Eine Woche im Oktober

von Elizabeth Subercaseaux 
4,1 Sterne bei18 Bewertungen
Eine Woche im Oktober
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Das Buch ist sehr gut Geschrieben und man fühlt mit und am ende des Buches wenn man gut dabei war dann kommen einem auch die Tränen .

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Inhaltsangabe zu "Eine Woche im Oktober"

Santiago de Chile. Clara ist 46, als sie die tödliche Diagnose Krebs erhält. Ihr Mann Clemente findet ein Jahr später ein Heft mit ihrer Handschrift und beginnt, darin zu lesen. 'Eine Woche im Oktober' steht darauf geschrieben. Und Clement erfährt, dass er seine Frau nicht kannte: Clara weiß von seiner Affäre und leidet an der Leere in ihrer Ehe. Bis sie eines Tages einen Mann kennenlernt, der ähnlich krank ist wie sie. Und als sie mit Leon eine Affäre beginnt, entdeckt auch Clara die Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492253512
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.10.2009
Das aktuelle Hörbuch ist bei Hörkultur Medien erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Tialdas avatar
    Tialdavor 7 Jahren
    Rezension zu "Eine Woche im Oktober" von Elizabeth Subercaseaux

    x Autorin: Elizabeth Subercaseaux
    x Titel: Eine Woche im Oktober
    x Originaltitel: Una semana de octubre
    x Genre: Roman
    x Erscheinungsdatum: Februar 2008
    x 200 Seiten
    x Pendo Verlag
    x ISBN: 3866121547
    x Erste Sätze: Die Ankündigung. Die Stille des kleinen Zimmers, in dem wir uns befanden, fiel mir erst auf, als ich das Geflatter einer zwischen Lampenschirm und Glühbirne gefangene Fliege wahrnahm. Nicht der kleinste Laut drang von der Straße herauf. So als wäre die Außenwelt verschwunden. Leonel lag ausgestreckt auf dem Bett und blickte zur Decke, vollkommen gelöst und entspannt, so still und stumm, als wäre er gar nicht da. Er hatte die Zigarette ausgedrückt, und der weiße Rauch strich noch durch die Luft des Raumes. Ich saß mit angezogenen Beinen neben ihm, das Kinn auf die Knie gestützt. „Seltsam, wie sich die Dinge manchmal ergeben“, sagte ich.

    Klappentext:

    Wo steht geschrieben, dass die Liebe ein Ziel haben muss?
    Die Geschichte einer angekündigten Affäre

    „Vielleicht ist es so, dass in der Stunde des Todes auch die Liebe zu etwas anderem wird.“
    Clara ist 46 Jahre alt – und sie weiß, dass sie bald sterben wird. Doch da ist noch so viel Sehnsucht nach Leben. Bis sie jenem Mann begegnet, der sie womöglich die Liebe lehren kann. In dieser einen Woche im Oktober. Doch kann Leidenschaft ein Verrat an der Wahrheit sein?

    Rezension:

    Auf „Eine Woche im Oktober“ wurde ich wegen des Titels aufmerksam und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will – und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

    Die Autorin, Elizabeth Subercaseaux, hat einen so wundervollen Schreibstil, voller Gefühl und Poesie, dass ich von der ersten Seite an gefesselt war und in jeder freien Minute wieder zu diesem Buch gegriffen habe, so dass ich die nur 200 Seiten viel zu schnell verschlungen hatte.

    Das Buch folgt einem ganz einfachen Konzept. Es geht darum, dass die krebskranke Clara eine Geschichte in ein Heft schreibt, das ihr Mann, Clemente, in einer Schublade findet und heimlich liest. Die Geschichte handelt von Clara selbst, ihrem offenbar unzufriedenen Leben mit Clemente und ihrer einwöchigen Affäre zu dem ebenfalls erkrankten Leonel.

    Dabei wechseln sich die Kapitel immer so ab, dass ein Kapitel eines aus Claras Heft ist und das darauf folgende von Clemente handelt, wie er immer wieder heimlich nach dem Heft in der Schublade greift, es liest und was er dabei denkt. Claras betitelte Texte sind in ihrer Ich-Perspektive geschrieben und alle Kapitel mit Clemente, die übrigens immer den Titel „Das Heft“ tragen, sind in der dritten Person erzählt. Eine einfache und zugleich beruhigende Struktur, die ermöglicht, sich voll und ganz in die Geschichte fallen zu lassen.

    Thematisch handelt das Buch hauptsächlich von den klassischen Motiven Liebe und Tod. Davon, wie die Leidenschaft in einer langjährigen Ehe abnimmt, wie man zusammenbleibt, obwohl man eigentlich nichts mehr gemeinsam hat und von den Gedanken zu Leben und Sterben, die sich bilden, wenn man todkrank ist und über die Vergänglichkeit des Lebens philosophiert. Aber anhand der Kapitel die von Clemente handeln, wird auch beleuchtet, wie es dem Partner einer Person, deren Tage gezählt sind, ergeht und dass die Aussicht auf den nahenden Tod noch einmal den Lebenshunger hebt.

    Fazit:

    Ich habe dieses Buch geliebt – eine federleichte Hommage auf die Liebe und das Leben.

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    Bücherwurms avatar
    Bücherwurmvor 7 Jahren
    Rezension zu "Eine Woche im Oktober" von Elizabeth Subercaseaux

    Ein ungewöhnliches kleines, dünnes Buch!
    Naja, dünn im Vergleich zu den Büchern, die sich hier sonst so stapeln!
    Es ist der erste Roman der Schriftstellerin Elizabeth Subercaseaux, eine Frau, die in Chile lebt und dort 17 lange Jahre im Untergrund als Journalistin arbeitete während der Pinochet-Diktatur.
    Es ist ein sehr ruhiger Roman, den sie hier als Debüt vorlegt, eine Art Aufarbeitung des gemeinsamen Lebens im Angesicht des Todes.
    Clara Griffin erkrankt an Krebs. Im Alter von 46 Jahren ist die tödliche Erkrankung weit fortgeschritten, das Ende das Lebens absehbar und sie blickt zurück: Sie hat das Leben lange Zeit mit ihrem Mann geteilt: Clemente. Ein Mann, der -so wird ihr langsam klar- nicht wirklich zu ihr passt, der sie hintergeht mit einer langjährigen Beziehung zu einer anderen Frau, der ein so viel anderes Leben führt als sie es eigentlich gerne führen würde.
    Sie beginnt zu schreiben, eine Art Tagebuch oder auch Geschichte, niedergeschrieben in einem einfachen Schulheft, aufbewahrt in einer Schublade in der Küche, frei zugänglich für ihren Mann, der es natürlich findet und nicht umhin kann, es auch zu lesen.
    Die Kapitel wechseln sich ab: 1 Kapitel des Buches erzählt von Clara, die beschreibt, wie sie todkrank und körperlich verkrüppelt die Liebe ihres Lebens findet, wenige Monate vor ihrem Tod. Die Kapitel dazwischen sind aus der Sicht von Clemente, wie er Kapitel um Kapitel der Aufzeichnungen liest, teils als Voyeur, teils aus der Sicht des verzweifelten Ehemannes, der unfassbar miterleben muss, wie seine Frau Stück um Stück zerfällt und der erkennen muss, dass sie ihn von Beginn der Ehe durchschaute und ihm niemals verzieh.

    Ich muss gestehen, mich hat der Roman nicht wirklich berührt. Es war auch nicht so geschreiben, dass man innehalten musste, verinnerlichen und verdauen musste, was ja oft bei diesen stillen, melancholischen Büchern der Fall ist.
    Ich habe das Buch recht schnell gelesen und beendet und längere Zeit relativ vergessen. Zu wenig hat mich der Inhalt berührt oder mitgenommen, unverständlich für mich, wie man so sein Leben "vergeuden" kann.
    Gut, es gibt auch in meinem Leben Jahre, die "fremdbestimmt" waren oder sind, aber ein ganzes Leben keine eigene Verantwortung zu entwickeln, das erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich.
    Wie Claras Leben verlaufen wäre, wenn sie einfach mehr sie selbst geblieben wäre, das habe ich mich allerdings auch nicht wirjklich gefragt, da es keinen wirklichen Anhaltspunkt für Interessen und Fähigkeiten gibt. Und letzendlich fehlt mir für Menschen, die nie verzeihen können, aber eben auch keine Änderung herbeiführen, jegliches Verständnis!

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    Clarivor 8 Jahren
    Rezension zu "Eine Woche im Oktober" von Elizabeth Subercaseaux

    Liebesgeschichte mit ungewöhnlichen Vorzeichen!

    Über eine Liebesgeschichte mit ungewöhnlichen Vorzeichen berichtet der Roman von Elizabeth Subercaseaux.
    Clara Griffin ist 25 Jahre mit Clemente verheiratet, als sie ihre tödliche Krankheit entdeckt: sie hat Krebs!
    Die Diagnose ist für sie niederschmetternd, denn sie ist erst 46 Jahre alt.
    Sie leben beide in Santiago in Chile, wo Clemente als Architekt arbeitet.

    In einer Liebesszene mit Claras Liebhaber Leon konfrontiert uns die Autorin mit dem Leben und Sterben einer Frau, die im Angesicht des Todes erst erkennt, wie viel sie versäumt hat.
    Wechselnd von der Gegenwart in eine Traumwelt schreibt Clara alles auf, was sie bewegt, und worüber sie nachdenkt. Sie lässt durchblicken, wie sehr sie sich in ihrer Ehe und in ihrem Mann getäuscht hat. Er ist Architekt, aber sie sieht in ihm einen langweiligen, pedantischen und wenig kreativen Mann. Sie haben keine Kinder, und sein ganzes Sinnen und Trachten richtet sich auf die schönen Künste und hier besonders auf Antiquitäten, mit denen er das gemeinsame Haus von oben bis unten bestückt hat. Sie spürt schon lange keine Leidenschaft mehr in sich und erträgt das Gleichmaß ihrer Ehe mit Langmut. Dass er seit sieben Jahren ein Verhältnis mit einer schönen und sinnlichen Frau hat, wusste sie, ohne ihn je darauf anzusprechen.
    Nun, fast kurz vor ihrem Tod, begegnet auch ihr noch einmal eine große Liebe!
    Kann man sich das Erschrecken und die Erschütterung vorstellen, als Clemente eines Tages in der Küchenschublade das Heft mit Claras Aufzeichnungen entdeckt und sie zu lesen beginnt?
    In ihren Tagebucheintragungen erkennt Clemente eine Frau, die ganz anders ist, als die Clara, mit der er verheiratet ist. Er kann es nicht fassen und wagt nicht, sie auf ihre Aufzeichnungen anzusprechen.

    Die Autorin hat in einer parallel laufenden Geschichte das gegenwärtige Leben und die Erinnerungen von Clara im Focus. Die Übergänge zwischen der Gegenwart des Paares und der Erlebniswelt von Clara sind fließend und erzeugen eindrucksvolle Kontraste. Keine kitschige Krankengeschichte wird hier aufbereitet, sondern diese wird als Aufhänger genutzt, um die zwei Seiten einer einzigen Persönlichkeit zu beleuchten. Die Ehegeschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Innenwelt und Außenwelt scheinen nicht zusammen zu gehören. Doch wird deutlich, dass zwischen Phantasie und Wirklichkeit Brüche bestehen. Die Todesnähe erzeugt in Clara den dringenden Wunsch, Versäumtes nachzuholen und das eigene und das gemeinsame Leben mit Clemente zu überdenken. Auch bei ihm wecken die Aufzeichnungen ernsthafte Zweifel am eigenen Dasein.
    In poetisch reichen Beispielen erschließen sich Charaktere und Lebensentwürfe.
    Psychologisch überzeugend und mit feinen Verästelungen ausgeschmückt öffnet sich die äußere Schale eines Menschen und zeigt ihn befreit von Konventionen mit seinen wahren Wünschen und Sehnsüchten. Für Clemente ergibt sich eine ernüchternde Bilanz: beide Partner haben sich nie richtig gekannt, und das gemeinsame Leben war mehr Schein als Sein.
    Fasziniert und gebannt kann man sich dem inneren und äußeren Treiben der Protagonisten nicht entziehen und wartet sehnsüchtig auf die Lösung der rätselhaften Widersprüche.
    Des Rätsels Lösung wird aber erst nach Claras Tod gelüftet.

    Im Klappentext heißt es, E. Subercaseaux habe eine Botschaft mit dem Buch im Sinn: dass jeder Mensch wenigstens eine wirkliche Liebe im Leben gehabt haben sollte!

    Die Autorin, Ururenkelin von Robert und Clara Schumann, hat sich politisch unter der Pinochet - Diktatur engagiert.
    Erstaunlicherweise ist in ihrem ersten ins Deutsche übersetzten Buch nichts von den seinerzeit dramatischen politischen Verhältnissen in Chile zu spüren. Inzwischen ist sie in Chile zur Bestsellerautorin avanciert.

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    TalkySues avatar
    TalkySuevor 10 Jahren
    Rezension zu "Eine Woche im Oktober" von Elizabeth Subercaseaux

    Ein gutes Buch über den Sinn des Lebens, die Liebe und den Tod. Interessant aufgebaut mit nicht unbedingt erwartetem Ende.

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    estrelas avatar
    estrelavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch ist sehr gut Geschrieben und man fühlt mit und am ende des Buches wenn man gut dabei war dann kommen einem auch die Tränen .
    billîs avatar
    billîvor 2 Jahren
    Mrsbutterflys avatar
    Mrsbutterflyvor 3 Jahren
    Queenelyzas avatar
    Queenelyzavor 5 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    wlatatas avatar
    wlatatavor 6 Jahren

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