Elke Amberg Schön! Stark! Frei!

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Inhaltsangabe zu „Schön! Stark! Frei!“ von Elke Amberg

Elke Amberg analysierte die Berichterstattung zur lesbisch-schwulen Gleichstellungspolitik sowie rund um das alljährliche Szene-Event Christopher-Street-Day. Ergebnis: Schwule Männer dominieren die Berichterstattung. Ihre Studie liefert erstmals Zahlen und Fakten zur bisher nur gefühlten »Leerstelle Lesben«, analysiert die wenigen, oftmals verzerrenden Darstellungen lesbischer Frauen und erhellt die Gründe, warum Lesben im öffentlichen Diskurs nach wie vor unsichtbar sind.

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    Schön! Stark! Frei!

    Jule_Blum

    27. November 2013 um 14:08

    Nun liegt sie vor, die Studie, die belegt, was wir alle tagtäglich beobachten können: Lesben sind unterrepräsentiert in der (Mainstream)Presse. LeTRa, die Münchner Beratungsstelle für Lesben, übrigens die einzige hauptamtlich besetzte in Bayern, hatte die Studie bei der Autorin in Auftrag gegeben. Herausgekommen ist eine Menge fundiertes Zahlenmaterial (was frau von einer Studie erwarten kann) und darüber hinaus ein für ein breites LeserInnenpublikum sehr informatives Buch (was weitaus mehr ist, als frau von vielen Studien gewohnt ist). Kompliment dafür, dass der Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch und Lesespaß so gut gelungen ist. Witziges Cover, hervorragendes Layout und – sofern eine keine Probleme mit kleiner Schrift hat – der Nachdruck analysierter Artikel werten das Buch zusätzlich auf. Fazit: Frauen schaffen es viel seltener in die Presse als Männer, Lesben deutlich seltener als Heterofrauen und als Schwule. Wenn es Lesben doch in einen Artikel geschafft haben, dann bleibt der häufig unbebildert oder die Lesben werden infantilisiert  ohne Familiennamen. Beliebtestes Thema: Lesbische Mütter, die entsexualisiert, entpolitisiert, sozusagen als „echte Frauen“ rüberkommen.  In der Boulevardpresse wird auch der ästhetisierten Promilesbe, hier in der bayrischen Version im Dirndl, von Zeit zu Zeit Platz eingeräumt. Lesben als Gruppe, Aktivistinnen, politische Akteurinnen fehlen fast vollständig und selbst Themen, die Lesben und Schwule gleichermaßen betreffen, machen durch die Wortwahl und Bebilderung die Lesben oft unsichtbar. Obendrein wird die Verwendung der Begriffe Lesbe, lesbisch, schwul und Schwuler noch immer nach Kräften vermieden. Es gibt also noch jede Menge zu tun – packen wir’s an!

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