Elizabeth Musser Ein anderes Leben

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Inhaltsangabe zu „Ein anderes Leben“ von Elizabeth Musser

Frankreich und Algerien, 1994. Die junge Studentin Rislène, Tochter algerischer Einwanderer, hat sich in den franko-amerikanischen Christen Eric Hoffmann verliebt. Doch ihre muslimischen Eltern sind alles andere als begeistert von ihrem neu gefundenen christlichen Glauben und ihrer Beziehung zu Eric. Als Rislène von ihrer Familie in das vom Bürgerkrieg zerrissene Algerien verschleppt wird, veranlasst Erics Familie eine gefährliche Rettungsmission. Dabei erhalten die Hoffmanns Hilfe von algerischen Christen, die im Untergrund leben, aber auch von gänzlich unerwarteter Seite … Vormals erschienen unter dem Titel »Der Preis der Treue«.

Ein sehr berührender Roman, der erzählt. wie hoch der Preis für Muslime sein kann, wenn sie Christen werden. Einfühlsam und spannend.

— waldfee1959
waldfee1959

der dritte Teil ist genauso viel wert gelesen zu werden, wie den ersten und zweiten Teil. Grandioser Dreiteiler

— Postbote
Postbote

Mussers Romane liest man nicht einfach so weg, sie sind voller Tiefe und hinterlassen Spuren beim Leser

— Smilla507
Smilla507

Ein ganz toller dritter Abschluss-Teil dieser Buchreihe. Sehr zu empfehlen!

— Wildpony
Wildpony

Ein beeindruckender Roman über die Schwierigkeit, vom Islam zum Christentum zu konvertieren und das Leben von Obdachlosen in Frankreich!

— mabuerele
mabuerele

ein hochaktueller Roman, der den LEser in die Welt der Obdachlosen und der zum christlichen Glauben bekehrten Muslime entführt

— gusaca
gusaca

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  • Glaubens- und Sinnsuche und Umgang mit anderen Kulturen

    Ein anderes Leben
    irismaria

    irismaria

    06. January 2017 um 15:37

    "Ein anderes Leben" von Elizabeth Musser ist zwar der dritte Teil einer Trilogie, aber ich habe das Buch auch ohne Kenntnis der ersten Bände gut verstanden und genießen können. Die Geschichte spielt 1994 in Frankreich und Algerien. In Algerien tobt nach dem Militärputsch ein Bürgerkrieg und viele Menschen fallen islamistischen Attentaten zum Opfer. Die algerischen Christen müssen sich noch mehr verstecken als vorher schon. In Montpellier haben sich die algerischstämmigeStudentin Rislène und der franko-amerikanische Christ Eric in einer protestantischen Gemeinde kennen gelernt und in einander verliebt. Doch Rislènes Familie kann diese Beziehung und den christlichen Glauben ihrer Tochter nicht akzeptieren und will sie in Algerien verheiraten. Rislènes Lehrerin Ophélie, die Erics Schwester ist, versucht, dem Paar zu helfen. Ophélie hilft neben ihrer Arbeit in verschiedenen Wohnsitzlosenprojekten der Stadt und trifft dort auf Samuel, der eigentlich Arzt ist und nach dem Unfalltod seiner Familie auf der Straße gelandet ist. Die beiden kennen sich von früher und Ophélie versucht, Samuel wieder in sein altes Leben zu begleiten. Sehr schön hat Elizabeth Musser die Themen Glaubens- und Sinnsuche, Umgang mit anderen Kulturen und die sozialen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit in eine spannende Geschichte verwoben. Unterschiedliche Sichtweisen kommen durch verschiedene Personen zur Sprache und man kann ihre Denkweise gut nachvollziehen. Immer wieder wird deutlich, wie der Glaube als Lebenshilfe dient. Mir hat "Ein anderes Leben" sehr gefallen und ich möchte gerne die Vorgängerbände lesen um die Vorgeschichte der Personen kennen zu lernen.

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  • Bester und letzter Teil der Trilogie

    Ein anderes Leben
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    14. September 2016 um 21:06

    Bei diesem Buch handelt es sich um den dritten und leider letzten Band der „Secrets oft he cross“-Trilogie: Hauptperson ist diesmal Eric Hoffmann, der Sohn von Gabriella und David, denn die Geschichte spielt im Jahr 1994 in Frankreich. Eric führt eine heimliche Beziehung mit Rislene Namani, die vor kurzen vom Islam zum Christentum konvertiert ist. Sie lebt mit der ständigen Angst, ihr Vater könnte ihren neuen Glauben aufdecken und ihre Liebesbeziehung verbieten. Und tatsächlich muss Eric miterleben, wie Rislene von ihrem Vater nach Algerien entführt wird, dem Land, wo große Unruhen herrschen… Insgesamt ein echt toll zu lesendes Buch, das mich sehr gefesselt hat. Wie wir es von Elizabeth Musser kennen, ist das Buch sehr einfühlsam geschrieben , die Charaktere sind gut überlegt und durch ihre vielen Gedanken erkennt man den Tiefgang des Buches. Neben Rislenes und Erics Geschichte erfahren wir auch, wie es mit Ophélie weitergeht, die inzwischen als Lehrerin arbeitet und sich ehrenamtlich für obdachlose Menschen engagiert. Besonders sie ist mir in diesem Buch zur Freundin geworden. Aber es gibt noch viele weitere Charaktere. Der Plot der Geschichte spielt zwischenzeitlich nicht nur in Frankreich, sondern auch in Algerien. Beim Lesen erfährt der Leser einiges über den politischen und historischen Hintergrund, besonders über den Religionskonflikt. Die Algerier, die, wie Rislene, in Frankreich leben, werden weiter stark vom Islam beeinflusst. Rislene, die immer Wege findet, ihrem Glauben treu zu bleiben, ist mir ein großes Vorbild geworden. Selbst als ihr alles genommen wird, weiß sie, dass man ihr niemals verbieten kann, im Stillen zu Gott zu beten, statt zu Allah. Trotzdem macht die Geschichte natürlich auch betroffen. Da es sich um den letzten Band der Trilogie handelt, ist es sicher sehr hilfreich, die anderen beiden Bände erst zu lesen. Doch da noch einmal zwei neue Hauptpersonen auftauchen, würde man das Buch auch ohne Vorkenntnisse verstehen. Insgesamt ein toller, letzter Band einer Trilogie, auf den man auf keinen Fall verzichten sollte und der mir wegen der starken Charaktere noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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  • Leserunde zu "Ein anderes Leben" von Elizabeth Musser

    Ein anderes Leben
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Francke-Verlag stellt vier Exemplare des Buches "Ein anderes Leben" von Elisabeth Musser zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Frankreich und Algerien, 1994. Die junge Studentin Rislène, Tochter algerischer Einwanderer, hat sich in den franko-amerikanischen Christen Eric Hoffmann verliebt. Doch ihre muslimischen Eltern sind alles andere als begeistert von ihrem neu gefundenen christlichen Glauben und ihrer Beziehung zu Eric. Als Rislène von ihrer Familie in das vom Bürgerkrieg zerrissene Algerien verschleppt wird, veranlasst Erics Familie eine gefährliche Rettungsmission. Dabei erhalten die Hoffmanns Hilfe von algerischen Christen, die im Untergrund leben, aber auch von gänzlich unerwarteter Seite ... Vormals erschienen unter dem Titel »Der Preis der Treue«." Bitte bewerbt euch bis zum 26. April hier im Thread und beantwortet die Frage, ob ihr schon das Buch "Das Hugenottenkreuz" oder "Operation Hugo" von Elisabeth Musser kennt. Hier ist der Link zur Leseprobe. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.francke-verlag. für 14,95 € (Buchpreis)  bestellen. Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 74
  • Glaubensfragen

    Ein anderes Leben
    Postbote

    Postbote

    26. June 2016 um 20:36

    Schön das ich den dritten Teil von der Serie lesen durfte. Ich wurde nicht enttäuscht.30 Jahre später, treffe ich viele bekannte Protagonisten im Roman aus den Vorgängern wieder. Besonderst Ophelie, jetzt als selbstbewusste, gläubige Frau, noch nicht verheiratet. Auch kann man sich die Geschwister erlesen. Besonderst Eric, der christliche, Rothaarige Bruder von Ophelie. Eric ist schwer verliebt in die junge Studentin Rislene. Rislene hat muslimische Eltern und eine nicht freundschaftliche gesinnte Schwester. Rislene lebt mittlerweile den christlichen Glauben, allerdings nur heimlich. Sie will Eric heiraten. Ihre Eltern, besonderst ihr Vater und ihre Schwester ist das ganze Getue ein Dorn im Auge. Sie lassen Rislene heimlich beobachten.  Zu guter letzt wird sie gar nach Algerien verschleppt um eine muslimische Zwangsehe einzugehen.Trotz allem, sie glaubt weiter an Gott und betet. Wird ihr das helfen ?Wer kann sie retten?Eric, Gabby, David und ganz überraschende Helfer wollen Rislene befreien. Eine unglaubliche Rettungsaktion soll gestartet werden. Doch die Eltern von Eric machen sich Sorgen um ihren Sohn. Kann er wirklich nach Algerein reisen um sich dieser Gewalt und unbekanntes Terian zumuten? Eins ist klar, diese Rettungsaktion wird zum Mittelpunkt dieses Romanes. Gott schickt zu dem dazu, einen verlorenen Sohn, der wie er selbst behauptet, nichts zu verlieren hat.Im Roman spielt das verliebt sein ein Rolle, das werben um geliebt zu werden und das trauern einer verlorenen Liebe. Der Roman Trumpft für mich mit seinen Realistischen und Lebensnahen und Lebensechten Szenen auf. Eine tragende Rolle spielt zu dem das Obdachlosenmilleu in Montpellier. Der christliche Glaube und das beten werden immer wieder in Szene gesetzt. Auch wenn Gottes Weg unergründlich zu sein scheint. Turbulente, spannende Momente prägen das Lesevergnügen, Gewalt bleibt nicht aus.Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kann den problematischen Szenen sehr gut folgen.Für mich ein super, lesenswerter dritter Teil.Volle 5 Punkte von mir.Der erste Teil heisst das Hugenottenkreuz, der zweite Teil OP Hugo. Beide Bücher habe ich auch gelesen. Rezi auf Amazon,LB und scm shop, Bücher.de unter Postbote zu erlesen. 

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  • L‘essentiel est invisible pour les yeux!

    Ein anderes Leben
    LEXI

    LEXI

    19. June 2016 um 11:25

    „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Ophélie Duchemin und Samuel Cebrian verband in ihrer Kindheit und Jugend nicht nur gemeinsame Interessen wie beispielsweise die Liebe zur Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry. Ophélie mit ihrem scharfen Verstand und ihrer Art, alles zu hinterfragen, forderte ihren besten Freund und Seelenverwandten Samuel zudem auch auf intellektueller Ebene, häufig sogar in Diskussionen über ihren gemeinsamen Glauben an Gott. Als Samuel ihr eines Tages seine zukünftige Ehefrau Annie vorstellte und nach der Hochzeit mit ihr ein Leben auf der Überholspur führte, zog Ophélie sich mit gebrochenem Herzen zurück. Ihre Freundschaft zu Samuel war irgendwann zu tiefer Liebe geworden, die sie ihm jedoch aufgrund der neuen Situation nicht mehr zu gestehen wagte. Nach einem folgenschweren Autounfall verschwand Samuel plötzlich ohne ein Lebenszeichen. Drei Jahre später taucht ein gebildeter, zurückhaltender Obdachloser mit einer verkrüppelten Hand auf, der sich als selbst ernannter Leibwächter anderer unterkunftsloser Menschen betrachtet. Er rettet sie aus der Kälte und versucht alles, deren Leben erträglicher zu machen…Die Hauptpersonen dieses Buches sind definitiv Gabriella und David Duchemins Tochter Ophélie und deren ehemaliger Jugendfreund Samuel Cebrian. Elizabeth Musser hat jedoch die meisten Figuren ihrer Vorgängerbücher ebenfalls in die Handlung eingebracht und ich durfte mich über ein Wiedersehen mit vertraut gewordenen Personen freuen. Die Autorin hat eine wundervolle Begabung, Geschichte lebendig zu machen und ihre handelnden Personen so realistisch zu beschreiben, dass man sie nach dem Zuschlagen der letzten Buchseite tatsächlich zu vermissen meint. In einem zweiten Handlungsstrang wird die hoch spannende und abenteuerliche Liebesgeschichte zwischen einem Franko-Amerikaner und einer Muslimin, die zum Christentum konvertierte, erzählt. Eric Hoffmann, der dreiundzwanzigjährige Bruder Ophélies, lernt während seines Studiums die neunzehnjährige Rislène Namani kennen. Die Tochter algerischer Einwanderer begeht in den Augen ihres Vaters eine Todsünde, als sie zum christlichen Glauben konvertiert – sie wird verprügelt, nach Algerien verschleppt und in allergrößter Eile eine Zwangsheirat mit einem Muslimen arrangiert. Eric und Rislène sind verzweifelt, eine Flucht aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Algerien scheint unmöglich. Ob die christliche Gemeinde der Hoffmans mit ihren vielen Kontakten nach Algerien Rislène retten kann? Einmal mehr hat Elizabeth Musser mich mit einem ihrer Romane voll und ganz in ihren Bann gezogen. Die in tief berührendem Schreibstil verfassten beiden Handlungsstränge, die sie geschickt miteinander zu verflechten verstand, bilden den Kern ihres Buches. Liebenswerte und exzellent gezeichnete Protagonisten und sehr viele, sympathische Nebenfiguren machen die Lektüre zu einem Lese-Erlebnis. Es werden gewichtige Themen behandelt. Die Autorin berichtet von den fürchterlichen Zuständen im vom Krieg gebeutelten Algerien, den fanatischen Auswüchsen des Islam, aber auch von der tristen Situation der Obdachlosen in Frankreich. Zudem führt dieses Buch die blutige Christenverfolgung in muslimischen Ländern drastisch vor Augen, wo der Besitz einer Bibel oder das Bekenntnis zum Christentum ein Todesurteil für die gesamte Familie bedeutet. Die Autorin hat diese äußerst sensiblen Themen ausgezeichnet und sehr einfühlsam behandelt und daraus einen Roman gemacht, der nicht nur unterhält, sondern seine Leser vor allen Dingen auch nachdenklich zurück lässt. Man verspürt nach Lektüre dieses Buches große Dankbarkeit dafür, in einer freien westlichen Welt leben und seinen Glauben frei äußern und ausleben zu dürfen. Ich habe „Ein anderes Leben“ von Elizabeth Musser über alle Maßen genossen und freue mich auf sämtliche zukünftige Neuerscheinungen dieser bemerkenswerten Autorin!

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  • Auch Band 3 hat mich wieder tief bewegt und gefesselt

    Ein anderes Leben
    Smilla507

    Smilla507

    09. June 2016 um 22:10

    „Allah weint bestimmt über diese ganzen Massaker, über diese sinnlose Grausamkeit. Und falls er nicht weint – ergötzt er sich dann daran? Aber was für ein Gott ist er dann?“ (S. 307) Fast 30 Jahre liegen zwischen Band 2 und diesem 3. Teil und ich war anfangs skeptisch, ob ich mich gut wieder in die Handlung reinfinden würde – aber alle Sorgen waren unbegründet. Die Handlung geht nun 1994 weiter. Die liebgewonnene Gabby und ihr Mann David sind (natürlich) älter geworden und haben diesmal Nebenrollen. Doch ihr Werk wird weitergeführt. Im Fokus stehen Ophélie, Davids älteste Tochter (inzwischen Ende 30 und Lehrerin) und Rislène, eine junge Frau mit algerischen Wurzeln, die sich frisch zum christlichen Glauben bekehrt und in Eric (Gabbys und Davids Sohn) verliebt hat. Als Rislènes Vater davon erfährt bringt er sie ins kriegsgebeutelte Algerien, wo sie einen Muslim heiraten soll. Eric setzt natürlich alles daran sie zu retten. Gut, dass Gabby und David noch Kontakte nach Algerien haben. Dort unterstützen sie einige Christen, die ihren Glauben in Untergrundkirchen leben. Sehr spannend ist es auch bei Ophélie, die Kontakt zu SDF’s (Obdachlosen) bekommt. Ganz unerwartet trifft sie bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit beim Roten Kreuz Ceb, einen Jugendfreund. Mit diesem dritten und letzten Teil habe ich wieder einmal neues Terrain beschritten: Das Leben der Obdachlosen, aber auch der Glaube des Islam werden beleuchtet. Besonders spannend und erschreckend aktuell waren die Szenerien in Algerien, die mich stark an die aktuelle Situation mit dem IS erinnert. Interessant und wahrscheinlich immer noch aktuell wird außerdem das Leben der Christen in Untergrundkirchen beschrieben. Ich muss sagen, dass alle Romane von Elizabeth Musser, die ich bisher gelesen habe, sich nicht „einfach so weggelesen“ haben. Dazu haben ihre Bücher viel zu viel Tiefgang. Sie hinterlassen Spuren in den Leben des Lesers und erzählen von einem aktiven Glauben. In diesem Roman verhilft Gott einigen Menschen zu einem anderen bzw. neuen Leben. Dies mit zu verfolgen hat mich sehr berührt und mitgerissen. Besonders zum Ende hin konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Vorgängerbände „Das Hugenottenkreuz“ und „Operation Hugo“ sollte man gelesen haben, bevor man sich diesem Band widmet. Fazit: Wer gerne gehaltvolle Romane liest, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten!

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  • Faszinierender Abschlussteil dieser Reihe

    Ein anderes Leben
    Wildpony

    Wildpony

    01. June 2016 um 11:31

    Ein anderes Leben  -  Elizabeth Musser Kurzbeschreibung Amazon: Frankreich und Algerien, 1994. Die junge Studentin Rislène, Tochter algerischer Einwanderer, hat sich in den franko-amerikanischen Christen Eric Hoffmann verliebt. Doch ihre muslimischen Eltern sind alles andere als begeistert von ihrem neu gefundenen christlichen Glauben und ihrer Beziehung zu Eric. Als Rislène von ihrer Familie in das vom Bürgerkrieg zerrissene Algerien verschleppt wird, veranlasst Erics Familie eine gefährliche Rettungsmission. Dabei erhalten die Hoffmanns Hilfe von algerischen Christen, die im Untergrund leben, aber auch von gänzlich unerwarteter Seite ... Mein Leseeindruck: Oh wie hatte ich mich auf diesen dritten Teil dieser fantastischen Reihe gefreut. Da ich bereits die beiden Vorgängerbände: Das Hugenottenkreuz und Operation Hugo gelesen hatte war ich total neugierig auf diesen dritten Teil, der jetzt nochmal wie die Vorgängerbände neu verlegt wurde und früher unter dem Titel 'Der Preis der Treue' erschienen war. Wie bereits die Vorgängerbände geht es auch hier wieder um den christlichen Glauben, aber auch um den Algerienkrieg, radikaler Islamismus, Vertrauen und Verrat, Zwangsheirat aber auch selbstloser Hilfe, Gefühl und Vertrauen in Gott. Mich konnte dieser Abschlussteil, welcher über 30 Jahre nach Teil 2 handelt, wieder sehr überzeugen und ich war gefühlsmäßig wieder sehr gefangen. Man kann diesen Teil zwar auch unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, ich empfehle aber jedem Interessierten alle drei Bände der Reihe nach zu lesen um den Zusammenhang und vor allem das Feingefühl für die Protagonisten zu bekommen. Der Glaube spielt in allen drei Bänden eine große Rolle. Die nun erwachsenen Protagonisten, die man teils aus den Vorgängerbänden kennt, sind wieder sehr unterschiedlich und es gibt wieder Personen, die man wirklich ins Herz geschlossen hat, jedoch auch Handelnde, die man nicht wirklich verstehen kann. Alles in allem für mich ein würdiger Abschluss der Serie, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Die Aufmachung der Neuauflage ist auch vom Cover und Ausstattung sehr schön gemacht und jedes Buch ist ein Hingucker für sich. Fazit: Ich war wieder sehr begeistert und habe mit viel Gefühl auch Teil 3 gelesen. Wieder habe ich Einblick in das Leben in Algerien bekommen und die Konflikte, die auch in Frankreich bestanden. Für mich ist so ein Buch mit christlichen Werten nicht nur eine Glaubensbestätigung, sondern auch der beste Geschichtsunterricht der Welt. Ich lerne hier aus jedem Buch. 5 Sterne für einen richtig guten Abschlussband!  

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  • Verlorene Söhne

    Ein anderes Leben
    mabuerele

    mabuerele

    "...Verloren und gefunden. Warten und Erneuerung. Der Stoff des Lebens wurde immer wieder aufgetrennt und neu zusammengeflickt. ... Das Gebet war der Faden, mit dem Gott Menschenleben wieder zusammennähte..." Wir schreiben das Jahr 1994. In Montpellier trifft sich die Studentin Rislène heimlich mit Eric Hoffmann. Rislène ist Algerierin und vor kurzem zum Christentum konvertiert. Nazira, Rislènes jüngere Schwester, hat währenddessen unter der Matratze die Bibel gefunden und den Vater informiert. Ceb lebt in Montpellier auf der Straße. Er ist Mitte 30 und hat eine verkrüppelte rechte Hand. Als ein Kind sich an einem Bonbon verschluckt, führt er mit der linken Hand einen Luftröhrenschnitt aus. In Algerien nehmen Abdul und seine Frau Madira heimlich an christlichen Gottesdiensten teil. Ihr Sohn El Amid aber hat die Familie verlassen und sich den radikalen Islamisten angeschlossen. Das Buch ist der letzte Teil einer Trilogie. Seit dem zweiten Teil sind 32 Jahre vergangen. Aus Kindern wurden Erwachsene. Eric ist der Sohn von David und Gabriella. Ophélie, Davids älteste Tochter, arbeitet als Lehrerin und schreibt Theaterstücke. Sie ist noch ledig. Die Autorin erzählt eine berührende Geschichte, die heute so aktuell ist wie 1994. Handlungsorte sind Frankreich und Algerien. In Frankreich bangt Eric um seine Freundin, die die Familie nach Algerien zur Großmutter begleiten musste und nicht zurückgekehrt ist. In Algerien herrscht Bürgerkrieg. Die islamische Heilsfront kämpft gegen die Regierung. Christliche Gemeinden müssen sich vor beiden Seiten in Acht nehmen. Doch auch in Frankreich gibt es Probleme. Familien, die bisher die liberale Form des Islams praktiziert haben, beginnen sich zu radikalisieren. Rislènes Familie gehört dazu. Allerdings geht der Riss mitten durch die Familien. Während Nazira ihren Vater unterstützt, beugt sich die Mutter nur unter Druck dem Wunsche des Vaters. Wie meine einführenden Sätze schon zeigen, gibt es ein weiteres Thema, das die Geschichte durchzieht. Die Obdachlosigkeit in Montpellier nimmt zu. Die Autorin zeigt, wie unterschiedlich die Menschen mit dieser Situation umgehen. Ceb hilft den anderen. Manche haben sich aufgegeben. Die Autorin beschreibt die Obdachlosen als Menschen mit Wünschen und Sehnsüchten, die aber Hilfsangebote oft ablehnen. Der Schriftstil des Buches lässt sich angenehm lesen. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Stille Gebete werden kursiv abgedruckt. Vor allem Ophélies Gebete sind berührend und gehen in die Tiefe. Das Zusammentreffen von Ceb und Ophélie reißt alte Wunden auf. Ihre Gespräche gehören zu den sprachliche Höhepunkten des Buches. Selbstvorwürfe und innere Verletzungen brauchen Zeit, um zu heilen. Das führt zu Spannungen. In Algerien wird insbesondere die Zerrissenheit von El Amid gut herausgearbeitet. Eigentlich möchte der junge Mann mit seiner Familie in Ruhe zusammenleben, doch die Zeitverhältnisse führen ihn in Krieg und Zerstörung. Neben vielen ruhigen Szenen sorgen insbesondere die Ereignisse in Algerien für Spannung. Wird es gelingen, eine Zwangsheirat für Rislène zu verhindern? Ab und an gibt es Rückblenden in vergangene Ereignisse, die die Gegenwart maßgeblich bestimmen. Das gilt insbesondere für das Leben von Ophèlie und Ceb. Das Cover mit der Stadt am Berg im Licht der aufgehenden Sonne sehr schön aus. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Obiges Zitat fasst die Geschichte treffend zusammen. Es geht um die Kraft des Glaubens in schwieriger Zeit, um Neuanfang und Selbstvergebung.

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    • 5
    clary999

    clary999

    30. May 2016 um 20:25
  • zwischen Algerien und Frankreich

    Ein anderes Leben
    gusaca

    gusaca

    25. May 2016 um 22:19

    Dies ist der dritte Teil nach dem Hugenottenkreuz und der Operation Hugo, der den LEser 30 JAhre später wieder nach Frankreich und Algerien entführt. Die zum Christentum bekehrte Muslima Rislene hat sich in den Christen Eric verliebt. Ihre Eltern bringen sie nach Algerien und wollen sie zwangsverheiraten. Erics Schwester Ophelie findet Hilfe beim Obdachlosen Ceb, den sie von früher her kennt. Können sie Rislene retten und haben ihre GEfühle füreinander eine Chance? Dieser Roman veranschaulicht dem LEser sehr deutlich die kriegsähnlichen Zustände, die in Algerien herrschen. Aber auch die in Frankreich zunehmenden Arbeitslosenzahlen und die schlimmen Lebensumstände, der dortigen Obdachlosen werden , deutlich dargelegt. Die Charaktere und ihre LEbensumstände werden deutlich herausgearbeitet. Der KOnflikt zwischen zum Christentum bekehrten Moslems und ihrer Familie ist ein zentrales Thema. Voruteile , alte Traditionen und fanatischer Glaubenseifer verhindern dabei eine Annäherung. Man kann diesen 3. Teil auch ohne die beiden Vorgänger lesen. Es ist aber interessant die Geschichte der Familien fortzuführen und alte BEkannte wiederzuentdecken. Die gespannte politische Situation in Algerien spielt auch heute noch eine große Rolle. Dieses Buch sensibilisiert den LEser für die herschenden Konflikte und Probleme. Die Handlung ist spannend aufgebaut und auch die GEfühle kommen dabei nicht zu kurz. Glaubenszweifel, bittende Gebete und Glaubenskonflikte stehen im Mittelpunkt des Romans und werden interessant aufgearbeitet. Das Buch hat mich gut unterhalten, mir neue Aspekte vor Augen geführt und auch zum Nachdenken gebracht.

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