Elke Heidenreich Die schönsten Jahre

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Inhaltsangabe zu „Die schönsten Jahre“ von Elke Heidenreich

'In dieser Erzählung steckt ein ganzer Roman.' (Der Spiegel)

Es könnte so schön sein. Die Mutter ist gut beieinander, die Tochter erfolgreich. Aber: man ist sich nicht grün. Worüber man sich streitet, weiß Nina nicht so genau. Doch als die Mutter sie unerwartet auf einer Reise nach Mailand begleitet, klärt sich so einiges.
Feinfühlig beschreibt Elke Heidenreich das diffizile Geflecht zwischen Mutter und Tochter und zaubert eine so traurige wie tröstende Geschichte vom Glück und Unglück in der Liebe.

'Mit bissigem Witz und doch voll Wärme.' (Brigitte)

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  • Mutter-Tochter Konflikt

    Die schönsten Jahre

    mistellor

    22. August 2015 um 00:06

    Elke Heidenreich erzählt in diesem Buch die Geschichte einer Mutter und ihrer erwachsenen Tochter. Beide fühlen sich von dem anderen ungeliebt, reagieren mit Abweisung und mit Pflichtbesuchen. Ein Mutter- Tochter Beziehung , die es leider viel zu oft gibt. Unehrlichkeit, unterschwellige Bestrafung, eingefahrene Verhaltensweisen, Unverständnis für einander. Bis eines Tages bei der Mutter spontan die Idee einer gemeinsamen Reise entsteht. Und auf dieser Reise beginnen beide sich neu zu entdecken, brechen alte Verhaltensweisen auf und geben Hoffnung auf eine neue, ehrlichere Beziehung.   Heidenreich beschreibt diesen Konflikt aus der Sicht der Tochter. Zu Beginn der Erzählung nimmt sie die schlechte Beziehung zur Mutter kritiklos in Kauf, gibt der Mutter die alleinige Schuld. Erst im Laufe der Erzählung bekommt sie eine Ahnung davon, welches ihre Anteile an der verkorksten Beziehung sind. Auf der langen Autofahrt nach Italien erlebt sie ihre Mutter neu, erfährt viel über den Kampf der Mutter in den Kriegsjahren und über die wahre Liebe , die diese erlebt hatte. Sie erfährt auch von den Enttäuschungen, die diese im Leben ertragen musste. Das Buch endet mit der Hoffnung, dass sich die Beziehung zwischen Mutter und Tochter bessert. Ich gebe dem Buch 5 Sterne , weil es sehr gut geschrieben ist, das Thema interessant und aus dem Leben gegriffen ist  

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  • wunderbare Mutter-Tochter-Geschichte

    Die schönsten Jahre

    HeikeM

    22. April 2013 um 08:46

    "Wir wollten alle keine Kinder - der Krieg lag ja mit im Bett." Nina hat ein kompliziertes Verhältnis zu ihrer Mutter. Jedes Treffen endet im Streit. Die Besuche bei der Mutter ergeben sich aus Pflichtgefühl. Liebt die Mutter sie eigentlich? Diese Frage beschäftigt Nina häufig. Nein, so werden wie ihre Mutter will sie nie. Kann sie ja auch gar nicht, denn selbst die Mutter erklärt Nina immer wieder, sie sei wie ihr schon vor langer Zeit gestorbener Vater, der in Mutters Achtung nicht sehr hoch rangiert. Vor einer Reise nach Mailand, Nina ist frisch verliebt und will sich mit Flores dort treffen, besucht sie die Mutter und erzählt ihr von der angeblichen Geschäftsreise. Alles ist wie immer, Diskussionen, Unverständnis. Da kann sie doch der Mutter nicht erzählen, dass sie eine Frau liebt. Aber Mutter will mit nach Mailand und die gemeinsame Reise gestaltet sich entspannter als erwartet. Das schwierige Verhältnis zwischen Nina und ihrer Mutter beschreibt Elke Heidenreich lebensnah, überzeugend und sensibel. Deutlich zeigt sie die Zweifel auf, die die Tochter, die um die Liebe der Mutter buhlt, plagen. Sie möchte ihr alles recht machen, ist aber voller Resignation, weil die Mutter ihr nicht so viel Gefühl entgegenbringt, wie sie sich erhofft. Spät, zu spät wird Nina bewusst, dass sie ihrer Mutter doch ähnlicher ist, als sie es je dachte. Dieses dünne Büchlein mit seinen nur 64 Seiten hat mich emotional sehr berührt. Fast körperlich konnte Ninas Zweifel spüren, ihre Gedanken konnte ich nachempfinden. Sehr viel Unausgesprochenes liegt zwischen beiden, das ist von Beginn an deutlich, ganz leise Andeutungen lassen ahnen, so verschieden sind beide nicht. Was das Verbindende dann aber letztlich ist, wird erst am Ende des Buches klar. In „Die schönsten Jahre“ erzählt Elke Heidenreich sehr warmherzig, nicht ohne Witz und Biss, mit viel Tiefe von einer nicht ganz gewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung, vom Schweigen, von Missverständnissen, von Liebe, von zwischenmenschlichen Spannungen und Zwiespälten. Ich habe das Buch sehr gern gelesen.

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  • Rezension zu "Die schönsten Jahre" von Elke Heidenreich

    Die schönsten Jahre

    Moni 3007

    14. January 2011 um 23:15

    Die Mutter ist gut beieinander. Die Tochter Nina ist erfolgreich in ihrem Beruf. Allerdings ist man sich leider nicht grün. Es könnte so schön sein. Man streitet sich leider über alles Mögliche. Eines Tages fahren die Tochter Nina und ihre alte Mutter zusammen nach Mailand und dort klärt sich einiges. Gleich vorweg. Es ist wieder ein Lieblingsbuch der Elke Heidenreich für mich. Das Buch hat nur 60 Seiten und ist überaus berührend und zu Herzen gehend geschrieben. Man könnte meinen, das Buch sei zum Teil autobiografisch. Allerdings hat sie mal in einem Interview gesagt, das ihre Bücher nicht autobiografisch sind. Ich habe das Buch natürlich selbstverständlich in einem Rutsch verschlungen. Danach kann man sich durchaus Gedanken machen über sein Verhältnis zur Mutter. Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern bzw. Mutter. Für mich hat sie mit diesen dünnen und feinen Buch große Literatur geschrieben. Wie sagt man so schön "In der Kürze liegt die Würze". Ein sehr, sehr empfehlenswertes und grandioses weit über 5 Sternebuch!

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  • Rezension zu "Die schönsten Jahre" von Elke Heidenreich

    Die schönsten Jahre

    Shopgirl

    30. October 2009 um 14:37

    "Meine schönsten Jahre" - mit diesem Satz endet die kurze Geschichte, in der Elke Heidenreich sehr eindringlich und anrührend eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung schildert. Die beruflich erfolgreiche Tochter Nina ist auf der Suche nach Zärtlichkeit und Geborgenheit, die sie als Kind immer vermisst hat. Die Beziehung zur mittlerweile 80jährigen Mutter ist sehr angespannt und oberflächlich. Besuche der Tochter, die mit 15 ins Internat abgeschoben wurde, finden aus Pflichtgefühl, nicht aus Liebe statt. Die Kommunikation ist zäh. Nie ist in den Augen der Mutter das, was Nina macht, gut genug. Geschenke werden dankend von Seiten der Mutter abgelehnt; Ninas Affären, mit denen sie ihrer tristlosen Ehe zu entfliehen versucht, kritisiert. Ninas Vater ist schon lange verstorben. Die Beziehung zwischen den Eltern war belastet durch Liebesaffären des Vaters, den die Mutter seit seiner Rückkehr aus dem Krieg abgelehnt hat. Bei der schönen Flora findet Nina endlich privates Glück und Zufriedenheit. Auf einer ungeplanten Kurzreise nach Mailand - die Tochter konnte den Wunsch der sich aufdrängenden Mutter nicht ausschlagen - kommen sich Mutter und Tochter etwas näher, und Nina bekommt Antworten auf Fragen, die sie jahrelang nicht zu stellen gewagt hat. Resümee: Eine schöne, kleine Geschichte mit überraschendem Ende!

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  • Rezension zu "Die schönsten Jahre" von Elke Heidenreich

    Die schönsten Jahre

    ChaosQueen13

    11. October 2009 um 12:06

    Wer kennt es als Tochter nicht, dieses Gefühl, es der eigenen Mutter nie recht machen zu können? Nie die Liebe zurückzubekommen, die man der Mutter entgegenbringt. Das konstante Buhlen um Ansehen durch die Frau Mama? Elke Heidenreich greift diese Problematik in ihrem Roman auf lebensnahe, geistreiche und emotional anrührende Weise auf und verarbeitet sie in einer Weise, die die geneigte Leserin zur Reflektion über ihr persönliches Verhältnis zur eigenen Mutter zwingt. Nina wünscht sich nichts sehnlicher, als von ihrer Mutter geliebt zu werden, macht alles, um ihr zu gefallen, und merkt erst an deren Sterbebett bzw. nach deren Tod, dass die Mutter ihr bereits zu Lebzeiten näher stand als sie es je ahnte. Missverständnisse entstehen oft durch unausgesprochene Gedanken und Gefühle, durch ungeführte klärende Gespräche. In diesem Sinne scheint mir Elke Heidenreichs Buch ein gelungener Ansatz zu sein, sich als Tochter noch zu deren Lebzeiten mit der eigenen Mutter auseinanderzusetzen. Für mich ist dieses Buch eine rundum erfolgreiche Geschichte.

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  • Rezension zu "Die schönsten Jahre" von Elke Heidenreich

    Die schönsten Jahre

    antjemue

    01. October 2009 um 07:51

    Sie haben es aufgegeben. Auch wenn jetzt die 4 vor der Alterszahl nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, habe ich meinen Bekanntenkreis inzwischen soweit erzogen, dass sie die Anti-Aging-Produkte lassen und mir zum Geburtstag wieder Dinge schenken, über die ich mich tatsächlich freue. So bekam ich zu meinem diesjährigen Wiegenfeste das Buch "Die schönsten Jahre". Eine kleine hübsche gebundene Ausgabe, die 2005 im sanssouci-Verlag erschienen ist. Es handelt sich dabei um eine Geschichte von Elke Heidenreich aus dem Jahr 2000, die 2001 bereits in dem Erzählband "Der Welt den Rücken" beim Carl Hanser Verlag München erschien. Bei der Musik würde man eine Single-Auskopplung sagen. Auf dem Titel ist das Gemälde "Lesende" (1909) von Robert Breyer zu sehen. Nina ist eine Frau, die voll im Leben steht. Sie ist verheiratet, wohnt aber, seit die Kinder aus dem Haus sind, in ihren eigenen 4 Wänden und das Verhältnis zum Ehemann ist mittlerweile rein freundschaftlich. Vor kurzem hat sie sich unsterblich in Flora verliebt. Mit dieser möchte sie sich bald in Mailand treffen. Ninas Mutter, eine 80-jährige rüstige Rentnerin ist seit 30 Jahren verwitwet. Nina kümmert sich natürlich, wie es sich für eine gute Tochter gehört, um die Mutter. Obwohl sie in einer ganz anderen Stadt wohnt, besucht sie sie regelmäßig und nimmt ihr schwerere Sachen im Haushalt ab. In dieser Zeit wohnt sie in einem Hotel, denn Nina käme nie auf die Idee, bei diesen Besuchen auch bei ihrer Mutter zu wohnen. Solange Nina zurückdenken kann, konnte sie es ihrer Mutter nie recht machen. Das war so, das ist so und das wird immer so sein, denkt sie. Jedes ihrer Treffen endet im Streit. Als sich die Mutter dann auch noch erzwingt, dass sie Nina auf ihrer Reise nach Mailand begleiten kann, scheint der Showdown vorprogrammiert... Da habe ich am Sonntagmittag doch statt des Mittagsschlafes eine flüssig geschriebene, kurzweilige, spannungsgeladene und auch traurige und trotzdem tröstende Geschichte gelesen, in der auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Die 55 Seiten waren im Nu weg gelesen. Ich blickte hinter die Fassade von für ihre Umgebung ganz normal wirkenden Menschen und kam einmal mehr zu der Erkenntnis, dass so jeder sein Päckchen zu tragen hat und dass das Leben einfach zu kurz ist, um es sich mit Streitereien zu verderben. Missverständnisse können durch klärende Gespräche behoben werden. Je länger jedoch die Gedanken und Gefühle unausgesprochen bleiben, umso höher wird die Mauer. Ich glaube, dass sich dies nicht nur wie hier auf ein Mutter-Tochter-Verhältnis anwenden lässt, sondern auf jedes Mensch-Mensch-Verhältnis, das durch ungeklärte Tatsachen belastet ist. Man sollte sich einfach damit auseinander setzen. Elke Heidenreich, geb. 1943, ist ein deutsches Multitalent - Autorin, Kabarettistin, Moderatorin und Journalistin. Wer mehr über sie erfahren möchte, wird bei Wikipedia gründlich informiert. Schon oft habe ich Bücher anderer Autoren gelesen oder von welchen gehört, für die sie eine Empfehlung aussprach. Dass sie selbst eine sehr gute Autorin ist, hat sie mit dieser Geschichte einmal mehr bewiesen.

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