Elke Pistor Kraut und Rübchen

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Inhaltsangabe zu „Kraut und Rübchen“ von Elke Pistor

Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urururgroßmutter eine Serienmörderin war? Und noch dazu eine, die sich aufgrund der sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreute? Vor dieser Frage steht die Großstadt-Journalistin Katharina Rübchen, als sie auf dem geerbten Familienbauernhof alte Aufzeichnungen findet. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, Die Dörfler bangen um lange gewahrte Geheimnisse, ihr Chefredakteur drängt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat.

Tolle Abendlektüre, die einem Städter das Landleben inklusive Kräuterkunde näher bringt und Lust auf mehr Krimis der Autorin macht.

— Huebscher
Huebscher

kurzweiliger Landkrimi mit Pflanzenkunde! herrlich!

— leseratte29
leseratte29

Genial!!!

— MrsFoxx
MrsFoxx

Warnung: Diese Buch ist keine Anleitung zum Mord!

— RitaLeseviel
RitaLeseviel

Vergnüglicher Landkrimi in schöner Aufmachung!

— matthias66
matthias66

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  • Ich liebe dieses Buch

    Kraut und Rübchen
    melli.die.zahnfee

    melli.die.zahnfee

    16. June 2016 um 20:29

    Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urururgroßmutter eine Serienmörderin war? Und noch dazu eine, die sich aufgrund der sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreute? Vor dieser Frage steht die Großstadt-Journalistin Katharina Rübchen, als sie auf dem geerbten Familienbauernhof alte Aufzeichnungen findet. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, Die Dörfler bangen um lange gewahrte Geheimnisse, ihr Chefredakteur drängt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat.Ich habe es " aus Versehen zweimal" gelesen, weil ich vergessen hatte es einzutragen. Und hab mir nach kurzer Zeit gedacht : " Egal das Buch ist so toll lies es nochmal":  Spannend sind halt die Sequenzen des Tagebuches. Hier wird auf ganz tolle Weise das Leben früher mit einer spannenden Krimihandlung vermischt. Und dieses Tagebuch hat Konsequenzen bis in die Jetztzeit. Klar es ist ein bisschen skurril und auf jeden Fall abgefahren und mit Sicherheit kein klassischer Krimi, aber wer sich einfach mal ganz toll unterhalten lassen möchte und  humorigen Tiefgang mag ist mit diesem Buch ganz toll bedient .

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  • Kräuterkunde inbegriffen

    Kraut und Rübchen
    Huebscher

    Huebscher

    23. March 2016 um 13:48

    Diese Buch sprach mich direkt durch die Aufmachung an. Eine kleine Einführung in die heimische Kräuterkunde mit abschließenden Rezepten ergänzen diesen runden Krimi auf eine informative Weise. Die Heldin passt als sperrige Städterin hervorragend in das beschauliche ländliche Leben, das mich sehr stark an die Umgestaltung von Bad Münstereifel erinnert, um es zu überzeichnen. Der Plot ist stimmig und spannend erzählt. Die Charaktere sind liebevoll angelegt und nachvollziehbar in ihrem Handeln. Der Krimi macht auf jeden Fall Lust, mehr von der Autorin zu lesen.

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  • Was anderes, leider Ende zu knapp

    Kraut und Rübchen
    babylu

    babylu

    29. July 2015 um 11:00

    Hat mir sehr gut gefallen, vorallem da es eine Mischung aus Krimi und etwas Schnulze war- aber nicht zu viel. Die Sprünge in die Vergangenheit fand ich auch sehr, sehr spannend. Alles in allem echt gut, nur leider war das Ende zu knapp, ich hätte doch gern erfahren wie es Frau Rübchen auf dem Land ergeht.

  • Lustig , verschroben , aber stark

    Kraut und Rübchen
    melli.die.zahnfee

    melli.die.zahnfee

    21. June 2015 um 21:39

    Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urahnin eine Serienmörderin war? Noch dazu eine, die sich aufgrund der sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreute? Als Journalistin Katharina Rübchen auf dem geerbten Familienbauernhof in Kleinhaulmbach alte Aufzeichnungen findet, stellen sich einige Probleme: Die Dörfler bangen um lange gewahrte Geheimnisse, ihr Chefredakteur drängt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat. Dieser Krimi von Elke Pistor macht Laune.Er ist nicht sehr blutig also für jeden Leser geeignet, und bietet jede Menge Klischees aber sehr pointiert so dass man eher darüber schmunzeln kann, wie klischeebehaftet das Leben tatsächlich auch ist.der Sprachstil ist prima.Man ist sofort mitten im Geschehen und sowohl Wortwahl als auch Handlung sind sehr einfach, so dass man dieses Buch ohne großes Nachdenken munter "weglesen" kann. Klasse , mehr davon :)

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  • Zwischen Stall und Steno

    Kraut und Rübchen
    gaby2707

    gaby2707

    ...so stellt sich Katharina Rübchen, 32 und Journalistin, die Überschrift zu ihrem Artikel, den sie über ihr neu gewonnenes Landleben schreiben will, nicht vor. Sie hat von ihrer Tante einen alten Familienbauernhof geerbt und will nun herausfinden, ob sie für das Landleben geschaffen ist. Ein Haus, das im Schlamm versinkt, poröse Wände und ein löchriges Dach, eine schwang-ere Ziegenherde und eine Art Tagebuch, in dem von Mord die Rede ist - will sie sich das wirklich antun? In den alten Sachen ihrer Tante Marion findet sie ein Tagebuch, das mit dem Datum 13. März 1898 beginnt. Und je weiter sie hier liest, desto mehr Zweifel kommen ihr über ihre weiblichen Vorfahren, die sich allesamt sehr gut mit (Gift-)Kräutern aus kannten und diese auch angewandt haben. Die Dorfbewohner haben aber auch noch ein anderes Problem:   Bauunter-nehmer Froböss will die Häuser des kleinen Ortes aufkaufen und dort ein Einkaufszentrum ansiedeln. Kann Katharina hier helfen? Elke Pistor begibt sich mit ihrem Landkrimi auf für mich ganz ungewohntes Terrain. Aber genau wie ich es von ihren anderen Büchern gewohnt bin, hat sie mich auch hier sehr gut unterhalten und ich habe wieder etwas gelernt, nämlich über Kräuter. Vor jedem der 19 Kapitel finde ich eine Zeichnung eines Krautes mit genauer Beschreibung. Die Dorfbewohner werden sehr vielschichtig und interessant beschrieben. Besonders gefallen mir die Ziegen mit den Namen von bekannten Holly-wood-Diven: Rita (Hayworth), Marilyn (Monroe) und Jane (Fonda) zusammen mit ihrem Ziegenbock Ludwig. Aber auch eine kleine Liebesgeschichte bahnt sich an zwischen Katharina und dem Tierarzt des Ortes, den sie schon von klein auf kennt. Dass Katharina die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt finde ich sehr gut und sehr gelungen. Die Seiten aus dem Tagebuch, das Katharina liest, werden kursiv dargestellt und heben sich so gut vom Rest der Geschichte ab. Die Rezepte, der im Buch angesprochenen Gerichte oder Getränke werden am Schluss des Buches zusammen gefasst. Hier werde ich bestimmt das ein oder andere mal ausprobieren. Sehr gute Unterhaltung gemischt mit etwas Spannung muss nicht immer blutrünstig sein. Also ran und lesen!  

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    • 3
    Arun

    Arun

    17. September 2014 um 16:20
  • Elke Pistor - Kraut und Rübchen - kurzweiliger Landkrimi mit Pflanzenkunde!

    Kraut und Rübchen
    leseratte29

    leseratte29

    20. August 2014 um 18:23

    Rucki zucki hatte ich das Buch durch. Mein zweites Buch von Elke Pistor und es hat mir sehr gut gefallen! Die Autorin schreibt sehr plastisch, was mir immer sehr gut gefällt bei einem guten Buch. Auch die Pflanzenkunde vor jedem neuen Kapitel fand ich sehr spannend. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt auch ohne dass das Blut getrieft hat :) Klare Leseempfehlung!

  • Abenteuer Landleben

    Kraut und Rübchen
    MrsFoxx

    MrsFoxx

    Zu lange hat Katharina Rübchen ihre Tante Marion nicht mehr besucht. Als sie nach deren Tod das Häuschen auf dem Land samt Ziegen und Kräutergarten erbt, herrscht erst einmal innerer Aufruhr in der Journalistin. Ihr Ex-Freund und Chef mit seinen unmöglichen Führungspraktiken gibt schließlich den Ausschlag: Katharina fährt aufs Land um zu entscheiden was sie mit dem Erbe anfangen möchte. Durch Zufall stößt die junge Frau auf ein altertümliches Tagebuch, welches ihr eine große Überraschung beschert: was tut man, wenn man erfährt dass die eigene Ururgroßmutter eine Serienmörderin war?? Mit einem Augenzwinkern erzählt Elke Pistor gemeinsam mit ihrer Ich-Erzählerin Katharina eine ungeheure Mordserie, festgehalten in einem mit Kräutern illustrierten Tagebuch. Die Illustrationen von verschiedenen Kräutern finden sich auch im richtigen Buch wieder, was das Ganze zu einem wirklich stimmigen Bild macht. Katharina schließt man gleich ins Herz, freut und ärgert sich mit ihr. Die Tagebucheinträge die im Buch kursiv gedruckt sind machen diesen Landkrimi zu einem Pageturner, den man in einem Rutsch durchlesen kann. Der angenehm flüssige und heitere Schreibstil der Autorin tun ihr übriges dazu, dass die Spannung niemals abreißt. Dies wird nicht mein letztes Buch von Elke Pistor gewesen sein. Fazit: Ein toller Landkrimi der Lust auf mehr macht! Absolute Leseempfehlung von mir!

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    • 3
    joleta

    joleta

    20. June 2014 um 14:24
  • Ein schöner Roman für zwischendurch

    Kraut und Rübchen
    Nady

    Nady

    28. April 2014 um 19:43

    Klappentext: Schwarzer Humor von seiner grünsten Seite. Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urururgroßmutter eine Serienmörderin war? Und noch dazu eine, die sich aufgrund sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreut? Vor dieser Frage steht die Großstadt-Journalistin Katharina Rübchen, als sie auf dem geerbten Familienbauernhof alte Aufzeichnungen findet. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Die Dörfler bangen um lange bewahrte Geheimnisse, ihr Chefradakteur dränt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat… Rezension: Katharina Rübchen erbt ein Bauernhof von ihrer Tante. Als sie dort hinfährt, um den Besitz zu begutachten, weiß sie letztendlich nicht, wie sie mit dem Erbe weiter umgehen soll. Sie fühlt sich in ihrem jetzigen Berufsfeld nicht mehr sehr wohl und überlegt, ihr Großstadtleben aufzugeben und hier neu anzufangen. Doch so richtig kann sie sich nicht entscheiden. Dann findet sie in dem Haus ein sehr altes Tagebuch, in dem Ihre Urururgroßmutter Eintragungen gemacht hat. Als Katharina anfängt, in dem Buch zu lesen, erfährt sie  Dinge, die sie nie für möglich gehalten hat. Ihre Urururgroßmutter war eine Serienmörderin. Doch ihre Beweggründe machten sie im Dorf, zumindest bei den Frauen, sehr beliebt. Katharina ist hin und weg von der Geschichte ihrer Vorfahrin. Und dann ist da auch noch die Nachbarin von Katharina, die unheimliches Interesse an dem Buch als auch an der Kräutersammlung ihrer Tante hat. Und warum sind die Dorfbewohnerinnen ihr gegenüber so skeptisch? Und dann taucht auch noch die Polizei auf Meine Meinung: Ein wunderbarer Roman, der mich sehr begeistert hat. Es lässt sich sehr entspannend lesen, da der Schreibstil wirklich super ist. Ich finde jedoch, dass es kein „Landkrimi“ ist, den das eigentliche Verbrechen fand 1898 statt. Natürlich ist man sehr gespannt darauf, was die Dorfgemeinschaft zu verbergen hat und warum ihre Tante so hochangesehen war.  Aber wer einen richtig spannenden Krimi erwartet, wird hier nicht bedient. Es ist einfach ein wunderbarer Roman für schöne gemütliche Lesestunden.

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  • Hat mich wunderbar unterhalten!

    Kraut und Rübchen
    Nirena

    Nirena

    30. March 2014 um 18:42

    Bei Land- und Regionalkrimis muss man auf vieles gefasst sein - nur nicht auf eine ernsthafte Krimihandlung. Da man das normalerweise vorher weiß, kann man seine Erwartungen entsprechend anpassen. Dennoch ist und bleibt - zumindest bei mir - jeder "Krimi" dieses Bereichs ein Lotteriespiel - es gibt tolle Regionalkrimis, wie beispielsweise die Kluftinger-Reihe, die ich persönlich ausgesprochen gern lese und dann gibt es da.....nennen wir sie mal "die anderen". Ich habe mittlerweile einige Autoren sogenannter Regionalkrimis auf dem Zettel, von denen ich tunlichst die Finger lasse. Da ich von Elke Pistor bereits "Gemünder Blut" gelesen habe und davon sehr begeistert war (die weiteren Teile der Reihe sollen natürlich auch noch folgen), hat mich "Kraut und Rübchen" direkt neugierig gemacht. Entgegen ihrer Reihe um Ina Weinz ist hier tatsächlich nicht mit einer ernsthaften Krimihandlung zu rechnen - aber das stört nicht im geringsten! Für mich war tatsächlich schon nach wenigen Seiten klar - dieses Buch gefällt mir! Der unterhaltsame und mitunter bös pointierte Schreibstil hat mich direkt in seinen Bann geschlagen und hey, der Kater der Hauptprotagonistin heißt "Herr Hoppenstedt", DAS ist doch mal ein Katzenname! Blieb nur noch zu hoffen, dass die Autorin diesen Stil bis zum Ende durchhält.....und auch das war kein Problem! Katharinas Erfahrungen mit dem Landleben und der entsprechenden Bevölkerung, nicht zu vergessen mit "dem Teufelszeug" und auch der Gegensatz zu ihrem "alten" Leben bzw. zu ihrem Exfreund und Noch-Chef - beim Lesen kommt man aus dem Schmunzeln nicht heraus. Im Gegensatz dazu sind die Rückblenden in Tagebuchform deutlich ernsthafter und mitunter tatsächlich spannend - ein reizvoller Kontrast! Gerade jetzt, wo das Wetter zum Lesen im Freien einlädt - ein wunderbar unterhaltsames Buch mit spannenden Einsprengseln. http://ninis-kleine-fluchten.blogspot.de/2014/03/elke-pistor-kraut-und-rubchen.html

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  • Außen bieder, innen unterhaltsam und spannend

    Kraut und Rübchen
    Lisbeth76

    Lisbeth76

    09. February 2014 um 15:58

    Die JournalistinKatharina Rübchen ist recht schnell dazu entschlossen, den Bauernhof ihrer Tante Marion, den sie nach deren Tod geerbt hat zu verkaufen. Zuviel Arbeit hält das alte Bauwerk parat, eine merkwürdige Nachbarin und obendrein eine renitente Ziegenherde die es zu hüten gilt. Doch als Katharina im Mauerwerk das Tagebuch einer ihrer Urahninnen findet, ist ihre Neugier schnell geweckt. Ist sie tatsächlich die Nachfahrin einer Serienmörderin? Was hat es auf sich mit der Geheimniskrämerei der Dorfbewohner und welche Rolle spielt Katharina dabei? Kraut und Rübchen ist eine sehr kurzweilige und spannende Geschichte bei der es immer wieder etwas zu Schmunzeln gibt. Erzählt wird aus der Vergangenheit, welche Katharina aus dem Tagebuch erfährt und der Gegenwart, in der den Bewohnern von Kleinhaulmbach große Probleme in´s Haus stehen. Dazu kommt eine aufkeimende Beziehung zwischen Katharina und dem Tierarzt Alex, die ebenfalls zunächst nicht ganz problemlos erscheint. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt die Kräuterkunde, jedes Kapitel beginnt mit der Abbildung einer Pflanze und einer Erklärung zu ihren Eigenschaften, die nicht immer gesundheitsfördernd sind. Mit der Hilfe von so manchem Kraut kann man sich unbeliebter Mitmenschen entledigen, wie es im Tagebuch geschrieben steht. Kraut und Rübchen ist das erste Buch welches ich von Elke Pistor gelesen habe, aber sicher nicht das letzte, da es mich super unterhalten und mit einem flüssigem Schreibstil überzeugt hat.

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  • Gegen Rübchen ist kein Kraut gewachsen

    Kraut und Rübchen
    daskleinebuechercafé

    daskleinebuechercafé

    03. February 2014 um 15:53

    Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urahnin eine Serienmörderin war? Noch dazu eine, die sich aufgrund der sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreute? Als Journalistin Katharina Rübchen auf dem geerbten Familienbauernhof in Kleinhaulmbach alte Aufzeichnungen findet, stellen sich einige Probleme: Die Dörfler bangen um lange gewahrte Geheimnisse, ihr Chefredakteur drängt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat.    Katharina Rübchen hat das Haus ihrer Tante Marion in Kleinhaulmbach geerbt. Marion stellte Pflanzenmischungen her, bei ihr gab es Unmengen an Kräutern, daran konnte sich Katharina noch gut dran erinnern. Zuerst wollte sie es verkaufen ohne überhaupt noch einmal dort gewesen zu sein. Nach der Trennung von ihrem Freund, der zugleich auch ihr Chef ist, beschließt Katharina nach Kleinhaulmbach zufahren. Was sie dort erwartet hätte sie in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet.  Ein akkurat aufgeräumtes Haus, als wäre man kurz im Urlaub gewesen, Post sortiert und 4 Ziegen! Rita, Marylin, Jane und der Bock Ludwig. Sie wäre am liebsten sofort wieder abgehauen, tja wenn da nicht dieses Buch gewesen wäre…ein sehr altes Buch, eine Kladde mit Ledereinband.  „ Sie wollte nicht, dass er litt. Deswegen war die Auswahl der Mittel von besonderer Bedeutung. Einen schnellen, vor allen Schmerzen befreiten Tod kann man auf vielerlei Weisen herbeiführen“  Nun konnte sie nicht mehr weg, sie musste hinter die Geschichte des Buches kommen. Ging es um Mord? Was hat dieses Buch bei ihrer Tante zu suchen. Dann kommt auch noch die Polizei und macht Andeutungen, dass es mit dem Tod eines Mannes von einer Patientin von Marions Ungereimtheiten gab! Die Freundinnen der Tante machen alle so seltsame Andeutungen „ von wegen sie (Katharina) wüsste schon Bescheid und würde ihren Weg weiter gehen“. Der Tierarzt Alex, scheint auch mit den Frauen unter einer Decke zu stecken. Dann erscheint auch noch Boris, ihr Ex-Freund und Noch-Chef, er will sie unbedingt wieder mitnehmen. Katharina ist in einer Zwickmühle, was soll sie machen?    Elke Pistor hat es wieder geschafft mit ihrem lockeren und natürlichen Schreibstil einen Landkrimi der besonderen Art zuschreiben.  Die Protagonistin Katharina, nimmt uns in ihrer Geschichte mit in eine Geschichte die gut 100 Jahre zuvor passiert ist. Zusammen mit Herrn Hoppenstedt, ihrem Kater, erlebt sie das Landleben von einer besonderen Seite. Sie verlässt ihren arroganten und von sich selbst eingenommenen Freund Boris und stürzt sich in das Abenteuer Kleinhaulmbach und stolpert nicht nur über Alex mit dem sie als Kind zusammen spielte und nun der Tierarzt des Ortes ist.  Katharina erfährt Dinge über ihre Verwandtschaft, die sie vielleicht gar nicht hätte wissen wollen.  Die Protagonisten Hidda, lebt 100 Jahre vor Katharina in Kleinhaulmbach. Sie zeigt uns wie schwer das Leben als Magd auf einem großen Hof und wie wichtig die Kräuterkunde schon damals war. Wer welche Rechte hatte und wie viele Frauen unter ihren brutalen Männern zu leiden hatten.  Elke Pistor zeigt wieder, dass sie auf dem Lande groß geworden ist, denn so kommt die Beschreibung des Dorflebens, der Zusammenhalt aber auch der Argwohn, den Zugereisten gegenüber mit einer solchen Ehrlichkeit rüber, dass „Kraut und Rübchen“ nicht zur Seite gelegt werden kann.    Das Cover finde ich einfach super, es sieht fast so aus wie das „Heilpflanzen-Taschenbuch von 1908“ in meinem Bücherregal. Es passt perfekt zu einem Landkrimi. Zu Beginn eines jeden Kapitels werden verschiedene Kräuter auch mal ein Pilz, mit ihren Eigenschaften vorgestellt, so bekommt man die ein oder andere Vorstellung wie es machen Personen ergangen ist. Besonders haben mir im Anschluss, die vielen Rezepte gefallen. Sie werden mit Sicherheit aus probiert. http://www.daskleinebuechercafe.de/autoren-p-s/pistor-elke/kraut-und-r%C3%BCbchen/

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  • WAS SIE SCHON IMMER ÜBER GIFTKRÄUTER WISSEN WOLLTEN ...

    Kraut und Rübchen
    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    20. January 2014 um 08:01

    Ein kleiner Einblick in den Klappentext: Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urahnin eine Serienmörderin war? Noch dazu eine, die sich aufgrund der sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreute? Als Journalistin Katharina Rübchen auf dem geerbten Familienbauernhof in Kleinhaulmbach alte Aufzeichnungen findet, stellen sich einige Probleme: Die Dörfler bangen um lange gewahrte Geheimnisse, ihr Chefredakteur drängt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat. Meine Gedanken zu dem Buch: "Kraut und Rübchen" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Elke Pistor gelesen habe und ich muss sagen: ich bin begeistert! Dieser Landkrimi um die doch sehr sympathische und neugierige Protagonistin Katharina Rübchen konnte mich mit seinem tollen Humor fesseln und immer wieder zum Lachen bringen. Katharina ist eine reine Stadtpflanze und doch zieht es sie zum Haus ihrer verstorbenen Tante aufs Land ins Dörfchen Kleinkulmbach, welches ihr vererbt wurde. Mittlerweile als Journalistin für ein Landhaus-Magazin tätig, hat sie doch Biologie studiert und freut sich auf den großen Kräutergarten ihrer Tante in idyllischer Atmosphäre. Doch von Idylle keine Spur! Dafür viele morsche Stellen am Haus, eine neugierige und auch etwas merkwürdige Nachbarin und freche Ziegen im Garten, die unheimlich gerne ausbüchsen und für Chaos sorgen. 'Nichts wie weg hier' denkt sich Katharina - doch dann findet sie in einem Hohlraum der Hauswand ein altes Tagebuch, dass nur ihre Tante dort versteckt haben konnte. Dieses in Leder gebundene Büchlein weckt ihre Neugierde und sie beginnt zu lesen und schon die ersten Seiten ziehen sie in den Bann. Über hundert Jahre als ist die Schrift und die Verfasserin des Inhalts muss eine Vorfahrin sein. Doch was dort geschrieben steht, sogt für Gänsehaut bei Katharina. Kann das Möglich sein? "Ein Haus, das im Schlamm versinkt, poröse Wände, eine schwangere Ziegenherde und eine Art Tagebuch, in dem von Mord die Rede ist. Nichts davon fand sich auf der imaginären Wunschliste, die ich mir für mein neues Leben auf dem Land gebastelt hatte." - Zitat Seite 30 Derweil bahnen sich auch einige verwunderliche Ereignisse im Dorf an, die ebenfalls ihre Aufmerksamkeit fordern. Katharina ahnt, dass die alten Tagebucheinträge auch heute noch sehr präsent sind und sie beginnt, nachzuforschen. Als ihr auch noch eine hohe Summe für das alte Häusschen geboten wurde, damit es einem Einkaufszentrum Platz machen kann, beschließt sie endgültig, zu bleiben und sucht - inspiriert vom Grundgedanken ihrer Vorfahren - auf ihre Art nach einer Lösung für die Dorfprobleme. Erzählt wird dieser Landkrimi aus der Sicht der jungen Katharina in der ich-Perspektive und gibt so einen herrlichen Blick auf ihren humorvollen und und manchmal etwas sarkastischen Charakter frei. Äusserst gelungen ist der ständige Switch zwischen der Gegenwart und der alten Zeit, aus der das Tagebuch ursprünglich stammt. Immer wenn Katharina etwas Zeit zum Lesen findet, dürfen wir als Leser dies auch verfolgen, da die jeweiligen Tagebucheinträge - kursiv dargestellt - die ganze Geschichte durchziehen. Zu jedem Kapitelbeginn trifft man auf eine Zeichnung eines Krauts mit der jeweiligen Bezeichnung und natürlich dessen Wirkung (positiv als auch negativ...) Besonders zu erwähnen ist auch, dass alle Rezepte zu den Gerichten, die in dem Krimi vorkommen, im hinteren Teil des Buches in einer Rezepte-Sammlung zu finden sind, unter anderem auch Rezepte aus Kräutern, wie zum Beispiel Hustensaft oder Kräuter-Likör ( aber nur die positiv wirkenden Rezepte, wohl gemerkt...;-)) Tiere spielen ebenfalls eine grosse Rolle und gerade diese sorgen für einen schönen Humor, der mich immer wieder auflachen ließ. Herr Hoppenstedt, der macht, was er will oder auch die Ziegen, die frech für viel Chaos sorgen. Schon beim Gedanken an die Cabrio-Szene muss ich immer wieder lachen. Kurz & gut - mein persönliches Fazit Mein erster Roman von Elke Pistor wird definitiv nicht mein letzter gewesen sein! Ich war sehr positiv angetan vom Schreibstil und liess mich fesseln und mitreissen. In einem Rutsch habe ich das Buch gelesen, ohne es aus der Hand zu legen. Die gelungene Mischung aus Spannung und Humor haben mir sehr gefallen und ich fühlte mich durchgehend bestens unterhalten. Ein toller Landkrimi mit einem 'grünen Daumen' der ganz besonderen Art! © Rezension: 2013, Alexandra buecherkaffee.blogspot.de

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  • Amüisanter Landkrimi

    Kraut und Rübchen
    susanna_montua

    susanna_montua

    13. January 2014 um 19:39

    Meine Meinung: Ich möchte mich entschuldigen, dass diese Rezension so lange auf sich warten ließ. Gleichsam möchte ich mich bei Elke Pistor für das traumhafte Landpaket bedanken, welches ich mit samt dem Buch bekommen habe. Nun, das Cover ist klasse und definitiv kein zweites Mal in meinem Regal zu finden. In einem Buchladen hätte ich es wahrscheinlich als Kräuterbuch identifiziert, doch es steckt sehr viel mehr darin, was rasch klar wird. Katharina Rübchen ist die authentische Protagonistin des Buches. Eine Frau mitten im Leben. Gut, das Leben ist etwas chaotisch, aber das macht sie sympathisch. Genauso wie ihr Kater Herr Hoppenstedt – ein toller Kerl, wenn er sich mal blicken lässt. Alex, der Dorftierarzt hingegen ist eine Wucht. Das muss sich auch Katharina zugestehen. Nun, die Sprache ist einfach, ausschmückend, ein wenig ironisch und voller liebevoller Details. Ich konnte in dem Buch noch richtig was lernen. Gerade das Maiglöckchen-Kapitel trieb mir den Schweiß auf die Stirn, da unser gesamter Pfad zum Haus voller Maiglöckchen blüht – ich glaube, hier muss ich was dagegen tun. Jedenfalls fand ich diesen Wechsel von Tagebuch-damals und dem hier und jetzt sehr gelungen. Fazit: Ich wusste ehrlich nicht, was ich zu erwarten habe und wurde dann angenehm überrascht. Elke Pistor hat hier einen Krimi aufgebaut und kommt, wenn man es genau nimmt, mit relativ wenig Nervenkitzel und Adrenalin aus. Sie hat gewissermaßen einen Krimi in einen Krimi gepackt und das ganze in eine ländliche Umwelt gesetzt. Darüber hinaus steckt in diesem Buch jede Menge Recherche und Liebe, wenngleich ich etwas Repekt habe, was die Rezepte am Ende anbelangt ;) Weshalb ich eine Katze abziehe? Mir hat ein wenig das Rätsel raten gefehlt. Es wurden wohl Rätsel eingebaut, genauso wie einen Bösewicht und Überraschungen, aber der letzte Schubs, der war nicht ganz so greifbar für mich. Aber, und das betone ich stark, dieses Buch lohnt sich für Krimifans definitiv, denn hier kommt man auf seine Kosten – und ja, Blut gibt es auch ;)

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  • Kräuter sind immer hilfreich ...

    Kraut und Rübchen
    RitaLeseviel

    RitaLeseviel

    15. December 2013 um 23:11

    Raus aufs Land! Nachdem die Journalistin Katharina Rübchen sich mit ihrem Ex-Freund und gleichzeitigen Arbeitgeber Björn überworfen hat, will sie im alten, von ihrer Tante geerbten Landhaus nach dem Rechten schauen. Gemeinsam mit Kater „Herr Hoppenstedt“ findet sie ein doch sehr in die Jahre gekommenes Haus in Kleinhaulmbach, vier Zwergziegen, Nachbarn mit unkonventionellen Verhaltensmustern und ein über einhundert Jahre altes Notizbuch vor, welches sich mit damit befasst, unliebsame Zeitgenossen mittels Kräuter aus dem Verkehr zu ziehen. Natürlich ist Katharinas Neugierde gepackt. Verstärkt durch das seltsame Verhalten der Dorfbewohner und dem Interesse des ortsansässigen Tierarztes an ihrer Person, vertagt sie ihre Flucht zurück in die Stadt um dem ein oder anderen Geheimnis auf die Spur zu kommen. Wie ein besticktes/bedrucktes Leinentuch kommt das Buchcover von Kraut und Rübchen daher. Rustikal aber nicht altbacken, mit der Zeichnung eines Roten Fingerhuts in jedem Fall passend zum Genre Landkrimi. „Dieses Buch ist keine Gebrauchsanleitung, auch wenn einige der hier aufgeführten Pflanzen sich durchaus eignen, ungeliebten Zeitgenossen durch nicht sachgemäßen Umgang erheblichen Schaden zuzufügen.“ Soviel zum Thema „ Die Dosis macht das Gift“. Richtig dosiert hat in jedem Fall Elke Pistor, welche den Spagat von lustig und ernst in ihrem Roman ohne Probleme bewältigt hat. Lustig ist schon der Gedanke, dass eine Stadtpflanze sich plötzlich dem bodenständigen Landleben hingeben möchte und dieses ein wenig verklärt wie in ihren Reportagen der Zeitschrift „Natürlich Land“ erwartet. Doch anstatt Speckpfannkuchen bratender Nachbarinnen, farbenprächtiger Patchwork-Decken und eitlen Sonnenschein erwartet die Hauptperson Katharina Matsch, neugierige Menschen und eine Zwergziegenherde mit unverwüstlichen Freiheitsdrang. Dass ebendiese nicht nur einmal zu erhebliche Sachschaden führen wird, erwähne ich nur am Rande. Ernst wird es, wenn Elke Pistor den Leser in die Welt von Hilda, der Urheberin des Notizbuches, einführt. Ihre Aufzeichnungen der Dienstmagd und Kräuterfrau gehen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Eine Zeit, in denen der Wert einer Frau an der Anzahl der geborenen Söhne gemessen wurde und sie nur unwesentlich höher in der Rangordnung war, als die beste Magd eines Hofes. Hier spielt die Autorin wieder ihre nachdenkliche Seite aus. Sie zeigt auf, mit welcher Härte das Leben und die Natur den Menschen in der damaligen Zeit begegneten. Vor allem zwei Frauen, welche ohne einen Bauern als Oberhaupt versuchten einen Hof zu bewirtschaften. Und sie zeigt auf, wie klug diese Frauen mit ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen ihr Leben meistern. Zweifelsfrei wird im Roman mit Klischees gespielt. Da gibt es trinkfreudige Landfrauen, renitente Ziegen und einen naturphobischen Ex-Freund. Eingebunden in die Story erfüllen diese allerdings ihren Zweck, zumal dadurch wunderbare Passagen entstehen. „Auf Marion“, sagte sie laut, hob ihr Glas und trank es in einem Zug leer. Wir taten es ihr nach. Der Schnaps brannte in meinem Hals, und kurzzeitig fragte ich mich, ob ich dadurch Gefahr lief, mein Augenlicht zu verlieren.“ Jane hatte sich nicht bewegt. Sie stand wie angewachsen und steckte ihr Maul glückselig in ein hoch stehendes Büschel Kräuter, zupfte und fraß genüsslich. Sie ignorierte mich, als ich ihr das Seil um den Hals legte, und behielt diese Ignoranz auch konsequent bei, als ich daran zog. Sie rührte sich keinen Millimeter. Sie hatte ihr Frühstücksparadies gefunden und würde es nicht kampflos wieder aufgeben. Dabei war Björns intensivster Berührungspunkt zur Natur der Kauf eines in Plastikfolie verhüllten Blumenstraußes im örtlichen Discounter … Fahrrad fahren hieß für ihn, auf dem Trimm-Rad zu strampeln, während er eine Folge seiner Lieblingsfernsehserie ansah … Sonntagsausflüge führten ihn prinzipiell ins Kino oder manchmal ins Theater. Ohne viele Schnörkel schafft Elke Pistor viel Atmosphäre, lässt Orte und Personen plastisch wirken. Sie vermittelt viel Wissenswertes zu Kräutern und Pflanzen, welche im Buch dargestellt durch alte Zeichnungen und schöne Kurzbeschreibungen, und durch die die einzelnen Kapitel unterteilt werden. Die in den Anhang gestellten Rezepte, wie zum Beispiel „Das Teufelszeug aus Kapitel 8“ sind ein zusätzliches Highlight und sollten unbedingt ausprobiert werden. Keine Angst, es handelt sich nur um Rezepte, welche eine wohltuende Wirkung auf Körper und Geist auswirken. Abschließende Beurteilung? Eine gekonnte Mischung von alt und neu, humorigen und ernsten Abschnitten, eingepackt in einen ausgesprochen unterhaltsamen und kurzweiligen Krimi, der sich in jedem Fall zu lesen lohnt. Leseempfehlung? Selbstverständlich.Für wen? Aufmerksame Spaziergänger, Balkon und Gartenbesitzer, Flora- und Fauna-Liebhabern, Stadt- und Landmenschen, Jung und alt – für jedermann.

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  • Ein Krimi, der keiner ist, aber gut

    Kraut und Rübchen
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    27. November 2013 um 08:34

    Katharina Rübchen ist Journalistin und wurde gerade von ihrem Freund, der auch ihr Chef ist, abserviert. Da passt es ihr gut, dass sie von ihrer Tante Marion ein Häuschen auf dem Land geerbt hat, in das sie nun auch gedenkt, einzuziehen. Das Häuschen entpuppt sich nicht ganz als das, was sie in Erinnerung hatte. Sie findet durch Zufall ein altes Tagebuch von einer ihrer Urahninnen, die ihr offenbaren, dass diese eventuell eine Serienmörderin war. Sie kann es nicht glauben, zumal es, wie es scheint, eine Tradition geworden zu sein schien. Trotz allem war diese Ahnin eine geachtete Frau. Das Dorf befindet sich momentan gerade im Clinch mit einem Bauherren, der alle Häuser aufkaufen will, um ein Einkaufscenter dort anzusiedeln. Die Bewohner aber wehren sich. Als sie Katharina weismachen, sie möge doch die Arbeit ihrer Tante Marion weiterführen, ist Katharina sich nicht wirklich klar, was genau sie von ihr wollen.  Ein Landkrimi so ganz ohne Toten. Zumindest keine in der Gegenwart. Spannend ist das Buch trotzdem. Katharina Rübchen muss nämlich aus einem gefundenen Tagebuch erfahren, dass eine oder vielleicht auch mehrere ihrer Ahninnen Mörder waren. Still und heimlich haben sie gemordet, meistens mittels Kräuter, die sie selbst gesammelt und zusammengestellt haben. Keiner dieser Morde geschah jedoch aus Eigennutz oder Gier, sondern nur, um größeres Unheil zu verhindern. Man kann beim Lesen dieser Aufzeichnungen von Hilda dieser gar nicht böse sein, weil man als Leser die Gründe gut nachvollziehen kann. Katharina, eigentlich eine Stadtpflanze, muss sich im Ländlichen erst zurechtfinden. Die Nachbarn sind gewöhnungsbedürftig und zum Teil rätselhaft. Was meinen sie damit, sie möge Marions Aufgaben übernehmen und weiterführen? Worin bestand deren Aufgabe? Ja, sie hat sich sehr gegen das Bauvorhaben gewehrt, aber hat sie auch gemordet? Auf alle Fälle sammelte sie Kräuter und wusste über diese Bescheid. Was genau erwarten die Dorfbewohner nun von ihr? Für mich war es das erste Buch der Autorin Elke Pistor und ich kann schon vorab sagen, dass es nicht das letzte gewesen sein wird. Den Schreibstil der Autorin kann ich nur als mitreißend bezeichnen, sie hat mich sofort in die Story hineinkatapultiert und nicht mehr losgelassen. Obwohl es sich Krimi nennt, ist es das nicht im herkömmlichen Sinne. Es gibt keine Toten und keine Ermittler und trotzdem kommen Verbrechen darin vor, die aber schon vor langer Zeit verübt wurden und dem Leser in Form von Aufzeichnungen der Täterinnen übermittelt werden. Der Leser solidarisiert sich mit den Mörderinnen, weil die Morde eigentlich nur die Antwort auf deren Verhalten ihren Mitmenschen gegenüber sind. Katharina ist hin und her gerissen, hat sie doch die Vermutung, dass auch ihre Tante Marion eine dieser Frauen war.  Sie traut sich nicht, jemanden direkt danach zu fragen und ist sich auch ihrer Aufgabe im Dorf nicht klar bewusst. Katharina ist eine ausgesprochen sympathische Protagonistin, mit der man alles hautnah miterlebt, da das Buch aus ihrer Perspektive geschrieben wurde. Als sie gemeinsam mit Herrn Hoppenstedt, ihrem Kater, ins Häuschen zieht, ahnt sie noch nicht, dass ihr Leben vollständig auf den Kopf gestellt wird. Vor jedem Kapitel findet man eine Zeichnung eines Krauts, das es in der freien Natur überall zu finden gibt. Dazu gibt es eine Erklärung zu diesem Kraut, ebenso seine Wirkung in der Medizin bzw. seine Wirkung des Giftes. Das Cover ist schlicht gehalten mit der Abbildung eines Fingerhutes und trotzdem sehr ansprechend. Die Klappbroschüre aufgeklappt lässt den Leser eine wunderschöne "Blumentapete" vorfinden. Nach der Danksagung im Buch gibt es noch eine Zusammenstellung von Rezepten, die im Buch Thema waren. Selbst die Pilzsuppe ist zu finden, aber in "entschärfter" Form. Mit diesem Buch ist man gut beraten, wenn man Unterhaltung sucht, ein wenig Spannung, durchgeknallte Ziegen (1 Bock und 3 Ziegen, die wirklich machen, was sie wollen) oder einfach nur ein guites Buch lesen möchte.  Ich hatte Spaß damit, mochte die Protagonistin und ihr chaotisches Leben und kann dieses Buch nur weiterempfehlen.  

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