Elizabeth Gaskell Mr. Harrisons Bekenntnisse

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(5)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Mr. Harrisons Bekenntnisse“ von Elizabeth Gaskell

«Eine absolute Meisterin psychologisch stimmiger, spannender Geschichten» (Brigitte)

Elizabeth Gaskell porträtierte das Leben und Lieben in der englischen Provinz – ebenso klug und unterhaltsam wie Jane Austen. Ihrem scharfen Blick blieb keine Seelenregung verborgen, die Schwächen ihrer Helden entrollt sie mit Nachsicht und Humor. Gaskells schönste Erzählungen präsentiert dieser Band in einer exklusiven Auswahl.

Seine ersten Tage als Landarzt hatte sich Dr. Harrison weniger turbulent vorgestellt. In London aufgewachsen, provoziert er bei den unverheirateten Damen von Duncombe arglos Missverständnis um Missverständnis – und findet sich plötzlich dreifach verlobt. Erst nach zahlreichen Geständnissen ist der Weg frei für die große Liebe. In «Cousine Phillis» zeigt sich der jugendliche Erzähler betört vom ländlich-einfachen Charme seiner reizenden Verwandten. Gerade sein wohlmeinender Rat setzt deren Lebensglück jedoch ein tragisches Ende. Die Geschichte vom «Schafscherer in Cumberland» führt uns schließlich auf einem heiteren Spaziergang durchs sommerliche Nordengland. Hier versteht es die viktorianische Autorin, mit schwelgerischen, sinnenfrohen Landschaftsbeschreibungen zu begeistern.

Elizabeth Gaskell (1810–1865), Frau eines Geistlichen und fünffache Mutter, schrieb vierzig Erzählungen, sieben Romane (darunter das populäre «Frauen und Töchter») und eine vielbeachtete Biographie über ihre Freundin Charlotte Brontë. Mit ihrem psychologischen Scharfsinn und Wissen um die Lebensbedingungen ihrer Zeitgenossen gilt sie heute als eine der bedeutendsten Chronistinnen Nordenglands.

Stöbern in Romane

Die Farbe von Milch

Großartiges Buch, in einfacher und eindringlicher Sprache geschrieben, passend zur Protagonistin Mary.

meppe76

Acht Berge

Ein berührendes Buch.

Campe

Olga

Traurig. Melancholisch. Dennoch schön

Freda_Graufuss

Der Weihnachtswald

Tolles Weihnachtsbuch! Die Geschichte ist romantisch und verzaubert schön.

lesefant04

Das Herz des Henry Quantum

Meiner Meinung nach sehr emotionslos und überhaupt nicht packend

snekiiic

Leere Herzen

Tolles Cover, spannende Handlung, sprachlich ausgefeilt, Leseempfehlung!

dasannalein

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Mr. Harrisons Bekenntnisse" von Elizabeth Gaskell

    Mr. Harrisons Bekenntnisse

    Clari

    04. November 2010 um 14:28

    Die Liebe und das Leben ..... Gesellschaftsstudien aus einer versunkenen Welt. In drei meisterhaften kleinen Erzählungen zeigt uns Elizabeth Gaskell, wie es sich zu Anfang des 19. Jahrhunderts lebte. In ihnen spielt das Kleinstadt - oder Landleben eine gewichtige Rolle. Irrungen und Wirrungen, Klatsch, Tratsch und Landpartien boten das Bild einer friedlich -ländlichen Idylle. Als Paul Manning mit 17 Jahren in der Grafschaft Eltham sein erstes Zimmer fern der Eltern bezieht, ist er stolz über die neu gewonnene Freiheit. Sein Vater hat ihm eine Hilfsstelle bei einem Ingenieur verschafft, der den Bau einer Nebenstrecke der Bahn von Eltham nach Hornby übernommen hatte. Nach kurzem Abschiedsschmerz richtet sich der junge Mann ein und genießt sein neues Leben. Fleißig geht er der Arbeit am Schreibpult nach. Gelegentlich muss er Mr. Holdsworth zur Bauaufsicht begleiten. Schon bald sucht er entfernte Verwandte in der Nähe auf. Die Tochter des Hauses ist begabt, klug und gebildet und überragt ihren Vetter um Haupteslänge. Ihr Vater ist Pfarrer und Bauer zugleich. Um die Cousine Phillis wird sich der Hauptteil einer dieser Erzählungen drehen, in der es auch um die Liebe, Entsagung, Enttäuschung und bitteres Leid gehen wird. Was macht die Lektüre von Elizabeth Gaskell so reizvoll für den Literaturfreund? In ihren Erzählungen gewinnt man Einblicke in eine versunkene Welt. Die Industrialisierung kündigte sich zwar an, hatte aber noch nicht jedes Städtchen und jeden Marktflecken erreicht. Tägliche Ereignisse bezogen sich auf das Wetter, auf Besuche, die Arbeit in der Landwirtschaft und auf das Tagesende mit dem genussvoll gefeierten Tagesausklang. Erste Liebe und tiefe Enttäuschung begleiten das ländliche Geschehen und man nimmt sie sehr Ernst. Die Gefühlswelt wird durch Ereignisse gestört, die den ruhigen Alltag zu einem Drama entarten lassen können. Geboren wurde Elizabeth Gaskell 1810, und nach dem Tod ihres einzigen Sohnes konnte sie im Schreiben ein wenig Trost finden. Sie ist eine Zeitgenossin von Charles Dickens und der Geschwister Bronté. Ähnlich wie bei diesen entdeckt man in ihren Schriften eine Zeit, die von Ruhe, liebevollem Umgang und den kleinen und großen Nöten der Menschen handelt. E. Gaskell beschreibt Landschaften, menschliche Begegnungen und den Frieden eines Landlebens, das an Gemälde denken lässt. Eine bedeutende Rolle spielen die verschiedenen Kirchen, deren Vertreter wichtige Bezugspersonen sind. Die Einheit zwischen der äußeren Beschreibung von Zeit, Ort und Handlung bietet einen Rahmen, der das Lesen zu einer friedvollen und außerordentlich beruhigende Angelegenheit macht. Jedes Detail wir erwähnt; so die Ungangsformen, die Gastfreundschaft und die freundliche Verbindlichkeit, mit der man sich zu jener Zeit dank der gebotenen Konventionen begegnete. Elizabeth Gaskells Figuren werden in ihrem Aussehen, Auftreten und Denken differenziert beschrieben, so dass man über das psychologische Feingefühl der Autorin staunt. Die Lektüre ist ein Genuss. Bietet sie doch einen kompletten Gegensatz zu unserem heutigen Dasein, das von Hetze, Fortschritt und Neuerungen nur so strotzt.

    Mehr
  • Rezension zu "Mr. Harrisons Bekenntnisse" von Elizabeth Gaskell

    Mr. Harrisons Bekenntnisse

    Gospelsinger

    23. October 2010 um 00:53

    Wie konnte es eigentlich passieren, dass ich bisher noch nichts von Elizabeth Gaskell gelesen hatte? Zum Glück konnte ich diese Bildungslücke jetzt mit Hilfe dieser schönen Ausgabe, die drei Erzählungen enthält, auf sehr edle Art schließen. Die Erzählungen sind so unterschiedlich, dass schon mit diesem kleinen Ausschnitt deutlich wird, wie vielseitig diese Autorin ist, die immer ein wenig im Schatten von Jane Austen stand. Die erste Erzählung nimmt uns mit zu einer Schafschur. Die idyllische Landschaft wird beschrieben, die „Heile Welt“ auf dem Lande, aber Gaskell stellt auch mit viel Realismus die Arbeitsbedingungen dar. In der zweiten Erzählung geht es um die ergreifende Geschichte von Cousine Phyllis. Hier kommt einmal mehr die Unfähigkeit der Männer, sich in Gefühlsdingen adäquat zu verhalten, zum Vorschein. Aber auch die Kraft der Frauen, sich wieder aufzurappeln. Mein Favorit ist die dritte Erzählung, „Mr. Harrisons Bekenntnisse“. Diese herrliche Satire ist mit so viel Wortwitz und mit so spitzer Feder geschrieben, dass es eine reine Freude ist, das zu lesen. Gaskell hat eine überaus genaue Beobachtungsgabe und nimmt die Gesellschaft einer Kleinstadt sehr gekonnt aufs Korn. Der arme Junggeselle, der als neuer Arzt in die Stadt kommt, kann einem fast leidtun. Wenn er denn nicht so furchtbar von sich überzeugt wäre. Ich werde auf jeden Fall auch noch alles andere aus der Feder dieser wunderbaren Autorin lesen!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks