenso für Martin empfindet. Zusammen taumeln sie sehendes Auges in die Katastrophe, denn Lucy hat natürlich recht...Warum das Buch "Die Party" heißt, ist schnell erzählt. Die Party ist der vierzigste Geburtstag von Ben, den er groß feiert. Und auf diesem Geburtstag passiert etwas, das das ganze oben genannte Konstrukt zerstört. Was das ist, wird in sehr gelungenen Rückblenden erzählt. Wir lesen dabei, wie sich Martin und Ben kennengelernt haben, zu Schulzeiten. Auch wie Martin Lucy kennengelernt hat, lesen wir, das erfahren wir aus Lucys Notizbüchern, und es ist interessant, wie oft diese Schilderungen von Martins Erinnerungen abweichen. Das Buch ist wie ein drohendes Gewitter, man sieht die dunklen Wolken förmlich näherkommen, man weiß sehr genau, dass es nur in einer Katastrophe enden kann. Es wird sehr ruhig erzählt, und eigentlich ereignet sich nichts wirklich Spektakuläres. Das eigentlich Gruselige ist tatsächlich die Besessenheit, die Martin gegenüber Ben hegt, die ihn zu Dingen und Handlungen treibt, bei denen jeder Mensch mit klarem Verstand nur abwinken würde. Was genau auf der Party passiert, bleibt lange im Dunkeln und erwischt den Leser ziemlich unerwartet. Es ist kein Paukenschlag, sondern eher ein leises Finale, voller Verzweiflung, Verlust und Ausweglosigkeit. Und genau deswegen bescherte es mir Gänsehaut, weil es auf so leisen Sohlen daherkommt. Weil es einen Menschen zeigt, der sich von seiner Besessenheit nicht lösen kann. Und weil das richtig weh tut.Die Übersetzung des anspruchsvollen Werks möchte ich dabei ausdrücklich hervorheben. Die geschliffenen Sprachperlen und atemlos machenden Sätze der Autorin sind grandios übersetzt worden, sie verstärken die unheilvolle und auf das Chaos zusteuernde Atmosphäre noch zusätzlich. Ein großartiges Werk, eine Psychostudie eines ganz normalen Mannes und seinen Gefühle -  überaus schockiernd, gelungen und verstörender als so mancher Thriller.

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  • Psychologisch gut!

    Die Party

    __buecherliebe__

    06. October 2017 um 15:22

    + Schreibstil+ Psychologisch+ Charakterbeschreibungen- Kapitelende- Das EndeSoooooo, zuerst mal bin ich sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben, die Geschichte ist super!Der Anfang war super, ich war sofort in der Geschichte drin und ich war sehr neugierig auf Weiteres. Alles wurde super beschreiben, in kürze schon habe ich alles Wichtige über alle Personen erfahren, ich konnte mich reindenken und mitfühlen. Emotionen sind nicht zuuuu viele dabei, aber bei diesem Buch und bei dieser Geschichte hat mich das überhaupt nicht gestört, weil da etwas Anderes im Vordergrund stand. Und zwar die Story selbst und es wurde sehr gut umgesetzt.Der Schreibstil ist ziemlich gut, das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Der Personen- und Ortswechsel passen auch gut in die Geschichte rein, weil man so einfach alle Hintergründe kennenlernt. So konnte ich am besten 1 und 1 zusammenzählen. Eine Sache hat mich hier gestört...so wie die Kapitel geendet haben, fand ich persönlich etwas uninteressant, ich hatte nicht das sofortige Bedürfnis weiterzulesen, das heißt, ich habe das Buch auch mal für den ganzen Abend aus der Hand gelegt und am nächsten Abend erst weitergelesen.Den Verlauf der Geschichte muss ich auch loben, alles ziemlich gut erklärt, die Spannung war auch da und sogar Momente, in denen ich da saß und mich dabei erwischte, wie ich das Gesicht verzog oder "Ernsthaft?!?" dachte und das hat auf jeden Fall etwas zu heißen.Bis zum Schluss war ich zufrieden. Da mir der Schluss/das Ende einer Geschichte sehr sehr sehr wichtig ist, wurden in dem Punkt meine Erwartungen nicht erfüllt. Im Vergleich zu der Geschichte, war das Ende etwas "lahm". Da habe ich mehr erwartet, vor allem, weil es eine psychologische Geschichte ist, hätte da noch ein "Boom" kommen können. Aus dem Grund musste ich 1 Stern abziehen.Der Rest war super und ich freue mich, das Buch gelesen zu haben! Hier noch mal ein DANKESCHÖN :)Ich empfehle jedem, der auf Psychothriller steht, nach diesem Buch zu greifen und es sich damit auf dem Sofa bequem zu machen!!  

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  • Mit Spannung erwartete Party

    Die Party

    mannomania

    04. October 2017 um 21:16

    Zum Inhalt:Martin Gilmour, ein Junge aus einfachen Verhältnissen, denn sein Vater starb vor seiner Geburt und seine Mutter, die arbeiten mußte, fand keine Liebe zu ihrem Sohn.Umso mehr Anhänglichkeit entwickelte er zu seinem Schulfreund Ben. Ben ist der einzige Mensch, der ihn versteht und tut alles, um Ben zu gefallen. Ben ist das Gegenteil, er ist gut-aussehend, beliebt bei Lehrern und Schülern und kommt aus einer reichen Familie.Martin genießt es,  dazuzugehören. Auch Lucy, die Ehefrau war anfangs eifersüchtig, aber nach Jahren hat sie es akzeptiert. Martin braucht Lucy, aber liebt er sie?Ben feiert seinen 40zigsten Geburtstag, ganz groß mit vielen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Selbstverständlich ist ein bester Freund Martin mit Frau Lucy auch eingeladen.Ben kündigt Martin die Freundschaft und will die Unabhängigkeit, aber Martin ist nicht in der Lage, sich der Realität zu stellen und das Geheimnis, das beide verbindet, im Verhörraum bei der Polizei zu lüften. Doch die Erkenntnis kommt später und er versucht, sich an seinem Freund zu rächen...Fazit:Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch im Hardcover ist spannend, die Charaktere der einzelnen Protagonisten sehr unterschiedlich, aber interessant und auch bewegend dargestellt.Es zeigt, wie Menschen enttäuschend sein können und wie die Reichen sich Vorteile verschaffen können.Da gibt es ein Sprichwort: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen". So kommt es mir zum Schluß vor.Ein wirklich lesenswertes Buch, was zum Nachdenken anregt. Besonders hervorgetan hat sich Lucy, die ihre Meinung eisern verteidigt hat, also eine starke Frau!

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