Im Kern eine Liebesgeschichte

von Elizabeth McKenzie 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Im Kern eine Liebesgeschichte
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Auf dem Weg zur Freiheit..

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Im Kern nur zum Liebhaben

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Inhaltsangabe zu "Im Kern eine Liebesgeschichte"

Palo Alto, Kalifornien: Veblen, die sich als Übersetzerin aus dem Norwegischen versucht, und Paul, ein brillanter Neurologe, wollen heiraten – sämtlicher ideologischer (Ist die Ehe noch zeitgemäß?) und philosophischer (Wie kann man jemanden lieben, der keine Maiskolben mag?) Einwände zum Trotz. Wäre da nur nicht der Streit um das Eichhörnchen, das in Veblens Garten haust. Oder diese dubiose medizinische Veteranen-Studie, die Paul leitet. Ganz zu schweigen von den größten Minenfeldern: den jeweiligen Familien. Schon das erste Treffen zwischen Paul und Veblens Mutter eskaliert fast völlig. Schließlich ist er Arzt – und sie passionierte Hypochonderin. Aber auch Pauls Eltern, zwei Vollblut-Hippies, sind nicht gerade leicht zu handhaben. Es gilt also, diverse zwischenmenschliche Herausforderungen zu bewältigen, bis der Tag der Trauung kommt. Falls er kommt.
Elizabeth McKenzie erzählt in ›Im Kern eine Liebesgeschichte‹ davon, was wir im anderen suchen, und von einem lebenslangen Kampf: der Emanzipation von den eigenen Eltern. Dieser im besten Sinne amerikanische Familienroman illustriert, was passiert, wenn man nicht aufhört, das Leben zu zerdenken. Er hält uns so den Spiegel vor – und unterhält uns dabei doch hervorragend.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832198770
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:20.08.2018

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    Clarivor einem Monat
    Kurzmeinung: Auf dem Weg zur Freiheit..
    Wege zur Freiheit....

    Paul macht Veblen einen Heiratsantrag! Er ist Neurologe, der sich mit Hirnforschung befasst, und Veblen betätigt sich freiberuflich als Übersetzerin. Sie befinden sich in den Dreißigern.

    Kurz und bündig werden wir zu Zuschauern einer komplizierten Liebesverbindung.
    Kompliziert deshalb, weil Veblen eine sonderbare Vorliebe für die Sprache der Eichhörnchen hat, und Paul Hilfe für verletzte Veteranen des Weltkriegs zu erforschen trachtet. Er muss dazu viele Tierversuche machen, die wiederum Veblen stören. Schlimmer noch ist die Tatsache, dass Paul für einen großen Pharmaziekonzern Kriegsveteranen in seine Hirnforschungen einbezieht.

    Beide Liebesleute sind überglücklich zu Beginn ihrer Liebschaft. Das Paar entdeckt Gemeinsamkeiten aber auch Hürden auf dem Weg zur Hochzeit. Insbesondere die Eltern beider Protagonisten bieten versteckte Stolpersteine. Veblens Mutter ist Hypochonderin par excellence und stellt Paul auf die Probe mit seinem medizinischen Wissen bei der Aufzählung ihrer zahlreichen Krankheiten.
    Sie gibt vor, ihre Tochter unendlich zu lieben, ist aber ständig dabei, sie zu bevormunden.
    Veblen ist ganz verängstigt, es ihrer Mutter recht zu machen. Diese ist insgeheim voller Aversionen gegen ihren zukünftigen Schwiegersohn.

    Paul entstammt einer lustigen Hippieehe. Für ihn als Kind war das nicht immer lustig.

    Die Geschichte ist voller kleiner skurriler Nebengeschichten und bezeugt einen langen Lernprozess beim gegenseitigen Kennenlernen. Immer wieder ist das Thema „Eltern“ dran, und wirklich: Veblens Mutter ist in ihrer wehleidigen Dominanz unausstehlich! Es gilt weiterhin, das eine oder andere Geheimnis um Veblens Zeugung zu erforschen!

    Mit langen Windungen und eigenartigen Verdrehungen im gegenseitigen Verstehen rackern sich die beiden auf dem Weg zu ihrer Hochzeit ab.

    McKenzie erfasst menschliche Charaktere mit klugem Blick und vermag Stimmungen hervorragend einzufangen. Die tierliebe Veblen und der ehrgeizige Paul passen wohl in vielen Bereichen gar nicht zusammen, und Veblens Mutter weiß die Gunst der Stunde für sich zu nutzen. Doch verbindet Paul und Veblen ein andauerndes Bemühen um Verständnis und Frieden. Eltern auf Abstand zu halten und sich abgrenzen zu lernen, bedeutet Sieg oder Niederlage.

    McKenzie kennt die gelegentlichen Abhängigkeiten und Versuche, es den Eltern recht zu machen. Es bedarf starker Charaktere, sich aus deren Klauen zu befreien. Nicht nur in diesem Kampf muss man zugunsten seiner neuen Verbindung auf Erden einiges riskieren. Auch im Beruf gibt es Rivalitäten und Konkurrenzen, die zuweilen harte Formen annehmen. McKenzie gibt allen Parteien Raum zu Entfaltung. Gelegentlich etwas ausschweifend ist ihr dennoch ein gelungenes Familienporträt gelungen, mit dem sie den Leser unterhält und animiert, die eigenen Verhaltensweisen zu überdenken.

    „Extrem lustig und sprachlich herausragend“ ziert der Ausspruch von Jonathan Franzen das Cover zum Buch.

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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Im Kern nur zum Liebhaben
    Im Kern nur zum Liebhaben

    Rund ums Buch:
    Titel: Im Kern eine Liebesgeschichte
    Autorin: Elizabeth McKenzie
    Originaltitel: The Portable Veblen
    Übersetzung: Stefanie Jacobs 
    Verlag: DUMONT
    Buch: Fester Einband / Bunte Vorsatzseite / Lesebändchen
    Seiten: 480
    Erschienen: 20.08.2018
    ISBN: 978-3-8321-9877-0 
    Preis: 24,00 €

    Cover:
    Ein wunderschön künstlerisches Cover in leichten Farben und ein kleine Eichhörnchen ist auch abgebildet. Ich würde allein wegen des Covers das Buch in die Hand nehmen. (Auch, wenn es heißt: never choose a book by its cover ! )

    Inhalt:
    Die dreißigjährige Veblen lebt in einem kleinen Haus in Palo Alto, hat Gelegenheitsjobs, arbeitet als Übersetzerin für Norwegisch und liebt und ist fasziniert von Eichhörnchen. Ihr Verlobter Paul, ist ein Neurologe, forscht erfolgreich für ein großes Pharmaunternehmen und mag überhaupt keine Eichhörnchen. Beide haben – sagen wir mal – sehr spezielle Familien, die sie so lange wie möglich vom anderen fernhalten möchten. Als es immer näher auf die geplante Hochzeit zugeht, müssen die Bekanntschaften mit den Mitgliedern der Familien gemacht und durchlebt werden.

    Meine Meinung:
    Der Amerikaner würde wahrscheinlich „romantic comedy“ dazu sagen, es ist schwer, die richtige Beschreibung für das Buch zu finden. Aber ich finde dieses Buch ist ein Garant für ein Lächeln auf jeder gelesenen Seite. Es macht einfach happy!
    Veblen, Kind einer hypochondrischen Mutter, die mit neuem Lebensgefährten ihrer Tochter immer sagt, was sie zu tun hat und eines Vaters, der durch den Vietmankrieg nun mit PTBS in einem Heim lebt und Paul, das Kind von Hippieltern, die in einer quasi Kommune lebten und ihren Sohn immer vernachlässigten, da sie all ihre Aufmerksamkeit dem behinderten Bruder schenkten, haben vor zu heiraten.
    Und neben dem oben gesagten, die Familien, die sich noch nicht kennen, kommt Paul in das Dilemma, zwar ein erfolgversprechendes Gerät für hirngeschädigte Veteranen entwickelt zu haben, es aber noch nicht genügend getestet zu haben als die Firma es bereits vermarktet. Daneben Veblen, die ihren Namensgeber (der übrigens wirklich existiert hat) so verehrt und ihrer Leidenschaft zu Eichhörnchen nicht nachgeben möchte, lässt die Hochzeit irgendwann auf der Kippe stehen.
    Aufgrund der cleveren und scharfen Zeichnung der Charaktere, der ernsthaften und doch witzigen Beschreibung der beiden dysfunktionalen Familien und der Frage danach, wie man mit seiner Vergangenheit zu leben hat und damit umgehen muss, mit der „nicht umzutauschenden“ Familie und wie man darauf gesunde, gute und ehrliche Freundschaften bzw. Liebe bauen kann, ist es für mich mehr als ein guter Roman, es ist ein Buch, welches zum Nachdenken veranlasst darüber, dass nichts im Leben perfekt ist und es aber wichtig ist, wie wir in manchen Situationen reagieren und was daraus resultieren kann.
    Das Buch ist ein wenig verrückt, denn zwischendurch tauchen Bilder/Fotos auf, die einen laut auflachen lassen, ich musste zumindest mehrfach lachen, beispielsweise über ein Bild von einem Käse mit eingeknabbertem Gesicht. (Wie es dazu kommt, wird beschrieben, aber dann ein Foto davon abzubilden, köstlich...). Die Kapitelüberschriften sind schöne Teaser und es gibt einen sensationell guten Anhang.

    Veblens Liebe zu den Eichhörnchen nimmt wirklich lustige Formen an und mündet immer wieder in herrlichsten Gesprächen über sie.Hier eine Auszug, als sie mit Paul über das Thema spricht, der voller Schreck festgestellt hat, dass im Dach ein Eichhörnchen haust und ihm seine nächtliche Ruhe raubt:
    „Hab ich dir eigentlich schon von den größten Eichhörnchenwanderungen der Geschichte erzählt?“ Sie hielt den Stuhl fest.
    „Das musst du dir für diesen Moment aufgehoben haben.“
    „Ja. Eichhörnchen gehören nämlich zu den ältesten Säugetieren der Welt,“ sagte sie eigenartig stolz. „In Nordamerika gibt es sie seit mindestens fünfzig Millionen Jahren. Echt lange, findest du nicht auch? Ich meine, wenn Leute damit prahlen, dass ihre Vorfahren 1620 mit der Mayflower gekommen sind, dann verdienen die Eichhörnchen auch ein wenig Respekt, findest du nicht?“ (Seite 40)

    Fazit:
    Im Kern eine Liebesgeschichte ist ein so liebevolles, humoriges und doch tiefgehendes Buch, welches den Leser darüber nachdenken lässt, wo hört Familie auf und wo beginnt unser eigenes Leben? Wie bleibt man sich selbst treu und was sind die eigenen Ziele und Ideale? Und was tut man für die Liebe, ohne sich selbst und sein Leben aufgeben zu müssen? Und: mögen Eichhörnchen Sauerkraut mit Muskat?
    Dieses Buch gehört mit großer Sicherheit zu meinen Jahreshighlights! 

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    serendipity3012s avatar
    serendipity3012vor 4 Tagen

    Gespräche aus der Community zum Buch

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