Elizabeth H. Winthrop

 4.5 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Mercy Seat, December und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Elizabeth H. Winthrop

Elizabeth H. WinthropMercy Seat
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Mercy Seat
Mercy Seat
 (30)
Erschienen am 01.03.2018
Elizabeth H. WinthropDecember
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December
December
 (1)
Erschienen am 26.12.2008
Elizabeth H. WinthropThe Why of Things
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The Why of Things
The Why of Things
 (0)
Erschienen am 10.04.2014
Elizabeth H. WinthropThe Mercy Seat
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The Mercy Seat
The Mercy Seat
 (0)
Erschienen am 08.05.2018

Neue Rezensionen zu Elizabeth H. Winthrop

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buchjunkies avatar

Rezension zu "Mercy Seat" von Elizabeth H. Winthrop

Louisiana 1943: Todesstrafe
buchjunkievor 9 Tagen



Was für ein Buch, schon lange hat mich keine Geschichte so bewegt wie diese!

Louisiana 1943: Ein elektrischer Stuhl wird in die kleine Stadt St. Martinsville gebracht für die geplante Hinrichtung des jungen Schwarzen namens Will, der ein weisses Mädchen vergewaltigt haben soll.
Viele wissen, dass dieses Todesurteil ein Skandal ist, aber weiße Wutbürger drohen dem zweifelnden Staatsanwalt mit der Entführung seines Sohnes.

Aus wechselnden Perspektiven werden eigentlich nur die letzten Stunden vor der Vollstreckung des Todesurteile erzählt.
Da ist Frank, Will's Vater, der einen Grabstein für seinen Sohn holt.
Polly, der Staatsanwalt, der Angst um seinen Sohn Gabe hat.
Nell, seine Frau, die die letzte Mahlzeit für Will kocht.
Hannigan , der Priester, der Will in den letzten Wochen beim Karten spielen Gesellschaft geleistet hat.
Dale und Ora, die mit ihrem eigenen Verlust zu kämpfen haben.
Und Will, der sich mit seinen vierundzwanzig Jahren mit dem Todesurteil abgefunden hat.

Diese Geschichte hat mich wirklich sehr berührt und bewegt und wird mich sicher nicht so schnell loslassen.
Psychologisch feinfühlig schafft es die Autorin, dass man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

Sehr, sehr empfehlenswert!

Kommentare: 3
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Bibliomanias avatar

Rezension zu "Mercy Seat" von Elizabeth H. Winthrop

Schande in Amerika der 40er Jahre
Bibliomaniavor 2 Monaten

Will ist schwarz. Er liebte Grace, doch wirft man ihm Vergewaltigung vor und hat ihm zum Tod durch den elektrischen Stuhl verurteilt.

Nun wartet er die letzten Tage auf seine Hinrichtung. Er ist 19 und völlig überfordert. Er schwankt zwischen Alleinsein-Wollen und der Verzweiflung sterben zu müssen - verständlicherweise.
In diesem Roman, der 1940 in Louisiana spielt, kommen verschiedene Figuren, die mehr oder weniger in Bezug zu Will stehen, zu Wort. Zu meinem Glück jedoch nicht in der Ich-Form.
Wills Eltern sind verzweifelt und wollen unbedingt einen Grabstein an seine Gedanken herbeischaffen. Wills Anwalt ist eigentlich ein Philanthrop und dessen Frau missbilligt die Art der "Verteidigung", aber es gibt auch Menschen, die absolut rassistisch eingestellt sind und nur unbedingt sehen wollen, wie "der Nigger geröstet wird".
Schande und Fremdschämen bilden die grundsätzlichen Gefühle, die mich bei der Lektüre überkamen. Umso schlimmer, dass wir diese Zeit nicht längst überwunden haben. Im Gegenteil, gerade ist es schlimmer als je zuvor.
"Mercy Seat" ist eine Geschichte, die die Vergangenheit in die Gegenwart holt und damit voll ins Schwarze trifft. Dabei treten meiner Meinung nach jedoch zu viele Figuren für diese knapp 250 Seiten auf. Würde nicht immer der Name am Anfang stehen, käme man schnell durcheinander. Einige Figuren halte ich auch für gänzlich überflüssig, was den Lesefluss auch beeinträchtigt. Hingegen hätte der Roman für mich mehr aus Wills Perspektive vertragen. Zusätzlich lässt mich das Ende recht unzufrieden zurück, aber es ist ein wichtiges Thema, das heute umso mehr Brisanz und Wichtigkeit verlangt. Rassismus ist eines der größten Übel unserer Zeit, die meiner Meinung nach endlich in den Griff bekommen werden sollte. Und dabei sollte jeder bei sich selbst anfangen. Warum ist ein friedliches Nebeneinander nicht möglich? Was lässt Menschen denken, sie seien besser als andere? Gedanken, die ich nicht nachvollziehen kann und die ich dramatisch und verachtenswert finde. Dabei sollte in meinen Augen nur eine Wahrheit existieren: Wir sind alle Menschen.

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Mone80s avatar

Rezension zu "Mercy Seat" von Elizabeth H. Winthrop

[Rezension] Mercy Seat
Mone80vor 2 Monaten

Dieses Buch ist mir vor ein paar Monaten in der kleinen Sternenwarte von AstroLibrium aufgefallen und es stand schnell fest, dass ich dieses Buch lesen musste.

Der junge Schwarze Will soll ein weißes Mädchen vergewaltigt haben. Was keiner wahrhaben möchte ist, dass Will und das Mädchen eine Beziehung führten, eine Beziehung, die es im Jahr 1943 in Louisiana nicht geben durfte und noch heute von manch Bürgern nicht gern gesehen wird.
Das Urteil ist ein Skandal, der Junge soll auf den elektrischen Stuhl, weil weiße Bürger dem Staatsanwalt drohen, seinen Jungen zu entführen.

Ich mag das Cover in der Farbe und mit dem Druck eines Bildes darauf. Es strahlt, trotz der drückenden Thematik, Hoffnung aus.

Die Geschichte wird aus vielen kleinen Perspektiven erzählt, wo ich mich als Leser erst einmal zurechtfinden musste. Es gibt so viele Personen, die etwas dazu beizutragen haben, und nicht bei allen ist es sofort ersichtlich. Ich habe mich, gerade am Anfang ein wenig schwergetan. Doch dann kommt der Punkt, der einen nicht mehr loslässt von der Geschichte.

Es ist ein sehr gefühlvolles Buch, so emotional geschrieben, dass mir oft die Sicht verschwamm, weil ich Tränen in den Augen hatte. Die Gefühle und auch die Stimmung sind so gut eingefangen und werden von der Autorin so intensiv beschrieben, dass man nicht anders kann, als in das Buch einzutauchen.

Auch wenn das Setting in der Vergangenheit liegt, ist dieses Thema auch heutzutage aktuell. Denn die Wut ist gerade in diesen Tagen wieder deutlich zu spüren.

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