Elke Amberg

 5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Elke Amberg

Elke Amberg ist Kommunikationswissenschaftlerin und Journalistin. Sie arbeitete viele Jahre lang für den ARD-Hörfunk und ist heute spezialisiert auf Öffentlichkeitsarbeit und Fachjournalismus für diskriminierte gesellschaftliche Gruppen. 2011 erschien ihre Studie zur Unsichtbarkeit lesbischer Frauen in der Presse. Zu ihren Themen und Reisen hält die Autorin auch Vorträge. Sie lebt in München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Elke Amberg

Cover des Buches Schön! Stark! Frei!9783897413245

Schön! Stark! Frei!

 (1)
Erschienen am 04.10.2011
Cover des Buches Die fünf Schwestern des langen Lebens9783492404785

Die fünf Schwestern des langen Lebens

 (0)
Erschienen am 12.01.2018
Cover des Buches Berge, Bön und Buttertee9783897413726

Berge, Bön und Buttertee

 (0)
Erschienen am 01.04.2015

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Rezension zu "Schön! Stark! Frei!" von Elke Amberg

Unbedingt! Lesen!
Jule_Blumvor 7 Jahren

Nun liegt sie vor, die Studie, die belegt, was wir alle tagtäglich beobachten können: Lesben sind unterrepräsentiert in der (Mainstream)Presse. LeTRa, die Münchner Beratungsstelle für Lesben, übrigens die einzige hauptamtlich besetzte in Bayern, hatte die Studie bei der Autorin in Auftrag gegeben. Herausgekommen ist eine Menge fundiertes Zahlenmaterial (was frau von einer Studie erwarten kann) und darüber hinaus ein für ein breites LeserInnenpublikum sehr informatives Buch (was weitaus mehr ist, als frau von vielen Studien gewohnt ist). Kompliment dafür, dass der Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch und Lesespaß so gut gelungen ist. Witziges Cover, hervorragendes Layout und – sofern eine keine Probleme mit kleiner Schrift hat – der Nachdruck analysierter Artikel werten das Buch zusätzlich auf.

Fazit: Frauen schaffen es viel seltener in die Presse als Männer, Lesben deutlich seltener als Heterofrauen und als Schwule. Wenn es Lesben doch in einen Artikel geschafft haben, dann bleibt der häufig unbebildert oder die Lesben werden infantilisiert  ohne Familiennamen. Beliebtestes Thema: Lesbische Mütter, die entsexualisiert, entpolitisiert, sozusagen als „echte Frauen“ rüberkommen.  In der Boulevardpresse wird auch der ästhetisierten Promilesbe, hier in der bayrischen Version im Dirndl, von Zeit zu Zeit Platz eingeräumt.

Lesben als Gruppe, Aktivistinnen, politische Akteurinnen fehlen fast vollständig und selbst Themen, die Lesben und Schwule gleichermaßen betreffen, machen durch die Wortwahl und Bebilderung die Lesben oft unsichtbar. Obendrein wird die Verwendung der Begriffe Lesbe, lesbisch, schwul und Schwuler noch immer nach Kräften vermieden.

Es gibt also noch jede Menge zu tun – packen wir’s an!

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