Elizabeth Graver Die Sommer der Porters

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Inhaltsangabe zu „Die Sommer der Porters“ von Elizabeth Graver

Seit Generationen sucht die wohlhabende Familie Porter Zuflucht in ihrem Sommerhaus auf der felsigen Halbinsel Ashaunt vor Massachusetts, wo die Tage endlos und unbeschwert sind. Als dort im Sommer 1942 ein Militärstützpunkt entsteht, hat die Idylle ein jähes Ende. Ein Sohn zieht in den Krieg, eine Tochter wird ihrer Unschuld beraubt, ein Kindermädchen muss sich zwischen ihrer Liebe zu einem Soldaten und ihren Schützlingen entscheiden. Erst in den kommenden Jahrzehnten, in denen die Kinder und Enkelkinder der Porters erwachsen werden und die Ausläufer von neuen Kriegen und Krisen Ashaunt erreichen, wird sich erweisen, dass der Sommer der Soldaten trotz allem nur einer von vielen war. Mit großer Empathie und in brillanter Prosa erzählt Elizabeth Graver in ihrem Generationenroman von einer Familie und einem vom Meer umspülten Landstrich – und entwirft dabei ein berührendes und zugleich entwaffnend gelassenes Bild vom Leben.

Schade..ich hatte mich so auf das Buch gefreut. Aber nach 176 Seiten habe ich aufgegeben..es gibt bessere Familienromane.

— Felidae65

Für alle, die Familienromane und das Meer lieben

— hexhex

Kein Buch für unkonzentrierte Leser. Und es hat Längen! Aber ein Gewinn für jeden, der gern mal eine originelle Autorin kennenlernt!

— TochterAlice

Das Schlimmste ist, dass das Buch nicht zu Ende zu gehen schien.

— wandablue

Eine feine und sensible Beschreibung eines Ortes, der für die Menschen um Familie Porter Halt und Rückzug bedeutet! Großartig!

— Edelstella

Ein kurzweiliger Sommerroman über drei Generationen Porters auf Ashaunt - ihrem Sommersitz.

— miro76

Für mich nicht der erwartete Sommerroman

— Schnuck59

Ein Paradebeispiel für anspruchsvolle Unterhaltung.

— Bibliomarie

interessante Geschichte, aber mit zu vielen Erzählstränge und Schreibstile

— janaka

Das schlimmste ist, dass das Buch irgendwann zu Ende war....

— Charlea

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    Die Sommer der Porters

    Bommerlinda

    22. August 2016 um 20:07

    Der Roman begleitet das Leben der Familie Porter über drei Generationen.  Die Protagonisten erzählen in mehreren Abschnitten aus ihrem Leben, das zwischen den vierzigern und neunziger Jahren spielt. Die wohlhabende Familie Porter, die da sind Mr Porter, Mrs Porter, die fast schon erwachsenen Kinder Helen, Dossy und Charlie sowie die Jüngste der Kinder Janie, nebst ihren Angestellten Bea und Agnes, verbringt ihre Ferien jedes Jahr auf dem Sommersitz Ashaunt vor Massachusetts, der auf einer felsigen, aber durchaus beschaulichen Halbinsel liegt. Hier gibt es noch unberührte Natur, die aus satten, grünen Wäldern, steilen Klippen und fantastischen Badestränden geformt ist. Es sind die Wirren des zweiten Weltkrieges, die das amerikanische Militär 1942 veranlasst, nahe des bis dato so idyllisch gelegenen Sommerdomizils der Porters, einen Militärstützpunkt zu errichten. Zum Anfang der Lektüre berichtet Bea, das Kindermädchen, die Geschehnisse der Porters. Bea, die aus dem schottischen Hochland stammt, kümmert sich rühren und aufopfernd um das jüngste Kind der Porters Janie. Sie liebt diese, wie ihre eigene Tochter und bleibt dem Hause der Porters auch dann noch treu, als sie sich in einen Soldaten verliebt, ihr Schützling längst erwachsen und selbst schon Mutter ist. Erst im Alter wird sie in ihre Heimat zurückkehren. Nachfolgend beschreibt die älteste und sehr intelligente Tochter der Porters Helen in Tagebuchform ihren Weg durch das Studium, ihre Familie und vielfältige Konflikte in den sechziger Jahren. Der nächste Abschnitte spielt in den Siebzigern. Hier gewährt der älteste Sohn Helens, Charlie, dem Leser Einblick in sein Leben, das dank eines LSD-Trips schon in jungen Jahren völlig aus den Fugen geraten ist. Von Panikattacken gebeutelt, versucht er das Beste aus seinem eigentlich von nun an verkorstem Leben zu machen. Geprägt ist dieser anrührende Roman durch die Beziehung zwischen Bea und Janie, der Mutter-Sohn-Beziehungen von Helen und Charlie, aber auch durch den einzigartigen Zusammenhalt der Familie Porter, der seinesgleichen sucht. Aber es geht in dieser Geschichte auch um ein Fleckchen Erde, das sich als Heimat und Rückzugsort erweist und an dem man vor allem eins kann, Kraft schöpfen. Es ist ein wahrer Genuss, dieses Buch zu lesen. Die Autorin schafft durch ihren Schreibstil ein Gefühl aufkommen zu lassen, das mich mit Dankbarkeit erfüllt hat und ich kann mich beim besten Willen nicht darin erinnern, je Dankbarkeit beim Lesen eines Buches verspürt zu haben. Es ist die Kombination aus einem Familieepos und anmutender Literatur, die dem Roman Ausdruck verleiht und bei dem ich mir gewünscht habe, dass er nie enden möge.

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  • Rückzugsort einer Familie aus der realen Welt

    Die Sommer der Porters

    Gela_HK

    18. August 2016 um 10:52

    Der Sommersitz auf Ashaunt an der Küste Neuenglands ist für die gut situierte Familie Porter ein wichtiger Rückzugsort. Hier trifft sich die Familie jeden Sommer für viele Wochen und lässt den Alltag hinter sich. Im Jahr 1942 macht der Krieg aber auch hier Station und beeinflusst nachhaltig das Leben der Porters. Über 50 Jahre und Generationen hinweg bleibt der Küstenort Mittelpunkt ihres Sommers. Elizabeth Graver ist es gelungen, einen Generationenroman mit einer eindrucksvollen Leichtigkeit zu schreiben. Unterteilt in vier Zeitabschnitte mit wechselnden Perspektiven und Erzählstilen, die jeweils einem Protagonisten gewidmet sind, erlebt man die Sommer auf Ashaunt. Nicht jeder Abschnitt ist flüssig zu lesen und es bedarf an manchen Stellen hoher Aufmerksamkeit, um den Passagen folgen zu können. Vieles wird nur angedeutet, bleibt im Raum stehen. Lässt dem Leser dadurch aber auch Raum für eigene Gedanken. Desto länger man liest, um so mehr wird man in die Geschichte hineingezogen, genießt das Geschehen.Der Einstieg im Jahr 1942 beginnt mit Bea, dem schottischen Kindermädchen. Ihre Geschichte steht stellvertretend für viele Auswanderer, die ihre Heimat aus Not verlassen mussten. Sie schildert die Begegnungen mit den stationierten Soldaten, das Verhältnis der Mutter zu den Kindern, die Freiheit des Sommers. Von 1947 bis 1961 erzählt Helen in Briefen und Tagebucheinträgen ihre Erlebnisse. Sie ist zerrissen zwischen Familienleben und Lehrbegierigkeit. Es gibt wenig Handlung und viele Gedankensprünge. Dieser Abschnitt ist für mich der einzige Schatten in der Erzählung und konnte mich nicht abholen."Sie hat eine Menge Energie damit verschwendet, zu viel von sich und allen anderen zu erwarten.“1970 wird Charlies Aufenthalt in Ashaunt beschrieben. Anders als alle anderen Familienmitglieder zieht er es vor, dauerhaft in einer kleinen Hütte neben dem Haupthaus zu leben. Er scheint sich selbst zu zerstören, droht zu verwahrlosen. Ein wichtiger Punkt ist hier wohl Helen, seine Mutter, die ihn überbehütet und zu hohe Erwartungen an ihn gestellt hat. 1999 schließt sich der Kreis und Beas Weg beendet sehr gefühlvoll, leise und bewegend die Geschichte.Das Gefühl, das ich beim Lesen hatte, ist schwer in Worte zu fassen. Für mich war es eine Auszeit aus dem Alltag, eine Reise an einen besonderen Ort. Mir hat dieses Familienepos mit vielen berührenden Momenten, einem Hauch Melancholie und Lebenshoffnung sehr gefallen.

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  • Keine Sommerlektüre

    Die Sommer der Porters

    Nusseis

    21. July 2016 um 10:54

    „Der Sommer der Porters“ ist kein klassisches „Sommerbuch“ wie man vom Titel oder Cover vielleicht erwartet. Es geht um die wohlhabende Familie Porter, die jeden Sommer in Ashaunt  verbringt. Ashaunt ist Dreh- und Angelpunkt im Leben aller Generationen der Porters. Man verlebt dort viele glückliche Stunden. Die Idylle findet 1942 ein jähes Ende, durch den an das Grundstück grenzenden Militärstützpunkt, der den friedlichen Sommerverlauf stört. Elizabeth Graver verändert im Verlauf der Handlung sowohl die Hauptdarsteller als auch die Erzählform. Am Anfang bekommt man ein Bild von der ganzen Familie, im nächsten Abschnitt des Buches geht es nur um eine Person und die anderen Figuren im Buch spielen nur am Rande eine Rolle. Im 3. Teil spielt wieder eine andere Person die Hauptrolle und auch die Sprache wird zu der Person angepasst. Im letzten Teil läuft alles wieder zusammen. Es gibt auch immer wieder Rückblicke und Vorgriffe, die, oft nur in einem kurzen Nebensatz stattfindend, ein umfassendes und interessantes Gesamtbild zeichnen, allerdings auch einen Spannungsaufbau verhindern. Meinen Erwartungen wurde das Buch leider nicht gerecht, ich war bisher von Mare-Bücher immer begeistert. Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet, bzw. etwas anderes. Trotzdem hab ich das Buch gern gelesen. Sprachlich ist „Der Sommer der Porters“ ein wundervolles Buch mit wertvollen Aussagen über das Leben. Teilweise tiefgründige Sätze, die lange in einem nachklingen werden.

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  • Stichproben einer Familiengeschichte

    Die Sommer der Porters

    Corsicana

    20. July 2016 um 11:52

    Ein blau-weißes Cover, eine Anmutung von Meer - und ein Verlag, der MARE heißt - das versprach ein richtiges Sommerbuch zu werden. Wurde es dann doch nicht ganz. Warum? Hier der Versuch einer subjektiven Erklärung.Die gut situierte Familie Porter aus New Jersey besitzt ein großes Grundstück mit Sommerhaus auf der (fiktiven) Halbinsel Ashaunt vor der Küste von Neuengland. Dort verbringt die Familie die Sommer mit möglichst allen Familienmitgliedern und mit den Hausangestellten.  Im Laufe der Jahre gibt es Sterbefälle, Unglücke, glückliche und unglückliche Liebesgeschichten, Eltern-Kind-Konflikte und neue Generationen wachsen heran. Für alles ist Ashaunt die Kulisse und der Dreh- und Angelpunkt.Das hört sich nach einer richtig schönen Familiensaga an. Aber dafür sind die einzelnen Abschnitte zu unterschiedlich, die jeweils ausgewählten Protagonisten gefühlt zu wahllos ausgewählt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ursprünglich ca. 1000 Seiten geschrieben wurden (das hätte ein rundes Bild ergeben) und dann mehr oder weniger willkürlich gekürzt wurde. Es gibt eine Vielzahl von Personen - das macht es manchmal unübersichtlich. Viele werden nur kurz erwähnt und dann liest man nie mehr etwas von ihnen. Einige werden öfter erwähnt - aber es gibt keine Erklärungen für ihr Verhalten/ihre Krankheiten/ihre Krisen - da nichts von ihnen erzählt wird. Als Leserin muss ich zwar nicht immer alles haarklein erläutert bekommen, es kann auch durchaus einmal subtiler erzählt werden - aber hier war eben oft gar kein Anhaltspunkt. Ich hatte ein Buch in der Art von ungefähr "Sommer in Maine" oder "Tausend Sommer" erwartet. Ähnliche Thematik (Sommerhaus) und richtige "Schmöker". Wahrscheinlich war ich persönlich deshalb etwas enttäuscht.Empfehlen kann ich die Lektüre trotzdem. Sprache und Schreibstil sind sehr schön und gut angepasst an die jeweiligen Protagonisten/Abschnitte. Wenn ich nicht so hohe Erwartungen gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich sehr zufrieden gewesen. So bleibt für mich das Gefühl, dass etwas fehlte.

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  • Generationenroman über eine Upper-Class-Familie

    Die Sommer der Porters

    bookgirl

    20. July 2016 um 09:57

    Inhalt Bereits seit Jahrzehnten verbringt die vermögende Familie Porter ihre Ferien auf ihrem Sommersitz auf der Halbinsel Ashaunt. Die Idylle findet 1942 ein jähes Ende, durch den an das Grundstück grenzenden Militärstützpunkt, der den friedlichen Sommerverlauf stört. Charlie, der Sohn der Porters muss als Soldat nach Europa, die Soldaten flirten mit den Kindermädchen und die jüngste Tochter Jane, gerät in die Hände eines Soldaten. Dennoch war das Leben auf Ashaunt vergleichsweise friedlich, denn von finanziellen Unsicherheiten und familiären Schwierigkeiten bleiben auch die Porters nicht verschont. Meine Meinung "Die Sommer der Porters" ist ein Familienroman, der sich über 50 Jahre erstreckt. Elizabeth Graver hat einen ungewöhnlichen Schreibstil, weil sie sowohl die Hauptdarsteller als auch die Erzählform im Verlauf der Handlung ändert. Mal steht das aus Schottland stammende Kindermädchen Bea im Vordergrund, dann hält die älteste Tochter Helen in ihrem Tagebuch die Sommererinnerungen fest. Später ist deren ältester Sohn Charlie der Protagonist. Die anderen tauchen jeweils als Randfiguren auf. Ob mir dieses "springen" in der Geschichte gefallen hat, habe ich mich während, aber vor allem nach dem Lesen gefragt. Einerseits ist es interessant, dass sie uns zunächst die ganze Familie Porter vorstellt, nur um dann das Leben einzelner Mitglieder näher zu beleuchten. Andererseits ging für mich dadurch aber auch viel verloren, weil ich dann nur von diesen mehr erfahren habe und die anderen Figuren nur ansatzweise Erwähnung fanden. Auch weist das Buch ein paar Längen auf, die in komprimierterer Form die Spannung sicher erhöht hätten. Elizabeth Graver hat dennoch einen dichten und über weite Strecken packenden Generationenroman geschrieben, in dem mich die raue Küstenlandschaft, das wunderbare Meer und der Zusammenhalt der Familie über alle Jahrzehnte hinweg faszinieren konnten. Fazit "Die Sommer der Porters" möchte ich all jeden, die gerne einen Roman über eine Upperclass-Familie in Neuengland lesen und diese über einige Jahrzehnte begleiten möchten empfehlen, aber auch denen, die Interesse an einem ungewöhnlich erzählten Familienroman haben.

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  • Leserunde zu "Die Sommer der Porters" von Elizabeth Graver

    Die Sommer der Porters

    Mare_Verlag

    Liebe LovelyBooker, wir möchten Euch zu einer neuen Leserunde einladen: Am 5. Juli erscheint Elizabeth Gravers Generationenroman »Die Sommer der Porters«. Für Euch haben wir einige Exemplare reserviert, damit Ihr diesen Roman bereits vor dem offiziellen Erscheinen lesen könnt.  Zum Buch: Seit Generationen verbringt die wohlhabende Familie Porter ihre Sommer auf Ashaunt, einer felsigen Halbinsel vor der Küste Neuenglands. Es ist ein Ort, an dem man die Zeit vergisst und die Tage unbeschwert und endlos scheinen. Doch manchmal machen die Wirren der Zeit selbst vor dem Paradies nicht halt, und so führt der Sommer 1942, als auf Ashaunt eine Militärstation errichtet wird, im Leben der Porters zu einem Einschnitt, der noch ihre Kinder und Kindeskinder beschäftigen wird. Hier geht’s zur Leseprobe. Möchtet Ihr zu den 25 Vorablesern gehören?* Dann bewerbt euch und beantwortet bis zum 13. Juni 2016 die folgende Frage: Der Roman erzählt von mehreren Generationen der Familie Porter, sie alle verbringen ihre Sommer auf Ashaunt und pflegen eine tiefe, innige Verbindung zu ihrem Sommerhaus auf dieser Halbinsel. Habt auch Ihr einen Ort, an dem Ihr die Sommer Eurer Kindheit verbracht habt? Welche Erlebnisse und Erinnerungen verbindet Ihr mit diesen Sommern? Wir sind gespannt auf Eure Antworten und freuen uns über zahlreiche Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung ist, dass Ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Die Sommer auf Ashaunt

    Die Sommer der Porters

    miro76

    „Ich erinnere mich an eine Freundin von Mummy – die hier immerhin Gast war -, die sagte, Ashaunt gestatte es einem, sich auf gefährliche Weise aus der realen Welt zurückzuziehen.Damals war ich so empört, dass ich einen Streit mit ihr anfing. (…) Erst jetzt, wo ich mitansehe, wie die Kinder auf eigentümliche, rückwärtsgewandte Art wild und träumerisch werden, verstehe ich, was sie meinte.“(S. 180) Die Porters verbringen ihre Sommer auf Ashaunt in ihrer Sommerresidenz. Man kann sich diese Halbinsel wahrscheinlich ähnlich wie Cape Cod vorstellen. Es gibt noch wilde Wälder, steile Klippen aber auch einen Sandstrand zum Baden. Um diesen fantastischen Ort kreist der Roman. Wir begleiten die Porters über drei Generationen bzw. über ein sehr langes Menschenleben hinweg, denn der Roman beginnt und endet mit Bea, dem schottischen Kindermädchen der Porters, die für das jüngste Mädchen die Verantwortung trägt. Bea liebt Janie, wie eine eigene Tochter und ist stark mit der Familie verbunden. Sie bleibt bei den Porters, auch als ihr Schützling längst erwachsen ist und selbst Mutter. Erst im Alter zieht es sie zurück in die Heimat, um dort zu enden, wo sie angefangen hat. Sie wird auf ein langes Leben zurückblicken, das für sie ausgefüllt und aufregend war, aber auf eine eigene Familie verzichtet sie. Ihre Familie sind die Porters und vor allem Janie. Helen ist die älteste Tochter der Familie und so was wie der unruhige Geist. Sie ist immer in Bewegung, für sie muss es immer was Neues geben und sie ist nie ganz damit zufrieden, mit dem was sie hat und erreicht hat. Sie liebt Ashaunt über alles und wird auch mit ihrer Familie ihre Sommer dort verbringen. Helens Sohn Charlie bleibt sogar ein ganzes Jahr auf Ashaunt, nachdem er sich nach einem Drogenexperiment in einem psychischen Vakuum befindet und sich selbst wiederfinden muss. In Ashaunt’s Wäldern findet er ein zuhause und die nötige Abgeschiedenheit. Die Natur und Ashaunt, werden auch ihm für immer am Herzen liegen. Elizabeth Graver hat einen Generationenroman vorgelegt, aber eigentlich ist es ein Roman über einen Ort und seine Menschen, die ihn zu verschiedenen Zeiten bewohnen dürfen. Wir erfahren nicht viel über die Protagonisten, außerhalb von Ashaunt. Das macht es einerseits schwierig, weil man einen Großteil der Entwicklung nicht mitbekommt, andererseits ist das aber auch spannend. Die Zeitlinie ist nicht durchgehend geradlinig. Immer wieder werden einige Jahre übersprungen und Graver lässt uns zwischendurch immer wieder in die Zukunft blicken. Man muss aufmerksam lesen, um diese Andeutungen nicht zu verpassen, denn das bereichert den Roman ungemein. Die Sommer der Porters war für mich ein kurzweiliges Lesevergnügen, dem aber der Tiefgang etwas fehlt. Zwar werden immer wieder große Themen angeschnitten, Emanzipation, Familie und Karriere, Drogen, Abtreibung, …, dennoch fehlt mir etwas. Durch die Lücken im Lebenslauf der einzelnen Protagonisten waren wir zu viel Distanz und können so ihre Handlungsweisen und ihre Motivation nicht immer nachvollziehen. Ich denke das ist der Grund, warum mir dieses Buch nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Als Sommerlektüre eignet es sich allerdings perfekt. Daher gibt es vier Sterne.

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    • 3
  • Generationenroman

    Die Sommer der Porters

    krimielse

    19. July 2016 um 12:02

    Die Schriftstellerin Elisabeth Graver ist für mich eine schöne Neu-Entdeckung, mit ihrem sehr berührendem Buch "Die Sommer der Porters" erzählt sie mit viel Empathie aus den Leben verschiedener Generationen der Familie Porter und malt dabei ein unaufgeregtes, fast cineastisches lebensbejahendes Bild ihrer Sommer am Meer. Klappentext: Solange sie zurückdenken können suchen die wohlhabenden Porters Zuflucht in ihrem Sommerhaus auf Ashaunt, einer felsigen Halbinsel an der Küste von Massachusetts. Es ist ein Ort, an dem die Tage endlos und unbeschwert sind, doch als im Sommer 1942 ein Militärstützpunkt errichtet wird, hat sie Idylle ein jähes Ende. Der älteste Sohn der Familie wird zum Kriegsdienst eingezogen und schon bald als Pilot nach Europa schottische Kindermädchen Bea verliebt sich in einen Soldaten und muss sich zwischen ihm und ihren Zöglingen entscheiden, und auch die Töchter der Porters, allen voran die unzähmbare Helen, Erliegen dem Reiz der neuen Nachbarschaft, die Helens kleine Schwester Jane beinahe ihre Unschuld kosten soll. Erst in den kommenden Jahrzehnten erweist sich, dass der Sommer der Soldaten nur einer von vielen war - und das vom Meer umspülte Ashaunt der Familie immer ein sicherer Hafen bleiben wird, allen Wirren und Erschütterungen zum Trotz. Der Sommer der Porters ist ein brilliant erzählter Generationenroman, der ein berührendes und zugleich entwaffnend gelassenes Bild vom Leben zeichnet. Vom Haus am Meer, dem Sommersitz einer wohlhabenden Familie, erzählt das Buch, das der Familie Schutz und Frieden beschert, sogar im Sommer 1942, als der Krieg näher zur rücken scheint. Der Sommersitz ist so viel mehr als einfach nur ein Ort für die Ferien, er bringt die Familienmitglieder über mehrere Generationen hinweg zusammen und verbindet sie, spendet Schutz und Ruhe und ist für einige sogar wichtigere Heimat als das tatsächliche Zuhause. Es wird keine aufgeregte und spannende Geschichte erzählt sondern vielmehr unaufgeregt und oft sehr still mit wechselnden erzählerischen Perspektiven und in verschiedenen zeitlichen Ebenen die Wichtigkeit von Familie, einem Rückzugsort und Frieden mit sich selbst anhand von Einzelschicksalen der Familienmitglieder der Porters unterstrichen. All das passiert auf sehr poetische Weise, aus der Erzählung spürt man als Leser trotz der Widrigkeiten, von denen teilweise berichtet wird, die Freude am Leben und den Willen zum Genuss desselben mit Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit. Der Roman ist in verschiedene Teile gegliedert, die in verschiedenen Zeitebenen von 1942 an und aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen. Im ersten Teil begleitet man als Leser Beatrice, das Kindermädchen der Familie, in ihrer 1942 angesiedelten Erzählung, die mit vielen kleinen Rückblicken und Vorausschauen ein recht umfassendes Bild des steifen, jungfernhaften und konventionellem Lebens mit vielen Entbehrungen in der Kindheit in Schottland zeichnet. Mir kam es beim Lesen so vor, als hätte die Sprödigkeit dieses Charakters Ausdruck in der Sprache gefunden, die sich im Verlaufe dieses ersten Abschnittes, als Bea sich verliebt, fast verflüssigt und weicher wird. Im zweiten Buchteil wird die Geschichte von der ältesten Tochter Helen in Briefform und als Tagebucheintragungen weiter erzählt. Fast ein wenig atemlos und voller Euphorie schreibt sie Ende der 1940er Jahre in Briefen an ihre Familie von ihrem Französisch-Studium im Lausanne, ihren Idealen und Zielen. Dieser Teil sprüht nur so vor Lebensfreude und dem Enthusiasmus, etwas wichtiges zu erreichen und sich selbst zu verwirklichen. "...denn ich möchte meine Spuren nicht durch ein Grab hinterlassen, einen Stein, ein trostloses Kreuz, sondern dadurch, der Welt etwas von Bedeutung gegeben zu haben..." Helens Tagebucheintragungen 1960 sind verhaltener, resignierter und erzählen von psychiatrischen Behandlungen, einem nicht abgeschlossenem und an der Columbia University wieder aufgenommenem Studium sowie nebenbei ein paar Lebensereignisse anderer Familienmitglieder. Auch in diesem Abschnitt unterstreicht die Erzählform und die Sprache selbst auf eindrucksvolle Weise das Geschehen. 1970 und im dritten Romanteil steht Helens innerlich zerrissener Sohn Charlie im Mittelpunkt des Geschehens. Er zieht sich von seiner Eliteuniversität auf den Sommersitz in Ashaunt zurück, lebt dort in Einsamkeit und übt sich in Bodenständigkeit und zivilem Ungehorsam als Naturschützer. Auch im vierten und letzte Teil steht Ashaunt als Handlungsort wieder im Vordergrund, am Ende der 1990er Jahre verbringt Helen am liebsten ihre Zeit dort. Einfach meisterhaft und eindrucksvoll finde ich die Art des Erzählens mit verschiedenen Stilformen, aus unterschiedlichen Blickwinkeln und zwar einerseits chronologisch, andererseits gespickt mit sehr vielen Rückblicken und Vorausschauen, die, oft nur in einem kurzen Nebensatz stattfindend, ein umfassendes und interessantes Gesamtbild zeichnen. Einerseits spielen viele Figuren eine Rolle in diesem Generationenroman und finden zumindest kurze Erwähnung andererseits beschränkt sich die Autorin zielsicher und mit großer Feinfühligkeit auf die Lebenslinien von Helen, Charlie und Bea, was das Wesen des Romans ausmacht. In der Familiengeschichte der Porters finden zwar andere Ereignisse statt, aber für den Leser bleibt vieles davon nebulös und wird nur kurz angerissen, was mir ausgezeichnet gefällt. Völlig ohne Effekthascherei, spannend durch Stil und Sprache hat mich dieses Buch sehr beeindruckt und ich wünsche ihm viele Leser, die die Schönheit und die Lebenslust, die in der Geschichte für mich stecken, erkennen können. Dafür vergebe ich fünf Sterne.

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    • 5
  • Kein guter deutscher Titel!

    Die Sommer der Porters

    wandablue

    19. July 2016 um 10:20

    Kein guter deutscher Titel! Die Sommer der Porters ist kein klassischer Familienroman, obwohl man dies aufgrund des deutschen Titels erwartet. Denn die Erzählung verläuft nicht stringent, das heißt, die Familiengeschichte muss der Leser wie ein Puzzle selbst zusammensetzen, dabei wird nicht ganz klar, ob man zu wenige oder zu viele Puzzleteilchen hat. Zunächst, im ersten Teil, lernt man Bea kennen, das schottische Kindermädchen, das mit Hingabe die jüngste Tochter der Familie, Jane, betreut. Einhundertfünfzig Seiten braucht man, bis man erfährt, Bea hätte auch einem anderen Lebensentwurf folgen können. Wer nicht? Wenn das die ganze Konklusio ist! Danach erfolgt der Auftritt Helens, der Hauptprotagonistin. Sie wird zunächst als unabhängiger, intellektueller Geist geschildert. Plötzlich aber ist die Figur gebrochen. Einerseits findet sie ihre wahre Bestimmung, andererseits fühlt sie sich ausserstande dieser zu folgen. Warum? Die ganze Familie leidet an psychischen Problemen, obwohl dafür kein trifftiger Grund bekannt wird. Im dritten Teil folgen wir Charlie, Helens Sohn auf seinen LSD-Trip und im vierten Teil kommen wir wieder auf Helen zurück. Was mir an diesem Roman grundsätzlich fehlt, ist erstens eine vernünftige Personenführung, zweitens eine einheitliche Erzählform, und drittens ein realer Handlungsort. Im einzelnen: Die meisten Personen des Romans erleiden Verluste, Depressionen, Identitätskrisen, jedoch ohne dass man deren Entwicklung hätte mitverfolgen können. Man bekommt nur Resultate geliefert. Zahlreiche Protagonisten sind irrelevant.Die Erzählform wechselt ohne einsichtigen Grund mehrmals. Das Ganze macht auf mich einen chaotischen Eindruck. Die Insel Ashaunt ist fiktiv. Als ob die USA nicht genug echte Inseln hätte, die man als Grundlage des Romans hätte verwenden können. Interessiert sich wirklich jemand für ausführlichste Schilderungen von Flora und Fauna eines Ortes, den es gar nicht gibt? Der absolute Knackpunkt, warum mir dieser Roman von vorne bis hinten nicht zusagte, liegt allerdings in der unseligen Angewohnheit der Verlage, englischsprachigen Titeln einfach einen anderen, scheinbar griffigeren deutschen Titel zu geben. Der englische Titel „The end of the point” deutet Melancholie, Zerrissenheit, Depression, Öde, Verlassenheit und Einsamkeit an. Unter seiner Prämisse bekommt der Roman eine deutlich andere, bessere, Schlagseite. Fazit: Selbst wenn man den englischen Titel wohlwollend in Betracht zieht, ist mir „Die Sommer der Porters“ in der Ausführung dennoch zu unausgewogen und handlungstechnisch zu unausgearbeitet, um nicht zu sagen, zu flach. Kategorie: Gute Unterhaltung Verlag: Mare Verlag, 2016

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    • 5
  • Familienroman

    Die Sommer der Porters

    wusl

    18. July 2016 um 10:23

    „Die Sommer der Porters“ war mein erster Roman der Autorin Elizabeth Graver . Wie immer ist es dem Mare-Verlag gelungen ein anspruchsvolles und ansprechendes Cover zu gestalten welches auch gut zum Titel und Inhalt dieses Buches passt, welches zu weiten Teilen in einem Sommerhaus an der Küste spielt. Es geht in einem Zeitraum über mehrere Jahrzehnte um die Familie Porter. Es ist ein Familienroman mit all seinen Facetten. Liebe und Tod, Missgunst und Neid, schicksalshafte Ereignisse und menschliche Verwicklungen. Ich lese sehr gerne solche Romane, habe gerade erst den neuen von Joel Dicker genossen. Graver`s Geschichte konnte mich leider nicht ganz so überzeugen. Sie wollte meiner Meinung nach einfach zu viel und hat mich als Leser nicht ganz einfangen können. Der Erzählstil wechselt zwischen verschiedenen Formen, nimmt auch einmal den Tagebuchstil, den ich leider überhaupt nicht schätze. Neben den Stilen wechseln auch die Protagonisten und die Jahrzehnte. Dadurch entstehen nach jedem Abschnitt für mich ziemlich abrupte Brüche im Rhythmus und ich musste mich jedes Mal erst wieder neu einfinden. Es war zwar teilweise interessant die gleichen Personen aus gänzlich anderen Perspektiven beleuchtet zu sehen aber es entstand bei mir zu keinem der Protagonisten ein wirklich enger Bezug. Am nächsten kam mir das Kindermädchen, welches aber nur am Anfang und Ende eine wirkliche Rolle spielt. Ebenfalls etwas anstrengend war für mich der Schreibstil, der sehr oft durch die Geschichte mäandert und kaum Spannung aufbauen konnte. Es war leider nicht ganz mein Geschmack

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  • Der Traum von Ashaunt

    Die Sommer der Porters

    Talitha

    16. July 2016 um 22:31

    Die wohlhabende Familie Porter aus New Jersey verbringt ihre Sommer auf der (fiktiven) Landzunge von Ashaunt, auch 1942, als das amerikanische Militär angesichts des zweiten Weltkriegs Soldaten dort stationiert. Die Schwestern Helen, Janie und Dossy erleben einen aufregenden Sommer, während ihr Bruder Charlie bereits in der Heeresfliegerschule in Texas auf seinen Einsatz vorbereitet wird... Auch in späteren Jahren bleibt Ashaunt der Rückzugs- und Sehnsuchtsort für die nachwachsenden Generationen der Familie... Die Darstellung der Familienmitglieder ist durch den wechselnden Erzählstil sehr interessant und kreativ gelungen. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass einem einige Figuren sympathischer sind als andere. Mir hat vor allem die Enkelgeneration besonders gefallen, während ich mit der Elterngeneration nicht so viel anfangen konnte. Besonders die Ereignisse in den 1940er Jahren fand ich sehr spannend zu lesen, da diese meiner Meinung nach super ausgearbeitet wurden. Eine kleine Schwäche des Buches ist meiner Meinung nach der mittlere Teil, in dem eine der Schwestern, Helen, als Erwachsene Briefe an ihre Eltern und später Tagebuch führt. Das ist vermutlich Geschmacksache. Ich fand es schwierig, die Briefe zu lesen und war von den neuen Personen im Tagebuch, die einfach vorausgesetzt wurden, etwas verwirrt. Später erden sie dann zugeordnet und der Erzählstil wieder so klar und brilliant wie am Anfang. Mein Fazit: Insgesamt ein gelungenes, faszinierend geschriebenes Familienporträt und absolut lesenswert!

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  • Ausbrechen und Aufbrechen zu neuen Ufern!

    Die Sommer der Porters

    Edelstella

    13. July 2016 um 19:42

    „Als ich anfing, euch Kindern zu erzählen, auf welch verschiedene Arten Pflanzen ihern Nachwuchs in die Welt schicken, ahnte ich nicht, dass ich so viel Zeit dafür benötigen würde, und so viele Seiten. Und nun wird mir klar, dass ich euch nicht einmal die Hälfte oder ein Viertel von dem erzählt habe, was es zu erzählen gibt.“ Mrs William Starr Dana – Pflanzen und ihre Kinder (1896). Mit diesem Zitat beginnt das großartige Buch von Elizabeth Graver. Die Großmutter der Porterkinder war eine weise und intelligente Naturbeobachterin und weit darüber hinaus, wie es scheint. „Die Sommer der Porters“ ist ein wunderbarer Entwicklungsroman voller Perspektivwechsel mit dem Fokus auf den geliebten Rückzugsort der Familie Porter: die Insel Ashaunt. Die Hauptfiguren sehe ich in Bea, die aus einer armen schottischen Familie nach Massachusetts auswanderte, der Tochter der Familie Porter, Helen und deren Sohn Charly. Diese 3 haben als Aufbrecher, vielleicht aus Ausbrecher ihre vorbestimmten Rollen verlassen und einen eigenen Weg beschritten. Die bildhafte, teils poetische, vor allem aber sehr eindringliche Stimme Elizabeth Gravers hat mich fast durch ein Jahrhundert geführt und getragen. Alles beginnt im Jahre 1942, in dem sich das Gesicht der Insel dramatisch wandelt, denn ein Soldatenstützpunkt wird hier eingerichtet und somit der Krieg auch sichtbar für die, die gerne den Sommer sorglos verbringen. Dieser Roman hat für mich etwas ganz Besonderes: Er ist für mich ein Spiegel der Gesellschaft von 1940 – 2000, hier im Besonderen in Amerika und einem Ort in Schottland. Er ist ein Zeitzeugnis, ein Familienroman, eine Entwicklungsgeschichte. Ein Kaleidoskop vieler Perspektiven mit dem Fokus auf 3 besondere Figuren, die Kontinente und Generationen verbindet. Das alles macht das Werk von Elizabeth Graver zu einem psychologisch sehr fein gezeichneten Spaziergang durch die großen und kleinen Krisen der Zeit. Sie zeigt die Problematik und Chance des Auswanderns ins gelobte Land Amerika, sie zeigt, was starke familiäre Wurzeln vermögen und doch auch erschüttern kann. Sie zeigt auf, dass alles zu seiner Zeit seinen Weg findet. Ich fühle mich als Leser manchmal sprachlos, manchmal beschwingt, dann fühle ich mich den Protagonistinnen Bea und auch Helen sehr nah. Dann bin ich zerrissen, zuweilen schmunzel ich und grübel, um am Schluß ganz langsam meinen Frieden mit der Geschichte und mir zu machen. Dieses Buch ist kein leichtes Sommerbuch, die Geschichte klingt lange in mir nach. Wie so oft bei einer richtig guten Lektüre, nehme ich es noch mehrmals zur Hand, lese und verstehe sie aus einem anderen Blickwinkel, weil eben manches nur rückwärts zu verstehen ist. Ich danke Elizabeth Graver für diesen Lesegenuß und vergebe 5 Lesesterne und eine Leseempfehlung für Menschen, die gern zwischen den Zeilen Wunder entdecken!

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    • 6
  • Dort spürt man den Boden unter den Füßen

    Die Sommer der Porters

    Schnuck59

    12. July 2016 um 17:34

    In ihrem Roman Generationenroman „Die Sommer der Porters“ erzählt Elizabeth Graver von der Familie Porter und ihrem Sommerhaus auf Ashaunt als Anker und Rückzugsort. Eizabeth Graver, geboren 1964 ist in Massachusetts aufgewachsen und ist Autorin mehrerer prämierter Romane und Kurzgeschichten. Der Roman beginnt 1942 und die Idylle auf dem Sommersitz hat ein jähes Ende. Das Kindermädchen Bea, das einen engen Bezug zur Familie hat, ist die Hauptperson im 1. Kapitel. Inhalt des 2. Kapitels zwischen 1947 und 1961 sind Briefe und Tagebucheintragungen von Helen, Tochter der Familie Porter. Im Jahr 1970, 3. Kapitel steht Helens Sohn Charlie im Fokus. Das 4. Kapitel spielt 1999.Der Schreibstil ist außergewöhnlich, da die Autorin zwischen verschiedenen Stilen wechselt, Erzählstil aus der Sicht einer Person, Briefe oder Tagebucheintragungen. Den Haupterzählstrang würde ich schon als chronologisch beschreiben. Es gibt aber immer wieder Rückblicke oder Hinweise auf die Zukunft. Diese vielen Unterschiede und Wechsel haben meinen Lesefluss gestört. Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und deren Geschichten sind gut nachvollziehbar. Nicht ganz klar kam ich mit den vielen anderen Familienmitgliedern oder anderen Personen. Hier konnte ich nicht immer die Verbindungen nachvollziehen. Für mich ergaben sich keine Familienchronik und keine in sich zusammenhängende Geschichte. Der sachliche Bezugspunkt war das Sommerhaus. Etwas gefehlt haben mir sozialpolitische Bezüge zu den entsprechenden Zeitabschnitten. Mich konnte dieses Buch leider nicht in den Bann ziehen. Zusätzlich hatte ich mich durch das leichte und sommerliche Cover in meinen Erwartungen geirrt. Allerdings erkenne ich die schriftstellerischen Fähigkeiten der Autorin an. 

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Die Sommer der Porters

    Die Sommer der Porters

    janaka

    11. July 2016 um 20:16

    "Das Leben ist so aufregend, dass man kaum Zeit für irgendetwas anderes hat". *Inhalt*Die Sommer verbringt die Familie Porter, bestehend aus Mutter, Vater und ihren vier Kinder Charlie, Helen, Dossy und Jane und deren Kindermädchen Agnes und Bea, auf ihrem Sommersitz Ashaunt, welches idyllisch auf einer kleinen Halbinsel liegt. In der Zeit von 1942 bis 1999 werden die Erlebnisse einzelner Familienmitglieder erzählt. Es geht um Unbeschwertheit, Liebe, Verbundenheit, Freundschaft, aber auch Unglück und Krisen begleiten diese Familie und immer im Mittelpunkt ist Ashaunt.*Meine Meinung*"Die Sommer der Porters" von Elizabeth Graver ist ein Familienroman der leiseren Töne. In vier Abschnitten wird das Leben verschiedener Personen erzählt und jeder hat einen anderen Schreibstil. Am besten hat mir der von Helen gefallen, er war leicht und spritzig. In Briefen und Tagebucheinträgen erzählt sie von ihrem Leben in Europa. Dieser Abschnitt ist so voller Lebensfreunde. In dem dritten Abschnitt steht Charlie, Helens Sohn im Fokus. Seine innere und äußere Zerrissenheit dank eines LSD-Trips war sehr gut dargestellt, aber auch ziemlich wirr. Manche Gedankengänge konnte ich einfach nicht nachvollziehen.Was mir aber sehr gut gefallen hat, waren die Landschaftbeschreibungen rund um Ashaunt. Dadurch konnte ich mir den Sommersitz sehr gut vorstellen. Es muss herrlich sein, solch ein Anwesen in der Nähe vom Wasser zu haben. Diese Liebe ist in allen Abschnitten präsent. Hier findet jeder einzelne der Familie Porter seine Ruhe und seinen Frieden.*Fazit*Verschiedene Erzählstränge und unterschiedliche Schreibstile haben meinen Lesegenuss etwas geschmälert. Und auch mit dem Wissen, dass die ganze Geschichte mit dem Fokus auf Ashaunt geschrieben ist, kann mich die Geschichte nicht in den Bann ziehen.

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