Fast die ganze Wahrheit

von Elke Weigel 
2,4 Sterne bei17 Bewertungen
Fast die ganze Wahrheit
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Positiv (2):
Benundtimsmamas avatar

Lesenswerter Kurzthriller

Kritisch (11):
nonamed_girls avatar

Die Story birgt viel Potential. Das Buch konnte mich aber leider nicht überzeugen.

Alle 17 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781522711360
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:220 Seiten
Verlag:CreateSpace Independent Publishing Platform
Erscheinungsdatum:27.12.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    BeaSurbecks avatar
    BeaSurbeckvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt ! Trotz hohem Spannungsbogen in der zweiten Hälfte war es für mich kein Thriller.
    Leider nicht ganz so toll wie gedacht

    Fast die ganze Wahrheit von Elke Weigel

    Klappentext:

    Die Schwestern Linda und Ruth leben in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald. Eine scheinbare Idylle, bis Sebastian auftaucht und sich in Linda verliebt. Nichts ist, wie es zunächst erscheint. Je näher sich die beiden kommen, umso gefährlicher wird, was sie voreinander verbergen. Die Wahrheit zu kennen, bedeutet zu sterben.

    Meine Meinung:

    Fast die ganze Wahrheit durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen. Ich hatte mich um das Buch beworben weil mir das Cover sofort ins Auge gestochen ist, die Inhaltsangabe vielversprechend klang aber auch weil ich schon viel von der Autorin gehört habe selbst aber noch kein Buch von ihr gelesen habe.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, leider aber konnte ich mich das Buch selbst nicht richtig fesseln. Ich brauchte lange um in das Buch eintauchen zu können und konnte das Buch auch bis zum Schluss hin nicht richtig einordnen. Erwartet hatte ich einen spannenden Thriller mit parallel laufender Liebesgeschichte, aber irgendwie hatte ich das Gefühl weder das eine, noch das andere bekommen zu haben. Die erste Hälfte des Buches war für mich enttäuschend und ich brauchte für diese wenigen Seiten ewig lange. Die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, sie verwirrten mich und ich konnte mich nicht in sie reinversetzen. Der einzige Charakter der für mich plausibel rüberkam war Isolde, deren Geschichte man in einem Nebenstrang rückwirkend erzählt bekam. Mit ihr konnte ich fühlen, sie konnte ich verstehen, all meine Fragen wurden beantwortet. Ich habe oft überlegt ob ich das Buch zu Ende lese oder einfach abbreche. Ich habe durchgehalten und ab Mitte des Buches wurde es dann sogar ganz gut. Ich fühlte mich den Charakteren zwar immer noch nicht näher, konnte immer noch nicht alles verstehen aber der Spannungsbogen hielt an und ich hatte die zweite Hälfte des Buches dann auch richtig schnell durch.

    Mein Fazit:

    Meine Erwartungen hat das Buch nicht erfüllt, es war weder ein Thriller noch eine Liebesgeschichte. Die Geschichte hatte potential, war meiner Meinung nach in der ersten Hälfte jedoch nicht richtig ausgearbeitet, es wurden immer wieder Fragen aufgeworfen und man konnte die Charaktere lange Zeit nicht einordnen. Es fällt mir nicht leicht dieses Buch zu bewerten, aber aufgrund der besseren zweiten Hälfte bekommt das Buch von mir 3 Sterne.

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    nonamed_girls avatar
    nonamed_girlvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die Story birgt viel Potential. Das Buch konnte mich aber leider nicht überzeugen.
    Fast die ganze Wahrheit

    Sebastian landet auf der Flucht vor seinem Leben in einem abgelegenen Dorf, und in Lindas Armen. Die anfängliche Idylle wird von Lindas Schwester Ruth und dem Forstmeister Udo getrübt. Beide scheinen Linda auf beunruhigende Art und Weise beschützen zu wollen - vor der Welt und sich selbst. Sebastian hinterfragt Lindas Wunsch, nicht über die Vergangenheit zu reden nicht und richtet sich in seinem neuen Leben ein. Doch die Wahrheit lässt sich nicht so einfach ausschließen - der Tod auch nicht. 

    Elke Weigel hat mit "Fast die ganze Wahrheit" ein Buch geschaffen, das leider mehr verspricht, als es halten kann. Die Story birgt viel Potential, welches für mein Empfinden eher mangelhaft umgesetzt wurde. Hinzu kommen Hauptfiguren, deren Handeln schlecht nachvollziehbar, teilweise irrsinnig erscheint. Einen Charakter, mit dem man sich identifizieren möchte oder dem man folgt, sucht der Leser vergebens. 
    Der Schreibstil ist einfach und auch bildlich. Leider finden sich zu viele Rechtschreib- und Formatierungsfehler. Der Eindruck, das Buch ist sei nicht ganz fertig, wird dadurch bestätigt.

    Alles in allem fiel es mir schwer, am Ball zu bleiben. "Fast die ganze Wahrheit" konnte mich leider nicht überzeugen. 

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    Benundtimsmamas avatar
    Benundtimsmamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Lesenswerter Kurzthriller
    Fast die ganze Wahrheit

    Worum geht es?

    Die Schwestern Linda und Ruth leben in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald. Eine scheinbare Idylle, bis Sebastian auftaucht und sich in Linda verliebt. Nichts ist, wie es zunächst erscheint. Je näher sich die beiden kommen, umso gefährlicher wird, was sie voreinander verbergen. Die Wahrheit zu kennen, bedeutet zu sterben.

    Sebastian ist auf der Flucht vor seinem bisherigen Leben. Er trifft auf Linda, die mit ihrer Schwester in völliger Abgeschiedenheit lebt. Linda und Sebastian versuchen beide, möglichst wenig von sich zu verraten. Zuerst ist es wie ein Spiel, wenn sie verabreden, nicht über die Vergangenheit zu sprechen. Reizvoll und praktisch, meint Sebastian, und lässt sich darauf ein. Doch die Idylle wird gestört von Lindas Schwester, die gar nicht begeistert ist von Sebastians Auftauchen. Undurchsichtig ist auch Udo, der alte Jäger, der ein ganz besonderes Verhältnis zu den Schwestern zu haben scheint. Und dann sind da noch die anderen Jäger mit ihrer eigenen Welt, mit eigenen Regeln, wie Sebastian bald zu spüren bekommt, als er mit auf eine Treibjagd geht. Linda verschwindet immer wieder für mehrere Stunden. Sebastian wird zunehmend klar, dass in der Vergangenheit etwas Schreckliches geschehen sein muss, was mit den mysteriösen Vorkommnissen auf der Burg zusammenhängt. Es wird Winter und immer enger in der Einsamkeit der Burg - und die Wahrheit bahnt sich unaufhaltsam ihren Weg. (Quelle)

    Meine Meinung zum Buch:

    Nach “Fußballtöchter” ist “Fast die ganze Wahrheit” das zweite Buch von Elke Weigel, das ich gelesen habe. Ich freue mich sehr, die Autorin nun von einer neuen Seite und mit anderem Genre kennengelernt zu haben.

    Das Cover der Buches ist sehr schlicht gehalten. Ein rostiges Schloss, das an einem Baumstamm hängt. Im ersten Moment sicher nichts Spektakuläres, aber nach dem Lesen des Klappentextes hat es mich neugierig auf das Buch gemacht.

    Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Der Prolog ist sehr kurz, hat es aber trotzdem geschafft meine Neugierde auf das Buch zu steigern. Gleich am Anfang stellten sich mir viele Fragen und ich konnte sofort weiter in die Geschichte eingetaucht. Es gibt einen Wechsel aus einer Liebesgeschichte und einer düsteren Familiengeschichte. Das war für mich sehr überraschend, denn ich habe eigentlich mit einem Thriller bzw. Psychothriller gerechnet.

    Der von der Autorin verwendete Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist leicht verständlich und sehr flüssig zu lesen. Elke Weigel lässt sich sehr viel Zeit, um ihre Protagonisten und die Umgebung genau zu beschreiben, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar. Am Anfang der Buches habe ich Schwierigkeiten gehabt, die verschiedenen Charaktere einzuordnen und konnte sehr schwer Sympathien zu ihnen aufbauen. Im Laufe des Buches hat sich meine Einstellung langsam geändert. Natürlich war mir nicht jeder der Charaktere sympathisch, aber ich habe langsam einen Bezug zu ihnen aufbauen und mich gut in ihre Rollen hineinversetzen können. Es gibt zwei verschiedene Handlungsstränge: Die meiste Zeit wird aus der Perspektive von Sebastian erzählt. Der zweite Handlungsstrang wird aus der Sicht von Isolde beschreiben und spielt viele Jahre vor der eigentlichen Geschichte. Zum Ende hin werden die beiden Geschichten zu einer abgeschlossenen. So kommt Licht ins Dunkel. Es bleiben allerdings bis zum Ende Fragen übrig, für die ich gerne auch noch die ein oder andere Erklärung gehabt hätte.

    Der am Anfang aufgebaute Spannungsbogen konnte meiner Meinung nach leider nicht bis zum Ende aufrecht erhalten werden. Kurz vor seinem Ende wird das Buch durch sehr detaillierte Beschreibungen unnötig in die Länge gezogen. Was etwas schade ist, denn bis dahin war die Geschichte lesenswert. Das Ende des Buches hat mich dann wieder gut unterhalten und es konnten zwar nicht alle Fragen für mich geklärt werden, trotzdem hat es mir Spaß gemacht, “Fast die ganze Wahrheit” zu lesen.

    Fazit:

    Auch wenn ich mir unter Psychothriller/Krimi etwas ganz anderes vorgestellt hatte, habe ich mich bei Lesen von Elke Weigels “Fast die ganze Wahrheit” gut unterhalten gefühlt. Die Vergabe der Sterne ist diesmal nicht ganz so einfach, ich schwanke zwischen 3,5 und 4 Sternen. Ich habe mich von dem angegebenen Genre nun mal gelöst und nur die geschriebene Geschichte bewertet und die ist für mich dann mehr 4 als 3,5 Sterne wert.

     

     

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    Z
    Zelma-Marievor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Geniale Idee, viel Potential, mangelhafte Umsetzung.
    Eine sehr gute Idee schlecht auf Papier gebracht

    Auf der Suche nach einem etwas anderen Thriller kaufte ich das Buch aufgrund der guten Rezensionen auf amazon.de und bin leider sehr enttäuscht!

    Die Autorin Elke Weigel hat in diesem Buch einen sehr gewöhnungsbedürftigen uneinheitlichen Schreibstil. In verschiedenen Phasen und von verschiedenen Menschen überarbeitet und dann ungesehen „zusammengesteckt“  - so wirkt es. In der Summe sind die Sätze einfach gehalten. In manchen Absätzen stolpert man über so einige Rechtschreibfehler und Satzfehler.

    Die wenigen Protagonisten muten allesamt merkwürdig an, ihre Handlung und Gedanken sind schwer nachzuvollziehen oder unlogisch, viel bleibt offen und der eigenen Fantasie überlassen. Manchmal fragte ich mich selbst zu doof zu sein, um das Verhalten zu verstehen oder ob es nicht zu verstehen ist.

    Die Ortsbeschreibungen sind jedoch gut gelungen. Die Geschichte passt gut an den Ort des Geschehens.

    Am Ende wird klar: die Vergangenheit kann nicht ignoriert werden. Wenn man es versucht, fliegt sie einem eines Tages um die Ohren.

    Die zugrunde liegende Idee des Buches ist spannend. Die Umsetzung lässt sehr zu wünschen übrig und das Buch müsste nochmal gründlich überarbeitet werden. Es hat viel Potential und wurde meinem Empfinden nach zu früh herausgegeben.

    Gewiss hat sich Elke Weigel einige Gedanken gemacht. Oft hatte ich das Gefühl, die Autorin hat beim Schreiben einiges mitgedacht und nicht in Wort und Schrift festgehalten und so kam ich als Leser schwer bis gar nicht mit.

    Zunächst wollte ich nur einen Stern vergeben. 10€ habe ich für ein mit wenig schriftstellerischer Sorgfalt herausgegebene Buch ausgegeben. Das ist ärgerlich!. Mein Anspruch ist ein anderer. Aber: das Cover ist sehr absprechend und die Idee zur Geschichte ist herausragend. Die Ortsbeschreibungen haben eine gute Qualität, der Ort wurde gut ausgewählt und die Jagdszene ist ebenso sehr gut beschrieben. Deshalb vergebe ich zwei Sterne.

    So wie es jetzt ist empfehle ich das Buch nicht weiter.

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    irismarias avatar
    irismariavor 3 Jahren
    scheinbare Idylle im Wald


    "Fast die ganze Wahrheit" ist ein Thriller von Elke Weigel. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Schwestern Linda und Ruth, die in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald leben und dort ein Restaurant betreiben. Zu ihnen gelangt der junge Sebastian und weil er seinen Bus verpasst, übernachtet er und verliebt sich in Linda. Doch die junge Frau will nichts von ihrer Vergangenheit erzählen und lebt ohne Außenkontakte, was Sebastian neugierig macht. Langsam kommt er einem schrecklichen Familiengeheimnis auf die Spur...
    Ohne die Bezeichnung des Buchs als Thriller wäre ich zu Beginn davon ausgegangen, dass es um eine Liebesgeschichte geht. Doch neben den Zauber der Verliebtheit und der Abgeschiedenheit im Wald kommt später immer mehr der Thrillerteil zum Tragen. Hier hätte ich mir noch ausführlicher erklärt gewünscht, warum die Personen so reagieren, da ist manches unplausibel. Die Grundidee der Geschichte ist gut, aber gegen Ende bleiben offene Fragen.

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    rewarenis avatar
    rewarenivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein etwas eigenartiger Thriller, der manchmal verwirrt. Es ist nicht leicht, mit der Geschichte und den Protagonisten warm zu werden.
    Die verwirrende Wahrheit

    Sebastian, ein junger Mann, der seine Frau verlassen hat und eigentlich nicht so recht weiß, was er nun mit seinem bis dahin langweiligen Leben tun soll, lernt die beiden Schwestern Ruth und Linda kennen. Ruth leitet das Restaurant in der Burgruine und sie kann Sebastian vom Anfang an nicht leiden. Doch Linda und er fühlen sich sofort voneinander angezogen und sie werden ein Liebespaar. Doch die Beziehung gestaltet sich schwierig, da Linda nichts aus ihrer Vergangenheit erzählen möchte und so schließen sie einen Packt. Nämlich, die Vergangenheit ruhen zu lassen und keine Fragen zu stellen.

    Der Roman wechselt immer wieder mit Handlungen in der Gegenwart und Kapitel aus der Vergangenheit ab. Dadurch wird der Leser immer mehr in die tragische Familiengeschichte der beiden Schwestern hinein gezogen.

    Mord, Selbstmord und Depressionen spielen eine wichtige Rolle in dem Roman.

    Soweit, so gut. Das Problem an der ganzen Geschichte ist nur, dass man manchmal nicht wirklich weiß, warum die Protagonisten so handeln. Die Gedankengänge kann man nicht immer nach voll ziehen. So bleibt immer wieder ein verwirrendes Gefühl zurück. Der Grundgedanke des Romans ist sicher interessant, aber der holprige Schreibstil sowie unlogische Handlungsweisen der Personen machen es einem als Leser nicht  wirklich leicht gut in die Geschichte hinein zu kommen.

    Schade ist auch, dass es viele Rechtschreibfehler sowie Grammatikfehler gegeben hat.

    Aber trotzdem gebe ich drei Sterne. Denn ich habe mich mit dem Roman arrangiert und mich auf ihn eingelassen. Und wenn man das schafft, kann man ihn für Zwischendurch ohne weiteres lesen.

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    B
    Birgit1985vor 3 Jahren
    Eigenartige Charaktere auf einer alten Burg mit vielen Gewehren

    Es ist schwer, dieses Buch zu bewerten, denn einerseits ist es durchaus spannend und die Charaktere sind interessant, andererseits agieren die Personen manchmal völlig unschlüssig und nicht nachvollziehbar.

    Sebastian kommt nach der Trennung von seiner Frau aus einem Grund, der nie ganz klar wird, auf die Burg, in der Linda und ihre Schwester Ruth wohnen. Linda und er "verlieben" (deshalb in Anführungszeichen, da für mich nie die wahre Liebe rüber kommt) sich auf Anhieb und so beschließt Sebastian, länger zu bleiben. Doch Linda wird von Ruth und dem Förster Udo an der kurzen Leine gehalten. Grund dafür, ist ein Ereignis in Lindas Vergangenheit, dem man langsam auf die Schliche kommt und das alle unberechenbar werden lässt. Es wird gefährlich...

    Ich konnte mich das ganze Buch über mit keinem der Charaktere richtig anfreunden. Alle waren seltsam, bei keinem weiß man, woran man ist. Bei einem Thriller finde ich das allerdings nicht ganz so tragisch. Jedoch werden auch ständig neue Fragen aufgeworfen, von denen nie alle richtig beantwortet werden.

    Da es zwischendurch doch immer mal wieder spannend war, vergebe ich 3 Sterne.

     

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    yesterdays avatar
    yesterdayvor 3 Jahren
    Eigene Charaktere und ein Genremix

    „Thriller“ steht auf dem Cover dieses Buches. Und auch wenn Thriller nicht gleich Thriller ist, gibt es doch gewisse Kennzeichen für einen solchen.
    Hier hat sich die Autorin leider zwischen (leidenschaftlicher) Liebesgeschichte, mühsamer bis unmöglicher Vergangenheitsbewältigung der Akteure und mordlustiger Jägerschaft verstrickt und keinen gerade Weg herausgefunden.
    Einzelne Teile, wie der Prolog, der den Leser erfolgreich in die Geschichte hineinzieht, sind gut gelungen und in sich stimmig und glaubwürdig. Leider passen einige dieser Teile nicht so recht ins Gesamtbild, die ganze Geschichte.
    Diese handelt von Linda und ihrer Schwester Ruth. Linda, die sensible, leidet unter ihrer Vergangenheit, die sich um den schrecklichen Tod ihres Vaters rankt. Ruth bemuttert und bevormundet sie, auch sie will nicht an den Ereignissen rühren, scheint aber mehr darüber zu wissen. In all dies hinein stolpert Sebastian, der sich Linda annähert und erst langsam zu verstehen beginnt, warum die Vergangenheit so konsequent ausgeklammert wird. Nichts ist wie es scheint und es  scheint hier auch vieles nichts zu sein. Die Handlung plätschert dahin, unterbrochen von einer grausigen Treibjagd, plätschert weiter und gipfelt in einer motorgestützten Verfolgungsjagd á la James Bond, die nun mehr „Action“ als „Thriller“ ist.
    Mit Sebastians Hilfe kommt Linda dem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zwar immer näher (und auch ein Mörder bekommt seine gerechte Strafe), dennoch ist vieles zu vorhersehbar, zu viel bleibt offen und man merkt beim Lesen deutlich den Gedankenfluss des Autorin, die viele Ideen hatte und sie auch alle unterbringen möchte. Auch lässt sich zu den Protagonisten schwer eine Beziehung aufbauen, keiner der Charaktere ist wirklich sympathisch, dafür sind sie viel zu eigen.
    Weniger wäre mehr gewesen,  auch bei den Fehlern. Je länger die Geschichte dauert, umso deutlicher werden sie und dass am Ende des Buches Namen zu Korrektorat und Lektorat genannt werden, mutet seltsam an.

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    Flohs avatar
    Flohvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Großartiges Potential, abartige Hintergründe... Leider etwas vollbeladen und unausgereift.
    Großartiges Potential, abartige Hintergründe... Leider etwas vollbeladen und unausgereift.

    Mit diesem als Psychothriller beschriebenen Roman erschafft die deutsche Autorin Elke Weigel ein Buch, welches durch die Hintergrundthematik wirklich sehr intensiv erscheint. In „Fast die ganze Wahrheit“ taucht die Autorin in eine ganz verfahrene Konstellation aus Vergangenheit, Geheimnis, Verrat, Neid, Liebe, Abgrund und Rache ein und eröffnet den Lesern bittere Psychogramme zweier Liebenden und betreibt verblüffende Charakterstudien, die den Leser Rätsel bis fast zur letzten gelesenen Seite aufgeben.
    Erschienen im Selbst Verlag (http://www.elkeweigel.com/)


    Inhalt:
    „Die Schwestern Linda und Ruth leben in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald. Eine scheinbare Idylle, bis Sebastian auftaucht und sich in Linda verliebt. Nichts ist, wie es zunächst erscheint. Je näher sich die beiden kommen, umso gefährlicher wird, was sie voreinander verbergen. Die Wahrheit zu kennen, bedeutet zu sterben.
    Sebastian ist auf der Flucht vor seinem bisherigen Leben. Er trifft auf Linda, die mit ihrer Schwester in völliger Abgeschiedenheit lebt. Linda und Sebastian versuchen beide, möglichst wenig von sich zu verraten. Zuerst ist es wie ein Spiel, wenn sie verabreden, nicht über die Vergangenheit zu sprechen. Reizvoll und praktisch, meint Sebastian, und lässt sich darauf ein. Doch die Idylle wird gestört von Lindas Schwester, die gar nicht begeistert ist von Sebastians Auftauchen. Undurchsichtig ist auch Udo, der alte Jäger, der ein ganz besonderes Verhältnis zu den Schwestern zu haben scheint. Und dann sind da noch die anderen Jäger mit ihrer eigenen Welt, mit eigenen Regeln, wie Sebastian bald zu spüren bekommt, als er mit auf eine Treibjagd geht. Linda verschwindet immer wieder für mehrere Stunden. Sebastian wird zunehmend klar, dass in der Vergangenheit etwas Schreckliches geschehen sein muss, was mit den mysteriösen Vorkommnissen auf der Burg zusammenhängt. Es wird Winter und immer enger in der Einsamkeit der Burg - und die Wahrheit bahnt sich unaufhaltsam ihren Weg.“

    Schreibstil:
    Irgendwie ist dieses Buch alles von allem, leider aber auch sehr überladen, chaotisch und unreif. Erst sehr spät in Hinsicht mit einer klaren Richtung wohin uns diese Story leiten wird. Meines Erachtens nach ist die Geschichte vor allem eines: Potentialgeladen und thematisch interessant, aber unreif und unüberlegt in der Umsetzung und im Kern des Geschehens.
    Mit der Autorin Elke Weigel erlebt man schriftstellerische Ideen, die unerschöpflich wirken. Diese, so erscheint es mir, möchte sie am liebsten alle auf einmal in einem Buch umsetzen. Diese Story wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. So erleben wir die Handlung aus Sicht von Sebastian erlebt und gedacht und aber auch von Linda durchlebt und gefühlt. Diese beiden Standpunkte bringen enormes Potential und erschreckende Psychogramme zu Tage. Hier leidet man als Leser anfangs unweigerlich mit und möchte vor allem beider Leben gerne ändern. Und dann ist da noch immer der besondere Todesfall aus dem Prolog. Sehr mysteriös und verheißungsvoll. Ihr unverkennbarer Stil und die doch recht frischen und flotten Sätze besitzen eine ganz einzigartige Note, an die man sich gern gewöhnen kann. Autorin Elke Weigel zeigt ihren Lesern ein verschlossenes Bild gesellschaftlicher und psychischer Gedanken und die Auswirkungen des impulsiven und auch planerischen und kalkulierten Handelns und Tuns. Richtig rund bringt sie diese Konstellationen dennoch nicht zum Abschluss. Meinen Geschmack traf die Autorin mit ihrer erst sehr späten Offenbarung und ihren erst zum Schluss gebotenen Antworten nicht. Die zuvor schier unendlichen Mutmaßungen und Fragestellungen die sich beim Lesen ergeben und zu nichts führen haben mich nach etlichen Wiederholungen dann sehr gestört.

    Charaktere:
    Die Hauptprotagonisten in diesem Spannungsroman / Psychodrama sind natürlich Sebastian und Linda. Aber auch andere wichtige Rollen werden den Leser beschäftigen. Vor allem Udo ist ein Unsympath in Person. Auch Isolde und Ruth bieten enormes Potential für diese ganzen Zusammenhänge und Abgründe. Die Autorin Weigel hat wirklich eindringliche Psychogramme erschaffen, wir wird jeder Leser zum Hobbypsychologe und wird sich fragen: Warum? Trotz aller Facette fehlte mir immer das gewisse Etwas. Die Charaktere besitzen Ecken und Kanten, aber leider wenig Tiefe. Leider jedoch konnten mich diese Konstellationen somit nicht vollständig mitreißen, die Charaktere blieben mir trotz intensiver Skizzierung fern und ich hatte keine Freude an dem stetigen Wechsel, neuen Erkenntnissen und den vielen Zufällen.

    Schauplätze:
    Die einzelnen Schauplätze finde ich sehr gut gelungen. Spannende Szenen und beklemmende Kulissen. Der Wald, der Tatort, die Burg, die Familie, das Wetter, der Frost, die Jagd... etc. Hier punktet der Thriller richtig gut. Im Fokus stehen hier das Leben und die kreisenden Gedanken von Linda und Sebastian, die ein wirklich sonderbares Leben führen. Auch der Leser begibt sich, dank der detaillierten und sehr nah differenzierten Formulierungen der Autorin Elke Weigel zusammen in das Leben der beiden Hauptprotagonisten. Hier werden die typischen und klischeehaften Kulissen einer Ehe, einer Angststörung, einer Familiengeschichte und Verstrickung gezeigt. Von humorig, sarkastisch, ironisch, faszinierend, bis hasserfüllt, mörderisch und perfide. Elke Weigel hat ein Händchen für bildhafte Darstellung. Der Autorin gelingt es in seinem Psycho-Beziehungs-Roman gekonnt Nebenschauplätze aus Damals und Heute einzuweben.


    Meinung:
    Entweder-oder, Für oder wider, schwarz oder weiß… so wird es den meisten Lesern auch mit den Empfindungen und Meinungen zum Thriller ergehen. Thriller? Oder Roman?
    Die Autorin Elke Weigel hat für ihren neuen Thriller eine intensive und potentialgeladene Thematik gewählt, keine Frage. Dieses Buch ist thematisch ein beklemmendes Werk. Perfide Gedanken, abartige Handlungen, viel Düsternis, viele Fragen, ein Verwirrspiel, eine sonderbare Konstellation an Verstrickungen und häppchenweise gibt es immer neue Erkenntnisse. Ein Mord? Oder ein Jagdunfall? Was passiert auf dieser ominösen Burg? Was lag in der Vergangenheit? Welches Geheimnis soll gewahrt werden? Und woher kommt all das Geld? Wir treffen hier im Thriller auf viele Handlungsstränge und Begebenheiten. Jeder ist für sich enorm spannend. Jedoch geschieht der Wechsel einfach zu schnell, zu rasant und unüberlegt. Es wirkt stellenweise, als wolle die Autorin jeden Geistesblitz und jede Buchidee in einem einzigen Werk verwirklichen. Das wirkt überladen, unausgereift und too much. Die Zusammenhänge passen für mich leider nicht, auch wenn viel Potential vorhanden ist. Gänsehaut und Nervenkitzel konnte ich daher nur wenig bis gar nicht entwickeln. Sehr schade. Auf den letzten knapp 60 Seiten zieht die Spannung dann wieder an und es werden Antworten geliefert und ein Bild aus Hintergründen und Motivationen entsteht, welches im ersten Moment für Schock und Verblüffung sorgt. Man möchte einfach wissen, was damals geschehen ist. An dem Buch hatte ich aufgrund der interessanten Leseprobe und des Klapptextes sehr hohe Erwartungen. Umso mehr wurde ich enttäuscht und habe hier leider nicht die Umsetzung im Buch erlebt, die ich mir erhofft hätte. Zudem hatte ich häufig Schwierigkeiten aus dem Text heraus zu erkennen, wer welche Gedanken denkt und wer gerade welche Dialoge führt. Das liegt aber wohl auch an den unterschiedlichen Schriftarten und Aufteilungen. Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen, wenn man sich nicht an späteren Antworten und Hintergründen zum WARUM stört und mit weniger Erwartungen an das Buch herangeht, wie ich es getan habe. Zudem muss man dem erscheinenden Durcheinander und schnellen Wechsel zugetan sein. Ich war es leider hier nicht.

    Cover / Buch:
    Das Cover ist für dieses Buch äußerst gelungen, hölzern und hinter Schloss und Riegel. Das wird man in der Story wiederfinden. Vielversprechend und treffend gewählt. Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Leider stecken auffällig viele Schreib- und Formatierungsfehler im Text. Das ist für mich fast ein K.O-Kriterium, denn es wirkt wie ein halbfertiges Buch in der Rohfassung.

    Die Autorin:
    "Elke Weigel, geb. 1963. Diplom-Psychologin und Tanztherapeutin. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.
    Psychothriller, Krimis und historische Romane sind ihre Leidenschaft. Außerdem schreibt sie psychologische Fach- und Sachbücher zum Thema Frauengesundheit.

    Fazit:
    Leider war es für mich kein Psychothriller, wie ich ihn mir aufgrund des spannenden Klapptextes erhofft habe. Leider erschließt sich für mich der Kern des Thrills für meinen Geschmack zu spät und der Weg zu den Antworten war mir zu lang und zu ausweglos. Das Ende ist super, aber ein spannendes Ende konzipiert noch keinen rundum fesselnden Thriller.

    Kommentare: 8
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    Elektronikerins avatar
    Elektronikerinvor 3 Jahren
    Rezension zu Fast die ganze Wahrheit von Elke Weigel



    Inhalt:
    Sebastian steigt an einer Bushaltestelle aus und gelangt durch Zufall auf eine Burgruine im Wald, auf der Linda und ihre Schwester Ruth leben. Dort verliebt er sich Hals über Kopf in Linda und bleibt bei ihr. Dort lernt er die Schwester Ruth und den Förster Udo kennen und merkt bald, dass die Beiden etwas zu verbergen haben. Linda will nichts über ihre Vergangenheit preisgeben.

    Meine Meinung zum Buch:
    Die ersten Kapitel fand ich vielversprechend, aber dies hat sich leider schnell gelegt. Ich weiss nicht, wo man dieses Buch einordnen kann. Für einen Thriller fehlt es für mich an der Grundspannung und für einen Liebesroman hat es ein wenig mit der Liebe zwischen den Beiden zu tun.

    Die Sprach der Geschichte hat mich auch enttäuscht. Es hatte viele Rechtschreibfehler und auch Grammatikfehler. Die Sätze waren an manchen Orten etwas verwirrend. 

    Fazit: 

    Eine gute Grundidee, welche aber nicht so gut umgesetzt wurde.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    ElkeWeigels avatar

    Liebe Leserinnen und Leser!


    Ich lade euch herzlich zu einer weiteren Leserunde mit mir ein.
    "Fast die ganze Wahrheit" ist mein 7. Roman. Es handelt sich um einen Thriller, in dessen Zentrum eine dramatische Liebesgeschichte steht.

    Verlost werden 7 Bücher und 7 E-books!

    Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme an der Leserunde, sowie zum Posten eurer Rezension. Idealerweise solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Exemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

    Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Leserunde teilnehmen möchten, sind herzlich willkommen.

    Ich freue mich auf eure Bewerbungen!

    Klappentext:
    „Ich will nicht über Exbeziehungen, Dramen oder Kindheitsgeschichten reden.“
    "Warum willst du die Vergangenheit aussparen?"
    "Es ist besser so, glaub mir." ...
    Die Schwestern Linda und Ruth leben in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald. Eine scheinbare Idylle, bis Sebastian auftaucht und sich in Linda verliebt. Nichts ist, wie es zunächst erscheint. Je näher sich die beiden kommen, umso gefährlicher wird, was sie voreinander verbergen. Ein Roman um ein spannendes Familiengeheimnis und eine besondere Liebe.

    Eine Leseprobe findet ihr hier:
    Fast die ganze Wahrheit


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