Elke Schneefuß

 3,9 Sterne bei 242 Bewertungen
Autor*in von Die Frauen vom Alexanderplatz, Die Postbotin und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Elke Schneefuß, Jahrgang 1960, lebt in Lüneburg, ist verheiratet, hat eine Tochter und arbeitet als Juristin. Ihre Studienzeit verbrachte sie in Berlin und Kiel. In dieser Zeit lernte sie Schleswig-Holstein kennen und lieben und entwickelte ein besonderes Interesse für historische Themen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Elke Schneefuß

Cover des Buches Die Frauen vom Alexanderplatz (ISBN: 9783453423565)

Die Frauen vom Alexanderplatz

 (121)
Erschienen am 12.01.2020
Cover des Buches Die Postbotin (ISBN: 9783453426634)

Die Postbotin

 (91)
Erschienen am 10.10.2023
Cover des Buches Im Wechsel der Gezeiten (ISBN: 9783426426340)

Im Wechsel der Gezeiten

 (8)
Erschienen am 31.03.2014
Cover des Buches Ein letzter schöner Sommer (ISBN: 9783426426357)

Ein letzter schöner Sommer

 (9)
Erschienen am 31.03.2014
Cover des Buches Die Frauen vom Alexanderplatz: Roman (ISBN: B07QN8L1H9)

Die Frauen vom Alexanderplatz: Roman

 (1)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Das rote Kliff (ISBN: 9783861903284)

Das rote Kliff

 (12)
Erschienen am 18.08.2014

Neue Rezensionen zu Elke Schneefuß

Cover des Buches Die Postbotin (ISBN: 9783453426634)
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Rezension zu "Die Postbotin" von Elke Schneefuß

Nur mit Mut kann man die Welt verändern!
Eva_Gvor 24 Tagen

Berlin, 1919: Regine hat es satt. In den Jahren während des Krieges waren Frauen gut genug, die Arbeit der Männer zu verrichten und dabei auch noch nur die Hälfte von deren Gehältern zu verdienen. Doch nun, wo der Krieg zu Ende ist, sollen alle Frauen wieder entlassen werden und Kriegsheimkehrer die Stellen übernehmen. Regine mag ihre Arbeit als Postzustellerin und beschließt, dass etwas getan werden muss. Zuerst mit Lotte, später dann mit Emma, versucht sie den Frauen bewusst zu machen, dass sich nur etwas ändert, wenn man aufsteht und für sich einsteht. Allerdings hat Regine nicht den gewünschten Erfolg und muss auch in ihrem Privatleben einsehen, dass manche Kämpfe anstrengend sind, denn als sie die wahre Liebe gefunden hat, haben ihre Eltern andere Pläne und Regine muss auch dort deutliche Worte sprechen... Evi ist Regines beste Freundin und lebt auch in deren Nachbarschaft. Ihr ergeht es aber gänzlich anders, denn ihre Mutter neigt zu Depressionen und ist nicht im Stande, ihre Probleme selbst zu lösen. Nachdem der Vater die Familie verlassen hat, ist nur noch Evi übrig, um die Mutter zu versorgen und den Alltag am Laufen zu halten. Obwohl der Krieg bereits seit einem Jahr vorüber ist, wartet sie immer noch auf die Rückkehr ihres Bruders Gerald und kümmert sich auch darum, ihn endlich zu finden. 

Elke Schneefuß berichtet in diesem fesselnden Roman über die Arbeitsbedingungen der Frauen, die während dem Ersten Weltkrieg die gesamte Wirtschaft am Laufen hielten und nun wieder zurück in ihre Rolle als Hausfrauen gedrängt werden sollen. Regine ist eine mutige junge Frau, die sich perfekt als Protagonistin eignet und mit viel Engagement für ihre Rechte und die ihrer Kolleginnen kämpft. Dennoch spürt sie die Widerstände von Seiten der Gesellschaft und der Politik deutlich. Der Autorin gelingt es auch sehr gut zu zeigen, wie stark die Bevölkerung teilweise noch in der Vergangenheit und den angestammten Rollenbildern festhängt. Die Erzählweise ist flüssig und sehr unterhaltsam, sodass das Buch innerhalb eines Tages gelesen werden kann, vorallem wenn das Wetter so regnerisch und trüb ist, wie in den vergangenen Tagen. 

Dieser Roman wurde von mir verschlungen, denn ich mag die Verbindung aus geschichtlichen Hintergründen und einer tollen Protagonistin, die ihren Weg geht und dabei ganz nebenbei die Leser mit in ihre Welt nimmt. Schon auf den ersten Seiten wusste ich, dass ich nur wenige Stunden benötigen werde, um das Buch zu beenden, denn Regine und Evi sind beeindruckende junge Frauen, die bereit sind, für ihre Träume zu kämpfen und dabei aber nicht nur an sich selbst zu denken, sondern auch die anderen Frauen, die dadurch zu ihrem Recht kommen können.

Cover des Buches Die Postbotin (ISBN: 9783453426634)
Woertergartens avatar

Rezension zu "Die Postbotin" von Elke Schneefuß

Soziale (Un-)Gerechtigkeiten vor hundert Jahren
Woertergartenvor 2 Monaten

Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. Während die Männer als Soldaten für das Vaterland gekämpft haben, haben die Frauen ihre Arbeit übernommen. Wie ihr Vater vor ihr trägt Regine Briefe für die Reichspost in Berlin aus. Obwohl sie als Postbotin sehr geschätzt ist, drohen ihr und ihren Kolleginnen die Kündigung, damit die von der Front zurückkehrenden Männer Arbeit bekommen. Regine will aber nicht kampflos aufgeben und sucht Unterstützung bei der Gewerkschaft, wo sie in Kurts Bann gerät.

In ihrem Roman „Die Postbotin“ erzählt Elke Schneefuss nicht nur über die Ungerechtigkeit, mit der die Briefträgerinnen des Berliner Postfuhramt konfrontiert wurden. Dort arbeitet zum Beispiel auch Regines beste Freundin Evi als Telefonistin. Sie muss sich nicht fürchten, durch Männer ersetzt zu werden. Aber, wie viele Frauen der Nachkriegszeit ist sie auf der Suche nach ihrem Bruder, der vom Krieg noch nicht zurückgekehrt.

In einem flüssigen und angenehmen Schreibstil entführt die Autorin die Leser*innen auf den Straßen vom Brunnenviertel im Berlin der Nachkriegszeit. Elke Schneefuss behandelt in ihrer viele interessante Themen der Epoche, wie die Ersetzbarkeit der Frauen und ihre Kampfmöglichkeiten in einer Welt, in der Männer wertvoller sind als Frauen waren. Dazu hat sie auch eine Menge Figuren geschaffen, die sich in Regines und Evis Bannkreis befinden und mit ihnen interagieren. Ob Lotte, Emma oder Bernardine, das teilweise tragische Schicksal der zahlreichen Nebenrollen wird oft angeschnitten, aber das Potential nicht ausgeschöpft. Auch im Bezug auf Regine und Evi bleiben viele Fragen unbeantwortet. Es wäre auf jeden Fall genug Material für ein weiteres Buch.

Trotz dieser Enttäuschung hat mir der Roman gut gefallen, weil die Geschichte eine ausgewogene Mischung von bewegender Fiktion und historischen Gegebenheiten aufweist. Der Epilog, der wie ein Nachwort klingt, stellt die Geschichte wieder in ihren zeitlichen und örtlichen Zusammenhang. Auch wenn die Situation der Frauen sich in den letzten hundert Jahren sich verbessert hat, sind der Kampf um soziale Gerechtigkeit und die Arbeitssuche noch brennend aktuelle Themen.

Cover des Buches Die Postbotin (ISBN: 9783453426634)
käutzchens avatar

Rezension zu "Die Postbotin" von Elke Schneefuß

Eine Zeitreise nach Berlin in Jahre 1919 , starke Frauen kämpfen um ihre Rechte ...
käutzchenvor 2 Monaten

Wer das andere Buch von der Autorin " Die Frauen vom Alexanderplatz " ( das Buch kann ich auch nur empfehlen ) kennt , wird auffallen das auch das Buchcover zu den vorgestellten Buch " Die Postbotin " sehr ähnelt und so ein guter Wiedererkennungswert hat . Beide bücher sind unabhängig lesbar , aber in beiden geht es um starke Frauen aus den neunzehnten Jahrhundert... 

Man merkt beim Lesen das die Autorin für das Buch gut recherchiert hat wie es zu der damaligen Zeit in Berlin wahr , hauptsächlich für die Frauen die um ihr Leben kämpfen mussten , die während des Krieges die Arbeit der Männer übernommen haben wie die Postbotin Regine , nun ist der Krieg vorbei und sie und ihre Kolleginnen befürchten ihre Arbeit an Kriegswiederkehr zu verlieren .. Durch Zufall lernt Regine den Gewerkschafter Kurt kennen , wo sie immer mehr Gefühle zu ihn bekommt ... Wird Kurt ihr und ihre Kolleginnen helfen und er ihre Gefühle erwidern ? Da ist auch noch die beste Freundin von ihr - Evi ...  Ihr ergeht es auch nicht einfacher .. ihr damaliger Geliebter will nix mehr von ihr wissen, aber sie liebt ihn noch , wird sie es schaffen die Liebe wieder neu zu entflammen ? Und wird ihre Suche nach ihren verschollenen Bruder erfolgreich sein ? 

Sehr gut gefällt mir das am Anfang des Buches eine Karte abgebildet ist von der Zeit mit den wichtigsten Schauplätzen vom Buch , was das Geschehen von Buch authentischer macht .. ebenso erfährt man im Epilog der Autorin was aus den Schauplätzen des Romans geblieben ist , ich fand es sehr interessant geschrieben..

Wer ein Buch sucht aus dem neunzehnten Jahrhundert mit starken Frauen aus Berlin kann ich " die Postbotin" aber auch das andere Buch " Die Frauen vom Alexanderplatz" wärmstens empfehlen, ich hoffe das die Autorin weiter über starke Frauen aus dieser Zeit schreiben wird . 

Gespräche aus der Community

Taucht ein in eine turbulente Zeit, kommt mit nach Berlin. Im Jahr 1919 ist der Krieg verloren und die Weimarer Republik gerade erst geboren. Gerüchte über Entlassungen tauchen bei der Deutschen Reichspost auf, die jungen Frauen dort sollen zurück an den Herd. Ihre Arbeitsplätze sind für Kriegsheimkehrer bestimmt. Ein Land im Umbruch und eine junge Frau, die um Lohn und Brot zu kämpfen beginnt…

596 BeiträgeVerlosung beendet
Buecherfreundinimnordens avatar
Letzter Beitrag von  Buecherfreundinimnordenvor 4 Monaten

Das klingt nach einer richtig turbulenten Zeit - 18. Geburtstag, wie toll, da hat man noch so viel vor sich!
Schön, dass du in unserer Runde dabei warst. Hab ganz herzlichen Dank auch für deine Rezension , die liest wirklich gut und hat mir viel Freude gemacht! Wenn es etwas Neues gibt von mir, würde ich mich freuen, wenn wir uns hier wieder treffen - mal schauen, was kommt. Sowohl auf dem Buchmarkt als auch bei Lovely Books verändert sich ja gerade ganz viel….

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