Elke Vesper

 3.9 Sterne bei 60 Bewertungen
Autorin von Die Frauen der Wolkenraths, Die Wege der Wolkenraths und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Elke Vesper

Starke Frauen & berührende Familiensagas: Die deutsche Schriftstellerin wurde 1949 in Hamburg geboren und studierte Germanistik, Romanistik, Geschichte, Philosophie und Psychologie. Ihre Promotion machte sie über französische Literatur. Neben ihrer akademischen Karriere hat sie sich außerdem zur Fremdsprachenkorrespondentin, Lehrerin und Tanztherapeutin fortgebildet. Sie arbeitet seit 1994 als Psychotherapeutin und verbrachte einige Jahre in Frankreich und Spanien. Ihr bekanntestes Werk ist die "Wolkenrath-Saga". Elke Vesper hat drei erwachsene Kinder und lebt abwechselnd in Hamburg, sowie an der Costa Blanca.

Alle Bücher von Elke Vesper

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Buchformat:
Cover des Buches Die Frauen der Wolkenraths9783596175413

Die Frauen der Wolkenraths

 (21)
Erschienen am 01.02.2009
Cover des Buches Die Wege der Wolkenraths9783596703210

Die Wege der Wolkenraths

 (13)
Erschienen am 27.03.2019
Cover des Buches Die Träume der Töchter9783596180165

Die Träume der Töchter

 (9)
Erschienen am 01.12.2010
Cover des Buches Der Wille zur Liebe9783596703951

Der Wille zur Liebe

 (8)
Erschienen am 27.03.2019
Cover des Buches Franziskas Reise9783943446456

Franziskas Reise

 (2)
Erschienen am 10.10.2019
Cover des Buches Verlust und Aufbruch9783810530295

Verlust und Aufbruch

 (1)
Erschienen am 26.09.2018
Cover des Buches Ist unsere Liebe noch zu retten?9783596370702

Ist unsere Liebe noch zu retten?

 (0)
Erschienen am 26.06.2019

Neue Rezensionen zu Elke Vesper

Neu

Rezension zu "Die Wege der Wolkenraths" von Elke Vesper

Abgebrochen
Siko71vor 3 Monaten

Klappentext.

Nachdem die Nazis an die Macht gekommen sind, teilt die Familie Wolkenrath sich in zwei Lager: Während die Männer aus den unterschiedlichsten Gründen durchaus mit den Machthabern sympathisieren, kämpfen die Frauen gegen das neue Regime. Lysbeth versucht mit allen Mitteln, ihren jüdischen Mann Aaron zu schützen, ihre Schwester Stella bespitzelt für ihren englischen Liebhaber die Nazigrößen, mit denen ihr Gatte, der Kapitän Jonny Maukesch, verkehrt. Und Stellas Tochter Angela arbeitet im Untergrund, unterstützt von der über 100jährigen Tante. Die Wolkenraths waren schon immer Meister im Bewahren von Familiengeheimnissen – wird ihnen das auch in diesen schwierigen Zeiten gelingen? 

Ich habe das Buch abgebrochen, ersten ich kenne die voerherigen Bände nicht und zweitens bin ich nicht in die Geschichte reingekommen. Die Geschichte und die detailierten Schilderungen unter Hitler sind sehr gut recherchiert. Aber ich konnte zu keinem der Charaktäre einen Bezug aufbauen und daher ist das Buch für mich persönlich durchgefallen.

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Rezension zu "Franziskas Reise" von Elke Vesper

Starker Roman, leider stellenweise zu langatmig
wbetty77vor 5 Monaten

Franziska kauft sich einen gebrauchten Rolls Royce und fährt darin nach Monaco. Sie ist 57 Jahre alt, konservativ erzogen, früh verwitwet, die Beziehung zu ihrer Erwachsenen Tochter ist distanziert und ihre Mutter, die sie bis zum Ende gepflegt hat, ist kürzlich verstorben. Franziska ist niemanden mehr verpflichtet. Somit ist es an der Zeit ihr farbloses Leben hinter sich zu lassen. Als großer Grace Kelly Fan möchte sie endlich die Dächer über Nizza zu bewundern und sich den Ort der Reichen und Berühmten ansehen. Auslöser für diesen Bruch mit ihrem stillen, gleichförmigen Leben ist eine Krebsdiagnose, die ihr eine Lebenserwartung von einer Fußballsaison in Aussicht stellt. Also ist es ihre letzte Chance Träume zu leben. Für Franziska ein unfassbares Abenteuer.

Eines Abends taucht aus der Dunkelheit eine panische, junge Frau vor Franziskas Wagen auf. Mehr oder weniger freiwillig nimmt Franziska sie mit. Amira heißt die junge Frau und mit ihr bekommt Franziska eine ungeplante und anfangs ungewollte Reisebegleiterin. Durch ihre junge, unkonventionelle Begleiterin lernt Franziska den Reiz des Glücksspiels und die Kunst, den Moment zu leben, kennen. Die beiden Frauen reisen zuerst durch Frankreich und nach Monaco, dann weiter nach Venedig. Doch wie lange dauert eine Fußballsaison? Wann kommt der Zeitpunkt, der Franziska zur Heimkehr zwingen wird? Fragen, die Franziska auf Schritt und Tritt begleiten.

Die Hauptfigur Franziska ist geprägt von der typisch konservativen Erziehung ihrer Generation. Für Frauen lohnt sich keine teure Ausbildung, da sie heiraten und dann für ihre Familie da sein müssen. Eine Frau fügt sich in die Gesellschaft und gibt keinen Grund für Gerede. Das sind die Maßstäbe, die Franziska seit Kindheitstagen zu hören bekommt. So fällt es Franziska schwer sich ihre eigenen Wünsche zu erfüllen, denn im Hinterkopf hört sie immer die Ermahnungen der Eltern. Ihr vor 15 Jahren verstorbener Mann ist immer noch ihre engste Bezugsperson, weil sie es nicht wagt, sich neu zu binden. Stundenlang sitzt sie an seinem Grab und führt endlose Monologe. Die Beziehung zu ihrer Tochter ist angespannt. Durch den fehlenden Vater, den Franziska nicht ersetzen konnte, haben sich Mutter und Tochter entfremdet.

Als Franziska bewusst wird, dass ihre Zeit abläuft, lässt sie ihr Leben Revue passieren, dabei stellt sie fest, dass sie ihr eigenes Glück immer hinten an gestellt hat. Diese Erkenntnis ist ihr Antrieb, endlich an sich selbst zu denken.

Amira ist in dieser Geschichte der Gegenpol. Sie ist jung, frei, unkonventionell und ungebunden. Mit ihrer Art reißt sie Franziska mit. Auch wenn die beiden Frauen hin und wieder aneinander geraten, erleben sie einen wunderbaren Sommer voller Leben.

Der Roman startet kraftvoll. Die zwei unterschiedlichen Frauen raufen sich mit der Zeit zusammen. Es ist herrlich mit ihnen gemütlich durch Südfrankreich zu fahren. Als Leser ist man der unsichtbare dritte Mitfahrer. Im regelmäßigen Turnus wechselt die Gegenwart sich mit der Vergangenheit ab. Die anachronistischen Rückschauen erzählen aus Franziskas Vergangenheit. Der Roman ist in keine Kapitel unterteilt, sondern besteht aus einem Gesamttext, der durch Absätze unterbrochen wird.

Die Hauptfigur Franziska fällt stets zurück in ihre alten Verhaltensmuster. Wenn man sich ein Leben lang in gewohnten Mustern bewegt, streift niemand diese von heute auf morgen ab, dessen bin ich mir bewusst. Jedoch empfand ich die ständigen Rückfälle in alte Verhaltensweisen irgendwann als zu viel. Franziskas Denkweise war für mich längst etabliert. Es nahm der Erzählung den Schwung und bremste die Weiterentwicklung aus. Ich hatte den Eindruck, die Erzählung kommt nicht recht voran und dreht sich im Kreis.

Der Charakter Amira blieb mir weitestgehend fremd. Ich fand keinen Zugang zu der Figur und empfand Amira häufig als unglaubwürdig und kindisch. Überhaupt nicht sympathisch waren mir die Charaktere Elena, Franziskas Tochter, und ihr Freund Tom. Beide verhielten sich oberflächlich und arrogant, auch sich selbst gegenüber. Im Bezug auf die beiden ist das Romanende schwer nachzuvollziehen. Der Schluss zeigt meiner Meinung nach etliche Schwächen. Ein Aspekt ist die fehlende ehrliche Auseinandersetzung von Mutter und Tochter. Plötzlich scheint alles gut.

Hinzu kommt, dass die Geschichte im letzten Drittel den roten Faden verliert. Anstatt auf einen Abschluss hinzusteuern, werden neue Handlungsstränge, die in erster Linie Amira betreffen, eröffnet. Die Erzählung konzentriert sich zum Ende hin nicht mehr auf Franziskas Geschichte, den eigentlichen Hauptcharakter, stattdessen rückt Amira in den Mittelpunkt, Dadurch wirkt der Schluss völlig überladen und zieht sich endlos und unnötig in die Länge.

Nach der wirklich wunderbaren und unterhaltsamen ersten Hälfte, verknäult sich die Geschichte auf den letzten 50 Seiten in sich selbst. Das ist sehr schade, denn die Botschaft des Buches ist wichtig. Seine Träume sollte man im Leben nie aufschieben, weil niemand weiß, wie viel Zeit bleibt. Darüber hinaus gibt es diese Frauengeneration, die nie gelernt hat, ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Gerade deshalb bin ich Franziska auf ihre Reise mit diesem wahnsinnigen Auto gerne gefolgt und habe beobachtet, wie sie sich immer weiter von diesen Dogmen entfernt und sie selbst geworden ist. Leider konnte die Geschichte meine Begeisterung nicht bis zum Ende halten.

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P

Rezension zu "Franziskas Reise" von Elke Vesper

„Zu stolz, um zu lieben?“
PeterBergvor 7 Monaten

Ein sensibles Buch, das tiefe Einblicke in die Seele der Protagonistin gewährt. Man(n) spürt, dass die Autorin auf der Basis tiefgreifender Erfahrungen im therapeutischen Umgang mit zentralen Frauenthemen schreibt: Welche Rollenmuster wurden mir als Frau schon früh in meiner Erziehung auferlegt? Kann ich mich selbst aus diesen Zwängen befreien? Kann mir die Freundschaft zu einer anderen Frau einen Spiegel bieten, in dem ich mich selbst erkenne und Anstöße zu meiner Weiterentwicklung finde? Und vor allem: Was kann ich tun, wenn mein Leben an unüberwindbare Grenzen stößt? Stürze ich mich in den Abgrund, oder finde ich einen Ausweg aus meiner Misere?


Franziska trifft in scheinbar auswegloser Lage ein jüngeres Alter Ego und nutzt es zur Selbstfindung.

Welche Rolle spielen die Männer in meinem Leben? („Die Frau sucht nach ihrer eigenen Seele, wenn sie die Nähe des Mannes sucht!“)

Was ist mit Sex, Geld, meinem äußeren Erscheinungsbild und mit der eigenen Vergänglichkeit?

Wie kann ich eine gute Mutter sein?

Und zu guter Letzt kulminiert alles in der einen Frage nach der rechten Lebensweise, die einzig geeignet scheint, dem Krebs die kalte Schulter zu bieten. Ist es die Liebe, die wirkliche Liebe, die fehlt? Zieht der Körper nach, wenn die Seele heilt?


Elke Vesper öffnet mit Franziskas Reise alle Tore zur Selbsterkenntnis, zur Heilung und vielleicht auch hin zu einem neuen Leben.

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Zusätzliche Informationen

Elke Vesper wurde am 02. April 1949 in Hamburg (Deutschland) geboren.

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