Elke Pistor Eifler Zorn

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Inhaltsangabe zu „Eifler Zorn“ von Elke Pistor

Im beschaulichen Gemünd wird, bei Abrissarbeiten eines alten Gebäudes, die Leiche eines Jungen gefunden – grausam zu Tode geprügelt, mit abgeschnittener Hand. Niemand kennt ihn, niemand vermisst ihn. Wer ist der Tote und haben die satanischen Rituale, die seit kurzem im Nationalpark durchgeführt werden etwas mit dem Geschehen zu tun? Kurz darauf wird – an der selben Stelle – eine zweite Leiche geborgen. Wieder ohne Hand. Ina Weinz beginnt zu ermitteln und gerät in einem Sumpf aus Missgunst, Neid und Schikanen. Dann verschwindet auch noch ihre Stieftochter Henrike. Wird sie das nächste Opfer sein?

Spannend ohne Splatter. Ausgefeilte, glaubwürdige Figuren mit Background, ein verzwickter Fall, psychotisches Gespür. Ein toller Krimi.

— Heinrich-18

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  • guter Regionalkrimi

    Eifler Zorn

    melli.die.zahnfee

    16. June 2016 um 20:23

    Im beschaulichen Gemünd wird, bei Abrissarbeiten eines alten Gebäudes, die Leiche eines Jungen gefunden – grausam zu Tode geprügelt, mit abgeschnittener Hand. Niemand kennt ihn, niemand vermisst ihn. Wer ist der Tote und haben die satanischen Rituale, die seit kurzem im Nationalpark durchgeführt werden etwas mit dem Geschehen zu tun? Kurz darauf wird – an der selben Stelle – eine zweite Leiche geborgen. Wieder ohne Hand. Ina Weinz beginnt zu ermitteln und gerät in einem Sumpf aus Missgunst, Neid und Schikanen. Dann verschwindet auch noch ihre Stieftochter Henrike. Wird sie das nächste Opfer sein?Der dritte Teil um Ina Weitz hat mehr Tiefgang als die Vorgänger ist aber trotzdem in der lockeren sprachlichen Form geschrieben die Frau Pistor so unverwechselbar macht. Die Protagonisten sind charakterlich gut dargestellt und das Leben in der Eifel gut eingefangen. Der Fall fesselt mit mehreren Wendungen und sehr viel mehr Action als die Vorgänger. Klasse. Mir gefällts :)

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  • Spannung ohne Splatter

    Eifler Zorn

    Heinrich-18

    27. June 2013 um 21:45

    Eifler Zorn ist der erste Regiokrimi, den ich mir vorgenommen habe und ich muss sagen - es hat sich gelohnt. Obwohl ich nicht (!) aus der Gegend stamme, konnte ich mich gut in die Atmosphäre einfinden. Der Krimi ist in zwei Zeitebenen aufgebaut, die beide für sich als Einzelgeschichten sehr gut bestehen können. Erst zum Schluss offenbart sich der Zusammenhang, überraschend, aber nachvollziehbar. Der historische Handlungsstrang ist sehr beklemmend in Thematik und Darstellung.  Besonders gut hat mir die Sprache der Autorin gefallen. Sie zieht ins Buch, fesselt und lässt die Figuren sehr plastisch werden. Der Fall hat mich tüfteln und mehr als einmal Vermutungen anstellen lassen, die sich als sehr gut gemachte Finten der Autorin herausstellten. Kurz und gut: Ein sehr lesenswerter Krimi, der mich nicht so schnell losgelassen hat.

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    abuelita

    17. February 2013 um 11:39

    Der dritte Fall mit und um Ina Weinz und meiner Meinung nach steigert die Autorin sich mit jedem Band. Hier werden sehr geschickt Vergangenheit und Gegenwart verknüpft zu einem sehr spannenden Fall, der am Ende logisch zusammenführt. Besonders gut gefiel mir der Handlungsstrang um Paul Weber in der Vergangenheit;sehr gut recherchiert hat die Autorin, wie damals die Verhältnisse waren. Und das nun mit der Gegenwart zusammen zu schildern – eine Meisterleistung. Der flüssige Schreibstil sorgt für viel Lesevergnügen und ich freue mich schon auf den nächsten Band !

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    RitaLeseviel

    13. November 2012 um 11:35

    Im beschaulichen Eifelstädtchen Gemünd sorgen Kommissarin Ina Weinz und ihre Kollegen für Recht und Ordnung. Als in einem Abrisshaus ein Leichenfund gemeldet wird, im Wald verbotenerweise okkulte Feuerstellen auftauchen und Inas neue Teenager-Ziehtochter Henrike mit aufmüpfigen Verhalten punktet, ist es mit der Ruhe vorbei. Gerüchte kursieren und als eine weitere Leiche aufgefunden wird gerät nicht nur Inas Leben ins Wanken. Ob sie mehr wissen? Das Cover von Elke Pistors Dritten Ina Weinz-Krimi wird von zwei hölzernen Karussellpferden geziert. Die Ohren gespitzt, die Nüstern gebläht sehen sie aus, als wären sie auf der Hut und jederzeit Absprungbereit. Dazu der Buchtitel „Eifler Zorn“ – ein Wort, das schon durch seine Schreibweise klar macht, dass es sich hier um etwas Stärkeres als Wut, Unwille, Ärger oder Empörung handelt. Her mit dem Duden: „Zorn - Substantiv, maskulin - heftiger, leidenschaftlicher Unwille über etwas, was jemand als Unrecht empfindet oder was seinen Wünschen zuwiderläuft.“ Meine Neugierde war geweckt. Wenn es jemand schafft mit wenigen Worten eine eindrucksvolle Atmosphäre zu schaffen, dann ist es sicherlich Elke Pistor. Klar und deutlich, ohne Superlative beschreibt sie Orte und Handlungen derartig ruhig und eindringlich, als ob man das Gelesene selbst miterlebt hätte. Es entsteht ein Gänsehauteffekt ohne reißerische Szenarien. Der US-amerikanische Schriftsteller William Faulkner sagte mal: “Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will.“ Elke Pistor beginnt ihren Prolog mit den Worten „Speichel läuft aus seinem rechten Mundwinkel den Hals hinab bis unter das Hemd.“ Sofort stehen Fragen nach dem „wer, wieso und wo“ im Raum, so dass der Leser unvermittelt in die Geschichte hineingezogen wird. Eine permanente unterschwellige Spannung durchzieht den Roman, so dass das Umblätter und weiterlesen ein reiner Reflex zu sein scheint um der Lösung stetig einen Schritt näher zu kommen. Wenn ich an einen der drei „Ina Weinz“-Krimis denke, fallen mir sofort die Worte eindringlich und intensiv ein. Noch bevor ich die ersten Sätze des Buches gelesen habe weiß ich, das hier wird unter die Haut gehen. Irgendwie schafft es Elke Pistor mich mittels des Prologs bereits an die Hand zu nehmen und mich durch die Geschichte zu führen. Hier und da zeigt sie auf Details, verharrt ein wenig in Situationen, um dann die Wanderung stetig fort zu setzen. Es ist diese Stille und Ruhe die mich bei ihr immer wieder fasziniert. Ich gestehe, dass ich bei ihrem ersten Roman „Gemünder Blut“ noch irritiert davon war, da ich kurz zuvor sehr lustige Kurzgeschichten von ihr gelesen und diesen Wechsel nicht erwartet hatte. Ihre Geschichten sind nicht laut und plakativ, ihr Humor hier eher gedämpft, blitzt aber hier und da an einigen Stellen auf. Wie immer legt sie auch im „Eifler Zorn“ wieder den Finger in die Eifler Wunde. Schönfärberei ist nicht ihr Ding. Gerüchte tragen sich schneller als der Nebel hier aufzieht und die Vergangenheit verschwindet nicht einfach in dem man sie vergräbt. Elke Pistor ist hier aufgewachsen und beschreibt Menschen und Situationen genauso, wie sie sie erlebt hat. Leseempfehlung? Ich bitte darum! Für wen? Für alle Freunde des verdammt guten Krimis, welche nicht atemlos auf die nächste Leiche oder den bestialischen Mord an jeder Hausecke warten und mit einer Hauptfigur leben können, welche keine Modellmaße hat, keinen 1A ausgestatteten Loft bewohnt und ihr Lebenspäckchen mit sich herumträgt. Liebe Elke Pistor, ich hoffe, ich darf mich in der Zukunft auf einen weiteren Krimi mit Ina Weinz freuen.

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    adolf_kluth

    06. November 2012 um 17:48

    Bei Abrissarbeiten an einem alten Anwesen in Gemünd entdeckt eine Baggerführerin die Fettwachsleiche eines jungen Mannes. Der Körper weist Spuren schwerer Misshandlungen auf und es fehlen beide Hände. Natürlich wird die Kripo eingeschaltet, doch schon am nächsten Tag findet sich an derselben Stelle schon wieder eine männliche Leiche der man die Hände abgetrennt hat. Letztere ist jedoch frisch. Das kann Sandra Kobler, eine der Polizeibeamtinnen vor Ort, mit Sicherheit bestätigen, noch bevor die Spurensicherung oder der Gerichtsmediziner eingeschaltet wurde. Es ist ihr Mann Arno. Auch im dritten Eifelkrimi von Elke Pistor ermittelt wieder die ehemalige Kriminalhaupkommissarin Ina Weinz als einfache Polizistin nur inoffiziell. Was sie zusammen mit den ermittelnden Kriminalbeamten ans Tageslicht bringt, lässt dem Leser dieses spannenden Romans mehr als einmal die Haare zu Berge stehen. Geschickt mischt die Autorin Handlungs- und Zeitebenen, und führt uns einen menschlichen Abgrund nach dem anderen vor Augen. Ein tolles Buch! Unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    gaby2707

    04. November 2012 um 09:48

    Elke Pistor entführt uns in ihrem Buch in das kleine Städtchen Gemünd in der Eifel und dessen Umgebung. Hier findet die Baggerfahrerin Bianca Friese bei Abrissarbeiten in Mauel eine alte Kiste mit einem Toten. Der junge Mann hat keine Hände mehr. Horst Sauerbier und Judith Bleuder rücken aus Bonn an, um ihre Kollegin Ina Weinz bei den Ermittlungen zu unterstützen... Gerade das Zusammenspiel aus Vergangenheit und Gegenwart, dass sich dann irgendwann zusammenfügt, hat mich an diesem Roman fasziniert. Eindrücklich beschriebene Umgebungen, lebensnah beschriebene Personen, Dialoge, die ich gut mitverfolgen kann und immer wieder Wendungen, die ich nicht erwartet hatte, haben mich an das Buch gefesselt. FAZIT: Ein absolut gelungener Kriminalfall - ein lesenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    Tru1307

    31. October 2012 um 15:51

    Ich lese ja immer gerne etwas Spannendes und mir gefällt es besonders, wenn ein Krimi in einer bestimmten Region spielt und dabei die Umgebung näher bringt. Eifler Zorn ist so ein Buch: Durchweg spannend geschrieben und mit der Verbindung zur Eifel. Ich mag es sehr, wie die Autorin Elke Pistor ihre Geschichte in die Umgebung von Gemünd einfließen lässt, weil man so nicht nur einen interessanten Krimi liest, sondern gleichzeitig noch etwas über die Region erfährt. Im Fall von Eifler Zorn geschieht dies sogar noch in mehrfacher Hinsicht, denn die Autorin verknüpfte verschiedene Zeiten und verbildlicht damit die Umstände vor 100 Jahren genauso gut, wie die Gegenwart. Schon der Einstieg in die Geschichte ist packend, denn man wird Zeuge einer Gewalttat im Jahre 1903. Der Sprung mit dem nächsten Kapitel in die Gegenwart sorgt dann ebenfalls direkt für Spannung, da eine Leiche gefunden wird und erstmal völlig unklar ist, was überhaupt geschehen ist. Man hat keinen Bezug zum Prolog und erfährt erst nach und nach, wie die beiden Zeiten zusammenhängen. Es gibt mehrere Perspektiven neben den zwei zeitlichen Strängen, die im Laufe der Geschichte zusammen finden. Gerade die unterschiedlichen Handlungsstränge sorgen für viel Abwechslung und unterschiedliche Sichtweisen auf die Gemünd und Umgebung. Das Haus, in dem vor 100 Jahren ein Jugenderziehungsheim war, soll in der Gegenwart abgerissen werden und verbindet so beispielsweise Vergangenheit und Gegenwart. Parallel zu dieser Handlung gibt es immer wieder Einschübe aus der Vergangenheit. Man lernt mit Paul die Verhältnisse vor 100 Jahren kennen und welchen Unterschied es zur heutigen Zeit gibt. Die ganze Zeit über fragt man sich, ob Paul die gefundene Leiche ist und doch kommt man nicht wirklich dahinter. Gerade zu Beginn fand ich die vielen Perspektiven verwirrend, aber nach und nach kann man die Personen auseinander halten. Die Charaktere gefallen mir sehr gut, denn sie sind sehr unterschiedlich und menschlich. Jeder hat seine Fehler und Eigenarten und ich fand es sehr interessant, wie sich die Ermittlungen unterschieden. Gerade Ina Weinz, die als einzige aus der Ich-Perspektive berichtet, sticht als Charakter hervor, genau wie Paul, der im Jahr 1903 gelebt und gearbeitet hat. Mir war während der Lektüre übrigens nicht klar, dass Eifler Zorn bereits der dritte Band der "Ina Weinz-Reihe" ist. Ich hatte aber auch nicht den Eindruck, etwas verpasst zu haben, da die Personenkonstellationen gut erklärt waren. Im nachhinein habe ich jetzt aber Lust bekommen, mir die ersten beiden Bücher näher anzuschauen, weil die Charaktere alle in Eifler Zorn sehr gut gezeichnet sind und man sie sicher in den ersten beiden Büchern noch näher kennen lernt. In Eifler Zorn gibt es durch die vier verschiedenen Perspektiven immer nur eine begrenzte Möglichkeit, sich mit den Protagonisten anzufreunden, weswegen ich dazu raten würde, die Reihe mit Band 1, nämlich Gemünder Blut, zu beginnen. Bewertung Eifler Zorn hat mir insgesamt gut gefallen, da die Charaktere interessant gestaltet waren und es mehrere unverhoffte Wendungen gab. Sehr gut ist auch die Verbindung der zwei Handlungsstränge, die nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zeit vor 100 Jahren näher bringen.

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    Katis-Buecherwelt

    30. October 2012 um 21:11

    Klappentext: Niemand kennt den zu Tode geprügelten Jungen, dessen Leiche unter Abrisstrümmern gefunden wird, niemand vermisst ihn. Hat die okkulte Sekte, die im Nationalpark Eifel angeblich ihr Unwesen treibt, etwas mit der schrecklichen Tat zu tun? Der Fund einer weiteren Leiche lässt die Gerüchteküche brodeln. Verleumdung, Schikanen und Missgunst greifen um sich und machen auch vor Kommissarin Ina Weinz nicht Halt. Als ihre Stieftochter verschwindet, erkennt Ina die große Gefahr: Wird Henrike das nächste Opfer sein? Zum Buch: Das Cover zeigt hölzerne Pferdeköpfe, und haben mir schon ein gruseliges Feeling durch deren Gesichtszüge gegeben. Das Buch ist in mehreren Kapiteln unterteilt und in sich in verschiedenen Szenenabschnitten. Zum Anfang jeden Kapitels erhält man viele Informationen aus der Vergangenheit. Erster Satz: "Speichel läuft aus seinem rechten Mundwinkel den Hals herab bis unter das Hemd." Notierte Zeilen/Sätze: „Ein Genie beherrscht zwar das Chaos, aber so genial, dass es hierfür reicht, bist du nicht.“ Meine Meinung: Die Baggerführerin Bianca hat es wahrlich nicht einfach, nicht nur dass sie sich unter den Männern behaupten muss, nein sie findet auch noch eine Kiste mit einer Jungenleiche. Wer dieser Junge ist, ist schwer zu sagen, denn man weiß auch noch nicht wie lange der Junge dort gelegen hat, und außerdem fehlen die Hände des Jungen. Doch schon einen Tag später findet Bianca erneut eine Leiche, doch diese wird schnell identifiziert. Ina Weinz und auch ihre ehemalige Praktikantin Judith und der Kollege Sauerbier werden zu diesem Fall hinzugezogen und die Ermittlungen beginnen. Doch nebenbei hat auch Ina einige familiäre Probleme mit ihrer Stieftochter, diese ist auf einmal verschwunden und Ina macht sich Sorgen, das die Morde mit dem Verschwinden von Henrike etwas zu tun haben könnten. Dies ist der dritte Band um die Kommissarin Ina Weinz und auch mein erst gelesener Teil dieser Reihe. Ich empfand keinen Nachteil, dass ich die ersten beiden Teile nicht kannte, jedoch bekommt man im Laufe des Buches auch sehr viel Lust auf die beiden ersten Teile. Zum Anfang hin hatte ich ein paar Schwierigkeiten beim Lesen, durch die kurzen Sätze, teilweise bestehend nur aus einem Wort und den vielen Personen. Doch nach einiger Zeit konnte ich mich daran gewöhnen sowie auch an den Szenenwechseln. Es gibt einige verschiedene Erzählstränge, wie z.B. über Ina Weinz und ihrer Stieftochter Henrike, sowohl auch über einen Jungen aus der Vergangenheit und anderen familiären Problemen. Diese Problematiken werden dem Leser sehr realistisch vermittelt, was mir sehr gut gefallen hat. Den Kollegen Sauerbier konnte ich nicht sonderlich gut leiden. Die Art wie er mit seinen Kolleginnen sprach und sich deren gegenüber verhielt, hat mich so manches Mal aufgeregt. Der Spannungsbogen nahm beim Lesen immer weiter zu und man konnte nicht bis kurz vorm Ende hervorsehen wie es enden würde, was ich sehr mag, da man dadurch seiner Fantasie und Spürsinn freien Lauf lassen kann. Die Autorin konnte mich für das Genre Kriminalromane total überzeugen und ich werde die beiden vorherigen Teile um Ina Weinz in näherer Zukunft lesen. Fazit: Ein spannender Kriminalroman bis zur letzten Seite in einer wundervollen Idylle. Eine absolute Leseempfehlung für jeden Krimi-Fan oder für alle die es noch werden möchten

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    Gospelsinger

    21. October 2012 um 03:35

    Bianca hat es nicht leicht, sich als Baggerführerin in einer Männerdomäne durchzusetzen. Ausgerechnet sie findet bei Abrissarbeiten eine Leiche. Seit wann der tote Junge dort in der Kiste gelegen hat, ist nicht so einfach herauszufinden, aber auf jeden Fall ist sein Tod schon eine Weile her. Die Fettwachsleiche ist übel zugerichtet; unter anderem sind beide Hände abgeschnitten worden. Schon am nächsten Tag wird erneut eine Leiche mit abgeschnittenen Händen gefunden. Diesmal ist der Tote aber identifizierbar, und er ist gerade erst vor kurzem ermordet worden. Kann es sein, dass die Toten etwas miteinander zu tun haben? Das ist doch angesichts des zeitlichen Abstands eher unwahrscheinlich, oder? Die Ermittlungen gestalten sich recht schwierig für Ina Weintz, die ganz nebenbei auch noch Probleme mit ihrer Ziehtochter Henrike hat. Alleinerziehend mit einem pubertierenden Mädchen fertig zu werden, ist schon bei einem leiblichen Kind nicht einfach. Ihre Kollegin Judith muss sich dafür mit einem erfahrenen, aber chauvinistischen Kollegen herumschlagen. Der zweite Handlungsstrang führt uns in die Vergangenheit. 1903 versucht der junge Paul Weber, seinen Vater als Ernährer der Familie zu ersetzen. Als seine kleine Schwester an Diphterie stirbt, wird Paul in eine Erziehungsanstalt gesteckt. Von nun an ist sein Leben von Misshandlungen und Angst geprägt. Nur die Freundschaft zu Ludwig lässt ihn durchhalten. Aber dann passiert etwas Verhängnisvolles… Die Autorin schafft es, die beiden Handlungsstränge schlüssig und überraschend zusammenzuführen. Zusammen mit dem flüssigen Schreibstil sorgen die Wechsel zwischen den Handlungssträngen für ein hohes Lesetempo. Elke Pistor kann offensichtlich jedes Genre meistern. Ihr Mystery-Roman hat mir ebenso gut gefallen wie ihre Krimis, und auch historische Romane könnte sie schreiben. Denn der Handlungsstrang um Paul Weber ist gut recherchiert und bezieht sich auf reale Begebenheiten. Die sozialen Verhältnisse der damaligen Zeit, die Wohnsituation, die Armut, die Arbeitsbedingungen in den Fabriken und die Schwierigkeiten eines sozialen Aufstiegs sind kompetent geschildert. Wie schon bei ihren anderen Büchern gefällt mir, wie sorgfältig die Autorin mit ihren Charakteren umgeht. Selbst die Nebenfiguren wirken lebendig. Auch diesmal konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und war begeistert von der spannenden Handlung. Weiter so!

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. October 2012 um 07:00

    Bereits mit den zwei ersten Romanen um die Polizistin Ina Weinz Gemünder Blut und Luftkurmord zeigte Elke Pistor ein besonderes Talent zur Figurenzeichnung. Ihr nun vorliegender dritter Roman der Reihe, Eifler Zorn, zeichnet sich wieder durch eine besonders intensive Nähe zu den Protagonisten aus. Auch hier arbeitet die Autorin mit verschiedenen Zeitebenen, die sie geschickt verwebt. Ein Teil spielt in Gemünd Anfang des 20. Jahrhunderts und sie beschreibt die damaligen Verhältnisse in einem Erziehungs- und Ausbildungshaus für Jungen akkurat, aber nie voyeuristisch. Der Leser nimmt teil am Leben dieser Jungen, die teils aus nichtigen Gründen aus ihren Familien gerissen wurden und hier mit Drill und Strenge bis hin zur Brutalität zu guten kaisertreuen Untertanen erzogen werden sollen. Paul ist ein intelligenter Junge, der in dieses Leben hinein katapultiert wird und vor die Wahl gestellt wird, sich opportunistisch zu verhalten oder seine Lebensträume zu begraben. Wie weit geht ein Mensch um sich selbst und die, die er liebt, zu schützen und wie wirken seine Handlungen auch noch nach Jahrzehnten nach? Diesen Fragen geht Elke Pistor auch im zweiten Erzählstrang nach. Dieser ist in der Gegenwart angesiedelt. In einem Abrissgebäude in Gemünd wird eine Leiche gefunden, die dort möglicherweise schon länger liegt. Ihr fehlen beide Hände. Ina Weinz, die sich mittlerweile als Streifenpolizistin ganz gut eingelebt hat, zieht die Kripo Bonn hinzu. Auch die ermittelnden Kollegen sind keine Unbekannten, Judith, deren Mentorin sie einst war und die jetzt eine steile Karriere gemacht hat, und Sauerbier, der kurz vor der Pensionierung steht, müssen ihre Kompetenzstreitigkeiten hintanstellen, um noch einen weiteren Mord zu klären, der Parallelen zum ersten Fall hat. Die Ereignisse werde teilweise aus Ina Weinz' Sicht in der Ich-Perspektive erlebt, was eine ganz besonders Nähe zu diesem interessanten Charakter schafft. Nicht nur die Schwierigkeiten bei den Ermittlungen werden deutlich, sondern auch das Privatleben der Polizistin, das sich letztendlich nur schwer vom dienstlichen trennen lässt, wird sehr eindringlich geschildert. Sie muss mit einer veränderten Lebenssituation zu Recht kommen, die sicher so manchen überfordern würde. Ina, die schon damit abgeschlossen hatte, kinderlos zu bleiben, hat die Verantwortung für eine pubertierende Dreizehnjährige übernehmen müssen und findet sich nun auf einmal in der Rolle der alleinerziehenden berufstätigen Mutter wieder. Neben einer Handlung, die ihre Spannung auch, aber nicht nur, aus den beiden scheinbar gegensätzlichen Erzählsträngen bezieht, ist es vor allem die Figurenzeichnung, die diesen Krimi zu etwas Besonderem macht. Jede der handelnden Figuren sieht sich irgendwann einmal mit einer Grenze konfrontiert, an der sie sich entscheiden muss, ob sie sie überschreitet oder im schlimmsten Fall zu Grunde geht. Das geht unter die Haut und bringt den Leser emotional sehr nah an die Figuren. Auch ohne großes Blutvergießen und Gemetzel ist Eifler Zorn ein spannender Roman, der tief in die menschliche Seele blicken lässt.

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    Sue71207

    18. October 2012 um 18:59

    Eifler Zorn ist der dritte Band einer Reihe in der Ina Weinz die Hauptrolle spielt. Die ersten beiden Bände habe ich leider nicht gelesen. Ob das ein Nachteil ist, weiß ich nicht so recht zu beurteilen. In Eifler Zorn wird Ina Weinz zu dem Fundort einer Leiche gerufen. Bei dem Abriss eines Hauses ist eine Kiste gefunden worden in der eine Leiche steckt. Dieses Opfer wurde schwer misshandelt und ihm wurden beide Hände abgetrennt. Ina Weinz und ihre Kollegin Sandra Kobler informieren das Morddezernat und somit sind zwei weitere Ermittler (Judith Bleuler und Horst Sauerbier) an dem Fall beteiligt. Der Leser wird darauf gestoßen das Ina, Judith und Sauerbier eine gemeinsame Vergangenheit haben, darauf wird aber nicht weiter eingegangen und es ist für den dritten Band vom Prinzip her (zumindest was den Mord angeht) nicht notwendig. Einen Tag nach dem Fund der ersten Leiche wird eine zweite gefunden, dieses mal ist es allerdings der Mann von Sandra Kobler. Die Ermittlungen laufen in viele Richtungen, mit vielen verschiedenen Hinweisen, und die Autorin versteht sich hervorragend darin bis zum Schluss die Lösung offen zu lassen. Da die Erzählung aus 4 verschiedenen Perspektiven erfolgt kann man sich an keinen Protagonisten so richtig gewöhnen. Niemand wird einem so nahe gebracht das man sich mit ihm verbunden fühlt, dazu ist die Szene an sich immer viel zu kurz. Hier kann es natürlich hilfreich sein die ersten beiden Bände zu kennen, dort werden die Protagonisten (zumindest Ina und Judith) bestimmt detaillierter vorgestellt. Den einzigen Protagonisten den man hier etwas besser kennen lernt ist Paul. Paul lebt im Jahr 1903 in Gmünd (wo der Krimi spielt) und wir erfahren etwas über sein Leben in dieser Zeit. Was das alles mit den Morden in der Gegenwart zu tun hat, bleibt dem Leser ebenfalls bis zum Schluss verborgen. Am interessantesten fand ich Paul seine Geschichte. Vielleicht werde ich mir die ersten beiden Bände noch zulegen um Ina und Judith noch etwas besser kennen zu lernen. Eifler Zorn umfasst gerade einmal 224 Seiten und aufgrund des leicht zu lesenden Schreibstils hat man das Buch schnell durchgelesen. Ich denke als Einzelbuch ist Eifler Zorn zwar ganz nett, aber aufgrund der fehlenden Informationen zu den Protagonisten nicht unbedingt zu empfehlen. Wen etwas blass dargestellte Protagonisten nicht stören kann auch gern nur den 3 Band lesen, allen anderen empfehle ich bei Band 1 zu beginnen.

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    Pichi

    16. October 2012 um 21:26

    Eifler Zorn von Elke Pistor ist der dritte Fall von Kommissarin Ina Weinz. Der Regionalkrimi lässt sich jedoch, auch ohne die Vorgänger zu kennen, sehr gut lesen. Natürlich ist es immer schöner bei Krimireihen alle Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Den Schreibstil fanden wir am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da der Stil durch Sätze mit nur einem Wort oft zu einem stockenden Lesen führte. Allerdings muss man sagen, dass die Sätze immer zur Situation passten und die Stimmung des Buches und vor allem auch die Gefühle der Personen dadurch besser zur Geltung kamen. Wir haben uns auch relativ schnell daran gewöhnt und ansonsten lässt sich das Buch auch sehr flüssig lesen. Die Story hat verschiedene Handlungsstränge, die alle die Erlebnisse von sehr unterschiedlichen Protagonisten schildern und somit auch aus einer anderen Sichtweise geschrieben sind. Das Erlebte von der Hauptprotagonistin Ina ist dabei in der Ich-Form geschrieben. Eine von den Handlungen liegt in der Vergangenheit und befasst sich mit einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen. Die Situation der Familie und vor allem die des Jungen hat Elke Pistor wunderbar beschrieben, so dass man sich (leider) die Verhältnisse gut vorstellen kann. Bei den Handlungssträngen der Gegenwart haben wir oft das Leben der Protagonisten durcheinander gebracht. Mit und mit konnten wir aber alles besser zuordnen und uns auf das Eigentliche der Story konzentrieren. Warum wir so durcheinander geraten sind, können wir nur mutmaßen. Vielleicht weil bei allen Handlungen Frauen als Protagonisten dienten. Wie die einzelnen Personen miteinander verbunden sind und wie alle Handlungsstränge zusammengehören, erfährt der Leser im Laufe des Buches. Dass man verschiedene Storys liest, hat das Buch interessanter und gleichzeitig auch etwas spannender gemacht. Wir waren sehr gefesselt von den einzelnen Storys, obwohl sie für unseren Geschmack teilweise noch spannender hätten sein können. Dafür waren die Charaktere und ihr Leben umso einnehmender. Durch gute Beschreibungen konnte man sich die Personen wunderbar vorstellen und ihre Gefühle sowie ihr Verhalten gut nachvollziehen. Elke Pistor hat es geschafft durch einige Aussagen uns immer wieder zu verwirren. Angestrengt haben wir versucht jedes einzelne Indiz auseinander zu pflücken, um die Mordfälle aufzuklären. So konnten wir unseren E-Book Reader kaum aus den Händen legen und wollten unbedingt das Ende erfahren, auch wenn es immer mehr vorhersehbar wurde. Fazit: Wir lesen kaum Krimis, aber wir haben uns jetzt dazu entschlossen zumindest die vorangegangenen Fälle von Ina Weinz zu lesen, da uns „Eifler Zorn“ sehr gut gefallen hat. Phil und Charly von Lesende Kater

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    VeroNefas

    15. October 2012 um 19:29

    Inhalt: Im beschaulichen Gemünd wird, bei Abrissarbeiten eines alten Gebäudes, die Leiche eines Jungen gefunden – grausam zu Tode geprügelt, mit abgeschnittener Hand. Niemand kennt ihn, niemand vermisst ihn. Wer ist der Tote und haben die satanischen Rituale, die seit kurzem im Nationalpark durchgeführt werden etwas mit dem Geschehen zu tun? Kurz darauf wird – an der selben Stelle – eine zweite Leiche geborgen. Wieder ohne Hand. Ina Weinz beginnt zu ermitteln und gerät in einem Sumpf aus Missgunst, Neid und Schikanen. Dann verschwindet auch noch ihre Stieftochter Henrike. Wird sie das nächste Opfer sein? Kritik: Gleich zu Beginn vermag dieses Buch zu fesseln: Es wird augenscheinlich geschildert, wie ein junger Mann zu Tode gefoltert wird. Gleich darauf springt die Handlung in Ort und Zeit und eine Baggerführerin findet durch Zufall eine Leiche, als sie in den letzten Zügen ihres Tagwerks ist. Diese sehr geschickt gemachten Perspektivwechsel ziehen sich durch das ganze Buch: zum einen wird die Geschichte des jungen Paul erzählt, der in einer undefinierten Zeit als Kind einer Arbeiterfamilie in ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Zum anderen schildert die Autorin die aktuellen Geschehnisse in Gemünd aus Sicht diverser Charaktere und dem Leser ist schnell klar, dass sie vergangenen Ereignisse einen Bezug zu den Leichen der Gegenwart haben müssen. Nur welchen? Elke Pistor lädt den Leser geradezu ein mitzudenken und die Zusammenhänge aufzudecken, dabei führt sie den geneigten Rätselrater aber immer wieder aufs Glatteis. Unerwartete Wendungen in beiden Handlungssträngen sorgen für konstante Spannung und lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen. Wer Elke Pistor kennt, der kennt auch ihre Charaktere: Manchmal so erschreckend menschlich, dass man fast ins Buch springen möchte, um sie vor einer Dummheit zu bewahren, die man selbst auch begehen würde Manchmal ein bisschen nervig, wie gute Freunde es eben sind. bzw. sein können, aber in jedem Fall liebenswert. Wer sie kennen lernt, der wird nicht mehr auf sie verzichten wollen und man freut sich – so wie ich – bei jedem Buch auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten und darauf neue Figuren kennen zu lernen. Zwar können die Bücher aus der Reihe um Ina Weinz einzeln gelesen werden, aber es empfiehlt sich doch das Leben und Wirken der Figuren von Anfang an mitzuerleben. Um so mehr wachsen sie einem ans Herz, denn natürlich bleiben auch die Geschehnisse der vorherigen Bücher nicht ganz folgenlos für den jeweils aktuellen Roman. Auch wenn mich “Gemünder Blut” und “Luftkurmord” schon sehr gut unterhalten haben, hat die Autorin bei diesem Buch noch einmal eins drauf gelegt: “Eifler Zorn” ist nach meinem Empfinden das bisher beste Buch der Reihe. Fazit: Auf sehr angenehme Art erzählt Elke Pistor authentische, aus dem Leben gegriffene Geschichten um glaubwürdige Charaktere, angesiedelt in einer eher unscheinbaren, aber sehr beschaulichen Gegend, verwoben in einem spannenden Krimi. Überraschende Verwicklungen und Verstrickungen, aber auch offensichtliche Zusammenhänge machen diesen literarischen Ausflug in die “mörderische Eifel” zu einem wahren Vergnügen. Auch für “wenig Leser” sind die Regionalkrimis von Elke Pistor sehr gut geeignet, da die Bücher mit ihren ca. 250 Seiten nicht übermäßig lang, dafür aber um so knackiger erzählt sind. 5/5 Sternen

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    I_love_books

    10. October 2012 um 22:04

    Elke Pistor erzählt uns einen Eifel-Krimi aus zwei Perspektiven: Gemünd um 1900 und Gemünd im Hier und Jetzt. Die Zeitspanne von über einem Jahrhundert erscheint groß, gar fast unüberbrückbar und dennoch ist es der Autorin gelungen die zwei Zeitstränge spannend und logisch miteinander zu verknüpfen. Schnell wird dem Leser bewusst, dass die Vergangenheit und die Gegenwart eines gemeinsam haben: In beiden Jahrhunderten wurde ein brutaler Mord vollübt und beiden Opfern fehlen die Hände! Zum Inhalt Einerseits erfährt man die Geschehnisse aus dem schicksalhaften Leben des Jungen Paul Weber. Er kommt aus sehr einfachen, armen Verhältnissen. Und er trägt eine große Bürde auf seinen Schultern – muss er doch seine Eltern und Geschwister mit dem Hungerlohn aus einer Fabrikarbeit ernähren. Paul ist clever und geschickt. Er hat Ideen, welche die Unfälle der Fabrikarbeiter minimieren könnte. Doch ein Aufwiegler und Besserwisser kommt weder beim Vorarbeiter noch beim Fabrikbesitzer gut an. Er wird kurzer Hand vor die Tür gesetzt. Doch das sollte nicht das Schlimmste sein, was Paul erleben muss. Seine Schwester stirbt an Diphtherie und er wird seiner Familie entrissen. Von nun ab wird er im Gemünder “Bildungsheim für Handwerker” untergebracht. Mit heutigen Ausbildungsstätten kann man das nicht vergleichen, es entsprach eher einer Erziehungsanstalt. Damals herrschte “Zucht und Ordnung” und wer nicht gehorsam und fleißig war, dem drohte Prügel und vieles mehr… Andererseits spielt die Handlung in Gemünd in der heutigen Zeit. Auf der Baustelle eines Abrisshauses taucht die Leiche eines Jungen in einer Holzkiste auf, dem die Hände fehlen. Auf den ersten Blick schaut die Leiche noch recht “frisch” aus – jedoch stellt sich heraus, dass es sich um eine sogenannte Fettwachsleiche handelt. Das Opfer kann also mindestens seit acht Wochen oder sogar bis zu mehreren Jahrzehnten in der Kiste gelegen haben. Nur dem Ausschluss von Sauerstoff und stehendes Gewässer ist es zu verdanken, dass die Leiche nicht verweste. Judith Bleuler und Kommissar Sauerbier werden auf den Mordfall angesetzt. Auch die allseits bekannte Ina Weinz ist in die Ermittlungen involviert, obwohl sie längst nicht mehr in der Mordkommision tätig ist. Das Verhältnis zwischen Sauerbier und Weinz ist mehr als unterkühlt und Sauerbier wird seinem Namen mehr als gerecht: er ist engstirnig und mürrisch, das macht die Zusammenarbeit für Judith nicht gerade einfach. Noch tappen die Ermittler im Dunkeln, als plötzlich der Ehemann von Ina’s Kollegin Sandra Kobler ebenfalls tot aufgefunden wird. Auch ihm wurden die Hände entfernt. Was geht in Gemünd vor sich? Hat das irgendetwas mit den okkulten Dingen im Wald zu tun, weswegen Ina schon länger ermittelt? Als auch noch Ina’s Stieftochter Henrike verschwindet, wird ihr Angst und Bange – ist Henrike in Lebensgefahr? Mein Fazit Der Mix aus historischen Roman und Eifel-Krimi ist erfrischend, auch wenn man anfänglich erst mal den Überblick über die Handlungszeiträume und die vielen Personen gewinnen muss. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und ich persönlich könnte mir vorstellen, das Elke Pistor gut ein zweites Autoren-Standbein neben dem Eifel-Krimi aufbauen könnte: Der historische Roman.

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  • Rezension zu "Eifler Zorn" von Elke Pistor

    Eifler Zorn

    silberfischchen68

    10. October 2012 um 19:40

    Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag, der lange in der Vergangenheit liegt, genauer gesagt 1903. Zwei Erzählstränge laufen parallel (1903 und Gegenwart), ohne zu verwirren oder sich gegenseitig auszubremsen. In der Gegenwart teilt sich die Handlung zu Anfang noch weiter auf – auf zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Das Buch hat „nur“ 220 Seiten und ich bin der Autorin sehr dankbar, dass sie nicht der Versuchung erlegen ist, mehr Seiten zu schinden. Die Handlung ist so nicht einfach nur kurz sondern sehr knackig und ein Pageturner. Die Sequenzen aus der Vergangenheit nehmen zwar ein wenig Fahrt aus der Handlung, nicht aber die Spannung. Langeweile geht anders. Ich habe mir ein ganzes Buch lang den Kopf zerbrochen, was wohl die Vergangenheit mit der Gegenwart zu tun hat, wie sich dieses zusammenfügt am Ende…und bin vermutlich nicht die Einzige, die bis zum Schluss geglaubt hat, dass der tote Junge …nein, mehr verrate ich nicht. Die Kommissarin Ina Weinz ist vor allem eins: authentisch. Sie handelt auch in diesem Buch wieder so, dass ich als Leserin automatisch sage: ich glaube das so, das ist natürlich, logisch und menschlich. Eine großartige Frau mit Fehlern und eine tolle Kommissarin für einen Krimi. Und was bei mir mit Sicherheit hängen bleiben wird ist das popcornig. Aber in diesem Buch habe ich kein hartes Maiskorn gefunden. Fazit: Beste Krimi-Unterhaltung mit einer stimmigen Story und Charakteren, die alles andere als oberflächlich gezeichnet sind. Lesenswert! Weiterempfehlenswert!

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