Elke Schneefuß Ein letzter schöner Sommer

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Inhaltsangabe zu „Ein letzter schöner Sommer“ von Elke Schneefuß

Kampen auf Sylt im Frühjahr 1933: Das Hotelierehepaar Ingeborg und Nicolai Boysen wird von einem Berg Schulden niedergedrückt. Doch mit dem Beginn der Feriensaison ist auch die Hoffnung verknüpft, dass es nun wieder aufwärts gehen wird. Da erfährt Nicolai, dass Ingeborg vor Jahren eine Affäre mit dem Inselarzt hatte. Er ist entsetzt und verliert alles Vertrauen in seine Frau. Ist die Ehe der beiden, die sich doch so geliebt haben, noch zu retten?

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  • Rezension zu "Ein letzter schöner Sommer" von Elke Schneefuß

    Ein letzter schöner Sommer

    Sonoris

    09. April 2009 um 11:01

    Wie sie schon in den ersten beiden Teilen der „Sylt“-Trilogie bewiesen hat, hat Elke Schneefuß erzählerisches Talent. Sie vermag es ohne blutige Szenen, wilden Verfolgungsjagden oder Morde, die aufgeklärt werden müssen, Alltagsgeschichten spannend zu erzählen. Diese Alltags- und Liebesgeschichten hat sie vom ersten Teil („Das rote Kliff“) an vor dem Hintergrund der Kaiserzeit und des 1. Weltkrieges Anfang des 20. Jh. bis zum letzten Teil „Ein letzter schöner Sommer“ zu Beginn des 3. Reiches stattfinden lassen. In den ersten beiden Teilen („Das rote Kliff“ und „Im Wechsel der Gezeiten“) bewies sie die Fähigkeit dem Leser die Stimmung dieser bewegten Zeit authentisch zu vermitteln. Sie hat sehr schön beschrieben, was der einfache Bürger zu Beginn des 1. Weltkrieges erlebt haben musste, wie er um seine Existenz bangen musste, aber auch, um die kalte und brutale Realität nicht akzeptieren zu müssen, wie er die ersten Signale des beginnenden Krieges herunterspielte. Dies traf im dritten und letzten Teil der Familiensaga nicht mehr zu. Elke Schneefuß stellt die Charaktere allzu sehr stereotyp und die politischen und sozialen Geschehnisse einseitig dar. In „Ein letzter schöner Sommer“ scheint es nur zwei Kategorien von Charakteren zu geben: Der gute und kluge Sozialdemokrat, der als Opfer dargestellt wird, und der böse, überhebliche und dumme Nationalsozialist, der als Täter auf der Bühne von Elke Schneefuß erscheint. Dadurch wirkt der Roman nicht nur sehr konstruiert, sondern die Charaktere verlieren damit einhergehend an Tiefe und wirken schablonenhaft. Was sich Frau Schneefuß dabei gedacht hat, bleibt nur zu erahnen, und ist an dieser Stelle auch nicht weiter erwähnenswert. Es ist nur schade, dass sie aus der, die in dem 1. Teil begonnene, Familiengeschichte mit einem politischen Hintergrundgeschehen, eine politische Angelegenheit mit einer am Rande erzählten Familiengeschichte macht. Alles scheint nur dem Zweck zu dienen Stellung zu einem politischen Geschehen in den 30iger Jahren zu beziehen. Dadurch gerät nicht nur die spannende Familiendramatik in den Hintergrund, sondern die einzelnen Episoden werden nur kurz angerissen und verlieren erheblich an Tiefe. Wenn Frau Schneefuß einen persönlichen Beitrag zu dem Thema 3. Reich hätte machen wollen, dann wäre ihr geraten gewesen, dies auch in geeigneter Form und an geeigneter Stelle zu tun und nicht dafür die Romanform zu benutzen. Denn solange sie ihre Geschichten nicht von dem Bedürfnis des politischen Beitrages zu stark beeinflussen lässt, macht es Spaß ihre Geschichten aus einer fernen Zeit zu lesen und in die von ihr geschaffene Welt hinabzutauchen.

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