Elizabeth Gaskell Ruth

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Inhaltsangabe zu „Ruth“ von Elizabeth Gaskell

Gaskell's depiction of a fallen woman as her heroine shocked contemporary readers. Ruth is seduced and heartlessly abandoned but finds shelter and love with her illegitimate child until a twist of fate brings her past back to haunt her. This new edition explores the novel's radicalism and cultural influence. (Quelle:'Flexibler Einband/16.03.2011')

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  • Rezension zu "Ruth" von Elizabeth Gaskell

    Ruth
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2011 um 11:13

    "Ruth" ist der dritte Roman Elizabeth Gaskells und behandelt wiederum ein gesellschaftliches Problem aus kritischer Sicht. Die Hauptperson ist die Näherin Ruth, ein Waisenmädchen. Sie leidet sehr unter dem strengen Regiment in der Näherei, den langen Arbeitstagen und der eisernen Disziplin, die gefordert wird, ohne jegliche menschliche Wärme. Als sie den jungen Aristokraten Mr Bellingham trifft, verliebt sie sich in ihn und sieht in ihm ihren Erlöser - er erschleicht sich ihr Vertrauen und bittet sie, mit ihm nach Wales zu gehen. Ahnungslos, da sie nie über Sexualität aufgeklärt wurde, kommt Ruth seiner Bitte nach und lebt einige Wochen mit ihm in einem Hotel. Der Näherei entkommen, wiegt Ruth sich in Glückseligkeit. Doch es kommt wie es kommen muss - Mr Bellingham wird krank, seine Mutter kommt nach Wales, wirft Ruth aus dem Hotel und verbietet ihrem Sohn jeglichen Umgang mit ihr - Mr Bellingham verlässt Wales, ohne sich von Ruth zu verabschieden, die schwanger und mit gebrochenem Herzen zurückbleibt. Als sie sich das Leben nehmen will, wird sie von dem sanftmütigen Geistlichen Mr Benson gefunden, der sie gesund pflegt und mit in sein kleines Dorf nimmt, wo er mit seiner Schwester und einer Haushälterin zusammen lebt. Doch wie soll Ruth weiter leben? Als "gefallene Frau" ist sie von der Gesellschaft verstoßen. Die Bensons geben sie darauf hin als Witwe aus und Ruth bekommt eine Arbeitsstelle als Gouvernante beim einflussreichsten Mann der Stadt. Sie bekommt einen gesunden Sohn und wird von der Dorfgemeinschaft anerkannt und geliebt, bis eines Tages ihr Geheimnis aufgedeckt wird und alles erneut ein Scherbenhaufen ist... In ihrem Roman zeigt Gaskell eindrucksvoll die Situation der Frauen im 19. Jahrhundert: Einerseits kaum aufgeklärt und auf Gehorsam getrimmt, andererseits aber im Fall einer Schwangerschaft unendlich verdammt. Obwohl Mr Bellingham der Verführer ist und Ruths Situation schamlos ausgenutzt hat, kommt er ungeschoren davon und wird sogar ein angesehener Politiker, während Ruth für ihr Leben gezeichnet ist. Außer den Bensons hinterfragt niemand Ruth Lebensgeschichte und die Gründe für ihre Beziehung zu Mr Belliingham, niemand hinterfragt seine Rolle in der ganzen Sache. Ruth ist die Frau und somit MUSS sie die Schuld haben. Andererseits zeigt der Roman auch die Heuchelei der viktorianischen Gesellschaft, denn während z.B. Ruths Arbeitgeber sich selbst für ein Beispiel an Moral und Perfektion hält, schlägt er in Wahrheit seine Kinder und terrorisiert seine Frau - er ist keinen Deut besser als Ruth, die er verdammt. Hier hält Gaskell in äußerst mutiger Art und Weise ihren Zeitgenossen den Spiegel vor und plädiert für einen nachsichtigeren Umgang mit "gefallenen Mädchen", für eine zweite Chance und mehr christlichen Mitgefühl. Natürlich wurde der Roman ein Skandal, aber dies hielt Gaskell nicht davon ab, auch weiterhin über gesellschaftskritische Themen zu schreiben.

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