Elizabeth George Glaube der Lüge

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Inhaltsangabe zu „Glaube der Lüge“ von Elizabeth George

Bernard Fairclough ist das Oberhaupt einer wohlhabenden und einflussreichen Familie, die ihren Sitz im Lake District hat. Nichts ist ihm wichtiger, als jeden Makel, der die schöne Fassade beschädigen könnte, zu vermeiden. Als sein Neffe eines Tages tot im See aufgefunden wird, erklärt die örtliche Polizei schnell, dass es sich um einen Unfall handelt. Fairclough, der dennoch jeden Verdacht ausräumen will, engagiert Inspector Thomas Lynley von New Scotland Yard. Und wie dieser schon bald entdeckt, gibt es einige Familienmitglieder, die einen Grund gehabt hätten, Ian Cresswell Böses zu wollen. Zusammen mit seiner Kollegin Barbara Havers in London kommt er den Geheimnissen der Faircloughs Schritt für Schritt näher – und entdeckt dabei hinter der Fassade das Trümmerfeld ...

Hier passt nichts zusammen, schwache Story, viele unnötige Längen, unglaubwürdige Figuren, Lynley erkenne ich nicht wieder

— plin

Konfus, hat mir nicht gefallen

— Shlok

Gut recherchiertes Buch, doch oftmals viel zu langatmig - zudem lässt Lynley sich von seinen Oberen zu sehr manipulieren

— MartinaSchein

Eines ihrer schwächeren Bücher, für Fan trotzdem ein Muss

— mareikealbracht

Ein klein wenig zäh aber trotzdem ein guter Roman mit einem überraschendem Ende!

— Jenny1900

Der Fokus liegt hier mehr auf Barbara Heavers. Mir hat Inspector Lynley etwas gefehlt

— BirgitRomeo

Ein etwas anderer Lynley-Krimi, aber dennoch lesenswert.

— Elbschnegge

Endlich ist Lynley auf Normal-Modus eingestellt..und Barbara soll jemand anderes zu sein... als sie ist. Grandios.. wie immer gut geschrieben von Elizabeth George

— Ay73

Hier ist meine Rezension zum 17. Fall von Thomas Lynley. Eigentlich gefällt mir das Buch recht gut. Mehr auf meinem Blog.

— lisa1997

Naja, da bin ich besseres gewohnt. Streckenweise zieht sich das Buch wie Gummi und es passiert nichts, ab dem letzten Drittel kommt Spannung

— rocky75

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  • Gut recherchiertes Buch, doch oftmals viel zu langatmig - zudem lässt Lynley sich zu sehr manipulier

    Glaube der Lüge

    MartinaSchein

    01. November 2016 um 21:16

    Wie bereits in Keiner werfe den ersten Stein, wird auch in Glaube der Lüge Inspector Lynley erneut von seinem obersten Boss Hillier dazu gedrängt, einen Fall auf Bitte eines einflussreichen Mannes (Bernard Fairclough) zu übernehmen.Wie bei Elizabeth George üblich, gibt es wieder mehrere Handlungsstränge, die ganz geschickt miteinander verwoben sind. Der Plot in diesem Buch handelt von den unterschiedlichsten Beziehungen. Homo- und Hetero-Partnerschaften, Beziehungen unter Ehepaaren und Geschiedenen, Verbindungen zwischen Eltern und Kindern sowie Geschwistern. Und natürlich gibt es wieder sowohl relativ normale Protagonisten als auch solche, die man nur krank nennen kann. Bis auf wenige Ausnahmen fand ich die meisten Handlungsträger ziemlich bis sehr unsympathisch.Auch wenn die Autorin in Sachen Recherche und Ausarbeitung wieder akribische Beschreibungen von Land und Leuten abgeliefert hat, fand ich das Buch insgesamt ziemlich langatmig und teilweise sehr zähflüssig. Ein Drittel weniger wäre in meinen Augen mehr gewesen. Wirkliche Spannung konnte ich keiner Stelle dieser Story zuschreiben. Der eigentliche Krimi - wenn man den Roman denn als solchen bezeichnen will - beginnt viel zu spät.Auch der erst gegen Ende ersichtliche, eigentliche Grund, weshalb in diesem Fall überhaupt Ermittlungen eingeleitet worden sind, finde ich mehr als nur etwas konstruiert.Die Dialoge zwischen den unterschiedlichen Paaren sind teilweise sehr tiefgründig aber auch hier hätte meiner Ansicht nach mehr Würze in der Kürze gelegen. Auf der anderen Seite gewinnt die Geschichte durch relativ kurze Kapitel und somit ständigem Szenenwechsel.Zudem finde ich gewisse Stellen etwas widersprüchlich und unglaubwürdig. Dass die Vergewaltigung eines minderjährigen Mädchens von der Polizei mit den Worten abgetan wird, dass sie ohne Durchsuchungsbefehl nichts tun kann, halte ich auch unter Zuhilfenahme von ganz viel Fantasie für völlig an den Haaren herbeigezogen.Lynleys seit dem letzten Band bestehende Farblosigkeit setzt sich in dieser Geschichte fort. Auch Havers erschien mir in dieser Story ziemlich blutleer und glänzte mir entschieden zu sehr durch Abwesenheit. Deborah finde ich erneut sehr nervtötend - hallo, viele Frauen können keine Kinder bekommen (ich habe auch kein Drama daraus gemacht) - die kleine Hadiyyah geht mir mit ihren Allüren mittlerweile ganz gewaltig auf den Geist und eine Chefin, die nicht akzeptiert, dass ihr Boss einen ihrer Mitarbeiter in dieser Sache zum Stillschweigen verdonnert hat, finde ich unmöglich.Ebenso wie das letzte Buch kann ich auch dieses lediglich als mittelmäßig bezeichnen.

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  • 17. Fall von Inspector Thomas Lynley

    Glaube der Lüge

    lisa1997

    Gestaltung: Das Cover ist eigentlich schön gestaltet. Die Frage warum ein See auf dem Cover abgebildet ist, lässt sich auch leicht beantworten. Die Faircloughs haben ihr Grundstück in Cumbria und haben dazu auch einen Seezugang mit eigenem Bootshaus. Meine Meinung: Durch die vielen Sichtweisen die beschrieben wurden, konnte ich nur schwer die Verwandschaftsverhältnisse der Familie Fairclough erkennen. Das hat mich ein wenig gestört.  Die Geschichte mit dem Tod von Ian Cresswell war eigentlich ganz ok. Hier war halt immer die Frage: War es ein Unfall oder doch Mord? Wer hätte das größte Motiv einen Mord zu begehen? Die Geschichte sollte in Schwung kommen durch die verschiedenen Mitglieder der Familie und ihre Geheimnisse. Ein Doppelleben da, ein Homosexueller dort. Das ging bis hin zu Kinderpornografie.  Wenn das mal keine schwerwiegenden Geheimnisse sind.  Wenn das alles rauskommen würde, läge die Fassade in Scherben.  Das eine Familie so zerrüttelt sein kann, hätte ich nie im Leben gedacht.    Für mich war es auch etwas Neues, einen Krimi zu lesen, der wirklich unblutig ist.   Auch bei Inspector Lynley gab es einige Momente die Frau George beschrieben hat. Zum Beispiel seine Affäre mit seiner Chefin. Babara Havers bekam auch einige Seiten wo sie sie ihrem Nachbarn, seiner Frau und seiner Tochter helfen musste.  Ich finde es gut, dass die Geschichte mit Barbaras Nachbarn weiter geht, da es sehr spannend aufgehört hatte.  

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    • 2
  • 17. Fall von Inspector Lynley+ Havers.. Glaube der Lüge - Verwirrendes Spiel einer reichen Familie

    Glaube der Lüge

    Ay73

    28. October 2014 um 16:01

    Leider ist dieser Roman nicht der Beste von Elizabeth George.. ich bin schon besseres gewohnt von ihr. Das Buch ist auch kein klassischer Krimi im Sinne von Frau George sondern, es dümpelt ein wenig mit der Detektivarbeit von Inspector Lynley so dahin, der auf Wunsch eines reichen Ehepaares nach Schottland reist um auszuschließen dass der Neffe Ian nicht bei einem Unfall umgekommen ist. Bernard Fairclough glaubt dass sein Sohn, der jetzt clean ist, vielleicht Ian doch umgebracht haben soll. Also versucht Lynley die Familie zu anlaysieren, aufzudecken und Licht ins Dunkel zu bringen. Er holt sich Hilfe vom Ehepaar St. James, und es stellt sich raus.. es ist ein tragischer Unfall ohne Fremdverschulden. Aber was Lynley über die Familie aufdeckt ist nicht so prickelnd, da lügt man, betrügt man, erpresst, verheimlicht. Barbara hilt Lyley aus London mit ihrer Recherche und wir erfahren wieder, dass Barbara in der Lage ist immer zwei Schritte im Voraus zu denken.   Ein wenig enttäuscht bin ich schon, da es kein Krimi war. Aber es war schön Lynley wieder langsam im Alltag zu erleben und zu lesen, dass er versuchen wird den tragischen Tod seiner geliebten Helen zu überwinden, und nicht nur in dem Sinne dass er Sex mit seiner Vorgesetztin hat (die am Ende Buches beendet wird). Ich hoffe dass der nächste Fall etwas besser ist, als "Glaube der Lüge".

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  • Glaube der Lüge

    Glaube der Lüge

    clary999

    Ein Inspector-Lynley-Roman „Kurzbeschreibung: Bernard Fairclough ist das Oberhaupt einer wohlhabenden Familie, dem nichts wichtiger ist, als den guten Ruf zu wahren. Als sein Neffe eines Tages tot im See aufgefunden wird, erklärt die örtliche Polizei zwar schnell, dass es ein Unfall war, Fairclough will dennoch jeden Verdacht ausräumen und engagiert Inspector Thomas Lynley von New Scotland Yard. Zusammen mit seiner Kollegin Barbara Havers ermittelt Lynley undercover – und entdeckt dabei hinter der Fassade der ehrbaren Familie die grausame Wahrheit ...“ Zum Inhalt: Chief Inspector Thomas Lynley soll in Cumbria einen Todesfall undercover untersuchen. Deborah und Simon St. James helfen ihm bei den Ermittlungen vor Ort. Sie sollen herausfinden, ob Ian Cresswell wirklich durch einen Unfall umkam. Bernard Fairclought scheint Zweifel zu haben. Bei den Befragungen kommen Geheimnisse ans Licht, die die ganze Familie aufrüttelt… Charaktere: Thomas Lynley, charmant und liebenswürdig, gewinnt schnell das Vertrauen der Familie Fairclought. Der Tod von Helen zeigt immer noch Spuren bei ihm. Er wirkt melancholisch und seine Affäre mit Isabelle ist nicht besonders hilfreich. Barbara Havers ermittelt in London. Ihr sympathisches und direktes Auftreten gefällt mir sehr gut. Durch ihre Chefin sieht sie sich gezwungen ihre Aussehen zu verändern. Leider kommt sie in diesem Fall für mich zu selten vor. Deborah und Simon St. James. Ihre unterschiedlichen Vorstellungen zur Adoption und Leihmutter belasten beide. Besonders Deborah wirkt sehr unglücklich. Sie soll in diesem Fall, getarnt als Fotografin, mehr über Nicholas Fairclough und seine Frau Alatea herausfinden. Familie Fairclought: Anscheinend hat jedes Familienmitglied etwas zu verbergen, nicht nur die drei erwachsenen Kinder, sondern auch Bernard Fairclough und seine Frau. Ereignisse aus der Vergangenheit und der Gegenwart bei denen Verrat, Lügen und Selbstbetrug eine wichtige Rolle spielt. Meine Meinung: Besonders am Anfang der Geschichte haben mich die ausführlichen Landschaftsbeschreibungen und detaillierten Ausführungen über Handlungen, Gefühle und Gedanken gestört. Zu viele Handlungsstränge, die ständig wechselten, haben die Geschichte unnötig in die Länge gezogen. Dennoch war es durchaus lesenswert! Dramatische Einzelschicksale. Verschiedene Themen wie z. b. Drogensucht, Homosexualität, Kinderpornografie und Kinderlosigkeit wurden aufgegriffen und gut umgesetzt. Obwohl ein oder zwei Themen gereicht hätten. Ich hatte mir einen tollen Krimi mit Lynley und Havers erhofft, aber dieses Buch ist anders. Mir persönlich gefallen die ersten Krimis von Elizabeth George besser. Ich finde es etwas schade, dass diese besondere Spannung fehlt. Trotzdem bin ich neugierig, wie es mit Lynley und Havers weitergeht. Der Cliffhanger klingt schon mal spannend! Fazit: Ein interessanter Roman mit Höhen und Tiefen, bei dem der psychologische Aspekt im Vordergrund steht! 3,5 Sterne

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    • 11
  • Schön geschrieben - leider unzufrieden mit dem Ende

    Glaube der Lüge

    Michelle1990

    15. October 2014 um 10:01

    Das Buch ist schön geschrieben und hält die Spannung bis zum letzten Drittel. Dort werden die Charaktere teils unverständlich und nicht so wie zuvor beschrieben.
    Zudem ist es kein "geschlossener" Roman, sondern lockt zum nächsten Buch und das nicht wirklich einladend.
    Um ehrlich zu sein, war ich froh, dass ich fertig war. Aber bis zum letzten Drittel war es wie gesagt super zu lesen!

  • Elizabeth George - Glaube der Lüge

    Glaube der Lüge

    Flocke09

    Lynley wird von seinem obersten Chef um Hilfe in einer geheimen Ermittlung im Hochadel gebeten. Lynley reist nach Cumbrigde um dort den Unfalltod des Vetters Ian zu untersuchen. Dieser verließ Frau und Kinder um seine Homosexualität auszuleben. Dabei hat er sich so einige Feinde gemacht. Doch auch in der Familie der Fairclough deckt Lynley so einige Geheimnisse auf. Er bringt mit seinen Ermittlungen große Unruhe in das Leben der Familie. So werden Affären, geheime Zahlungen und noch so einiges andere aufgedeckt. Für mein Empfinden nicht ihr bester Roman aber trotzdem sehr lesenswert und unterhaltsam. An einigen wenigen Stellen hätte ich mir weniger detailgenaue Beschreibungen gewünscht. Trotzdem 4 von 5 Sternen für einen spannenden Roman.

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    • 2
  • Und wenn es gar kein Unfall war?

    Glaube der Lüge

    Ireland

    10. May 2014 um 15:51

    Als Ian Cresswell tot im Bootshaus seines Onkels gefunden wird, glaubt dieser nicht an einen Unfall, obwohl die örtliche Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden finden kann. Und da Bernard Fairclough das Oberhaupt einer einflussreichen Familie ist bittet er Scotland Yard den Fall erneut zu untersuchen. Die einzige Bedingung ist, dass Inspector Lynley nicht offen als Ermittler in Erscheinung treten darf. Lynley macht sich gemeinsam mit dem Ehepaar St. James auf in die Region Cumbria. Die Ermittlungen bestätigen, dass es sich um einen Unfalltod gehandelt hat, doch Lynley entdeckt auch, dass es einige Familienmitglieder gibt, die einen Grund gehabt hätten, Ian Cresswell Böses zu wollen. Zusammen mit seiner Kollegin Barbara Havers in London kommt er den Geheimnissen der Faircloughs Schritt für Schritt näher und entdeckt dabei das Trümmerfeld hinter der Fassade. Die Bezeichnung als "Ein Inspector-Lynley-Roman" auf dem Cover trifft leider voll zu, denn das Buch ist eher ein Roman als ein Krimi. Die Ermittlungen gehen langsam vonstatten und Spannung ist eher Mangelware. Langeweile kommt aber dennoch nicht auf, da eine Vielzahl von aktuellen gesellschaftlichen Probleme angesprochen werden: zerrüttete Ehen und vernachlässigte Kinder, Homosexualität, Kinderpornografie, die ethischen Probleme der modernen Fortpflanzungsmedizin und nicht zuletzt der widerlichen Boulevard-Journalismus, der die genannten Themen schamlos ausschlachtet. Je tiefer die Ermittlungen gehen, desto mehr Geheimnisse der Hauptfiguren werden gelüftet. Und obwohl Barbara Havers diesmal nicht mit vor Ort ist, spielt sie doch eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung der Geheimnisse. Der Erzählstil von Elizabeth George ist wie immer flüssig und lässt sich flott lesen. Für eingefleischte Lynley-Fans, die auch einen Roman ohne steilen Spannungsbogen zu schätzen wissen, durchaus zu empfehlen.

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  • Weiden an menschlichen Tragödien!

    Glaube der Lüge

    KitKat88

    13. September 2013 um 15:16

    100 Seiten Krimi + 600 sozialkritisches Familiendrama = 700 Seiten Elizabeth George In einem Krimi ermittelt ein Polizist oder Privatdetektiv, vielleicht auch eine Privatperson, ein Gerichtsmediziner, ein Priester oder meinetwegen auch der liebe Gott persönlich in einem Fall. So dachte ich jedenfalls immer. Nicht aber bei Elizabeth George. Zwar gibt es einen Polizisten, sogar mehrere, um die sich diese Reihe auch ursprünglich mal gedreht hat, aber schon die Frage ob es einen Fall gibt bleibt lange offen.   In diesem 700-Seiten-Wälzer wird minutiös das Leben aller Beteiligten bis ins letzte Detail erläutert. Und das es sich bei diesen Beteiligten quasi ausnahmslos um Menschen mit einer Wagenladung persönlicher Probleme handelt, passt in das Schema, dass die Autorin zu verfolgen scheint, seit sie die Ehefrau des Ermittlers in Band 13 völlig unnötiger Weise hat ums Leben kommen lassen. Es drängt sich einem der Veracht auf ihr seien die Ideen bezüglich der Entwicklung ihrer Charaktere Abhanden gekommen, was sie durch ein Übermaß an seelischen Problemen aller Akteure zu kompensieren versucht. Das reicht von Alkoholismus über Drogensucht, verzweifeltem Kinderwunsch, Homosexualität, Transsexualität, Kinderpornographie bis zu körperlichen Behinderungen, Altersdemenz, Suizid, neuen Beziehungen von Expartnern, die immer noch zusammen wohnen, einer Mutter die nichts unversucht lässt ihren Sohn zu verkuppeln und Flucht vor der eigenen Vergangenheit. Selbstverständlich sind aber auch Ehebruch, uneheliche Kinder, Kindesentführung, vorgetäuschte Beziehungen und Jobsorgen vertreten. Gewürzt ist diese Mischung mit Gier, Egoismus, Eifersucht und Verzweiflung, die an Paranoia grenzt. Und das alles in diesem einen Band! Es gibt Nebenhandlungen ohne Ende. Was das alles mit dem Fall zu tun hat? 95% davon rein gar nichts! Es zeigt nur, dass die Autorin anscheinend verlernt hat sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und das sollten in einem Krimi die Ermittlungen zu einem Verbrechen sein. Ein bisschen „drum rum“ ist ja ganz nett und aufschlussreich, aber hier war es eindeutig des Guten zu viel. Denn wenn die Protagonisten einer Buchreihe eher noch als Randfiguren denn als Hauptakteure zu interpretieren sind und ein Band einer Krimireihe nur noch schwer als Krimi erkennbar, dann ist nach meiner Ansicht irgendetwas schief gelaufen. Dass zu allem Überfluss einige Akteure, die bisher als intelligente Menschen dargestellt wurden, auch noch in zum Teil abstruse Handlungsweisen verfallen, trägt nicht wirklich zu einem positiven Gesamteindruck bei. Wer ein sozialkritisches Buch über eine Familie voller zerrütteter Charaktere mit einer ganzen Sammlung persönlicher Probleme sucht, ist hier genau richtig. Denn in großen Teilen ist das Buch durchaus gut geschrieben und besitzt sogar einen gewissen Spannungswert. Wer allerdings einen „Inspector-Lynley-Krimi“ à la „Gott schütze dieses Haus“ oder „Auf Ehre und Gewissen“ erwartet, wird hier die pure Enttäuschung erleben. 

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  • Typisch Elizabeth George - einfach nur spannend

    Glaube der Lüge

    eskimo81

    07. September 2013 um 11:06

    Das Buch bietet Spannung, Intriegen vermischt mit alltäglichen Sorgen, Themen die eben auch den Lesern passieren können. Ein weiterer lohnenswerter Krimi mit Inspector Linley - man muss ihn einfach lesen und lieben.

  • Viel zu viele Lügen

    Glaube der Lüge

    UteSeiberth

    20. June 2013 um 18:23

    Endlich habe ich es geschafft diesen Roman zu Ende zu lesen ,der für mich weniger ein Kriminalroman als ein Unterhaltungsroman war.Diese reiche Industriellenfamilie sollte moralisch demontiert werden durch die Aufklärung des vermeintlichen Mordes des Familenmitgliedes Ian Creswell. Lynley sollte undercover ermitteln und ruft seine alten Freunde zu Hilfe.Aber das wurde dann leider für mich zu einem ziemlich aufgblasenen Luftballon , weil viel zu viel Lügen in dieser Familie aufgetischt wurden. Ich dachte erst dass das recht aktuelle Thema der Leihmutterschaft und der Kinderpornografie eine kritische Sicht auf die englische Gesellschaft ermöglichen würde, aber das war leider nicht der Fall! Ich fürchte, das Duo Lynley und Havers hat seine Spannkraft verloren und das finde ich sehr schade!

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  • Ihr schwächstes Buch

    Glaube der Lüge

    TorstenEffenbach

    06. June 2013 um 10:57

    Ich hatte den Eindruck, dass Elizabeth George hier einen alten Roman aus der Schublade hervorgekramt hat. Havers braucht Hilfe beim googeln und muss in die Bibliothek gehen, um ins Internet zu kommen?! Außerdem fand ich Deborahs Babythema sehr prominent, was sie ja schon gefühlte zwanzig Jahre mit sich rumschleppt. Klar, Romanfiguren alten weniger langsam, als reale figuren. Aber irgendwie krieg ich das Gefühl nicht los, dass das hier ein Buch ist, dass vor zehn Jahren beim Verlag durchgefallen ist, und jetzt noch einmal hervorgeholt wurde. Den Fall fand ich sehr unbefriedigend, und Deborah mit ihrer plötzlichen Eingebung und ihrer fanatischen Haltung äußerst unsympathisch. Für Lynley war der Fall die reinste Zeitverschwendung, und ich fürchte für den Leser auch. Einziger Lichtblick ist Seargent Havers, und ich hoffe, dass der nächste Band sich mehr mit ihrer Geschichte und der ihrer Nachbarn beschäftigt und weniger mit Lynley und seiner unerfreulichen Affäre.

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  • 700 kurzweilige Seiten...

    Glaube der Lüge

    silberfischchen68

    Nachdem mich die letzten Bände der Lynley-Reihe nicht begeistern konnten sondern zeitweise sogar verärgerten wie z.B. mit der Beziehung von Lynley zu seiner Chefin, hat mich dieses Buch wieder restlos überzeugt. Ein Krimi ist es im Prinzip genausowenig wie die Bände zuvor, das wissen glaube ich auch Frau George und ihr Verlag, denn die Bücher tragen nicht umsonst die Aufschrift "Ein Inspektor-Lynley-Roman". "Glaube der Lüge" ist eine breit angelegte Familiengeschichte, die über 700 Seiten allerdings nie langweilig wird und kaum ein Drama auslässt, das so eine englische Industriellen-Großfamilie heimsuchen kann: Drogen, Transsexualität, uneheliche Kinder, Homosexualität, Pädophile, Nymphomanie, Liebe, Scheidung, psychische gestörte Jugendliche, Erpressung...eigentlich fast ein wenig zuviel, aber nur fast. Denn was Elisabeth George daraus gemacht hat, ist ganz große - und kurzweilige -  Unterhaltung.

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    • 2
  • Rezension zu "Glaube der Lüge" von Elizabeth George

    Glaube der Lüge

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. January 2013 um 14:43

    Ich habe noch nicht viel von E. George gelesen. Aber ich habe die Filme gesehen. Ich mag Lynley und Havers. Aber ich finde, dass sich dieser Fall etwas langsam entwickelt hat. Das ist ja oft bei Serien so - je mehr Bände die Autoren schreiben, desto schwerer ist es für Sie auf demselben Niveau zu bleiben. In den ersten Büchern lernt man die Kommissare erst richtig kennen, meist (eben um die Spannung zu erhalten) erleidet einer dann einen Schicksalsschlag, verliebt sich neu, trennt sich, jemand stirbt, der Assi geht weg - und dann? In dieser Phase steckt die Lynley-Havers-Reihe. Die Liebesgeschichte mit seiner Vorgesetzten war schon etwas, wie ich finde, wenig auserzählt und nachvollziehbar. Vielleicht auch zu erwartbar. Nun ja, das ist auch Genörgele auf hohem Niveau. Ich lese den nächsten Band sicher auch.

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  • Rezension zu "Glaube der Lüge" von Elizabeth George

    Glaube der Lüge

    AnnaChi

    28. December 2012 um 17:38

    Als Freundin der Lynley-Romane von Elisabeth George musste ich bei den vorherigen Bänden einige Durststrecken überwinden, weil sie allzu behäbig daherkamen, "Glaube der Lüge" hat mich aber wieder damit versöhnt. Abgründe tun sich auf, wenn man gemeinsam mit Inspector Lynley hinter die Fassade einer reichen und einflussreichen Familie, die im Lake District lebt, auf ... Auch die persönliche Entwicklung des schon bekannten Figurenensembles aus dem Romanen Georges nimmt manch interessante Wendung. Besonders haben mir wie immer die teilweise geschliffenen Dialoge gefallen - und das Ende des Buches, das schon Spannung auf den nächsten Band aufkommen lässt.

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  • Rezension zu "Glaube der Lüge" von Elizabeth George

    Glaube der Lüge

    4angel

    19. November 2012 um 09:56

    Habe schon Besseres von Ihr gelesen - gegen Schluss wars dann doch sehr langatmig

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