Keiner werfe den ersten Stein

von Elizabeth George 
4,1 Sterne bei297 Bewertungen
Keiner werfe den ersten Stein
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Viv29s avatar

Gut durchdachter Krimi mit herrlich britischer Atmosphäre. Interessante Charaktere, die Lynley-Havers-Konstellation sehr gelungen.

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Etwas kompliziert anfangs durch die vielen Charaktere, aber es wird sehr spannend und ist super zum Miträtseln :)

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Inhaltsangabe zu "Keiner werfe den ersten Stein"

In den schottischen Highlands herrscht tiefster Winter, und Westerbrae, ein Country-House wie aus dem Bilderbuch, ist von der Welt abgeschnitten - ideale Voraussetzung für eine prominente Londoner Theatergruppe, um ungestört ein neues Stück zu proben. Doch schon am ersten Morgen wird aus den Proben tödlicher Ernst: Joy Sinclair, die junge Autorin, wurde kaltblütig erdolcht. Und die Ortspolizei weigert sich, die Untersuchungen zu übernehmen. Ein Fall für Inspector Lynley von New Scotland Yard, stammen doch fast alle Beteiligten aus den ihm wohlvertrauten, besten Kreisen der englischen Gesellschaft. Aber er findet nur Fragen ohne Antworten, unausgesprochene Geheimnisse und Halbwahrheiten. Zum ersten Mal gerät Lynley mit den Prinzipien in Konflikt, die für ihn selbst die Welt bedeuten: den festgefügten Regeln der Oberschicht, der Tradition, Stolz und Familienbande mehr bedeuten als ein Menschenleben. Immer tiefer gerät er in ein Labyrinth aus zwischenmenschlichen Beziehungen, die weit in die Vergangenheit und hinauf in höchste Regierungskreise reichen. Doch die bittere Wahrheit hinter der blutigen Scharade entdeckt erst seine Assistentin, der Adel, Konventionen und Privilegien von Haus aus zutiefst suspekt sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442478262
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:19.03.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.05.2019 bei Random House Audio erschienen.

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    Federfeevor 10 Monaten
    Langweilig, zu viele Verwicklungen, zu viele Dialoge

    Während ich den 2. Band richtig gut fand, hat mich dieser dritte ziemlich gelangweilt. Es gab zu viele Verhördialoge, in denen man höllisch aufpassen musste, um alles mitzukriegen. Das fand ich besonders schwierig, weil die meisten Personen ziemlich blass blieben und ich mir nur schwer merken konnte, wer wann wem was getan hat.

    Die persönliche Geschichte der Ermittler geht weiter. Barbara Havers aus dem Arbeitermilieu und Thomas Linley aus dem Hochadel (Earl of Asherton) haben sich wohl arrangiert, was auch an Linleys wohlwollender, ausgleichender Art liegt. Von Sergant Havers hätte ich gerne mehr gelesen, aber das kommt wohl in den folgenden Bänden.

    Kommentare: 1
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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Etwas kompliziert anfangs durch die vielen Charaktere, aber es wird sehr spannend und ist super zum Miträtseln :)
    Ein sehr gelungener, spannender dritter Teil der Lynley Reihe!

    Da diese Reihe schon ewig her ist, seit ich sie gelesen habe, kann ich mich wirklich an nichts mehr erinnern! Umso schöner weil ich das Gefühl habe, die Geschichten nochmal ganz neu zu erleben!

    So konnte ich auch super miträtseln, denn in diesem Mordfall gibt es wirklich viele Verwicklungen und auch viele Charktere, die eine Rolle spielen. Das war anfangs etwas wirr bzw. unübersichtlich, aber im Laufe der Handlung konnte man dann doch jeden ganz gut einordnen. Vor allem, da die Autorin wirklich eine großartige Figurenzeichnerin ist, die jeden so prägnant und treffend beschreibt.

    Inspector Thomas Lynley hat also einiges zu tun - und dieses Mal ist er auch noch abgelenkt durch seine bohrende Eifersucht. So kenne ich ihn eigentlich nicht, bzw. hatte ich ihn gar nicht mehr in Erinnerung, denn dass er sich so von seinen Gefühlen überrollen lässt und dabei die Ermittlungen beeinträchtigt, hätte ich gar nicht von ihm erwartet.
    Aber zum Glück ist ja noch Havers bei ihm, die sich durch die vielen konventionellen Einschränkungen nicht von ihrem Spürsinn abbringen lässt. Natürlich geht sie dabei auch mal wieder zu weit und sie kann ihren Mund nicht halten; was zu Äußerungen führt die sie für den Moment unsympathisch erscheinen lassen. Ihre Vorurteile gegenüber der "Oberschicht" sind einfach nicht zu leugnen. Aber man merkt auch, dass sie sich durch die Zusammenarbeit mit Lynley mehr Gedanken macht.
    Helen ist ja auch wieder mit von der Partie und hat einen sehr schwierigen Stand; aber ich mag sie total gerne, weil sie so eine offene und liebenswerte Art hat!

    Es gibt wirklich immens viel Ermittlungsarbeit mit Befragungen und komplizierten Verbindungen zwischen den Figuren, aber gerade das hat mich total fasziniert. Natürlich auch der Schauplatz in dem verschneiten Hotel in Schottland, weitab vom nächsten Dorf, ist ja geradezu prädestiniert für einen englischen Krimi.

    An den Schreibstil hab ich mich mittlerweile wieder gewöhnt, denn er wirkt schon etwas "veraltet", wenn man hauptsächlich neuere Bücher liest und gerade diese ganzen gesellschaftlichen Spielchen aus der Oberschicht fühlen sich für mich völlig antiquiert an - aber wie gesagt: Wenn man sich da mal reingelesen hat merkt man das gar nicht mehr so arg.

    Gegen Ende zieht die Spannung dann richtig an, und die Autorin schafft es wieder, viele Möglichkeiten offen zu lassen und mich als Leser von einem Aha-Erlebnis zum anderen zu führen. Die Aufklärung war schlüssig und hat keine Fragen offengelassen.

    Fazit: 4.5 Sterne

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dramatischer Krimi, der sehr gut zeigt, dass auch in Adelskreisen nicht alles Gold ist, was glänzt
    Dramatischer Krimi, der sehr gut zeigt, dass auch in Adelskreisen nicht alles Gold ist, was glänzt


    So langsam beginnen sich meine Sympathien von Lynley zu Havers zu wandeln. Zwar sind ihre Ansichten bezüglich der Aristokratie in meinen Augen immer noch ein wenig krass und übertrieben, doch diese halten sie nicht von logischem Denken und Kombinieren ab. Lynley hingegen lässt sich bei diesem Fall viel zu sehr von seinen Emotionen leiten - etwas, dass er Havers in Gott schütze dieses Haus häufig vorgehalten hat. Auch seine Eifersucht ist nicht gerade hilfreich.


    Das Buch glänzt durch zahlreiche Irrungen und Wirrungen, in denen sich Lynley zunächst sehr verstrickt. Auch wird sehr schnell deutlich, weshalb gerade er in die schottischen Highlands entsandt worden ist. Wegen der zahlreichen adligen Verdächtigen dachten seine Chefs wohl, ›eine Krähe hackt der anderen schon kein Auge aus‹. Zunächst scheint dem auch so zu sein, denn der Inspector ist zuweilen mehr als nur etwas betriebsblind.


    Die Zusammenarbeit zwischen St. James und Havers in diesem Buch gefiel mir ebenfalls sehr gut, da sie zeigte, dass jemand trotz aller Loyalität zu seinem Freund sehr wohl in der Lage ist, im Zuge der Wahrheitsfindung andere Wege zu gehen.


    Mit Helen werde ich nach wie vor nicht richtig warm - ich kann einfach nichts mit Menschen anfangen, die keine Entscheidungen treffen können - während mir Deborah hingegen sehr sympathisch ist.


    Die bis in die Vergangenheit reichenden Ursachen für die Geschehnisse tragen meiner Ansicht nach noch zur Spannung bei.

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    Pippo121s avatar
    Pippo121vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Anfangs recht chaotisch wegen der vielen Personen, leider auch etwas zäh! Reicht nicht an die Vorgänger heran...
    Einblick in eine Welt voller Intrigen und Verrat

    Inspector Lynley und Sergeant Barbara Havers ermitteln in dem eisigen Norden Schottlands. Die berühmte Theaterautorin Joy Sinclair wurde brutal ermordet. Aufgrund dubioser Machenschaften wird Lynley an den Tatort zitiert, obwohl er in Schottland gar nicht zuständig ist. Zusammen mit Barbara Havers und St. James stellt er sich also den Ermittlungen rund um eine egozentrische Theatergruppe. Zu Lynleys Bestürzung befindet sich auch Lady Helen Clyde am Tatort, die das Wochenende mit ihrer neuen Liebschaft, dem Theaterregisseur Rhys Davies Jones, verbringen wollte. Getrieben von Eifersucht versucht Lynley nun Davies Jones die Schuld in die Schuhe zu schieben und interpretiert die Beweislage dahingehend. Auch als ein weiterer Mord passiert, bleibt Lynley voreingenommen und setzt sogar seine Freundschaft zu Helen aufs Spiel. Nur Dank Barbaras Hilfe gelingt es ihm, den wahren Täter schließlich zu ermitteln.

    Dies ist der dritte Fall des Ermittlerduos Lynley und Havers. Allerdings finde ich, dass er mit seinen beiden Vorgängern nicht mithalten kann. Die Geschichte ist interessant und gut durchdacht, sodass der Leser bei der Auflösung durchaus überrascht wird. Dennoch kann die ansprechende Handlung nicht über die vielen Längen im mittleren Teil des Krimis hinwegtäuschen. Zu großen Teilen empfand ich die Lektüre als zäh und die Beschreibungen als zu ausufernd. Elizabeth George ist ja bekannt für ihren sehr ausschweifenden Schreibstil, doch meiner Meinung nach hat sie hier etwas übertrieben. Die Spannung verliert sich leider in den vielen überflüssigen Informationen und Erklärungen.

    Außerdem fiel mir der Einstieg in das Buch recht schwierig, da gleich zu Beginn sehr viele Personen auftauchen, die nicht nur größtenteils untereinander verwandt sind, sondern auch abwechselnd mit Vor- beziehungsweise Nachnamen angesprochen werden. Dies führte dazu, dass ich zu Beginn den Überblick verlor und mehrmals nachprüfen musste, von wem denn jetzt eigentlich die Rede ist.

    Die Beschreibungen von Lynleys Gefühlswelt waren mir außerdem zu schwülstig und passten so gar nicht zu dem Bild, das ich von dem sonst so rationalen Ermittler hatte. Vor allem der Heiratsantrag am Ende des Buches erschien mir dermaßen übertrieben, dass ich laut auflachen musste. Barbara Havers hingegen fand ich sehr sympathisch dargestellt. Sie hat natürlich ihre Schwächen und ihre Vorurteile, stellt sich aber als überaus loyal heraus und könnte wohl zu einer wichtigen Vertrauten für Lynley werden. Außerdem ist sie mit ihrer offen zur Schau getragenen Abneigung gegen den englischen Adel eine oftmals willkommene Erfrischung, wenn der Krimi zu sehr in die Welt der Oberschicht abzudriften droht.

    Insgesamt ist „Keiner werfe den ersten Stein“ ein solider Krimi von Elizabeth George, der den Leser bis zum Schluss auf falsche Fährten lockt. Den Schreibstil der Autorin muss man mögen, aber wenn man etwas Geduld aufbringen kann, lohnt sich die Lektüre auf alle Fälle.

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    ralluss avatar
    rallusvor 3 Jahren
    Blutiges Wochenende

    Gerade hat Inspector Lynley erfolgreich mit Havers zusammen, den ersten Fall gelöst und möchte sich auf seinem Herrensitz in Cornwall ausruhen, dann wird er ins ferne Schottland gerufen. Der dortige Mord ist ein sensibler Fall für die Polizei, da hoher Adel anwesend ist. Lynley, vom gleichen Schlag, führt die Ermittlungen.

    Ein Theatergruppe residierte eingeschneit in einem alten Herrenhaus, die Autorin des Stückes wurde bestialisch und blutig ermordert. Was den Fall sehr pikant macht: Helen Clyde, seine langjährige Freundin, ist auch in dem Haus, schlief im Zimmer sogar neben der Ermordeten. Doch sie hat ein Alibi, ihr Liebhaber war bei ihr.

    Lynley verliert seine Objektivität, da er merkt was Helen für ihn bedeutet. Als Hauptverdächtigen hat er deswegen auch gleich ihren Liebhaber ausgemacht. Die Ermittlungen führen ihn tief in die schottische Provinz und in die Vergangenheit.

    Nach dem hervorragenden Erstlng von Lynley und Haven ist der zweite Roman in bester Agatha Christie Manier geschrieben. Verwirrungen, Verwicklungen und eine Ermittlerpaar was sich fast gegenseitig behindert.
    Wie immer aus den verschiedenen Blickwinkeln geschrieben und mit eindringlicher Intensität geschildert. Ein weiterer Geniestreich aus Elisabeth Georges Inspector Lynley Reihe.

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    MissWatson76vor 3 Jahren
    Noch immer brillant

    Nachdem ich letztens mal mein Bücherregal neu sortiert und in einer App aufgenommen habe, damit ich meine Bücher immer und überall dabei habe ;-), habe ich auch ein paar Bücher neu entdeckt. Ja scheinbar durcheinander, aber das ist kein Problem. Wie gesagt neu entdeckt und daher ist die Reihenfolge zur Zeit nicht so wichtig. Damals als ich Elizabeth George für mich entdeckt habe, gab es noch kein Internet, nur meinen Lieblingsbuchladen. Auf jeden Fall war ich damals schon begeistert von den Covern und ich war sowieso ein England-Fan, so dass es mir leicht fiel, diese Bücher zu lieben. Ich habe Inspector Lynley schnell ins Herz geschlossen. Und immer noch bin ich ganz begeistert von der ein klein wenig englisch angehauchten Schreibweise von Elizabeth George. 

    Man (oder ich ;-) fühle mich sofort absolut wohl in dieser Sprache und mit den Figuren, in die man sich sofort und problemlos hineinversetzen kann. Mich interessieren die privaten Probleme der Figuren fast mehr als die Fälle an sich, aber trotzdem verbindet Elizabeth George beides so hervorragend miteinander, dass man letztendlich kaum das eine vom anderen trennen kann. 

    Ich weiß auch, dass mich ihre späteren Fälle nicht mehr so ganz überzeugt haben bzw. fand ich die persönliche Entwicklung der Figuren einfach zu heftig und nicht gut gewählt. Aber das ist halt meine eigene Einstellung und man kann ja immer wieder zum Anfang zurück, wenn man möchte. Und ich werde damit noch ein bisschen weitermachen :-)

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor 5 Jahren
    Zweiter Fall für Thomas Lynley und Barbara Havers

    Der zweite Band um Lynley und Havers hat mir noch etwas besser gefallen als der erste Band; ein Grund hierfür ist sicherlich, daß die Zusammenarbeit zwischen den Beiden inzwischen deutlich besser funktioniert. Da zwischen den Handlungszeiträumen des ersten und zweiten Bandes mehrere Monate liegen, bekommt man als Leser leider nicht mit, wie die berufliche Beziehung zwischen den Beiden gewachsen ist.

    Der Mordfall erinnerte mich etwas an Agatha Christie: eine Theatergruppe verbringt gemeinsam das Wochenende in einem Hotel, um sich auf das neue Stück vorzubereiten. Als die Autorin des neuen Stücks erstochen in ihrem Zimmer aufgefunden wird, stellt sich während der Ermitlungen raus, daß beinahe alle Anwesenden ein Motiv haben. Die Ermittlungen bringen überraschende Ergebnisse zum Vorschein, mit denen ich nie gerechnet hätte, das Ende hat mich ebenfalls überrascht. Die Autorin hat hier geschickte falsch einige Fährten ausgelegt, von denen man nicht weiß, ob sie für die Ermittlungen relevant sind oder nicht.

    Die Zusammenarbeit zwischen Barbary Havers und Thomas Lynley klappt inzwischen recht gut, allerdings sind sie in diesem Fall nicht einer Meinung, was die möglichen Tatverdächtigen angeht. Hinter Lynleys Rücken verfolgt Barbara daher eine weitere vielversprechende Spur. Lynley hat sich dagegen ziemlich schnell auf einen Verdächtigen eingeschossen, leider mehr aus persönlichen Gründen: Rhys Davies-Jones ist Helens neuer Liebhaber, daher läßt ihn seine Eifersucht jegliche Objektivität vergessen.

    Die private Situation zwischen Lynley und Helen war mir etwas zu theatralisch und überzogen, aber das ist Geschmackssache.

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    Dubhes avatar
    Dubhevor 6 Jahren
    Rezension zu "Keiner werfe den ersten Stein" von Elizabeth George

    Eigentlich ist Inspektor Lynley nicht für Schottland zuständig, doch wegen einigen Gegebenheiten muss er nund zusammen mit seinem besten Freund St. James und seiner ungeliebten Assistentin Barbara Havers nach Schottland, wo ein Mord an einer jungen Drehbuchautorin verübt worden ist. Der Grund, warum nun ausgerechnet Lynley dorthin muss, ist, weil einer der Verdächtigen ebenfalls ein adelig Abstammender ist.
    Und Scotland Yard hofft, dass Lynley mit der gleichen Erziehung wie der Gleichgesinnte sich gut verstehen würde.
    Doch was niemand in dem Trio gedacht hätte, ist, dass eigentlich so ziemlich jeder ein Motiv hätte, da die Drehbuchautorin das Script für das Bühnenstück in London vorzeitig geändert hat und niemand so ganz zufrieden ist.
    Und auch Helen ist dort, eine Freundin von St. James und Lynley.
    Und auch sie steht unter dem Verdacht...
    .
    Wieder einmal ein absolut genialer Krimi um Babara Havers und Lynley.
    Keiner der beiden ist perfekt, weswegen sie sich perfekt ergänzen und weswegen sie dem Leser menschlicher und auch näher erscheinen.
    Das Problem bei diesen Krimis ist oft, dass die Hauptpersonen zu allwissend sind, weswegen sie nicht menschlich wirken.
    Jedenfalls steckt viel mehr hinter der Geschichte und dem Motiv als dass man auf den ersten Blick vermutet. Wie immer sind die Romane der Autorin sehr komplex und ich würde sagen, nicht viele könnten hinter den wahren Grund des Mordes kommen.
    Ich kann die Krimis von Elizabeth George einfach nur weiterempfehlen!

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    Stefan83vor 7 Jahren
    Rezension zu "Keiner werfe den ersten Stein" von Elizabeth George

    Nachdem mich schon "Gott schütze dieses Haus", der erste Kriminalroman aus der Feder von Elizabeth George so überzeugt und positiv überrascht hatte, war es nur logisch den weiteren Verlauf dieser Reihe zu verfolgen. Und ich kann nur sagen: Auch "Keiner werfe den ersten Stein" hat mich bestens unterhalten und streckenweise derart gefesselt, dass es mir unmöglich war ihn auch nur für ein paar Minuten zur Seite zu legen.

    Diesmal verschlägt es das ungleiche Duo bestehend aus Inspector Thomas Linley und Sergeant Barbara Havers in den eiskalten Norden Schottlands. Dort, in einem alten Herrenhaus, hat sich ein grausamer Mord ereignet und Joy Sinclair, Autorin eines Theaterstücks, das in Kürze im Agincourt-Theater uraufgeführt werden sollte, ist das Opfer. Linley, Earl of Asherton, scheint als Ermittler die perfekte Wahl, denn ein Großteil der im Haus anwesenden Gäste, darunter die Besitzerin selbst, entstammt ebenfalls der englischen Adelsschicht. Diplomatisches Vorgehen und Fingerspitzengefühl ist nun gefragt, was wiederum Barbara Havers bitter aufstößt, die mit einer Sonderbehandlung für die "blaublütige Schicht" schon seit jeher nichts anfangen kann.

    Als die beiden in Begleitung ihres alten Freundes St. James das Herrenhaus erreichen, erwartet Linley eine Überraschung. Unter den Gästen ist auch Helen Clyde, ein alte, sehr gute Freundin von ihm, für die er schon immer eine Schwäche hatte. Doch zu seinem Entsetzen hat sie nicht nur die Nacht im Zimmer neben der Ermordeten, sondern gemeinsam mit dem Regisseur des Stückes Rhys Davies Jones verbracht. Geblendet von Eifersucht stürzt sich Linley auf die Rhys belastenden Indizien und setzt alles daran den Regisseur als Täter festzunageln, wobei er voreingenommen den Adel von den Verdächtigen ausschließt. Havers und St. James, die dies mit Missbilligung beobachten, beginnen auf eigene Faust zu ermitteln und stellen nach und nach einen Zusammenhang zu einem noch älteren Fall her.

    Was nach einem typisch englischen Whodunit-Beginn klingt, ist es auch. Wie bei Agatha Christie spielt sich ein Großteil des Buches in einer geschlossenen Gesellschaft ab, in der sich ohne Zweifel auch der Mörder vermuten lässt. Dabei führt George gleich zu Beginn eine ganze Reihe von Figuren ein, was mitunter den Leser zu erschlagen droht und dazu führt, dass man leicht die Übersicht verliert. Schnelllesern wird hier ein Stein unters Gaspedal gelegt, denn viele Informationen und Erklärungen verhindern ein höheres Lesetempo und setzen ein gewisses Maß an Geduld voraus. Wer sich jedoch durch diesen etwas zähen Beginn mit seinen persönlichen Verflechtungen durchgekämpft hat, wird mit einem stimmigen, im weiteren Verlauf im spannender werdenden Plot belohnt, der mit einigen Überraschungen aufwartet und den Leser (zumindest in diesem Fall mich) immer wieder auf die falsche Fährte lockt.

    Warum es nicht für eine noch bessere Bewertung gereicht hat, liegt an der Tatsache, dass das Buch besonders im mittleren Teil aufgrund unnötiger Ausschweifungen (die anscheinend auch mit jedem Buch von ihr zunehmen) seine Längen hat. Hier hätte sich Elizabeth George mehr auf ihre Qualitäten als Kriminalautorin konzentrieren sollen.

    Insgesamt ist "Keiner werfe den ersten Stein" aber ein gelungener, typisch englischer Kriminalroman nach dem Whodunit-Prinzip, in dem besonders die menschlichen und nachvollziehbaren Charaktere überzeugen und der mit seinem offenen Ende Lust auf die Fortsetzung macht.

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    Ay73s avatar
    Ay73vor 8 Jahren
    Rezension zu "Keiner werfe den ersten Stein" von Elizabeth George

    der dirtte Teil der Inspector Thomas Lynley Reihe: diesmal liegt der Tator in den schottischen Highland wo sich eine Theatergruppe für ein neues Stück zusammentrifft um diese zu proben. Gleich am ersten Abend gibt es einen großen Streit und am morgen danach wird die Autorin Joy Sinclair tot in ihrem Bett aufgefuden. Die Ermittlungen laufen ein wenig langsam, da sich der Kreis hauptsächlich aus dem Adel ist sind dementsprechend die Verhöre zurückhaltend um die Privatssphäre zu schützen. Lynley trifft auf ein Netz voller Lügen und Intrigen. Barbara Havers die aus der Arbeiterschicht stammt, lässt sich von dieser Aristokratie nicht beirren und bringt gemeinsam mit Simon St. James Lynley auf die richtige Spur. Lynley ist aber sehr besorgt, da Lady Helen Clyde direkt ein Zimmer neben dem Opfer hatte und eine Liasson mit dem Regisseur hat der als Tatverdächtiger dient. Alles zusammen erschweren die Aufklärung des Falles denn irgendwo liegt die Wahrheit und man muss die Zusammenhänge finden. Der Tod einer Frau, die angeblich Selbstmrod beging, erweist sich als Anfang des roten Faden dem man nur weiter nachgehen muss, was natürlich Inspector Lynley schwer fällt da er von Eifersucht getrieben unbedingt Hellens Freund als Tatverdächtigen auserkoren hat. Ein sehr gelungener englischer Krimi...

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