Die absolute Stärke des Buchs ist der Schreibstil. Mit wenigen Worten werden Persönlichkeiten so charakterisiert, dass man sie besser zu kennen meint als manche Bekannte des wahren Lebens. Die Autorin hat einen Blick für die Komik der menschlichen Existenz. Der Roman ist geprägt durch eine einmalige Kombination von Humor und Menschenkenntnis. Nach Formulierungen wie „Sie bekam zum ersten Mal Zweifel an ihrer Unwiderstehlichkeit“ liest man einfach weiter, weil man noch mehr von diesen Formulierungen lesen will. Zum Beispiel: die 17-jährige Angela „glaubte, dass sie aufgrund ihrer Schönheit ein aufregenderes Leben verdient hätte, als ihre relativ mittellosen Eltern ihr bieten konnten, und war deshalb ständig schlecht gelaunt.“
Elizabeth Jane Howard
Lebenslauf
Alle Bücher von Elizabeth Jane Howard
Die Jahre der Leichtigkeit
Die Zeit des Wartens
Am Wendepunkt
Die stürmischen Jahre
Die neue Zeit
Die Chronik der Familie Cazalet
Septemberhimmel
All Change
Neue Rezensionen zu Elizabeth Jane Howard
Ich mag Familiengeschichten und Sagen und ich mag es ausführlich mit vielen Personen und Verzweigungen und dann auch mit viel Drama und Liebe. Alls das verspricht ja Die Jahre der Leichtigkeit und doch verpufft bei mir die Freude schon sehr bald. Ausgiebige Beschreibungen sind gut und schön, aber hier wird es doch übertrieben. Das macht keinen Spaß und oft auch keinen Sinn und die Story tröpfelt so Seite um Seite dahin und als es dann doch mal spannend wird, da weiß man erstmal gar nicht mehr wer da gemeint ist. Es ist doch viel zu viel drin und nicht gut geführt finde ich, um auch den Überblick zu behalten. Ich liebe die Sagen von John Jakes und da gibts ja auch ganz viele Personen, aber Elizabeth Jane Howard übertreibt in meinen Augen dann doch maßlos. Auch wenn es auch eine Reise durch die Geschichte ist, so bleibt man doch außen vor und ich habe Lust, Zeit und Interesse verloren und war auch vom Schluß nicht überzeugt. Aber Gott sei Dank ist Literatur immer Geschmacksache.
"Die Jahre der Leichtigkeit" ist der Auftakt der Cazalet-Familiensaga. Deshalb lernt man in diesem Band die einzelnen Familienmitglieder und das Personal, das die nicht ganz unvermögende Familie beschäftigt, näher kennen. Gerade am Anfang sollte man aufmerksam lesen, da einige Charaktere eingeführt werden. Das Personenverzeichnis, das sich im Buch befindet, erleichtert dabei den Einstieg.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wobei man sowohl Familienmitglieder als auch Personal beobachtet. Die Perspektiven wechseln recht häufig und dadurch hat man gerade beim Einstieg das Gefühl, dass man sofort mitten im Geschehen ist. Die Saga startet 1937. Die Protagonisten haben den Schrecken des Ersten Weltkriegs noch nicht überwunden. Dennoch scheint die Welt erneut von einem Krieg bedroht zu werden. Die Cazalets treffen sich, wie jedes Jahr im Sommer, um die Ferien in Sussex zu verbringen.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Es gelingt der Autorin hervorragend, den damaligen Zeitgeist einzufangen und zu vermitteln. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man beinahe meint, selbst vor Ort zu sein und die Familie direkt zu beobachten. Sobald man die Protagonisten näher kennengelernt hat, beginnt man sich in der Handlung wohlzufühlen und das Familienleben zu genießen. Dabei läuft natürlich nicht immer alles harmonisch ab, denn die einzelnen Charaktere haben nicht immer sympathische Züge. Es kommt zu Konflikten und der drohende Krieg löst Besorgnis aus. Das alles wird so anschaulich beschrieben, dass man mühelos ins Geschehen eintauchen kann.
Ein äußerst gelungener Auftakt, der durch lebendige Charaktere und eine authentische Hintergrundkulisse überzeugt.
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Elizabeth Jane Howard wurde am 26. März 1923 in London (Großbritannien) geboren.
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