Elizabeth Eulberg Prom & Prejudice

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Inhaltsangabe zu „Prom & Prejudice“ von Elizabeth Eulberg

Nette Unterhaltung für zwischendurch, aber leider sehr unoriginell.

— haunted_soul
haunted_soul
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  • Rezension zu "Prom and Prejudice" von Elizabeth Eulberg

    Prom & Prejudice
    serpent

    serpent

    21. March 2011 um 19:07

    Die Welt der Schönen und Reichen ist nun mal ein elitärer Zirkel. Das weiß auch Lizzie Bennet, eine der wenigen Stipendiarsschüler in Longbourn. Sie ist zwar klug und kann ausgezeichnet Klavier spielen, doch diese Eigenschaften reichen den meisten ihrer Mitschüler nicht und so ist das Mädchen ein Außenseiter unter den versnobten Eliteschülern. Wäre ihre Freundin Jane nicht, hätte sie nach dem unzähligsten „aus Versehen“ auf sie geschütteten Kaffee wohl schon längst die Brocken geschmissen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sie nicht genauso in Jubelschreie über den anstehenden Abschlussball ausbricht, wie alle anderen Mädchen der Schule. Als sie dann auch noch Will Darcy kennen lernt, einen besonders reichen und arroganten Schüler, findet sie ihre Vorurteile den wohlhabenden Leuten gegenüber bestätigt. Dabei ist ausgerechnet Wills bester Freund Charles Bingley der Herzbube ihrer Freundin Jane. Ob das gut gehen kann und Lizzie ihre Vorurteile vielleicht doch vergisst? Eigentlich kennt man die Geschichte „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen. Lizzie und Will geraten ununterbrochen aneinander, sie hasst ihn, er wirkt arrogant… irgendwann liegen sie sich dann ja doch in den Armen. Bei „Prom & Prejudice“ hatte ich nicht erwartet, dass das Rad neu erfunden wird… aber aufgrund der vielen positiven Kritiken war ich gespannt auf die als „so viel mehr“ und „unglaublich schön“ gepriesene Geschichte. Leider muss ich sagen, dass ich bis zur letzten Seite darauf gewartet habe, dass das Buch mehr hergibt als die ursprüngliche Vorlage. Die Charaktere aus Jane Austens Geschichte findet man allesamt in Eulbergs Neuauflage wieder. Nur, dass Lizzie keine Geschwister hat, sondern alle in der Form von Freunden und Bekannten auftauchen. Der etwas farblose Fiesling Wickham mimt hier den Jungen aus der Nachbarschaft, der früher einmal mit Darcy befreundet war, nun aber von der Schule geflogen ist und die „reichen Kinder“ allesamt gefressen hat. Insgesamt bietet sich hier für Kenner des Originals (oder auch nur des Films) absolut nichts Neues. Manches wurde einfach in etwas moderne Kontexte gesetzt, anderes erscheint weiterhin altbacken und somit fehl am Platze. Denn egal wie reich ein Jugendlicher heutzutage aufwächst – Darcys Ausdrucksweise bewegte sich bisweilen am Rande des Erträglichen. Lizzie selber wird leider ebenfalls sehr einfallslos und oberflächlich beschrieben. Ihre absolute Abneigung gegenüber Menschen, die etwas mehr Geld besitzen als sie, war teilweise übertrieben deutlich dargestellt und ihre Gedanken eher unsympathisch und extrem behaftet von unbegründeten Vorurteilen. Natürlich geht es in der ganzen Geschichte um (falsche) Vorurteil und Stolz – aber Eulberg hat es, anders als Jane Austen, nicht geschafft das gewisse Etwas in ihr Buch zu bringen, das die Verstrickungen und Verbindungen der Charaktere erst realistisch und interessant, glaubwürdig und mitreißend macht. Das, was in anderen Rzensionen dann als „so viel mehr“ und „tiefer gehender“ gepriesen wurde, stieß mir beim Lesen auch etwas bitter auf. Zu sehr und zu offensichtlich wird hier mit der Moralkeule gehandhabt: Alkohol ist böse, lass dich nicht mit Fremden ein, beurteile einen Menschen immer nach seinem Charakter und seinen Handlungen… Absolut unsubtil schmeißt die Autorin mit Weisheiten um sich, auf die man als intelligenter Leser auch selber gekommen wäre und den Lesespaß auf diese Weise lediglich bremsen, statt ihn zu unterstützen. Insgesamt leider ein Schuss in den Ofen. Wer eine richtig schöne Geschichte über falschen Stolz und Vorurteile lesen möchte, der sollte doch besser zum Original greifen. Für junge Mädchen und Liebhaber fluffig-leichter Bücher, die einem alles vorkauen, könnte „Prom & Prejudice“ allerdings ganz nett sein. Ich selber war leider enttäuscht und bleibe bei meiner DVD (die ich mir übrigens immer und immer wieder ansehen kann, ohne, dass es langweilig wird).

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