Elizabeth Strout Das Leben, natürlich

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Inhaltsangabe zu „Das Leben, natürlich“ von Elizabeth Strout

Der New-York-Times- Bestseller erstmals im Taschenbuch!In einer Kleinstadt in Maine zu leben, mag romantisch klingen, aber die Wirklichkeit sieht meist anders aus. Die Brüder Jim und Bob Burgess sind deswegen so bald wie möglich nach New York gezogen. Als ihre Schwester Susan, die zu Hause geblieben ist, sie um Hilfe bittet, weil ihr 19-jähriger Sohn sich in ernste Schwierigkeiten gebracht hat, kehren ihre Brüder widerstrebend in die Heimatstadt zurück. Mit ungeahnter Macht holt sie dort jedoch die Vergangenheit wieder ein … Eine aufwühlende Familiengeschichte, vollkommen unsentimental und dabei tief berührend – eine echte Strout eben.

Verworrene Story, unsympathische Charaktere.

— Apfelgruen
Apfelgruen

Wer etwas über das Leben lernen möchte, sollte Strout lesen!

— Newspaperjunkie
Newspaperjunkie

So ein schönes, unaufgeregtes, tolles Buch!!

— literat
literat

Ich hatte mir vom Klappentext her mehr erwartet... schade.

— Mondelfchen
Mondelfchen

Amerikanischer Alltag - mal tragisch, mal trivial - das Leben halt.

— Corsicana
Corsicana

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  • Wenn ein Ereignis alles verändert

    Das Leben, natürlich
    SteffiWausL

    SteffiWausL

    17. June 2017 um 20:24

    die burgess geschwister könnten unterschiedlicher nicht sein: jim ist der älteste, der es als anwalt weit gebracht hat und mit seiner frau helen in new york ein luxuriöses leben führt. bob ist ebenfalls jurist, jedoch beiweitem nicht so erfolgreich wie sein bruder jim. auch privat hat er weniger glück, und lebt seit der scheidung von seiner frau pam allein in new york. susan ist die einzige der geschwister, die noch in ihrem heimatort shirley falls in maine zusammen mit ihrem sohn zach lebt. auch sie ist geschieden, und schafft es gerade so über die runden zu kommen. bob und jim haben shirley falls und susan bisher gemieden, doch als ihr neffe zach einen schweinekopf in eine moschee wirft und angezeigt wird, gehen beide brüder dorthin zurück, um susan und zach zu unterstützen. dieses ereignis und die tatsache, dass die geschwister wieder miteinander zu tun haben, hat weitreichende folgen für alle beteiligten und verändert ihr leben grundlegend. mehr möchte ich an dieser stelle nicht verraten... in diesem buch geht es um die unsichtbaren kräfte, die eine familie zusammenhält, um schein und sein, um echte und geheuchelte anteilnahme, um schuld und die erinnerung, die diese schuld retrospektiv immer größer erscheinen lässt, wenn sie unterdrückt wird... es geht um das leben mit all seinen facetten. ich kann dieses buch sehr empfehlen, wenn man gerne romane liest, die von vertrackten familienbanden handeln. auch wer einen tieferen einblick in die amerikanische gesellschaft bekommen möchte, wird diese geschichte mögen. nicht empfehlen würde ich das buch denjenigen, die eine geschichte mit einem hohen spannungsbogen und einem klaren ende lesen möchten. nicht dass das ende irgendwie unklar wäre, aber es ist einiges offen gelassen worden. insgesamt hat es mir gut gefallen, auch wenn es kein lesehighlight war

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  • Elizabeth Strout ist eine große Erzählerin unserer Zeit

    Das Leben, natürlich
    LeseMama82

    LeseMama82

    21. August 2016 um 11:01

    Die Burgess-Geschwister kommen aus der kleinen Stadt Shirley Falls in Maine. Sie sind gemeinsam in armen Verhältnissen aufgewachsen und doch hätte ihr weiterer Lebensweg nicht unterschiedlicher ausfallen können. Jim, der Älteste, hat erfolgreich Jura studiert und ist ein bekannter Strafverteidiger. Bob, immer auf die Anerkennung des älteren Bruders aus, ist auch Jurist. Beide sind sie nach dem Tod ihrer Mutter schnellst möglich von Maine nach New York gezogen. Bobs Zwillingsschwester Susan lebt als einzige weiterhin in Maine, ist geschieden und ihr einziger Sohn Zach ist ein Einzelgänger, der sich aktuell in große Schwierigkeiten gebracht hat. Er soll einen Schweinekopf in eine Moschee geworfen haben, und das ausgerechnet während des Ramadan. Diese Aktion ruft die verschiedensten Gruppierungen auf den Plan und die Lage droht zu eskalieren, was zweifellos auch Bob und Jim betreffen dürfte. Diese Situation schweißt die Geschwister, die sonst kaum länger miteinander auskommen, auf neue Art zusammen. In kleineren Einzelepisoden aus Sicht der Hauptcharaktere lernen wir die Burgess’, ihre Vergangenheit, Wünsche und Träume kennen und gleichzeitig ist es faszinierend zu verfolgen wie sie durch die Geschehnisse im Buch sich wandeln, wachsen oder auch abstürzen. Eingefangen hat mich der klare Schreibstil, der ohne große Ausschmückungen eine großartige Geschichte erzählt. Eine Geschichte über Familie, Ansehen, Religion, aber auch Rassismus, Neid und Missgunst. Lassen auch Sie sich von dieser herausragenden Erzählerin in ihren Bann schlagen.

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  • Nichts Neues im Osten

    Das Leben, natürlich
    Newspaperjunkie

    Newspaperjunkie

    07. August 2016 um 22:42

    Der Inhalt dieses Buches ist schwer zusammenzufassen, denn im Grunde passiert nichts, nur das Leben natürlich.Doch genau diese detaillierte Erzählung des ganz normalen amerikanischen Familienalltags macht diesen Roman zu einem kleinen Schatz. Die Protagonisten sind so feingliedrig charakterisiert, ihre Geschichten son intensiv erzählt, dass der Leser meinen könnte, die Burgess.Geschwister aus Shirley Falls persönlich zu kennen. Lesebefehl!

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  • Unsentimental, psychologisch fein ausgearbeitete Figuren, toll!!!

    Das Leben, natürlich
    literat

    literat

    24. February 2016 um 09:29

    Ich mag das Buch!! Es geht in dem Buch um die Geschwister Burgess, das sind die Zwillinge Bob und Susan und deren großer Bruder Jim. Aufgewachsen in einem Kaff in Maine, haben Jim und Bob schnell die Flucht ergriffen und sind beide als Juristen (Jim als erfolgreicher, angesehener Wirtschaftsjurist und Bob am Berufungsgericht) nach New York abgehauen. Als Susan aber völlig panisch beide anruft und um Hilfe bittet, weil ihr phlegmatischer Sohn Zach ne totale Dummheit begeht und mit dem Gesetz in Konflikt gerät, sind sie beide zur Stelle. In Maine werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und Jim gesteht endlich seinem Bruder, daß er für den Tod des Vaters verantwortlich war als 8-Jähriger und nicht Bos, der damals 4 Jahre alt war. Wie die Geschwister damit aber umgehen, find ich persönlich super. Ziemlich vernünftig eigentlich, sehr unaufgeregt, Bob entwickelt noch Verständnis für seinen Bruder und holt ihn aus dem Sumpf wieder raus in den dieser sich manövriert hat. Wie gesagt, ich habe das Buch sehr gemocht. Ich finde die Schauplätze absolut gelungen, passend, ich finde die Figuren sehr genau gezeichnet, sehr nachvollziehbar. Sind mir sehr sympathisch. Susan, vom Leben enttäuscht und verbittert, die in einer fast schon symbiotischen Beziehung zu ihrem Sohn lebt, fängt mit 50 Jahren nochmal an ihr Leben in die Hand zu nehmen; Bob kommt endlich aus der Abhängigkeit zu seinem Bruder raus und emanzipiert sich; Jim übernimmt endlich Verantwortung für seine Tat und hört auf sich selbst dafür zu bestrafen bzw. er versucht sich zu ändern. Und ich fand auch die Geschichte der Somalier sehr gut erzählt. Nicht reißerisch, ihr wurde nicht zu viel Raum gegeben; trotzdem kann man als Leser sich in ihre Situation, Ihr ZErrissensein, ihre Not in einer neuen Welt, die ja eigentlich so viel besser ist, sehr gut reinversetzen. Und Abdelkarim wird sehr sympathisch. Gerade mit dem Flüchtlingsdrama, daß sich derzeit in Europa abspielt, ist das doch sehr aktuell.

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  • Psychologisch fein ausgearbeitete Figuren, schönes Buch!!

    Das Leben, natürlich
    literat

    literat

    24. February 2016 um 09:04

    Ich mag das Buch!! Es geht in dem Buch um die Geschwister Burgess, das sind die Zwillinge Bob und Susan und deren großer Bruder Jim. Aufgewachsen in einem Kaff in Maine,

  • Das Leben natürlich

    Das Leben, natürlich
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 13:55

    Ich bin enttäuscht. So viel hatte ich mir von Elizabeth Strouts neuem Roman erhofft, so viel Tiefgang und Emotionalität - eben genau das, was mich schon an Mit Blick aufs Meer [Link] fasziniert hatte. Ein Kaleidoskop an Geschichten und Gefühlen. Aber nichts davon habe ich vorgefunden. Stattdessen wurde ich in einen Strudel aus Banalität und Langweile gezogen. Doch zurück zum Anfang. Susans Kleinstadtidylle in Maine bekommt einen jähen Riss, als ihr 19jähriger Sohn Zack einen tiefgefrorenen Schweinekopf in die Moschee wirft - und das ausgerechnet zu Ramadan. Warum tut der Junge das? Ist es nur Langweile oder doch tiefgründiger Hass auf die somalischen Flüchtlinge, die in der kleinen Stadt Shirley Falls versuchen, eine neue Heimat zu finden? Susan weiß sich keinen anderen Rat, als ihre Brüder Bob und Jim zu bitten, aus New York zu ihr zu kommen und ihr beizustehen. Doch damit löst sie eine Lawine aus, die niemand mehr stoppen kann und die lange und gut gehütete Familiengeheimnisse ans Licht bringen. Eigentlich sollte ein Schweinekopf in einer Moschee genügend Brisanz bieten - vor allem vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen - um diesen Roman lesenswert zu machen. Zugegeben, Elizabeth Strout hatte sicherlich keine Ahnung, wie sehr sie damit den Zeitgeist treffen würde, als sie Das Leben, natürlich schrieb; und es ist auch nicht dieses Ereignis, das den Roman in die Belanglosigkeit abdriften lässt. Weiterlesen

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  • Von der Schwäche des Menschen

    Das Leben, natürlich
    Babscha

    Babscha

    Shirley Falls ist ein kleines Kaff oben in Maine. Unbedeutend und provinziell. Dort sind die Geschwister Burgess geboren und aufgewachsen. Susan Burgess hat den Absprung nie geschafft und lebt nach ihrer gescheiterten Ehe immer noch dort zusammen mit ihrem neunzehnjährigen Sohn Zach. Eine Zweckgemeinschaft. Susan eine verbitterte, vom Leben enttäuschte Frau um die fünfzig, ihr Sohn ein introvertierter schweigsamer Bursche, der ebenfalls nicht vom Fleck kommt. Ihre beiden Brüder Bob und Jim sind schon lange weg nach New York City. Bob, ihr Zwillingsbruder, ein gleichmütiger und schicksalsergebener Charakter, ist ebenfalls geschieden und schlägt sich mehr schlecht als recht alleine durch. Nur Jim, der etwas ältere Bruder, hat eine glänzende Karriere als Jurist gemacht, ist reich verheiratet und führt ein schillerndes Leben in der High Society. Als Susans Sohn eines Tages grundlos die Moschee der islamistischen Gemeinde in Shirley Falls entweiht und damit ins Visier der Strafverfolgungsbehörden gerät, sehen sich die Brüder gezwungen, sich nach langen Jahren wieder in ihre ungeliebte Heimatstadt zu begeben. Die eigentliche Story des Buches ist nicht die eher nebensächliche Rahmenhandlung um die Verfehlung des jungen Zach, sondern die absolut überzeugend erzählte Geschichte der Burgess-Geschwister, die seit frühester Jugend durch einen verhängnisvollen Unfall aneinander gekettet sind. Nach und nach formt sich durch viele Erzählungen und Rückblenden dem Leser das äußerst plastische unheilvolle Bild von drei ganz speziellen Personen, die sich aufgrund ihrer völligen Verschiedenartigkeit bei gleichzeitiger gemeinsamer Prägung durch zumeist unerfreuliche und enttäuschende Jugenderlebnisse mit einer unfähigen Mutter eigentlich nie wirklich etwas zu sagen hatten und die in einer Mischung aus Wut und Verbitterung ihrer familiären Verbundenheit schon immer ablehnend gegenüber standen. Und wie sich die Dinge auf diesem hochexplosiven Unterbau dann entwickeln, wie die ganzen lange Jahre verdrängten Gefühle und Erlebnisse wieder nach vorne gezerrt werden bis die ganze Chose endlich überkocht, wie der eine daran wächst und der andere daran zerbricht, und mit welcher Intensität die Autorin das alles transportiert und erzählt, das ist die große Leistung dieses packenden und überzeugenden Romans. Ein echter Pageturner, in dem die Kraft der leisen Worte der Gewalt und Brutalität der großen Gesten in nichts nachsteht. 

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    • 2
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    01. June 2014 um 16:59
  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 1017
  • Ein ganz großer Roman!

    Das Leben, natürlich
    Girl56

    Girl56

    „Das Leben natürlich“ war mein drittes Buch von Elizabeth Strout, und ich kann sagen, dass mich dieses Buch bisweilen regelrecht sprachlos gemacht hat ; so viel politisch unkorrekte, aber nachvollziehbare Bemerkungen habe ich lange nicht gelesen und gleichzeitig bin ich voller Respekt, mit welcher Leichtigkeit und trotzdem Tiefgang Elizabeth Strout sich so heiklen Themen wie Rassismus und religiöse Unterschiede annähert. Neben diesen genannten Themen ist aber auch das alte Thema „Familienkonstellationen und Familienabgründe“ das alles bestimmende, was den Roman „Das Leben natürlich“ auszeichnet. Zack, ein etwa achtzehnjähriger, grüblerischer Einzelgänger, wirft eines Abends einen Schweinekopf in die Moschee der somalischen Gemeinde seiner kleinen Heimatstadt Shirley Falls in Maine. Seine Mutter Susan ist mit dieser Geschichte völlig überfordert und ruft ihre Brüder Bob und Jim zur Hilfe. Beide sind Juristen und ganz besonders Jim hatte sich in der Vergangenheit als Strafverteidiger einen sehr guten Ruf erarbeitet. Beide Männer haben ihren Heimatstaat Maine lange verlassen und verspüren keine große Lust, länger als nötig in ihrer alten Heimat und bei der recht unleidlichen Schwester zu verweilen. Die unbedachte Aktion von Zac bringt jede Menge politische Aktionisten auf den Plan und die Tat dieses unpolitischen Einzelgängers wird zu einem überregionalen Politikum und für die Familie nicht so leicht zu beherrschen, wie es gerade Jim zu Beginn lautsprecherisch verkündet. Während der Tage in Maine und den Reisen zwischen Shirley Falls und New York, dem Wohnort der Brüder, tauchen die alten Familiengeschichten wieder auf, der frühe Unfalltod des Vaters, an dem der damals vierjährige Bob Schuld hatte, seine gescheiterte Ehe und seine Kinderlosigkeit, der gesellschaftliche Aufstieg von Jim, seine Starposition in einer Spitzenkanzlei in New York. Vieles wird aufgewühlt, was scheinbar lange vergessen war. Alte Wunden aus der Kindheit von Bob, Susan und Jim brechen wieder auf und vieles was war, muss plötzlich in einem anderen Licht gesehen werden. Neben den Sorgen der Burgess-Familie lernt man als Leser auch einige Mitglieder der örtlichen somalischen Gemeinde kennen und ihr alltägliches Leben mit der Furcht vor den Menschen in ihrem amerikanischen Exil und gleichzeitiger Angst um die Familienmitglieder die noch in Afrika ausharren. Ein Miteinander innerhalb der unterschiedlichen Menschen in Shirley Falls, einer bis dahin rein weißen Gemeinde, ist nur durch extremes Engagement der „Weißen“ möglich, was bei vielen Mitbürgern auf Unverständnis und Ablehnung trifft. Am Ende geht die Geschichte für Zac einigermaßen glimpflich aus, er lernt dazu und hat vielleicht auch die Chance aus der Rolle des ewigen Verlierers und Einzelgängers zu finden. Gleichzeitig wird das Leben von Jim, Bob und Susan nicht mehr so weitergehen wie zuvor, aus Lebensgewissheiten werden Lebensveränderungen und die Zukunft von allen Burgess-Familienmitgliedern muss neu gestaltet werden. Elizabeth Strout hat ein sehr beeindruckendes Portrait ihrer Heimat Maine bzw. USA kurz vor der Finanzkrise und mit den ersten Problemen der amerikanischen Politik in Nahost und am Horn von Afrika vorgelegt und gezeigt, wie schnell das private Leben ein politisches Leben werden kann.

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    • 3
  • Die Burgess Boys

    Das Leben, natürlich
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    23. November 2013 um 18:13

    Die Burgess Boys - so lautet der Orginaltitel dieses großartigen Buchs. Eigentlich gibt es da ja auch noch eine Schwester, aber Susan stand schon von Kind an ein wenig im Schatten ihrer beiden Brüder. Da ist der ältere Jim, schon immer eine strahlende Gestalt, der als Anwalt eine enorme Karriere macht und so zu Berühmtheit, Ansehen, Geld und Ehefrau aus besserem Hause, auch sie mit einem beträchtlichen Vermögen gesegnet, kommt. Und der Zwillingsbruder Bob, gutherzig, beliebt, aber traumatisiert dadurch, dass als Kleinkind beim Spiel die Handbremse des Autos löste und dieses dann den Vater tödlich überrollte. Susan hat ihm das nie verziehen, ihr Verhältnis blieb jahrelang gespannt. Nun sind die Geschwister in ihren Fünfzigern, die Kinder aus dem Haus, der kinderlose Bob geschieden, Susan alleinerziehende Mutter des 19jährigen Zac. Dieser wirft eines Tages einen Schweinekopf in eine Moschee und tritt mit dieser gedankenlosen Tat - im gesamten Buch wird nicht wirklich klar, warum er das getan hat - eine ungeahnte Lawine los. Die recht große somalische Gemeinde des kleinen Ortes in Maine ist erschüttert, viele Mitglieder durch Erlebnisse in ihrem Land, vor denen sie geflohen sind, traumatisiert, Menschenrechtsorganisationen sind empört, Politiker nutzen das Ereignis, um sich zu profilieren. Aber auch in der Familie Burgess geraten Dinge ins Rutschen, entfernen sich einige Mitglieder voneinander, andere kommen sich näher, alte Geheimnisse werden wieder aufgewühlt. Dieser Roman berührt tief. Mit einer beispiellosen Klarheit werden Dinge wie alltäglicher Rassismus und die Schwierigkeit verschiedener Kulturen, zusammen zu leben, sich zu verstehen oder auch nur zu respektieren, angesprochen,ohne sich um falsche "political correctness" zu kümmern. Die Figuren sind unglaublich vielschichtig. In einem Moment liebt man sie, im nächsten sind sie fürchterlich nervig oder unsympathisch. Aber durch alle Höhen und Tiefen halten sie am Ende doch immer zueinander. Als der ältere Jim am Ende völlig verzweifelt, von seiner Frau und seinen Kindern verlassen zu seinem Bruder sagt; "Ich habe keine Familie mehr.", antwortet dieser: "Doch, Du hast eine Familie. Deine Kinder sind wütend auf Dich, Deine Frau hasst Dich, Deine Geschwister machen Dich wahnsinnig und Dein Neffe ist ein Trottel. Das nennt man Familie." Dieses Buch ist humorvoll, tieftraurig, hoffnungsvoll, ehrlich. Es handelt von Heimat, gescheiterten Ehen und Lebensentwürfen, vom Big Business  und dem kleinen Leben in der Provinz. Es handelt von der Lebensform, der wir trotz allen gegenteiligen Behauptungen am wenigsten entkommen können,und wie sie trotz aller Höhen und Tiefen funktionieren könnte. Es handelt von der Familie. Und vom Leben - natürlich. Für mich eines der schönsten, wenn nicht das schönste Buch des Jahres 2013!

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