Elke Weigel Robin und Jennifer. Historischer Liebesroman

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Inhaltsangabe zu „Robin und Jennifer. Historischer Liebesroman“ von Elke Weigel

Robin ist nicht wie die meisten Mädchen. Sie will frei wie ein Mann leben, aber im konservativen Cannstatt um 1900 hat ihre strenge Tante für sie vorgesehen, zu heiraten und Mutter zu werden. Als das Mädchen eine starke Zuneigung zu Paula entwickelt, hält die Tante sie für abartig und will sie in eine Irrenanstalt stecken. Ein Familiendrama passiert, Robin erstickt in Schuldgefühlen und wird schließlich von ihrem Bruder in die Künstlerkolonie nach Ascona mitgenommen. Jennifer kommt aus einer ganz anderen Welt, doch auch sie musste fliehen. Zwei Welten und zwei gegensätzliche Charaktere prallen aufeinander, als sich Robin und Jennifer auf dem Monte Veritá kennenlernen.

Mein derzeitiger Liebling 2015! ♥

— Jacynthe
Jacynthe

Ein wunderschön geschriebener, gefühl- und niveauvoller historischer Roman über Liebe zweier Frauen und all den Problemen dieser

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

ein gut zu lesender Roman mit einer interessanten Thematik, der zum Nachdenken über heutige Selbstverständlichkeiten anregt

— J_Walther
J_Walther

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  • "Robin & Jennifer" von Elke Weigel

    Robin und Jennifer. Historischer Liebesroman
    Jacynthe

    Jacynthe

    04. August 2015 um 10:55

    Inhalt Robin und Jennifer leben in verschiedenen Gesellschaftsschichten, doch sie spüren beide, dass sie nicht so recht in die Welt passen, in die sie hineingeboren wurden. Zu ihrem Glück ist die Welt im Wandel und schließlich finden sie einen Ort, an dem sie freier sein können, als in ihrer jeweiligen Heimat. Dennoch ist ihre Liebe bedroht... Meine Meinung Wow! Dieses Buch ist bisher das Highlight des Jahres und entspricht so genau meinem Geschmack, dass es mich fast erschrocken hat. Vor allem, weil ich das Buch nur zufällig beim Bummeln in der Bibliothek entdeckt habe... doch diesem eindrücklichen und überaus schön gestalteten Cover konnte ich mich einfach nicht entziehen. Die Protagonistinnen Robin und Jennifer wurden in unterschiedliche Gesellschaftsschichten im Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts hineingeboren und haben damit auch unterschiedliche Freiheiten und Möglichkeiten. Die Liebe zu Frauen verbindet sie, doch obwohl die Geschichte sich im Kern um die Beziehung der beiden zueinander Protagonistinnen dreht, nehmen die Einzelbiographien den größten Teil des Buches ein. Der Leser begleitet die beiden in abwechselnden Kapiteln von Kindheitstagen an und lernt sie so immer besser kennen. Robin, eigentlich Roberta, Tochter eines verwitweten Apothekers, fühlt sich eingezwängt von dem Korsett, das Frauen zur damaligen Zeit auferlegt wird. Zum Leidwesen ihrer regelkonformen Tante kleidet sie sich am liebsten in Jungenkleider und erkundet so unbehelligt ihre Umgebung. Sie interessiert sich für Frauenrechtlerinnen und beginnt schließlich auch, sich politisch zu engagieren. Ihre Jugendliebe Paula kann sie jedoch nicht für sich gewinnen, denn diese beugt sich schließlich dem Druck, den die Gesellschaft auf sie ausübt, und heiratet einen reichen Farmer, wie es von ihr erwartet wird. Zum Glück bietet sich Robin daraufhin die Mäglichkeit, mit ihrem Bruder in Italien, in Monte Verità, ein neues Leben anzufangen. Die junge französische Tänzerin Jennifer hingegen wächst unter Bohèmes auf, die ihre wohlhabende Mutter regelmäßig auf ihr Anwesen einlädt, und so fällt es ihr leichter, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich ganz der Kunst hinzugeben. Mit der Pianistin Sophie geht sie eine Affäre ein, doch Sophie ist flatterhaft und wendet sich schließlich von Jennifer ab. Wegen ihres fanatischen Stiefvaters fliehen Mutter und Tochter kurz darauf nach Italien, wo Jennifer und Robin schließlich aufeinander treffen. Von Anfang an merkt man, wie unterschiedlich die beiden Frauen sind, was das Buch in den buntesten Farben schillern lässt und verschiedene Facetten des Frauseins zur damaligen Zeit beleuchtet. Doch Gegensätze ziehen sich an, und die beiden entdecken schließlich ihre Gefühle für einander. Homosexuelle Liebe wird zwar in dem von Freigeistern geprägten Ort nicht so kritisch beäugt wie in der Heimat, dennoch hat Robin Angst und unterdrückt ihre Gefühle, denn im Angesicht des Ersten Weltkriegs ist die Welt noch lange nicht bereit für Beziehungen dieser Art. Daran drohen die beiden beinahe zu zerbrechen und es bleibt spannend bis zur letzten Minute. Wie gesagt, das Buch hat mich tief berührt und beinhaltet einfach alles, was ich mir von einem Roman dieser Art erhofft habe. Massenweise starke Frauen (man lernt mehr als nur eine interessante historische Frauenfigur kennen) und freiheitsliebende Künstlerinnen und Künstler, aber auch feministisch orientierte Männer wie Robins Bruder. Diese werden leider häufig vergessen, trugen aber maßgeblich zum Erfolg der Frauenrechtsbewegung bei. Aber auch andere Details und politische Informationen wirken besonders gut recherchiert und katapultieren den Leser direkt in die damalige Zeit. Dass die Autorin selbst Tänzerin ist, merkt man übrigens deutlich an den mit besonderer Hingabe geschriebenen Tanzszenen Jennifers. Die Beschreibungen der Gefühle und der Bewegungsabläufe können eigentlich nur aus der Feder einer Tänzerin kommen und verleihen dem Roman somit eine ganz besondere Note. Ich vergebe 5 von 5 Wolken und habe "Robin & Jennifer", wie ihr oben sicher gesehen habt, zu meinem (bisherigen) Liebling 2015 gekürt. Wenn ihr euch für die Thematik interessiert, dann lest das Buch! Unbedingt!

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  • Ein wunderschön geschriebener, gefühl- und niveauvoller historischer Roman

    Robin und Jennifer. Historischer Liebesroman
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. February 2015 um 18:16

    Mehr Rezensionen auf Anima Libri - Buchseele Robin und Jennifer könnten unterschiedlicher kaum sein: Robin, Halbengländerin und Halbwaise, wächst im konservativen Cannstadt im Haushalt ihres Vaters ohne Mutter, dafür aber mit älteren Halbbrüdern und strenger Tante auf. Jennifer lebt mit Mutter und Stiefvater in Paris, die Pariser Boheme geht im Haus der Mutter ein und aus. Robin will das, was für ihr Brüder eine Selbstverständlichekit ist, für sie aber einen harten Kampf voraussetzt: ein Recht auf Bildung und Selbstbestimmung. Jennifer lebt in den Tag hinein, für politische Dinge interessiert sie sich nicht, sie träumt allein vom Tanzen. Doch eins verbindet sie beide: Ihre Liebe zu einer anderen Frau. Zu ihrer Zeit, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gefährliche Gefühle, denn “Homosexualismus” und “konträres Sexualempfinden” gelten als Krankheiten, als schwere Nervenleiden, die in Anstalten behandelt werden müssen. Elke Weigels historischer Roman rund um “Robin & Jennifer” hat mich schon nach wenigen Sätzen in seinen Bann ziehen können. Denn der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und das obwohl er erstmal ungewohnt ist, denn er fängt den Stil, die Ausdrucksweise der Zeit, in der die Handlung spielt, – und damit auch ihre Atmosphäre – gekonnt auf. Als Leser taucht man schnell ein in die Geschichten der Protagonistinnen, begleitet sie auf dem Weg vom Mädchen zur jungen Frau, sieht wie sie ihre Träume verwirklichen, um dann mit ihnen zu leiden, wenn ihre Welten und Träume um sie herum zusammenbrechen, nur um dann mit ihnen mitzufiebern, wenn sie sich zurück ins Leben kämpfen, immer auf der Suche nach ihrem eigenen Weg, nach einer Möglichkeit sich selbst in all den restriktiven Ansprüchen der Gesellschaft treu zu bleiben. Mit viel Gefühl, großer Liebe zum Detail und einem kritischen Blick und der Angewohnheit, nicht um den heißen Brei herumzureden, setzt sich Elke Weigel am Beispiel ihrer Protagonistinnen mit Themen wie Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Emanzipation auseinander und auch mit den besonderen Schwierigkeiten, die Homosexualität in der Zeit von Robin und Jennifer mit sich bringt. Dabei ist dieser Roman aber kein trockenes, feministisches Manifest oder etwas ähnlich langweilig zu lesendes, sondern vielmehr ein wunderschön geschriebener, gefühl- und niveauvoller historischer Roman, der sich mit der Liebe zweier Frauen und all den damit einhergehenden Problemen  auseinander setzt. Von mir gibt es eine ganz, ganz dicke Empfehlung für “Robin & Jennifer” von Elke Weigel!

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  • Knapper Schreibstil, fehlender Tiefgang

    Robin und Jennifer. Historischer Liebesroman
    WildRose

    WildRose

    13. September 2014 um 10:31

    "Robin und Jennifer" erzählt die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier Frauen, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts in einer alternativen Gemeinschaft begegnen und starke Gefühle füreinander entwickeln. Robin stammt aus dem konservativen Bad Cannstatt, schon früh erkennt sie, dass sie nicht heiraten und Kinder bekommen, sondern selbstbestimmt und unabhängig leben und eigene Entscheidungen treffen will. Darum studiert sie sogar und wird Anhängerin der Frauenbewegung, welche sich in ihren Texten zum Beispiel für das Frauenwahlrecht einsetzt. Jennifer hingegen ist in Paris aufgewachsen, wo sie erste amouröse Erfahrungen mit einer Pianistin sammelte. Sie will Robin ihre Angst vor den leidenschaftlichen Gefühlen nehmen... An sich ist die Geschichte vielversprechend, die Themenbereiche, die in dem Buch behandelt werden, sind alle äußerst interessant. Allerdings kommt keine rechte Spannung auf. Dies hat mehrere Gründe. Zunächst hat die Autorin einen sehr knappen Schreibstil und geht kaum je in die Tiefe. Die Gefühle der Protagonistinnen werden nur oberflächlich beleuchtet, auch spürt man die Liebe, die Robin und Jennifer füreinander empfinden, kaum. Dies ist sehr schade, da man sich so kaum mit den beiden Frauen identifizieren kann. Die anderen Charaktere, welche im Buch auftreten, wirken teilweise ziemlich unausgegoren - wie Entwürfe, aber nicht wie richtige Menschen, die im Leser Gefühle wachrufen oder lebendig wirken. Sie bleiben alle recht eindimensional, zudem sind sie alle sehr vorhersehbar - ob nun Robins altmodische, strenge Tante Erna oder die Künstlerseele Sophie. Die Landschaftsbeschreibungen der Autorin sind zwar recht gut gelungen, doch sie schafft es nicht wirklich, den Leser in eine andere Zeit, an einen anderen Ort mitzunehmen und das Geschehen vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden zu lassen. Wichtige Ereignisse im Leben der beiden Hauptfiguren werden auf wenigen Seiten abgehandelt, ohne ausreichend auf deren Innenleben einzugehen. Interessant sind auch die gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit. Hier scheint die Autorin zwar ordentlich recherchiert zu haben, doch in dem Buch werden diese Entwicklungen und unterschiedlichen Denkweisen leider nur am Rande erwähnt. Wirkliche Diskussionen über Politik und Gesellschaft findet man in dem Buch nicht, nur Plattitüden und Floskeln, nichts Tiefergehendes. Meiner Meinung nach ist das ganze Buch recht emotionslos, der Spannungsbogen fehlt ebenso wie das Gefühl, das leider viel zu kurz kommt. Die Geschichte hat großes Potenzial, ist aber leider von Anfang an recht vorhersehbar und  der Schreibstil der Autorin wird der Thematik einfach nicht gerecht. Daher kann ich nicht mehr als zwei Sterne vergeben.

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  • eine tiefgründige Geschichte über Gleichberechtigung, Emanzipation und Freiheit

    Robin und Jennifer. Historischer Liebesroman
    Buechereulenparadies

    Buechereulenparadies

    22. June 2014 um 18:55

    Robin & Jennifer von Elke Weigel Ein Blog ist für eine Leseratte wie mich eine perfekte Möglichkeit Bücher zu lesen, die man sonst nie kennengelernt hätte. In diese Kategorie fällt auch „Robin & Jennifer“ von Elke Weigel. Ich möchte dem Konkursbuch Verlag meinen Dank für dieses tolle Rezensionsexemplar aussprechen. Ich wurde nämlich auf 346 Seiten in eine aufregende Zeit entführt und konnte Jennifer & Robin bei ihren Entwicklungen begleiten. Es ist das Jahr 1900 und 2 Mädchen suchen ihre Bestimmung. Robin lebt mit ihrem Vater, ihren beiden Brüdern und ihr liebevollen Haushälterin in einem Haus in Bad Cannstadt. Beinahe jeden Tag kommt ihre Tante Erna zu ihnen ins Haus, um es zu putzen und Robin das Leben schwer zu machen. Nichts kann sie ihrer Tante recht machen. Das mag zum einen daran liegen, dass sie eine andere Mutter als ihre Brüder hat und zum anderen will sie sich keinem Mann unterordnen. Jede Tag bekommt sie zu spüren, was es bedeutet eine aus England stammende Mutter zu haben. Und nicht nur Zuhause muss sie sich durchsetzen. Beinahe die ganze Gesellschaft ist der Meinung, dass Frauen nur Haushälterinnen und Mutter taugen. Doch Robin kämpft um Gleichberechtigung und eine vernünftige Bildung. Als sie jedoch ihre Liebe zu Frauen entdeckt, schwebt sie in großer Gefahr, denn so ein „Verhalten“ wird in ihrer Zeit schwer geahndet. Zur gleichen Zeit in Paris lebt Jennifer mit ihrer Mutter Valentine und ihrem Stiefvater dem Baron. Ihr Leben besteht aus Festen und Tanzen. Als sie Sophie trifft, scheint ihr Traum wahr geworden zu sein. Sie hat eine Frau getroffen, die sie begehrt und ihren Tanz versteht. Denn Jennifer tanzt nicht nach irgendwelchen Choreographien sondern nach ihren Gefühlen. Alles scheint wunderbar zu sein bis der Baron mehr als väterliche Gefühle für Jennifer hegt und ihre Mutter jeden Mal seine Wut zu spüren bekommt. Gemeinsam beschließen sie, dass sie in Paris nichts mehr hält und eine Flucht unvermeidlich ist. Ein packendes Abenteuer beginnt... Ein Buch wie „Robin & Jennifer“ von Elke Weigel habe ich noch nie gelesen. Das liegt zum einen daran, dass ich in meinem Leben noch nicht viele Historical - Romane gelesen habe und zum anderen, dass es kaum Romane gibt, die so eine Thematik behandeln. Umso erstaunlicher und beachtlicher finde ich es, dass Elke Weigel sich diesem Thema gewidmet hat. Ich bin eine Verfechterin der Gleichberechtigung und finde es sehr wichtig, dass jede Frau ihren eigenen Weg geht und sich von keinem Mann unterdrücken lässt. Themen wie Gleichberechtigung, Frauenrechtlerinnen und Emanzipation spielen auch heutzutage noch eine sehr große Rolle in unserer Gesellschaft. Diese Themen hat Elke Weigel sehr gefühlvoll, aber auch sehr klar dargestellt. Ich finde es wunderbar ein Buch gelesen zu haben, dass die Politik sehr interessant aufgreift und diese aber einfach wiedergibt. „Robin & Jennifer“ ist sehr niveauvoll geschrieben, jedoch ohne zu kompliziert zu wirken. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sehr treffend. Sie redet bzw. schreibt nie um den heißen Brei und dafür bin ich ihr sehr dankbar, da ich es für wichtig erachte bei so einem Thema direkt zu bleiben. Sehr beeindruckend fand ich den Werdegang ihrer beiden Protagonistinnen. Denn durch „Robin & Jennifer“ gewährt uns die Autorin einen Blick in eine Zeit, den wir vielleicht so nie bekommen hätten. Robin kann man nicht als typisches Mädchen ihrer Zeit bezeichnen. Sie ist wild, entschlossen und wissbegierig. Ganz zum Leidwesen ihrer Tante, denn die ist der Meinung, dass Mädchen keine Bildung sondern einen vernünftigen Ehemann, ein Heim und Kinder haben sollte. Doch Robin kämpft für ihre Recht. Robin hat mich persönlich immer wieder in Staunen versetzt. Sie weiß was sie will und das ist Bildung und die gleichen Recht wie die Jungen bzw. Männer ihrer Zeit. Für uns klingt das sehr einfach, denn wir können zu unseren Eltern gehen und sagen: „Hey Mum und Dad ich will aufs Gymnasium und studieren.“ Viele Eltern würden sich so einen Satz aus dem Mund ihres Kindes wünschen, doch in Robins Zeit ist es verpönt ein schlaues und gebildetes Mädchen oder eine gebildete Frau zu sein. Es verlangt sehr viel Mut sich der Gesellschaft zu stellen. Umso erstaunlicher ist Robins Entwicklung. Aus dem schüchternen Mädchen wird eine gestandene Frau, die ihr eigenes Geld verdient. Jennifer ist da anders. Sie kümmert sich nicht um Politik, sondern lebt in den Tag hinein und interessiert sich nur fürs Tanzen und für Sophie. Denn mit Männern kann Jennifer nichts anfangen. In ihrer Zeit ist das jedoch sehr gefährlich. Trotzdem behält Jennifer ihre Leichtigkeit. Diese hat mich wirklich fasziniert. Sie nimmt das Leben nicht zu ernst, macht sich aber ab und an auch ihre Gedanken. Jennifer empfand ich als sehr angenehmen Charakter. Sie konnte mich mit ihrem Tanz sehr oft in eine andere Welt führen. Die Ausdruckstänze werden mir wahrscheinlich immer in Erinnerung bleiben, denn ich empfand die Vorstellung, dass man keine Worte brauch, um seinen Gemütszustand auszudrücken, als sehr beruhigend. Denn unserer sehr artikulierten Welt kann sehr anstrengend werden und was gibt es denn schöneres, als einmal nicht reden zu müssen. Anfangs kam ich etwas schwer ins Buch, aber „Robin & Jennifer“ konnte mich dann doch gefangen nehmen und lies mich erst ab der letzten Seiten los. „Robin & Jennifer“ von Elke Weigel ist ein wunderbares Buch über 2 junge Mädchen die langsam erwachsen werden und merken, dass man für seine Ziele kämpfen muss und dieser Kampf sich lohnt. Elke Weigel hat einen großartigen Roman für all diejenigen geschaffen, die sich diesen Thematiken wie Gleichberechtigung, Frauenrechtlerinnen und Emanzipation nähern wollen ohne vorher ein dickes Geschichtsbuch wälzen zu müssen.

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