Elizabeth von Arnim

 4.2 Sterne bei 115 Bewertungen
Autor von Verzauberter April, Die Reisegesellschaft und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Elizabeth von Arnim

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Verzauberter April

Verzauberter April

 (43)
Erschienen am 11.03.2013
Die Reisegesellschaft

Die Reisegesellschaft

 (14)
Erschienen am 13.06.2016
Elizabeth und ihr Garten

Elizabeth und ihr Garten

 (9)
Erschienen am 16.04.2012
Elizabeth auf Rügen

Elizabeth auf Rügen

 (5)
Erschienen am 13.02.2012
Alle meine Hunde

Alle meine Hunde

 (4)
Erschienen am 19.02.2008
Elizabeth auf Rügen

Elizabeth auf Rügen

 (4)
Erschienen am 01.05.2002
Einsamer Sommer

Einsamer Sommer

 (4)
Erschienen am 13.03.1994
Ein Sommer im Garten

Ein Sommer im Garten

 (3)
Erschienen am 13.06.2016

Neue Rezensionen zu Elizabeth von Arnim

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MirjamMuenteferings avatar

Rezension zu "Verzauberter April " von Elizabeth von Arnim

Ein Buch wie der aufblühende Frühling
MirjamMuenteferingvor 2 Jahren

Eine Autorin zu lesen, die um die vorletzte Jahrhundertwende populär war (Elizabeth von Arnim: 1866 – 1941) bedeutet immer: sich einlassen auf oft antiquiert anmutende Sprache, Umgangsformen und Tempi in der Geschichte selbst.
„Verzauberter April“ gehört in dieser und vielerlei anderer Hinsicht zu meinen Lieblingsbüchern.

Lotty Wilkins und Rose Arbuthnot, zwei junge Damen aus dem verregneten London entdecken in der Times eine Anzeige, die sie beide augenblicklich gefangen nimmt: Jemand bietet für den Monat April ein mittelalterliches Castello in der Toscana zur Miete an. Schon bald steht fest: Auch wenn sich die beiden vorher nicht einmal mit Namen kannten, wollen sie beide dieses Abenteuer eingehen, ihre Ehemänner zurücklassen und einen Monate lang den Frühling in Italien genießen.
Um die Miete im Castello noch zu reduzieren, heuern die beiden zwei weitere Damen an, beschwindeln ihre Ehemänner und machen sich auf die Reise. So treffen im Castello San Salvatore vier höchst unterschiedliche Frauen aufeinander. Eine jede von ihnen auf ihre eigene Weise unglücklich in ihrem Leben – aber alle vier an dem Punkt angekommen, an dem eine Wandlung möglich scheint.
Und die geschieht.
Auch uns Leserinnen nimmt die Entwicklung im Castello mit auf eine blühende, duftende und erhellende Reise. Wie könnte es auch anders sein, wenn rund herum die Pinien und ein Meer von Blumen berauschend duften und die Glyzinen scheinbar Zauberkräfte entfalten.
Rasend schnell hat Lotty Wilkins sich in unser Herz geschlichen. Und auch die alte, scheinbar so vertrocknete Mrs. Fisher lässt uns auf deren Erlösung durch die Liebe hoffen. Ebenso wie die junge Lady Caroline, die das behütete Leben unter Bewunderern so satt hat.
Zunächst nur langsam, immer noch von Zweifeln und Zögern geprägt, beginnen alle vier Protagonistinnen aus ihren Kokons zu schlüpfen. Und mit jeder Stunde, die im Roman vergeht, wünscht man sich als Leserin intensiver dorthin: mitten hinein in die blütengefüllte Stille, das Ausruhen von Hektik und Betriebsamkeit, vom täglichen „ich-muss-noch…“. Und während die Heldinnen immer mehr zu sich selbst und zur Liebe in ihrer vielgestaltigen Form finden, spüren auch wir beim Lesen den sanften Zauber, der von dieser Geschichte ausgeht.

Unbedingt zu empfehlen: Das Hörbuch mit der preisgekrönten Sprecherin Doris Wolters, die allen Figuren Leben einhaucht und es versteht, den Geist dieser so besonderen Geschichte lebendig werden zu lassen.

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Federfees avatar

Rezension zu "Die Reisegesellschaft" von Elizabeth von Arnim

Ein preußischer chauvinistischer Baron auf Reisen in Südengland
Federfeevor 2 Jahren

Der preußische Offizier Baron Otto von Ottringel ;-) wird schon auf den ersten Seiten als knauserig und chauvinistisch dargestellt. Er lässt sich von einer Bekannten, die er 'reizend' findet, überreden, mit seiner Frau Edelgard eine Reise durch Südengland zu machen, mit einem von Pferden gezogenen Wagen - wohl eine Art Vorläufer des heutigen Wohnwagens – zusammen mit einer kleinen gemischten Reisegesellschaft, Deutsche und Engländer.

Während die anderen sich mit den Gegebenheiten arrangieren, z.B. dem schlechten Wetter oder der Schwierigkeit, einen Lagerplatz zu finden, hat der Baron an allem etwas auszusetzen. Er lässt nur die deutsche Lebensart gelten, sieht Frauen als zweitklassige, dem Ehemann zu Diensten sein müssende Wesen an und macht sich bei allen unbeliebt. Er tritt in mehr Fettnäpfchen, als man aufstellen könnte. Am Ende möchte keiner mehr mit ihm etwas zu tun haben und die Reise wird vorzeitig abgebrochen.

Man könnte fast meinen, Elizabeth von Arnim nimmt mit diesem Büchlein Rache an ihrem adeligen Ehemann (s. Lebenslauf in meinem Blog: https://federfeeblog.wordpress.com/2016/10/19/von-arnim-sommer-im-garten/). Wenn es so wäre, wenn er nur ein Viertel der Eigenschaften des Otto von Ottringel gezeigt hätte, könnte man verstehen, dass Elizabeth ihn verlassen hat.

Was ich zuerst amüsant fand, wurde in der ständigen Wiederholung langweilig, zumal nichts wirklich geschah. Baron von Ottringel ist ein chauvinistisches arrogantes Ekel ohne auch nur den Funken von Einsicht in seine eigenen Verhaltensweisen. Im Ganzen fand ich es des 'Guten' zu viel, zu übertrieben und zu überspitzt.

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Federfees avatar

Rezension zu "Ein Sommer im Garten" von Elizabeth von Arnim

Kein Roman, eher die Gedankensammlung einer eigenwilligen Frau über Garten, Gäste, Dorfbewohner und
Federfeevor 2 Jahren

Zuerst dachte ich, dieses Büchlein sei nur etwas für Gartenfreunde, aber es dürfte genau so gut Bücherliebhaber ansprechen und es gibt interessante Einblicke in die Zeit um 1900. Es klingt autobiografisch, ist es aber nur eingeschränkt.
"Sie verstand es fabelhaft, die Leser mit vermeintlich autobiographischen Details gleichzeitig für sich einzunehmen und zu täuschen." (aus der Biografie von Kirsten Jüngling und Brigitte Roßbeck)

Elizabeth von Arnim widmet das Buch dem 'Grimmigen', wie sie ihren Mann liebevoll nennt. In diesem Sommer war es ihr Wunsch, ihn alleine zu verbringen, was in diesem Falle heißt: keine Gäste zu haben, tun und lassen zu können, was sie will. Es stellt sich heraus, dass sie als Frau eines ostpreußischen Gutsbesitzers in einer privilegierten Situation lebt, weil das Personal ihr alle Arbeiten abnimmt, auch das Gärtnern, obwohl sie das lieber selber machen würde. Wenn man allerdings ihre Schilderungen liest, wird klar, dass kein einzelner Mensch so einen riesigen Garten pflegen kann. Ihre Schilderungen der Blumen- und Blütenpracht liest sich sehr anschaulich und vermittelt den Eindruck einer Idylle, die sie uns im Büchlein nach Monaten geordnet nahe bringt.

Meist ist sie mit einem Buch unterwegs und sie lässt uns an ihren Lesegewohnheiten teilhaben.
"Was ist es doch für ein Segen, Bücher zu lieben."

Wer würde da nicht zustimmen? ;-) Sie beschreibt, welches Buch sie wo am liebsten liest, Thoreau z.B. könne man niemals in einem Salon lesen, Walt Whitman nimmt sie mit zu den Rosenbeeten und Keats begleitet sie in die Wälder. Eine interessante Vorstellung.

Neben den beiden Themenkreisen 'Garten' und 'Bücher' erfahren wir auch etwas über das Leben der Dorfbewohner und ihre Unbelehrbarkeit in Gesundheits- und Hygienefragen. Ihre kleinen Kinder dürfen nicht an die frische Luft und die Anordnungen des Doktors werden auch nicht befolgt.

Wer Elizabeths Naturschilderungen genießen und ihre Gedanken über Bücher, Gastfreundschaft und das Leben der Dorfbewohner kennenlernen möchte, ist mit diesem dünnen Büchlein gut bedient. Action darf man nicht erwarten; es gibt keinerlei Handlung, aber eine Menge interessanter zitierfähiger Gedanken.
In meinem Blog gibt es außerdem einen kurzen Abriss über das Leben der Elizabeth von Arnim:https://federfeeblog.wordpress.com/2016/10/19/von-arnim-sommer-im-garten/

Kommentare: 2
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Gespräche aus der Community

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Hallorins avatar
“Wir lesen Klassiker der Weltliteratur”

Und für diesen NOVEMBER haben wir uns ein Buch über den APRIL ausgesucht, nämlich Elizabeth von Arnims "Verzauberter April".

Trotz des deutsch klingenden Namens war von Arnim eine Australierin, deren Familie nach Großbritannien umzog, als die Tochter 4 Jahre alt war. Sie führte ein bewegtes Leben, war zweimal verheiratet, zuerst mit dem Deutschen von Arnim, mit dem sie fünf Kinder hatte.

"Verzauberter April" erschien 1922, zwei Jahre nach einer stürmischen Affäre mit einem 30 Jahre jüngeren Mann, mit dem sie anschließend eine innige Freundschaft verband. Wer weiß, vielleicht wurde dieses Buch ja davon inspiriert? ;)

Wie immer zum Schluß unsere Leserunden-Regeln:
1. Beiträge in den Leseabschnitten mit Spoiler-Haken posten.
2. Beiträge in Kategorien posten, wenn man das vergessen hat, kann man es auch nachträglich ändern.
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Letzter Beitrag von  Apfelgruenvor 4 Jahren
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