Elizabeth May

 4,1 Sterne bei 208 Bewertungen

Lebenslauf von Elizabeth May

Elizabeth May wurde in Kalifornien geboren, wo sie auch ihre ersten Lebensjahre verbrachte, bevor sie nach Schottland zog. Sie studierte Anthropologie an der Universität von St. Andrews. Seit dem Abschluss ihrer Doktorarbeit widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben und stürzt sich mit Begeisterung in fantastische Welten. Die Autorin lebt zusammen mit ihrem Mann in Edinburgh.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Elizabeth May

Cover des Buches Die Feenjägerin (ISBN: 9783453316096)

Die Feenjägerin

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Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Die Feenjägerin: Roman (ISBN: B00NBSZFS0)

Die Feenjägerin: Roman

 (0)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches The Falconer (Book 1) (ISBN: 9781452128771)

The Falconer (Book 1)

 (2)
Erschienen am 05.05.2015
Cover des Buches Seven Devils: TikTok Made Me Buy It (ISBN: 9781473225145)

Seven Devils: TikTok Made Me Buy It

 (1)
Erschienen am 06.08.2020

Neue Rezensionen zu Elizabeth May

Cover des Buches Seven Devils: TikTok Made Me Buy It (ISBN: 9781473225145)
Moni2506s avatar

Rezension zu "Seven Devils: TikTok Made Me Buy It" von Laura Lam

Eine spannende feministische Space Opera
Moni2506vor 2 Monaten

In „Seven Devils“ von Laura Lam und Elizabeth May geht es um sieben Personen, die das brutale tholosianische Imperium stürzen wollen. Erschienen ist der Roman im August 2020 bei Gollancz. Ob das Buch irgendwann mal auf deutsch übersetzt wird, kann ich euch nicht sagen. 

 

Eris hat ihren Tod gefaked und sich dem Widerstand angeschlossen. Eigentlich dachte sie, dass sie hiermit ihre Vergangenheit als Discordia, Erbin des imperialen Throns, hinter sich lassen kann. Doch sie wird auf eine Mission geschickt, die sie wieder mitten ins Geschehen führt. Zusammen mit Cloelia, einer Mechanikerin, soll sie ein Raumschiff kapern und herausfinden, was dieses transportiert. Doch Cloelia ist nicht gut auf Eris zu sprechen, seit sie vor einem Jahr ihre wahre Identität herausgefunden und ein Bein verloren hat. Wider Willen begeben sich beide auf diese Mission und finden mehr als sie erwartet hätten: Flüchtlinge, die unschätzbares Wissen über das Imperium und seine Methoden besitzen und auf einen perfiden Plan stoßen, den es zu verhindern gilt. hierfür bleibt ihnen nicht viel Zeit. 

 

Ich weiß gar nicht mehr, wo genau ich dieses Buch entdeckt habe. Es könnte sein, dass es mir auf einem Blog zuerst begegnet ist oder auf Goodreads. Es klang auf jeden Fall nach einer spannenden Geschichte, hatte gute Bewertungen und mir wurde diverse Repräsentation sowie Feminismus versprochen. 

Gleich vorne weg: Dieses Buch und das Imperium, dass in diesem Buch herrscht, sind sehr brutal. Es wird zwar nicht alles in jeder Einzelheit geschildert. Dennoch gibt es Gewalt, Folter und Tod - und das nicht zu knapp. Das tholosianische Imperium ist auf Unterdrückung ausgelegt und hat hierfür sehr spezielle Methoden, auf die ich nicht näher eingehen möchte, um nicht zu viel vorwegzunehmen. 

Ich habe auf jeden Fall schnell in die Geschichte hineingefunden und konnte mir alles recht gut vorstellen. Es ist eine klassische Space Opera mit Reisen durchs All und zu anderen Planeten. Mit überwiegend Frauen als Protagonisten geht diese Reihe allerdings einen anderen Weg als üblich, auch wenn der Rest der Welt patriarchalisch geprägt ist. Es gibt hier Repräsentation von (B)POC, trans, ace, lesbisch, Autismus und Behinderung und das in den meisten Fällen als Protagonisten der Geschichte und nicht in Nebenrollen. Für mich hat sich alles recht harmonisch und glaubwürdig in den Kontext der Geschichte eingefügt. An dieser Stelle wie immer der Hinweis, ich kann nur mein Empfinden wiedergeben, aber nicht wirklich beurteilen, ob es gute Repräsentation ist. Das können nur die tun, die sich einem der repräsentierten Label zuordnen. 

Die Geschichte wird aus fünf unterschiedlichen Perspektiven erzählt und springt dabei immer wieder in der Zeit hin und her. Wir werden in diese Welt geschmissen und nach und nach wird uns die Vergangenheit der Protagonisten offenbart. Alle haben ganz unterschiedliche Rollen im Imperium gespielt, kommen aber in ihrem Wunsch das Imperium zu stürzen im Verlauf der Geschichte immer näher zusammen. Hierhin ist es allerdings ein langer Weg und Geheimnisse müssen erst aus dem Weg geräumt werden. Zuerst hatte ich hier die Befürchtung, das könnte extrem nerven, denn ich hasse nichts mehr als wenn die Lösung für ein Problem ein gutes und ehrliches Gespräch gewesen wäre. Hier hat es gut gepasst, dass manche Dinge erst mit der Zeit offenbart wurden, denn das Team musste eben erst zusammenwachsen und jemanden, den man gerade erst kennengelernt hat, erzählt man ja auch nicht direkt alle seine tiefsten Gedanken. 

Dadurch, dass jede Person aus ihrer Sicht die Geschichte erzählt, sind wir sehr nah an den Gedanken der Protagonisten dran. Ich konnte mich mit jeder ein wenig identifizieren und mit den Erklärungen zu ihrer Vergangenheit ihre Handlungen nachvollziehen. Eine bestimmte Lieblingsperson hat sich für mich allerdings nicht herauskristallisiert. Jede hatte ihre eigene Art, auf die sie mich berührt hat. 

Bei Eris und Cloelia kann ich auch ein wenig näher drauf eingehen, ohne zu viel zu verraten. Beide hatten eine harte Kindheit, die eine im Palast und die andere im Armenviertel von Tholos. Eris Erziehung hat mich erschüttert, Cloelias Doppelmoral, die von dieser Kindheit nichts weiß, hat mich zeitweise genervt, denn sie möchte Eris noch nicht einmal zuhören. Andererseits hat Cloelia ihre gesamte Kindheit gehungert und es gab keinerlei Hoffnung für einen Aufstieg. Eris Entscheidung sich dem Widerstand anzuschließen, trotzt mir einigen Respekt ab, denn man muss sehen, ihr hätte das Imperium gehören können und das als erste Frau auf dem Thron. Ihre Geschichte ist grausam und konnte mich dennoch berühren. 

Was ich ein wenig problematisch finde. Ich habe mich mit diesen Personen identifiziert und einige davon haben in ihrer Vergangenheit sehr viele Menschen/Aliens getötet. Auch in diesem Buch werden Entscheidungen getroffen, die „Kolleteralschäden“ für das große Ganze mit einschließen. Durchaus kein neuer Konflikt für einen Science-Fiction Roman. Hier liegt gleichzeitig auch seine Stärke, denn ich konnte mich mit Fragen auseinandersetzen wie: Können Menschen sich ändern, auch wenn ihnen ihr ganzes Leben das Gegenteil beigebracht wurde? Haben Menschen eine zweite Chance verdient, auch wenn sie schreckliche Taten begangen haben, die eigentlich unverzeihlich sind? Darf man mit einer Person mitfühlen, die Massenmorde zu verantworten hat? Ich bin da immer noch sehr zwiegespalten und zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. 

Was mir zusätzlich ein bisschen gefehlt hat, ist die Mitte. Es gibt in diesem Roman nur Extreme. Es gibt Menschen, die in Rollen gedrängt oder die ausgenutzt wurden, Menschen, die unvorstellbar reich oder unvorstellbar arm sind, aber das dazwischen gibt es kaum. Gibt es in der Welt dieses Buches Menschen, die zufrieden sind, die ein auskömmliches Leben leben und sich mit ihrer Rolle gut arrangieren können? Ich weiß es nicht, denn die Mitte fehlt vollkommen und ich würde von keiner Person in diesem Buch das Leben führen wollen, denn irgendwie war alles grausam.
 

Fazit: Eine Rebellion in einer Welt, die von Extremen geprägt ist. Action, Intrigen und schwierige Missionen haben das Buch spannend gemacht. Ich bin dem Geschehen und den Vergangenheiten der Protagonisten gerne gefolgt, auch wenn dies teils problematisch ist. Eine Reihe, die sicher nichts für jede Person ist, denn Gewalt und Grausamkeit spielen eine große Rolle, wenn auch nicht alles in jedem Detail geschildert wird.

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Cover des Buches The Falconer: Book One of the Falconer Trilogy by Elizabeth May (2014-05-06) (ISBN: B01FEK5780)
GrueneRonjas avatar

Rezension zu "The Falconer: Book One of the Falconer Trilogy by Elizabeth May (2014-05-06)" von Elizabeth May

Historisch, phantastisch und Steampunk - gute Mischung
GrueneRonjavor 3 Jahren

„Wir blicken einer waschechten Apokalypse ins Auge […]. Da gibt‘s auf der ganten Welt nicht genug Tee, um mich zu beruhigen.“ (S. 327)


Aileana Kameron hat vor einem Jahr, bei ihrem Debütantinnenball, den Mord an ihrer Mutter beobachtet. Es wurde erzählt, dass es ein wildes Tier war. Doch die Gesellschaft glaubt, dass Aileana ihre Mutter umgebracht hat. Niemand weiß, wie es wirklich geschehen ist. Denn niemand glaubt mehr an Feen. Doch Aileana kennt die Wahrheit und ist seitdem auf der Suche nach dieser einen Fee.

Aileana ist ein zwiegespaltener Charakter. Einerseits braucht sie die nächtliche Jagd nach Feen und wünscht sich die Rache an der Mörderin ihrer Mutter. Andererseits vermisst sie ihr belangloses Leben von früher, als Bälle und eine Heirat das Wichtigste in ihrem Leben waren. Um den Schein zu wahren, besucht sie mit ihrer besten Freundin Catherine alle gesellschaftlich anerkannten Bälle. Doch die Feen und Aileanas Blutdurst zwingen sie, die Veranstaltungen regelmäßig zu verlassen. Sie redet sich ein, dass sie duch die Feenjagd Menschen rettet und ihr Ruf nicht weiter zu ruinieren ist.

In Edinburg 1844 gibt es einige fortschrittliche Erfindungen: neben den schwebenden Lampen werden Kutschen durch Dampfmaschinen betrieben, es gibt Teeauffüllmaschinen und Aileana hat sich ein Fluggerät konstruiert, welches wie eine Fledermaus fliegt. Sie bastelt gerne an Maschinen herum, um ihre Gedanken zu sortieren. Jede ihrer Feenwaffen selbst konstruiert.


Trainiert wird Aileana von Kiaran McKay, ein Daoine Sìth, eine sehr mächtige Fee. Er ist der typische gutaussehende, aber emotionslose und kalte Typ, der in manchen Augenblicken seine menschliche Seite durchblicken lässt. Er hat viele Geheimnisse und erzählt Aileana nur das nötigste. So verheimlicht er ihr, dass sie eine Falknerin ist und was das für die Feen bedeutet. Erst durch einen Unfall, der Aileana fast das Leben kostet, wird ihr das Ausmaß ihrer nächtlichen Jagden bewusst.


Neben Kiaran hat Aileana die kleine Fee Derrick als Freund. Derrick wohnt in ihrem Kleiderschrank, repariert ihre kaputten Kleider und ist süchtig nach Honig. Außerdem hat er ein großes Ego und einen ebenso großen Beschützerinstinkt, wenn es um Aileana geht. Er kann Kiaran nicht leiden und wünscht sich seinen Kopf als Trophäe. Doch wenn es brenzlig wird, ist auf ihn Verlass.


In dieser Geschichte vermischt sich das historische Schottland mit dem wahrgewordenen Aberglauben an Feen, gespickt mit Steampunk Elementen. Die Beziehung zwischen Aileana und Kiaran ist vorhersehbar und nicht außergewöhnlich. Doch der Konflikt mit den Feen, die bevorstehende Apokalypse, ist spannend und regt zum Weiterlesen an. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte bleibt hoffentlich nebensächlich, ein Beiwerk zum eigentlichen Feenkampf.



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Cover des Buches Die Feenjägerin – Das verbotene Königreich (ISBN: 9783453317369)
Brunhildis avatar

Rezension zu "Die Feenjägerin – Das verbotene Königreich" von Elizabeth May

Eine gelungene Fortsetzung mit weiterer Vertiefung
Brunhildivor 4 Jahren

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut und es passt auch sehr gut zu dem des ersten Bandes. Auf mich wirkt es sehr stimmig und ansprechend.

Der Schreibstil von Elizabeth May ist auch hier wieder sehr angenehm. Er ist flüssig und gut zu lesen, so dass die Seiten schnell verflogen sind. Automatisch sind immer wieder Bilder vor meinem inneren Auge entstanden, weshalb ich ihn auch als sehr bildgewaltig beschreiben würde. Ihr Schreibstil ist auch sehr besonders. Es gibt ständig Wiederholungen von Aussagen der Charaktere. Diese sind kursiv geschrieben und dienen der Auffrischung bzw. um den Zusammenhang von Gedankengängen deutlich zu machen. Mir persönlich haben diese Wiederholungen sehr gut gefallen, weil sie einfach alles noch klarer gemacht haben. Ich empfand sie zu keinem Zeitpunkt als übertrieben oder nervig.

Man begleitet hier wieder die junge Feenjägerin Aileana Kameron, die man bereits aus dem ersten Band kennt. Sie hat sich hier in diesem Band weiterentwickelt, genauso wie die anderen Charaktere. Elizabeth May hat ihnen hier noch mehr Farbe und Tiefe gegeben, was mir sehr gut gefallen hat. Alle Charaktere sind ihr sehr gut gelungen und waren in meinen Augen authentisch.

Die Handlung knüpft direkt an die des Vorgängers an. Bei mir ist das Lesen des ersten Bandes schon über ein Jahr her, weshalb ich vieles der Ereignisse gar nicht mehr im Gedächtnis hatte. Elizabeth May hat aber geschickt immer wieder ein paar kleinere Details eingebaut, die die wichtigsten Geschehnisse wieder in Erinnerung gerufen haben. In diesem Band wird die Story an sich weiter vertieft, was mir sehr gut gefallen hat. Besonders haben mir die verschiedenen Feen und ihre Eigenarten gefallen. Das Buch bietet emotionale, aber auch spannende Szenen. Das Ende ist in diesem Band offen, weshalb ich total gern auch den Abschlussband der Trilogie lesen würde. Dieser wurde allerdings leider nicht ins Deutsche übersetzt. Ich weiß noch nicht, ob ich zu dem englischen Original greifen soll, weil ich Angst habe, dass ich vieles da nicht richtig verstehen würde.

Fazit:
"Die Feenjägerin: Das verbotene Königreich" von Elizabeth May ist eine sehr gelungene Fortsetzung, die ich auf jeden Fall empfehlen möchte. Es ist rundum perfekt gelungen, bietet Spannung, Emotionen und interessante Charaktere. Leider wurde der letzte Band der Trilogie bislang nicht ins Deutsche übersetzt.

5/5 Punkte
(Perfekt)

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