Elizabeth Fremantle Die Rivalin der Königin

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Inhaltsangabe zu „Die Rivalin der Königin“ von Elizabeth Fremantle

Im Mittelpunkt des neuen großen Romans von Elizabeth Fremantle steht Penelope Devereux, eine für ihre Zeit ungewöhnlich selbstbestimmte und mutige Frau. Sie ist nicht nur schön, sondern auch gewitzt. Als Hofdame lebt sie im Machtzentrum der alternden Elizabeth I., verfolgt Ränkespiele bei Hofe und ist dabei selbst nicht ganz unbeteiligt. Trotz ihrer Proteste muss sie den unsympathischen Robert Rich heiraten, handelt aber mit ihm aus, dass er sie gehen lässt, wenn sie ihm zwei Söhne geboren hat, denn ihre ganze Liebe gilt Philip Sidney, der für sie hinreißende Sonette schreibt. Mitreißend und farbig erzählt Elizabeth Fremantle die wahre Geschichte einer faszinierenden Frau am englischen Hof.

Eine interessante Aufarbeitung historischer Fakten, deren Lücken sinnvoll durch Fiktion ergänzt wurden.

— MotteEnna
MotteEnna

super zum lesen , gut recherchiert

— carlinda
carlinda

Hat mir sehr gut gefallen

— Bjjordison
Bjjordison

Detaillierter und hochspannender historischer Roman am Hofe Elizabeths I.

— leserattebremen
leserattebremen

Ich habe die Geschichte geliebt!

— Schneeflocke2013
Schneeflocke2013

Das Buch hat etwas Zeit gebraucht, dennoch bin ich jetzt sehr begeistert davon! Ein toller historischer Roman über eine bemerkenswerte Frau.

— LiveReadLove
LiveReadLove

Die beiden Vorgänger haben mir besser gefallen.

— Bibi1960
Bibi1960

Manchmal mochte ich Penelope nicht so, aber trotzdem ist sie sehr beeindruckend

— Janinezachariae
Janinezachariae

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  • Eine starke Frau

    Die Rivalin der Königin
    MotteEnna

    MotteEnna

    19. August 2017 um 00:21

    Inhalt Mit gerade einmal 18 Jahren kommt die junge Penelope Devereux, die Tochter des verstorbenen Grafen von Essex, an den Hof der englischen Königin Elizabeth I. Vor diesem Tag hat sie Angst, da ihre Familie nach dem Tod des Vaters bei der Königin in Ungnade gefallen ist, als die Mutter erneut geheiratet hatte. Durch ihre Schönheit und ihrer Fähigkeit, ihre eigene Meinung auf charmante Weise zu äußern, gewinnt sie aber schnell die Zuneigung der Königin und sichert sich einen ganz besonderen Platz am königlichen Hof. Es scheint, dass ihr Leben nun eine positive Wendung nehmen soll, da sie auch bereits seit Kindertagen mit dem angesehenen Dichter Philipp Sidney verlobt ist. verliebt sich nach einer Weile sogar in ihn, aber das Schicksal hat zunächst andere Pläne für Penelope. Durch den gesellschaftlichen Fall ihrer Familie wurde die Verlobung bereits vor Jahren gelöst und Penelope wird zur Hochzeit mit dem Puritaner Lord Rich gezwungen. Dies soll aber für lange Zeit die letzte Entscheidung gewesen sein, die gegen ihren Willen für sie getroffen werden sollte. Ein paar Monate nach der Eheschließung entdeckt Penelope, dass ihr Gatte ein dunkles Geheimnis zu verbergen hat und nutzt dieses für ihre Zwecke aus. Sie schließen beide einen Handel, dass Penelope ihrem Herzen folgen darf, sobald sie zwei Jungen bekommen hat, auch wenn die Ehe weiterhin bestehen soll. In den folgenden zwanzig Jahren nutzt sie dieses Talent Geheimnisse zu entdecken und durch Geschick für ihre Zwecke zu nutzen. Ihrem Bruder, dem Graf von Essex, verhilft sie auf diesem Weg wieder zu Ruhm und Reichtum. Auch ihren anderen Geschwistern verhilft sie zu guten Positionen. Von hohem Interesse ihrer Familie steht auch die ganze Zeit die Frage nach dem Thronfolger, da die Königin selbst keinen Erben vorweisen kann. Ihr größter Widersacher findet sie da in dem königlichen Berater Robert Cecil, der seine ganz eigenen Pläne verfolgt und seine eigenen Favoriten für den Nachfolger hat. Fazit Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, sowohl der Schreibstil als auch der Aufbau der Geschichte. Wie eben schon erwähnt basiert die Story auf historischen Fakten. Da es ein Roman und kein Sachbuch ist hat Elizabeth Fremantle sich die Freiheit genommen Lücken fiktiv zu füllen. Zum Beispiel wieso Penelopes Gatte Lord Rich es geduldet hat, dass seine Frau einen Geliebten hat und mit diesem auch Kinder bekommen hat. Elizabeth Fremantle schafft es dem Leser zu zeigen, mit welchen Tricks und Raffinesse eine Frau im 16. Jahrhundert die Politik eines ganzen Landes beeinflussen konnte ohne offensichtlich zu rebellieren oder gar Gewalt anzuwenden. Bewundernswert ist es, dass dies zu einer Zeit der Fall ist, in der Frauen keinerlei Rechte zugesprochen wurden, geschweige denn die Fähigkeit zum denken.  Penelope Devereux repräsentiert eine starke Frau, die sich durchaus ihrem Schicksal der Ehefrau und Mutter beugt, aber sich dabei selbst nicht ganz verleugnet und die persönlichen Ziele verfolgt und vorantreibt. Minimaler Manko für mich war, dass beim Lesen die Atmosphäre der Tudorzeit nicht so gut rüber kommt wie bei anderen Büchern, die ich schon gelesen habe. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der dieses Genre mag und gerne von starken Frauen liest.

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  • Die Rivalin der Königin

    Die Rivalin der Königin
    Kleine8310

    Kleine8310

    18. August 2017 um 23:22

    Lesegrund:  Auf dieses Buch bin ich durch den interessanten Klappentext aufmerksam geworden. Leider war mir zu Beginn gar nicht klar, dass dieses Buch ein dritter Band ist, aber zum Glück habe ich die Geschichte, auch ohne Vorwissen, gut lesen können.    Handlung:  In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Penelope Devereux. Penelope lebt als Hofdame von Elisabeth I. im damaligen Zentrum der Macht. Die junge Frau ist, für ihre Zeit sehr selbstbestimmt und auch an Mut mangelt es ihr nicht. Bei den Ränkespielen am Hof ist sie nicht nur Beobachterin und als sie den unsympathischen Robert Rich heiraten muss trifft sie einen Handel mit ihm, da ihr Herz schon eine zeitlang ganz und gar Philip Sidney gehört ...   Schreibstil:  Der Schreibstil von Elizabeth Fremantle besticht durch detaillierte und leider auch etwas langatmige Beschreibungen. Mir war dies manchmal ein bisschen zuviel des Guten. Die damalige Zeit stellt die Autorin aber schön dar und ich konnte mir Penelope's Leben sehr gut vorstellen.  Charaktere:  Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Es gibt eine ganze Menge verschiedener Charaktere, aber die Mischung aus Haupt - und Nebencharakteren hat mir richtig gut gefallen. Penelope ist eine interessante Protagonistin, die in Sachen Selbstbewußtsein und Willen zur Selbstbestimmung ihrer Zeit einen Schritt voraus war. Soetwas mag ich immer sehr!   Spannung:  Die Spannung stand in dieser Geschichte leider nicht im Vordergrund. Ich muss gestehen, dass ich manches leider ein bisschen zu vorhersehbar empfunden habe und so kaum Spannung aufkam. Durch die teilweise zu ausufernden Beschreibungen kam mir das noch deutlicher vor, was ich wirklich schade fand, besonders weil die Geschichte so doch stark an Dichte verloren hat.   Emotionen:   Die Emotionen hat Elizabeth Fremantle gut rübergebracht. Ich habe zwar nicht richtig mitgelitten, aber die geschilderten Gefühle waren immer glaubwürdig für mich, was ich wichtig finde.    "Die Rivalin der Königin" ist ein guter historischer Roman, mit einer selbstbewußten Protagonistin. Die Inhalte waren interessant, aber leider konnten sie, für mich, nicht von den etwas zu ausufernden, detaillierten Beschreibungen ablenken. Dennoch ist dieser Roman für Fans historischer Geschichten definitiv einen Blick wert!

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  • Lesenswert

    Die Rivalin der Königin
    Bjjordison

    Bjjordison

    01. August 2017 um 14:43

    Das ist mittlerweile der dritte Tudor – Roman der Autorin und in diesem hier präsentiert sie uns Penelope, die am Hof von Elizabeth I. lebt. Penelope ist eine sehr gebildete, intelligente junge Frau, die sich vor der Königin behaupten muss. Persönlich fand ich die Geschichte um Penelope sehr spannend und interessant. Man bekommt als Leser sehr viele Eindrücke vom Hof und der dortigen Lebensweise. Besonders begeistert haben mich die Abschnitte über Elizabeth, denn ich fand die Erzählweise der Autorin sehr interessant. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass uns hier die Autorin neue Eindrücke präsentiert. Aber auch der Rest über Penelope und wie sie sich damals versucht hat durchzusetzten und wie sie ihr Leben gelebt hat, hat mich fasziniert, denn die Autorin hat alles sehr genau und detailliert beschrieben. Manches Mal hatte ich das Gefühl, dass es vielleicht einen Ticken zu viel des Guten ist. Die Schreibweise hat mir allerdings im Großen und Ganzen gut gefallen. Ich finde die Kulisse, die aufgebaut wurde sehr gelungen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die Handlung wird uns aus der Sicht von Penelope erzählt. Die Zeitsprünge in der Geschichte haben mich leider manchmal durcheinander gebracht. Ansonsten empfand ich das Buch als sehr verständlich geschrieben. Penelope hat mir als Hauptcharakter sehr gut gefallen. Auf mich wirkte sie sehr sympathisch und ich fand ihre Einstellung und Lebensweise für die damalige Zeit sehr beeindruckend. Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde es passt wunderbar zur Geschichte. Fazit: 4 von 5 Sterne. Für Tudor Fans definitiv ein Muss.

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  • Detailliert und lebensnah beschrieben

    Die Rivalin der Königin
    leserattebremen

    leserattebremen

    10. July 2017 um 11:05

    Penelope Devereux ist nicht nur schön, sie ist auch hochintelligent und durchschaut die Machenschaften am Hofe Elizabeths I. sehr schnell. Mit 18 Jahren wird sie Hofdame bei Elizabeth und schnell wird sie in die Verwicklungen hineingezogen, die sich um die starrsinnige Königin ranken. Da Elizabeth sich weigert zu heiraten, bleibt die Thronfolge Zeit ihres Lebens ungeklärt und im Hintergrund werden zahlreiche Koalitionen geschmiedet, die den einen oder anderen königlichen Zweig nach ihrem Tod auf den Thron bringen sollen. Penelope und ihr Bruder, der Graf von Essex, versuchen sich in diesem Spiel auf die richtige Seite zu stellen und müssen sich dabei mit mächtigen Gegenspielern auseinandersetzen. Elizabeth Freemantle hat mit „Die Rivalin der Königin“ einen umfangreichen und geradezu opulenten historischen Roman abgeliefert, der einen direkt an den Hof von Elizabeth I. transportiert. Die Beschreibungen sind so detailliert und lebensnah, dass sich beim Lesen sofort Bilder im Kopf einstellen und man Penelopes Geschichte fast wie in einem Kinofilm erlebt. Die Figuren sind dabei sehr abwechslungsreich beschrieben, es gibt nicht nur Gut und Böse, alle bewegen sich in einem Schattenreich aus Grautönen um ihr eigenes Überleben zu sichern und die Position ihrer Familien zu stärken. Das führt zu Intrigen und Streitereien, die nicht selten im Tower und auf dem Schafott enden können, wenn man bei der Königin in Ungnade fällt. Penelope beherrscht dieses Spiel sehr schnell annähernd perfekt und treibt so ihre Gegner in den Wahnsinn, ganz im Gegensatz zu ihrem emotionalen Bruder, der die Familie mit seinen Leidenschaften fast in den Untergang treibt. „Die Rivalin der Königin“ von Elizabeth Freemantle ist ein großartiger historischer Roman, der sehr schöne Einblicke in das Leben am Hofe von Elizabeth I. gibt und historische Tatsachen mit einer spannenden Story verbindet. Dieser Roman fesselt einen als Leser von der ersten Seite an und lässt einen nicht wieder los. 

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  • Angenehm und interessant!

    Die Rivalin der Königin
    Sirene

    Sirene

    29. June 2017 um 18:10

    Dieser Roman gehört zu den Büchern, die ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Zuerst war es schwer zu sagen an was es lag, denn es ist nicht überaus spannend und es gibt langatmige Stellen, aber es ist der ruhige Schreibstil der es mir angetan hat.Die Geschichte beginnt im Jahr 1589 und wir begleiten die junge und hübsche Penelope Devereux auf ihrem Weg. Als Hofdame ist sie, nicht immer ganz freiwillig, bei den Intrigen und Ränkespielen am Hofe von Elizabeth I. dabei und versucht ihr Leben noch so gut wie möglich selbst zu bestimmen. Als mutige Frau mit einem starken Willen gerät sie oftmals in schwierige Situationen und auch ihr Herz muss immer wieder leiden.Ausführlich und in gewandter Sprache erzählt die Autorin Penelopes Lebensweg und schafft eine angenehme, ruhige Atmosphäre mit vielen kleineren Höhepunkten, die mich dazu gebracht hatten es fast in einen Zug zu lesen. Außerdem schafft sie es ganz interessante Einblicke in die Charaktere zu zeigen, insbesondere von Elizabeth I. sehen wir verschiedene Seiten.Auf der anderen Seite gibt es langatmige Stellen, die einen seufzen lassen, aber die Intrigen und Dramen haben es gut ausgeglichen.Die Protagonistin Penelope Devereux ist ein überaus interessanter Charakter, denn noch bevor sie an den Hof kommt wird sie verfolgt von Klatsch und Tratsch, weil ihre Mutter einst die Gunst der Königin verloren hat. So steht sie schnell zwischen zwei Parteien und versucht nicht die Fehler ihrer Mutter zu wiederholen. Aber ob das sie glücklich macht?Neben ihr verfolgt die Autorin auch andere Charaktere und die Handlung wird somit aus mehreren Sichten beleuchtet, was mich immer wieder gepackt hat, aber dazu möchte ich nicht mehr verraten!Ein sehr angenehmer historischer Tudor-Roman, den ich Fans von dem Jahrhundert ans Herz lege. Mit gewandter Sprache und packenden Momenten konnte mich Elizabeth Fremantle überzeugen und ich bin mir sicher, dass noch weitere Bücher von der Autorin bei mir einziehen werden.

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  • Ein historischer Roman, der zunächst Anlauf braucht, mich aber dann doch überzeugt hat.

    Die Rivalin der Königin
    LiveReadLove

    LiveReadLove

    27. June 2017 um 08:50

    Inhalt Penelope Devereux wird mit 18 Jahren an den Hof der alternden Königin Elizabeth I. gerufen. Zwischen Machtspielen, unbarmherziger Rivalität und mörderischen Intrigen versucht sie zurecht zu kommen. Als Penelope in eine Ehe gezwungen wird beschließt die junge Frau sich nicht weiter bevormunden zu lassen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Mit ihrem Charme und ihrer Intelligenz schmiedet sie Allianzen, um ihre Familie vor jeglichen Intrigen zu beschützen. Doch ihr größter Widersacher Robert Cecil, ist einer der wichtigsten Berater der Königin und bald spitzt sich die Lage zu, denn die Königin altert und sie hat noch keinen Thronfolger bestimmt. Ein historischer Roman der zunächst etwas Anlauf brauchte, um mich doch noch zu überzeugen. Als ich bei C. Bertelsmann gesehen habe, dass Elizabeth Fremantle einen neuen Tudor Roman herausgebracht hat wollte ich das Buch unbedingt lesen. Ihr Roman „Im Schatten der Königin“ hat mir bereits sehr gut gefallen und das erste Buch der Autorin steht auch noch in meinem Regal. Ich habe „Die Rivalin der Königin“ direkt beim Bloggerportal von Randomhouse angefragt und das Buch freundlicherweise zugeschickt bekommen. Herzlichen Dank an dieser Stelle. Der Einstieg in das Buch ist mir jedoch recht schwer gefallen. Die Geschichte der Familie Devereux ist mir nicht bekannt gewesen. Ich hatte zwar von dem Tudor Blut in der Familie, durch die Mutter, gewusst, aber das war es auch schon. Die genauen Familienverhältnisse, die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder und die Vorgänge am Hof der bereits älteren Königin Elizabeth I. sind mir recht unbekannt gewesen. Da ich aber bereits sehr viele Tudor Romane gelesen habe und mich auch darüber hinaus recht gut damit auskenne hat es nicht sehr lange gedauert, bis ich mich auch zu dieser Zeit zurecht gefunden habe. Trotzdem musste ich ab und an das Internet nach einigen Begebenheiten und Familienverhältnissen befragen. Elizabeth Fremantle setzt einiges an Wissen voraus und es hat mir tatsächlich sehr geholfen das vorangegangene Buch von ihr gelesen zu haben, obwohl die Bücher eigentlich unabhängig voneinander sind. Ein klein wenig war ich dann schon enttäuscht und habe schon damit gerechnet, dass es eher schwieriger wird mich in diesem Buch zurecht zu finden, doch dann, nach knapp 200 Seiten, hat es plötzlich klick gemacht. Ich weiß nicht recht was passiert ist, aber plötzlich bin ich in der Geschichte angekommen. „Dum Spiro, Spero. – Solange ich atme, hoffe ich.“ (S. 192) Am Anfang habe ich nur schwer Zugang zu Penelope gefunden. Sie war so jung, unerfahren und naiv. Ich konnte in ihr niemanden erkennen, der sich am Hof behaupten kann. Dann ändert sich das Blatt jedoch und Penelope wird langsam aber sicher erwachsen. Sie erkennt wo ihre Stärken liegen und arbeitet so für ihre Familie. Sie möchte sich nicht mehr herumschubsen lassen, sie will kämpfen. Nicht wie die Männer, sondern im Hintergrund. Ihre Schönheit hilft ihr natürlich dabei sich in dieser Welt durchzusetzen und Penelope weiß, dass sie der Königin schmeicheln muss, um in ihrer Gunst zu steigen. Es ist ein Drahtseilakt für sie, denn die Interessen der Königin sind nicht immer die Interessen der Devereux. Penelope möchte unbedingt, dass die Königin einen Thronfolger benennt, doch die Königin selbst möchte nicht daran denken, dass ihr Ende womöglich naht und weigert sich. Trotzdem setzt Penelope sich für Kontakte ein, damit ihre Familie nach dem Tod der Königin auf der sicheren Seite steht. Was die Politik angeht ist sie sehr bedacht und achtet auf jede Feinheit. Es ist ihr wichtig, dass nichts an die Öffentlichkeit gelangt und dieser Drahtseilakt scheint ihr zu gelingen. Ihr Privatleben hingegen ist alles andere als harmonisch und glücklich. Ihre Ehe ist nur zweckmäßig und von Anfang an völlig lieblos. Bis Penelope etwas herausfindet und damit alles ändert. Sie lässt sich nicht mehr bevormunden und trifft eigene, unabhängige Entscheidungen. Sie scheint damit auch mehr als einen Schritt zu weit zu gehen, doch es schadet ihrem Ansehen nicht. Viele bewundern sie für das, was sie sagt, tut und bewegt. Und diese Bewunderung hat auch auf mich abgefärbt. Penelope ist eine so starke und selbstbewusste Frau, der es völlig gleichgültig scheint, was andere von ihr denken. Und für ihre Zeit,  ist sie schon sehr viel weiter. Sie hat erkannt, dass Frauen nicht völlig Spielzeuge von Männern sein müssen, denn sie können ihren Verstand ebenso gut nutzen wie Männer Stahl. Ihre Art zu denken, ihre Entschlossenheit und ihr Mut haben mich sehr beeindruckt. „Niemals wieder würde sie ihr Schicksal allein Gott überlassen.“ (S. 161) Doch nicht nur Penelope ist in diesem Buch zu Wort gekommen, sondern auch ihr größter Widersacher Robert Cecil. Die beiden sind im selben Alter und doch grundverschieden. Cecil ist körperlich entstellt, wird von der Königin als Zwerg beschimpft und scheint nichts und niemandem gerecht werden zu können. Er ist ein überaus intelligenter Mann, der schon früh mit Intrigen und Machtspielchen in Berührung gekommen ist. Trotzdem leidet er an seinem Aussehen und hat aus diesem Grund nur wenig Selbstvertrauen. Sein Vater ist ihm eine große Stütze und von ihm lernt er alles, was er wissen muss, um am Hof der Königin bestehen zu können. Penelope ist für ihn auf der einen Seite ein absoluter Dorn im Auge und auf der anderen hegt er ein unglaubliches Verlangen nach ihr und ihrer Schönheit. Er kann seine Gefühle ihr gegenüber nicht kontrollieren und verfängt sich immer wieder in ihrem Charme. Sie verwirrt ihn, denn ihre Miene ist nur schwer zu ergründen. Auch wenn er eigentlich Penelopes schärfster Gegner ist habe ich ihn gemocht. Er hat auf ganz andere Weise bei den Spielchen des Hofes teilgenommen und, ebenso wie Penelope, versucht seine Familie auf der Siegerseite zu halten. Auch er hat versucht sich selbst aus der Sacher herauszuhalten, um sich zu schützen und trotzdem seine Interessen zu vertreten und es ist ihm, ebenso wie seiner Gegnerin, meisterhaft gelungen. Die Ränke der Familien am Hof der Königin zu verfolgen hat mir nach der Hälfte des Buches großen Spaß gemacht. Gegen Ende hat sich die Lage rasant zugespitzt und das Buch ist richtig spannend geworden. Wie ich bei meinen Recherchen, und im Nachwort der Autorin, später herausgefunden habe, hat sich Fremantle sehr genau an die historischen Begebenheiten gehalten und das habe ich besonders an diesem Buch geschätzt. Natürlich ist es immer noch ein Roman, trotzdem hat sie alle belegten Fakten mit eingearbeitet und lediglich die Leerstellen mit ihren möglichen Lösungen gefüllt. Es gibt noch einige mehr Möglichkeiten, sie hat sich jedoch für etwas entscheiden müssen und mir hat jede dieser Entscheidungen sehr gefallen. Sie hat die Charaktere unwahrscheinlich lebendig dargestellt und die Welt, in der sie gelebt haben toll beschrieben. Fazit Auch dieser Tudor-Roman aus der Feder von Elizabeth Fremantle hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch wenn es Anlaufschwierigkeiten gegeben hat, bin ich doch wieder in diesem Buch aufgegangen und habe mich erneut wohl am königlichen Hof gefühlt. Für Anfänger in diesem Genre ist das Buch jedoch wirklich nichts, denn sehr viele Fakten rund um die Herkunft Königin Elizabeths I. werden vorrausgesetzt. Wer noch nie etwas über die Tudor Zeit gelesen hat, sollte nicht mit diesem Buch den ersten Versuch starten. Für alle, die bereits einiges darüber gelesen haben, kann ich das Buch sehr empfehlen.

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  • ein Vipernnest

    Die Rivalin der Königin
    Schneeflocke2013

    Schneeflocke2013

    19. June 2017 um 18:09

    Autor: Elizabeth FremantleVerlag: C. BertelsmannISBN: 978-3-370-10287-9Erschienen: Mai 2017Preis: 19,90 €Seiten: 478Zitat: Aber Zorn ist eine großartige Kraft, und eines Tages wird sie vielleicht daraus schöpfen wollen. [S.251, Z.1 f]Inhalt:Penelope Rich wird als junge Frau verheiratet. Allerdings nicht an den, der ihr versprochen war. Robert Rich wird ihr Mann und es dauert eine Weile bis sie erfährt, warum der Vollzug der Ehe so lange gedauert hat. Nach einer Vereinbarung mit ihrem Mann entwickelt sie sich zu einer politischen Größe, die sich im Hintergrund hält. Loyal zu ihrem Bruder steht, die Liebe kennenlernt und es schafft sich immer wieder aus der Schlinge zu ziehen.Meine Meinung:Und wieder bin ich eingenommen von einer interessanten Persönlichkeit. Elizabeth Fremantle schafft es durch ihre Quellen Fakten und künstlerische Freiheit unter einen Hut zu bringen.Robert Essex, ist mir - als Tudorfan und Kenner der Zeit - natürlich ein Begriff, doch seine Schwester war für mich eine Person im Hintergrund. da liege ich nicht ganz falsch mit. Denn die junge Frau versucht ihren Bruder aus dem Hintergrund zu lenken, damit er keine Fehler macht. Das ist natürlich nicht so einfach und für sie jedes Mal eine Nervensache.Die Geschichte ist leicht, flüssig und für mich sehr nachvollziehbar geschrieben. Da ich mich unter den Namen auskenne und bei den meisten weiß wer mit wem über wie viel Ecken verwandt ist hatte ich keine Probleme der Handlung zu folgen.Für Neulinge in dem Bereich wird es etwas komplizierter sein.Den ein Teil ist schon auf die Verwandtschaft bei Hofe bezogen um möglichst viele Vorteile zu erhaschen. Schließlich muss jeder irgendwo bleiben und sich hervorbringen.Beim Lesen ging mir ein paar Mal durch den Kopf, dass Penelope einen hervorragenden Politiker abgegeben hätte. Wenn sie keine Frau wäre.Mit dem Schreiben des Buches aus zwei Perspektiven, Penelope Rich und Robert Cecil, gibt es gleichzeitig zwei Seiten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allerdings sind die beiden Personen nicht so anders wie sie glauben wollen.Beide wollen nicht untergehen in den Intrigen, Spielen und Gefahren bei Hof. Der ein verlogener Ort ist. Wo man niemanden trauen kann, außer vielleicht der eigenen Familie. Selbst wenn es Vorwürfe hagelt.Penelope ist eine junge, sehr schöne, kluge und politisch engagierte Frau. Sie weiß was sie möchte, schafft es daran zu gelangen und muss trotzdem auf vieles verzichten was sie gerne hätte. Bei Allem was sie macht ist sie sorgfältig in ihrer Wortwahl und versucht nie zu zeigen was sie denkt.Robert Rich ist ein Mann mit viel Einfluss, Geld und einem sehr dunklen Geheimnis was ihn den Kopf kosten kann. Ohne was zu sagen nimmt er die Dinge wie sie kommen. Akzeptiert das auch in seinem Haushalt nicht alles mit rechten Dingen zu geht.Lettice Knolly ist eine interessante, verbitterte aber auch besorgte Frau und Mutter. Verbannt vom Hof, weil sie Robert von Leicester geheiratet hat, lebt sie zurück gezogen auf dem Land. Sie muss ertragen wie die Königin ihr alles wichtige nimmt: Mann und die Kinder. Aus dem Grund hasst sie Elisabeth I., schweigt aber die ganze Zeit. An den Hof geladen wurde sie nie wieder.Dorothy, Penelopes jüngere Schwester, ist genau so schön wie diese denkt aber anders. Sie lässt sich nicht in das übliche Vorgehen einspannen und heiratet nach dem Herzen. Was sie ihre Stellung bei Hof kostet. Erst später wird sie wieder an den Hof aufgenommen.Robert Essex - der älteste Bruder Penelopes und Lettice ältester Sohn - ist ein junger, von sich selbst überzeugter, arroganter, selbstverliebter aber auch ängstlicher Mensch. Er glaubt als Elisabeths Favorit kann ihm nichts und niemand etwas antun. In meinen Augen eine sehr dumme Einstellung. Und gefährlich noch dazu.Robert Cecil ist vom Herzen Politiker. Nicht sehr gut aussehend, dafür mit einem scharfen Verstand gezeichnet und sehr darauf bedacht die Königin nicht zu verärgern und gleichzeitig Robert Essex zu Fall zu bringen. Was diesem Favoriten angeht ist er wirklich von Hass zerfressen. Keine sehr angenehme Mischung, da er auf sehr schmalen Graden wandert.Robert Leicester, Elisabeths Favorit, ist Penelopes Stiefvater und schuld daran, dass ihre Mutter nicht mehr an den Hof kann. Zu dem Zeitpunkt nicht mehr so jung, aber immer noch charmant, geistreich, gutaussehend, mit Kalkül gesegnet und äußerst erpicht darauf seine Stiefkinder gut zu verheiraten. denn das bringt ihm weiteren Einfluss.Elisabeth I. Eine Frau auf dem englischen Thron. Unverheiratet, klug, sehr gebildet, Kinderlos, politisch sehr zurückhaltend und auf Frieden aus. Auf der anderen Seite machtbewusst, eifersüchtig, kalt, berechnend und jeden Tag darauf bedacht es könnte ihr letzter sein.Sie versucht selbstverständlich auch keine Fehler zu machen, denn die wären für ihr Volk garantiert und je nachdem auch tödlich.Es ist schwer alles zu verstehen was sie tut. Doch hinterfragen darf es niemand.Auch die ganzen anderen Charakter des Buches haben ihre wichtigen Rollen. Manche mehr, manche weniger.Frances Warringham, Sidney, Burghley (Cecils Vater), Charles Bount, die Bandon Brüder, Christopher Bount, Knolly (ein Onkel), Raigah, George und viel mehr.Ich muss sagen wen ich am wenigsten mochte war Robert Essex. Auch wenn mir ein Teil von dem was ihm passierte leid tat bin ich einfach nicht mit ihm warm geworden. einiges was er getan hat war so unnötig und dumm, dass ich den Kopf nur geschüttelt habe.Blut muss wirklich dicker als Wasser sein, da Penelope immer zu ihm stand.Durch die ganzen Details und Beschreibungen habe ich mich sehr schnell wieder an dem Tudorhof versetzt gefühlt. Innerhalb von drei Seiten war ich gefangen in der Geschichte.Mein Lesehighlight für den Mai.5 verdiente Flocken und eine ganz klare Leseempfehlung!Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Packend

    Die Rivalin der Königin
    thebookpassion

    thebookpassion

    12. June 2017 um 18:16

    Penelope Devereux ist einer der auserwählten Hofdamen der Königin. Als Hofdame befindet sie sich im Zentrum der Macht. Eine absolute Verlockung für die junge Frau, denn sie ist nicht nur schön und mutig, sondern auch intelligent und gerissen. Penelope verfolgt daher nicht nur gespannt die Intrigen um Macht und Geld, sondern beteiligt sich an der ein oder anderen Intrige.Vor einiger Zeit habe ich den Roman „Im Schatten der Königin“ von Elizabeth Fremantle gelesen und war absolut begeistert und so wollte ich auch unbedingt ihr neuestes Werk lesen. Ich finde die Zeit in der die Familie Tudor ihre Blütezeit erlebte einfach sehr faszinierend und freue mich immer, wenn ich auf Romane oder Serien über eben diese Familie stoße.Zusammen mit der Protagonistin Penelope taucht man in eine längst vergangene Zeit ein. Erlebt gefährliche Intrigen und Machtspielchen. Aber auch Gefühle und Liebe kommen bei dem Roman nicht zu kurz. Die Protagonistin führt ein aufregendes und gefährliches Leben. Sie steht zum einen zwischen den Stühlen, denn sowohl die Königin als auch ihre eigene Mutter stellen andauernd Ansprüche an sie, das Prekäre ist, dass die Königin Penelopes Mutter absolut verabscheut und ist es für Penelope eine gefährliche Gratwanderung zwischen beiden Frauen. Zum anderen verfolgt sie jedoch auch eigene Ziele und möchte eigentlich einfach nur ihr Leben selbst bestimmen. Sie ist beriet zu Handeln und ihre Familie weiter nach vorn zu bringen, sodass sie nicht nur von Bewunderern umgebenen ist, sondern auch von Feinden. Sie ist ihrer Zeit deutlich voraus und hadert deswegen das ein oder andere Mal mit ihrem Leben.Elizabeth Fremantle schildert das Leben der Protagonistin Penelope recht ausschweifend und geht dadurch auf viele Details ein. Ich hatte dadurch einfach das Gefühl, dass ich die Protagonistin und ihr Leben wirklich kennen lerne und alles wirkte auf mich sehr authentisch und realistisch. Durch die genauen Beschreibungen erlangt man so zudem einen grandiosen Einblick in die Unruhen, die das Land heimsuchen. England wird von seinen Feinden stärker denn je bedroht aber auch religiöse Unruhen belasten das Land.Insgesamt konnte mich die Autorin auch mit ihrem neusten Todur Roman überzeugen. Eine tolle Protagonistin, die Versucht ihren eigenen Weg zu finden und sich nicht nur als Spielball benutzen lassen will. Die Sprache und Wortwahl als auch die Beschreibungen des Lebens der unterschiedlichen Figuren wirkten auf mich sehr realistisch und nicht aufgesetzt oder flach.(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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  • Ein bemerkenswert gut recherchierter Roman über eine clevere junge Frau zu Zeiten Elizabeth I.

    Die Rivalin der Königin
    Alyana83

    Alyana83

    12. June 2017 um 11:18

    Inhalt:In diesem Buch geht es um die junge Frau Penelope Devereux.Penelope wird Hofdame bei Elizabeth der I. und gelangt so mitten in die Machtspiele und Intrigen des englischen Königshofes.Wer spinnt seine Fäden um die Königin? Wem kann man trauen? Da die Thronfolge nicht geklärt ist versucht jeder sich in die bestmögliche Position zu bringen.Auch Penelope kommt aus guter Familie, die an dem ganzen Spiel nicht unbeteiligt ist. Doch auch Penelope kann trotz ihren Mutes und ihrer Cleverness nicht gegen die Königin  an. Und so muss sie einen Mann heiraten, den sie nicht liebt. Ihr Herz gehört nämlich einem anderen.Cover:Zum Cover bleibt mir nicht viel zu sagen als: Wow!Ich LIEBE dieses Cover. Es ist einfach wunderschön. Findet ihr nicht? Ein wahrer Hingucker im Bücherregal. Und es passt 100% zur Geschichte. Das ist ja oft nicht der Fall. Aber hier ist es einfach perfekt. Ich könnte mir kein besseres Cover für dieses Buch vorstellen :-)Persönliche Meinung:Als erstes möchte ich erwähnen, dass ich vorher nicht wusste, dass dieses hier ein 3. Band ist. Aber ich habe nach Recherche überall gelesen, dass man die Teile unabhängig von einander lesen kann. Und das hat sich beim lesen dann auch bestätigt. Dennoch kann es nicht schaden schon ein klein wenig Kenntnisse über die Tudor Zeit zu haben. Ich hatte das nicht und habe mich am Anfang des Buches sehr schwer getan in die Geschichte zu kommen.Aber dank des tollen Schreibstils und einiger Recherche auf Wikipedia, kam ich letztendlich doch klar und kam relativ zügig und gut durch die Geschichte.Wie oben schon geschrieben geht es hier hauptsächlich um Penelope Devereux, die Hofdame bei Elizabeth I. wird. Doch es geht nicht nur um sie. Wir haben noch einige andere sehr wichtige Charaktere, allen voran Penelopes Bruder, der eine der wichtigsten Rollen im Verlauf der Geschichte hat. Ich mochte sowohl Penelope als auch ihren Bruder sehr gern.Penelope ist eine starke Frau. Sie ist sehr selbstbewusst und weiß was sie möchte. Doch leider bringt sie das nicht an jedem Punkt weiter. Denn die Königin hat Macht. Viel Macht. Und auch eine Penelope kann sich dieser nicht immer wiedersetzen und muss sich fügen.Elizabeth I.... ja ein Thema für sich. Wie schon erwähnt hatte ich kaum Vorkenntnisse aus dieser Zeit. Über die Königin hat man hier und da aber schon einiges gehört. Ich muss sagen, dass ich die Königin nicht wirklich ins Herz schließen konnte. Nein. Eigentlich gar nicht. Mein erster Kontakt zu dieser Persönlichkeit war also nicht sehr positiv. Und da die Autorin sich sehr sehr nah an den Fakten hält gehe ich davon aus, dass ich sie auch nicht irgendwann anders noch mal lieb gewinnen werde.In der Geschichte geht es zwar viel um Penelope, aber ein sehr großes Thema ist die Thronfolge. Wer ist mit wem verwandt und wie verheiratet man sich am besten um möglichst nah mit der Königin verwand zu sein.Das alles fördert natürlich Intrigen und von denen gibt es hier nicht wenige. Man versucht zu blenden und sich selbst bestmöglich hin zu stellen. Elizabeth provoziert aber eben dieses Verhalten auch immer wieder. Sie hat immer irgendeinen Liebling den sie bevorzugt und so nicht unbedingt für die beste Stimmung sorgt.Wie grad schon geschrieben, ist das Buch sehr gut recherchiert. Das finde ich wirklich bemerkenswert. Und dies macht das Buch für mich sehr besonders. Man kann sich also richtig rein versetzen in diese Zeit und das ganze Geschehen am Hofe. Wenn man weiß es gab die Charaktere wirklich und das alles so in etwa abgelaufen ist. Ach ich mag das einfach. Die Autorin gibt dazu am Ende auch eine Erklärung ab, die mich noch einmal näher an die Geschichte gebracht hat.Fazit und Bewertung:Mir hat dieses Buch nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut gefallen. Elizabeth Fremantle schreibt sehr schön. Obwohl das Buch voll ist mit historischen Fakten hat sie daraus einen sehr lesenswerten Roman gemacht. Unterhaltsam und lehrreich zugleich. Perfekt.Mein nicht vorhandenes Wissen über die Tudors hat es mir nicht immer leicht gemacht. Und auch generell würde ich sagen, ist das nicht unbedingt ein Buch für Leser, die vorher noch nicht so viel mit Geschichte und historischen Romanen in Berührung gekommen sind und sich evtl. damit auch etwas schwer tun. Im Endeffekt muss man dies aber natürlich immer selbst heraus finden.Für mich war dieses Buch, trotzdem ich in dem Genre oft und gerne lese, eine kleine Herausforderung. Keine unangenehme. Eben einfach kein Buch für mal eben zwischendurch.Insgesamt bin ich nun nach dem lesen aber sehr positiv gestimmt und habe viel mitgenommen aus der Geschichte.Ich vergebe daher 4 Pfötchen.

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  • Gelungener Roman

    Die Rivalin der Königin
    Janinezachariae

    Janinezachariae

    26. May 2017 um 22:18

    Eine sehr beeindruckende Geschichte über eine junge Frau, die sich vor der mächtigsten Frau behaupten muss, ohne dabei den 'Kopf' zu verlieren, aber an Grenzen stößt, die sie fast aus der Bahn geworfen hätten.Elizabeth Fremantle erzählt in ihrem (dritten) Tudors-Roman über Penelope Devereux, die mit 18 Jahren zur Hofdame von Queen Elizabeth I wird und später einen Mann heiraten soll, für den die Ehe nichts weiter als eine Gegebenheit ist und andere Interessen im Kopf hat, aber natürlich männliche Nachkommen haben will.Für Penelope beginnt nicht nur ein Kampf um ihr Herz, sondern auch einer, der sie mit vielen Menschen vereinen könnte - aber gleichzeitig auch entzweien lässt.Dabei ist die Erzähl weise sehr ausführlich - an manchen Stellen zu ausschweifend - und tiefgründig. Als Leser lernt man eine vollkommen andere Seite der Königin kennen und man beginnt sich zu fragen, ob die Eifersucht und ihre Angst um ihren Thron, ihr Herz hat zu Eis werden lassen oder ob es nur an die Sichtweise liegt, die man beim Lesen erfährt.William Shakespeare Zitate kommen vor, was ich überaus gelungen finde und andere lyrische und poetische Ergüsse der damaligen Zeit darf man während des Lesens erleben.Diese Geschichte hat mich sehr berührt un ich bin wirklich dankbar, sie gelesen zu haben. Als Tudors Fan versuche ich mein Wissen bestmöglich zu ergänzen, erweitern und natürlich vervollständigen, obgleich viel Fiktion ist, so entspricht vieles der Realität.Manchmal war mir Penelope etwas anstrengend, doch für das, was sie alles erleben und aufgeben muss, kann ich in diesem Fall auch ein Auge zu drücken. Sie ist sehr beeindruckend und ich denke, ich werde nicht alleine mit meiner Meinung stehen.Ob ich die anderen Tudors-Romane lesen würde?Ich bin mir ziemlich sicher.Elizabeth Fremantle schreibt, als käme sie direkt aus dem 16. Jahrhundert und inspiriert mit ihrer Gabe zu ungewöhnlichen Beschreibungen.Mein erster Roman dieser Autorin hat mich wirklich überzeugt.:-)

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