Elizabeth Kostova

 4 Sterne bei 408 Bewertungen
Autorin von Der Historiker, Die Schwanendiebe und weiteren Büchern.
Elizabeth Kostova

Lebenslauf von Elizabeth Kostova

Magische Welten und berührende Geschichten: Die US-amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Kostova wurde 1964 in Connecticut geboren und wuchs in Knoxville, Tennessee auf. Nach ihrem B.A. of British Studies machte sie ihren Master in Creative Writing an der Universität in Michigan. Mit ihrem Debütroman "Der Historiker", der im Jahr 2005 veröffentlicht wurde, landete sie gleich einen Bestseller der sogar daraufhin in 40 Sprachen übersetzt wurde. Ihr zweiter Roman "Schwanendiebe" erschien 2010 und wurde genauso erfolgreich wie ihrer erste Veröffentlichung. Ihr drittes Buch "Das dunkle Land" verspricht wieder eine große Leserschaft für das Werk der bekannten Autorin zu begeistern. Wenn sie nicht an einem neuen Roman schreibt, ist sie als Mitbegründerin in der Elizabeth Kostova Foundation tätig oder unterrichtet an unterschiedlichen Universitäten. Sie lebt mit ihrer Familie in Philadelphia.

Alle Bücher von Elizabeth Kostova

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Der Historiker

Der Historiker

 (295)
Erschienen am 06.10.2006
Die Schwanendiebe

Die Schwanendiebe

 (53)
Erschienen am 16.04.2011
Das dunkle Land

Das dunkle Land

 (7)
Erschienen am 01.10.2018
Der Historiker

Der Historiker

 (7)
Erschienen am 29.08.2005
The Historian

The Historian

 (38)
Erschienen am 01.06.2008
The Swan Thieves

The Swan Thieves

 (4)
Erschienen am 03.11.2010
The Shadow Land

The Shadow Land

 (2)
Erschienen am 11.04.2017
El rapto del cisne / The Swan Thieves

El rapto del cisne / The Swan Thieves

 (0)
Erschienen am 30.11.2012

Neue Rezensionen zu Elizabeth Kostova

Neu

Rezension zu "Der Historiker" von Elizabeth Kostova

Auf der Jagd nach dem berühmtesten Blutsauger der Welt
FabAustenvor einem Monat

Dracula lebt!

Das behauptet zumindest sein Doktorvater, als Historiker Paul mit Rossi über ein mittelalterliches Buches spricht, dessen Inhalt allein aus dem Holzschnitt eines Drachen besteht. Er erfährt, dass auch sein Mentor ein solches Exemplar auf ungewöhnliche Weise erhalten hat. Unmittelbar nach ihrem Gespräch verschwindet Rossi plötzlich genauso spurlos wie rätselhaft. Paul ist alarmiert und macht sich mit seiner Zufallsbekanntschaft Helen auf die Suche nach ihm und damit nach Dracula, denn er glaubt Rossi und hält den Untoten für den Drahtzieher der Entführung. Die Jagd führt das ungleiche Paar in die Türkei, nach Ungarn, Bulgarien und Rumänien.
Viele Jahre später lebt Paul mit seiner Tochter Eva in Amsterdam und reist als Diplomat durch die Welt. Eines Tages findet Eva in der Bibliothek ihres Vaters ein seltsames Buch und darin das furchteinflößende Bild eines Drachens.

Der Historiker einen dicken Wälzer zu nennen, ist keine Übertreibung. Man könnte damit wohl Dracula erschlagen, wenn es nicht etwas mehr als pures Gewicht bräuchte, ihn zur Strecke zu bringen. Auch inhaltlich hat der Roman einiges zu bieten.

Alles fängt mit Eva als Erzählerin an. Später wechselt sie sich mit Paul ab, der in Briefen von seiner gefährlichen Suche berichtet. Auch Helene darf später in Briefen ihre Sicht darlegen. Durch diesen Kniff springt die Handlung abwechslungsreich zwischen den Jahrzehnten hin und her.
Das Dracula kaum persönlich in Erscheinung tritt, ist ein weiterer Kunstgriff. Erstaunlicherweise funktioniert das sehr gut. Er ist Jäger und Gejagter zur gleichen Zeit, ist eine ständig Bedrohung und so gleichsam gefürchtetes wie ersehntes Ziel der Suche. Die führt nicht nur in die Ostblockländer der Siebzigerjahre, in Bibliotheken, Archive und Klöster, sondern auch zurück in die Geschichte des Mittelalters. Es ist absolut faszinierend, wie die Autorin Fakten und Fiktion auf spannende Weise miteinander verknüpft. Historische Forschung ist immer auch Detektivarbeit. Hinweise und Spuren werden gesucht, verfolgt, Thesen be- oder widerlegt, Sackgassen überwunden werden. Diesen Aspekt macht Kostova wunderbar deutlich und lässt daraus eine wendungsreiche Schnitzeljagd entstehen. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und unheilschwanger, was die Spannung unterstützt.
Wer allerdings weder dafür noch für mittelalterliche bzw. osteuropäische Geschichte ein Interesse mitbringt, wird es wohl schwer haben. Dem könnte der Roman zu weitschweifig, zu detailliert erscheinen. Allerdings weist die Handlung jederzeit ein gewisses Tempo auf und gerade wenn wissenschaftliche Erklärungen Oberhand zu gewinnen scheinen, entfacht ein Cliffhanger die Spannung neu. In Anbetracht der offensichtlichen Liebe, Sorgfalt und des Kenntnisreichtums, die jederzeit zu bemerken sind, lassen sich manch unglaubliche Zufälle hinnehmen. Die Sprache hat eine schöne Melodie, ist leicht verständlich, aber nicht simpel und trägt angenehm durch die Erzählung.

Obwohl das Ende ab ca. Seite 700 allein aufgrund dessen, was bereits alles hinter den Lesern liegt herbeigesehnt werden kann, ist Der Historiker im besten Sinne ein Schmöker. Er zieht die geneigten Leser in eine spannende und interessante Erzählung, die sich auf vielen Ebenen entfaltet. Geschichte, Politik, Kunst, aber auch menschliche Emotionen, Beziehungen und schließlich der große Mythos Dracula als historische Figur oder Gespinst des Aberglaubens werden verwoben. Eine ganz bemerkenswerte literarische Leistung. Selbst LeserInnen, die mit Vampirgeschichten sonst nichts anfangen können, können einen tollen Roman entdecken.

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Rezension zu "Das dunkle Land" von Elizabeth Kostova

Meine Rezension zu "Das dunkle Land"
Belladonnavor einem Monat

Beschreibung

Alexandra Boyd reist nach Bulgarien um dort Englisch zu unterrichten und erfüllt sich zudem mit der Reise einen Traum, den sie schon seit frühester Kindheit gemeinsam mit ihrem Bruder hegte. Durch Zufall gelangt Alexandra nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt Sofia in den Besitz eines Holzkästchens. Darin befindet sich die Asche eines Verstorbenen, die sie schnellstmöglich wieder an die Familie übergeben möchte. Dabei freundet sie sich mit ihrem Taxifahrer Bobby an, der sich während des spannenden Roadtrips zu einem verlässlichen Begleiter entwickelt. Stück für Stück enthüllen die beiden die spannende Geschichte des Verstorbenen Musikers Stoyan Lazarov, dessen Schicksal von den Umständen der Politik des 20. Jahrhunderts geprägt wurde.

Meine Meinung

Elizabeth Kostavas Roman “Das dunkle Land” konnte mich schon alleine durch das wunderschöne Cover für sich einnehmen. Die Covergestaltung mit dem dunklen Hintergrund und den farbig-glänzend Pflanzenumrissen, die sich leicht vom Material abheben, sowie der pinkfarbene Leinenrücken harmonieren perfekt zusammen und stellen eine wahre Augenweide im Buchregal dar. Außerdem empfand ich das haptische Gefühl durch den Leinenrücken als sehr angenehm.

Zwischen den hübschen Buchdeckeln steckt eine Geschichte die Zeit braucht. Zeit in der sich die ganze Tiefe, eine Bandbreite an Emotionen und vor allem die Beschreibungen über das für mich fremde Land Bulgarien langsam entfalten können. Wenn man sich diese Zeit nimmt und sich der Geschichte öffnet, wird man mit einer berührenden Story belohnt, die auf den letzten Seiten noch mit einem nicht zu verachtenden Spannungsbogen überrascht.

Für mich waren es weniger die einzelnen Charaktere die dieser Geschichte Leben einhauchen, sondern eher das Zusammenspiel der unterschiedlichen Protagonisten die erst gemeinsam ein Bild über Land und Leute Bulgariens abgeben. Besonders fesselnd und berührend war für mich die dunkle Seite der kommunistischen Politik des zwanzigsten Jahrhunderts. Denn je mehr die Protagonistin Alexandra über den Verstorbenen Musiker Stoyan Lazarov in Erfahrung bringt, desto tiefer dringt sie in die Abgründe seiner Vergangenheit ein, deren Schatten sich bis in die Gegenwart erstrecken.

Die Autorin hat in ihrem Roman “Das dunkle Land” auf verschiedene Erzählperspektiven zurückgegriffen, so dass der Leser nicht nur in die Rolle der jungen Reisenden schlüpft, sondern auch die Lebensgeschichte von Stoyan Lazarov direkt erzählt bekommt. Durch diesen Kniff gehen einige Abschnitte des Romans noch tiefer unter die Haut.

Während Alexandra eine innige Freundschaft zu dem Taxifahrer Bobby knüpft, steht im direkten Kontrast dazu die Zeit von Stoyan Lazarov im Arbeitslager. Elizabeth Kostova legt bei ihrer fiktiven Geschichte über den Musiker das Hauptaugenmerk vor allem darauf, was einen Menschen unter solch erniedrigenden, hoffnungslosen und schlechten Bedingungen am Leben erhält ohne das die eigene Willenskraft dabei in tausend Stücke zerspringt. Die Antwort in diesem Roman ist eine wundervolle, ruhige und stetige Liebe. Die Liebesgeschichte zwischen Stoyan Lazarov und seiner Frau ist wie ein Fels in der Brandung und besteht durch gute wie durch schlechte Zeiten.

“Das dunkle Land” ist ein ruhiger Roman der sich über 700 Seiten erstreckt und gerade zu Beginn auch ein paar Längen aufweist. Trotzdem hat mir die fiktive Geschichte von Elizabeth Kostova richtig gut gefallen, gerade auch weil sie mir das bisher unbekannte Land Bulgarien näher gebracht hat.

Fazit

Ein berührender und abenteuerlicher Roman über Land und Leute Bulgariens und eine unerschütterliche Liebe.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.03.2019

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Rezension zu "Das dunkle Land" von Elizabeth Kostova

Auf den Spuren der Vergangenheit
claire_silvervor 3 Monaten

Auf der Reise durch ein fremdes Land gelangt die Asche des Verstorbenen Stoyan Lazarov in Ale-xandras Hände. Dabei trifft sie auf den Taxifahrer Bobby, der sich gemeinsam mit Alexandra auf die Suche nach der Familie des Verstorbenen begibt, um dessen Asche zurückzubringen. 

Dieses Buch beinhaltet eine fesselnde und bewegende Geschichte, die über die Vergangenheit Bul-gariens und über das Leben eines Mannes berichtet, welcher von Leid gezeichnet war. Insgesamt enthält die Handlung faszinierende, erschreckende, leidenschaftliche Facetten. Diese Aspekte be-schreiben eine beeindruckende Reise in ein fremdes Land, auf welche sich der Leser auf Anhieb einlassen kann. Allgemein hat mir das Buch gut gefallen, jedoch hätte eine Kürzung der Geschichte nicht geschadet, um das Ganze kompakter zu halten und so die Dynamik zu steigern.

Im Buch gibt es verschiedene Erzählperspektiven, die abwechselnd erzählt und laufend miteinander verbunden werden. Dabei wechselt die Autorin zwischen auktorialem Erzähler und den Ich-Perspektiven der Charaktere, welche den Lesefluss manchmal unterbrechen und sich der Leser so neu orientieren muss. Nichtsdestotrotz hat Elizabeth Kostova einen tollen und flüssigen Schreibstil, der sich angenehm lesen lässt und diese Schwäche so wieder ausgleichen kann. 

Insgesamt finde ich, dass es eine tolle Geschichte ist, die trotz einiger Schwächen jedoch immer noch lesenswert ist.

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Zusätzliche Informationen

Elizabeth Kostova wurde am 26. Dezember 1964 in New London (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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