Elizabeth Kelly Die offizielle Verabschiedung meiner langjährigen Kindheit

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Inhaltsangabe zu „Die offizielle Verabschiedung meiner langjährigen Kindheit“ von Elizabeth Kelly

Riddle Camperdown freut sich darauf, den Sommer 1972 vornehmlich faulenzend auf der Veranda ihres Elternhauses auf Cape Cod zu verbringen, und hofft , dabei nicht allzu oft von ihren exzentrischen Eltern gestört zu werden: Greer, der exaltierten, scharfzüngigen ehemaligen Hollywoodschauspielerin, und Godfrey Camp Camperdown, dem Patriarchen und gewerkschaftsnahen Lokalpolitiker mit Hang zur großen Geste, der gerade mitten im Wahlkampf steckt.§§Dann wird Riddle im Pferdestall des Nachbarn zufällig zur Zeugin eines Mordes. Verängstigt entscheidet sie sich dafür, niemandem davon zu erzählen. Doch als Camps Wahlkampf immer hitziger wird und einer seiner politischen Gegner Gerüchte über die Camperdowns in die Welt setzt, gerät Riddle immer mehr unter Druck, die Wahrheit zu sagen, obwohl sie gleichzeitig die Rache des Mörders fürchtet. Das Porträt einer unvergesslichen, so skurrilen wie liebenswerten Familie, das sich vor dem Hintergrund eines Verbrechens und eines Familiengeheimnisses entfaltet unterhaltsam, intelligent und spannend.

Bösartige Dialoge, schwarzer Humor, ein Genuss für den Leser

— Buecherlabyrinth
Buecherlabyrinth

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    Die offizielle Verabschiedung meiner langjährigen Kindheit
    Buecherlabyrinth

    Buecherlabyrinth

    08. July 2015 um 09:43

    Riddle erinnert sich an die Sommerferien 1973 in ihrem Elternhaus an der Küste. Sie möchte nicht anders als zusammen mit ihren Pferden die Sommerferien geniessen, was allerdings schlecht möglich ist, mit einem Vater, der sie zu allen möglichen Wahlkampfveranstaltungen mitschleppt, einer exzentrischen Mutter, die an allem etwas auszusetzen hat und vor allem einem Jugendlichen, mehr Feind als Freund der Familie, der verschwunden ist. »Riddle, würdest du bitte reinkommen und für diese Schwachköpfe ein bisschen lächeln. Wenn ich den dressierten Seehund spielen muss, kannst du es auch.« Dieses Buch sollte nicht als Krimi gelesen werden, die Ermittlungen sind Nebensache. Es wird eher über den verschwundenen Jugendlichen und seine Familie gespottet, als dass man sich Sorgen macht. Von der Polizeiarbeit bekommt der Leser gar nichts mit. Das Buch sollte vor allem nicht als Erziehungsbuch herhalten. Die Mutter ist mit ihrer spitzen Zunge unterhaltsam für den Leser, ihre Erziehungsmethoden sind jedoch eine Katastrophe. Ohne Mitleid und ohne Tabus hackt sie auf allem und jedem herum, besonders auf Riddle und auf ihrem Mann. Dieser ist zwar weniger aggressiv, aber auch sehr wortgewandt und denkt vor allem an sich und seine Karriere. Wenn die Eltern sich streiten kann man sich als Leser nur zurücklehnen und den verbalen Kampf der Titanen geniessen. „Politik war ein ererbtes Leiden in unserer Familie, weitergegeben von einer Generation zur nächsten wie ein schwaches Kinn.” Die Stärke von "Die offizielle Verabschiedung meiner langjährigen Kindheit" liegt eindeutig in den Dialogen, die mit trockenem, schwarzen Humor gespickt sind und sehr oft unter die Gürtellinie gehen. Ich war aber auch gespannt auf die Auflösung der Geheimnisse, die die Familien umgab und fand die Auflösung sehr gelungen.

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