Elke Keller

 3.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Elly und die Glaskatze, Nebeljunge und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Elke Keller

Elly und die Glaskatze

Elly und die Glaskatze

 (2)
Erschienen am 20.07.2010
Nebeljunge

Nebeljunge

 (1)
Erschienen am 11.03.2010
Das seltsame Bild

Das seltsame Bild

 (0)
Erschienen am 01.12.2011

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Rezension zu "Elly und die Glaskatze" von Elke Keller

Rezension zu "Elly und die Glaskatze" von Elke Keller
Wolfspeakervor 7 Jahren

Der Großteil des Covers wird von einer weißen Katze mit blauen Augen eingenommen. Im Hintergrund befindet sich eine beleuchtete Tür am Ende eines Steintunnels. - Sowohl die Katze als auch die Tür kommen im Buch vor.
Auf der Rückseite des Covers findet sich die Beschreibung zum Buch und an der unteren Buchkante jede Menge Schattenbilder von Katzen - eine davon spielt gerade mit dem Buchpreis :-) .

Dieselben Schattenbilder finden sich zu Beginn eines jeden Kapitels oberhalb der Kapitelnummer, eine nette Verzierung, die dem Buch seinen eigenen Charme gibt.

Elly ist eine ganz normale Zehnjährige. - Bis sie in der Nähe des Spielplatzes eine verletzte Katze findet und einer älteren Dame hilft, diese zu bergen. Doch die alte Dame ist keine normale Frau. Sie ist eine Katzenmutter, eine Frau, die sich um verletzte Katzen kümmert und deren Sprache spricht.
Als Dank für ihre Hilfe bekommt Elly von ihr eine Tüte Bonbons geschenkt - die sie im Nu verschlungen hat - und am nächsten Tag kann auch Elly die Katzen verstehen. Sie beschließt, die Katzenmutter bei ihrer Arbeit zu unterstützen und das ist auch bitter nötig. Die Königin der Katzen wurde entführt und ohne sie sind auch die übrigen Katzen verloren ...

Man merkt, dass Elke Keller das Buch eher für jüngere Leser geschrieben hat. Die Sprache ist relativ einfach, vielleicht sogar kindlich gehalten, die meisten Probleme, mit denen Elly zu kämpfen hat sind die, die man selbst als Kind hatte.

Bei mir ist es offenbar schon zu lange her, dass ich in Ellys Alter war. Ich konnte mich daher nicht mehr mit ihr identifizieren, auch wenn sie eine sympathische Hauptfigur ist. Ein nettes Mädchen mit einem Ohr für Tiere - nach dem Genuss der Bonbons der Katzenmutter im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein Mädchen, das für ihre Freunde (ob Mensch oder Tier) einsteht und weiß, dass manche Sachen nicht herausgezögert werden können. Aber auch ein Mädchen, das weiß, wann es selbst Unterstützung benötigt, sei es von ihrer Freundin, Sarah, oder ihrem Vater.

Die Katzen in diesem Buch sind so wie Katzen nun einmal sind. Manchmal herablassend, fordernd, aber auch schön, kraftvoll und manchmal durchaus bereit, mit ihrem "Besitzer" zu kuscheln - Ellys eigene Katze Luna ist da keine Ausnahme.

Die Geschichte selbst ist fesselnd geschrieben. Die Sprache bleibt dabei einfach - kindlich eben - die Geschehnisse zumindest für mich vorhersehbar, wenn auch wirklich süß umgesetzt.

Alles in allem eine süße Geschichte für kleine Tierliebhaber mit Phantasie. Ein Buch, das man seinen Kindern (wenn man welche hat) am Abend vorlesen kann oder es sie selber lesen lässt (wenn sie es denn schon können).

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Schattenkaempferins avatar

Rezension zu "Nebeljunge" von Elke Keller

Rezension zu "Nebeljunge" von Elke Keller
Schattenkaempferinvor 8 Jahren

Eduart ist ein ganz normaler Junge. Glaubt er. Ein ganz normaler Außenseiter, der sich für Mathematik, Chemie und Bücher interessiert, immer mit den gleichen grauen Klamotten rumläuft und lediglich zu den beiden anderen Außenseitern der Klasse Hugo und Felix Anschluss findet. Seine Eltern sind ständig unterwegs, einzig seine Betreuerin Frau Schmidt bekommt er täglich zu Gesicht. Ebenfalls engen Kontakt hält er zu dem Apotheker Herrn Rosenberg, der seine Neugier in Sachen Chemie durch die Gabe von Reagenzgläsern und weiteren Dingen unterstützt. Beide Bezugspersonen sind immer von einer seltsamen Duftwolke umgeben, die an die vier Elemente erinnert – Erde, Feuer, Wasser und Luft. Eine Sache, die Eduart schon gar nicht mehr auffällt, genausowenig wie die Tatsache, dass alle von Frau Schmidt zubereiteten Speisen dieselbe graue Farbe haben – ganz ähnlich der seiner Kleidung.

Als bei einem Versuch ein Gefäß mit grauem Pulver zu Bruch geht und er sich in der Apotheke eine neue Ration sowie einige andere Dinge für seinen Versuch besorgen möchte, fallen ihm seltsame Dinge dort auf. Überhaupt fühlt er sich an diesem Tag anders als sonst, irgendwie freier. Dass Herr Rosenberg sich ebenfalls merkwürdig verhält, wundert Eduart zwar noch mehr, aber er lässt die seltsamen Dinge einfach seltsam sein und gibt seine Bestellungen auf. Am Tag der Abholung wird er vor der Apotheke von einem Auto erfasst, durch die Luft geschleudert – und überlebt ohne einen einzigen Kratzer. Klar, dass das Ärzte und Tests auf den Plan ruft, aus deren Fängen Eduart von seinen Freunden Hugo und Felix befreit wird.

Was folgt, muss jeder Leser selbst herausfinden, denn hier mehr zu verraten würde zu sehr spoilern und den möglichen Lesespaß sowie die Spannung nehmen. Nur so viel sei verraten: Die Autorin versteht es, Spannungsbögen aufzubauen und abrupt enden zu lassen, manche Fäden zielen leider ins Leere und doch will man wissen, wie es weitergeht und schließlich endet. Die Mischung aus Mystery, Science Fiction, Fantasy und Jugendliteratur übt einen gewissen Reiz aus, der jedoch nur unzureichend bedient wird. Aus der Idee hätte man sehr viel mehr holen können und mit etwas mehr Liebe zur Sprache und zu den Charakteren wäre Elke Keller vielleicht auch besser gelungen, das Leserherz für sich zu gewinnen.

Die Charaktere sind sehr klischeehaft gestaltet – typische Außenseiter, typische Rudeltiere und Rudelanführer, typische Verräter – fast ist man gelangweilt von dieser stereotypen Gestaltung wichtiger Protagonisten. Dazu kommt, dass die Autorin durch ihre Sprache und unnütze Zwischenbemerkungen diskriminierend wirkt, was insbesondere bei Jugendliteratur eine schwierige Sache darstellt. So manches Mal schüttelt man als (erwachsener) Leser den Kopf, wo Jugendliche möglicherweise Humor und Amüsement entdecken. Das ist schade, denn gerade in der heutigen Zeit sollten Bücher Akzeptanz vermitteln und nicht zusätzlich gegen die gesellschaftlichen „Randgruppen“ aufhetzen. Insbesondere der „dicke“ Hugo bekommt des Öfteren Seitenhiebe zu spüren – auch von seinen eigentlich besten Freunden, wobei man sicherlich manches als freundschaftliches Necken abtun könnte.
Trotzdem hat Nebeljunge auch erzieherischen Wert, denn die Freundschaft ist anfangs sehr einseitig, doch im Laufe der Erzählung wächst Eduart mit seinen neu entdeckten „Fähigkeiten“ und öffnet sich seinen Mitmenschen.

Sprachlich und erzählerisch bietet Elke Kellers Debüt nichts, was man als besonders bezeichnen könnte. Einige sehr ins Auge fallende grammatikalische Fehler, die dem Lektorat entgangen sind, stoßen Sprachliebhabern sauer auf und die Autorin muss noch lernen, mit den Worten zu spielen und sie ihre Wirkung selbst entfalten zu lassen. Das Buch ist seicht geschrieben und dementsprechend dümpelt auch die Handlung vor sich hin – bis auf einen starken, aber verhältnismäßig kurzen Mittelteil hinterlässt Nebeljunge ein Gefühl der Gleichgültigkeit – es wäre auch nicht schlimm gewesen, wenn das Buch an einem vorbeigezogen wäre.

Durch das recht offen gehaltene Ende stellt sich natürlich die Frage, ob die Autorin einen weiteren Versuch in der Literatur-Branche wagen wird. Potential ist erkennbar und wenn sie an ihrer guten Idee festhält und an ihrer Umsetzung arbeitet, könnten eventuell folgende Bände um den Nebeljungen Eduart und seine Freunde durchaus lesenswert sein. Es bleibt also abzuwarten, ob und wie man wieder von Elke Keller hören wird.

Fazit:

Für Jugendliche ohne hohen literarischen Anspruch dürfte Nebeljunge eine gewisse Spannung inne haben. Die Grundidee der Geschichte lässt viel erhoffen, die Umsetzung hingegen ruft den Vergleich mit einem Kartenhaus wach. Unpassende und vor allem unnötige, versteckte und auch offensichtliche Diskriminierungen schmälern das ohnehin schon sehr rare Lesevergnügen noch zusätzlich. Für eventuelle zukünftige Bücher sollte die Autorin mehr an sich halten.

Wertung:

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 2,5/5
Lesespaß: 1,5/5
Preis/Leistung: 1,5/5

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