Elizabeth Strout Das Leben natürlich

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Inhaltsangabe zu „Das Leben natürlich“ von Elizabeth Strout

Das Leben könnte so EINFACH sein – der MENSCH ist es nicht Nur raus aus Maine! Jim und Bob Burgess sind ihrer Heimat früh entflohen, das Trauma um den Tod ihres Vaters zurücklassend. Nur die Schwester Susan ist geblieben. Die beiden Brüder arbeiten inzwischen als Anwälte in New York City, aber das ist auch schon alles an Gemeinsamkeit: Als sich ein dummer Streich von Susans 19-jährigem Sohn zu einem handfesten politischen Skandal entwickelt, ruft sie ihre Brüder zu sich nach Hause. Plötzlich sitzen die so unterschiedlichen Geschwister wieder beisammen, versuchen das Problem, zu lösen und merken allmählich, dass es hier um viel mehr geht. (8 CDs, Laufzeit: 9h)

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  • Die Burgess boys

    Das Leben natürlich
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    23. November 2013 um 18:11

    Die Burgess Boys - so lautet der Orginaltitel dieses großartigen Buchs. Eigentlich gibt es da ja auch noch eine Schwester, aber Susan stand schon von Kind an ein wenig im Schatten ihrer beiden Brüder. Da ist der ältere Jim, schon immer eine strahlende Gestalt, der als Anwalt eine enorme Karriere macht und so zu Berühmtheit, Ansehen, Geld und Ehefrau aus besserem Hause, auch sie mit einem beträchtlichen Vermögen gesegnet, kommt. Und der Zwillingsbruder Bob, gutherzig, beliebt, aber traumatisiert dadurch, dass als Kleinkind beim Spiel die Handbremse des Autos löste und dieses dann den Vater tödlich überrollte. Susan hat ihm das nie verziehen, ihr Verhältnis blieb jahrelang gespannt. Nun sind die Geschwister in ihren Fünfzigern, die Kinder aus dem Haus, der kinderlose Bob geschieden, Susan alleinerziehende Mutter des 19jährigen Zac. Dieser wirft eines Tages einen Schweinekopf in eine Moschee und tritt mit dieser gedankenlosen Tat - im gesamten Buch wird nicht wirklich klar, warum er das getan hat - eine ungeahnte Lawine los. Die recht große somalische Gemeinde des kleinen Ortes in Maine ist erschüttert, viele Mitglieder durch Erlebnisse in ihrem Land, vor denen sie geflohen sind, traumatisiert, Menschenrechtsorganisationen sind empört, Politiker nutzen das Ereignis, um sich zu profilieren. Aber auch in der Familie Burgess geraten Dinge ins Rutschen, entfernen sich einige Mitglieder voneinander, andere kommen sich näher, alte Geheimnisse werden wieder aufgewühlt. Dieser Roman berührt tief. Mit einer beispiellosen Klarheit werden Dinge wie alltäglicher Rassismus und die Schwierigkeit verschiedener Kulturen, zusammen zu leben, sich zu verstehen oder auch nur zu respektieren, angesprochen,ohne sich um falsche "political correctness" zu kümmern. Die Figuren sind unglaublich vielschichtig. In einem Moment liebt man sie, im nächsten sind sie fürchterlich nervig oder unsympathisch. Aber durch alle Höhen und Tiefen halten sie am Ende doch immer zueinander. Als der ältere Jim am Ende völlig verzweifelt, von seiner Frau und seinen Kindern verlassen zu seinem Bruder sagt; "Ich habe keine Familie mehr.", antwortet dieser: "Doch, Du hast eine Familie. Deine Kinder sind wütend auf Dich, Deine Frau hasst Dich, Deine Geschwister machen Dich wahnsinnig und Dein Neffe ist ein Trottel. Das nennt man Familie." Dieses Buch ist humorvoll, tieftraurig, hoffnungsvoll, ehrlich. Es handelt von Heimat, gescheiterten Ehen und Lebensentwürfen, vom Big Business  und dem kleinen Leben in der Provinz. Es handelt von der Lebensform, der wir trotz allen gegenteiligen Behauptungen am wenigsten entkommen können,und wie sie trotz aller Höhen und Tiefen funktionieren könnte. Es handelt von der Familie. Und vom Leben - natürlich. Für mich eines der schönsten, wenn nicht überhaupt das schönste Buch des Jahres 2013! Von Katja Riemann mit ihrer spröden Stimme wunderbar gelesen. Sie kann sowohl den schnoddrigen und rauen Umgangston, als auch die traurigen, empathischen Passagen perfekt interpretieren. Auch dafür volle Punktzahl!

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